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La Roche

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1

Sonntag, 4. Februar 2018, 10:27

Der Ring des Nibelungen 2018/19 in Chemnitz

Anbei einige Bilder der Chemnitzer Rheingold-Premiere vom 03.02.2018.

Glücklicherweise hatte ich die Intention, meine Karten zu verkaufen, als ich erfuhr, daß die Inszenierung von einer Bieito-Schülerin gemacht wird. Die Bilder reichen für mein Urteil, mehr ist unter der Website des Opernhauses Chemnitz zu sehen. Nicht geschenkt würde ich mir das antun, die Macher sollten sich schämen, Wagner und deutsches Kulturerbe so zu zerstören. Ich hätte gerne gewußt, wie Wagner reagiert hätte.

https://www.theater-chemnitz.de/fileadmi…7_Rheingold.jpg

https://www.theater-chemnitz.de/fileadmi…0_Rheingold.jpg

https://www.theater-chemnitz.de/fileadmi…1_Rheingold.jpg

https://www.theater-chemnitz.de/fileadmi…6_Rheingold.jpg


Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Gerhard Wischniewski

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2

Sonntag, 4. Februar 2018, 10:35

Lieber LaRoche,

dass das "Rheingold" sein soll, kann man doch nur einem Doofen erzählen. Nun sage mir nur noch einer, dass diese Bilder nicht reichlich genug aussagen, welch ein Unsinn dort verzapft wird. Die Bilder gehören eindeutig in das Thema "Sammelplatz...."

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Amfortas08

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3

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:06

Glücklicherweise hatte ich die Intention, meine Karten zu verkaufen, als ich erfuhr, daß die Inszenierung von einer Bieito-Schülerin gemacht wird. Die Bilder reichen für mein Urteil
Diese Feedback ist an Ausführlichkeit und Genauigkeit kaum zu übertreffen.
mehr ist unter der Website des Opernhauses Chemnitz zu sehen.
Danke für die Links !
Nicht geschenkt würde ich mir das antun,
Das ist doch okay.
die Macher sollten sich schämen
für was sollten sie sich denn schämen, wenn du die Wiedergabe nicht besucht hast ? Oder sollen die sich schämen, dass dir die Biilder nicht gefallen ?
Wagner und deutsches Kulturerbe so zu zerstören
Ach so. Es gibt weltweit keine Gelegenheit mehr eine Aufführung von Wagners Rheingold und auch weitere dt. Kutur, wie z.B. Gemälde C. D. Friedrichs, Bücher Thomas Manns oder Gedichte Peter Huchels sich reinzuziehn. Das ist natürlich eine ästhetische Katastrophe höchsten Ausmaßes.
Ich hätte gerne gewußt, wie Wagner reagiert hätte.
Um das nachzuchecken, ist eine lange Reise erforderlich.
dass das "Rheingold" sein soll, kann man doch nur einem Doofen erzählen.
Also ist der Teil des Premierenpublikums, der vermutlich diese Aufführung als Rheingold identifizierte, komplett doof.
Na dann bedarf dieser aber schleunigst der Belehrung eines Gerhard Wischniewskis !
un sage mir nur noch einer, dass diese Bilder nicht reichlich genug aussagen, welch ein Unsinn dort verzapft wird.
Da du behauptest, die Bilder würden über die Aufführung genug aussagen, hast du diese Vorstellung sicherlich besucht. Dann wirst du uns Uninformierte (welche sich nicht Chemnitz-Rheingold reingezogen haben) das doch viel ausführlicher und genauer erklären können, wieso die Bilder reichlich genug aussagen. Erneut sehr gespannt auf deine instruktiven Erläuterungen
Die Bilder gehören eindeutig in das Thema "Sammelplatz...."
Nur zu !
Bist du dir doch – vermutlich - als wackerer Kämpfer gegen Verunstaltungstheater schuldig.

Bertarido

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4

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:27

Ich finde interessant, was ich aus diversen Bildern, Filmschnipseln und Rezensionen über dieses "Rheingold" in Erfahrung gebracht habe. Wäre Chemnitz nicht so weit, dann würde ich es mir anschauen.

Übrigens werden die vier Teile des Chemnitzer Rings von vier verschiedene Regisseurinnen inszeniert. Es besteht also noch Hoffnung, dass das deutsche Kulturerbe gerettet wird. :hahahaha:

La Roche

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5

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:35

Bitte kann mir mal einer erklären, wie ich die Ignorierfunktion einschalten kann? Es gibt hier Leute, deren Beiträge ich nicht zu sehen wünsche. Aber ich bin nicht nur für das Chemnitzer Rheingold zu doof, sondern auch für diese Art der Einstellung.

