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oper337

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91

Montag, 1. September 2008, 08:52

Zitat

Original von Oolong
Hallo Felipe,

ich möchte aber nochmal klarstellen - wie " gut" die Wiener sind,möchte ich gar nicht beurteilen, da gibts viel kundigere Leute.

Es ist dieser, für mich, extrem pomadige, dressierte Klang, die überkünstelte Aussprache, die es mir schwer machen.

Ein wenig unperfekte Natürlichkeit habe ich da lieber, ist doch gerade geistliche Musik eigentlich " Lebensmusik" , Brot für richtige Menschen - dann darf bei diesem Repertoire auch das singende Menschlein bei aller Kunstfertigkeit spürbar bleiben...

Denk ich halt... :beatnik:

Stefan


Grüß Dich Stefan!

Da ich es selbst miterlebte, muiss ich sagen im Großen und Ganzen hast Dur Recht!

A B E R :

Es ist der "dressierte Klang" bei allen Knabenchören da und ich denke, dass es auch in Tölz sowie in Dresden nicht anders gemacht wird!

Es wird überall mit dem selben "Wasser gekocht!"

Jedoch ganz so "dressiert" wird auch nicht, da ich 1. Solosopran war, haben wir enorm viele Messen, viele sind davon auf LPs aufgezeichnet - und vernichtet worden, die jedem einzenen Mitglied große Freude bereitet haben, so zumindest bei den Wiener Sängerknaben, als auch bei den "Sängerknaben vom Wienerwald".


Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello:

Oolong

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92

Montag, 1. September 2008, 10:15

Zitat

Original von oper337

Zitat

Original von Oolong
Hallo Felipe,

ich möchte aber nochmal klarstellen - wie " gut" die Wiener sind,möchte ich gar nicht beurteilen, da gibts viel kundigere Leute.

Es ist dieser, für mich, extrem pomadige, dressierte Klang, die überkünstelte Aussprache, die es mir schwer machen.

Ein wenig unperfekte Natürlichkeit habe ich da lieber, ist doch gerade geistliche Musik eigentlich " Lebensmusik" , Brot für richtige Menschen - dann darf bei diesem Repertoire auch das singende Menschlein bei aller Kunstfertigkeit spürbar bleiben...

Denk ich halt... :beatnik:

Stefan


Grüß Dich Stefan!

Da ich es selbst miterlebte, muiss ich sagen im Großen und Ganzen hast Dur Recht!

A B E R :

Es ist der "dressierte Klang" bei allen Knabenchören da und ich denke, dass es auch in Tölz sowie in Dresden nicht anders gemacht wird!

Es wird überall mit dem selben "Wasser gekocht!"

Jedoch ganz so "dressiert" wird auch nicht, da ich 1. Solosopran war, haben wir enorm viele Messen, viele sind davon auf LPs aufgezeichnet - und vernichtet worden, die jedem einzenen Mitglied große Freude bereitet haben, so zumindest bei den Wiener Sängerknaben, als auch bei den "Sängerknaben vom Wienerwald".


Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello:



Lieber Peter,

du hast natürlich recht! Und ich würde mir als Außenstehendem nie erlauben,über Probenmethodik etc. zu phantasieren. Ein Höchstmaß an konzentriertem Üben und disziplinierter Gesangsausbildung sind unerlässlich und nötigen mir von vornherein hohen Respekt vor den Leistungen der Jungen in allen Chören ab.

Ich meinte aber tatsächlich das SPRACHLICHE, nicht so sehr das musikalische Ergebnis. Und da fällt mir halt bei meinen nicht allzu vielen Aufnahmen mit den Wienern diese gewisse Maniriertheit im Ton auf- da werden Silben im Staccato gebildet, da werden Konsonanten fast grotesk überbetont... . Und auf diese Weise geht für mich einiges vom Charme der jungen Stimmen verloren.
Auch wenn Natürlichkeit in den Stimmen hochdekorierter Knabenchöre nur eine Illusion sein kann, meine ich doch,dass die sächsische Chortradition da eine größere Portion an erdverbundenem Ton erhalten hat.

