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Jacques Rideamus

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Beiträge: 4 678

Registrierungsdatum: 15. Juli 2007

31

Montag, 30. Juli 2007, 15:10

Zitat

Original von pbrixius

Zitat

Original von Rideamus
Im übrigen stimme ich den Damen zu: Figaro ist eigentlich nur bei Rossini (und, nicht ganz zu vergessen, Paisiello) wirklich gewitzt, aber bei Mozart/Da Ponte scheint ihn seine Karriere denkfaul gemacht zu haben.


Er ist dies vielleicht Deiner Meinung nach, aber Du erlaubst, dass ich das anders sehe.
...
Auch solche Bemerkungen möchte ich eigentlich nicht in diesem Forum lesen. Ich bitte doch, die Diskussion hier in einem anderen Niveau führen zu dürfen.

Gruß Peter


Hallo Peter,

ich bin zwar noch sehr neu bei Tamino, glaube aber doch nach einigen mehr oder weniger qualifizierten Beiträgen zu verschiedensten Themen Folgendes sagen zu dürfen:

Natürlich erlaube ich, dass jemand etwas anders sieht als ich. Genau um das zu diskutieren, ist dieses Forum doch (auch) da. Jedenfalls verstand ich das bislang so. Mit anderen Worten. Wie (fast?) alle darfst Du hier fast alles, nur, bitte, eines nicht: jedes Wort (von mir, wenigstens) derart FURCHTBAR ERNST nehmen. Es mag ja sein, dass das deutsche Wesen nicht an Ironie genesen ist, aber ich dachte, dass es gerade hier nicht immer nötigsein sollte, zum Hinweis auf deren Anwesenheit ein besonders unernstes Smilie zu setzen. Dessen ungeachtet stehe ich dazu, dass ich, natürlich nur meiner unwesentlichen Auffassung nach, vielleicht manches sehr pointiert, im Grunde aber nichts Falsches gesagt habe. Deswegen kann und will ich Dir in Deiner Analyse von Figaros Charakter und Mozarts Musik auch nicht ernsthaft widersprechen. Höchstens darauf hinweisen, dass Mozart selbst ersichtlich mehr Humor gehabt haben muss als, wenigstens gelegentlich, manche seiner Exegeten.

Wenn allerdings jedes Statement hier, und sei es nur in diesem Thread, dem Anspruch einer todernsten Doktorarbeit genügen muss, dann bin ich hier falsch und ersuche um einen entsprechenden Hinweis von höherer Stelle. Als ich (dafür dankbar) Alfred Schmidts warnenden Hinweis las, dass Liebhaber klassischer Musik besonders dünnhäutig sind (warum eigentlich?), hat er vielleicht auch meine jetzige Reaktion auf Deine heftige gemeint. Deshalb gebe ich gerne zu, dass sie genau so überflüssig ist, bekenne mich aber als dünnhäutig genug, dass ich sie erst einmal stehen lasse, bis sie, was mir Recht wäre, zusammen mit ihrem Anlass von jemand anderem, um dessen diesbezügliche Aufgabe ich ihn nicht beneide, gelöscht werden.

Meinen abschließenden und zugegeben arg albernen Schlenker zur politischen Nicht-Mehr-Aktualität nehme ich zurück und habe ich bereits jetzt durch Ändern gelöscht.

:untertauch: Rideamus
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

Rosenkavalier

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Beiträge: 755

Registrierungsdatum: 15. Juni 2007

32

Montag, 30. Juli 2007, 15:11

Zitat

Original von pbrixius

Zitat

Original von Rosenkavalier
Ich führe den Gedanken mal weiter: Das Pochen auf den Einzelfall kann möglicherweise als Präzedenzfall angesehen werden kann. Also - wenn der Graf die Finger von Susanna lässt, was ohne Zweifel Figaros vordringlichstes Interesse ist - dann kann er künftig nicht mehr in das alte Schema zurück fallen. Indem Figaro seine Interessen öffentlich macht, schafft er Tatsachen auch für nachfolgende Fälle.


Lieber Rosenkavalier,

Du liest meine Gedanken :) Ziemlich revoluzzerhaft ...

Liebe Grüße Peter


Ich lerne nur schnell :] !

