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Alfred_Schmidt

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1

Samstag, 13. November 2004, 15:29

Im Schatten der andern - Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr 8 op. 93

Liebe Forianer,

Der Titel dieses Treads würde ohne weiteres auch auf die 4. oder die 7. Sinfonie Beethoven zutreffen, Die Nr 1 und 2 sind IMO Sonderfälle.
Die 8. stand jedoch noch zuzsätzlich im Schatten der zumindest zu Lebzeiten Beethovens äusserst populären 7. und seines populärsten Werkes überhaupt, "Wellingtons Sieg" (dem ich zu gegebener Zeit einen eigenen Thread widmen werde) .Jedenfalls war die Uraufführung am 27. Feber 1814 in Wien (Redoutensaal der Hofburg, gemeinsam mit der 7. die bejubelt wurde) eher ein Achtungserfolg, als ein Triumph (es gibt Hinweise, daß die Sinfonie bereits in privatem Kreis 1813 aufgeführt wurde, entstanden ist sie bereits 1812 in Linz)



Eigentlich hab ich nie verstanden, warum die Nr 8 weniger populär ist als ihre "Großen" Schwestern, erfüllt sie doch viele Voraussetzungen für einen "Schlager", so beispielsweise der zweite Satz, der eine wenig an Haydns "Uhr" gemahnt, andere behaupten es wäre eine Refenz an Mälzels Metronom.
Der dritte Satz, ein Menuett ist mir persönlich einer der liebsten Sätze einer Beethoven-Sinfonie, allerdings noch übertroffen vom temperamentvollen vierten, der so zart und harmlos beginnt, immer wieder von temperamentvollen Stellen unterbrochen wird, zur Idylle zurückkehrt und dann in einem Freudentaumel endet...

Beethoven selbst schätzte die 8. übrigens selbst höher ein, als die 7.
Heute, wo man sperrige unfreundliche Werke unter Qualen bevorzugt, dürfte die freundliche, humoristisch -heitere Nr 8 ebenso nicht gerade zu den Favoriten der Musikfreunde zählen. Oder sehe ich das falsch ?

Auf rege Beteiligung am Thema

freut sich

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

sagitt

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2

Samstag, 13. November 2004, 18:31

RE: Im Schatten der andern - Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr 8 op. 93

Hallo Alfred.

war Beethovens Humor nicht ein recht grimmiger? ( was bei einem Schwerhörigen kein Wunder wäre).

Seit ich die Sinfonie von Norrington gespielt kenne, ist dies für mich alles andere als ein Nebenwerk.


Ich glaube, für die erste Aufnahme mit den London classical players bekam er eine Auzeichnung ( Grand Prix ?)

Ich kenne die Sinfonie vom ihm live mit dem chamber orchestra of europe, letztes Jahr beim Bremer Musikfest.( gottseidank gibt es davon ein Mitschnitt , der in meinem Besitz ist, für mich die beste Version, die ich kenne- zumal das chamber ochestra ja ein phantastisches Orchester ist)

Großartig. Weil ohne jede Verharmlosung- Der zweite Satz könnte zu Schabernack-ach wie putzig- einladen. Aber Norrington macht ihn bohrend, durch die Repitition.


Wenn Humor, dann Beethoven´scher- grimmig.

Schöne Grüße aus dem kalten Norden

Sagitt

Uwe

Moderator

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3

Samstag, 20. November 2004, 12:45

Hallo Alfred,

ich glaube, bei mir hat sich das Verhältnis mittlerweile umgekehrt: gerade um den 'im Schatten stehenden' Geüge zu tun, habe ich sie in letzter Zeit vermehrt gehört, hierbei allerdings mehr die 2. und die 4.
Für die Achte habe ich zwei Favoriten: einmal Harnoncourt und das Chamber Orchester of Europe - Harnoncourt bringt sie groß heraus und gibt ihnen eine Intensität und Frische, ohne dass es aufgesetzt wirken würde. Für mich noch besser als Gardiner oder Zinman.



