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1

Montag, 17. Januar 2005, 03:55

Kann klassische Musik den Charakter beeinflussen?

Guten Morgen liebe Forianer,

es ist schon ziemlich spät, trotzdem wollen wir noch etwas loswerden. Wir basteln derzeit an unserem Programmheft bzw. an der Einleitung dafür.
Thema sollte irgendwie sein: „Zeit für Mozart“, da bei unseren Recherchen über Mozart über kurz oder lang auch immer die Zeitfrage auftaucht. Gestern Nacht (bei einer unserer endlosen Diskussionen ) hat sich aber auch noch ein anderes Thema daraus entwickelt.
Die Frage zum Schluss war: Kann klassische Musik einen Charakter prägen oder verändern/beeinflussen? Wir werden uns noch genauer zu diesem Thema äußern, insbesondere wie wir durch den „Zeitbegriff“ darauf gekommen sind, aber vielleicht macht sich schon mal der eine oder andere Gedanken darüber?

Viele Grüße

Bettina und Wilfried
Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den soll man sich vom Halse schaffen

Selim

Gerrit_Stolte

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2

Montag, 17. Januar 2005, 07:46

RE: Kann klassische Musik den Charakter beeinflussen?

Hallo ihr beiden,

eine Antwort darauf fällt schwer, da die Schlussfolgerungen vielleicht dazu verleiten würden, in Zukunft auf klassische Musik zu verzichten :stumm: Dass ein wenig Mozart die Konzentrationsfähigkeit erhöht haben wir ja schon vor ein paar Jahren erfahren. Leider habe ich keinen Link in dem das Experiment erläutert wurde.

Andererseits - die Formung des Charakters ist eine andere Sache und wenn es womöglich viele Menschen gibt, die durch klassische Musik eine positivere Einstellung bekommen haben, so gibt es doch ein paar, die nicht nur ziemlich ausschließlich klassische Musik gehört, sondern sie auch gespielt haben - und dennoch von so verdorbenem Charakter gewesen sind, dass sie in Theorie und Praxis die abscheulichsten Verbrechen begannen haben. Heydrich war ein exzellenter Violinist, Hitler hat in der ihn prägenden Umwelt sehr viel klassische Musik gehört, wahrscheinlich wird ähnliches auch auf Stalin oder Mitglieder seines Regimes zutreffen.

Ich glaube, Musik kann einen Einfluss auf das Gemüt haben, kann kurzfristig die Emotionen eines Menschen verändern (aufpeitschen, beruhigen etc.) zur Charakterformung reicht sie nicht, schon gar nicht wenn sie exklusiv angewendet wird.
Gruß,
Gerrit

Ulli

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3

Montag, 17. Januar 2005, 17:35

Salut,

ich pflichte Thorsten kompromisslos bei, will aber nicht ausschliessen, dass klassische Musik im Einzelfall den Charakter tatsächlich verändern kann. Wie sieht es zum Beispiel bei Kleinkindern aus, die

Variante a) den ganzen Tag heavy metal anhören müssen/dürfen
Variante b) den ganzen Tag mit Mozart berieselt werden?

In beiden Fällen ist Aggression nicht ausgeschlossen, oder?

Umgekehrt kann man die Frage schon eher beantworten: Wie wirkt sich der Charakter eines Komponisten/Interpreten auf die Musik aus? Ich glaube, dass es hier ganz klare Ergebnisse gibt, die ich nicht weiter auszuführen brauche: Bei der Musik gibt es keine Lügen!

Viele Grüße
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Alfred_Schmidt

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4

Dienstag, 25. Januar 2005, 01:52

Hallo,

Es ist natürlich eine Frage, wie man "Charakter" definiert.