Das dürfen Wiener Sängerknaben a.D. aber ausdrücklich anders sehen... :yes: :D


Herzliche Grüße nach Wien!
Stefan
Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

Cherubina

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93

Dienstag, 2. September 2008, 09:43

Oh wie ich früher die Knaben der Knabenchöre beneidet habe...
Ich weiß schon gar nicht mehr, wo mein Idealbild des Knabenchores herkam. Ich glaube es war ein Spielfilm, den ich im Grundschulalter gesehen habe.
Ich wollte auch auf so eine Schule und in so einem Chor zu singen erschien mir wunderbar.

Ich habe meine Mutter damals gefragt, wann Eltern ihre Kinder auf so eine Schule schicken und sie sagte mir: "Naja, wenn die Eltern merken, dass die Kinder gerne singen und wirklich dorthin wollen..."
Was habe ich mich angestrengt meiner Mutter zu zeigen wie gerne ich singe. Ich habe den ganzen Tag gesungen - komisch dass das meine Brüder nicht genervt hat...

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass die ganze Mühe ohnehin umsonst gewesen ist: Ein Knabenchor ist nun einmal für Knaben! :motz:


Nun ja, ich habe auch so meinen Weg zum Gesang gefunden und glaube nicht, dass ich etwas Lebenswichtiges verpasst habe.

Und was den Klang von Knabenchören angeht: Ich mag ihn nicht besonders gerne. Die ein oder andere Aufnahme eines Knabenchores habe ich schon gehört, die ich ganz nett fand und doch würde ich fast immer "erwachsene" Chöre vorziehen.
Aber das ist wie wir gehört haben sowieso sehr vom individuellen Geschmack abhängig.

LG
Cherubina

oper337

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  • »oper337« wurde gesperrt

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Registrierungsdatum: 29. Februar 2008

94

Dienstag, 2. September 2008, 11:55

Hallo Felipe,

ich möchte aber nochmal klarstellen - wie " gut" die Wiener sind,möchte ich gar nicht beurteilen, da gibts viel kundigere Leute.

Es ist dieser, für mich, extrem pomadige, dressierte Klang, die überkünstelte Aussprache, die es mir schwer machen.

Ein wenig unperfekte Natürlichkeit habe ich da lieber, ist doch gerade geistliche Musik eigentlich " Lebensmusik" , Brot für richtige Menschen - dann darf bei diesem Repertoire auch das singende Menschlein bei aller Kunstfertigkeit spürbar bleiben...

Denk ich halt... :beatnik:

Stefan[/quote]

Grüß Dich Stefan!

Da ich es selbst miterlebte, muiss ich sagen im Großen und Ganzen hast Dur Recht!

A B E R :

Es ist der "dressierte Klang" bei allen Knabenchören da und ich denke, dass es auch in Tölz sowie in Dresden nicht anders gemacht wird!

Es wird überall mit dem selben "Wasser gekocht!"

Jedoch ganz so "dressiert" wird auch nicht, da ich 1. Solosopran war, haben wir enorm viele Messen, viele sind davon auf LPs aufgezeichnet - und vernichtet worden, die jedem einzenen Mitglied große Freude bereitet haben, so zumindest bei den Wiener Sängerknaben, als auch bei den "Sängerknaben vom Wienerwald".


Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello:[/quote]


Lieber Peter,

du hast natürlich recht! Und ich würde mir als Außenstehendem nie erlauben,über Probenmethodik etc. zu phantasieren. Ein Höchstmaß an konzentriertem Üben und disziplinierter Gesangsausbildung sind unerlässlich und nötigen mir von vornherein hohen Respekt vor den Leistungen der Jungen in allen Chören ab.

Ich meinte aber tatsächlich das SPRACHLICHE, nicht so sehr das musikalische Ergebnis. Und da fällt mir halt bei meinen nicht allzu vielen Aufnahmen mit den Wienern diese gewisse Maniriertheit im Ton auf- da werden Silben im Staccato gebildet, da werden Konsonanten fast grotesk überbetont... . Und auf diese Weise geht für mich einiges vom Charme der jungen Stimmen verloren.
Auch wenn Natürlichkeit in den Stimmen hochdekorierter Knabenchöre nur eine Illusion sein kann, meine ich doch,dass die sächsische Chortradition da eine größere Portion an erdverbundenem Ton erhalten hat.

Das dürfen Wiener Sängerknaben a.D. aber ausdrücklich anders sehen... :yes: :D


Herzliche Grüße nach Wien!
Stefan[/quote]

Lieber Stefan!

das mit dem "Überbetonen" des Konsonantensingens da hast Du Recht!!!

