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teleton

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Beiträge: 5 347

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

1

Sonntag, 7. Oktober 2018, 12:52

TSCHAIKOWSKY Peter - Die Sinfonischen Dichtungen

Seit dem wir in diesem Spätsommer 2018 zuerst den "Vater der Sinfonischen Dichtung" Franz Liszt bei Tamino beleuchtet haben, folgten Beiträge dieser Gattung über den geistigen Erbe César Franck, dann Ottorino Respighi, Smetana mit senem Zyklus Mein Vaterland (von Smatana gibt es weitere beachtenswerte Sinf.Dichtungen)
:!: ... in Kürze sollten diesbezüglich auch Dvorak, Mussorgsky, Rimsky-Korsakoff, Saint-Saens, Sibelius, R.Strauss, Rachmaninoff, Reger, Strawinsky mit ihren Tondichungen beleuchtet werden.
Schaut man in den britischen Raum, so gibt davon auch noch eine Unmenge (... Arnold Bax); aber selbst in der Moderne gibt es fabelhafte Beispiele dieser Gattung z.Bsp. von Jewgenij Swetlanow (als Komponist) !

Josef hatte 2010 den Thread Tschaikowsky - Orchesterwerke - Was sind Eure Empfehlungen ? ins Leben gerufen. Dieser schöne Thread entwickelte sich aber dann schwerpunktmässig zu den Sinfonien, statt die Sinfonischen Dichtungen zu beleuchten.


Ich möchte mit dieser ausgezeichneten Dorati-Doppel-CD beginnen, die alle Sinfonischen Dichtungen von Tschaikowsky in massstabsetzenden Int im ausgezeichnetern Luxus-Decca-Sound beinhaltet:



Disk 1:
1. Capriccio italien, op.45
2. Hamlet, op.67- Fantasie Ouvertüre nach Shakespeare
3. The Voyevoda (Der Wojewode), op.78
4. Fatum, op.77
5. 1812 Ouvertüre, op.49

Disk 2:
1. Romeo und Julia - Fantasie Ouvertüre nach Shakespeare
2. The Tempest Der Sturm), op.18: Sinfonische Fantasie nach Shakespeare
3. Francesca da Rimini, op.32 - Sinfonische Fantasie nach Dante
4. Marche slave, op.31

Detroid SO, Washington SO, Dorati
Decca, 1974-1978, ADD


:thumbup: Von der Interpretation mit russischem Temprament und Sidehitze ausgestattet, sollte auch diese Doppel-CD unter Swetlanow in bei keinem Tschaikosky-Fan fehlen:


Warner, 1992, ADD oder DDD ?

Keine Frage, das auch die Manfred-Sinfonie op.58 als grosse Sinfonische Dichtung dazu gehört.
Für meine Geschmack nur in den beiden Swetlanow-Aufnahmen (Melodiya, 1967, ADD) =mit Orgel in Finalsatz
oder
Swetlanow (Warner, 1992, LIVE aus Tokyo) = in der Fassung ohne Orgel im Finalsatz
... alle anderen Aufnahmen sind für mich im Vergleich nur noch "kalter Kaffee" !

Diese CD haben wir im anderen Tschaikowsky-Orchesterwerke-CD (Link oben) schon beleuchtet und abgebildet.

:!: Wer alle Sinfonische Dichtungen von Tschaikowsky mit Swetlanow sucht, der muss eine ganze Reihe von Einzel-CD´s (zum Teil mit den Sinfonien) kaufen; selbst die Melodiya-GA beinhaltet nicht Sinf.Dichtungen, die Swetlanow alle eingespielt hat.
Ich habe noch aus der LP-Ära des vorigen Jhd eine Swetlanow-Doppel-LP (Melodiya/Eurodisc) auf der (alle) auch Hamet und Der Sturm enthalten sind ...


:hello: Wer zum thematischen Inhalt dieser Sinf.Dichtungen etwas beisteueren möchte ... nur zu !
;) Ich finde: Die Texthefte der CD´s geben dazu aufschlussreiche Infos.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Joseph II.

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Beiträge: 11 893

Registrierungsdatum: 29. März 2005

2

Sonntag, 7. Oktober 2018, 19:33

Danke auch für diesen Thread!

Im Falle Tschaikowskis erklingen im Konzertsaal von den Tondichtungen nach meinem Eindruck am häufigsten "Romeo und Julia", "Francesca da Rimini" und die Ouvertüre "1812". Die "Manfred-Symphonie" dürfte knapp dahinter liegen. Die übrigen seiner Symphonischen Dichtungen hört man vergleichsweise selten. "Hamlet" und "Der Sturm" meine ich schon in Konzertprogrammen gesehen zu haben, aber "Der Wojewode" und "Fatum"?



