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Aquarius

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1

Sonntag, 4. Februar 2007, 23:57

Eine neue symphonische Richtung ?

Mich würde mal interessieren, ob ich das nur subjektiv so empfinde, oder ob es wirklich eine neue Stilrichtung in der symphonischen Musik gibt:

Irgendwann – so um 1996 rum – hat die aktuelle symphonische einen grundlegenden Wandel von dem bis dahin eher an Gustav Mahler, Richard Strauss und Richard Wagner geprägten spätromatischen Orchestersound zu einer gewissermassen eher fliessenden von weniger ausgeprägten plötzlich ausbrechenden Tutti-Passagen geprägten wunderschönen teilweise fast schon mystischen Klangwelt durchgemacht.

Schlüsselwerke sind für mich die Progammsymphonie „Fire Paper Water“ ( Vietnam-Oratorium ) von Elliot Goldenthal und das unglaubliche „Salvation“ aus Sakamoto`s Discord-Symphonie: Der erste und zweite Satz der gigantischen Goldenthal-Symphonie sind noch ganz im Stile mahlerianischer Spätromantik. Der letzte Satz aber ( „Hymn“ ) entführt den Hörer aber in andere von einer unglaublich positiven Friedlichkeit gefüllten Klangwelt. Das „Salvation“ von Sakamoto kann man nur mit der deutschen Übersetzung der Satzbezeichnung beschreiben: ERLÖSUNG!

Nicht nur das: In fast allen Werken, die nach 1996 entstanden sind – auch von „alten Hasen“ der Branche - finden sich eindeutig Klangmuster, die ursprünglich mal von Komponisten wie beispielsweise Philip Glass in die Symphonik eingeführt wurden.

Sehr schön studieren kann man das beispielsweise an folgenden Werken von Alan Silvestri:

Back to the future: reine Spätromantik – dann: Forrest Gump: klingt schon wesentlich fliessender und last not least: das phenomenale „Cast Away“: schöner kann eine Musik des FRIEDENS gar nicht klingen!

Oder aber an folgenden Werken von John Williams:

Star Wars: pure Spätromantik, danach: „Empire Of The Sun“: schon teilweise mystisch und aktueller: „AI“ – fast schon tranceartige sehr verschlungene rhytmische Klangmuster mit extrem mystischer Ausstrahlung.

Sehr schön ist dieser ostinate Effekt in „Signs“ von James Newton Howard zu hören: Wie dieser Komponinst das anfänglich zerfahrene und agressive Hauptmotiv gegen Ende in ein extrem friedliches und harmonisches zartes von Klavier und Flöten gespieltes Klangmuster münden lässt – das habe ich bisher in keiner anderen Musik so gehört!

Wie soll man diese neue Musik nun nennen? Vielleicht Wassermannmusik, oder so ähnlich?

Jedenfalls hat der Mensch meiner Meinung nach zumindest in der Musik einen grossen evolutionären Schritt in eine vom Herzen kommenden WIRKLICH FRIEDLICHEN, EHRLICH GLOBALEN und FREI von JEGLICHER ART von GEISTIGER INFILTRATION geprägten neuen Zeit getan.

Der Grund, warum ich in obenstehenden Ausführungen überwiegend auf Beispielen von Filmmusik zurückgegriffen habe liegt daran, da ich daran glaube, dass eben Filmmusik unter anderem die moderne Form von finanziell subventionierter Programmsymphonik darstellt.

Den obenstehenden Beitrag habe ich vor ca 9 Monaten schon in einem Soundtrackforum diskutiert. Ich bin gespannt, was zu diesem Thema von den Taminos kommt.
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Michael Schlechtriem

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2

Montag, 5. Februar 2007, 00:35

RE: Eine neue symphonische Richtung ?

Warscheinlich ist das jetzt gemein von mir, aber nach Durchlesen Deines Beitrages habe ich so das Gefühl, daß Du mit dem Beitrag über Herrn Hübner glücklich wirst.

Zitat

http://www.tamino-klassikforum.at/thread.php?threadid=4511

:D
Ansonsten ist das mit der Fimmusik ja gut und schön-ich liebe Filmmusik selber und kenne alle Deine Beispiele, aber im Gegensatz zu den zeitgemäß komponierten Beiträgen von Korngold, Waxman, Steiner,Newman und wie sie alle heißen sind alle von Dir aufgezählten Komponisten in meinen Ohren nur Epigonen.

Verwalter halt dessen, was einmal war, ohne wirkliche neues zu komponieren

Zitat

da ich daran glaube, dass eben Filmmusik unter anderem die moderne Form von finanziell subventionierter Programmsymphonik darstellt


Nein, da bin ich absolut nicht Deiner Meinung

Zitat

Vielleicht Wassermannmusik, oder so ähnlich


:no: :no:

Zitat

Den obenstehenden Beitrag habe ich vor ca 9 Monaten schon in einem Soundtrackforum diskutiert


Und? Was wurden dort für Antworten gegeben?