Die zweite Empfehlung geht an Fricsay: was bei vergleichbaren Zeitgenossen wie Karajan, Bernstein (und neueren Aufnahmen wie Barenboim, Rattle) einfach, harmlos und koventionell klingt, so verleiht Fricsay dem Werk einfach Größe und Würde, aber auch ohne aufgesetztes Pathos oder dergleichen.
Derzeit meines Wissens leider nur bei einem französichen Internet-Versender erhältlich (in Verbindung mit der 3., 5. und 7.Sinfonie) - verstehe einer diese Politik....

Grüße aus Hamburg
Uwe

Alfred_Schmidt

Administrator

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

4

Mittwoch, 8. Dezember 2004, 02:00

Hallo,

Ich hab mir inzwischen etliche Versionen angehört und muß sagen, eine perfekte gibt es IMO nicht. Aber das ist ja eigentlich sowieso eine Binsenweisheit.

Beginnen wir mal mit der Einspielung von Günter Wand, die er vor vielen Jahren (1989 ?) mit dem NDR-Sinfonieorchester gemacht hat.
Wenn auf der Rückseite des Covers steht: " ....und eine unbeschwerte 8. Sinfonie.....", dann trifft das IMO völlig ins Schwarze. Allerdings vielleicht ein wenig zu unbeschwert , für meinen Geschmack wenigstens.



Ursprünglich dachte ich, Wand eile durch die Partitur, das ist aber nicht wirklich der Fall, Herbert Kegel mit der Dresdner Philharmonie (eine Aufnahme, die ich sehr schätze) ist ähnlich im Tempo, aber trotzdem "gewichtiger und schwerer" im Gesamteindruck. Bei Wand habe ich beispielsweise im dritten Satz den Eindruck, daß er sowohl Pauken als auch Bläser ein wenig "unterbelichtet". Insgesamt aber trotzdem eine sehr gute Aufnahme, sie deckt sich nur nicht völlig mit meinen Vorstellungen von Beethovens Achter. (Dazu muss gesagt werden, daß die von Sinfonie zu Sinfonie verschieden ist..).
Die abgehörte CD ist in jedem Falle Ihr Geld wert (10-12 Teuro), sie enthält zusätzlich die 3. Sinfonie, die etwas schwerer dirigiert wird.

Da könnte man nun Sergiu Celibidache nehmen, der dem Werk wesentlich mehr Wucht verleiht, der dritte Satz (es ist jener wo ich hauptsächlich die Vergleiche gemacht habe) bekommt mehr Beduetung und ist wirkungsvoller, allerdings wird so mancher hinterfragen, ob das eigentlich noch ein "Tempo di Menuetto" ist :D



Hier ist es interessant George Szell mit dem Cleveland Orchestra zum Vergleich heranzuziehen. Er schafft IMO das Kunststück schnell zu sein und trotzdem einen wuchtigen Beethoven abzuliefern. Dies erzielt er durch kräftige Klangfarben und ein deftiges,energisches, gleichzeitig aber auch strenges Dirigat. Dabei bleibt er immer exzellent durchhörbar. Man höre im dritten Satz die fast schneidenden Bläser und die äusserst konturiert abgebildeten Pauken. Daß das Cleveland Orchester unter seiner Fuchtel zur Höchstform auflief ist eine allgemein bekannte Tatsache... :D Leider ist die Aufnahme nicht überall erhältlich. Im Gegenzug dazu ist sie äusserst preiswert.



Das waren nun sehr subjektive Eindrücke von vier Versionen dieser Sinfonie (Von Kegels Aufnahme gibts offenbar kein Bild mehr, ist AFAIK ohnedies nur mehr erhältlich wenn man alle Sinfonien kauft.

Man kann nicht sagen, eine davon wäre die Beste

Vielleicht folgen noch "Rezensionen" von anderen Forianern.


Beste Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

peet

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5

Mittwoch, 8. Dezember 2004, 08:17

@ Alfred

Sehr schön und informativ formuliert!