Das war schon bei uns so - aber in den Aufführungen dann, war es zumindest bei mir als Solosopran,

nicht mehr so arg, denn gerade die lateinische Sprache kennt zwar Konsonanten ist aber doch anders aufgebaut, als dass ich so Wert darauf gelegt habe,

und ich konnte oft genug den 1. Knaben singen und da passte ich auf Konsonanten nicht so auf,

obwohl es mir bei Kms. Emmy Funk sehr gefiel, wenn sie als Hexe in "Hänsel und Gretel" so blendend Konsonanten sang.

Es gab Seinerzeit einmal ein LP mit ihr.

Auch bei Mozarts "Bastien und Bastienne" ist Konsonantensingen drin gewesen.

Ich kann Dir aber versichern, dass kein Dirigent damals auf Konsonantensingen enormen Wert gelegt hatte.

Wenn heute so viel Wert darauf gelegt wird, dann läuft etwas nicht ganz richtig!

Liebe Grüße Peter, der Dir aus Wien, recht herzliche Grüße sendet. :hello: :angel: :hello:

Ulrica

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95

Dienstag, 2. September 2008, 14:51

Zitat

Original von Cherubina
Und was den Klang von Knabenchören angeht: Ich mag ihn nicht besonders gerne. Die ein oder andere Aufnahme eines Knabenchores habe ich schon gehört, die ich ganz nett fand und doch würde ich fast immer "erwachsene" Chöre vorziehen.
LG
Cherubina


Mir geht es genauso. Einerseits habe ich großen Respekt vor der Leistung der Kinder, schon allein vom Engagement her, dass sie an den Tag legen und auch stimmlich - für das, was sie eben als Kinder können und was viele Erwachsene so nicht zustande bekommen.

Andererseits ziehe ich den Klang erwachsener (Frauen-) Stimmen einfach vor. Klangliche Klarheit schließt die erwachsene Stimme ja keinesfalls aus, aber die trotzdem vorhandene Klangkomponente, die von ausgewachsenen Körpern erzeugt wird, macht für mich erst einen Chorklang rundum zufriedenstellend. Auch kommt meistens doch die Persönlichkeit der erwachsenen SängerInnen - auch im Chor - mit zum Tragen, während Kinder doch eher ausstrahlen, dass sie sich völlig in die Hand der Leitungsfigur begeben. Das macht vielleicht auch den oft "gedrillten" Eindruck aus.

Trotzdem hat die Gattung voll ihre Berechtigung. Die gut trainierten Kinderstimmen sind durchaus ein Faszinosum und verhelfen den Kindern, wenn die Erziehung hohe Qualität hat, zu Fähigkeiten, die ihre späteren Lebenschancen verbessern dürften.

Ich weiß zwar, woher die Tradition kommt, dass es nur Knaben sein sollen, aber m. E. ist es nicht mehr aufrecht zu erhalten, dass die vielen sangesfreudigen Mädchen gleichen Alters weiterhin - auch wenn es schon Ausnahmen gibt - ausgeschlossen bleiben. Einen fachlichen Grund sehe ich hier nicht, m. E. unterscheiden sich die Stimmen vor den Mutationen nicht.

Es ist auf jeden Fall grundsätzlich unterstützenswert, solche Kinderchöre zu betreiben, zumal auch inzwischen zunehmend moderne pädagogischen Grundsätze Einzug halten dürften.

Was für mich allerdings nach wie vor ziemlich grenzwertig ist, sind die Solisten. Ich finde, auch wenn es - naturgemäß kurzfristige - Ausnahmetalente gibt, die Kids mit dem üblich zu hörenden Repertoire meist überfordert. Auch hier Respekt vor der kindlichen Leistung, denn es fordert viel ab, dem noch unfertigen Körper solche Partien überhaupt zu entlocken, aber letztlich füllen diesen Bereich doch erwachsene Frauen überwiegend besser und weniger strapaziert aus.

LG

:hello:
Ulrica
Der Feind ist vernichtet, wenn er zum Freund geworden ist

Oolong

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96

Dienstag, 2. September 2008, 15:57

Zitat

Original von Ulrica

Was für mich allerdings nach wie vor ziemlich grenzwertig ist, sind die Solisten. Ich finde, auch wenn es - naturgemäß kurzfristige - Ausnahmetalente gibt, die Kids mit dem üblich zu hörenden Repertoire meist überfordert. Auch hier Respekt vor der kindlichen Leistung, denn es fordert viel ab, dem noch unfertigen Körper solche Partien überhaupt zu entlocken, aber letztlich füllen diesen Bereich doch erwachsene Frauen überwiegend besser und weniger strapaziert aus.