La Roche
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MSchenk

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6

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:43

Bitte kann mir mal einer erklären, wie ich die Ignorierfunktion einschalten kann?

'Profil bearbeiten' (ganz oben) -> 'Verwaltung' -> 'Ignorierte Benutzer'
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

La Roche

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7

Sonntag, 4. Februar 2018, 14:25

Ich danke Dir.

Herzlichst La Roche
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Joseph II.

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8

Sonntag, 4. Februar 2018, 14:38

Die Bilder verheißen den mittlerweile allerorten üblichen Einheitsbrei. Ich bin noch gezeichnet vom "Ring" am Theater an der Wien, der ganz ähnlich daherkam. Hat mir die Lust auf Wagner live in der nächsten Zeit ziemlich genommen. Dann lieber eine alte Aufnahme auflegen und sich den zu erwartenden Ärger ersparen.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Amfortas08

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9

Sonntag, 4. Februar 2018, 15:08

Wäre Chemnitz nicht so weit, dann würde ich es mir anschauen.
Dito. Selbst eine "konservative" Umsetzung - mit inzwischen nostalgisch anmutenden "Einheitsbrei" - wie z.B. weiland in NYC (Schenk) würd ich mir reinziehn...
Übrigens werden die vier Teile des Chemnitzer Rings von vier verschiedene Regisseurinnen inszeniert..Es besteht also noch Hoffnung, dass das deutsche Kulturerbe gerettet wird. :hahahaha:
Und wer weiß. Möglicherweise wird ausgerechnet dann im Laufe das Chemnitz-Rings endlich die heißersehnte Wende gegen RT & Co eingeleitet..

Caruso41

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10

Sonntag, 4. Februar 2018, 15:40

Ein Rheingold mit Krisztián Cser, Benjamin Bruns, Jukka Rasilainen und so weiter wäre eigentlich ein Grund, nach Chemnitz zu fahren. Und dann noch der hochbegabte Guillermo García Calvo am Pult. Bedenken will ich‘s. Wer weiß, was ich tu?

Aber warum wir das Thema im Kapitel <Traditionelle Operninszenierungen> platziert? Ich sehe auf den Bildern nichts, was mir besonders traditionell anmutet.

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Amfortas08

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11

Sonntag, 4. Februar 2018, 17:02

Aber warum wir das Thema im Kapitel platziert? Ich sehe auf den Bildern nichts, was mir besonders traditionell anmutet.
Viellleicht, weil das, was La Roche als RT identifiziert, er selbst inzwischen als traditionell erfährt bzw. bestimmt ?
RT würde im Laufe seiner Geschichte zur Operntradition.
Wenn das tatsächlicher der Fall ist, sollten eventuell eine ganz Reihe Feedbacks aus "Gestern in der Oper" nach "traditionelle Operninszenierungen" verschoben werden.
Unter dieser Veraussetzung wären traditionelle Operninzsenierungen tatsächlich im Vormarsch.

Caruso41

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12

Sonntag, 4. Februar 2018, 17:41

.....Vielleicht, weil das, was La Roche als RT identifiziert, er selbst inzwischen als traditionell erfährt bzw. bestimmt ?
RT würde im Laufe seiner Geschichte zur Operntradition.
Wenn das tatsächlich der Fall ist, sollten eventuell eine ganz Reihe Feedbacks aus "Gestern in der Oper" nach "traditionelle Operninszenierungen" verschoben werden.


Lieber Amfortas08

S C H L Ü S S I G E ANALYSE!
!!!!Großartiger Vorschlag!!!!

:jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

Begeisterte Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

rodolfo39

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13

Donnerstag, 8. Februar 2018, 11:44

Grade gefunden eine sehr positive Kritk über das Rheingold in Chemnitz .

http://www.fr.de/kultur/theater/der-ring…-gott-a-1442525

Aber das ist wahrscheinlich nur Hofberichterstattung und der Kritikerin hat eh keine Ahnung

Caruso41

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14

Donnerstag, 8. Februar 2018, 12:25

Grade gefunden eine sehr positive Kritk über das Rheingold in Chemnitz .

http://www.fr.de/kultur/theater/der-ring…-gott-a-1442525

Aber das ist wahrscheinlich nur Hofberichterstattung und der Kritikerin hat eh keine Ahnung


Lieber Rodolfo,

Hab Dank für die Info!

