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raphaell

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121

Samstag, 9. Juni 2007, 18:10

Ähm...Nein... ?(...der BACH - Thread... :D :D :D

LG
Raphael

PS: Bacharach ist ne wirklich schöne Stadt...äh..Dorf! :D

Michael Schlechtriem

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122

Samstag, 9. Juni 2007, 18:12

Zitat

PS: Bacharach ist ne wirklich schöne Stadt...äh..Dorf

Ich dachte an den Komponisten..... :no:
LG,
Michael
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

raphaell

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123

Samstag, 9. Juni 2007, 18:17

Ach Burt Bacharach...jett hats auch bei mit "Pling" gemacht...! :O :D
Und trotzdem ist die Stadt Schön...

:hello:
Raphael

Renua

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  • »Renua« ist männlich

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124

Sonntag, 10. Juni 2007, 20:05

Zitat

P.S. Deine Signatur ist ja gnadenlos optimistisch :D


Danke sehr!! :D
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann...
Das Gegenteil ist schon schwieriger. (K. Tucholsky)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Renua« (10. Juni 2007, 20:07)


ThomasNorderstedt

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125

Dienstag, 10. Juli 2007, 21:12

Liebe Bachfreunde,

ich habe mir gestern Abend das Vergnügen gemacht, meine vier Aufnahmen der ersten Cellosuite hintereinander zu hören. Es erklangen: Casals, Fournier, Cohen (aus der Brilliant-Bach-Gesamtausgabe) und Bylsma (Sony).

Casals gefiel mir gestern wieder einmal am Besten. Es ist mir egal, ob er dann und wann einen Ton versiebt - mir fällt das ohnehin nicht derart stark auf, dass es mich stören würde. Das Geknarze höre ich sogar recht gern.

Fournier spielt mir stets einen Hauch zu aristokratisch. Bestimmte tiefe Töne, die ich bei Casals liebe, der sie recht derb spielt, sind mir bei Fournier zu fein.

Zwischen diesen beiden Top-Aufnahmen und der von Cohen liegen Welten. Dumpf und eintönig klingt die Cellosuite als wäre sie nur mal schnell eingespielt worden.

Bylsmas Aufnahme ist ganz anders und gerade deshalb besonders interessant. Während ich mich bei Casals und Fournier zurücklehne und entspannt Musik höre (deren Aufnahmen kenne ich auch schon seit Jahren), höre ich bei Bylsma aufmerksam zu.

Tja, und jetzt habe ich Lust, mir weitere Aufnahmen zuzulegen. Als nächstes werde ich wohl Schiff und Pergamenschikow ins Auge fassen.

Gruß, Thomas

Michael Schlechtriem

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126

Dienstag, 10. Juli 2007, 21:20

Cohen hat in London die Suiten in einer Kirche aufgeführt.
Sehr weihevolle Atmosphäre, alles ist mucksmäuschenstill.

Da passiert ihm ein Fehler und laut und deutlich entfleucht ihm ein "Shit" .

Nachdem der Satz beendet war, konnte man dann deutlich vernehmen wie Cohen dies sagte:
"Shit,shit,shit, why did I say SHIT? "

Aber er ist schon ein verdammt guter Cellist, seine Bach-Aufnahmen kenne ich allerdings nicht.

Viel Spaß, und das meine ich ernst :D mit Pergamenschikow!

LG,
Michael
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
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ThomasNorderstedt

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127

Dienstag, 10. Juli 2007, 21:37

:hahahaha:

Sehr schöne Anekdote!

Ich habe mir erlaubt, meinen obigen Beitrag bzgl. der Schreibweise von Pergamenschikow zu ändern (Ich schrieb doch tatsächlich "Pergamentschikow"! TsTsTs)

Thomas

raphaell

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128

Dienstag, 10. Juli 2007, 21:39

Du meinst wohl "tsch tsch tsch" ?! :D

Lg
Raphael

Michael Schlechtriem

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129

Dienstag, 10. Juli 2007, 21:41

"Pergamentschikow" ist überhaupt nicht falsch.
Auf seiner ersten Schallplatte, die im Westen erhälltlich war, wurde er genau so geschrieben.
Es ist halt eine sehr deutsche Schreibweise.
Als Boris dann bekannter wurde, hat sich die Schreibweise Pergamenschikow in Deutschland durchgesetzt.

