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Ulli

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31

Samstag, 8. Oktober 2005, 23:34

Es kommen noch weitere Möglichkeiten in Betracht:

1. Es handelt sich doch um ein Werk Haydns und Haydn hat hier Hofstetter zitiert. Damit machte man sich damals Ehre... heute eher weniger, leider.

2. Haydn war bekannt dafür, dass er seinen Namen für gute Musik und unbekannte Komponisten bei Erstdrucken hergab, um diese zu unterstützen. Er war quasi u.a. auch der "Vater des Pseudonym".

3. Mozart beispielsweise hat für Michael Haydn zwei Violin-/Viola-Duos komponiert, die zunächst unter M. Haydns Namen bekannt wurden [Siehe extra Thread].
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Theophilus

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32

Sonntag, 9. Oktober 2005, 00:12

Hallo JR

Zitat

Das populärste Stück eines Komponisten ist entweder gar nicht von ihm, oder unter einem falschen oder idiotischen Beinamen bekannt oder doch wenigstens ziemlich untypisch.

Als ein starkes Beispiel wage ich noch die sogenannte Spiegelarie des D'Appertutto beizusteuern, die nicht von Offenbach ist.

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Pius

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33

Dienstag, 11. Oktober 2005, 22:30

Hallo!

Nun eine ganz andere Frage:

Kennt jemand diese Aufnahmen und möchte sich dazu äußern?



Viele Grüße,
Pius.

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34

Dienstag, 11. Oktober 2005, 23:34

Zitat

Original von Pius
Nun eine ganz andere Frage:

Kennt jemand diese Aufnahmen und möchte sich dazu äußern?




Ich kenne das Kaiserquartett op. 76,3 (ist aber glaube ich eine spätere Einzelaufnahme).
Das Amadeus-Q. ist gewöhnungsbedürftig (vibrato, eher romantische, IMO nicht sehr subtile Interpretationen, jedenfalls passender für Brahms u.ä.) aber es gibt Leute die stehen drauf...als Einstieg ist die Box vielleicht dennoch nicht schlecht.
Der beste Deal für Haydn-Quartette war die GA des Angeles Quartets, zwar nicht optimal, aber insgesamt sehr ordentlich, leider nicht mehr ganz so preiswert wie ich es in Erinnerung hatte (Amazon will EUR 136 für die 21-CD-Box, ein Anbieter hat sie für gut hundert). Billiger wird die Naxos GA keinesfalls kommen. Es "fehlen" die 7 letzten Worte und das zugeschriebene op.3



Ich war von der einen CD, die ich aus der Naxos-Aufnahme kenne, nicht begeistert, aber sie war auch nicht katastrophal.
Die Mosaiques-Reihe ist mir bisher zu teuer gewesen (zumal ich inzwischen ganz gut versorgt bin), die HIP-Alternative Festetics (habe ich 64 und 71/74) ist sehr gut, aber auch teuer.

op.76 gibt es zB gut und preiswert mit dem Tokio Q. (hier dürfte es mit großem Abstand die reichste Auswahl in allen Preisklassen geben)
op.33 gibt es in einer sehr fetzigen HIP-Einspielung,sogar mid-price

op. 20 mit dem Hagen Q. ist sehr gut und teuer

Vor op.20 gibt es bei Einzelaufnahmen nicht viel Auswahl und sie sind meist teuer (außer Naxos), auch das ein Punkt, der für die Angeles-GA spricht, denn opp. 9 und 17 zumindest sollte man irgendwann kennenlernen.