Gefreut hat mich natürlich die ausdrücklich positive Beurteilung von Krisztián Cser als Wotan.
Den hatte ich ja im Thread NEUE STIMMEN vor einem halben Jahr vorgestellt, weil LaRoche mit dem Namen nichts anfangen konnte und ich Ihn ermutigen wollte, trotzdem nach Chemnitz zu fahren, weil er dort sehr wahrscheinlich eine herausragenden Wotan hören würde.
Aber ein paar Bilder haben ihn abgeschreckt. Kann man nichts machen! Traurig finde ich es aber schon!

Caruso41
;) - ;) - ;)

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La Roche

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15

Donnerstag, 8. Februar 2018, 15:12

Kann man nichts machen!
Ja, lieber Caruso41, da kann man leider nichts machen, aber Prinzip ist Prinzip. Und vom Rheingold habe ich meine Vorstellung (Steilvorlage für amfortas!), und die sieht anders aus.

Kleine Empfehlung meinerseits noch. Die Website der Oper Chemnitz hat einige Kritiken zum Rheingold eingestellt. Gegensätzlicher können manche davon eigentlich nicht sein. Eine Kritik berichtet z.B. von 10-minütigem Jubel und kaum Buhrufen. Das war eine Chemnitzer Zeitung. Einen andere Kritik spricht von einem Buhorkan mit wenigen Bravos.

Einige der Kritiken werden nur in Ausschnitten gedruckt, natürlich nur die positiven Stellen, und die betreffen erfreulicherweise die musikalische Seite, Orchester und Solisten.

Bekannte von mir, die in der Premiere waren reden ebenfalls von großartigen Sängerleistungen, aber sprechen gleichzeitig von einem enttäuschten Publikum, welche die Enttäuschung lautstark am Regieteam abreagierte. Ich werde auch in keine der folgenden Vorstellungen gehen.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


musikwanderer

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16

Donnerstag, 8. Februar 2018, 16:59

Zitat von einem nicht gerade unbedeutenden Künstler, Meister der Musik und der Sprache:

Unter dem Publikum kann ich nie die Einzelnen verstehen, die vom abstrakten Kunstverständnisse aus sich mit Erscheinungen befreunden, die auf der Bühne nicht verwirklicht werden. Unter dem Publikum verstehe ich nur die Gesammtheit der Zuschauer, denen ohne spezifisch gebildeten Kunstverstand das vorgeführte Drama zum vollständigen, gänzlich mühelosen Gefühlsverständniß kommen soll, die in ihrer Theilnahme daher nie auf die Verwendung der Kunstmittel, sondern einzig auf den durch sie verwirklichten Gegenstand der Kunst, das Drama, als vorgeführte allverständlichte Handlung, gelenkt werden sollen. Das Publikum, das demnach ohne alle Kunstverstandesanstrengung genießen soll, wird in seinen Ansprüchen durchaus beeinträchtigt, wenn die Darstellung - aus den angegebenen Gründen - die dramatische Absicht nicht verwirklicht, und es ist vollkommen in seinem Rechte, wenn es einer solchen Darstellung den Rücken wendet. Dem Kunstverständigen dagegen, der die unverwirklichte dramatische Absicht aus dem Textbuche und aus der kritischen Deutung der Musik - wie sie ihm von unseren Orchestern gewöhnlich gut ausgeführt zu Ohren kommt - sich, der Darstellung zum Trotze, als verwirklicht zu denken bemüht, ist eine geistige Anstrengung zugemuthet, die ihm allen Genuß des Kunstwerkes rauben, und Das zur abspannenden Arbeit machen muß, was ihn unwillkürlich erfreuen und erheben sollte.
[Richard Wagner: Oper und Drama, 1851]
:hello:
.

MUSIKWANDERER

Gerhard Wischniewski

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17

Donnerstag, 8. Februar 2018, 17:35

Lieber LaRoche,

den Eindruck habe ich schon lange, dass viele Kritiken entweder gesteuert sind, also alles gestrichen wird, was negativ sein könnte. Es kommt auch immer darauf an, wie sehr der Kritiker zeitgeistbesessen ist oder einfach nicht den Mut hat, auch einmal gegen den Zeitgeist zu schwimmen. Aber man kennt ja seine "Pappenheimer" und kann auch aus dem überschwenglichsten Lob oft herauslesen, dass man sich eine solche Inszenierung niemals antun würde.
Andererseits haben auch andere Einwirkungen Einfluss auf das was geschrieben wird. Dazu fällt mit die Geschichte von der Sängerin ein, die mit dem Redakteur der Zeitung befreundet war. Der Kritiker hatte vom Redakteur den Auftrag, gerade diese besonders zuloben. Er schrieb dann: "Die Rolle sang Fräulein XY. Ich muss sie loben."

