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Wulf

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1

Sonntag, 6. August 2006, 17:57

Der Schock meines Lebens oder: André Rieu sen.

Einen regelrechten Schock bekam ich, als ich lesen mußte, daß eine Radioasustrahlung von Bartoks "Cantata Profana" unter der Leitung von André Rieu im August diesen Jahres geplant ist.
Hilfe.
Ich fasste all meinen Mut zusammen und schaute ein zweites mal in das Programheft. Es würde sich aufklären. Ruhig durchatmen. SO verrückt kann diese Welt nicht sein.
ANDRÉ RIEU - DIRIGENT.
Ganz gelassen und meiner Selbstzweifel völlig unbewusst sprangen mir die Buchstaben ein zweites mal ins Auge, indes -wie mir schien - mit noch mehr Elan, als wollten sie mir zuflüstern: "Hey Kumpel, nimms leicht, that´s life."
Meine Umgebung verschwamm - sie begann sich aufzulösen, wie eine gttverdammte Brausetablette. Ich schnappte meine CD rannte zur Kasse und brachte ein "Zahlen" hervor. Zahlen? Das war das Stichwort.
Zahlen dominieren mein Leben, nicht immer erheiternd, aber dieses mal sollten sie meinen Verstand retten.
Letzte Ecken meines Verstandes dirgierten meine Augen ein Strück tiefer.
Die Aufzeichnung stammte aus dem Jahr 1971. Neunzehnhunderteinundsiebzig. Zweifel regten sich in mir - war dieser Mensch etwa ein seriöser Dirigent, bevor er Geschmack und Vernunft den Kampf ansagte?
Wieder zu Hause schleppte ich mich mit letzten Kräften zu meinem Computer und googlte. Warum ich? Warum ausgerechnet ich?
Ich gab den Namen ein - schon das bloße Schreiben glich einem Kraftakt - und fügte ein "Dirigent" hinten an.
Jetzt mußte alles ganz schnell gehen. Zu lange gewartet mit dem ENTER-Drücken, hätte sich mein letzter Rest Verstand verabschiedet, meine Augäpfel hätten ob der Kombination "André Rieu" und "Dirigent" vor Scham ihren mir bisher so treuen Dienst versagt.
Doch dann geschah es. Meine Umwelt gewann urplötzlich wieder Konturen, die Brausetablette setzte sich wieder zusammen, wie in einem Film, den man rückwärts laufen lässt: André Rieu - Vater - seriöser Dirigent.
5 Buchstaben entschieden zwischen Sinn und Wahnsinn - zwischen Verstand und Idiotie.
Es verbarg sich nicht viel hinter der angewählten amazon-Seite: Eine CD André Rieu - der Vater und eine Bemerkung eines mir unbekannten Menschen, der auf den gleichnamigen Vater und seine Rolle als seriösen Dirigenten hinwies. Zurück zu den Suchergebnissen fand ich einen wikipedia-Hinweis. Natürlich über junior.
" Der Niederländer stammt aus einer Musikerfamilie und wuchs mit klassischer Musik auf. Sein Vater André Rieu sen. war bereits Chef der Leipziger Oper und lange Jahre Dirigent des LSO (Limburgs Symphonie Orkest)...."
Diese Worte wirkten wie eine sanfte Brise nach dem Orkan, dem sich mein Bewußtsein ausgesetzt fand. Senior war angeblich - natürlich nur in höchst gemäßigten Maße - am Entwickeln der HIP-Szene beteiligt. Sein Dirigat wird mit dem Marriners verglichen.

Mir schoss wieder Bartok durch den Kopf. War es denn nun der Vater? Im festen Glauben daran, daß es zumindest nicht der Sohn war und mit einiger Wahrscheinlichkeit der Vater (vielleicht gibt es einen dirigierenden Namensvetter?) übermannte mich der Schlaf dermaßen heftig, daß ich es in letzter Sekunde zu meinem Bett schaffte.....

:hello:
Wulf.
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musicophil

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2

Sonntag, 6. August 2006, 18:14

RE: Der Schock meines Lebens oder: André Rieu sen.