LG

:hello:
Ulrica


Hallo Ulrica,

in vielen Fällen hast Du da recht, insbesondere wenn technische Fähigkeiten durch extreme Anstrengungen unvollständig kompensiert werden... :(

Dennoch gibt es für mich Sternenstunden, in denen der Knabensolist jeder erwachsenen Stimme überlegen ist. Zwei habe ich präsent:

1995 - an einem ganz schlimmen Tag für mich- rettete ich mich in ein Konzert mit dem Posznaner Knabenchor, vieles rauschte vorbei aber an das " Pie Jesu" von Faure oben von der Kanzel von einem Jungen gesungen, denke ich noch heute voller Faszination und Dankbarkeit!

Die zweite Sternenstunde ist wunderbar reproduzierbar, aus Händels " Messiah" in der mir derzeit liebsten Aufnahme unter Edward Higginbottom ( ich wiederhole mich gern : die ist soooooo :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: gut!!!! ) singt eine Knabensolist das " I know, that my redeemer liveth"
Das ist Himmelsmusik, die ich noch von keiner erwachsenen Stimme hörte!




Und ansonsten mag die persönliche Klangästhetik entscheiden, ob ich zu Aufnahmen mit Knabenchor oder Erwachsenen greife.
Tendenziell sind es bei mir auch die Erwachsenenchöre - aber als Ripieno- Soprane in der Matthäuspassion beim " Oh, Lamm Gottes unschuldig" gewinnen wieder die Knaben... :pfeif:

Gruß
Stefan
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Joseph II.

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97

Sonntag, 29. März 2009, 00:17

Wagner

Besonders sinnvoll erscheint mir der Einsatz eines Knabenchors im "Tannhäuser", so vorbildlich geschehen in der legendären Solti-Aufnahme von 1970 mit den Wiener Sängerknaben, wo auch ein Knabensopran den Hirten singt. Das Ergebnis spricht für sich.

Auch im "Parsifal" ist der Einsatz eines Knabenchors sinnig, so geschehen etwa bei Solti und Kegel, doch zeigt eine Vielzahl anderer Einspielungen (Karajan, Goodall etc.), daß es auch ohne zu einem sehr guten Ergebnis kommen kann.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Melisma

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98

Donnerstag, 7. Mai 2009, 23:05

Ich mag sie besonders gern, die Knabenchöre! - Besonders idie Solisten n der Rolle der 3 Knaben!

Schade, dass man nicht verlinken darf oder soll! - Da gibt es von YouTube die "Zauberflöte für Kinder", in der 3 Tölzer Knaben ihren Auftritt wunderschön meistern! - Meinem Geschmack nach die beste Darbietung!

Grüße von Melisma :hello:
"Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich auch ein schlechtes Gedächtnis leisten."

(Zitat)

Ulli

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99

Donnerstag, 7. Mai 2009, 23:06

Man darf durchaus verlinken, aber eben nicht direkt...

:hello:
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

musica

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100

Donnerstag, 7. Mai 2009, 23:18

Zitat

Original von Ulrica


Was für mich allerdings nach wie vor ziemlich grenzwertig ist, sind die Solisten. Ich finde, auch wenn es - naturgemäß kurzfristige - Ausnahmetalente gibt, die Kids mit dem üblich zu hörenden Repertoire meist überfordert. Auch hier Respekt vor der kindlichen Leistung, denn es fordert viel ab, dem noch unfertigen Körper solche Partien überhaupt zu entlocken, aber letztlich füllen diesen Bereich doch erwachsene Frauen überwiegend besser und weniger strapaziert aus.


Gestern habe ich einen Knabensolisten in Pergolesis Stabat Mater gehört. Die Stimme war sehr schön, doch der Knabe war überfordert und legte ein Tempo vor, was überhaupt nicht im Sinne Pergolesis war.