Abraten würde ich vom Lindsay Q., die sind zwar mitunter recht fetzig, aber ingesamt unsauber und etwas grobschlächtig

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
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35

Samstag, 14. Januar 2006, 23:59

Nachdem ich jetzt dank des großzügigen Gewinnes des Quartetträtsels endlich im Besitz einer Aufnahme des Quatuor Mosaiques bin (op.76) will ich diese nachdrücklich empfehlen! Der Klang scheint mir etwas schärfer und "deutlicher" als der des Festetics, keine Ahnung, ob das an Aufnahme oder Spielweise liegt. Die Tempi sind eher moderat, in den "langsamen" Sätzen vielleicht ein wenig fließender als bei traditionellen Aufnahmen, in den schnellen teils, etwa im dramatischen Kopfsatz des "Quinten" eher breiter. Sehr transparenter Klang, "kernig-rustikale" Spielweise in einigen Menuetten, aber auch Süße und zartheit wenn erforderlich. M.E. keineswegs offensiver "HIP-Klang"
Radagasts Klangbeispiel des wunderbaren Beginns des 4. Quartetts gibt ein schönes Beispiel für die Qualitäten des Ensembles.

viele Grüße

JR
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Pius

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36

Sonntag, 15. Januar 2006, 00:25

Hallo!

Sobald jemand die neuen Brilliant-Platten mit dem Buchberger-Quartett kennengelernt hat, wäre eine (kurze) Stellungname dazu hier toll!



Viele Grüße,
Pius.

Radagast

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37

Sonntag, 15. Januar 2006, 00:39

Zitat

Original von Johannes Roehl

Radagasts Klangbeispiel des wunderbaren Beginns des 4. Quartetts gibt ein schönes Beispiel für die Qualitäten des Ensembles.



:D :D :D :D :D Habe mich ja auch bemüht ! :yes: :yes: :yes: :yes:

Ich kann mich mit einer Empfehlung Johannes nur anschliessen.
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

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38

Sonntag, 15. Januar 2006, 19:53

Zitat

Original von Pius
Hallo!

Sobald jemand die neuen Brilliant-Platten mit dem Buchberger-Quartett kennengelernt hat, wäre eine (kurze) Stellungname dazu hier toll!




Ich warte hier auf jeden Fall ab, bis ein späteres Opus erscheint. op. 9 ist nur sehr bedingt als Prüfstein geeignet (höchstens für sehr allgemeine Qualitäten der Interpretation) und hier habe ich auch nur eine einzige Vergleichseinspielung (Angeles).

viele Grüße

JR
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Carola

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39

Mittwoch, 1. März 2006, 20:14

Lindsay Quartett mit Haydn

Im neuen 2001- Katalog (S. 12) werden 4 CD´s des englischen Lindsay Quartetts mit Haydn Streichquartetten angeboten.

Und zwar:

CD 1: Op. 50, Nr. 1-3

CD 2: Op. 50 Nr. 4-6

CD 3: Op. 76, Nr. 1-3

CD 4: OP. 76, Nr. 4-6

Label (?): ASV.2000

Preis: pro CD 9,99 Euro

Sagt das jemandem was?

fragt Carola
Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)

Pius

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40

Mittwoch, 1. März 2006, 20:21

Hallo, Carola!

Sieh mal fünf Beiträge vor Deinem, da hat Johannes davon abgeraten. Und Gerrit äußerte sich auch dazu.

Viele Grüße,
Pius.

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41

Mittwoch, 1. März 2006, 21:43

RE: Lindsay Quartett mit Haydn

Zitat

Original von Carola
Im neuen 2001- Katalog (S. 12) werden 4 CD´s des englischen Lindsay Quartetts mit Haydn Streichquartetten angeboten.

Und zwar:

CD 1: Op. 50, Nr. 1-3
CD 2: Op. 50 Nr. 4-6
CD 3: Op. 76, Nr. 1-3
CD 4: OP. 76, Nr. 4-6

Sagt das jemandem was?