:jubel: :jubel: :jubel:

Ich hätte das sofort gewußt (nicht geahnt), denn Sr war viele Jahre Dirigent in Holland. Deshalb sind die Rieukinder in meinem Lande aufgewachsen und arbeiten sie fast allen noch da.
:hahahaha: :hahahaha:
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Wulf

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3

Sonntag, 6. August 2006, 19:48

Hallo Paul,

Du hast nicht zufällig diese CD oder eine LP-Aufnahme des Herrn Vater?
Ich bin unendlich neugierig!! :D

ad junior: Tut mir echt leid, daß eure schöne Heimat solch eine akkustische Umweltverschmutzung über sich ergehen lassen muss. Schon mal daran gedacht greenpeace einzuschalten?
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Edwin Baumgartner

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4

Sonntag, 6. August 2006, 19:48

RE: Der Schock meines Lebens oder: André Rieu sen.

Hallo Wulf,
irgendwo in den Tiefen der Threads muß auch mein Rieu-Mißverständnis verborgen sein. Ich habe ihn auf einer Platte als Dirigenten zeitgenössischer niederländischer Komponisten und dachte, der Jr. habe eine seriöse Vergangenheit. Nein, der Vater ist's, der die Ehre des Namens rettet!
:hello:
...

Wulf

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5

Sonntag, 6. August 2006, 19:54

Hallo Edwin,

jaaa, so kanns gehen ;) (irgendwo habe ich das doch schonmal so ähnlich gehört: anständiger Vater, verkorskster Sohn :stumm: :D )

Ich glaube, die CD MUSS ich haben. Dann kann ich immer behaupten, ich hätte auch einen André Rieu im Schrank zu stehen.

:hello:
Wulf.
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Theophilus

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6

Sonntag, 6. August 2006, 20:01


Auch bei dieser Box scheint ein Dirigent André Rieu auf!

Amazon listet noch einige Platten, die augenscheinlich vom Vater aufgenommen wurden. So hat er offensichtlich einiges mit Frans Brüggen eingespielt.

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

musicophil

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7

Sonntag, 6. August 2006, 20:23

RE: Der Schock meines Lebens oder: André Rieu sen.

Zitat

Original von Edwin Baumgartner
Hallo Wulf,
irgendwo in den Tiefen der Threads muß auch mein Rieu-Mißverständnis verborgen sein. Ich habe ihn auf einer Platte als Dirigenten zeitgenössischer niederländischer Komponisten und dachte, der Jr. habe eine seriöse Vergangenheit. Nein, der Vater ist's, der die Ehre des Namens rettet!


Es gibt noch Brüder und Schwestern, die auch seriös Musik machen. Wenn ich mich nicht irre, gibt es einen Bruder in Frankreich, der in einem Orchester tätig ist; eine Schwester und Bruder sind aktiv in Holland im normalen Musikleben.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

thdeck

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8

Sonntag, 6. August 2006, 22:39

RE: Der Schock meines Lebens oder: André Rieu sen.

Rieu Senior ist gut. Ich habe eine CD von ihm mit dem Amsterdam Chamber Orchestra und Albert de Klerk an der Orgel mit z.T. seltenen Orgelkonzerten von Haydn. Solche Leute braucht man!


Thomas Deck

Wulf

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9

Sonntag, 6. August 2006, 22:49

Hallo Thomas,

vielen Dank für den Hinweis. Also jetzt bin ich WIRKLICH neugierig - was ist das denn für ein Label? Weißt Du, ob die CD noch verfügbar ist?

Hallo Theo,

danke für den Bach-Hinweis. :)

Hey Paul,

die ganze Sippschaft hochmusikalisch? 8o

:hello:
Wulf.
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musicophil

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10

Sonntag, 6. August 2006, 22:57

Zitat

Original von Wulf
die ganze Sippschaft hochmusikalisch? 8o


Lieber Wulf,

Ich erinnere mich ein Fernsehinterview von Jr. Darin erzählte er auch über die Zeit als er noch zur Schule ging. Damals war sein Vater Dirigent in Maastricht (deshalb wohnt Jr da noch immer).
Jr sagte, daß er immer dachte, daß alle Kinder Musikunterricht bekamen. Denn das war bei ihnen üblich. :D
Erst als er etwa sechs Jahre alt war und zur Schule ging, bemerkete er, daß er eher eine Ausnahme war.

