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m-mueller

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  • »m-mueller« ist männlich

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151

Sonntag, 9. November 2014, 21:52

Mal wieder 3 Versionen des gleichen Stückes zum Vergleich:

Bach hat ein Oboenkonzert von Alessandro Marcello auf Tasteninstrument transkribiert, es ist heute als BWV 974 bekannt und hat ein berühmtes Adagio in der Mitte

Zunächst einmal außer Konkurrenz das originale Original ;) von Marcello:
https://www.youtube.com/watch?v=E0BalQMrVDU

nun das bachsche Original: Cembalo, Chiara Massini:
https://www.youtube.com/watch?v=7uKdhmO_idE, ab 2:43 - ich finde, daß das Instrument von der Schärfe her noch im grünen Bereich liegt - was mich irritiert, ist ein mitlaufender Tiefbaß, so, als tippte Frau Massini bei jedem Akkord ganz leicht mit einem Fuß per Filzklöppel auf eine große Baßtrommel

als zweites Beispiel möchte ich eine Einspielung mit einem Instrument darstellen, das von der Gedecktheit der Klangfarbe zwischen Cembalo und Klavier liegt: 11-saitige Gitarre, Paulo Martelli:
https://www.youtube.com/watch?v=IDvqRJ2i7uE

als drittes nun Klavier, Anne Queffélec
https://www.youtube.com/watch?v=ZTRdbqxTa6M, ab 5:06

gibt es zu diesen Einspielungen Meinungen?

m-mueller

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  • »m-mueller« ist männlich

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152

Sonntag, 9. November 2014, 21:57

Hallo zweiterbass,

die von Horowitz gespielte Scarlatti-Sonate, die Du verlinkt hast, ist nun tatsächlich besonders gut gespielt; sie perlt und funkelt.

m-mueller

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  • »m-mueller« ist männlich

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153

Sonntag, 9. November 2014, 22:39

nochmal zu BWV 974:

es gibt auch Klaviere, die sich ganz gräßlich anhören, wobei das Beispiel hier wohl vor allem unter der Aufnahmetechnik leidet:

https://www.youtube.com/watch?v=2x-OHljZ…B5B1DFA5C94D5EE

zweiterbass

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154

Sonntag, 9. November 2014, 23:37

Hallo m-mueller,

als Liebhaber gezupfter Saiteninstrumente mag ich die 12-saitige Gitarre natürlich. Klavier und bes. die 2. Einspielung - nicht mein Fall.
Zum Cembalo: Kann es sein Du meinst ab 06:23 - da kommt das 2. Manual hinzu in Oktavlage; bei 02:34 kann ich nichts hören was Du meinst.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

m-mueller

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  • »m-mueller« ist männlich

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155

Sonntag, 9. November 2014, 23:41

Hallo zweiterbass,

nein, ab 2:44 höre ich neben den Einzeltönen einen sehr tiefen, leichten Bass, mehr zu spüren als zu hören (schätze, knapp unter 30 Hz) - der ist deutlich da, keine Einbildung.

Hört den sonst noch jemand?

Mich freut jedenfalls, daß Dir die Version mit der Gitarre gefällt!

m-mueller

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  • »m-mueller« ist männlich

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156

Montag, 10. November 2014, 00:44

Nochmal mit den Sennheiser HD 800 gecheckt - das Cembalo produziert einen vernehmlichen Tiefbaß, insbesondere am Anfang des Stückes, aber auch immer mal wieder zwischendurch (also wohl immer, aber unterschiedliche gut vernehmbar) - keine Ahnung, was das sein könnte.

m-mueller

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157

Montag, 10. November 2014, 01:16

Ein ähnlicher Fall ist Händels Minuet aus der Cembalosuite HWV 434 -

hier eine Klavierfassung:
https://www.youtube.com/watch?v=54pcoKM8Vd4

dazu demnächst mehr...

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

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158

Montag, 10. November 2014, 11:19

Hallo m-mueller,

ich habe nun bis 4:00 abgehört
mit meinem (älteren) Sennheiser "HD 530 II" und
über die externen Lautsprecher mit Subwoofer meines PC

je in max. Lautstärke - über Lautsprecher konnte ich mir das ausnahmsweise leisten.

Ich kann die leisen, sehr tiefen Bässe nicht hören.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

Gombert

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159

Montag, 10. November 2014, 13:53

Zitat

von m-müller
was mich irritiert, ist ein mitlaufender Tiefbaß, so, als tippte Frau Massini bei jedem Akkord ganz leicht mit einem Fuß per Filzklöppel auf eine große Baßtrommel

Ich kann das Geräusch nur vage erahnen - um eine Art Trommelzug, wie er an einigen dt. Instrumenten zu finden war , handelt es sich nicht, es ist eher ein Nebengeräusch der Mechanik.

Ergänzend hier noch ein vor genau drei Tagen gemachtes, ganz subjektives Erlebnis:
seit etwa einem halben Jahr war ich an kein Cembalo gelangt, vermisste es auch kaum bewusst. An den Klang meines Hausinstruments war ich so gewöhnt, dass ich dessen spezifischen Klang, insbesondere wenn es um Bach ging, kaum wahrnahm (wenngleich nicht, im Sinne Glockentons, von einer "Ehe" gesprochen werden könnte).

Nun durfte ich plötzlich an mehreren Cembali Hand anlegen, an einer Kopie und zwei halbwegs originalen französischen b.z.w. flämischen Instrumenten. Es war wie eine Erlösung - auch im Hinblick auf Bach. Und endlich konnte ich mich auch mal wieder an Couperin versuchen! Ich bin kein" Cembalist" und habe im Zweifelsfall eher Erfahrungen mit dem links oben abgebildeten Instrument [leider nur einmal spezifisch ;( ], dass insbesondere in der historisch-mechanischen Ausführung eher den...Grobmotoriker fordert. Trotz dieser massiven, durch den Spieler verursachten Nachteile war der reine Klang durchweg erfreulicher als der in den Beiträgen 122, 123 und selbst 151 zu vernehmende. Entweder schaltet sich die Aufnahmetechnik dazwischen, oder you tube lässt zu wünschen übrig und offeriert überwiegend klassische Eierschneider, oder m-müller trifft ein Suggestivauswahl :baeh01:

Beste Grüsse!

P.S.: Bei BWV 979 würde in Hinsicht auf den Instrumentalklang ebenfalls die 11-saitige Gitarre bevorzugen.

m-mueller

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160

Montag, 10. November 2014, 23:58


Ich kann das Geräusch nur vage erahnen - um eine Art Trommelzug, wie er an einigen dt. Instrumenten zu finden war , handelt es sich nicht, es ist eher ein Nebengeräusch der Mechanik.


Also Artefakt, wenn man 3 Meter weit weg steht, hört man nichts mehr, nur das Mikro hört es, das direkt in das Instrument reinkrabbelt.

Mhhhh, Suggestivauswahl...ähhh, nach sorgfältiger Prüfung des eigenen Gewissens bin ich ziemlich sicher, daß ich zumindest nicht bewußt schuldig im Sinne der Anklage geworden bin.

Bei 979 ist die Gitarre bei mir zweiter Sieger, aber ein guter und stolzer.

m-mueller

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161

Dienstag, 11. November 2014, 00:03


Ich kann die leisen, sehr tiefen Bässe nicht hören.


Sie sind auch wirklich mehr zu erahnen als zu hören, und sie werden auch nur auf den "Kindersärgen" hör- resp. fühlbar, nicht auf meinen Nahfeldmonitoren.