Liebe Grüße
Rosenkavalier
Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man seine Stimme auf diesem Ton aufbaut, man muss zu ihm zurück kehren können, sonst ist es aus.
Agnes Baltsa

Siegfried

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Beiträge: 4 706

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

33

Montag, 30. Juli 2007, 15:24

Zitat

Original von Rosenkavalier

Zitat

Original von Siegfried
Drum wurde im Salzburger Jubiläums-Figaro die Susanna mit Anna Netrebko besetzt :jubel:.


OT: Muss das nicht heißen FEHLbesetzt? Für mich war sie die langweiligste Susanna, die ich bis dahin gehört hatte.
Kann aber auch an der nicht gerade "spritzigen" Inszenierung gelegen haben.....

Gruß
Rosenkavalier


Hallo Rosenkavalier,

hierüber ist im "Hype-Hype-Hurra-Thread" sehr viel Sinn und Unsinn verbreitet worden. Mir persönlich hat die sich ins Ensemble voll eingebrachte Anna N. gut gefallen. An Harnoncourts Dirigat scheiden sich die Geister, was immer er auch anstellt. :hello:
Freundliche Grüße Siegfried

pbrixius

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Beiträge: 6 202

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2006

34

Montag, 30. Juli 2007, 15:26

Zitat

Original von Rideamus
ch bin zwar noch sehr neu bei Tamino, glaube aber doch nach einigen mehr oder weniger qualifizierten Beiträgen zu verschiedensten Themen Folgendes sagen zu fürden:

Natürlich erlaube ich, dass jemand etwas anders sieht als ich. Genau um das zu diskutieren, ist dieses Forum doch auch da. Jedenfalls verstehe ich das bislang so. Mit anderen Worten. Wie (fast?) alle darfst Du hier fast alles, nur, bitte, eines nicht: jedes Wort (von mir, wenigstens) zu FURCHTBAR ERNST nehmen. Ich stehe dazu, dass ich meiner unwesentlichen Auffassung nach vielleicht manches sehr pointiert, im Grunde aber nichts Falsches gesagt habe. Deswegen kann und will ich Dir auch nicht ernsthaft widersprechen.

Wenn aber jedes Statement hier, und sei es nur in diesem Thread, dem Anspruch einer todernsten Doktorarbeit genügen muss, dann bin ich hier falsch und ersuche um einen entsprechenden Hinweis von höherer Stelle.


Lieber Rideamus,

gegen das Poiniterte habe ich nichts einzuwenden, ich erlaube mir ja auch pointierte Antworten. Wenn es um die Sache geht, dann fordere ich das Niveau ein, das die Sache erfordert. Für Plaudereien gibt es die internen Threads. Dass ich mich hier schon ausführlich und intensiv über Mozart geäußert habe, wirst Du leicht nachprüfen können.

Wenn ich meine Arbeiten zu Mozart nicht Ernst nehme und mein Bemühen, Mozart auch Leute zu vermitteln, die nicht so viel Zeit haben oder sich nicht so intensiv mit ihm beschäftigt haben, fordere ich auf der anderen Seite auch ein, dass man meine Zeit achtet. Späßchen gerne an den Stellen, wo es passt, hier sind wir in einer Diskussion um ein Rollenbild.

Ich beschäfige mich gerade sehr eingehend mit einer Dissertation um das gender-Verständnis auch im Figaro - ein mehr als interessante Frage. Aber man muss dann eben auch sehr genau im Figaro (und in den Noten) lesen, um Antworten geben zu können. Zuerst stehen ja immer Fragen, je genauer man sie stellt, umso besser.

Dass die Nozze im Umkreis der Französischen Revolution entstand, ist zumindest für die Entstehungszeit thematisch. Wenn wir versuchen, die Probleme des Figaro zu verstehen, müssen wir zumindest von der Bewusstseinlage ausgehen. Und diese erklärt meiner Meinung nach auch den Aufbau des Stückes - und die Architektur ist bei Mozart nie eine Nebensache.

Ich werde auch gerne den Figaro Szene für Szene durchgehen, um ihn interpretatorisch zu durchleuchten, aber da helfen Schnellschüsse nicht weiter. Dass ich Deine Argumente Ernst nehme, hast Du ja in der ausführlichen Beschäftigung mit der 1. Szene gesehen. Aber um Ernst zu nehmen, verlange ich auch Ernst genommen zu werden. Ich verstehe, dass die Botschaft angekommen ist, ich bin auch alles andere als nachtragend. Nur nutze ich weder mir noch Dir, wenn ich so etwas nicht gleich kläre.