LG, Paul

@ thdeck Vermutlich ist das eine ADD Aufnahme. Dann habe ich die Ausführung auf LP. Ich dachte Label Bärenreiter (die LP!!).
Wirklich schöne Musik rührt

Wulf

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11

Sonntag, 6. August 2006, 23:01

Und was ging bei junior schief? :stumm:
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musicophil

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12

Sonntag, 6. August 2006, 23:05

Auch das erzählte er.

Er wollte seine "eigene" Musik spielen und nicht im Orchester Violine Nummer soundsoviel sein. Daneben hatte er - jetzt begebe ich mich auf glattem Eis, denn nicht mehr 100% sicher- immer Gedanken über Stehgeiger zu sein.

Um ihm gerecht zu sein, er erzählte, daß in der Zeit von Johann, Joseph c.s. das üblich war. Die Mensche liebten solche Musik, und er fand, man sollte sie ihnen zurückgeben. Die Intention kann sogar gut gewesen sein, nur hat er es sehr verwirtschaftlicht.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Wulf

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13

Sonntag, 6. August 2006, 23:30

Lieber Paul,

es geht mir nicht um die Musik (die mir, um ehrlich zu sein, auch nicht sonderlich gefällt). Es ist die Person selbst. Ich kann mir nicht helfen, und man sehe mir nach,wenn ich Unrecht tue, aber mir kommt dieses ganze "Konzept" Andre Rieu verlogen vor, und, so empfinde ich es, er selbst am ehesten. Da wird den Menschen eine dermaßen verkitschte Operetten-Walzer-Welt präsentiert, die so m.E. nach nie existierte.
Zu Karl Moik, der gestern in Rieus Sendung war, fehlt vom Niveau nicht viel. :stumm:
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thdeck

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14

Sonntag, 6. August 2006, 23:33

Zitat

Original von Wulf
Hallo Thomas,

vielen Dank für den Hinweis. Also jetzt bin ich WIRKLICH neugierig - was ist das denn für ein Label? Weißt Du, ob die CD noch verfügbar ist?


Hallo Wulf,

es ist die hier (Sony, "Essential Classics"):


Das mit dem Bild klappt irgendwie nicht, aber du bekommst es, wenn du auf den Link klickst.

Achtung: Es handelt sich um Hob. XVIII:1 und 8 von Haydn. Was dort als "Orgelkonzert Nr. 2" bezeichnet wird, ist nicht von Haydn, sondern vermutlich von einem Komponisten namens Leopold Hoffmann (1738-1793). Kennt den jemand?


Thomas Deck

-ich habe mir erlaubt, den Link zu "reparieren.

Norbert

musicophil

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15

Sonntag, 6. August 2006, 23:34

Lieber Wulf,

Erstens: ich bin fast taub geworden von seiner "Musik" :motz: :motz: :kotz:

Zweitens: Wenn es ihm aber gelingt Menschen im klassischen Musikkampf zu ziehen... Wie Saulus zu Paulus.

LG, Paul
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Ulli

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16

Sonntag, 6. August 2006, 23:40

Zitat

Original von Wulf
Da wird den Menschen eine dermaßen verkitschte Operetten-Walzer-Welt präsentiert, die so m.E. nach nie existierte.


Salut Wulf,

lass sie ihnen doch!

Ich gönne Ri-Ö seinen Erfolg! Er nutzt die Dummheit des Pöbels aus. Warum sollte er das nicht tun? Immerhin schadet er damit niemandem unmittelbar.

Es gibt Menschen, die sich mit ihrem Betrogensein schmücken. Da ist die Frage interessant, ob sie noch dümmer sind, als der Pöbel oder schlauer wegen dieser Erkenntins?

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Wulf

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17

Sonntag, 6. August 2006, 23:41

Lieber Paul,

taub? Sei froh. Ich bekomme davon Ohrenkrebs, das tut vor der Taubheit noch höllsich weh...

:hello:
Wulf.
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Ulli

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18

Sonntag, 6. August 2006, 23:48

Zitat

Original von thdeck

Zitat

Original von Wulf
Hallo Thomas,

vielen Dank für den Hinweis. Also jetzt bin ich WIRKLICH neugierig - was ist das denn für ein Label? Weißt Du, ob die CD noch verfügbar ist?


