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Sonntag, 15. April 2018, 12:08

Zoll, Steuern und Gaben, man weigre sich nicht, der schuldigen Pflicht! (Neuer Amazon Steuerspartrick?)

Zoll, Steuern und Gaben, man weigre sich nicht, der schuldigen Pflicht! (aus BWV 163)

Auf amazon.de wird mir ein Produkt versandkostenfrei und sogar mit prime-Versand angeboten. Der Verkäufer ist allerdings nicht amazon selbst. Der Käufer stimmt ausdrücklich den "AGBs und Zollbestimmungen" zu. Dort ist zu lesen: "Die Ware wird vom Verkäufer unverzollt und unversteuert frei Haus geliefert (Versandbedingung: delivered dutty unpaid, DDU). Die Einfuhrverzollung der Ware obliegt deshalb mir als Abnehmer (Kunden)."

Soetwas ist mir vorher noch nie bewusst untergekommen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll und ob ich das richtig verstehe. Wie kann das sein, dass ich über eine "deutsche" Internetseite etwas bestelle, der Verkäufer offenbar in der EU (GB) ansässig ist und ich trotzdem zusätzlich Zoll und Steuern abführen soll?

Hattet Ihr Euch schonmal auf einen derartigen Kuhhandel eingelassen?

https://www.amazon.de/sp?_encoding=UTF8&…ab=&vasStoreID=

https://www.amazon.de/gp/product/B06XFWP…5YA56ZMIX&psc=1

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

2

Sonntag, 15. April 2018, 12:18

Soetwas ist mir vorher noch nie bewusst untergekommen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll und ob ich das richtig verstehe. Wie kann das sein, dass ich über eine "deutsche" Internetseite etwas bestelle, der Verkäufer offenbar in der EU (GB) ansässig ist und ich trotzdem zusätzlich Zoll und Steuern abführen soll?
Vielleicht, lieber Johannes, ist diese Verwirrung eine Folge des Brexit? Die Firma ist ansässig in Birmingham UK! :D Da im Moment noch alles so weiter läuft wie bisher, glaube ich allerdings nicht, dass das irgend etwas zu bedeuten hat.

Schöne Grüße
Holger

3

Sonntag, 15. April 2018, 12:20

Ich seh´ mich halt schon mit einem Bein im Gefängnis, wenn ich das bestelle, geliefert bekomme und hinterher nicht beim Zoll deklariere...

Bertarido

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Beiträge: 2 929

Registrierungsdatum: 24. April 2014

4

Sonntag, 15. April 2018, 12:44

Der Versand erfolgt offensichtlich aus der Schweiz, also einem Nicht-EU-Land (s.u. Impressum und Info zum Verkäufer). Außerdem steht weiter oben im Text, dass man als Käufer den Verkäufer dazu ermächtigt, "die zur Einfuhrverzollung notwendige Zollanmeldung in meinem Namen und für meine Rechnung als direkter Stellvertreter (Artikel 5 Abs. 2 Unterabsatz 1, 1. Spiegelstrich Zollkodex ZK-) abzugeben". Es wird also wohl doch der Verkäufer eine Zollanmeldung durchführen.

Wenn man nur eine CD bestellt, sollte das ohnehin kein Problem sein, weil der Preis in der Regel den Freibetrag nicht überschreitet, für den gar keine Einfuhrabgaben erhoben werden.