Gerrit_Stolte

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Beiträge: 821

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2004

6

Mittwoch, 8. Dezember 2004, 22:33

RE: Im Schatten der andern - Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr 8 op. 93

Hallo Alfred,

bin geneigt zu sagen, der Schatten wird von mir gerne aufgesucht. Die 8. Symphonie gehört - wie das letzte Streichquartett zu meinen Lieblingskompositionen von Ludwig van. Gerade weil er darin zeigt: Hört, so würde ich heute komponieren, wäre ich Mozart oder Haydn (überspitzt ausgedrückt). Die Quintessenz des klassischen Stils kommt hier zum Tragen und dennoch soviel mehr, so viel Fortschrittliches. Ich glaube ich habe mittlerweile mehr als 40 verschiedene Aufnahmen der 8. und meine Favoriten wechseln ständig. Nur mit Klemperers Version habe ich mich nie anfreunden können, obwohl mir die großen Aufnahmen von ihm (3.,5.,7.,9 in mono und/oder stereo) sehr gefallen.
Gruß,
Gerrit

  • »Walter.T« ist männlich

Beiträge: 424

Registrierungsdatum: 9. April 2005

7

Mittwoch, 4. Mai 2005, 20:57

Scherchen

Hallo Gerrit,

Deinem Urteil über diese Sinfonie kann ich mich ganz anschließen, auch der Enttäuschung über Klemperer. Allerdings gibt es für mich einen klaren Favoriten, das ist Scherchen.

Ich bin immer wieder verwundert, wie wenig Resonanz seine Aufnahmen in diesem Forum gefunden haben, besonders natürlich bei Mahler (darüber später an anderer Stelle mehr). Gerade Beethovens 8. Sinfonie zeigt besonders gut seine Qualitäten.

So wie in seiner Interpretation verstehe auch ich diese Sinfonie: ein Rückblick auf den Tatendrang früherer Jahre, fast noch etwas übermütiger weil abgeklärter, und doch mit dem Bewußtsein, dass dies nun vorbei ist, ohne deswegen in falsche Wehmut zu versinken. Damit war im Prinzip der Weg frei für die Missa solemnis und die 9. Sinfonie, auch wenn diese Werke noch ein paar Jahre reifen mussten. Ich liebe solche Momente des Innehaltens und sehe sie selten so überzeugend gestaltet wie in dieser Sinfonie.

Wer Interesse hat seine Art zu dirigieren kennen zu lernen, dem kann ich diese Aufnahme als Einstieg bestens empfehlen. (Auf der gleichen CD ist auch die 6. Sinfonie. In den Tempi liegt er für mich völlig richtig, Beethoven war nie ein Zögerer, aber über manche Phrasierungen lässt sich bestimmt streiten. Diese Aufnahme wirkt daher leider manchmal etwas zu sehr aus dem Kopf entwickelt.)

Viele Grüße,

Walter

sagitt

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  • »sagitt« ist männlich

Beiträge: 2 593

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8

Freitag, 6. Mai 2005, 08:39

RE: Im Schatten der andern - Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr 8 op. 93

Sagitt meint:

Bei der achten sollte man unbedingt Norrington beachten. Ich habe drei Aufnahmen von ihm:

london classical players- seinerzeit mit einem Preis ausgezeichnet
RSO- Orchester Stuttgart, Nicht ganz so transparent wie die erste Aufnahme, aber ebenfalls sehr hörenswert
chamber orchestra of europe- Bremer Musikfest 2003-, Ich habe diese Wiedergabe live gehört und war begeistert. Eine sinfonie, die ich nur schon vierzig Jahre kenne, wieder neu erstehen zu hören, das war ein Ereignis der besonderen Art. M.W. gibt es einen Rundfunkmitschnitt dieses Konzerts. Von allen Norringtonaufnahme mir die liebste, das Orchester ist fantastisch und Norrington feuert sie so an, dass es äußerst " organisch" klingt- es fällt mir schwer, es in Worte zu fassen. Jedenfalls gibt er dieser Sinfonie eine Bedeutung, die sie keineswegs zu einem Nebenwerk verkümmern lässt.

MStauch

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9

Freitag, 6. Mai 2005, 17:09

@Walter

Scherchen ist in diesem Forum schon erwähnt worden.

Ich meine, ich hätte bereits mehrfach auf seine beispielhafte Aufnahme der Eroica (verbunden mit der Pastorale) mit dem Vienna State Opera Orchestra - wiederveröffentlicht bei Westminster Legacy hingewiesen.Das ist wirklich herausragend.