Zitat

eine Musik des FRIEDENS

Tut mit wirklich leid, aber damit kann ich überhaupt nichts anfangen.
Oder wie wäre es mit "leichter Klassik für den empfindsamen Krebs" mit Beispielen von Rondo Veneziano und ähnlichen Verdächtigen?

Nichts für ungut,

Michael
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
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Aquarius

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3

Montag, 5. Februar 2007, 01:27

@ Michael Schlechtriem

Behandelt man so Neulinge?

Mit diesem absolut nicht konstruktiven Beitrag kann ich überhaupt nichts anfangen. Hoffentlich war das nur ein Ausrutscher.

Nur zur Info: Elliot Goldenthal ist ein Schüler von Aaron Copland. Und der stand doch Leonard Bernstein sehr nahe.
alle Menschen werden Brüder ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Aquarius« (5. Februar 2007, 01:29)


Michael Schlechtriem

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4

Montag, 5. Februar 2007, 01:48

Zitat

Mit diesem absolut nicht konstruktiven Beitrag kann ich überhaupt nichts anfangen

Tut mir wirklich leid.

Zitat

Behandelt man so Neulinge?

Ich habe überhaupt nicht darauf geachtet, ob Du ein "Neuling" bist, warum auch, Dein Beitrag war ja nicht uninteressant, sonst hätte ich nicht darauf geantwortet.

Zitat

Hoffentlich war das nur ein Ausrutscher

Hallo? :no: :no: :no: :no: :no:

Zitat

Nur zur Info: Elliot Goldenthal ist ein Schüler von Aaron Copland. Und der stand doch Leonard Bernstein sehr nahe.

Na und?
Macht das seine Musik jetzt irgendwie wertvoll und habe ich in irgerndeiner Weise Herrn Goldenthal angegriffen?
Also mir tut es echt ehrlich leid, überhaupt geantwortet zu haben- schade, denn Dein Ansatz mit der Filmmusik ist schon sehr interessant, aber die Namen Silvestri und Howard jagen mir keinen Schauer der Verzückung über den Rücken.

Also ich klinke mich hier mal raus und wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Thread.
Gruß,
Michael
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van Rossum

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5

Montag, 5. Februar 2007, 06:26

RE: Eine neue symphonische Richtung ?

Zitat

Original von Aquarius
Jedenfalls hat der Mensch meiner Meinung nach zumindest in der Musik einen grossen evolutionären Schritt in eine vom Herzen kommenden WIRKLICH FRIEDLICHEN, EHRLICH GLOBALEN und FREI von JEGLICHER ART von GEISTIGER INFILTRATION geprägten neuen Zeit getan.



Wusste gar nicht, dass die Zeugen Jehovas jetzt auch virtuell rumgehen... :stumm:
Projekt "Violinkonzerte des 20. Jhds":
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Robert Stuhr

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6

Montag, 5. Februar 2007, 08:24

Zitat

Original von Aquarius
Behandelt man so Neulinge?
Mit diesem absolut nicht konstruktiven Beitrag kann ich überhaupt nichts anfangen. Hoffentlich war das nur ein Ausrutscher.


Du führst Dich ja gleich richtig ein! Ein Posting, in dem Du mit missionarischem Eifer und Fanbegeisterung eine musikalische Position vertrittst, und dann empört bist, wenn die gleiche Begeisterung von anderen Forumsmitgliedern nicht geteilt wird. Ich finde Deinen letzten Beitrag absolut nicht konstruktiv. Offenbar bist Du der irrigen Meinung, ein Beitrag sei nur konstruktiv, wenn er Deine Meinung teilt.

Hoffentlich war das nur ein Ausrutscher... :baeh01:

Empfehlung: Halt mal den Ball flach!


Zur Sache:
- Was ist denn mit der Entwicklung der symphonischen Musik zwischen Mahler-Strauss-Wagner einerseits, Goldenthal-Silvestri-Sakamoto-Williams andererseits? Wurde da keine symphonische Musik geschrieben? Hat sich da nichts entwickelt? Ich denke, Du hast da wohl etliches verpaßt.

- Ich sehe 1996 überhaupt nicht als entscheidendes Jahr für die symphonische Musik an. Nur weil eine bestimmte Richtung in der Filmmusik in Hollywood zeitweilig Mode ist, bricht noch kein neues musikalisches Zeitalter an.

- Die von Dir gelobten Komponisten schreiben, gemessen an richtigen Symphonikern, epigonale Schinken, sentimentalen Kitsch. Hollywood eben. Die Musik ist weder neu noch innovativ.