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
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Dr. Holger Kaletha

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18

Donnerstag, 8. Februar 2018, 23:09

Zitat von einem nicht gerade unbedeutenden Künstler, Meister der Musik und der Sprache:

Unter dem Publikum kann ich nie die Einzelnen verstehen, die vom abstrakten Kunstverständnisse aus sich mit Erscheinungen befreunden, die auf der Bühne nicht verwirklicht werden. Unter dem Publikum verstehe ich nur die Gesammtheit der Zuschauer, denen ohne spezifisch gebildeten Kunstverstand das vorgeführte Drama zum vollständigen, gänzlich mühelosen Gefühlsverständniß kommen soll, die in ihrer Theilnahme daher nie auf die Verwendung der Kunstmittel, sondern einzig auf den durch sie verwirklichten Gegenstand der Kunst, das Drama, als vorgeführte allverständlichte Handlung, gelenkt werden sollen. Das Publikum, das demnach ohne alle Kunstverstandesanstrengung genießen soll, wird in seinen Ansprüchen durchaus beeinträchtigt, wenn die Darstellung - aus den angegebenen Gründen - die dramatische Absicht nicht verwirklicht, und es ist vollkommen in seinem Rechte, wenn es einer solchen Darstellung den Rücken wendet. Dem Kunstverständigen dagegen, der die unverwirklichte dramatische Absicht aus dem Textbuche und aus der kritischen Deutung der Musik - wie sie ihm von unseren Orchestern gewöhnlich gut ausgeführt zu Ohren kommt - sich, der Darstellung zum Trotze, als verwirklicht zu denken bemüht, ist eine geistige Anstrengung zugemuthet, die ihm allen Genuß des Kunstwerkes rauben, und Das zur abspannenden Arbeit machen muß, was ihn unwillkürlich erfreuen und erheben sollte.
[Richard Wagner: Oper und Drama, 1851]
:hello:
Das ist sehr schön, "Oper und Drama" zu zitieren, nur muss man Wagner auch verstehen können, was ich bei den Beteiligten hier allerdings stark bezweifle. :untertauch:

Mme. Cortese

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19

Donnerstag, 8. Februar 2018, 23:16

Na, du wirst es uns sicherlich umgehend erklären!
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Dr. Holger Kaletha

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20

Freitag, 9. Februar 2018, 06:53

Na, du wirst es uns sicherlich umgehend erklären!
Wenn man wirklich verstehen kann, was da bei Wagner steht, dann erkennt man, dass auch nicht das Allergeringste gegen eine solche Art der Inszenierung spricht.

Ich war ja kürzlich wieder bei einer Veranstaltung des hiesigen Wagner-Vereins. Da hieß es: Es gibt die Zeit vor und nach Chereau und kein Weg zurück. Sehr begrüsst wird u.a., wenn Bieito einmal in Bayreuth inszeniert. Zum Levine-Ring von Otto Schenk wurde bemerkt, dass dies die reinste Peinlichkeit sei. Das wäre die Klischeevorstellung für Amerikaner, wie sie sich Deutsche und deutsche Germanen vorstellen sollen: im Bärenfell ständig Bier saufend und an rustikalen Holztischen sitzend. Im Unterschied zu einer bestimmten Tamino-Fraktion ist also in Kreisen der Wagnerianer die Moderne durchaus angekommen und die Entwicklung wird auch so akzeptiert wie sie ist. :D :D :D Ich werde gleich mal Jemanden aus der Gesellschaft anmailen, ob jemand nach Chemnitz fährt. Nach Düsseldorf sind Touren organisiert, bei der nächsten im März kann ich leider nicht, aber bei der darauf folgenden komme ich mit, habe ich schon angekündigt. :D

Schöne Grüße
Holger

Rheingold1876

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21

Freitag, 9. Februar 2018, 07:38

Ich war ja kürzlich wieder bei einer Veranstaltung des hiesigen Wagner-Vereins. Da hieß es: Es gibt die Zeit vor und nach Chereau und kein Weg zurück. Sehr begrüsst wird u.a., wenn Bieito einmal in Bayreuth inszeniert. Zum Levine-Ring von Otto Schenk wurde bemerkt, dass dies die reinste Peinlichkeit sei. Das sei die Klischeevorstellung von Amerikanern, wie sie sich Deutsche und deutsche Germanen vorstellen: im Bärenfell ständig Bier saufend und an rustikalen Holztischen sitzend.