Leider kam der schmerzvolle Text überhaupt nicht an, emotionslos und runtergesungen. Schade, dass solche Literatur von den Knaben verlangt wird.
musica

Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden.
Dalai Lama


Melisma

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101

Donnerstag, 21. Mai 2009, 10:01

Sollte man einen Knaben nicht zum Zuge kommen lassen?

Es gibt ja Stimmen, auch in diesem Forum, die die gesangliche Darbietung von Knabensolisten eher ablehnen denn befürworten.

Wenn man aber die Karriere der ehemaligen Knabensolisten verfolgt und nachliest, was aus ihnen später geworden ist, so ist festzustellen, dass die meisten von ihnen eine Sängerkarriere gemacht haben oder im Bereich der Musik, z.B. als Orchestermusiker/Dirigent geblieben sind.

Wenn auch nicht alle geanglichen Leistungen von Knaben als Solisten hochkarätig sind, ist es aber doch wichtig, dass man gerade SIE einsetzt, damit ihnen eine spätere gesangliche Laufbahn erleichtert wird, meine ich.

Oder sollte man doch lieber erwachsenen Solisten in Kombination mit dem Knabenchor den Vorzug geben? - Ich meine nicht!

Schönen Feiertag,

Melisma :hello:
"Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich auch ein schlechtes Gedächtnis leisten."

(Zitat)

musica

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102

Donnerstag, 21. Mai 2009, 10:33

Knabenchöre ja, solistisch nur bei bestimmter Literatur

Zitat


Es gibt ja Stimmen, auch in diesem Forum, die die gesangliche Darbietung von Knabensolisten eher ablehnen denn befürworten.


nicht grundsätzlich, doch wenn diese Knaben Literatur singen und sie damit überfordert sind, wie weiter oben schon mal erwähnt, dann lehne ich das ab.

Zitat


Wenn auch nicht alle geanglichen Leistungen von Knaben als Solisten hochkarätig sind, ist es aber doch wichtig, dass man gerade SIE einsetzt, damit ihnen eine spätere gesangliche Laufbahn erleichtert wird, meine ich.


Das sind doch zwei Paar Schuhe, wenn man sie deshalb nur solistisch einsetzt um ihre später Karriere zu erleichtern, ist das für mich überhaupt kein Argument.
Die Voraussetzung später einmal Sänger zu werden, wird sich erst nach der Mutation evtl. rausstellen. Nicht jeder Knabe der solistisch singt, wird auch mal ein großer Sänger.

Knabenchöre höre ich sehr gerne, wenn Solisten eingesetzt werden ist das ok, je nach dem welche Literatur sie singen.
musica

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Dalai Lama


buccinator

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103

Sonntag, 31. Mai 2009, 16:28

Es ist doch erstaunlich, dass hier mehrheitlich über gerade mal drei Knabenchöre diskutiert wird, "Thomaner", "Kruzianer" und "Wiener Sängerknaben"...zugegeben die populärsten im deutschen Sprachraum.

Große Gesangskultur findet sich aber nicht nur in Leipzig, Dresden und Wien. Meine "Geheimfavoriten" sind der Knabenchor Hannover ( Prof. Heinz Hennig, verst...jetziger Leiter Jörg Breiding ) speziell mit Werken von Heinrich Schütz, u. a. dem opus ultimum des Sagittarius ( Schwanengesang ) und der Windsbacher Knabenchor mit Karl-Friedrich Beringer.

Außerdem haben mich die musikalischen Leistungen der Limburger Domsingknaben in einem Livekonzert in der Kölner Philharmonie begeistert.
Wir haben sie bei einer Aufführung der "Carmina Burana" von Carl Orff dabei gehabt...einfach sehr gut !!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »buccinator« (31. Mai 2009, 16:29)


Melisma

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104

Sonntag, 31. Mai 2009, 17:20

Hallo, buccinator,

du hast Recht! Es war hier vorwiegend die Rede von den populärsten Knabenchören. - Die drei weiteren Chöre, die du genannt hast, verdienen mindestens genau so viel Lob! - Auch die Dresdner Domkapellknaben, die in diesem jahr ihr 300jähriges Bestehen feiern! - Keine Frage!

Bei den Windsbachern stört mich allerdings der cholerische Umgangston, den Behringer seinen Chorknaben zumutet! - Wenn du einmal auf YouTube unter "Windsbacher Knabenchor" schaust, dann wirst du eine Dokumentation entdecken, die dies bestätigt. - Wenn der Dirigent eine gute Qualität nur auf diese Weise erlangt, dann ist er nur noch zu bedauern! - Und nicht nur das! Er arbeitet sich selbst auf! - Die Knaben sind zu bedauern!

