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Bernhard

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1

Samstag, 19. Januar 2008, 18:08

Frühfassungen der Overtüren J.S. Bachs

Guten Abend

Verschiedene Autoren behaupten, dass es von den vier Overtüren J.S. Bach frühe Fassungen, teils aus seiner Weimarer oder Köthner Zeit, gibt.

Diskutiert wird u.a.:

Overture No. 1
Hier liegt eine Besetzungskopie
â 2 Hautbois, 2 Violini, Viola, Fagotto, con Cembalovor.
Es handelt sich um ein solistisches Septett .

Overture No. 2
Hier wird eine Fassung in a-moll für vierstimmiges Streicherensemble, wie es für Bachs Orchester in seiner späten Weimarer Zeit Norm war, favorisiert.

Overture No. 3
Hier sei die Trompeten- und Paukenstimme erst später hinzu komponiert und dabei die Oboenstimmen ergänzt worden sein.

Overture No. 4
Hier sollen ebenfalls die Trompeten- und Paukenstimmen erst später und zwar im Rahmen der Bearbeitung des Eingangssatzes zum Eingangschor der Kantate BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“ hinzugefügt worden sein.


Eine Einspielung der "Frühen Overtüren" Bachs beinhaltet dieses



Album -mit informativen Booklet zur Thematik- mit dem Ensemble Nova Stravaganza.


Die Overture No. 1 in a-moll für reines Streicherensemble ist auch auf dieser



CD zu hören.


Von der Overture No. 3 gibt es diese Aufnahme



der D-Dur Suite ohne Pauken und Trompeten.

Gibts weitere Einspielungen von Frühfassungen der Bachen Suiten/Overtüren und weitere Erkenntnisse zur Thematik ?

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

miguel54

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2

Sonntag, 20. Januar 2008, 18:27

Weitere Aufnahmen kenne ich auch nicht; bei Rampe und Sackmann 2000 steht im wesentlichen das von Dir ausgeführte.
Nur erwähnen sie bei # 2 BWV 1067 eine konzertierende Solovioline (so spielt es Rampe auch), die dann durch die Flötenstimme ersetzt wurde.

Bernhard

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3

Sonntag, 20. Januar 2008, 21:14

Guten Abend

Zitat

Original von miguel54
Nur erwähnen sie bei # 2 BWV 1067 eine konzertierende Solovioline (so spielt es Rampe auch), die dann durch die Flötenstimme ersetzt wurde.


Bei dieser



Aufnahme wird BWV 1067 als reine "a-moll Suite" ohne Solovioline gespielt. Das Ensemble "NeoBarock" bezieht sich da auf die These des Musikwissenschaftler Werner Braig ( siehe auch "Bach-Jahrbuch" 2004), der für die Urfassung von BWV 1067 überhaupt kein Soloinstrument annimmt. Bach habe, als er die Traversflöte als Soloinstrument zufügte, auch im Streichersatz vielfältige Änderungen vorgenommen.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

miguel54

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4

Sonntag, 20. Januar 2008, 22:35

Aha - diese These von Breig konnten Rampe und Sackmann natürlich noch nicht kennen, als sie ihr Buch schrieben.

Bernhard

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5

Sonntag, 20. Januar 2008, 22:45

Gutenb Abend

Zitat

Original von miguel54
Aha - diese These von Breig konnten Rampe und Sackmann natürlich noch nicht kennen, als sie ihr Buch schrieben.


W. Breig bezieht sich in dem interessanten, 23-seitigen Artikel "Zur Vorgeschichte von Bachs Overtüre h-Moll BWV 1067" im Bachjahrbuch 2004 mehrmals auf das Buch von Rampe/Sackmann (habe ich mir eben bestellt :] ).
Er brachte auch eine Rekonstruktion einer "Overtüre a-moll nach BWV 1067 für Streicher und B.C." bei Breitkopf & Härtel heraus.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

WolfgangZ

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6

Freitag, 22. Februar 2008, 19:39

Hallo, Bernhard, hallo, miteinander!

Ich habe mir auf Anregung dieses Threads hin die Doppel-CD mit dem Ensemble Nova Stravaganza gekauft.

An analytischer Präzision durch die Reduktion der Klangfarben gewinnt vor allem BWV 1067 in h-moll.

Die teilweise sehr schroffen HIP-Einspielungen gefallen mir jedoch nicht durchgehend. Während naturgemäß Tempo, Schärfe und Entschlackung (wieder einmal) einem Hit wie dem Air aus BWV 1068 gut tun, geht mir das in der Ouverture der dritten Suite zu weit. Hier empfinde ich rhythmische Hektik, klangliche Unruhe und blecherne Härte. Seht Ihr das ähnlich?

Besten Gruß, Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!