Lieber Holger, es freut mich, dass ihr so einen flotten Wagner-Verein habt. :) Da kenne ich auch ganz andere Beispiele. Wie nun die Vereinsmitglieder den Gegensatz zwischen Chereau und Schenk aufbauen und darstellen, das scheint mir genau so klischeehaft zu sein wie das Bärenfell. Hier wird nachgeredet, was in den meisten Feuilletons stand. Dem Urteil liegen in der Regel die DVDs und TV-Übertragungen zugrunde. Das ist nicht genug. Diese Sicht leugnet den langwierigen, quälenden und spannenden Prozess der Annäherung an Wagners "Ring", der schon 1876 in Bayreuth begann, der aus meiner Sicht viel mehr gewesen ist als nur "vor Chereau". Indessen ist die Beschäftigung mit dem "Ring" zu einer Art Event geworden - oder verkommen. Aus der Menge der Aufführungen sticht offenbar nur der heraus, der es besonders schrill macht. Dann eilen die überregionalen Feuilletons und die Operntouristen herbei. Und vielleicht auch die Wagner-Vereine. Mitunter kommt es mir so vor, als würde nur noch für jene Besucher inszeniert. Sind die wieder abgereist, bleiben die Stadttheater nicht selten auf Bergen von Müll und enormen Kosten sitzen. :( Die Karawane zieht weiter zum nächsten Highlight. Ich finden den "Ring" szenisch völlig ausgelutscht und möchte keinen mehr sehen. Ich höre ihn unterdessen lieber. Denn in den meisten Aufführungen, die ich mir angetan habe, wird auch noch mittelmäßig gesungen.

Ich erinnere mich genau an die Kulturdebatten nach dem 11. September 2001. Damals sagte ein bekannter Regisseur, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte, von nun an dürfe es keine Theaterarbeit mehr geben, die nicht Bezug nimmt auf dieses Ereignis. Das ist vergessen. Soll heißen: Ich halte nichts von absoluten Urteilen. Sie sind langweilig und engen ein, wo Freiheit zwingend notwendig ist. Und zu dieser Freiheit gehört für mich Schenk genau so wie Chereau, wobei ich persönlich den letzter sehr deutlich bevorzuge, den ich aber auch nur als Konserve kenne.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Alfred_Schmidt

Administrator

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22

Freitag, 9. Februar 2018, 13:53

Nein, meine Lieben ich werde mich hier nicht äussern.

Aber ich habe einen LESERBRIEF mitgebracht, den Ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Besuch der Rheingold-Premiere in Chemnitz war ich auf der Suche nach Kritiken und bin so auf Ihr Forum gestoßen. Ich bin beeindruckt von der gebotenen Vielfalt und werde sicher noch mit Gewinn in all dem herumstöbern.

Die Diskussion zur Rheingold-Inszenierung in Chemnitz erscheint mir bis jetzt aber zu einseitig negativ und zu sehr auf Informationen aus zweiter Hand statt auf eigenes Erleben gestützt. Die Chemnitzer Aufführung in die Nähe der tatsächlich unerfreulichen Entgleisungen des inzwischen wohl überwundenen „Regietheaters“ zu stellen, halte ich für absurd und so ein Urteil anhand einer Reihe von Fotos zu fällen für oberflächlich.
Da der MDR (Mitteldeutscher Rundfunk, das ist der Regionalsender, in dessen Sendegebiet Chemnitz liegt; man findet auf der Website des MDR auch eine Kritik von Dr. Dieter David Scholz) auf einem Handzettel im Programmheft um Meinungsäußerungen (auch zum Konzept „Der weibliche Blick auf den Ring“) gebeten hat, habe ich meine Eindrücke in einem Beitrag zusammengefasst und an den Sender geschickt.

Ich würde meine Meinung auch gern in Ihrem Forum veröffentlichen, kann aber dem für eine Anmeldung gesetzten Anspruch, regelmäßig substanzielle Beiträge zu liefern, nicht gerecht werden. Daher sende ich Ihnen meinen Beitrag in leicht geänderter Form auf diesem Wege zu. Falls Sie ihn als Bereicherung für die Diskussion zum Thema ansehen, finden Sie sicher einen Weg, ihn einzustellen.