Ähnliches (mit gewissen Vorbehalten gilt für Mahler) - Aufnahme der 1., 5. und 7. Sinfonie sowie des Adagio der 10. sind nach meiner Erinnerung schon mal angesprochen worden - aber möglicherweise nicht im Mahler-thread. Aber Scherchen teilt da das Schicksal eines anderen Großen, nämlich das von Horenstein, der auch bei weitem nicht entsprechend seiner Bedeutung wahrgenommen wird.

Welche Bedeutung hat Scherchen für Dich? Auch bei Mahler. Bin gespannt.

Mit bestem Gruß

Matthias
Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

ThomasBernhard

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Registrierungsdatum: 21. Januar 2005

10

Freitag, 6. Mai 2005, 19:44

Auch bei mir ist die Achte herzlich gerne gehört.

Mir persönlich gefällt John Eliot Gardiners Aufnahme am besten, Bernstein (NY), Wand, Weingartner, Karajan (1962), Abbado (WP),Toscanini, etc. sind natürlich auch stets gerngesehene Interpreten in meinem Player.

Neu (zwei Tage alt) für mich ist Furtwänglers Interpretation mit den Wiener philharmonikern live in Salzburg vom 30.8.1954. Sicher, fast ein wenig zu schwergewichtig und ernst kommt sie daher, die Achte unter Furtwängler, aber eine der interessantesten Deutungen ist sie auf jeden Fall.
Möchte nochmal dringend auf die Furtwängler-Sonderbox des Labels ORFEO hinweisen: 8 CDs für 44 Euro mit allen verfügbaren Orchester-Konzerten der Wiener Philharmoniker mit Furtwängler in Salzburg der Jahre 1949-1954. Beinhaltet wunderbare Konzerte des "späten" Furtwängler, der live immer noch zu rasen und zu glühen vermag.

Gruß, Markus
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

Pius

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Registrierungsdatum: 11. Mai 2005

11

Montag, 10. Oktober 2005, 11:51

Hallo!
Gestern ist mir etwas merkwürdiges passiert: Ich habe mir Beethovens Achte, interpretiert vom London SO unter Krips, angehört - und ich fand es recht langatmig, keine Spur von Begeisterung.
Ich habe das erstmal auf Krips geschoben und mir dann meine Lieblingsaufnahme, Gardiner mit dem Orchestre Rev..., angehört - mit einem etwas abgemilderten, aber dennoch ähnlichen Ergebnis.
Bisher hatte mir Beethovens Achte immer sehr gut gefallen, wie oft ich sie auch gehört habe.
Aber scheinbar ist das Werk in meiner persönlichen Beliebtheit plötzlich abgerutscht, ähnlich wie vor einiger Zeit Beethovens Vierte, die ich nie sehr mochte, plötzlich einen Sprung nach oben machte.
Das passiert mir mit dem ein oder anderen Werk immer wieder mal, völlig unerwartet.
Gibts zu diesem Phänomen eigentlich schon einen thread?
Viele Grüße,
Pius.

Antracis

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12

Montag, 10. Oktober 2005, 12:38

Hallo zusammen,

ich habe die "Achte" im Konzert lieben gelernt, damals in einer Interpretation von Abbado und den Berlinern (die CD-Einspielung kann mich dagegen nicht voll überzeugen). Im Finale brannte damals wirklich ein Feuerwerk der Emotionen ab, ich kann mich noch gut daran erinnern, als das Thema plötzlich nach Moll wechselte. Die haben das damals so packend umgesetzt, dass war ein richtiger emotionale Hammer, der einem den Atem stocken lies.

Spaß gabs kurz vor Ende, als dem Pauker beim langen Trommelwirbel ein Schlegel aus den Fingern rutschte und Richtung Celli flog. Naja, er bekam dann später einen Sonderapplaus. :D

Mittlerweile höre ich die Sinfonie immer noch gerne, Favorit ist Gardiner. Allerdings scheint sie mir allgemein auch im Schatten der 7. und 9. Sinfonie zu stehen.