:hello:
Michael

P.S. Zum Glück geht es hier ja nicht um den Problemfall Schedrin, Schchedrin, Schtschedrin..... :faint:

Das beste war mal eine Ansage im WDR, am Anfang seiner Karriere im Westen.
Da hieß es:

Es spielte Boris ..... Permagentschikow........
Es dirigierte Gennadu ..........Raschdustwenskju..........
:faint:
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

klaus

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130

Dienstag, 10. Juli 2007, 22:15

Passt das jetzt?
In einem der legendärsten Jazzfilme "Jazz on a Summer`s Day" spielt im Morgenlicht ein Musiker am Balkon mit Zigarette im Mund das G-Dur-Präludium aus der 1. Suite.
Gerade in diesem Ambiente - Newport - Jazz... erdet einen das Stück total. Für mich eine unvergessliche Dokumentarfilm-Szene, die alles über den Stellenwert Bachs heute sagt.
"Play, man, play!" (M. Davis)
"We play energy!" (J. Coltrane)

Pius

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131

Mittwoch, 24. Oktober 2007, 19:33

Zitat

Original von Pius
Auch ich finde die Fournier-Aufnahme absolut fantastisch!


Die wurde inzwischen mit Perwoll gewaschen und sieht nun so aus:



Es ist weiterhin meine Lieblingsaufnahme.

Viele Grüße,
Pius.

flotan

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132

Freitag, 2. November 2007, 23:47

.... ich habs immer schon irgendwie gewußt, daß da was faul ist mit diesen Suiten. :D

Ja, Theophilus war gänzlich bestürzt als ich sie zu den überschätzten Werken Bachs gezählt habe, obwohl sie doch alle so sehr lieben- vor allem wenn von Herrn Casals gekr.., ähem gespielt.

Und nun das:
Die Suiten sind von Anna Magdalena Bach komponiert worden. :faint:
"http://www.cdu.edu.au/newsroom/story.php?nID=2385"
Nichts für ungut,
:hello:

Michael Schlechtriem

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133

Samstag, 3. November 2007, 00:06

Lieber flotan,
Bachs 5.Suite existiert in einer Fassung für Laute in Bachs Handschrift.

Ansonsten habe ich mir diesen Artikel durchgelesen und finde überhaupt keine stichhaltigen Beweise, daß diese Behauptung wirklich zutreffend ist.
Die Meinung eines" Associate Professor Martin Jarvis" einer "Darwin University" ist mir ziemlich gleichgültig, das muß ich leider sagen.

LG,
Micha
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
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Hildebrandt

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134

Samstag, 3. November 2007, 07:26

Zitat

Original von flotan
.... ich habs immer schon irgendwie gewußt, daß da was faul ist mit diesen Suiten. :D

Und nun das:
Die Suiten sind von Anna Magdalena Bach komponiert worden. :faint:
"http://www.cdu.edu.au/newsroom/story.php?nID=2385"


Szene im Haushalt Bach:
Johann Sebastian hat gerade wenig Zeit, weil er sich mit dem Magistrat streiten will. Daher gibt er folgende Order aus:
"Damit wir am Sonntag nicht blöd dastehen, macht doch mal eine neue Kantate fertig. Johann Christian darf diesmal die Rezitative komponieren, Carl Philipp hat ja schon zwei schöne Arien aufgeschrieben.
Und du, mein liebes Weib, kannst ja, wenn Dir nach dem Kartoffelschälen noch langweilig ist, noch eine von den netten Cellosuiten erfinden." :D

Wer sich auch nur ansatzweise mit der Abschreib- und Kopierpraxis bei Bachens beschäftigt hat, muss leider auf der sofortigen Einweisung von Dr. Jarvis bestehen. :yes:

Theophilus

Administrator

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Registrierungsdatum: 1. Dezember 2004

135

Samstag, 3. November 2007, 11:00

Zitat

Original von flotan
.... ich habs immer schon irgendwie gewußt, daß da was faul ist mit diesen Suiten. :D

Ja, Theophilus war gänzlich bestürzt als ich sie zu den überschätzten Werken Bachs gezählt habe, obwohl sie doch alle so sehr lieben- vor allem wenn von Herrn Casals gekr.., ähem gespielt.

Und nun das:
Die Suiten sind von Anna Magdalena Bach komponiert worden. :faint:
"http://www.cdu.edu.au/newsroom/story.php?nID=2385"
Nichts für ungut,
:hello:


Der gläubige Florian...
;)

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Renua

Schüler

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136

Sonntag, 17. Februar 2008, 12:45

Ach, ich glaube zwar, dass Bach die 1. Suite an einem müden Montag Vormittag geschrieben hat, aber, dass seine Frau alles geschrieben haben soll ist ja ein Unsinn, weil es die Fassung für Laute der 5. Suite von Bach gibt und eine andere Abschrift der Suiten...