>>Die in der Chemnitzer Rheingold-Aufführung gebotene musikalische Leistung wurde vom Premierenpublikum zu Recht mit großem Applaus bedacht. Regie/Bühnenbild/Kostüme fanden dagegen geteilte Aufnahme. Deswegen möchte ich einige Gedanken zu diesen Aspekten der Aufführung beitragen.

Ich hatte Gelegenheit das "Opernfrühstück" (eine sonntägliche Vormittagsveranstaltung der Oper Chemnitz) zu besuchen, bei dem die Regisseurin Verena Stoiber vorgestellt wurde. Mein Eindruck war, das sie ernsthaft an Wagners Werk interessiert und gut darüber informiert ist. Was dann auf der von Sophia Schneider gestalteten Bühne zu sehen sein würde, blieb natürlich bis auf Andeutungen offen und man hätte immernoch enttäuscht werden können.

Solche Befürchtungen verflogen aber schon mit der ersten Szene, die hier tatsächlich im Rhein und nicht darauf oder daneben spielt. Und so glänzt die gesamte Aufführung mit vielen guten Ideen zur bildlichen Umsetzung mit ganz konventionellen Mitteln - etwa, wie der Raub des Rheingoldes symbolisiert wird oder dass Thor einen Golfschläger als Hammer mit sich führt und man andererseits dem Votan im Businessanzug die Mühe erspart, an den entsprechenden Stellen seinen Vertragsspeer vorzeigen zu müssen und stattdessen auf die Signalwirkung des entsprechenden Leitmotivs vertraut - das funktioniert alles sehr stimmig und ohne Brüche.
Begrüßenswert auch die Zurückhaltung an anderer Stelle: Dass Fafner und Fasolt Riesen sind, weiß man. Das auf der Bühne so darzustellen kann schnell hölzern oder übertechnisiert wirken und die Sänger in ihren darstellerischen Möglichkeiten einschränken ohne dass dem ein echter Gewinn bei der Vermittlung des Stoffes gegenübersteht – kein Nachteil also, dass im Chemnitzer Rheingold darauf verzichtet wird.
Sehr angetan war ich auch vom Umgang mit dem Problem Tarnkappe/Verwandlungen: Der handelnde Akteur bleibt immer Alberich, der dem Betrachter nur eine jeweils andere Gestalt "vorspiegelt". Gute Lösungen sind in der Regel einfach.
Verglichen mit diesen Ideen empfand ich die Niebelheimkulisse als naheliegend, das aber im positiven Sinne, denn auch hier bleiben Handlung und Bühnenbild/Ausstattung kohärent. (Verbesserungswürdig wäre der akustische Eindruck des Schmiedens. Bei der Premiere klang es mehr nach Jingle Bells als nach Hammer und Amboss.) Auch die Konsum-/Kapitalismuskritik ist von Wagner im Rheingold angelegt: Alberich nutzt die Macht, die er mit dem Ring erlangt hat, ausschließlich zur Befriedigung niederer Bedürfnisse - verwandelt also einen reinen, auch ideell wertvollen Rohstoff in wertlosen materiellen Tand und das unter rücksichtslos frühkapitalistischen Bedingungen. Die Art und Weise, in der das in der Aufführung gezeigt wird, ist nachvollziehbar und ermöglicht eine elegante Darstellung der Auslösung Freyas.
Schließlich noch zur Figur des Votan: Ich sehe ihn in der Inszenierung nicht als Yuppie sondern, der Vorlage entsprechend, als jemanden, der sich seiner Verantwortung für die Seinen bewusst ist und dieser gerecht zu werden versucht. Walhalla ist eben kein Lustschloss sondern eine Burg, die Schutz nach außen bieten soll. (Das ist mit der Reminiszenz an die innerdeutsche Grenze nicht so glücklich ins Bild gesetzt.) Votan denkt dabei langfristig, kann mit seiner Macht umgehen und sucht und akzeptiert Beratung (Loge und Erda) - all das im krassen Gegensatz zu Alberich. Die bei aller Widersprüchlichkeit angemessen positive Darstellung Votans verbuche ich als weiteren Pluspunkt für die Regie.
Ich habe die zweieinhalb Stunden Rheingold wirklich genossen und kann mir nach wie vor nicht vorstellen, welche Erwartungen durch die Inszenierung so vollständig enttäuscht wurden, dass die vereinzelten Missfallensbekundungen am Ende dadurch zu rechtfertigen wären. Zu keinem Zeitpunkt kam bei mir das Gefühl auf, dass sich jemand auf Kosten des Autors und zum Nachteil des Werkes profiliert. Das Handeln jeder einzelnen Figur ist - typisch bei Wagner - plausibel und gut motiviert und die Regie bemüht sich erfolgreich, das zu zeigen - stellt sich also mit vielen guten Einfällen und solidem Handwerk (das auch hinsichtlich Bühnenbild/Kostüm) in den Dienst des Werkes.