Ich kenne von den 4 keine, sondern eine andere mit 3 Haydn-Quartetten. Das Lindsay-Quartett ist ein Liebling der britischen Musikpresse, aber weder besonders klangschön noch sehr intonationssicher (und ihr hörbarer Enthusiasmus kann das m.E. nicht völlig ausgleichen). Eine CD könnte man riskieren, aber so preiswert ist das nun auch wieder nicht.
Ein solides op. 50 gibts bei jpc/cpo mit dem Nomos-Quartett. op. 76 dürfte sich irgendwie auch zum midprice finden. Ich halte ja relativ wenig von den durchaus auch gelobten Kodaly-Q.-Einspielungen bei Naxos. Es lohnt hier schon eine Mehrausgabe für ABQ, oder auch Mosaiques oder Festetics auf Originalsinstrumenten. op. 50 ist zudem ein relativ "trockenes" Opus, zum
Einstieg halte ich op. 76, 64 oder 20 für besser geeignet. Vor Weihnachten hatte 2001 op.20 mit dem Hagen Q-. zum Sonderpreis (ca. 20 EUR für 2 CDs). Wenn man ziemlich sicher ist, dass man es mögen wird, gibt es einiges mit dem Amadeus-Q, weiter oben im thead abgebildet. Sonst weiß ich auf Anhieb keine preiswerten Empfehlungen.
In höchsten Tönen gelobt wurde (ich kenne sie aber nicht) auch eine neue CD mit dem sehr jungen "Jerusalem"- Quartett mit 3 Quartetten aus 3 verschiedenen opera

viele Grüße

JR
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Carola

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42

Mittwoch, 1. März 2006, 22:39

Danke für´s Abraten!

So gesehen spart man doch auch Geld durch das Forum.

Ich versuche es dann als Einstieg mal mit dem Nomos-Quartett Op. 50, die beiden CPO-CDs.

Mit Gruß von Carola :hello:
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Blackadder

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43

Sonntag, 26. März 2006, 13:45

Beim vor kurzem noch unerkannt hier stöbern und durch die Laune des Finanzamts mit Geldmitteln versehen hielt ich mich an Gerrits Empfehlung

Zitat

Empfehlen gerade für diese sechs Quartette von Haydn (eigentlich für alle wenn erhältlich) würde ich aber das Quatuor Mosaique auf Astrée.


Und siehe da, sie gefällt mir wunderbar :jubel: :jubel: :jubel:
[COLOR=darkred]Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig[/COLOR]

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44

Mittwoch, 27. September 2006, 21:16

Da ich in den letzten Wochen, bedingt u.a durch die threads zu Beethovens Quartetten auch wieder einige Haydn-Quartette gehört habe, möchte ich mittelfristig und in unregelmäßigen Abständen einzelne Opusnummern herausgreifen und vorstellen. Auch wenn sich vielleicht nicht immer lange threads ergeben, halte ich diess doch für übersichtlicher als allzuviel in solch einen allgemeinen thread hereinzupacken. Unoriginellerweise bringe ich hier aber noch einen Überblick, so einen gibt es nämlich noch nicht:

Hob.III-Nummern in Klammern; bei einigen Opera sind die Nummern durcheinander, d.h. op. Y, 4 hat eine niedrigere Nummer als op. Y, 2)

op. 1, 1-6 (1-6) ca. 1757-62 Nr. 5 unechte Bearbeitung einer Sinfonie, dafür Hob. II: 6 (op.1,"0")

op. 2, 1-6 (7-12) ca. 1757-62 Nr. 3 u. Nr. 5 unechte Bearbeitungen (von eigtl. größer besetzten Divertimenti)

[op. 3, 1-6 (13-18 ) mit op. 3, 5 "Serenade" ist nach gegenwärtigem Forschungsstand nicht von Haydn, sondern wahrscheinlich von Romanus Hoffstetter]

op. 9, 1-6 (19-24) ca. 1769-70

op. 17, 1-6 (25-30) ca. 1771

op. 20, 1-6 (31-36) ca. 1772 "Sonnenquartette"

op. 33, 1-6 (37-42) 1781 "Russische Quartette", Nr. 2 "The Joke", Nr. 3 "Vogelquartett"

op. 42 (43) 1785

op. 50, 1-6 (44-49) 1787 "Preussische Quartette", Nr. 6 "Froschquartett"