Wen wir Charakter wertfrei definieren, als Summe von Eigenschaften, so kann man wohl sagen, daß Musikalität eine angeborene Charaktereigenschaft ist, die man eventuell noch verfeinern kann, aber sie ist da oder nicht da.
Einen Charakter kann man IMO überhaupt nicht verändern, man kann die Umgangsformen verändern, jedoch nicht den Charakter.
Das Sprichwort: "Geld verdirbt den Charakter" ist falsch. Es offenbart nur den wahren Charakter, der Mensch braucht sich nicht mehr zu verstellen.
Aus dem vorher Gesagten ergibt sich, daß ich nicht glaube, daß man den Charakter mittels Musik, auch nicht mit klassischer beeinflussen kann.
Ebenso verschließe ich mich der Behauptung musisch begabte Menschen hätten einen besonders zarten Charakter, Heinrich der Achte, war ein äusserst begabter Komponist und Poet. Wenngleich er sicher nicht das Monster war, als welches er heute gerne hingestellt wird, so war er doch eher ein erbarmungsloser Charakter. An weiteren Beispielen aus der Geschichte würde es nicht mangeln

Beste Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

der Lullist

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5

Dienstag, 25. Januar 2005, 08:50

Ob Musik den Charakter zum Guten wendet bezweifle ich auch ein wenig, ich denke wie meine Vorredner, dass sie keinen besonderen Einfluß hat.
(Zu Heinrich VIII, ich sehe solche geschichtliche Figuren immer aus dem Kontext ihrer Zeit heraus, was er getan hat war zu seiner Zeit vollkommen legitim, die beiden Damen hatten sich nunmal einiger Verbrechen schuldig gemacht die man nicht tolerieren konnte).

Gerade was Komponisten anbelangt sieht es doch eher durchwachsen aus, es gibt sie sensiblen wie Tschaikowsky oder aber die Jähzornigen wie Lully. (kleine Episode: Wenn im Publikum gelacht oder geplappert wurde kam es öfters vor dass Instrumente flogen...)

Ich höre eigentlich ausschließlich klassische Musik, ob ich dadurch ein besserer Mensch bin wage ich zu bezweifeln. 8)

Alfred_Schmidt

Administrator

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6

Dienstag, 25. Januar 2005, 13:11

Hallo Lullist,

Auch ich weiß, daß Heinrich VIII, korrekt handelte, er brachte die Sache mit seinen Ehefrauen ja vor ein ordentliches Gericht und sorgte dafür, daß auch ausländische Botschafter die Prozesse mitverfolgen konnten. So sorgte er für das, was man heute "Transparenz" nennt ;)

Daß er sich von immer hin 2 Ehefrauen "im Guten" getrennt hatte, beweist, daß er nicht prinzipiell blutrünstig war. Die Hinrichtung seines ehemaligen Lordkanzlers und Freundes Thomas Moore tat ihm sicher persönlich sehr weh, aber auch sie war, wie Du schon richtig sagtes, eine Notwendigkeit. Die Verweigerung des Suprematseides war eben nach englischem Gesetz Hochverrat und Heinrich konnte das der Staatsräson wegen nicht dulden.

Dennoch ist seione Person geradezu prädestiniert um darzustellen, daß eine gewisse charakterliche Härte und Feingeistigkeit einander nicht ausschließen.

Wenn ich von Charakter spreche, teile ich übrigens nicht in einen "guten" und einen "bösen" Charakter ein, sondern meine damit lediglich jenen unverwechselbaren Stempel den jedes Wesen besitzt und der immer wieder duchbricht allen äußeren Einflüssen zum Trotz.


Beste Grüße aus Wien


Alfred




PS: Neues Forum "Geschichte im spiegel klassischer Musik" gefällig ?? :D :D

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

sagitt

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7

Dienstag, 25. Januar 2005, 17:53

Ja oder Nein ?

Sagitt meint:

Wir haben einerseits Forschungsergebnisse über die psychische Wirkung von Musik,ob das der Einfluss Mozarts auf Neugeborene ist oder das Wachstum der Pflanzen oder der Einsatz von Musik bei Operationen oder vor Supermärkten oder in U-Bahnhöfen. Der Einsatz im pädagogischen Sinn usw.

Auf der andere Seite gab es mal die Charakterisierung: im ersten Stock Streichquartett spielen und im Keller foltern. Dazu den sehr guten Film: Tod und das Mädchen von Polanski.

Wieviele " Bestien" haben klassische Musik geschätzt ? Wir wissen es nicht.