Den "weiblichen Blick" auf den Ring halte ich als Konzept, umgesetzt in der Weise, dass ausschließlich Frauen Regie führen dürfen, für fragwürdig. Die Oper Chemnitz folgt damit einer Idee, die gerade modern und fast schon sakrosankt ist, obwohl derartiges mit umgekehrten Vorzeichen zu Recht kritisch gesehen würde.
Ein geschulter Intellekt, ein realistisches Selbstbild und nicht zuletzt der Respekt vor Bestehendem zeichnen eine reife Persönlichkeit – egal ob Mann oder Frau – aus, schärfen den Blick für das Wesentliche und schützen vor der Gefahr, die Vielfalt möglicher Deutungen eines komplexen Stoffes aus egoistischen Motiven oder weil ein vorgefasstes „Konzept“ solches nahelegt zu überdehnen. Die Regiearbeit von Verena Stoiber lässt diese Reife erkennen und war für meinen "männlichen Blick" sehr überzeugend. Daher meinen herzlichen Glückwunsch an sie und das Chemnitzer Ensemble zu einer hervorragenden Rheingold-Inszenierung.<<

Fazit: Chemnitz ist eine unterschätzte Stadt mit viel schöner Landschaft drumrum und Dresden in der Nähe. Der Weg aus Österreich ist nicht so arg weit und ein Besuch im Chemnitzer Opernhaus – am besten bei einer Wagner Oper – könnte ein lohnendes Primärziel sein.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Stoermer


WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Bertarido

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Freitag, 9. Februar 2018, 14:08

Lieber Alfred, vielen Dank für das Einstellen dieses Beitrags. Das gilt umso mehr, als die darin zum Ausdruck kommende Meinung sicherlich nicht der Deinigen entspricht.

Und Ihnen, lieber Herr Stoermer, Dank und Anerkennung für diese durchdachte und fundierte Besprechung, die sich auf angenehme Weise von anderen Beiträgen hier abhebt. Vielleicht überlegen Sie es sich ja doch noch mit einer Forenmitgliedschaft - so groß ist die Hürde gar nicht, und Alfred Schmidt ist gnädiger, als es manchmal den Anschein hat. :)

zweiterbass

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Freitag, 9. Februar 2018, 14:42

Die Chemnitzer Aufführung in die Nähe der tatsächlich unerfreulichen Entgleisungen des inzwischen wohl überwundenen „Regietheaters“ zu stellen, halte ich für absurd und so ein Urteil anhand einer Reihe von Fotos zu fällen für oberflächlich.


Hallo,

vielen Dank Herr Stoermer für diesen Satz. Ich setze zu oberflächlich auch noch sehr leichtfertig - ja geradezu gedankenlos - hinzu.

Viele Grüße an Sie Herr Stoermer
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

La Roche

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25

Freitag, 9. Februar 2018, 15:11

Herr Stoermer war - wie selbst angegeben - Teilnehmer des Opernfrühstücks. Ich war selbst 4x (natürlich zu anderen Stücken) zu diesem Chemnitzer Opernfrühstück und würde es als "Schulungsmaßnahme" dafür bezeichnen, das zu verstehen, was im Opernführer anders beschrieben ist als es später auf der Bühne zu erleben sein wird. Also die Sicht des Regisseurs auf eine Oper, die er auf die Bühne bringt.

Konwitschny hat in Leipzig sogar Kurse an der Volkshochschule durchführen lassen, damit man seine Ideen besser verstehen soll.

Chemnitz hat ganz, ganz ausgezeichnete Inszenierungen gebracht, z.B. den Ring in den 90-ern, Die schweigsame Frau, Arabella, Tristan, Bajazzo, Iris, Holländer, Salome, Elektra, Lohengrin.......
Ich habe mind 50 Aufführungen in den letzten 25 Jahren in Chemnitz erlebt, und war sehr oft sehr begeistert (siehe oben), zunehmend aber verärgert. Meine Ablehnung gegenüber den Mätzchen des Regietheaters hat meine Besuche deutlich weniger werden lassen. Und die Bilder, welche das Opernhaus leider erst nach der Premiere öffentlich gemacht hat, sind für mich RT, welches ich nicht sehen will. Die in vielen Rezensionen angesprochen Ablehnung der Regiearbeit beim Rheingold spricht dafür, daFrau Stoiber große Teile des Publikums nicht erreicht hat.