Gruß
Sascha

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13

Montag, 10. Oktober 2005, 13:27

Dass einzelne Stücke aus der Gunst fallen oder so, gibt es schonmal. Kann an der eigenen Tagesform, Stimmung, aber auch an der Interpretation liegen, besonders bei einem Werk wie der 8. Zuviel Gemütlichkeit oder Gewicht ist hier fehl am Platze; der Humor ist überschwenglich und doppelbödig.
Scherchen ist IMO immer noch einzigartig: eine gnadenlos dramatische Lesart, die einen packt und nicht losläßt. Ebenfalls angemessene Tempi nehmen Leibowitz und Gielen (letztere auch einzeln bei Hänssler zu haben), ohne ganz Scherchesn Kompormisslosigkeit zu erreichen. Harnoncourt ist etwas langsamer, aber auch sehr gut, dazu sehr tranpsarent und großartige Holzbläser des CoE.
Fricsay kenne ich leider noch nicht.

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
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BigBerlinBear

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14

Sonntag, 16. Oktober 2005, 16:21

Johannes Roehl:

Zitat

Leibowitz und Gielen (letztere auch einzeln bei Hänssler zu haben), ohne ganz Scherchesn Kompormisslosigkeit



Was Leibowitz angeht, so "erreicht" dieser zumindest als einziger aller hier genannten Dirigenten Beethovens Metronom-Angaben, die mir bei meiner "zweitliebsten" Beethoven-Sinfonie, die "andere" ist die 4te, wichtiger sind als eine Kompromisslosigkeit, die zumidest Mengelberg und Klemperer ebenfalls für sich beanspruchen !

Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

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15

Sonntag, 16. Oktober 2005, 17:52

Zitat

Original von BigBerlinBear
Johannes Roehl:

Zitat

Leibowitz und Gielen (letztere auch einzeln bei Hänssler zu haben), ohne ganz Scherchens Kompormisslosigkeit


Was Leibowitz angeht, so "erreicht" dieser zumindest als einziger aller hier genannten Dirigenten Beethovens Metronom-Angaben, die mir bei meiner "zweitliebsten" Beethoven-Sinfonie, die "andere" ist die 4te, wichtiger sind als eine Kompromisslosigkeit, die zumindest Mengelberg und Klemperer ebenfalls für sich beanspruchen !


Scherchen nimmt in der Achten Leibowitz sowohl in Kopfsatz als auch Finale noch eine halbe Minute ab (keine Unterschiede bei Wdh.) und ist dazu wesentlich wilder!

Scherchen: 8:25; 3:54; 4:35; 6:23
Leibowitz: 8:59; 3:42; 4:25; 6:51
Gielen: 8:17; 3:38; 4:36; 7:03

Mit "kompromisslos" meint ich u.a. die Befolgung der Metronomzifffern, "ohne Rücksicht auf Verluste", d.h. ein mitunter leicht überfordertes Orchester muß man in Kauf nehmen. Gielen ist ebenfalls etwa so schnell wie Leibowitz, allerdings (wie auch Norrington, wenn ich recht erinnere) "glatter".
Leibowitz ist und war keineswegs der einzige, der sich ungefähr an die Metronomangaben hält. Seinerzeit war Scherchen mindestens ebenso nahe dran wie er und Erich Kleiber und Toscanini jedenfalls in der Nähe. Inzwischen auch z.B. Gielen, Zinman, Gardiner (kenne ich nicht) und Norrington. Ich sehe das Problem inzwischen eher darin, bei der hohen Geschwindigkeit nicht flach (Zinman) oder etwas unflexibel zu wirken.

viele Grüße

JR
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BigBerlinBear

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16

Sonntag, 16. Oktober 2005, 21:18

Also dann würd ich es wirklich mal mit Mengelberg versuchen: ist eben die "etwas andere" Lesart ! :D
Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

rappy

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17

Sonntag, 6. November 2005, 00:10

Hi,

die 8. Sinfonie ist mein persönlicher Favorit unter den beethovschen Sinfonien. Besonders beeindruckend finde ich den ersten Satz. Generell wirkt die ganze Sinfonie einfach wie aus dem Herzen heraus komponiert, ein bisschen an Mozart und Haydn erinnernd. Man merkt, dass Beethoven bei diesem Werk großen Wert auf die Schönheit der Musik gelegt hat und diesen Aspekt nicht an zweite Stelle hinter den musikalischen Fortschritt und die Innovation (wie bei der 7. und 9.) gestellt hat.