"Jedenfalls hat der Mensch meiner Meinung nach zumindest in der Musik einen grossen evolutionären Schritt in eine vom Herzen kommenden WIRKLICH FRIEDLICHEN, EHRLICH GLOBALEN und FREI von JEGLICHER ART von GEISTIGER INFILTRATION geprägten neuen Zeit getan."
Ach Du meine Güte, was für ein unerträglicher humanitärer Kitsch :kotz:

"Der Grund, warum ich in obenstehenden Ausführungen überwiegend auf Beispielen von Filmmusik zurückgegriffen habe liegt daran, da ich daran glaube, dass eben Filmmusik unter anderem die moderne Form von finanziell subventionierter Programmsymphonik darstellt."
Ich habe eher den Verdacht, Du jubelst deshalb die Filmmusik hoch, weil Du die ganze Bandbreite symphonischer Musik zwischen 1920 und 2000 gar nicht kennst. Sonst hättest Du Silvestri et.al. nicht nahtlos an Wagner-Strauss-Mahler anknüpfen lassen und die ganze Entwicklung in der Zeit dazwischen unterschlagen.
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
Zu füßen gottes, wenn
gott füße hat,
zu füßen gottes sitzt
bach,
nicht
der magistrat von leipzig
(Reiner Kunze, Auf eigene Hoffnung, Gedichte)

Edwin Baumgartner

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7

Montag, 5. Februar 2007, 12:38

Nur mal eine ganz kleine Frage - aber bitte nicht böse sein:
Was ist das Neue an Goldenthal, Sakamoto und Co.?

Sie tun nichts als das wiederzukäuen, was brillante Komponisten teils in Filmmusik-Partituren, teils in Konzertwerken niedergeschrieben haben. Allenfalls kommt noch etwas Kitsch-Soße darüber.
Aber es wird weder ein Korngold daraus noch ein Waxman noch ein Bernard Herman. Nicht mal ein Jerry Goldsmith geht sich aus.

Insofern fände ich "Wassermusik" gar nicht so schlecht. Von wegen flüssig bis zur Überflüssigkeit... :hahahaha:

:hello:
...

teleton

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8

Montag, 5. Februar 2007, 13:48

Hallo Aquarius,

Dein Forumseinstieg ist, ausgelöst durch die ganz anderen als die von Dir erwarteten Antworten, nicht gerade von größerster Sympathie für Dich geprägt.
;) Aber laß Dich für weitere Beiträge nicht abschrecken.

Was Robert Stuhr schreibt kam mir auch zuerst in den Sinn, als ich Deinen Anfangsbeitrag laß:

Zitat

Ich habe eher den Verdacht, Du jubelst deshalb die Filmmusik hoch, weil Du die ganze Bandbreite symphonischer Musik zwischen 1920 und 2000 gar nicht kennst. Sonst hättest Du Silvestri et.al. nicht nahtlos an Wagner-Strauss-Mahler anknüpfen lassen und die ganze Entwicklung in der Zeit dazwischen unterschlagen.


Du hast Dich nunmal im Moment mit Goldenthal, Sakamoto und Co. beschäftigt und Dir scheint die Musik so gut zu gefallen, dass Du darin eine neue symphonische Richtung siehst.
Das bleibt Dir unbenommen, aber Edwin hat es kurz und prägnant ausgedrückt:
Die musikalische Qualität eines Korngold, B.Herrmann und J.Goldsmith erreichen diese Filmcomposer nicht. Eine neue symphonische Richtung schlagen sie auch nicht ein.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Edwin Baumgartner

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9

Montag, 5. Februar 2007, 15:26

Wobei mir gerade einfällt - Goldenthal hat doch die Musiken zu "Die Jury" und "Sphere" komponiert.
Ja, ganz nett, die Ku-Klux-Klan-Stelle in der "Jury" mit dieser irisierenden Klangfläche ist nicht übel. Ich revidiere meine Meinung also ein wenig: Als Filmkomponist steht Goldenthal in guter Goldsmith-Tradition, ohne Goldsmith qualitativ wirklich zu erreichen.
Nur: Eine neue symphonische Richtung wird noch lange nicht daraus. Das hat ja nicht einmal Korngold mit seinen Filmmusiken geschafft - und die haben wirklich symphonischen Anspruch!
:hello:
...

Aquarius

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10

Donnerstag, 8. Februar 2007, 19:04

Bisher habe ich hier – mal gelinde gesagt - noch nicht so richtig den Anschluss gefunden. Aber: Schwamm drüber: Man muss schon mal auch herbe Kritiken vertragen. Schliesslich zeugen doch alle bisherigen Antworten zumindest davon, dass es mein Beitrag wert war darauf in irgendeiner Form zu antworten.