[op. 51 ist die Quartettfassung der "7 letzten Worte" einzeln als 7 Quartette 50-56 gezählt]

op. 54, 1-3/op. 55, 1-3 (57-62) ca. 1788 "erste Tost-Quartette" op. 55, 2 "Rasiermesserquartett"

op. 64, 1-6 (63-68 ) 1790 "zweite Tost-Quartette" Nr. 5 "Lerchenquartett"

op. 71, 1-3/op.74, 1-3 (69-74) 1793 "Apponyi-Quartette" op.74,3 "Reiterquartett"

op. 76, 1-6 (75-80) 1797 "Erdödy-Quartette" Nr. 2 "Quintenquartett", Nr. 3 "Kaiserquartett", Nr. 4 "The Sunrise", Nr. 5, Nr. 6

op. 77, 1 & 2 "Lobkowitz-Quartette"

op. 103 (83) (unvollendet, nur Sätze 2 & 3)

Bei den 83 Quartetten werden fälschlicherweise die 6 op. 3, die 7 letzten Worte und 2 Bearbeitungen bei den frühen Divertimenti mitgezählt.
Eigentlich gibt es also 68 Quartette, davon fallen 10 auf die frühen fünfsätzigen Divertimenti op. 1&2.

Sehr empfehlenswert für einen knappen Überblick über eine der erstaunlichsten Werkreihen der abendländischen Musik:



viele Grüße

JR
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Ulli

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45

Mittwoch, 27. September 2006, 23:22

Salut,

Merci für den Überblick! Was hat es mit dem "Rasiermesserquartett" auf sich?

***geifer***

:rolleyes:

Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)

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46

Mittwoch, 27. September 2006, 23:48

Zitat

Original von Ulli
Salut,

Merci für den Überblick! Was hat es mit dem "Rasiermesserquartett" auf sich?

***geifer***

:rolleyes:


Nach einer Anekdote soll der englische Verleger Bland Haydn 1789 beim Rasieren angetroffen haben, offenbar mit einem unbefriedigenden Resultat. Jedenfalls habe Haydn gesagt, er wolle sein bestes Quartett um ein paar gute englische Rasiermesser geben, worauf der Gast ihm seine eigenen aus dem Gasthof geholt habe, und er bekam das Quartett. In dieser Form stammt die Geschichte aus einer englischen Zeitschrift 1880. Haydn behauptet in einem Brief gegneüber dem Verleger Artaria, Bland habe "kein Note" erhalten; es gibt aber wohl einen Brief, indem er sich bei dem Engländer für die Messer bedankt (der sie ihm in Wirklichkeit erst aus England geschickt hat). Feder meint, er habe ihm vielleicht einen Autograph ohne Verlagsrecht geschenkt/getauscht (alles in Feder, S. 81 f.).

Zu dem Quartett vielleicht später mehr, es ist eines der ungewöhnlichsten Stücke (f-moll, beginnend mit einem andante Variationensatz, dann schnell, Menuett, schnell), etwas spröde, aber faszinierend (leider habe ich nur eine nicht optimale Einspielung in der Box mti dem Angeles Q.)

viele Grüße

JR
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Ulli

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47

Mittwoch, 27. September 2006, 23:55

..und schon will ich diesen Buch von Messer...

Merci.

:hello:

Ulli
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Radagast

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Donnerstag, 28. September 2006, 12:57

Moin Johannes,

vielen Dank für die Auflistung, auch mit den alternativen Nummern, die mich immer zum Verzweifeln bringen. :jubel: :jubel:
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

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49

Donnerstag, 28. September 2006, 18:05

Zitat

Original von Radagast
vielen Dank für die Auflistung, auch mit den alternativen Nummern, die mich immer zum Verzweifeln bringen. :jubel: :jubel:


Wie gesagt es gibt ein paar Fälle, wo es innerhalb eines Opus Vertauschungen gibt, z.B. op. 64, frag mich nicht warum. Aber ich bevorzuge bei den Quartetten immer die Opusnummern, die sind ebenfalls (ein)eindeutig und leichter zu merken, zumal die Anordnung in die Sechsergruppen ja der Entstehung entspricht.
(die Hob. weiß ich idR nicht)


op.64,................. Hob. III
1.......................65
2.......................68
3.......................67
4...................... 66
5 ..................... 64
6 ......................63


viele Grüße

JR
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Wolfram

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50

Mittwoch, 8. November 2006, 18:27

Hallo,

ich möchte mich zahlreichen Vorrednern anschließen und die Einspielungen mit dem Quatuor Mosaiques in den höchsten Tönen loben. Ich habe opp. 20, 77 und 103 und finde die ausgezeichnet (op. 76 mit Mosaiques steht auf meiner Wunschliste).