Ein zwingender Zusammenhang kann schon deswegen nicht vorhanden sein, weil ja nicht so wenige Künstler- diejenigen, die Werke schaffen und diejenigen, die nachschaffend sind, als Menschen problematisch bis äußerst problematisch sind. Wer hätte mit Mozart oder Beethoven auf der Stube liegen wollen, sich pausenlos vom Brahms beleidigen lassen, von Bach runtergeputzt werden, von Händel aus dem Fenster gehalten ?

Subjektiv kann man sich für feststellen, dass Musik auf einen selber die verschiedensten Wirkungen haben kann.

An einem im wissenschaftlichen Sinne beweisbaren Zusammenhang zwischen Musik und Charakter vermag ich nicht zu glauben.

yarpel

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Beiträge: 305

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8

Mittwoch, 26. Januar 2005, 20:18

Der Anstreicher (Bezeichnung Brechts für Hitler) liebte Wagner, wie wir wissen. Der Parsifal war für ihn die Grundlage einer neuen Religion. Hat "die Musik" den Charakter des Anstreichers beeinflußt? Welchen hatte er vorher, welchen danach?
Göring liebte bekanntlich die Malerei. Seine "Sammlung" hat er sich in ganz Europa zusammen"gesammelt" und die Beutestücke eitel herumgezeigt.
Stalin war sehr an Musik interessiert. Wenn er in Konzerten und Opernaufführungen saß, zitterten alle Teilnehmer und Verantwortlichen, einschließlich der Komponisten. Gefiel ihm etwas, passierte nichts, gab es Orden oder Ermutigungen anderer Art. Mißfiel ihm etwas, oder dem Kulturkommissar Schdanov - ein grauenvoller Mensch, sehr intelligent und frei von Skrupeln und Moral und Stalin vollkommen ergeben, genützt hat es ihm am Ende aber auch nichts - konnten sich die Beteiligten warm anziehen. "Formalismus", "Dekadenz" lauteten dann die Vorwürfe, das konnte zur parteiöffentlichen Vorführung mit Selbstkritikforderungen und langer "Bearbeitung" führen. Und selbstverständlich gab es "Würdigungen" und "Kritiken" in der Presse.
Schostakowitsch, und nicht nur er, konnte darüber erzählen. Und die Angst, die die Jahre des Terrors in ihm ausgelöst haben, wenn z.B. eine Vorladung zu Schdanov oder zu parteiinternen Sitzungen kam oder wenn die GPU, die Gestapo-Variante im real-existierenden Stalinismus, durch die Häuser zog und die Leute aus ihren Wohnungen verschleppte, von denen man danach nichts mehr hörte. Diese Angst hat Schostakowitsch geschildert. Wenn die Leute in den Ledermänteln durch sein Haus gingen, an seinem Stockwerk vorbeigingen oder in die Wohnung gegenüber und Leute "verhafteten", um sie in der Ljubjanka zu foltern, zu "verhören" oder sie gleich zu erschießen. Gründe? Pah!
Diesmal nicht ich. Aber nächstesmal bestimmt.
Welchen Einfluß hat Musik auf den Charakter solcher Leute, s.o?
Zu negativ? Zu stark? Na ja, die?
Entweder gilt die Frage nach dem Einfluß von (klassicher) Musik für alle, oder sie braucht nicht gestellt zu werden.
Um sich zu verändern, müssen Menschen andere Mittel anwenden, die einen direkten und positiven Einfluß auf den Geist haben. Und um soetwas anzufangen, ist erst einmal der Wunsch nach Veränderung, d.h. eine gewisse EInsicht erforderlich.

Gruß
yarpel

Heinz

Profi

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9

Dienstag, 1. Februar 2005, 21:18

RE: Kann klassische Musik den Charakter beeinflussen?

Wenn ich mir so durch den Kopf gehen lasse, wieviele verschrobene Sonderlinge sich unter den großen Komponisten und Interpreten klassischer Musik finden, darf man wohl schon behaupten:

JA, klassische Musik kann den Charakter beeinflussen :stumm: :D

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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10

Dienstag, 1. Februar 2005, 21:53

Hallo Heinz,

Aus meiner Sicht verwechselts Du was. ;)

Eher halte ich für wahrscheinlich, daß verschrobene Sonderlinge eine besondere Affinität zur Musik haben.