Einige – vielleicht aufgrund meines Avatars und aufgrund meines Nicknamens verständliche – Irrtümer meine Person betreffend möchte ich aber hier hoffentlich erfolgreich aus dem Weg räumen:

Ich gehöre keiner der etablierten Religionen und noch weniger irgendwelcher anderer Glaubensgemeinschaften an. Ich glaube aber fest daran, dass es eine ordnende Allmacht gibt, die für – meinetwegen die „Theory of Everything“ verantwortlich ist.

Wenn ich etwas von „frei von jeglicher Infiltration“ schreibe meine ich das auch so. Wie soll ich denn da einer Sekte angehören. Ohne beispielsweise den Zeugen Jehovas auf die Füsse treten zu wollen: Sie missionieren. Und Glaubensmission kann meiner Meinung nach – boshaft formuliert – eine Art von Gehirnwäsche sein. Davor machte und macht auch noch heute eine ganz andere Glaubensausrichtung einer gewissen grossen Weltreligion nicht halt...

Für mich ist nun mal der persönliche „Glauben“ ein rein esoterischer Weg und den geht man – ganz dem Sinne des Wortes esoterisch = nach innen gerichtet – am besten allein. Dadurch bin ich beispielsweise in der Lage an jedem Ort, sehr gerne auch in beliebigen Gotteshäusern, gewissermassen eine Art formloses von jeglichen Dogmen befreites stilles Gebet zu halten.

Mein Avatar ist einfach mein Kürzel IRI in altindischer Devanagari-Schrift und mein Nickname Aquarius soll einfach nur symbolisieren, dass wir – meiner Meinung nach unter anderem wenigstens in der Musik – gerade ein neues Zeitalter beginnen.

Nun zurück zum Thema: Ich hätte den Thread tatsächlich teilen sollen in:

„Eine neue Symphonik“ und „Filmmusik als moderne Form der auftragsgebundenen Komposition“

Aber ich habe es leider versucht die Diskussion dieser beiden Aspekte in einem Thema zu starten.

Ein Eingeständnis meinerseits: Es ist subjektiv zu werten, dass ich die Zeit zwischen 1920 und ca 2000 ( 1996? ) mehr oder weniger in meinen Ausführungen übersprungen habe. Das liegt wahrscheinlich in der Tat daran, dass mir diese zusammenfassend Moderne genannte Epoche – insbesondere die REIN atonale Musik ( pure Zwölftonmusik beispielsweise ) gar nicht zusagt. Liegt wohl auch daran, dass ich als Laie Musik generell sehr emotional empfinde weniger analytisch. Und meiner Meinung nach kann man pure Zwölftonmusik beispielsweise nicht recht emotional empfinden, da hierbei mehr die fast schon mathematische Form zählt als die stimmungsmässige Aussage. Als Stilelement schätze ich aber Klänge, wie sie durch solche Musik zum erstenmal entstanden sind schon. Nun ist die Musik von Bach beispielsweise ( insbesondere seine Kontrapunktik ) auch sehr streng und formal – aber dort überwiegen die Harmonien, sprich diese Musik sperrt sich nicht so sehr gegen klangliche Erwartungen des Ohres von musikalischen Laien.

Natürlich liebe ich auch viele Kompositionen von Strawinsky, Sshostakowitsch, Honegger, Messiaen, Bernstein, Copland, Hovhanes und wie sie alle heissen, nur bevorzuge ich im Wesentliche in der Tat mehr die Musik vor 1920 und eben ab Mitte der 1990 er Jahre. So finde es einfach nur herrlich, dass unüberhörbar wieder die emotionale Erfassbarkeit der Musik und nicht die Intellektualität bei neuen Kompositionen im Vordergrund stehen.

Hand aufs Herz: Wenn man just die Wahl zwischen einem Zwölftonwerk von Anton Webern und beispielsweise der Alpensymphonie von Richard Strauss hat. Was wird man wohl von beiden Werken – rein emotional gesehen – bevorzugen: Ich glaube, da fällt die Wahl nicht schwer. Überwiegend tonale Musik spricht einfach mehr Leute an. Da gibt es meiner Meinung nach keine überzeugenden Gegenargumente. Und das, obwohl der rein musiktheoretische Anspruch von Zwölftonmusik in der Regel sehr hoch liegt. Atonale Musik ist in erster Linie etwas für Intellektuelle sprich für Avantgardisten. Aber die bilden anerkanntermassen in vielen nachfolgenden Werken für die Massen ( z. Bsp.: Honeggers genialen David ) zumindest vom klanglichen her oft das Salz in der Suppe.

Nichtsdestotrotz ist es unübesehbar: Noch nie gab es eine so deutliche Häufung von regelrecht mystisch wohlklingenden neuen Werken.
Man braucht sich nur beispielsweise nur den letzten Satz des gigantischen Fire Water Paper – a Vietnam Oratorio von Elliot Goldenthal vornehmen: Es ist in der Tat ein Hymnus, der seine friedenssehnsüchtige Botschaft über das hoffnungsvolle Schicksal der vietnamesischen Boat People mit der Sprache der Symphonik global verständlich verbreitet.