Was mich mehr überrascht hat, ist dieses gemeine "g" im Prélude der 6. Suite:

Das war für mich eine richtige Sensation!!
Für diejenigen, die es kennen: nach dieser langen Sechzehntelpassage auf der letzten Seite, kommt das Thema zuerst auf der A-Saite wieder und springt dann plötzlich zurück auf die D-Saite.
Und da hat mir mein Lehrer vor kurzem eine Überraschung beschert: vor diesem Sprung auf die D-Saite ist der letzte Ton auf der A-Saite NICHT, wie sonst, ein "a", sondern ein "g" !? 8o
Ich habe zuerst meinen Augen und Ohren nicht trauen wollen, aber wenn man sich auf der Webseite, die Michael einmal verlinkt hat, die Abschrift von Magdalena Bach bei dieser Stelle genauer anschaut ist es nicht eindeutig ein "a", sondern fast noch eher ein "g"
Und bei einer Abschrift ist es sogar wirklich eindeutig!
Das macht aus dem letzten Akkord einen Septakkord, den ich eigentlich für ganz logisch halte, aber was meint ihr dazu??

mfg
Renua
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann...
Das Gegenteil ist schon schwieriger. (K. Tucholsky)

Renua

Schüler

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137

Montag, 25. Februar 2008, 15:22

Hier ist übrigens der Link:
"www.wimmercello.com"

:hello:
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miguel54

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138

Montag, 14. Juli 2008, 00:02

Ryo Terakado

Wie ich im Thread über die Violinsuiten und -Partiten nach Ryo Terakados Aufnahme gefragt habe, tue ich es auch hier - er ist ja Geiger, und es ist die erste Aufnahme mit einem Violoncello da spalla! Wer hat schon?


Michael Schlechtriem

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139

Montag, 14. Juli 2008, 00:33

Lieber Renua,

Zitat

Ach, ich glaube zwar, dass Bach die 1. Suite an einem müden Montag Vormittag geschrieben hat

je älter ich werde, desto schwieriger und bedeutender wird die 1.Suite für mich.
Aber nicht, weil ich vielleicht-hüstel- immer schlechter spiele, was hoffentlich nicht der Fall ist.

Zur 6. Suite:
Sorry, ich kann wirklich nicht 100% nachvollziehen, welche Stelle Du meinst.
Wenn es Die Stelle ist, welche ich meine lokalisiert zu haben, dann ist ein g anstatt eines a möglich, es ergibt sich dann der von Dir beschriebene Septakkord, aber zwingend notwendig finde ich das nicht.

Aber hübsch ist es auf jeden Fall, vielleicht sogar richtig?

Ich weiß da auch nicht weiter.........und m.e. ist es auch nicht so wichtig.
Aber trotzdem überlegenswert.


Und bitte, bitte sei mir nicht böse, aber Dein Lehrer sollte mal an seiner Intonation arbeiten. :angel: :stumm:
"http://uk.youtube.com/watch?v=ekOe2laGT6k&feature=related"
Diese ist nämlich furchtbar. :stumm:
Zu hoch ist nicht gleich richtig. :no:
Sorry vielmals :untertauch:
Echt ehrlich. :untertauch:
Nochmal sorry. :untertauch:
[SIZE=7]und weg[/SIZE]
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

Renua

Schüler

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140

Montag, 21. Juli 2008, 13:44

Zitat

Zur 6. Suite: Sorry, ich kann wirklich nicht 100% nachvollziehen, welche Stelle Du meinst. Wenn es Die Stelle ist, welche ich meine lokalisiert zu haben, dann ist ein g anstatt eines a möglich, es ergibt sich dann der von Dir beschriebene Septakkord, aber zwingend notwendig finde ich das nicht. Aber hübsch ist es auf jeden Fall, vielleicht sogar richtig? Ich weiß da auch nicht weiter.........und m.e. ist es auch nicht so wichtig. Aber trotzdem überlegenswert.

Ja, die Stelle ist gemeint...
Ist vielleicht überlegenswert, obwohl recht unwahrscheinlich (weil die Auflösung des Septimtones g auf fis im nächsten Akkord fehlt, was bei Bach, der ja ein unglaublicher Theoretiker war, nicht ganz nachvollziehbar ist)
Ich spiele jetzt dort aber trotzdem ein g, weils nicht nur in der (neuen) Bärenreiter Ausgabe drinnen steht, sondern es mir auch mein Lehrer befiehlt :wacky:

Ist nicht so wichtig ob jetzt g oder a, aber beim ersten Hören ging mir doch ein Schauder über den Rücken...