Es ist ähnlich, wie man einst behauptet hat, ein Computer fördere die Isolierung und mache die Menschen eigenbrötlerisch. Meiner Erfahrung sagt, daß es meist umgekehrt ist, etliche Menschen die gerne allein sind, kommunizieren mit dem Computer und programmieren ihn, weil er ja nicht widersprechen kann. Und wenn er nervt schaltet man ihn einfach ab.


Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Heinz

Profi

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11

Mittwoch, 2. Februar 2005, 00:18

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Hallo Heinz,

Aus meiner Sicht verwechselts Du was. ;)

Eher halte ich für wahrscheinlich, daß verschrobene Sonderlinge eine besondere Affinität zur Musik haben.


Hallo Alfred,

mein Posting war ja auch nicht so ganz ernst gemeint :P

Ich finds nur etwas nervend, wenn die wilde Welt der klassischen Musik mit braven, gut er- und angezogenen Kindern und spießigen Erwachsenen in Verbindung gebracht wird.

Bravsein und klassische Musik passen nicht zusammen :D

Gruß
Heinz

gaspard

Anfänger

  • »gaspard« ist männlich

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12

Mittwoch, 2. Februar 2005, 15:54

Immerhin vertrat kein Geringerer als Shakespeare die Ansicht, ein Mensch, der Musik nicht liebe, sei suspekt, zu jeder Schandtat fähig, auch zum Mord. 8o

g

Gerrit_Stolte

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  • »Gerrit_Stolte« ist männlich

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13

Mittwoch, 2. Februar 2005, 16:02

War es Shakespeare oder vielleicht auch die Dame, die man mittlerweile in manchen Kreisen als eigentliche Autorin hinter den Werken vermutet?
Gruß,
Gerrit

Rienzi

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

14

Mittwoch, 2. Februar 2005, 17:00

Trotz größter Wertschätzung vor den Forums-Teilnehmern bin ich der Meinung, daß wir alle nur mutmaßen können.
Dies halte ich ein äußerst interessantes Thema für Forschungsgruppen.
Meine Mutmaßung: Ich glaube nicht, daß die Liebe zur klassischen Musik den Charakter eines Menschen beeinflußt.
Erwähnt wurden schon Stalin und Hitler. Das sind schon Argumente genug.
Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
(aus "Sprechen Sie Fußball?")

Gerrit_Stolte

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  • »Gerrit_Stolte« ist männlich

Beiträge: 821

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2004

15

Mittwoch, 2. Februar 2005, 17:17

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Wenn wir Charakter wertfrei definieren, als Summe von Eigenschaften, so kann man wohl sagen, daß Musikalität eine angeborene Charaktereigenschaft ist, die man eventuell noch verfeinern kann, aber sie ist da oder nicht da.
Einen Charakter kann man IMO überhaupt nicht verändern, man kann die Umgangsformen verändern, jedoch nicht den Charakter.


Dazu habe ich mich noch gar nicht geäußert. "Kann man wohl" sagen ist eine schöne Umschreibung für "das wird behauptet, ist aber nicht erwiesen". Und genauso verhält es sich doch bei diesem Thema. Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, Charaktereigenschaften wären angeboren (in den Genen kann man dann den Verbrecher erkennen), beweisen konnten sie es bisher nicht. Die Mehrheit sowohl der Genetiker als auch der Verhaltensforscher teilt diese Meinung jedoch nicht. So kann mal wohl eher sagen, dass der Charakter über die Erziehung, die Umwelt und die Lebenserfahrungen beeinflusst wird: Die Biographien Hitlers und Stalins sind dafür ja eindrucksvolle Beispiele.
Gruß,
Gerrit

Alfred_Schmidt

Administrator

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16

Mittwoch, 2. Februar 2005, 19:46

Ich habe mich einmal verkühlt, zu schreiben, ich hielte die Liebe zur Klassischen Musik für eine Frage der genetischen Codierung.

Welch ein Aufruhr damals. Leute mit dem Intelligenzquotienten meines linken Ohrläppchens meldeten sich zu Wort und trampelten auf dieser Behauptung herum, dabei ist es lediglich eine wissenschaftliche Formulierung für die (nicht angefeindete) Aussage: "vererbt bekommen" oder "angeboren" oder "talentiert"

Die These ist, wie vieles andere auch, nicht 100%ig erwiesen (die Relativitätstheorie und die Quantentheorie auch nicht), jedoch genießt sie in der Wissenschaft derzeit eine hohe Akzeptanz. Viele Indizien sprechen dafür.