Für mich stellt die Symphonie im Sinne des Wortes, nämlich „Wohlklang“ die vollkommendste und demnach ganzheitlich gesehen letztendlich auch schwierigste Kompositionsform dar. Und da bin ich – so glaube ich zumindest – nicht der Einzige, der die Entwicklung dieser Kunst in etwa folgendermassen auffassen kann:

Beethoven war es, der wohl nicht nur meiner Meinung nach die Symphonie zu dem machte, was sie auch noch heute ist. Er übergab dann den Kelch mit diesem herrlichen Getränk namens „Choral“ Mahler weiter, der wiederum das Ganze sehr erfolgreich in diesem Sinne weiter vertiefte. Leider hat sich bis jetzt noch keiner gefunden, der sich traut von den nun noch kostbareren Getränk einen ordentlichen Schluck zu nehmen. Sprich: Es gibt bisher noch keinen nachfolgenden Symphonienkomponist, der in der Lage ist das Erbe Beethovens und Mahlers anzunehmen und zu mehren.

Ich glaube aber, da nun endlich der zwanghafte Drang der Moderne, dem menschlichen Ohr mit aufdringlichem Nachdruck disharmonische Klänge aufzwingen zu wollen überwunden wurde, dass die Zeit nun langsam reif ist, dass dieses Wunder geschieht. Genippt haben ja schon, insbesondere in den letzten Jahren, einige daran.

Vielleicht ist es oder wird es ja wirklich eine komponierende Person sein, die aus pragmatischen Gründen mit Filmmusik anfangen musste oder muss, ehe sie dort ihre Sporen verdient hat(te), damit sie dann frei schaffen konnte (kann)...
alle Menschen werden Brüder ...

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Aquarius« (8. Februar 2007, 19:15)


van Rossum

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11

Donnerstag, 8. Februar 2007, 19:33

Ich empfehle dir den Komponisten Peter Hübner. Der vereinigt alle deine Einstellungen und Wünsche, würde ich sagen:

'http://www.peterhuebner.de
Projekt "Violinkonzerte des 20. Jhds":
[url]www.tobias-broeker.de[/url]

Michael Schlechtriem

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12

Donnerstag, 8. Februar 2007, 19:53

Zitat

Ich empfehle dir den Komponisten Peter Hübner


Ja, dieser Gedanke kam mir auch schon in den Sinn :stumm:
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

van Rossum

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13

Donnerstag, 8. Februar 2007, 20:00

Ist ja irre! Noch jemand, der den kennt. Unfassbar. Durch welches große Glück bist du ihm über den Weg gelaufen?
Projekt "Violinkonzerte des 20. Jhds":
[url]www.tobias-broeker.de[/url]

Michael Schlechtriem

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14

Donnerstag, 8. Februar 2007, 20:03

Schau mal hier:
Peter Hübner

Bin aber nicht erleuchtet worden.........
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
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Edwin Baumgartner

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15

Donnerstag, 8. Februar 2007, 20:06

Zitat

Hand aufs Herz: Wenn man just die Wahl zwischen einem Zwölftonwerk von Anton Webern und beispielsweise der Alpensymphonie von Richard Strauss hat. Was wird man wohl von beiden Werken – rein emotional gesehen – bevorzugen: Ich glaube, da fällt die Wahl nicht schwer.

Korrekt. Ohne eine Sekunde zu zögern: Webern. Der schwächste Webern spricht mich persönlich 1000 x mehr an als der beste Strauss (und ob die von mir durchaus geschätzte "Alpensymphonie" der "beste Strauss" ist, lassen wir einmal dahingestellt).
Die Verwendung des Wortes "man" gilt es also zu überdenken.

Zitat

Sprich: Es gibt bisher noch keinen nachfolgenden Symphonienkomponist, der in der Lage ist das Erbe Beethovens und Mahlers anzunehmen und zu mehren.

Wenn es nur für Chorsymphonien gilt, würde ich den Namen Allan Pettersson ins Spiel bringen. Wenn es ganz allgemein für Symphonik gilt: Gab's da nicht einen russischen Schuster, der ein bisserl was auf dem Gebiet verfasst hat? Wie war doch sein Name? Ach ja, Kovacs...

Zitat

Man braucht sich nur beispielsweise nur den letzten Satz des gigantischen Fire Water Paper – a Vietnam Oratorio von Elliot Goldenthal vornehmen:

Und Du hast das Gefühl, daß man dieser Vietnam-Thematik mit Goldenthals Breitwand-Sound beikommen kann?