Hallo Wulf,

es ist die hier (Sony, "Essential Classics"):



Das mit dem Bild klappt irgendwie nicht, aber du bekommst es, wenn du auf den Link klickst.

Achtung: Es handelt sich um Hob. XVIII:1 und 8 von Haydn. Was dort als "Orgelkonzert Nr. 2" bezeichnet wird, ist nicht von Haydn, sondern vermutlich von einem Komponisten namens Leopold Hoffmann (1738-1793). Kennt den jemand?


Thomas Deck


Klicke bei dem Bild mit der rechten Mousetaste auf "Eigenschaften" und kopiere die Adresse, die Du dann zwischen [ img ] und [ /img ] einfügst. Achtung: Keine Leerzeichen!

Leopold Hofmann kenne ich, nicht persönlich, aber musikalisch durch:

[jpc]8401719 [/jpc]

Ich kaufe diese CD, um zu testen, ob sein Doppelkonzert für Violine und Cello in G-Dur besser ist, als meines. Naxos hat bereits insgesamt 5 CDs herausgebraucht: Flötenkonzerte [2 Volumina], Sinfonien, Oboenkonzerte und eben diese Cellokonzerte. Letztere haben mich nicht beeindruckt.

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

19

Sonntag, 6. August 2006, 23:48

Einen der Rieu-Brüder (Philipp oder Philipe oder wie auch immer) habe ich seinerzeit während meines Studiums in Maastricht als Mitwirkender in dem von ihm dirigierten Hochschulorchesters erlebt....naja, decken wir lieber den Mantel des Schweigens darüber....

In Andrés Truppe spielt inzwischen ein früher mit mir ganz gut befreundeter Kommilitone Oboe. Ich würde nicht um alles in der Welt mit ihm tauschen wollen!

Viele Grüße

Bernd

Barezzi

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20

Montag, 7. August 2006, 00:03

Hallo Wulf,

eine abgrundtief masochistische Ader in mir zwang mich gestern, doch mal einen kurzen Blick rein zu werfen und - ich bekam auch noch Augenkrebs von dieser kitschigen Tummelei.
Leider entspricht das was er tut dem Massengeschmack und es ist zu befürchten, dass die Sender solchen quotenbringenden Unsinn immer weiter zu Lasten hochwertiger Musik ausbauen werden ;(

Persönlich vorwerfen kann ich dem Ri-Ö sein Tun nicht, ich denke, er glaubt wirklich, dass er den Leuten die Sorgen vertreibt. Wirtschaftliche Gründe können es kaum sein, da seine Shows so aufwendig sind, dass er angeblich (nach mehreren Berichten) ziemlich knapp bei Kasse sein soll... Also ein verirrtes Schäfchen :wacky:

:hello:
Stefan
Viva la libertà!

GiselherHH

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21

Montag, 7. August 2006, 09:26

Hallo,

aber warum muss Rieu für seine fidelen Fiedeleien ausgerechnet eine Stradivari von 1667 mißbrauchen? Das ist so, als wenn man einen Lipizzaner vor einen Fiaker spannt oder einen teuren Bordeaux mit Eiswürfeln trinkt. Das Instrument ist in diesen Händen doch eindeutig unterfordert und wirkt eher wie ein Statussymbol ("Mein Schloß", "meine Geige", "mein Orchester")! Wenigstens wird sie regelmäßig gut geölt... :rolleyes:

Grüße

GiselherHH
"Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."

(Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

der Lullist

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22

Montag, 7. August 2006, 10:01

also ich verurteile niemanden der soetwas lieber hört.
Auch ich habe mich damals sehr abfällig über Leute geäußert die Volksmusik oder eben Rieu gehört haben etc. - einfach weil es Spaß macht :D

Aaaaaber dann habe ich das hinterfragt. Jeder hört für sich die Musik die er braucht.
Was sind das denn für Leute ? Hauptsächlich doch die der Arbeiterschicht. Sie haben den ganzen Tag eine mit unter furchtbare Arbeit zu tun, dann brauchen sie diese "Heile Welt" um abschalten zu können.