Freundliche Pfingstgrüße,

Melisma :hello:
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(Zitat)

Gombert

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105

Donnerstag, 6. November 2014, 21:49

Knabenchöre und Vokalpolyphonie

Ausgangspunkt der folgenden Beiträge ist die Beobachtung, dass die englischen Knabenchöre eine entscheidende Rolle bei der Genese jener britischen Vokalconsorts und Kammerchöre innehaben, die für die Wiedereingliederung der "Renaissancepolyphonie" in das gegenwärtige Repertoire verantwortlich sind.
Ausschnitte aus dem thread "Faszination Vokalpolyphonie":
http://tamino-klassikforum.at/index.php?…237&highlight=&

Zitat

Faktum ist, dass die englischen Chöre ein Maß an Intonationsreinheit mitbringen, das in meinen Ohren selbst von gemischten erwachsenen professionellen Chören nur in seltenen Fällen erreicht wird. Und das selbst (und ganz besonders bei A Capella Musik, wo es doch noch um eine Ecke schwieriger ist.)

Zitat

Mir war zuvor nicht bewusst gewesen, was diese zu leisten imstande sind. Und ich vermute stark, dass die großartigen 'erwachsenen' Ensembles aus eben dieser Tradition erwachsen. Ob deren Mitglieder nun selbst Chorknaben waren, oder nicht....

Zitat

Zunächst beruht die Qualität der englischen Chöre auf einer recht kontinuierlichen, seit dem Spätmittelalter bestehenden Tradition. Deren Träger waren die Kathedral- und Collegechöre [...]Schon der Sarum-Usus war in liturgischer Hinsicht sehr "musikfreundlich" und seit der Einführung der Anglikanischen Staatskirche gehörten in allen Kathedralen und Colleges tägliche Gottesdienste b.z.w Andachten mit breiter Musikuntermalung zum Standard. [...] Komponistenwie Tallis blieben immer Bestandteil der anglikanischen Liturgie, sodass selbst in plüschigsten victorianischen Zeiten die Beherrschung des filigranen a cappella-Gesangs erforderlich blieb.

Zitat

ZurBewahrung der a-cappella-Kultur kam hohe soziale Stellenwert, den diezahlreichen Knabenchöre genossen (& geniessen), obals
gesellschaftlicher Mittelpunkt eines Provinzcolleges oder - auf sozusagen höherer Ebene - an einer traditionsreichen Universitätsstadt (bei den prominentesten Ensembles oft in Anbindung an eine elitäre Privatschule)

Auf dieser Basis dürfte noch Mitte des 20. Jahrhunderts die Qualität der britischen Chorwelt singulär gewesen sein. Während in dieser Zeit insbesondere der Philharmonia Chorus als bester "sinfonischer" Chor überhaupt galt, formierten sich mit Ensembles wie dem Deller-Consort die ersten Kammerchöre, die sich auf Alte Musik konzentrierten. Egal ob es sich um Chöre der ersten (Clerkes of Oxenford, als Nachzügler auch Hillier) der zweiten (Tallis Scholars, King's Singers, The Sixteen) oder der dritten Generation (Clerk's Group, Chapelle du Roi, Cardinall's Musick, Tenebrae, Polyphony) handelt - in allen Fällen begann ein wesentlicher Teil der Sänger ihre "Musikerlaufbahn" in den Knabenchören.


Es genügt eigentlich ein Blick auf die musikalischen Anfänge einiger prominenter Chorleiter. Harry Christophers (The Sixteen) begann als treble im Chor von Canterbury Cathedral und sang später im Magdalens College, dem zweitbekanntesten Knabenchor Oxfords - aus dem er auch einen wesentlichen Teil der Stammbesetzung seinen Ensembles rekrutierte. Peter Phillips (Tallis Scholars) begann im St. John's College - dem neben King's College bekanntesten Knabenchor in Cambridge - ebenso wie Andrew Carwood (The Cardinall's Musick). Aus King's selbst stammt Stephen Layton (Polyphony).