Zitat

Vielleicht ist es oder wird es ja wirklich eine komponierende Person sein, die aus pragmatischen Gründen mit Filmmusik anfangen musste oder muss, ehe sie dort ihre Sporen verdient hat(te), damit sie dann frei schaffen konnte (kann)...

Das habe ich schon immer vermutet: Dass die Studiobosse in Hollywood die Filme eigentlich drehen, damit die Komponisten einen Lehrgang in sanfter Musik absolvieren können.

:hello:

P.S.: Ich würde ja auch einen Komponisten empfehlen, der ganz auf Deiner Linie liegen dürfte, aber wenn ich das tue, schmeißt mich Alfred raus. Daher nur so viel: Halt mal nach einem geschlossenen Thread über das Finale von Bruckners Neunter Ausschau.

P.S.P.S.: Was haben übrigens Deine religiösen oder nicht religiösen Gefühle mit der ganzen Sache zu tun? Überlese ich da einen Angriff auf Dich? Irgendwie verstehe ich die Argumentation nicht. Mag aber sein, daß das an mir liegt.
...

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16

Donnerstag, 8. Februar 2007, 20:12

Hallo,

und schon wieder sind wir an einem Punkt, den schon so viele Threads behandeln: Das Ausspielen von "alter tonal gebundener" Musik und all diesem dissonanten Zeugs der Ohrenquäler der Moderne. Ein Entweder-Oder, das ich wohl nie begreifen werde. Ich räume ja ein, mit so mancher Musik der letzten Jahrzehnte schwer in eine Beziehung treten zu können. Das ist aber mein Problem - und nicht das der Musik. Also versuche ich immer wieder aufs Neue, diese Beziehung herzustellen, weil ich es einfach will. Ich bin im Grunde ein ähnlicher Hörer wie Aquarius, nämlich einer, der eine emotionale Beziehung zu einem Werk herstellen muss. Ein kühler Analytiker werde ich nie sein und strebe das auch nicht an. Nur schließt das doch grundsätzlich keine Richtung oder Epoche aus.

Immer wieder höre und lese ich hier, dass gerade die "Neutöner"-Anhänger herummäkeln, Konzertprogramme sprengen nd eigentlich sowieso den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören wollen. In Wahrheit sind - zumindest hier im Forum - die lautesten Stimmen diejeinigen, die diese Musik am liebsten ungeschehen und ungehört machen wollen. Für mich - wie oben angeführt - ein nicht nachvollziehbarer Gedanke, da sich in der Musik von 1750 (alles davor fehlt mir noch, mag aber gerne noch erkundet werden) bis 2000 für mich unendliche Schätze verbergen, egal wie toanl, atonal, wohlklingend oder dissonant sie auch sein mögen.

Da sich dieser Thread ja jetzt stark mit dem von Herbert gestarteten kreuzt, möchte ich den dort erwähnten Gedanken des Geschmacks auch hier aufgreifen. Natürlich ist der Geschmack kein Kriterium für Qualität, aber gerne eines für individuelle Hörgewohnheiten. Maßstäbe für Qualität sind zumindest einigermaßen objektiv messbar. Geschmack soll, darf und muss davon unberührt sein. Ich will es mir nicht nehmen lassen, Musik gerne zu hören, die nach bestimmten Parametern sicherlich nicht allzu besonders ist. Im Umkehrschluss sollte man aber auch nicht Musik, die einem erst einmal an einem bestimmten Lebensabschnitt nicht zusagt, zu verteufeln.

Konkret zu Aquarius` letzter Meldung: Es gäbe keinen Sinfoniker, der die Fackel von Beethoven und Mahler übernommen hätte. (?!) Da bitte ich, gerne einmal in die eine oder andere Sinfonie Schostakowitschs reinzulauschen. Ganz blöd war der Mann nicht...

Und zu Goldenthal: In der Tat ist er mir als Filmkomponist durchaus positiv aufgefallen in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren. Die Soundtracks, die ich von ihm kenne, fand ich meistens recht stimmungs- und wirkungsvoll im Kontext der Filme. Abseits davon, also ohne die bewegten Bilder, dann aber eher weniger. Daraus gleich eine neue, heilsbringende Sinfoniker-Schule ableiten zu wollen, halte ich für sehr gewagt.

Gruß
B.
"Once you've seen your face on a bottle of salad dressing, it's hard to take yourself seriously."
Paul Newman

faun

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17

Donnerstag, 8. Februar 2007, 20:15

servus Aquarius

besteht die möglichkeit diese neue symphonische musik auch live zu hören
oder gibt es sie nur als konserve? (film ist auch konserve)

faun
die kritik ist das psychogramm des kritikers (will quadflieg)

mcy

Anfänger

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18

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:20

@Aquarius

Deinem Thread über aktuelle Filmkomponisten finde ich spannend. Allerdings kann ich hier kaum aktiv beitragen, da ich diese Komponisten kaum kenne. Zu Deinen Aussagen über atonale oder Zwölftonmusik möchte ich aber einen Kommentar abgeben.