Diese These widerlegt, zu Ende gedacht, aber gleichzeitig implizit die gern gehörte Anschauung des freien Willens und der Chancengleichheit.
Das ist ein Affront gegen die menschliche Eitelkeit und eine Verwundung, gleich jener, als der Mensch akzeptieren musste, daß die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt.

Jedoch ist, soweit bis jetzt empirisch untersucht, Musikalität, bzw die Liebe zur Musik (sind ja 2 verschiedene Dinge) in keinem Abhängigkeitsverhältnis zu anderen Charaktereigenschaften.

Das Musik als Ausseneinwirkung den Charakter formen kann, der eigentliche Frage des Threads, habe ich schon in meinem ersten Beitrag verneint.

Beste Grüße

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Gerrit_Stolte

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17

Mittwoch, 2. Februar 2005, 20:50

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Welch ein Aufruhr damals. Leute mit dem Intelligenzquotienten meines linken Ohrläppchens meldeten sich zu Wort und trampelten auf dieser Behauptung herum, dabei ist es lediglich eine wissenschaftliche Formulierung für die (nicht angefeindete) Aussage: "vererbt bekommen" oder "angeboren" oder "talentiert"


Genau diese Verwissenschaftlichung ist es jedoch, die bei der Formulierung stört. Vom angeborenen oder vererbten Talent eines Mozarts sprechen in der Regel nicht Genetiker, sondern Fans, Kritiker, sprich Laien was die Vererbungslehre angeht.
Gruß,
Gerrit

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

18

Mittwoch, 2. Februar 2005, 21:46

Hier bin ich d´accord, aber prinzipiell ist die Forderung jene:

"Weil wir dumm sind und lieber Esoterik betreiben als Penicillin zu spritzen,
darfst auch Du nicht weniger dumm sein als wir,
weil alles Intellektuelle kommt vom Teufel,
Bete und arbeite"

(sagt ja schon der Titel des Baums mit den verbotenen Früchten:

"Der Baum der Erkennnis" )

Meine momentane Kennung sagt ja was ich davon halte :D

Beste Grüße

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

gaspard

Anfänger

  • »gaspard« ist männlich

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Registrierungsdatum: 20. August 2004

19

Donnerstag, 3. Februar 2005, 00:28

Zitat

gaspard: Immerhin vertrat kein Geringerer als Shakespeare die Ansicht, ein Mensch, der Musik nicht liebe, sei suspekt, zu jeder Schandtat fähig, auch zum Mord.

Zitat

Thorsten_Mueller: War es Shakespeare oder vielleicht auch die Dame, die man mittlerweile in manchen Kreisen als eigentliche Autorin hinter den Werken vermutet?

Wie, eine Dame steckt dahinter?!! Stammt die These am Ende gar von der Dt. Shakespeare-Ges.?:wacky:
Vielleicht sollte man sich dort zur Abwechslung mal mit der hauseigenen Historie beschäftigen (<45).
Der Rest ist :stumm:

PS: Das Shakespeare-Zitat über Nicht-Musikliebhaber kannte ich im übertragenen Sinne aus der Musikliteratur. Mir fällt im Monent der Buchtitel nicht ein.

fuchsbuhl

Anfänger

  • »fuchsbuhl« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 12. Januar 2005

20

Donnerstag, 3. Februar 2005, 03:12

Zitat

Bravsein und klassische Musik passen nicht zusammen


Das finde ich den bemerkenswertesten Satz dieses Threads. Es stimmt. Ich erweitere ihn auf: Die besten Interpretationen können nicht von zu braven Leuten kommen. Beispiele gefällig: Horowitz (!) (siehe auch Thread Horowitz) machte immer alles eigensinnig anders. Sein Lehrer Blumfeld war gewissermaßen empört darüber. Goulda gilt als totaler Exzentriker. Zog sich nackt aus beim Spiel. Oder Marta Argerich: In ihr kocht die Glut und ihr Klavierspiel fegt einen hinweg. Diese Leute hatten alle zuvor ihren Charakter drin. Ihr Spiel hat nicht den Charakter beeinflußt. Das sage ich jetzt einfach mal so. Wissen kann ich es natürlich nicht. Die Frage bleibt spekulativ. Warum liebte Göring Mozart? haben wir das schon erörtert? Macht klassische Musik auch rasend? oder sind rasende Leute (s.o.) besonders geeignet als Interpreten für klassische Musik? Gibt es also eine Beeinflussung in beide Richtungen?