Für uns ist das natürlich Kitsch und der Musikantenstadl hat mit echter Volksmusik natürlich nichts zu tun. Das ist vielmehr eine neue Form der Volksmusik "Musik fürs Proletariat"
Was aber nicht heißt dass einfache Arbeiter auch Klassikhörer sein können - und Ärzte nicht auch große Fans von Moiks Horden sind. Denn Ausnahmen ...bla...bla

Das Problem ist halt ein Altes, der Großteil des Volkes kann nicht zwischen Mist und Kunst unterscheiden, will es auch nicht - daran wird sich sich auch nichts ändern.

Auch ich habe damit zu kämpfen, denn sowas hier wird von der Masse als Kunst angesehen:


(Bob Ross)

Ist das Kunst ? Nein natürlich nicht - denn wer Herr Ross schonmal Nachts im Fernsehn gesehen hat, der wird schnell begreifen, das hat nichts mit Malerei zu tun.
Es kann auch keine Kunst sein, da es ausschließlich hübsch ist und keinerlei Aussage hat - aber genau das ist!
Und deshalb wird dieser Kram gekauft und so sind diese Bilder nur eine optische Version des Kitsches den die breite Masse verlangt und als Kunst akzeptiert.
(abgesehen davon ist es wirklich kein Problem solchen Kram zu produzieren, sowas kann jeder malen...)

Kunst wurde niemals vom Volk gefördert - das war immer der Adel bzw. die intellektuelle Elite. Warum also sich darüber aufregen, dass sich das Volk nun seine eigenen Kunstformen schafft ? Das ist halt der Preis der Demokratie.....
Damit habe ich absolut nichts zu tun - das ist eine andere Welt.


Und was die Violine betrifft - paßt das doch vollkommen ins Bild:
Für diese Leute muß man solche Dinge vorweisen, weil sie es sonst nicht akzeptieren können.
Gerade die Deutschen sind da führend mit dieser Sichtweise, erst mit Titel ist man was.....
oder wie hat das mal Carl Zuckmayer formuliert: "Der Mensch fängt erst beim Leutnant an..."
Rieu hätte keinen Erfolg wenn sein Anzug nicht wenigstens 5000 Euro kosten würde (mit Sicherheit noch teurer), die Violine muß sein, die gehört zum Konzept.
Ich kann auch nur davon träumen ein Bild zu einem anständigen Preis zu verkaufen, solange ich keinen Titel hab - ist halt so in diesem Land :kotz:

tom

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23

Montag, 7. August 2006, 11:01

Kunst?!

Die Bestimmung des Kunstbegriffs leidet darunter, daß eine Definition der Kunst ihrem eigentlichen Wesen widerspricht.

Deshalb sind solche Aussagen wie

Zitat

Ist das Kunst ? Nein natürlich nicht


etwas verwegen.

musicophil

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24

Montag, 7. August 2006, 14:03

Zitat

Original von der Lullist
also ich verurteile niemanden der soetwas lieber hört.
Auch ich habe mich damals sehr abfällig über Leute geäußert die Volksmusik oder eben Rieu gehört haben etc. - einfach weil es Spaß macht :D

Aaaaaber dann habe ich das hinterfragt. Jeder hört für sich die Musik die er braucht.
Was sind das denn für Leute ? Hauptsächlich doch die der Arbeiterschicht. Sie haben den ganzen Tag eine mit unter furchtbare Arbeit zu tun, dann brauchen sie diese "Heile Welt" um abschalten zu können.

Für uns ist das natürlich Kitsch und der Musikantenstadl hat mit echter Volksmusik natürlich nichts zu tun. Das ist vielmehr eine neue Form der Volksmusik "Musik fürs Proletariat"
Was aber nicht heißt dass einfache Arbeiter auch Klassikhörer sein können - und Ärzte nicht auch große Fans von Moiks Horden sind. Denn Ausnahmen ...bla...bla


Lieber Matthias,

Da hast Du einen Punkt.
Leider, ich wiederhole leider, wird dies unterstützt von (altes Thema) den Behörden, die alles was zur geistigen Bildung beiträgt, kürzen oder völlig streichen.