Mein persönlicher Favorit ist "Romeo und Julia", wovon ich wohl auch die meisten Aufnahmen besitze. An eine wirklich misslungene könnte ich mich aus dem Stegreif gar nicht entsinnen. Welche mir sofort in den Sinn kommt, ist jene von Celibidache mit den Münchner Philharmonikern, die mit 28 Minuten alle Rekorde sprengt. Komischerweise funktioniert das aber sehr gut. Den alle Hoffnungen zerstörenden Schluss hört man selten so bewegend und desillusionierend. Durch die langsamen Tempi wird ein wahnsinniger Spannungsbogen erzielt.





Sehr gut sind auch Bernstein mit dem New York Philharmonic und Solti mit dem Chicago Symphony Orchestra. Bei den genuin russischen Aufnahmen würde ich die Einspielungen von Swetlanow und Gergiev hervorheben.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 19 209

Registrierungsdatum: 9. August 2004

3

Samstag, 20. Oktober 2018, 17:55


Es ist immer eine persönliche Demütigung für mich, wenn ein Thread gestartet wird und ich nicht über die entsprechenden Aufnahmen verfüge mich daran beteiligen zu können. Was in diesem Fall (beinahe) der Fall war. Ich war in meiner Jugend, wo der Kern meiner Sammlung entstand, kein großer Tschaikowsy Freund (vom "Capriccio iItalien" mal abgesehen und so ist meine Tschaikowsky Sammlung einigermaßen überschaubar.
Deshalb habe ich auch nur eine einzige sinfonische Dichtung in meiner Sammlung (ich war sehr überrascht, als ich merkte wie wenige CD von Tscghaikowsky ich besitze) und zwar "Francesca di Rimini"
Ich habe es mehrmals schon in den entsprechenden Threads geschrieben, daß ich nicht in der Lage bin, "musikalische Portraits" zu deuten.
Also habe ich nur die Musik auf mich wirken lassen quasi als "absolute Musik"
Ich muß sagen ich war beeindruckt. Die ungeheure Dynamik ist beinahe schon unheimlich. Ich glaubte eigentlich an eine Analogaufnahme, da sie Aufnahme live von 1982 stammt, aber zumindest trägt die CD das Zeichen DDD
Es spielen die Leningrader Philharmoniker unter Ewgeny Mravinsky. Allerdings handelt es sich nicht um die alte Melodia-Aufnahme sondern eine
von Elatus (vermutlich eine Wiederauflage einer Erato Aufnahme - heute leigen die Rechte bei Warner - Daie Aufnahme ist aber bereits gestrichen)

Auch wenn ich die Musik nicht so hören kann daß ich die "Geschichte" oder "Person" heraushören und zuordnen kann, interessiert mich doch der Inhalt, bzw die Person. Dass die zugrundeliegende Geschichte von Dante ist war mir klar,auch der Inhalt ist in wenigen Sätzen erzählt. Dan aber drängte sich mit die Frage auf, ob Dantes Erzählung (ein Teil der göttlichen Komödie) hier historische Hintergründe aufweist, oder ob es sich um eine reine Dichtung handelt. Ich habe hier bei WIKIPEDIA nachgeschlagen und -Ehre wem Ehre gebührt - man hat sich hier selbst übertroffen.
Deshalb verlinke ich - was ich sonst nur selten tue - auf den entsprechenden Artikel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Francesca_da_Rimini

mit freundlichen Grüßen aus Wien

Alfred
Alfred

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teleton

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Beiträge: 5 347

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

4

Samstag, 20. Oktober 2018, 19:21

RE: Francesca da Rimini mit Mrawinsky

Also habe ich nur die Musik auf mich wirken lassen quasi als "absolute Musik"
Ich muß sagen ich war beeindruckt. Die ungeheure Dynamik ist beinahe schon unheimlich. Ich glaubte eigentlich an eine Analogaufnahme, da sie Aufnahme live von 1982 stammt, aber zumindest trägt die CD das Zeichen DDD

Hallo Alfred,

dann hast Du mit dieser genialen Mrawinsky-Aufnahme von Francesca da Rimini gleich die Aufnahme mit der höchsten Intensität zur Verfügung, die in ihrem Ausdrucksgehalt dem Wahnssinn gleich kommt ... und wurdest damit gleich ins kalte Wasser geworfen.
:angel: Ja ... das beeindruckt. Da gibt es nur noch die zwei Swetlanow-Aufnahmen, die diese unbegreifliche Ausdruckskraft erreichen .. fast alle anderen Aufnahmen würde ich als konservativen Abklatsch bezeichnen.

Es ist völlig i.O., wenn man sich mit der Thematik beschäftigt und dann diese Musik als absolute Musik hört.

Deine abgebildete CD ist die Erato-Aufnahme von 11/1982, die sich auch in meiner Mrawinsky-ERATO-12CD-Box befindet.
Auch die Sinfonie Nr.6 gehört zu den grossen beeindruckenden Aufnahmen auf deiner ELATUS-CD und übertrifft auch klar die hochgelobte von Mrawinsky, die er mit der Leningrader PH in Wien bei DG - 1960 aufgenommen hat (DG-Doppel-CD mit den Sinfonien Nr.4 - 6, 1960).
Gruß aus Bonn, Wolfgang