Dr. Holger Kaletha

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

5

Sonntag, 15. April 2018, 13:46

Ich seh´ mich halt schon mit einem Bein im Gefängnis, wenn ich das bestelle, geliefert bekomme und hinterher nicht beim Zoll deklariere...
Da brauchst Du wirklich keine Angst zu haben! :D Unter 20 Euro ist aus der Schweiz kein Problem, nämlich zollfrei! Ich bestelle oft aus der Schweiz! Wenn aber die CD z.B. aus Japan kommt, muss der Absender eine Deklaration für den Zoll beilegen. Dann musst Du beim Postboten an der Tür gleich den Zoll bezahlen. Wenn der Absender das versäumt hat (das ist bei mir auch schon vorgekommen), bekommst Du eine Nachricht vom Zollamt, musst dann selbst zum Zollamt fahren mit der Rechnung und den Zollbetrag dort bezahlen. Wenn Du das erledigt hast, händigen sie Dir die CD aus! So ist in jedem Fall alles erledigt ohne Nachwirkungen! :) :hello:

Einen schönen Sonntag wünscht
Holger

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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Sonntag, 15. April 2018, 14:15

Der "Schlimmstfall" ist, dass man auf ein evtl. weiter entferntes Zollamt fahren muss und dort evtl. unter den kritischen Blicken der Zöllner das Paket öffnen, prüfen und Zoll bzw. meistens (zwischen ca. 20 und ca. 150 EUR, glaube ich, evtl. auch von der Art der Ware abhängig) "nur" die Einfuhrumsatzsteuer entrichten muss. Das kann, je nachdem wo man wohnt und wie weit das Amt weg ist, etliche Stunden kosten. Dass man als Kunde "aus Versehen" Zoll unterschlägt, ist bei solch einer Bestellung kaum möglich.
Die besseren/kundigeren Versender bringen eine Rechnung außen an, dann kann u.U. die Post den Zoll vorlegen und kassiert dann bei der Auslieferung.

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. April 2011

7

Sonntag, 15. April 2018, 20:39

Ich habe zwar bisher nur vereinzelt einmal eine DVD über einen der Amazon angeschlossenen Versender bestellt. Soweit ich mich bei diesen Fällen erinnere, waren diese jedesmal durch den Zoll gegangen und entsprechend gekennzeichnet.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

rolo betman

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  • »rolo betman« ist männlich

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Registrierungsdatum: 5. Mai 2006

8

Sonntag, 15. April 2018, 21:01

Der oben angesprochene 'Schlimmstfall' ist einmal für mich vor ein paar Wochen eingetreten, als ich Post vom Zollamt Hanau bekam und dorthin musste, um gut 6 Euro zu bezahlen. Waren aber nur 26 km einfache Fahrt.

Es gibt aber auch den 'Glücksfall', wie mir vorgestern passiert. Ich hatte in Japan eine Box für ziemlich genau 100 Euro bestellt, der Verkäufer hat aber auf der Zollerklärung außen nur 'Wert 13 Euro' geschrieben, und das Ding ging einwandfrei durch den Zoll (Zollaufkleber war drauf).

rolo
'Junge, ich habe es doch nur gut gemeint'
aus der Biographie des r.b. 'Mütter und andere Naturkatastrophen'

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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Registrierungsdatum: 12. August 2005

9

Sonntag, 15. April 2018, 22:05

Man kann theoretisch auch das Zollamt noch aus der Ferne abwickeln (Rechnung Faxen usw.). Habe ich mal eine Anleitung dazu gelesen, musste es aber selbst nie machen. Bei mir waren es zum Glück bei den zwei? Malen, da ich auf ein Zollamt musste, überschaubare ÖPNV-Fahrten (allerdings an zwei ganz unterschiedlichen Orten), wobei es hin und zurück und mit der Zeit auf dem Amt schon ein bißchen gedauert hat. Es ist eben ärgerlich, weil, zumal bei Beträgen, bei denen nur die EinfuhrUSt. fällig wird, leicht vermeidbar.

m-mueller

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Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

10

Sonntag, 15. April 2018, 23:15

wenn man darauf achtet, daß es aus einem EU-Land versandt wird, ist es unkritisch.

Auch die paar (wenige) male, bei denen ich eine CD aus den USA erhalten habe, waren kein Problem (unterhalb der Wertgrenze von 22 € incl. Versand wird gar nichts fällig, ab dann bis 150 € die Einfuhrumsatzsteuer, darüberhinaus dann auch Zoll.)

http://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Pos…ungen_node.html

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