Ich kenne wenigstens zwei "einfache Arbeiter" die sehr gut unterrichtet sind in klassischer Musik. Einer ist "connaisseur d'opéra"; der andere ist Beethovenspezialist.
Nummer 1 arbeitet in einer Metzgerei; Nummer 2 ist Busfahrer. Ich lernte sie vor vielen Jahre in meiner Tennisverein kennen.

LG, Paul
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mimi

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25

Montag, 7. August 2006, 14:19

Ein Dummland voller Banausen?

Hallo Zusammen

Also ich trau mich jetzt... (auch wenn dann vielleicht zukünftig niemand mehr mit mir spricht) ;(

Seit geraumer Zeit lese ich hier die abfälligen Äußerungen über die breite Masse (Pöbel, Dummköpfe, Proleten, Dummland etc.).

Und ganz ehrlich gesagt: Ich finde das nicht gut, habe mich bisher jedoch lieber nicht dazu geäußert, weil ich fürchte, gesteinigt zu werden. Aber irgendwie zwickt es mich jetzt doch.

Ich diskutiere gerne über Themen und Meinungen, aber ich finde es nicht produktiv und erst recht nicht NIVEAUVOLL, aufgrund der eigenen Meinung und des eigenen Geschmacks, den anderen als dumm und verblödet darzustellen.

Man kann doch nicht erwarten, daß jeder so musikalisch ist, einen Rieu-Violinen-Strich von einem Paganini-Strich (drücke es jetzt extra mal flappsig aus) zu unterscheiden. Schön ist, was gefällt – ein kluger Spruch. Mir gefällt Rieu auch nicht, ja und? Dann schalt ich gar nicht erst ein oder zappe darüber hinweg. Aber ihn deshalb als akkustische Umweltverschmutzung zu bezeichnen? Ist vielleicht auf den ersten Blick eine lustige Formulierung... aber auf den zweiten... Und alle Leute, die ihn mögen, sind verdummt? Geht das nicht ein bißchen zu weit?

Wulf hat in einem anderen Thread geschrieben:

Zitat

Und wir sollten langsam mal lernen, etwas Toleranz zu üben und nicht mit überheblicher Mine plakative Behauptungen über die wesentlich höhere Qualität "unserer" Musik anführen. Das gewinnt den Eindruck von Ghettoiserung und elitärer Abschirmung, um es mal drastisch zu formulieren.
Wie wahr...

Lieber Lullist
Ob das, was Bob Ross nachts malt, Kunst ist oder nicht, vermag ich nicht so gut zu beurteilen. Mir gefallen seine Bilder nicht, weil sie mir zu „ungenau“ und vor allem zu bunt sind. Mit welch einfachen Mittel und in welcher Geschwindigkeit er sie auf das Papier bringt, finde ich allerdings trotzdem beeindruckend.

Zitat

Ich kann auch nur davon träumen ein Bild zu einem anständigen Preis zu verkaufen, solange ich keinen Titel hab - ist halt so in diesem Land


Hat Bob Ross einen Titel? In diesem Land lebt er wohl auch nicht... Meines Wissens wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf, lebte abgeschieden auf einer Farm mit vielen Tieren in Kanada, war sehr gläubig und starb mit 52 Jahren an Krebs.

Mir fallen jetzt spontan auch keine erfolgreichen Künstler mit Titel ein bzw. mir fallen sehr viele OHNE Titel ein.

Schon oft zitiert – Kunst oder Kitsch oder auch wie einige hier sagen Kunst oder Mist? Ich vermag für meinen Geschmack die Grenze zu ziehen. Aber der Geschmack eines jeden Menschen ist anders und somit läuft die Grenze immer anders.

Als Künstler hat man es sicher nicht leicht. Manchen gelingt der große Durchbruch ganz schnell, andere brauchen länger und manche kommen nie zum Zug. Aber mit einem Titel, einem teuren Outfit oder gar mit einem Land hat das doch nichts zu tun. Ich denke eher mit viel Glück, einem guten Riecher und mit zur-rechten-Zeit-am-rechten-Platz-sein.

So und jetzt haut zu... Da muß ich wohl durch (weil's gezwickt hat)
Mimi
che gelida manina....