Zitat

Hand aufs Herz: Wenn man just die Wahl zwischen einem Zwölftonwerk von Anton Webern und beispielsweise der Alpensymphonie von Richard Strauss hat. Was wird man wohl von beiden Werken – rein emotional gesehen – bevorzugen: Ich glaube, da fällt die Wahl nicht schwer.


Mag sein, dass Dir die Wahl hier nicht schwer fällt. Bei mir fiel sie neulich erst auf Webern (Passacaglia für Orchester, Aufnahme mit Boulez und den Berliner Philharmonikern).
Überhaupt, war es nicht so, dass Strauss gerade in der Alpensinfonie im Satz "von der Wissenschaft" Zwölftonreihen benutzt hat.

Dass Zwölftonmusik auch äußerst emotional sein kann, hört man meiner Meinung z.B. bei Bergs Violinkonzert. Für mich gibt es keine eindeutige Zuordnung der Art: Zwölftonmusik = emotional nicht ansprechend.

Zitat

Überwiegend tonale Musik spricht einfach mehr Leute an. ... Atonale Musik ist in erster Linie etwas für Intellektuelle sprich für Avantgardisten.


Na hoffentlich werde ich nach diesem Posting nicht als intellektueller Außenseiter abgestempelt. ;)

Beste Grüße
Wolfgang

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19

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:26

Es gibt doch schon einen thread, wo auf Nachmahlersche Sinfonien hingewiesen wird, ein großer Teil davon recht zugänglich, jedenfalls nicht dodekaphonisch (es kann indes nicht ausgeschlossen werden, dass mitunter einige der 12 Töne verwendet werden :hahahaha: )

:hello:

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

Edwin Baumgartner

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20

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:30

Hallo Wolfgang,
alles richtig - außer, daß Strauss die "Wissenschaft" im "Zarathustra" zwölftönt, nicht in der "Alpensymphonie".
:hello:
...

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21

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:32

Zitat

Man braucht sich nur beispielsweise nur den letzten Satz des gigantischen Fire Water Paper – a Vietnam Oratorio von Elliot Goldenthal vornehmen:

Zitat

Und Du hast das Gefühl, daß man dieser Vietnam-Thematik mit Goldenthals Breitwand-Sound beikommen kann?


Klar geht das. Wenn Celine Dion den Untergang der Titanic besingen kann, ist das allemal drin... :stumm:
"Once you've seen your face on a bottle of salad dressing, it's hard to take yourself seriously."
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Edwin Baumgartner

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22

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:37

Ach...? 8o
Und ich dachte immer, die "Titanic" sei gesunken, weil Celine Dion gesungen hat... :D
:hello:
...

Wulf

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23

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:40

Nein, Edwin. Andersherum wird eine Titanic ... ääh ein Schuh draus.

Die Dion sank noch tiefer, weil sie für diese Schmachtklamotte, bei der das Ersaufen von hunderten von Menschen als Rahmenhandlung für eine sich festigende Liebe dient, ihren liebreizenden Ges....Ges....Ges...
ich krieg das Wort nicht über die Lippen :wacky:

LG
Wulf.
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Edwin Baumgartner

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24

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:44

Aber halten wir einmal kurz inne und fragen wir uns, wie wir eigentlich auf Celine Dion in diesem Thread kamen.
Ach ja, es geht um Silvestri und Co...
:hello:
...

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25

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:51

Edwin, instrumentalisiere meinen unbedachten Celine Dion-Einschub bitte nicht :motz:
Sivestri schrieb, so glaube ich, die Musik zu Zurück in die Zukunft. Klingt fast schon programmatisch.

B.
"Once you've seen your face on a bottle of salad dressing, it's hard to take yourself seriously."
Paul Newman

Wulf

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26

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:51

Entschuldigung :rolleyes:

Bin immer gern dabei,wenns offtopic wird ( und es was über Titanic und Dion zu lästern gibt :stumm: ).

Zurück zum Rhema.

Wer ist eigentlich dieser Silvestri??
Ich kenne nur Silvestrow, aber der hat m.E. nach weniger mit der von aquarius angesprochenen "neuen symphonischen Richtung" zu tun, oder?
Von der ich bisher noch nicht viel gehört habe. Gibt es denn eine neue "Bewegung" speziell seit den 90ern?

Oder ist mit neuer symph. Richtung die "Neoromantik" gemeint??

LG
Wulf.
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27

Donnerstag, 8. Februar 2007, 22:55

Wulf, ich entschuldige mich gleich einmal mit.