Musikalisch ist Chemnitz mehr als ein Provinztheater, nicht umsonst kann man im Parkhaus direkt unter dem Opernhaus PKW aus Leipzig, Dresden, Bayreuth, Hof uva. sehen. Das Chemnitzer Publikum rekrutiert sich nicht nur aus dem direkten Umkreis, sondern es kommt von weither. Wer Inszenierungen wie dieses Rheingold mag, sollte es sich ansehen. Wem die Bilder nicht zusagen, dem ist es selbst überlassen, die Freude über das musikalische Vergnügen durch den Ärger über die szenische Darstellung zu genießen oder abzulehnen. Ich habe mich leider für das letzter entscheiden müssen. Meine Enttäuschung wäre absehbar gewesen, und freiwillig muß das nicht sein.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


La Roche

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26

Freitag, 9. Februar 2018, 15:16

Ich setze zu oberflächlich auch noch sehr leichtfertig - ja geradezu gedankenlos - hinzu.
Lieber zweiterbass,

leider muß ich widersprechen. Ich weiß, was ich sehen will. Und ich weiß, was ich nicht sehen will. Was ist daran gedankenlos, wenn man sich etwas nicht ansieht, was man nicht sehen will? Ist das denn nur für einige ein Problem, wenn jemand anders denkt? Warum??

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


zweiterbass

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27

Freitag, 9. Februar 2018, 15:27

Hallo La Roche,

es ging darum, nur aus wenigen Bildern der Aufführung sich eine Meinung über die gesamte Aufführung glauben zu bilden zu können.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

9079wolfgang

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28

Freitag, 9. Februar 2018, 17:15

Zitat

Joseph II.:... Hat mir die Lust auf Wagner live in der nächsten Zeit ziemlich genommen. Dann lieber eine alte Aufnahme auflegen und sich den zu erwartenden Ärger ersparen.


Auch mir würde Wagner in dieser "Aufmachung" verleidet! Nein, danke! Aber wahrscheinlich sehen wir das falsch oder haben davon keine Ahnung! :no:
W.S.

Fiesco

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29

Freitag, 9. Februar 2018, 17:29

Das war wirklich mal ein tolles Statement von Herrn Stoermer, aber mich wundert das der Regietheater Gegenpabst GW sich noch nicht gemeldet hat! ?(
Wie ich auch schon einmal geäußert habe sollte man sich solche Einführungsvorträge, Opernfrühstück oder wie immer das genannt wird ruhig mal anhören, man bekommt Informationen aus erster Hand, denn die Regisseure sind keineswegs doof wie hier allenthalben angenommen wird. Nein, nein die machen sich schon Gedanken über ihre Regiearbeit und darüber was für sie von Bedeutung an dem Werk ist, und welche Aussage sie ihm zukommen lassen. Bei mir war das oft so, das ich dann in der Vorstellung saß und dachte toll so habe ich das noch nie betrachtet, aber das ist halt zuviel verlangt von den Ignoranten.
Hier wird gleich vorverurteilt in einer Peinlichkeit die ihres gleichen sucht, und es wird sich gleich abfällig darüber geäußert was man nicht gesehen hat!
Und übrigens, das hat nichts mit dem Alter zu tun, nur damit "Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg" andersrum ist es viel Vorteilhafter, ihr tippt doch auch in eure Tastatur und schreibt nicht erst einen Brief ans Forum, also auf zu neuen Ufern! :)
Manchesmal denke ich es ist doch so einfach, eine Zange zu nehmen um das Brett vorm Kopf zu entfernen!

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

9079wolfgang

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30

Freitag, 9. Februar 2018, 17:51

Zitat

... aber das ist halt zuviel verlangt von den Ignoranten.

Aha! Wenn man eine andere Meinung hat als Du, ist man bei Dir gleich ein Ignorant!

Zitat

... Manchesmal denke ich es ist doch so einfach, eine Zange zu nehmen um das Brett vorm Kopf zu entfernen!

Du nimmst Dir schon Einiges heraus! Ich weiß nicht, ob Du einen Balken oder ein Brett vor dem Kopf hast, aber auch da könnte ein Hammer Erleichterung verschaffen! Akzeptiere, auch wenn es Dir vielleicht geistig schwerfällt, auch mal eine andere Meinung! Meine und die Vorstellung anderer Wagner-Liebhaber ist die eine Andere!
W.S.

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