Und natürlich haben auch jene bekannten Solisten, die letztlich aus der Anonymität der Vokalensembles heraustraten, ihre Knabenchorvergangenheit. Michael Chance begann in St. George's Chapel (Windsor), Mark Padmore in King's College (Cambridge), Ian Partridge, James Bowman und der heute v.a. als Bachtenor bekannte James Gilchrist in New College (Oxford)...

Es mag sogar sein, dass die Klangeigenheiten der einzelnen Vokalconsorts das charkteristische "Timbre" der jeweiligen Knabenchöre widerspiegeln, aus denen sie mindestens implizit hervorgegangen sind.

Doch ist nicht nur der persönliche biographische Hintergrund der Sänger relevant. Die Genese der britischen Vokalensembles einschliesslich ihrer Damen - wäre ohne die auf Präzision, Klarheit, Vibratoarmut und Intonationsreinheit ausgerichtete Klangtradition und Ästhetik der englischen Knabenchöre kaum denkbar (ohne die es damit letzlich wohl auch keine Wiederbelebung der Alten Meister der Vokalpolyphonie gegeben hätte).


Diesen Knabenchören gebührt nicht nur "genetisch" ein Platz in der Renaissance der Renaissance, sie sind auch direkt und aktiv daran beteiligt. Dabei liegt das technische Niveau in den besten Fällen nicht unterhalb der renommierten Spezialensembles.
Daher sollte an dieser Stelle mit jenen threads verknüpft werden, welche die Vokalconsorts vorstellen.

http://tamino-klassikforum.at/index.php?…threadID=15543&
http://tamino-klassikforum.at/index.php?…&threadID=1386&

Gombert

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106

Donnerstag, 6. November 2014, 22:01

Englische Knabenchöre und Volkalpolyphonie

Hier seien zunächst zwei Chöre vorgestellt, die bei allen gemeinsamen "englischen" Charakteristika einen besonders prägnanten, unverkennbaren Ensembleklang entwickelt haben, vielleicht auch entsprechend ihrer sehr unterschiedlichen Geschichte.

Westminster Cathedral

Einen entscheidenden Platz bei der Wiederentdeckung Victorias nimmt der Westminster Cathedral Choir ein (nicht mit dem ebenfalls prominenten Knabenchor von Westminster Abbey zu verwechseln). Dieser relativ junge Chor entstand Ende des 19. Jahrhunderts zugleich mit der ersten katholischen Erzkathedrale seit der Reformation. Hier verband sich die konfessionell bedingte besondere Beziehung zu den Meistern des mediterranen Raumes mit den Qualitäten der anglikanischen Chortradition, so dass Victoria oder Palestrina in einer Qualität erklang, die den Komponisten in ihren Heimatländern für lange Zeit nicht "widerfuhr". Bereits unter seinem Chorleiter George Malcolm, als Victoria auch in Spanien wenig mehr als ein blosser Name war, entstanden Aufnahmen mit Werken des Komponisten. Diese Tradition wurde vor allem von David Hill weitergeführt. Charakteristisch für den Chor ist der mitunter etwas raue, bei den treble bei Bedarf auch leicht penetrante Klang, der nicht sehr stark von der Sprechstimme abweicht. Dem "iberischen" Charakter der Musik Victorias, der aus der harschen Hochebene Altkastilliens stammt, kommt dies durchaus entgegen.





New College, Oxford

Der Chor des New College entstand zugleich mit seiner Heimstatt, der grössten Stiftung des 14. Jahrhunderts in Oxford. Er ist einer der ältesten Collegechöre, mit dem etwas jüngeren Ensemble des offiziellen Schwestercolleges, King's College in Cambridge, verbindet ihn eine gern gepflegte Rivalität um den inoffiziellen Titel des besten britischen Knabenchores. Innerhalb der typisch britischen "Parameter" sind die Klangcharkteristika gewissermassen komplementär zu jenen des Westminster Cathedral Choirs, typisch ist hier ein eher schlackenfreies Leuchten insbesondere der hohen Stimmen, bei deutlicher Unterscheidbarkeit der Stimmgruppen. Der Musiktradition der Heimatstadt verbunden, spielen gerade englische Komponisten des 16. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle im Repertoire des Chores.



William B.A.