Nicht wegen Silvestri, den kenne ich flüchtig...Aber die neue symphonische Richtung, die sich aus ihm und seinen Kollegen ergeben hat, ist mir bislang auch gänzlich verborgen geblieben.

Sorry
B.
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28

Donnerstag, 8. Februar 2007, 23:02

Zitat

Original von Wulf
Wer ist eigentlich dieser Silvestri??


Wenn ich mir bei Wikipedia die Filmographie von Silvestri anschaue, so kann ich dabei keinen Film finden, der mir besonders wegen der Musik aufgefallen ist (außer Lilo & Stitch).

Viele Grüße
Frank

Edwin Baumgartner

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29

Donnerstag, 8. Februar 2007, 23:04

Silvestri hat sich die Musik zu folgenden Filmen abgerungen. Einen davon habt Ihr doch sicher gesehen - und natürlich nur wegen der Musik.

* 1984: Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten (Romancing the Stone)
* 1985: Zurück in die Zukunft (Back to the Future)
* 1985: Stephen Kings Katzenauge (Cat's Eye)
* 1986: Gnadenlos (No Mercy)
* 1986: Der Flug des Navigators (Flight of the Navigator)
* 1986: The Deltaforce
* 1987: Critical Condition
* 1987: Predator
* 1987: Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser (Overboard)
* 1988: Mick – Mein Freund vom anderen Stern (Mac and Me)
* 1988: Falsches Spiel mit Roger Rabbit (Who Framed Roger Rabbit?)
* 1989: Abyss – Abgrund des Todes (The Abyss)
* 1989: Zurück in die Zukunft II (Back to the Future - Part II)
* 1990: Zurück in die Zukunft III (Back to the Future - Part III)
* 1990: Predator 2
* 1990: Blaze of Glory – Flammender Ruhm (Young Guns II)
* 1991: Vater der Braut (Father of the Bride)
* 1992: Ferngully – Christa und Zaks Abenteuer im Regenwald (The Last Rainforest)
* 1992: Der Tod steht ihr gut (Death Becomes Her)
* 1992: Bodyguard (The Bodyguard)
* 1992: Stop! Oder meine Mami schießt
* 1993: Super Mario Bros. (Film)
* 1993: Judgment Night – Zum Töten verurteilt (Judgment Night)
* 1993: Ein verrücktes Paar (Grumpy old men)
* 1994: Richie Rich
* 1994: Forrest Gump
* 1994: Explosiv – Blown Away (Blown Away)
* 1995: Schneller als der Tod (The Quick and the Dead)
* 1995: Judge Dredd
* 1995: Ein Geschenk des Himmels – Vater der Braut 2 (Father of the Bride Part II)
* 1995: The Perez Family
* 1996: Tödliche Weihnachten (The Long Kiss Goodnight)
* 1996: Immer Ärger mit Sergeant Bilko (Sgt. Bilko)
* 1996: Eraser
* 1997: Mäusejagd (Mouse Hunt)
* 1997: Fools Rush In – Herz über Kopf (Fools Rush In)
* 1997: Contact
* 1998: Zauberhafte Schwestern (Practical Magic)
* 1998: Ein Zwilling kommt selten allein (The Parent Trap)
* 1998: Der Guru (Holy Man)
* 1999: Wild Christmas (Reindeer Games)
* 1999: Stuart Little
* 2000: Weil es Dich gibt (Serendipity)
* 2000: Was Frauen wollen (What Women Want)
* 2000: Cast Away – Verschollen
* 2000: Schatten der Wahrheit (What Lies Beneath)
* 2001: Die Mumie kehrt zurück (The Mummy Returns)
* 2001: Mexican (The Mexican)
* 2001: Showtime
* 2002: Lilo & Stitch
* 2002: Manhattan Love Story (Maid in Manhattan)
* 2002: Stuart Little 2
* 2003: Identität (Identity)
* 2003: Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens (The Cradle of Life)
* 2004: Van Helsing
* 2004: Der Polarexpress (The Polar Express)
* 2006: Tierisch wild (The Wild)
* 2006: Nachts im Museum (Night at the Museum)
* 2007: Beowulf



Ich mag Musik, die solche menschenfreundliche Friedens- und Harmoniebotschaften vermittelt. Besonders Filme wie "Eraser", "Tödliche Weihnachten" oder "Predator" sind von den Studios ja nur gedreht worden, damit Silvestri seine Botschaft des kosmischen Weltfriedens komponieren konnte.
Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?
:hello:
...

  • »Frank Pronath« ist männlich

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30

Donnerstag, 8. Februar 2007, 23:11

@Edwin

Danke, Du hast mir aus der Seele gesprochen (Ich wollte selbst nicht so deutlich werden).

Viele Grüße
Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Frank Pronath« (8. Februar 2007, 23:15)