Hier gefällt mir im Übrigen die 1963er Einspielung von Karajan und den Berliner Philharmonikern am besten. Der karajansche Klang passt perfekt zu dem Werk. Eine wuchtige und kraftvolle Interpretation.
"Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

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18

Sonntag, 6. November 2005, 11:20

Zitat

Original von rappy
die 8. Sinfonie ist mein persönlicher Favorit unter den beethovschen Sinfonien. Besonders beeindruckend finde ich den ersten Satz. Generell wirkt die ganze Sinfonie einfach wie aus dem Herzen heraus komponiert, ein bisschen an Mozart und Haydn erinnernd. Man merkt, dass Beethoven bei diesem Werk großen Wert auf die Schönheit der Musik Wert gelegt hat und diesen Aspekt nicht an zweite Stelle hinter den musikalischen Fortschritt und die Innovation (wie bei der 7. und 9.) gestellt hat.


Während ich die Hochachtung dieser Sinfonie gegenüber teile, so muß ich doch widersprechen: Ich glaube kaum, dass Beethoven hier "aus dem Herzen" komponiert hat. Im Gegenteil stand diese Sinfonie ja u.a. deshalb im Schatten, weil sie nicht mit der romantischen großen Geste daherkommt, wie einige der anderen. Die 8. ist ein hochintelligentes Stück doppelbödigen Humors (was sie mit vielem von Haydn teilt) und der Blick auf die Vorgänger ist mehr als nur augenzwinkernd, er scheut auch nicht vor der Parodie zurück (etwa das Menuett mit den ersten beiden Takten nur Begleitung, den vielen Verschiebungen, den pseudopompösen Trompeten&Pauken usw.). Das ist teils schon Neoklassizismus und Klassik in einem. Die Ecksätze gehören dabei zu den konzentriertesten und dramatischsten in Beethovens Oeuvre. Man beachte etwa das monomanische "Festfahren" auf kurzen Motiven, das den scheinbar so gemütlichen Themen etwas fratzenhaftes geben kann.

viele Grüße

JR
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Ulli

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19

Samstag, 24. Dezember 2005, 21:47

Notentextfrage zu Beethovens "Lintzer"

Salut,

eben hörte ich diese Sinfonie in dieser Aufnahme, die mir sehr gut gefiel:



Rosbaud - SWF Baden-Baden 1961

Es dreht sich exakt um die letzte Note der Sinfonie in den ersten Violinen. In der Eulenburg-TP steht da a³, gespielt wurde aber f³ - analog den Holzbläsern.

Was ist nun richtig??

?(
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

teleton

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20

Dienstag, 29. August 2006, 10:54

Beethoven mit Blomstedt

Hallo Tamino´s,

es ist unglaublich, aber durch einen hörapetitanregenden Beitrag im Thread "Die Pauke - der Grund des Orchesters" von Herbert Henn über die Beethoven-Sinfonie Nr.8-Aufnahme mit Blomstedt von 1975 habe ich mir im vor dem Sommerurlaub für einen unsagbar günstigen Preis von 9,99€ die Brillant-Beethoven-Blomstedt-Box der 9Sinfonien gekauft.

:) Nach Karajan 70er und 80er-Beethoven-Sinfonien-Aufnahmen auf Einzel-CD´s; GA Bernstein auf DG; GA Solti auf Decca; GA Klemperer auf LP´s; GA Szell auf SONY (hier als Einzel-CD´s); Kleiber Nr.5 und 7; nun noch Blomstedt.
:D Wäre das nötig gewesen ?
Ja, aber tatsächlich nur wegen der Sinfonie Nr.8 .