Wie auch immer ist Wimmer nicht mein Lehrer (Gott sei Dank, denn was der da wimmert ist fast immer nur gewimmer :D *Ha Ha*) Hab nur von dieser Seite geschrieben, weil sie die Abschrift von Magdalena Bach enthält...

DAS ist mein Lehrer:
"http://www.jess-trio-wien.at/index.php?option=com_content&task=view&id=4&Itemid=5"

lg
Renua
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Renua

Schüler

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141

Dienstag, 22. Juli 2008, 23:51

Zitat

Original von Michael Schlechtriem

Zu hoch ist nicht gleich richtig. :no:


Wie lautet nochmal das Sprichwort: "Lieber zu hoch als falsch"! :hahahaha:
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann...
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Syrinx

Fortgeschrittener

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142

Samstag, 6. September 2008, 23:49

Hallo zusammen,
Ich habe mich in letzter Zeit ein bisschen mit der 3. Cellosuite, vor allen dingen mit dem Prelude beschäftigt und von daher verschiedene Aufnahmen angehört (Bruns, Schiff, Rostro, Lipkind und Queyras).
Die Brunsaufnahem hat mich ein wenig enttäuscht, vor allen Dingen tonlich, Schiff hat mit seiner Aufnahme sicherlich damals Standards gesetzt, trotzdem finde ich manches ein wenig aufgesetzt gespielt. Lipkind ist sehr gut, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu egozentrisch gespielt- also restlos begeistert hat mich die Aufnahme von Jean-Guihen Queyras:

Seinen Ton finde ich durch alle sechzehntelketten hindurch hervorragend- seine Gestaltung ist logisch, sehr natürlich und doch nicht langweilig- für meinen geschmack wirklich toll gespielt.

Gruss :hello:

syrinx
Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen, Wenn es nicht aus der Seele dringt Und mit urkräftigem Behagen Die Herzen aller Hörer zwingt.
Goethe, Faust 1

Radagast

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Beiträge: 1 511

Registrierungsdatum: 1. März 2005

143

Freitag, 12. September 2008, 11:48

Zitat

Original von Syrinx
Hallo zusammen,
Ich habe mich in letzter Zeit ein bisschen mit der 3. Cellosuite, vor allen dingen mit dem Prelude beschäftigt und von daher verschiedene Aufnahmen angehört (Bruns, Schiff, Rostro, Lipkind und Queyras).
Die Brunsaufnahem hat mich ein wenig enttäuscht, vor allen Dingen tonlich, Schiff hat mit seiner Aufnahme sicherlich damals Standards gesetzt, trotzdem finde ich manches ein wenig aufgesetzt gespielt. Lipkind ist sehr gut, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu egozentrisch gespielt- also restlos begeistert hat mich die Aufnahme von Jean-Guihen Queyras:

Seinen Ton finde ich durch alle sechzehntelketten hindurch hervorragend- seine Gestaltung ist logisch, sehr natürlich und doch nicht langweilig- für meinen geschmack wirklich toll gespielt.

Gruss :hello:

syrinx


Dem kann ich nur zustimmen. Zur Zeit die Aufnahme, die ich von den Suiten am liebsten höre.
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

zatopek

Profi

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144

Dienstag, 16. Dezember 2008, 18:10

Tach,

mein erster Beitrag und dann gleich zu meiner Lieblingsmusik. Die Suiten scheinen ja bei Cellisten mehr als beliebt zu sein. Ich habe derzeit 73 verschiedene Aufnahmen auf CD, DVD und LP inklusiver einiger Transkriptionen für Laute (Nigel North), Gitarre, Viola da Gamba etc. (Marimba fehlt mir noch...).

Eine meiner liebsten Aufnahmen ist die von Miklós Perényi auf DVD (ich habe mir die Tonspur auf CD kopiert:



Perényi macht auf mich einen überaus sympathischen, sehr bescheidenen Eindruck. Ich stelle es mir gar nicht so einfach vor, alleine in einem Studio zu sitzen und die Suiten vor der Kammera einzuspielen. Die Aufnahme ist nicht nur musikalisch gelungen. Auch die visuelle Umsetzung, bei der das Licht ein große Rolle spielt, passt hervorragend zur Musik.

Ebenfalls ausserordentlich gut gefällt mir die Aufnahme von Steven Isserlis



Im vergangenen Jahr sind noch drei Neueinspielungen erschienen:

Anne Gastinel spielt sie überaus impulsiv und mit heftigen Rhytmusechseln. Insgesamt recht spannend, man muss sie aber mehrmals gehört haben.