LG Peter
Sie hätten's wenigstens nur sehen sollen. Das ganze mich in das Tanzen versunken.
(Goethe)

pbrixius

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Beiträge: 6 202

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2006

35

Montag, 30. Juli 2007, 15:27

Zitat

Original von Siegfried
Mir persönlich hat die sich ins Ensemble voll eingebrachte Anna N. gut gefallen. An Harnoncourts Dirigat scheiden sich die Geister, was immer er auch anstellt. :hello:


Lieber Siegfried,

hier sind wir uns einig :angel:

LG Peter
Sie hätten's wenigstens nur sehen sollen. Das ganze mich in das Tanzen versunken.
(Goethe)

Jacques Rideamus

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Beiträge: 4 678

Registrierungsdatum: 15. Juli 2007

36

Montag, 30. Juli 2007, 15:37

Zitat

Original von pbrixius
Lieber Rideamus,

gegen das Poiniterte habe ich nichts einzuwenden, ich erlaube mir ja auch pointierte Antworten. Wenn es um die Sache geht, dann fordere ich das Niveau ein, das die Sache erfordert. ...
Ich verstehe, dass die Botschaft angekommen ist, ich bin auch alles andere als nachtragend. Nur nutze ich weder mir noch Dir, wenn ich so etwas nicht gleich kläre.
LG Peter


Lieber Peter,

eigentlich geht es auch mir immer um die Sache, und ich denke nach wie vor, dass ein unernster Ton nicht gleich Niveauverfall signalisiert. Was würde das sonst für so großartige Komödien wie die NOZZE bedeuten?

Aber die Botschaft ist angekommen, und es ist Zeit, diesen Abstecher zu beenden und am besten löschen zu lassen.

Ich jedenfalls weiß schon gar nicht mehr, wo ich das Kriegsbeil begraben habe.

:jubel: :jubel: :jubel:

Rideamus
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

Rosenkavalier

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Beiträge: 755

Registrierungsdatum: 15. Juni 2007

37

Montag, 30. Juli 2007, 16:22

Zitat

Original von Siegfried

Zitat

Original von Rosenkavalier

Zitat

Original von Siegfried
Drum wurde im Salzburger Jubiläums-Figaro die Susanna mit Anna Netrebko besetzt :jubel:.


OT: Muss das nicht heißen FEHLbesetzt? Für mich war sie die langweiligste Susanna, die ich bis dahin gehört hatte.
Kann aber auch an der nicht gerade "spritzigen" Inszenierung gelegen haben.....

Gruß
Rosenkavalier


Hallo Rosenkavalier,

hierüber ist im "Hype-Hype-Hurra-Thread" sehr viel Sinn und Unsinn verbreitet worden. Mir persönlich hat die sich ins Ensemble voll eingebrachte Anna N. gut gefallen.


Hallo Siegfried,
meine Aussage bezog sich darauf, dass die Besetzung der Susanna durch A.N. quasi als Beweis oder Zustimmung für F.Qs. Aussage, dass Susanna die eigentliche Heldin im Stück sei, genommen wurde.
Eine "heldenhafte" Susanna war sie in meinen Augen nicht und die von Dir angemerkte "Eingliederung ins Ensemble" unterstreicht doch gerade, dass ihr diese herausragende Rolle gerade nicht zugestanden wurde. Und die Einschränkung, dass dies auch an der Inszenierung gelegen haben KÖNNNTE, habe ich bewusst gemacht, da ich ja die Grabenkämpfe zwischen A.N. Bewunderern und A.N. Nicht-Bewunderern durchaus schon erkannt habe.

Gruß
Rosenkavalier
Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man seine Stimme auf diesem Ton aufbaut, man muss zu ihm zurück kehren können, sonst ist es aus.
Agnes Baltsa

Padre

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Beiträge: 1 531

Registrierungsdatum: 27. Juni 2006

38

Dienstag, 31. Juli 2007, 11:44

RE: Wer ist denn eigentlich dieser Figaro ?

Interpretieren oder Charakterisieren? Der Figaro, hat für mich einen dramatischer Charakter und ist Schlitzohr zugleich!
Padre