Heinz

Profi

  • »Heinz« ist männlich

Beiträge: 351

Registrierungsdatum: 11. August 2004

21

Donnerstag, 3. Februar 2005, 10:51

Zitat

Warum liebte Göring Mozart?


Oh, oh, du stellst aber gefährliche Fragen...

John Diamond meint in seinem Buch "Lebensenergie in der Musik", daß Musik im Grunde die Bewältigung eines tiefen inneren Lebensproblems/Konflikts ist. Der Komponist therapiert sich mit seinen Werken quasi selbst. Demzufolge kann die Musik auch anderen Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen, wenn diese ähnlich denen des Komponisten sind.

Zugegeben, eine sehr esoterische Theorie, aber ein Funken Wahrheit steckt sicherlich drin.

Daß Görings Mozartliebe oder Hitlers Beethovenliebe therapeutisch völlig nutzlos waren, kann man wohl nicht als Gegenbeweis heranziehen.

Gruß
Heinz

22

Donnerstag, 3. Februar 2005, 16:34

Ein herzliches „Grüß Gott“ an Alle,

so, endlich haben auch wir wieder „Zeit“ hier mitzumischen. Als wir diesen Thread hier eröffnet haben, sagten wir ja schon , dass wir über den Begriff Zeit darüber gestolpert sind. Aber wir müssen ein bisschen weiter ausholen um das zu erklären.
Wenn wir Wochentags unsere kleinen Konzerte abhalten ist es manchmal unheimlich schwierig die Gäste dafür zu begeistern. Dann heißt es meistens „unter der Woche hätte man dafür keine Zeit“ oder „es wird dann so spät“. Das bekommen wir zu hören in einer Zeit wo doch sämtliche technischen Neuerungen, Erfindungen und Verbesserungen mit der Prämisse gemacht werden „dem Menschen Zeit zu sparen“. Die Folge davon ist aber, dass der „moderne“ Mensch in seinen Alltag immer mehr Aufgaben packt und somit im Prinzip immer weniger Zeit hat. Und wenn dann endlich der Feierabend da ist, dann setzt man sich vor den Fernseher (oder den Rechner ;) ) und schlägt die verbleibende freie Zeit tot.

Wie war es „früher“ ? Die Menschen im 18/19ten Jahrhundert haben mit Sicherheit genauso viel gearbeitet - nur dauerte eine Arbeit, ein Arbeitsgang oder ein Vorhaben eben seine Zeit. Wenn man von A nach B wollte WAR man eben einen Tag unterwegs. - Und nicht „mal schnell“. Was aber entscheidend ist: Nach getaner Arbeit fand man sich zur geselligen Runde ein, um den Tag gemeinsam mit anderen Menschen ausklingen zu lassen. Und was tat man dabei meistens? Musizieren! Selbst die „unteren“ Schichten spielten zumeist ein Instrument. Und wenn nicht, EINES hatte jeder: Eine Stimme mit der man singen konnte. Und das wurde auch praktiziert.

Wir sind der Meinung, dass die Menschen früher viel mehr mit Musik aufgewachsen sind, sie gehörte einfach zum Leben dazu. Wenn wir jetzt wieder einen Schlenker in die „moderne“ Zeit machen, wie sieht es dann aus? Der musische Unterricht ( wir meinen nicht NUR den Unterricht an Schulen) wird immer mehr vernachlässigt. Und wir glauben schon, dass die „Verrohung“ (blödes Wort - uns fällt aber grad kein anderes ein) unserer jetzigen Zeit damit in Verbindung steht.