Sebastian Klinger



Martin Ostertag



Die beiden letzte Aufnahmen sind auch recht ordentlich, aber jetzt nicht wirklich spektakulär.

Ich bin immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich die Einspielungen ausfallen. Ein - äußerliches - Kennzeichen dafür sind die unterschiedlichen Spieldauern: die gehen von über 3 Stunden (Enrico Meinardi) bis unter 2 Stunden (Janos Starker 1963/65, Steven Isserlis, Nicolas Deletaille). Leider fehlt mir die musikalische Kenntnis, aber so weit ich weiss, spielen nicht alle Interpreten sämtliche Wiederholungen.

VG, Bernd

Renua

Schüler

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145

Dienstag, 16. Dezember 2008, 23:04

Hallo Bernd,

Zitat

Die Suiten scheinen ja bei Cellisten mehr als beliebt zu sein. Ich habe derzeit 73 verschiedene Aufnahmen auf CD, DVD und LP inklusiver einiger Transkriptionen für Laute (Nigel North), Gitarre, Viola da Gamba etc. (Marimba fehlt mir noch...).


8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o

Wahnsinn! Du hast ja unfassbar viele Aufnahmen! Unglaublich, ich besitze bloß 6 Aufnahmen der Bach-Suiten! aber ICH muss sie spielen... :baeh01:
Sehr interessiert bin ich an deinen Vorschlägen, wie Miklos Perényi, Stephen Isserlis und auch Marin Ostertag, von denen hab ich schon viel (gutes) gehört.

Zitat

Ich bin immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich die Einspielungen ausfallen. Ein - äußerliches - Kennzeichen dafür sind die unterschiedlichen Spieldauern: die gehen von über 3 Stunden (Enrico Meinardi) bis unter 2 Stunden (Janos Starker 1963/65, Steven Isserlis, Nicolas Deletaille). Leider fehlt mir die musikalische Kenntnis, aber so weit ich weiss, spielen nicht alle Interpreten sämtliche Wiederholungen.

Ja, das beeindruckt mich auch jedesmal (die Unterschiedlichkeit der einzelnen Aufnahmen) und soweit ich das bei meinen bescheidenen Aufnahmen sagen kann spielt jeder eine völlig andere Interpretation, aber davon wirst du sicher mehr Ahnung haben... :D
Hab ich richtig gelesen, dass du auch Aufnahmen von Janos Starker und von Enrico Meinardi besitzt? Was hast Du noch an außergewöhnlichen Interpreten? Freut mich, dass du deinen 1. Beitrag in diesem Forum hier gesetzt hast... Hab ich übrigens auch. :D

Lieben Gruß (und Herzlich Willkommen)
Renua
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Das Gegenteil ist schon schwieriger. (K. Tucholsky)

miguel54

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146

Mittwoch, 17. Dezember 2008, 14:26

RE: Ryo Terakado

Ich bin immer noch neugierig, ob jemand hier die neue Aufnahme von Ryo Terakado auf dem Violoncello da spalla kennt ...


Ulli

Erleuchteter

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147

Mittwoch, 17. Dezember 2008, 14:39

RE: Ryo Terakado

Zitat

Original von miguel54
Ich bin immer noch neugierig, ob jemand hier die neue Aufnahme von Ryo Terakado auf dem Violoncello da spalla kennt ...


Nein - wie auch? Ich dachte, er spielt Geige?

?(
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

miguel54

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148

Mittwoch, 17. Dezember 2008, 14:53

Klar spielt Terakado Geige - wie Sigiswald Kuijken, der in einigen seiner letzten Kantaten-Einspielungen auch die Cello-Parts auf dem Violoncello da Spalla gegeigt hat.

Violoncello da Spalla

a.b.

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149

Mittwoch, 17. Dezember 2008, 15:09

Zitat

Original von Michael Schlechtriem
je älter ich werde, desto schwieriger und bedeutender wird die 1.Suite für mich.


Mir geht es genauso!

:hello:
Gruß ab

---
Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
J. Locke

zatopek

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Registrierungsdatum: 13. Dezember 2008

150

Mittwoch, 17. Dezember 2008, 16:20

RE: Ryo Terakado

Tach,

Zitat

Original von miguel54
Ich bin immer noch neugierig, ob jemand hier die neue Aufnahme von Ryo Terakado auf dem Violoncello da spalla kennt ...



Noch nicht, ist aber auf dem Weg zu mir.

VG, Bernd