GalloNero

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26

Montag, 7. August 2006, 14:20

Geschätzter Matthias,

Du sprichst mir aus der Sehle wenn du schreibst:

Zitat

Original von der Lullist
Das Problem ist halt ein Altes, der Großteil des Volkes kann nicht zwischen Mist und Kunst unterscheiden, will es auch nicht - daran wird sich sich auch nichts ändern.


Ich sehe das ganz genauso. Doch mit Deinem Schichtenmodell habe ich im Jahre 2006 so ein bisschen ein Problem. Du schreibst, Du hättest Dich früher sehr abfällig über „solche“ Leute geäußert. Ich lese da von „Arbeiterschicht“.

Zitat

Original von der Lullist
Aaaaaber dann habe ich das hinterfragt. Jeder hört für sich die Musik die er braucht.
Was sind das denn für Leute ? Hauptsächlich doch die der Arbeiterschicht. Sie haben den ganzen Tag eine mit unter furchtbare Arbeit zu tun, dann brauchen sie diese "Heile Welt" um abschalten zu können.

Für uns ist das natürlich Kitsch…


Mal abgesehen davon, dass dies immer noch sehr abfällig klingt, glaube ich, dass das Modell etwas zu einfach daher kommt. Arbeiterschicht (gibt es so was heute noch?) = volkstümliche Musik. Was ist mit der „Schicht“, die gar nicht arbeitet? Braucht die auch eine „Heile Welt“. Was ist mit Popmusik? Ich stelle das Gros der internationalen Popmusik auf eine Stufe mit Rieu und Moik.

Ich gehöre weder zur angesprochenen „Arbeiterschicht“ noch kann ich dem „Werk“ eines André Rieu jun. auch nur irgendetwas abgewinnen. Doch mich interessiert die Thematik. Und wie ich diese Zeilen schreibe wird mir bewusst: Das gehört doch gar nicht hier her. Hier geht es um den Vater. Aber da war doch noch ein anderer Thread. Ach ja:

Ist "klassische Musik" elitär ?

Oder ist das ein ganz neues Thema?
Ach ich geh mal in mich und melde mich vielleicht heute Abend noch einmal zum Thema. Wo auch immer.

Nix für ungut!
GalloNero
... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

musicophil

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27

Montag, 7. August 2006, 15:00

RE: Ein Dummland voller Banausen?

Liebe Mimi,

Ist eine Konstatierung pejorativ?
Einer, der das Glück hatte eine bessere Bildung zu bekommen als den Großteil der Bevölkerung, kann man nicht mehr rechnen zu "der breiten Masse".

Es gibt viele Name für diese breite Masse. Einige bewußt geringschätzig oder sogar diskriminierend. Andere sachlich, beschreibend.

Vermutlich haben (fast) alle Mitglieder hier, in irgendeiner Weise, eine ausgebreitere Bildung bekommen als durchschnittlich ist. Da darf man froh und stolz sein, nicht überheblich.

Ich glaube, daß Matthias eher einen Beitrag schrieb, worin er sich murrend fügt in dieser gegebenen Situation.

Aber Du hast recht, wenn Du eigentlich stellst "Über den Geschmack läßt sich nicht streiten". Das bedeutet aber nicht, daß man das "fehlen von Geschmack" (wie dieser auch sein mag) nicht bedauern darf.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Barezzi

Prägender Forenuser

  • »Barezzi« ist männlich

Beiträge: 2 163

Registrierungsdatum: 1. August 2006

28

Montag, 7. August 2006, 15:07

Hallo zusammen,

die genaue Abgrenzung von Kunst zu Kitsch halte ich sowieso für eine problematische Aufgabe, zu sehr verschwimmen oft die Grenzen (oft wird Kunst ja auch erst später als Kitsch verdammt oder aber deren Wert erst entdeckt). Heutige symphonische Filmmusik ist dafür IMO ein gutes Beispiel, bedient sich klassischer Ausdruckformen, teilweise sehr anspruchsvoll, oft aber auch einfach nur kitschig und billiger Abklatsch (wie oft konnte man schon einen schlechten Abklatsch der Holst´schen Planeten oder Teile des Sacre im Kino hören...)

