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Joseph II.

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Beiträge: 11 778

Registrierungsdatum: 29. März 2005

1

Freitag, 26. Januar 2018, 22:08

Felix Mendelssohn Bartholdy: Doppelkonzert d-Moll

Im Jahre 1823, also mit gerade vierzehn, komponierte Mendelssohn sein Konzert für Klavier, Violine und Streichorchester d-Moll MWV O 4, auch bekannt als Doppelkonzert d-Moll. Wenig später arbeitete er es auch für Orchester (mit Bläsern und Pauken) um.

Es handelt sich um sein viertes Werk für ein Soloinstrument mit Orchesterbegleitung (nach dem Largo und Allegro d-Moll MWV O 1, dem Klavierkonzert a-Moll MWV O 2 und dem Violinkonzert d-Moll MWV O 3). Es wurde bei einem Privatkonzert am 25. Mai 1823 im Hause Mendelssohns mit seinem Geigenlehrer Eduard Rietz uraufgeführt.

Danach arbeitete Mendelssohn das Konzert noch einmal um und fügte Bläser (darunter je zwei Trompeten und Hörner) und Pauken hinzu – vermutlich das erste Mal, dass er dies in einem größeren Werk tat. Diese Fassung wurde am 3. Juli 1823 im Berliner Schauspielhaus uraufgeführt.

Wie das Klavierkonzert a-Moll blieb das Doppelkonzert zu seinen Lebzeiten unveröffentlicht; erst 1999 erschien eine kritische Edition.

Die drei Sätze:

I. Allegro (d-Moll)
II. Adagio (A-Dur)
III. Allegro molto (d-Moll)

Aufnahmen:

- Gidon Kremer & Martha Argerich; Orpheus Chamber Orchestra (DG)
- Antje Weithaas & Alexander Lonquich; Camerata Bern (Fassung mit Bläsern und Pauken) (Claves)
- Kristian Bezuidenhout & Gottfried von der Goltz; Freiburger Barockorchester (Fassung mit Bläsern und Pauken; historische Instrumente) (Harmonia Mundi)
- Andreas Staier & Rainer Kussmaul; Concerto Köln (historische Instrumente) (Teldec)




Mir liegt die Bezuidenhout/von der Goltz-Aufnahme vor, die sehr überzeugend herüberkommt. Die Pauken sind stellenweise regelrecht exponiert (so am Ende des Kopfsatzes und über weite Strecken des Finales) und fügen sich perfekt ein, so dass ich mir die reine Streichorchesterfassung gar nicht erst antun werde. :pfeif: Ein ähnlicher Fall also wie die etwa zur selben Zeit entstandene Streichersymphonie Nr. 8, die in der vollwertigen Orchesterfassung auch ungemein dazu gewinnt.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Friese

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Beiträge: 290

Registrierungsdatum: 5. August 2017

2

Freitag, 26. Januar 2018, 22:44

Mir liegt die Bezuidenhout/von der Goltz-Aufnahme vor, die sehr überzeugend herüberkommt.

Ja, die Aufnahme habe ich auch und sie gefällt mir sehr gut. Besser sogar noch als eine alte Aufnahme von Argerich mit dem Royal Chamber Orchester. Im Grunde genommen ist das Doppelkonzert mein Lieblingsstück von Mendelssohn. Es verbreitet einfach gute Laune. Ich freue mich immer, wenn ich es höre.