H.Henn berichtete über die Top-Umsetztung der Paukenstellen in der Sinfonie Nr.8.
Diese Begeisterung kann ich nun nachvollziehen und muß sagen, das sich der Kauf für Beethovens Sinfonie Nr.8 voll gelohnt hat. Aber alle anderen Sinfonien sind von der Staatskapelle Dresden mit Blomstedt ebenfalls sehr schön interpretiert, leider zu schön, denn die Interpretation ist mir durchweg zu langsam, sodaß viel Beethoven-Dramatik auf der Strecke bleibt. Ich ziehe hier die straffen Interpretationen von Karajan und Szell vor.
Ausnahme bleibt in der Brillant-Box die Sinfonie Nr.8, die von Blomstedt unglaublich straff und mit großer Präzision gespielt wird und durch ihre dominanten Pauken begeistert - tolle Aufnahme.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Albus

Profi

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

21

Mittwoch, 18. Juli 2007, 13:34

Tag,

anderweitig angeregt, hörte ich nach Jahrzehnten wieder die Schallplatte der Telefunken, SMT 1201, Joseph Keilberth dirigiert das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, Beethoven 5. und 8. Sinfonie, Technik in Royal Sound Stereo, Aufnahmejahr unbekannt, vermutlich vor 1958. Die Aufnahme versetzt den Hörer in die Perspektivität des Dirigenten, keine Halligkeit, klare Instrumentenfarben, der Fellton der Pauke ist vernehmlich.

Ich höre nun wie folgt: Joseph Keilberth stellt in dieser Produktion die Deutung der 8. Sinfonie gegen die Tradition (der Heiterkeit, des Humors, der Bejahung des Lebens), und zwar unmißverständlich erklingt das Werk als eine Aggressionsstudie. Das Finale, Allegro Vivace, wird einem Presto angenähert. Der Zug zur durch- und eindringenden Form hebt mit dem ersten Takt an, lässt nie nach. Der übliche Muff ist weggeblasen.

Freundlich
Albus

Nachsatz: Auch die 5. Sinfonie dieser Produktion ist anders als überkommen oder auch derzeit gewohnt (weder überlaufendes Pathos, noch gedankenblasse Lakonik). Das Anfangsmotiv ist die Gestalt, hinter dem sich dann Etwas zeigt, aber nicht ins Feiernde aufsteigt.
A.

Stabia

Profi

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Registrierungsdatum: 19. Mai 2007

22

Mittwoch, 18. Juli 2007, 20:11

Beethoven Op.93, Sinf. Nr.8

Mein Favorit ist Gardiner, allerdings ist jeder mein Favorit, wenn ich die Symphonie länger nicht gehört habe und dann Wow sage, wegen Rhythmus, Melodie, Kompaktheit, Beethoven hat sich entschieden, keine Einleitung zu komponieren, er kommt gleich zur Sache.

Die Symphonie kommt mir auch heiter vor, aber irgendwie doch nicht. So, als schriebe sich einer den Frust von der Seele, nach dem Motto, ich lasse mich nicht nach unten drücken.

Die Biographie der Entstehungszeit ist entsprechend:
aus Teplitz kommend, wo der Brief "an die unsterbliche Geliebte" geschrieben wurde, (d.h., da muß etwas Fundamentales passiert sein, höchstes Glück und tiefste Enttäuschung), dann nach Linz, um vergeblich den Bruder von der Hochzeit mit einer von Beethoven abgelehnten Frau zu verhindern. Dort ist die Symphonie dann fertiggestellt worden.

Das gleiche kann man um die Zeit des Heiligenstädter Testamentes beobachten, in der Zeit davor wurde die 2. Symphonie geschrieben.

Heute würde man solches Verhalten als professionell bezeichnen, aber bei einem Sensibelchen, und als ein solches faßt man einen kreativen Künstler auf, ist das schon nicht selbstverständlich.

Das muß man natürlich beim Hören dieses Werkes nicht berücksichtigen, aber vielleicht doch---

Gruß aus Bonn :hello:
Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu

embe

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Beiträge: 344

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23

Montag, 23. Juli 2007, 15:04

Hallo,
mir gefällt die 8. ausnehmend gut.
Voller Mitpfeifmelodien, ein recht unbeschwertes Stück wie ich finde.