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107

Freitag, 7. November 2014, 00:09

Ich glaube, lieber Gombert, dass die Oxforder und Cambridger Chöre nicht nur in der Vokalpolyphonie der Renaissance eine gute Figur machen, sondern auch in Werken ders Hochbarock, wie ich dieser Tage anhand einer Empfehlung des neuen "Messiah"-Threads deutlich gemacht habe, indem ich die Aufnahme des "Choir of King's College " (Cambridge) als sicherlich maßstäblich nannte:

und dass sie auch in die Wiener Klassik hineinreichen, wie ich meine, mit dieser Gesamtaufnahme der Messen Joseph Haydns, in der ebenfalls der KIng's College Choir und der St. John's College Choir, beide aus Cambridge und des "Christchurch Cathedral Choir", dieser jedoch aus Oxford:


Neuerdings wagt sich der Choir of King's College, wie ich eben erfahrren habe, auch an Werke der Spätromantik, so wie dieses, das wir zur Zeit ebenfalls wieder einstudieren:

(Konzert 2011 in Seoul, immer noch unter Stephen Cleobury: Gabriel Faurè, Reaquiem op. 48)

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

farinelli

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108

Montag, 9. Februar 2015, 20:07

Caro Gombert -

eine Frage zum Youtube-Ausschnitt aus dem Victoria-Requiem mit Westminster - ist das die hyperion-Ausgabe?

:hello:
Zerging in Dunst das heilge römsche Reich

- uns bliebe gleich die heilge deutsche Kunst!

Gombert

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109

Montag, 9. Februar 2015, 22:31

So ist es.

Eingestellt wurde sie hier in Beitrag 13:
http://tamino-klassikforum.at/index.php?…d&threadID=2725


Das Agnus Dei aus dieser Einspielung lässt sich in Beitrag 92 folgenden Threads hören:
http://tamino-klassikforum.at/index.php?…&threadID=17237


Cari saluti :hello:

farinelli

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  • »farinelli« ist männlich

Beiträge: 1 565

Registrierungsdatum: 12. Mai 2009

110

Dienstag, 10. Februar 2015, 13:37

Lieber Gombert,

vielen Dank für diese informative Antwort. Homogenität und Strahlkraft von Westminster sind schon enorm. - Wenn man nicht aufpaßt, hat man schnell 20 Aufnahmen des Requiems zusammen ...

:hello:
Zerging in Dunst das heilge römsche Reich

- uns bliebe gleich die heilge deutsche Kunst!

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

Beiträge: 4 035

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

111

Freitag, 10. Juli 2015, 23:11

Hallo,

in der überfüllten Nürnberger St. Lorenzkirche - etliche Menschen mussten stehen - habe ich vor ca. 4 Stunden die 479. Motette des Windsbacher Knabenchores gehört, mit u. a. folgenden Werken (bekanntere Werke von Mendelssohn, Schein, Schütz lasse ich außen vor):

Alessandro Scarlatti, Exultate Deo, für 4-st. gem. Chor; diesen Satz habe ich vor ca. 55 Jahren in meinem 1. Chor gesungen.
https://www.youtube.com/watch?v=rvvX4XCgE3I

Emanuel Vogt (1925-2007), Tausend Jahre, für 3-st. Männerchor
https://www.youtube.com/watch?v=MncE9PA9M7E

Charles Villiers Stanford (1852 - 1924), Beati quorum via, für 6-st. gem. Chor
https://www.youtube.com/watch?v=veyM5izxyDw

Diese Einspielungen dienen nur dazu, eine Vorstellung von den Werken zu bekommen; das interpretatorische und klangliche Niveau der Windsbacher erreichen sie nicht.

Viele Grüße
zweiterbass

Nachsatz: Ich sehe es für mich als mittelfränkisches Privileg an, dass ich 6 x im Jahr die hervorragenden Windsbacher ohne Eintrittspreis hören kann/darf.
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • »Johannes Schlüter« ist männlich

Beiträge: 43

Registrierungsdatum: 1. Oktober 2017

112

Freitag, 13. Oktober 2017, 18:44

Ich fahre temporär gerade auf die Sangeskunst englischer Knabenchöre (College- und Kathedralchöre) und ihrer Dompteure (Guest, Willcocks, Ledger, Higginbottom, Cleobury, etc.) ab und habe meine Wunschliste für 2018 hiermit befüllt:



Schade, dass man oft so unter Zeitdruck gesetzt wird, was die reguläre Verfügbarkeit solcher Klötze betrifft (der zweite (blaue) Fricsay-Würfel muss auch noch dringend her).