Und weil hier schon mehrfach auf Hitler und Konsorten verwiesen wurde: Unserer Meinung nach war Hitlers Interesse an klassischer Musik lediglich Mittel zum Zweck. Soweit wir wissen, hatte er über klassische Musik keine wirkliche Kenntnis, was er aber unbedingt wollte war „zu diesen Kreisen“ gehören, die doch um einiges gebildeter waren als er.
Übrigens befand sich Mozarts handschriftliche Partitur der Zauberflöte eine Zeitlang in Hitlers Besitz - und er wusste es nicht einmal...

Viele Grüße

Bettina und Wilfried
Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den soll man sich vom Halse schaffen

Selim

Ulli

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23

Donnerstag, 3. Februar 2005, 19:57

Liebe Forianer,
liebe Bettina und lieber Wilfried,

…nun aber genug der Liebe… (kann man davon genug bekommen?). Ich habe heute ein längeres Gespräch mit meinen Auftraggebern gehabt, in dem „durchsickerte“, dass ein Mandant den Auftraggebern steckte, dass er (der Mandant) lieber „einen richtigen“ Berater hätte und keinen Musiker. Da ich sofort wusste, um wen es sich handelte, habe ich umgehend das Mandat aufgekündigt. Soviel zum Thema Charakter und Musik. Dieser Mensch ist ein absoluter Kulturbanause und dies werde ich ihm spätestens morgen noch persönlich ins Gesicht sagen! Der wird sich wundern, wie die Bearbeitung seiner Unterlagen zukünftig durch eine ebenbürtige Musikbanausin erfolgen wird.

In diesem Gespräch deuteten wir, d.h. meine Frau und ich an, dass es belegbare Studien aus den USA gibt, aufgrund derer „Musiker“ bevorzugt eingestellt werden als Nichtmusiker, weil Erstgenannte intelligenter sein sollen (hm…) und vor allem schneller die Sachlage aufgreifen und erledigen können, als Letztgenannte. Wie gesagt, das belegen die Studien, ist nicht meine Meinung.

Den wirklichen Charakter aber kann Musik glaube ich, wenn überhaupt, nur im menschlichen Frühstadium real beeinflussen. Ein ARA bleibt ein ARA (muss ich das übersetzen?), egal, ob er Bach hört, oder nicht. Er kann aber durch klassische Musik temporär bestimmt ein wenig gedämpft werden, dass heißt, seine Stimmung und Allgemeinverfassung könnte sich durch klassische Musik aufhellen, wenn er dazu bereit ist. Damit steht auch für mein Empfinden in engem Zusammenhang, dass nur jemand, der Liebe empfangen kann, auch klassische Musik mögen kann. Eine schon etwas kühne Behauptung, zugegeben… Was aber den oben erwähnten Banausen oder besser: Musikablehner betrifft, so glaube ich, dass er durch „Berieselung“ mit solcher erst recht auf die Palme gebracht werden kann… denn er ist nichts, als ein geldgeiler nasser Hund. Also nicht so einfach!

Viele Grüße
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

24

Freitag, 4. Februar 2005, 02:08

Hallo Ulli,

dass klassische bzw. Musik im allgemeinen die Stimmung beinflussen oder beeinträchtigen kann ist klar und bewiesen. (Selbst der Mozartliqueur wird in der Reifephase mit Mozartmusik beschallt (echt wahr!)
Wir glauben dennoch, dass sie auch Einfluss auf den menschlichen Charakter hat. Die Zeit zeigt es doch...
Können dazu noch ein paar Beispiele bringen, aber erst morgen für heute ist es genug (weil SPÄT!!!)

Liebe Grüße
Bettina und Wilfried
Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den soll man sich vom Halse schaffen

Selim

Ulli

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25

Freitag, 4. Februar 2005, 19:02

Salut, Bettina und Wilfried,

also gut: wenn WIR annehmen, dass "Geld verdirbt den Charakter" ein Axiom ist, dann gebe ich Euch Recht.