Die Aufnahme von op. 33 mit dem Apponyi-Quartett finde ich ebenfalls sehr, sehr gut, aber auch sehr extrem. Teilweise ruppig, kratzig. Es gibt sicher Leute, die das nicht mögen. Etwas sehr "HIP".

Ich habe fast alle Haydn-Quartette mit dem Kodaly-Quartett. Zum Kennenlernen finde ich das mehr als akzeptabel. Op. 76 finde ich sogar sehr gelungen, natürlich gibt es auch Durchhänger.

Zum Kennenlernen empfehle ich übrigens zunächst op. 76, danach op. 20 und op. 33. Schließlich die "7 Worte" in der Fassung für Streichquartett.

op. 76 enthält das berühmte Kaiserquartett, berühmt wegen des 2. Satzes = Variationen über "Gott erhalte Franz, den Kaiser". Ist uns allen als Melodie der Deutschen Nationalhymne geläufig. Ferner ist dieser Zyklus als solcher der Höhepunkt in Haydns Quartettschaffen.

op. 20 zeigt einerseits, wie souverän Haydn nach op. 9 und op. 17 das Schreiben von Quartettsätzen als tonsetzerisches Problem nun beherrscht, andererseits zeigt dieser Zyklus wiederum Unsicherheiten in der formalen Bewältigung. Das Problem "Wie schreibe ich ein Finale, das auch ein solches ist?" beantwortet Haydn dreimal in diesem Zyklus mit einer Fuge - historisierender Rückgriff. Hat er später nicht mehr gemacht. (Man könnte den Gebrauch der Fuge auch anders bewerten, vgl. z. B. KV 551)

op. 33 folgt viele Jahre später (dazwischen keine überlieferten Quartette, höchstens der Solitär op .42 - bin nicht ganz sicher). Haydn sagt selbst: "Auf eine gantz neue Art". Vielleicht war das aber auch nur ein Werbegag. Ernstzunehmende Musikwissenschaftler bezeichneten op. 33 als Geburtsurkunde der Wiener Klassik.

Mozart wurde durch op. 33 zu seinen sog. Haydn-Quartetten inspiriert. Seitdem gelten Streichquartette insbes. als Prüfstein für Komponisten: Wer zeigen will, was er kann, der schreibe ein Streichquartett.
Viele Grüße, Wolfram

Ulli

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51

Mittwoch, 8. November 2006, 20:23

Zitat

Original von Wolfram
Mozart wurde durch op. 33 zu seinen sog. Haydn-Quartetten inspiriert. Seitdem gelten Streichquartette insbes. als Prüfstein für Komponisten: Wer zeigen will, was er kann, der schreibe ein Streichquartett.


Salut,

op. 33 veranlasste auch - im weitesten Sinne - Joseph Martin Kraus zu seinen 6 Streichquartett op. 1: Im Jahr des Erstdrucks von Haydns op. 33 durch den Verlag Johann Julius Hummel 1782 traf der Verleger in Berlin auf Kraus und animierte diesen, ebenfalls ein Sixpack abzuliefern und bei ihm in Druck zu geben. Fünf Quartette allerdings waren bis dahin von Kraus bereits angefertigt, so dass er noch op. 1 Nr. 6 G-Dur nachkomponieren musste. Das G-Dur-Quartett von Kraus ist auch auffallend das einzige der sechs Werke, welches viersätzig ist. Allerdings verzichtet Kraus auf ein Menuett und lässt an dessen Stelle eine "Scozzese", einen schottischen Tanz im Andante maestoso spielen.

:hello:

Ulli
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52

Mittwoch, 8. November 2006, 22:06

Zitat

Original von Wolfram
Die Aufnahme von op. 33 mit dem Apponyi-Quartett finde ich ebenfalls sehr, sehr gut, aber auch sehr extrem. Teilweise ruppig, kratzig. Es gibt sicher Leute, die das nicht mögen. Etwas sehr "HIP".