Zitat

Original von der Lullist
Ist das Kunst ? Nein natürlich nicht - denn wer Herr Ross schonmal Nachts im Fernsehn gesehen hat, der wird schnell begreifen, das hat nichts mit Malerei zu tun.
Es kann auch keine Kunst sein, da es ausschließlich hübsch ist und keinerlei Aussage hat - aber genau das ist!
Und deshalb wird dieser Kram gekauft und so sind diese Bilder nur eine optische Version des Kitsches den die breite Masse verlangt und als Kunst akzeptiert.
(abgesehen davon ist es wirklich kein Problem solchen Kram zu produzieren, sowas kann jeder malen...)

Kunst wurde niemals vom Volk gefördert - das war immer der Adel bzw. die intellektuelle Elite. Warum also sich darüber aufregen, dass sich das Volk nun seine eigenen Kunstformen schafft ? Das ist halt der Preis der Demokratie.....
Damit habe ich absolut nichts zu tun - das ist eine andere Welt.


Bob Ross finde ich einen speziellen Fall: natürlich ist es Kitsch, was er produziert, aber ich denke, er animiert die Menschen, sich mit Kunst zu beschäftigen und eventuell selbst künstlerisch tätig zu werden; wie Du bereits erwähntest ist es quasi für Jedermann möglich, solche Bilder zu erstellen und aufbauend auf diesem Erfolgserlebnis können sich die Interessenten dann an künstlerisch wertvollere Projekte wagen, da sie gerade Feuer für kreative Freizeitbeschäftigung gefangen haben...

:hello:
Stefan
Viva la libertà!

  • »Kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

29

Montag, 7. August 2006, 15:12

Zitat

Original von tom
Kunst?!

Die Bestimmung des Kunstbegriffs leidet darunter, daß eine Definition der Kunst ihrem eigentlichen Wesen widerspricht.

Deshalb sind solche Aussagen wie

Zitat

Ist das Kunst ? Nein natürlich nicht


etwas verwegen.


aber wenn ALLES kunst ist, hat der kunst-begriff keinen inhalt oder keine bedeutung mehr.
das haben aber weder die dadisten noch beuys geschafft, dass der kunstbegriff völlig leer und hohl geworden wäre.
somit gibt es dinge/ereignisse/etc. die kunst sind, und solche, die es nicht sind.
außerdem ist der streit, ob nun dieses bild kunst sei, oder nicht, eine rein begriffliche haarspalterei.
denn ob es nun keine kunst sei, oder eine extrem minderwertige kunst (nicht vom kaufpreis sondern vom künstlerischen niveau gesehen) ist einerlei.
ich denke, dass der lullist durchaus das recht hat, festzustellen, dass er das bild für sehr schlecht hält. andere sagen hier, mozart sei ein sehr guter komponist. wer autorisiert sie dazu?

mimi

Profi

  • »mimi« ist weiblich

Beiträge: 315

Registrierungsdatum: 25. April 2005

30

Montag, 7. August 2006, 15:14

RE: Ein Dummland voller Banausen?

Hallo Paul

Zitat

Da darf man froh und stolz sein, nicht überheblich


Genau ! Das ist es, was ich sagen möchte. Das Überhebliche finde ich nicht gut.

Zitat

Einer, der das Glück hatte eine bessere Bildung zu bekommen als den Großteil der Bevölkerung, kann man nicht mehr rechnen zu "der breiten Masse"

Auch hier stimme ich Dir zu. Aber deshalb kann es trotzdem sein, daß er akkustisch Rieu nicht von Hahn unterscheiden kann.

Ich habe meine Kritik auch nicht voll auf Matthias ausgerichtet und hoffe, daß das nicht so "rüberkam" - das war bestimmt nicht meine Absicht. Ich habe hier nur den Punkt mit dem "man erreicht nur was mit Titel in diesem Land" aufgenommen.

Es geht mir generell um den überheblichen Ton und die verbalen Beschimpfungen, die ich einfach nicht als niveauvoll betrachte. Ich kann anderer Meinung sein, aber deshalb benutzte ich noch lange nicht diese Wörter oder Formulierungen. Mir geht das zu weit - vielleicht bin ich aber auch ein Sensibelchen... :(

Mimi
che gelida manina....