Viele Grüße
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Gerrit_Stolte

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Registrierungsdatum: 7. Dezember 2004

26

Samstag, 5. Februar 2005, 12:03

Zitat

Original von Bettina und Wilfried
Hallo Ulli,

dass klassische bzw. Musik im allgemeinen die Stimmung beinflussen oder beeinträchtigen kann ist klar und bewiesen. (Selbst der Mozartliqueur wird in der Reifephase mit Mozartmusik beschallt (echt wahr!)
Wir glauben dennoch, dass sie auch Einfluss auf den menschlichen Charakter hat. Die Zeit zeigt es doch...
Können dazu noch ein paar Beispiele bringen, aber erst morgen für heute ist es genug (weil SPÄT!!!)

Liebe Grüße
Bettina und Wilfried


Ich warte darauf, vor allem weil eure Argumentation bisher ein ziemlicher Wildwuchs an Allgemeinplätzen ist ("Die Zeit", "man hat früher" etc.) ist. In der Zwischenzeit ein lebendes Beispiel gegen die These, klassische Musik würde den Charakter positiv beeinflussen, vor allem eines ohne den typischen Holzhammeransatz (Hitler, Stalin etc): Die jüngst ernannten amerikanische Außenministerin Condoleeza Rice ist zumindest eine mehr als kompetente Hobbypianistin, die sich für die Politikwissenschaft und gegen ein Musikstudium entschieden. Ist schon mit Yo-Yo Ma aufgetreten. Als Sicherheitsberaterin hat sie gelogen, betrogen, verschleiert, einen Krieg an den Haaren herbeigezogen, die Folterung von Menschen befürwortet ...
Gruß,
Gerrit

Rienzi

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27

Samstag, 5. Februar 2005, 14:27

Lieber Thorsten,

Mit Deiner Kritik an der Debatte hast Du völlig Recht. Verhaltensforschung ist eine Wissenschaft und nicht Gegenstand einer Debatte wie "Seit der Herr im Nebenhaus Mozart hört, vermöbelt er seine Frau nur mehr zu den Klängen der Kleinen Nachtmusik", oder "alle Leute meinen".
Eine kleine Einschränkung zu Deinem Beitrag: Wenn "Kronzeugen" wie Hitler und Stalin als Antithese dafür genannt werden, daß Klassische Musik den Charakter (positiv) verändert, so kann die Debatte darüber geschlossen werden.

Interessant wäre, wie die Klassische Musik den Charakter der Komponisten verändert hat.
Sind Wagner und Puccini charakterlich einwandfreie Erscheinungen?
Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
(aus "Sprechen Sie Fußball?")

28

Mittwoch, 9. Februar 2005, 02:50

Zitat

Original von Thorsten_Mueller
[

Zitat


Genau diese Verwissenschaftlichung ist es jedoch, die bei der Formulierung stört. Vom angeborenen oder vererbten Talent eines Mozarts sprechen in der Regel nicht Genetiker, sondern Fans, Kritiker, sprich Laien was die Vererbungslehre angeht.


Hallo Thorsten,

- gibt es denn einen "Genetiker", der sich mit Mozarts Genie auseinander gesetzt hat?

WIR WERDEN NOCH Beispiele nennen - zu diesem Thread. Wollen nur vermeiden, dass wieder "Wildwuchs" daraus wird. Momentan wirbelt aber das ganze Thema noch so in unseren Köpfen herum...

Liebe Grüße aus Bayern :hello:

Bettina und Wilfried
Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den soll man sich vom Halse schaffen

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gaspard

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29

Sonntag, 13. Februar 2005, 14:55

Zitat

Thorsten-Mueller:
Rice ist zumindest eine mehr als kompetente Hobbypianistin, die sich für die Politikwissenschaft und gegen ein Musikstudium entschieden. Als Sicherheitsberaterin hat sie gelogen, betrogen, verschleiert, einen Krieg an den Haaren herbeigezogen, die Folterung von Menschen befürwortet ...


:yes:



Belle femme pour le piano. Können diese Augen lügen?
Con dolcezza ... was ist bloß aus dir geworden?

g

Heinz

Profi

  • »Heinz« ist männlich

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

30

Sonntag, 13. Februar 2005, 15:37

gaspard fragt: "können diese Augen lügen?"

Ich denke, die größten Lügner sind auch die besten Schauspieler.

Für die Welt wärs jedenfalls besser gewesen, wenn diese Frau Musikerin geworden wäre. :stumm:


Gruß
Heinz