Ja. Das ist völlig richtig. Aber immerhin sind sie nicht langweilig. Ich urteile vielleicht etwas unfair über das Kodaly-Quartett, da ich nur eine ihrer CDs kenne (op.20,4-6), aber die war ziemlcih langweilig. Und da das kein Selbstläuferrepertoire ist, halte ich hier die Interpretation für relativ wichtig. Sonst könnte der Neuling denken, die Quartette seien langweilig...

Zitat


Zum Kennenlernen empfehle ich übrigens zunächst op. 76, danach op. 20 und op. 33. Schließlich die "7 Worte" in der Fassung für Streichquartett.


op.33 finde ich persönlich kein sehr eingängiges opus (evtl. mit Ausnahme des "Vogel"-Quartetts, Nr.3) Zu op.20 werde ich demnächst einen eigenen thread eröffnen. op.76 ist gewiß grandios, sicher auch als Einstieg geeignet, allerdings halte ich die letzten beiden Quartette des opus für zwei der ungewöhnlichsten und komplexesten Stücke überhaupt von Haydn. Auch op.20 enthält einige "Hämmer"...
Eine der schönsten, "klassischsten" und eingängigsten Sammlungen finde ich op. 64. Dazu gibt es hier eine serh gute Einspeilunge auf einem Billiglabel "Pilz" oder "Vienna Classics" (wenn man die denn findet), mit dem ominösen "Caspar da Salo"-Quartett (hier wird spekuliert, dass es sich um ein berühmteres Quartett unter Pseudonym handeln könnte, aber genaues weiß man nicht)

Nicht nur für den Einsteiger würde ich diese relativ neue CD empfehlen, die drei recht berühmte Quartette ("Lerchen" op.64,5, "Quinten" op.76,2 und op.77,1) in sehr guter Interpretation enthält:



Zitat


op. 20 zeigt einerseits, wie souverän Haydn nach op. 9 und op. 17 das Schreiben von Quartettsätzen als tonsetzerisches Problem nun beherrscht, andererseits zeigt dieser Zyklus wiederum Unsicherheiten in der formalen Bewältigung. Das Problem "Wie schreibe ich ein Finale, das auch ein solches ist?" beantwortet Haydn dreimal in diesem Zyklus mit einer Fuge - historisierender Rückgriff. Hat er später nicht mehr gemacht. (Man könnte den Gebrauch der Fuge auch anders bewerten, vgl. z. B. KV 551)


Es gibt noch einen "Nachzügler" mit weitgehend fugiertem Schlußsatz, op.50,4 fis-moll.
Zumindest das Finale von op.20,4 ist allerdings zweifellos eine vollwertiges, gelungenes und gewichtiges Stück, ohne eine Fuge zu sein.
Aber in der Tat gibt es sowohl Musikwissenschaftler, die op. 20 als "Krise" also auch solche, die es als "Vollendung" der Reihe ab op.9 sehen (es scheint irgendwie beides zu sein). Wie gesagt, ich schaffe es vielleicht noch am Wochenende dem Opus einen eigenen thread zu widmen.

viele Grüße

JR
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Radagast

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53

Donnerstag, 9. November 2006, 09:23

Moin,

also wie unterschiedlich doch mal wieder die Meinungen sind.

Ich konnte bisher Op. 20 gar nichts abgewinnen und das mit den Mosaiques

Dagegen höre ich Op. 33 mit dem Quatuor Mosaiques doch regelmäßig mindestens 1 Mal im Monat. Die Apponyi-Aufnahme kenne ich auch und stimme Euch hier zu 100% zu. Das ist eher etwas zum Aufwecken als zum Genießen.

Das Vogelquartett No. 3 Op. 33 ist sicherlich eins der schönsten Quartette.

Zu Op. 76 möchte ich eigentlich nur eins schreiben: Für jeden Streichquartett-Liebhaber gehören diese Werke zum Muss, zur Grundausstattung. :jubel: :jubel: :jubel:

Die "7 Worte" dagegen haben mich bisher wiederum gar nicht angemacht.