Schon in meiner Jugend gefiel mir das Werk, damals LP mit Karajan und dem London Philharmonic O. Die 1. Stereoaufnahme vom Herbert einer Beethoven Sym. 8)

Zur Zeit macht Gielen das Rennen im heimischen Player.
Alles schön durchsichtig und völlig schwerelos.
In deutscher Orchesteraufstellung natürlich. :jubel:


Gruß
embe

Gerald

Fortgeschrittener

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Registrierungsdatum: 6. Juli 2007

24

Montag, 23. Juli 2007, 19:48

Die 8. Sinfonie von Beethoven? Naja, bisher war sie mir kein besonderes Anliegen. Zugegeben, sie ist ein sehr schönes Stück Musik. Ich kenne sie aber noch viel zu wenig, um mir ein wirkliches Urteil erlauben zu können (bisher waren mir die 3., 5., 7., 9., sprich die "Klassiker der Klassiker" wichtiger).
Bis jetzt kenne ich vor allem dieAufnahme mit Karajan und den Berlinern von 1963. Meine Mutter hat diese CD-Box schon ewig im Regal stehen - sehr schön gemacht auf alle Fälle:

"Das Höchste in der Kunst - vor Gott besagt's nicht viel.
Hat doch die Welt zuletzt nur ein moralisch Ziel."
(Hans Pfitzner)

Joseph II.

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25

Donnerstag, 24. Januar 2008, 16:13

Karajan 1984

Ich favorisiere folgende Aufnahme:



Die 8. Sinfonie ist eine der unterschätztesten. Ich persönlich höre sie sehr gerne.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Khampan

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Donnerstag, 24. Januar 2008, 16:44

RE: Karajan 1984

Zitat

Original von Felipe II.
Ich favorisiere folgende Aufnahme:



...und ich war heilfroh, als ich sie losgeworden bin.
Was einem an dieser lethargischen Aufnahme gefallen kann, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Die zweite Berliner Aufnahme (70er Jahre) fand ich dagegen gut.

Khampan

Joseph II.

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Donnerstag, 24. Januar 2008, 17:24

RE: Karajan 1984

Die 8. aus dem 70er-Zyklus ist mir leider nicht bekannt.
Allerdings halte ich die vehemente Kritik an der 80er-Aufnahme für überzogen. Experimente wird man bei Karajan ja auch wohl kaum erwarten, dafür sind die sog. HIP-Spezialisten zuständig. Aber das weiß man als Käufer ja eigtl. vorher. Die Aufnahme ist grundsolide und sicherlich als Einstieg kein Fehlkauf.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Khampan

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Donnerstag, 24. Januar 2008, 17:42

RE: Karajan 1984

Zitat

Original von Felipe II.
Experimente wird man bei Karajan ja auch wohl kaum erwarten


...das dachte ich auch, als ich, die vorhergehende Aufnahme kennend und schätzend, mir diese CD gekauft habe. Sorry, aber der Unterschied ist wirklich krass. Nicht mal die Fidelio-Ouvertüre konnte ich ertragen, es war der Kauf den bisher am allermeisten bereut habe.

Für dich insofern positiv, als dir mit der 70er Aufnahme eine Überraschung bevorstehen dürfte.

Khampan

georgius1988

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Donnerstag, 24. Januar 2008, 18:07

Zu Karajan: Ich besitze die 1962er Aufnahme und muss sagen, dass sie vieles mitbringt was ich mir von einer Achten wünsche: Üppiger Streicherklang, schnelle Tempi, ein rasantes Finale.

Trotzdem favorisiere ich diese Aufnahme:



Wie Abbado hier durch die Partitur fegt ist eine Freude!
Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

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Donnerstag, 24. Januar 2008, 18:10

Das Mantra lautet:

Scherchen, Scherchen, Scherchen!

(und jetzt noch mal alle zusammen!)

Dann irgendwann mal Leibowitz, Gielen und Harnoncourt. Die Kapellmeister und Pultstars sind alle zu lahm oder langweilig hier. Entweder gar kein Sinn für Humor oder eben nur lustig-hausbacken ohne Doppelbödigkeit.

:hello:

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)