Dem Weihnachtsmann habe ich mitgeteilt, dass er sich gar nicht zu uns wagen darf, wenn er nicht das mir noch völlig unbekannte Op. 64 im Rucksack hat. Leider macht der Weihnachtsmann immer was er will mit mir. :motz:
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

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54

Donnerstag, 9. November 2006, 10:19

Zitat

Original von Radagast
also wie unterschiedlich doch mal wieder die Meinungen sind.

Ich konnte bisher Op. 20 gar nichts abgewinnen und das mit den Mosaiques


Ich finde op.20 auch nicht wirklich eingängig, es ist eine eigenartige Mischung aus Sturm&Drang-Expressivität und intellektueller Strenge. Aber grandios und abwechslungsreicher als op. 33. Als ich op.20,2 zum ersten Mal in einem Konzert (eines Laienensembles, dessen Primarius ich kannte) hörte, war ich sofort begeistert vom Beginn des Kopfsatzes und wäre bei diesem unglaublichen, kühnen 2. Satz (Capriccio) beinah vom Stuhl gefallen. Das Eingängigste ist wohl allerdings #4.

Zitat


Das Vogelquartett No. 3 Op. 33 ist sicherlich eins der schönsten Quartette.


Jedenfalls eins der eingängigsten. Ich finde op. 33 von der Tendenz her etwas trocken bzw. einseitig "humorvoll", jedenfalls habe ich hier länger gebraucht als bei op. 64 (das "Lerchenquartett" hast du bestimmt schonmal gehört) oder 76.

Zitat


Zu Op. 76 möchte ich eigentlich nur eins schreiben: Für jeden Streichquartett-Liebhaber gehören diese Werke zum Muss, zur Grundausstattung. :jubel: :jubel: :jubel:


Ich würde das sogar so erweitern, dass sie eigentlich für jeden ein Muss sind. Ebenso wie Beethovens Quartette oder Mozarts Haydn gewidmete ist das einfach der Kern vom Zentrum der Klassischen Musik, da kommt man schlicht nicht dran vorbei.

Zitat


Die "7 Worte" dagegen haben mich bisher wiederum gar nicht angemacht.


Die 7 Worte würde ich auch eher außer Konkurrenz laufen lassen. Obwohl diese Arrangements durchaus faszinierend sind, handelt es sich eben nicht um "normale" Quartette.

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

Pius

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Freitag, 17. November 2006, 14:58

Support your local string quartet!

Hallo!

Jetzt habe ich mir bereits die dritte Haydn-Doppel-CD mit dem Buchberger-Quartett (ging aus der Frankfurter Musikhochschule hervor) zugelegt - so kann es weitergehen! :yes:
Und irgendwann habe ich dann eine GA der Quartette...





Viele Grüße,
Pius.

Radagast

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Mittwoch, 31. Januar 2007, 09:49

Moin,

was ist denn Op. 59 und 60 (2 CDs)?

Ist das Op. 54 1-3 und Op. 55 1-3 ?
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

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Mittwoch, 31. Januar 2007, 10:20

worauf beziehst du das jetzt? welche cd?
erkenntnis braucht oft lange -selbst für selbsterkenntnis ist es nie zu spät

Radagast

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58

Mittwoch, 31. Januar 2007, 10:32

Moin,

sorry, habe mal wieder zu schnell gedacht.

Ich habe Op.59 und Op. 60 auf zwei CDs vom Quatuor Festetics als Schnäppchen (12 € + Versand) im Internet gefunden. Weiss aber leider gar nicht, welche Werke das denn nun sind.
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

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Mittwoch, 31. Januar 2007, 10:36

bist du dir da sicher bei den opera?
erkenntnis braucht oft lange -selbst für selbsterkenntnis ist es nie zu spät

Radagast

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Mittwoch, 31. Januar 2007, 10:41

Moin,

so habe gerade das Cover gefunden. Wurde mir bei der JPC Suche aber nicht angezeigt.



Sieht so aus, als wenn ich mit meiner Vermutung Recht hatte.
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast