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WiKau

Schüler

  • »WiKau« ist männlich
  • »WiKau« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 119

Registrierungsdatum: 25. Dezember 2017

1

Montag, 22. Januar 2018, 16:47

100 classical albums you must hear - The Telegraph

Guten Tag,
sind hier Aufnahmen dabei die ihr genauso sehen würdet?
Wenn ja toll - bitte diese erwähnen :angel:
Wenn nein welche Aufnahmen der jeweiligen Werke haltet ihr für die besseren?
Der Grund für dieses Thema ist der Aufbau einer Klassiksammlung und da möchte man natürlich das Beste vom Besten kaufen und auf eure Eindrücke und Erfahrung nicht verzichten :thumbup:
Da leider alles auf Englisch ist habe ich Google mal übersetzten lassen und den link zur Originalseite eingefügt.
Ich freue mich auf eine rege Teilnahme :hello:
LG
@: ich bevorzuge vor allem "lebendige" Musik die klangtechnisch sehr gut umgesetzt ist, sehr gerne live

Michael Kennedy12:18 GMT 06 Jan 2008
http://www.telegraph.co.uk/culture/36703…-must-hear.html
Verwirrt durch den ständig wachsenden Katalog klassischer Musik auf CD? Lassen Sie sich von unserem Musikkritiker Michael Kennedy bei der Auswahl von 100 essentiellen Aufnahmen leiten

Die Auswahl der hundert klassischen CDs, die Sie wirklich hören sollten, ist eine angenehme, aber keine leichte Aufgabe. Einige klassische Performances von vor Jahrzehnten wählen sich selbst aus, aber nicht alle klassischen Performances sind 35 Jahre alt, und ich habe nicht gezögert, neuere aufzunehmen. Es gibt auch einige Werke, die in mehr als einer Aufführung gehört werden müssen, und ich habe auch einige davon aufgenommen. Mehrere historische Aufführungen, zum Beispiel Callas in der Oper, sind auf mehr als einem Label erschienen, so dass zur Vermeidung von Verwechslungen keine Katalognummern angegeben sind.

Ich kann nicht garantieren, dass alle diese Discs derzeit verfügbar sind, aber so viele klassische CDs, die einst schwer zu finden waren, sind jetzt leicht im Internet erhältlich. Auch wenn Sie die CD nicht selbst bestellen können, sind viele als Downloads von Seiten wie ArkivMusic ( www.arkivmusic.com ) oder der sehr gut zugänglichen Website der Deutschen Grammophon ( www2.dedeutschgrammophon.com/home ) verfügbar. Opera Rara ( www.opera -rara.com ) ist ein guter Ort, um Aufnahmen von weniger bekannten oder vergessenen Opern zu kaufen, während sich Presto Classical ( www.prestoclassical.co.uk ) und MDT Mail Order ( www.mdt.co.uk ) auf klassische CDs spezialisiert haben. Die Scheiben, die ich aufgelistet habe, sind in keiner Reihenfolge der Präferenz, aber sie sind natürlich alle sehr persönliche Entscheidungen.

ORCHESTER, CHORAL, VOCAL & INSTRUMENTAL

BACH

Konzert für zwei Violinen; Paris SO; Avid Aufzeichnungen

Yehudi Menuhin wird von seinem Mentor Georges Enesco in diesem hinreißenden Werk begleitet, das in einem Stil gespielt wird, der dem Barock näher ist, als man es 1932 erwartet hätte. Pierre Monteux dirigiert.

BARBIER

Knoxville: Sommer 1915; Dumbarton Oaks Orch; Sony

Samuel Barbers Inszenierung von James Agees Kinderschilderung ist ein amerikanischer Klassiker und wird hier von seiner ersten Performerin, der Sopranistin Eleanor Steber, mit William Strickland, höchst eindrucksvoll gesungen.

BEETHOVEN

Sinfonie Nr. 3 (Eroica); BBCSO; Barbirolli Gesellschaft

Ein ausgezeichnetes Beispiel für Barbirollis direkten und ehrlichen Umgang mit den Beethoven-Sinfonien. Diese Studioaufnahme folgte 1967 einer Live-Performance, die Superlative von den Kritikern anzog.

Symphonien Nr. 5 und 7; Philharmonia Orch; EMI

Die Beethoven-Zyklen von Otto Klemperer im Festspielhaus der 1960er Jahre waren Publikumsmagnete, und diese mit granitartiger Erhabenheit und Energie gespickten Aufführungen erklären, warum.

Beethoven Sinfonie Nr. 9 (Chor); Bayerischer Rundfunk SO; Philips

Eine immerwährende Herausforderung für alle seine Darsteller, besonders für den Chor, wird die Neunte unter Sir Colin Davis mit den Solisten Helen Donath, Trudeliese Schmidt, Klaus König und Simon Estes hervorragend aufgeführt.

Violinkonzert; Berliner PO; Dutton

1936 von Georg Kulenkampff unter der Leitung von Hans Schmidt-Isserstedt eingespielt, galt dies von Anfang an als Klassiker, obwohl der Stil des Spiels nicht von heute ist.

Klavierkonzert Nr. 3; NBC Orch; Naxos Historisches

Das Interesse an dieser Toscanini-Aufführung ist seine Wahl der Solistin, der englischen Pianistin Dame Myra Hess, die in Amerika populär war und in Verbindung mit dem feurigen Italiener steht.

Klavierkonzert Nr. 5 (Kaiser); Staatskapelle Dresden; Philips

Der chilenische Pianist Claudio Arrau, ein Beethoven-Spezialist, gibt dem Kaiser der Konzerte eine gewaltige Aufführung, wobei Sir Colin Davis eine ideale Unterstützung leistet. Ab 1984.

Klaviertrio in B (Erzherzog); EMI

Alfred Cortot, Jacques Thibaud und Pablo Casals im Jahre 1928 in einem immergrünen Bericht über dieses wunderbare Trio, das von EMI in seinen Great Recordings of the Century verdientermaßen mitaufgenommen wurde.

Klaviersonaten; Philips

Mehrere großartige Pianisten haben alle 32 aufgenommen, obwohl idealerweise mehr als ein Künstler in diesem Bereich benötigt wird. Die letzten fünf Meisterstücke werden wunderbar auf zwei Scheiben von Mitsuko Uchida gespielt.

Streichquartette; Harmonia Mundi

Gleiches gilt für diese, aber Sie müssen die drei Rasumovsky-Quartette, Opus 59, haben, und ich empfehle äußerst zufriedenstellende Aufführungen des Tokyo String Quartets, die vor zwei oder drei Jahren aufgenommen wurden.

BERLIOZ

Nuits d'été; Deutsches SO; Harmonia Mundi

Eine neue Aufnahme dieser suggestiven Songs. Bernarda Fink findet die richtige Tonfarbe und Klangfarbe für jeden, und Kent Nagano führt subtile Begleitungen.

Symphonie fantastique; Berliner PO; CBS.

Dieses vielaufgenommene Werk klingt nach 170 Jahren immer noch modern. Daniel Barenboim dirigiert eine Performance, die sich durch ihr dramatisches Flair und ihre Sensibilität für die Klangfarbe auszeichnet.

BRAHM

Symphonien Nr. 1-4; Scottish Chamber Orch; Telarc

Sir Charles Mackerras dirigiert die Symphonien, weil er glaubt, dass Brahms sie mit kleineren Kräften und mehr Klarheit klingen lassen wollte. Performances und Booklet-Essay sind gleichermaßen überzeugend.

Klavierkonzert Nr. 2; NBC Orch; Naxos Historisches

Eine weitere Horowitz-Toscanini-Kollaboration in einem Konzert, das sowohl Virtuosität als auch Zartheit fordert. Die erste Symphonie auf derselben Scheibe vergleicht sich sinnvollerweise mit dem Mackerras-Ansatz.

Britten

Serenade für Tenor, Horn und Streicher; Boyd Neel Schnur Orch; Decca

Peter Pears, Dennis Brain und der Komponist dirigieren. Bei der Uraufführung 1943 dirigierte Walter Goehr, aber diese erste Aufnahme ist besonders wertvoll, weil niemand Brain ersetzen konnte (der 1957 starb).

Kriegs Requiem; LSO und ECO; Decca

Britten dirigiert und die Solisten sind diejenigen, für die es geschrieben wurde: Galina Vishnevskaya, Peter Pears und Dietrich Fischer-Dieskau; aber die Politik hielt den Sopran von der Coventry-Premiere 1962 fern.

BRUCH

Violinkonzert Nr. 1; LSO; Avid Aufzeichnungen

Eine Vorstellung davon, wie gut der junge Menuhin wirklich war, lässt sich an dieser Aufführung ablesen, in der der 15-jährige Geiger von Sir Landon Ronald begleitet wird.

BRUCKNER

Symphonien Nr. 7 und 9; Berliner PO; GD

Monumentale Aufführungen eines der großen Bruckner-Dirigenten, Wilhelm Furtwängler, aufgenommen 1944 in Berlin. Einige Publikumsgeräusche, aber der Klang ist bemerkenswert gut.

Sinfonie Nr. 8; Wien PO; GD.

Eine der besten Aufnahmen von Herbert von Karajan, besonders im gigantischen Adagio, in dem seine Beherrschung der Struktur nie ins Wanken gerät. Das Orchesterspiel ist in seiner Intensität und Schattierung erstaunlich.

CHOPIN

Artur Rubinstein; RCA

Für Chopin-Enthusiasten war Rubinstein selbstständig und spielt auf zwei CDs eine Auswahl von Walzern, Mazurkas, Nocturnes, Scherzos und Polonaisen sowie das f-Moll-Konzert.

DEBUSSY

La mer; Cleveland Orch; Decca

Eines der bahnbrechenden Meisterwerke der Musik des 20. Jahrhunderts, wird diese poetische und wunderschön gespielte Aufführung unter Vladimir Ashkenazy jede Sammlung zieren.

DELIUS

Muss kaufen!

Brigg Fair, Appalachen, Hassan; LPO; Naxos Historisches

Es war die einhellige Meinung, dass nur Sir Thomas Beecham in Delius 'Musik eindringen konnte. Das war nicht ganz richtig, aber Beecham fand etwas Besonderes in ihm und überredete Orchester (von denen gesagt wird, Delius sei langweilig), seine Liebe zu teilen.

Es ist vor allem eine Frage des Tempos und des Gleichgewichts, wie man in der magischen Aufführung der englischen Rhapsodie Brigg Fair hören kann, besonders in der nebligen Einleitung, die einen frühen Morgen heraufbeschwört. Es ist in variation Form, wie Appalachia, basierend auf einem alten Sklavenlied, das Delius in Florida hörte. Die nebensächliche Musik zu Fleckers Hassan stammt aus späterer Zeit, zeigt aber wieder die magische Beecham-Note.

DVORAK

Cellokonzert; Jacqueline du Pré, BBC Legenden

Diese 1969 Proms-Aufführung von Jacqueline du Pré mit dem RLPO und Charles Groves war die letzte, die sie bei diesen Konzerten gab, die sie liebte. Es wurde allgemein als ihr bestes angesehen.

Sinfonie Nr. 9 (Neue Welt); Hallé; Hallé-Label

Diese Aufführung, die 1927 in der alten Freihandelshalle Manchester aufgenommen wurde, zeigt, wie gut das Orchester unter seinem Dirigenten Sir Hamilton Harty war. Poetische Phrasierung und berauschende Vitalität.

ELGAR

Der Traum von Gerontius; Hallé Orch; EMI

Die ideale Gerontius-Aufnahme ist noch nicht erschienen, aber Barbirollis, von 1964 mit Janet Baker, Richard Lewis, Kim Borg und exzellentem Chorgesang, muss sich noch immer der allgemeinen Inspiration entziehen.

Symphonien Nr. 1 und 2; LSO; EMI

Ein weites Feld, und es hängt weitgehend von persönlichem Geschmack ab, aber die eigenen Aufnahmen des Komponisten in bemerkenswertem Ton sind der Prüfstein, an dem der Rest beurteilt werden muss.

Enigma-Variationen; LPO Live

Es gibt keine schlechten Aufnahmen von Enigma (außer Bernstein). Besonders empfohlen ist Mackerras, hergestellt in den 1980er Jahren und erst im letzten Jahr herausgegeben. So nah wie möglich an Elgar.

Violinkonzert; LSO; EMI

Die Aufnahme des Komponisten mit dem 16-jährigen Yehudi Menuhin im Juli 1932 ist ein Muss für jede Sammlung. Es gibt bessere Solo-Auftritte, aber Elgar selbst macht dies unentbehrlich.

Cellokonzert; LSO; EMI

Sie müssen Jacqueline du Pré außergewöhnliche Leistung mit Barbirolli haben. Es verbindet die Talente eines jungen Genies und eines Dirigenten, der 1919 in der Uraufführung (und später als Solist) im Orchester gespielt hatte.

HANDEL

Messias; Toronto SO; EMI

Andrew Davis dirigiert einen Messias, der eher dem traditionellen Stil der Performance entspricht, aber er lässt Ornamentik zu. Das Ergebnis ist sehr befriedigend.

Wassermusik und Feuerwerk Musik; Minnesota Orch; MMG

Gespielt im Stil der Zeit, aber nicht auf historischen Instrumenten, unter der Leitung von Stanislaw Skrowaczewski. Eine entzückende Scheibe voller lebendiger Musikalität.

HAYDN

Pariser Symphonien Nr. 82-87; Concentus Musicus Wien; Deutsches Harmonia Mundi

Ein seltenes Spiel unter Nikolaus Harnoncourt, das sich auf den Witz und Charme sowie auf die genialen Strukturen konzentriert, die sie so faszinierend machen.

Symphonien Nr. 96-99; Königliches Concertgebouw; Teldec

Harnoncourt zeigt, wie er ein modernes Orchester dazu bringen kann, so zu spielen, als wäre es eine Zeitkapelle. Jedes dieser Werke ist ein herrliches Meisterwerk.

Symphonien Nr. 102 und 103; Kammerorchester von Europa; GD

Claudio Abbado gibt uns einen traditionelleren Haydn in liebevoll formulierten Darbietungen.

Londoner Symphonien; Österreichisch-ungarischer Haydn Orch; Nimbus

Wenn Sie alle 12 dieser Werke wollen - und wer nicht? - Adam Fischer führt trotzi- ger, nichtperiodischer Darbietungen mit Elan und einem ausgeprägten Sinn für Humor auf.

MAHLER

Muss kaufen!

Das Lied von der Erde; Wien PO; Decca

Viele von uns werden die Aufnahme von Bruno Walter im Jahre 1938 auf 78 geschätzt haben, ein historisches Thema kurz vor dem Anschluss. Er ist der Leiter einer anderen klassischen Version, die 1952 in einem glücklicheren Wien aufgenommen wurde, als der Tenorsolist Julius Patzak und die Mezzosopranistin Kathleen Ferrier waren, die ein Jahr später nach einer zehnjährigen Karriere an Krebs sterben sollte. Es ist unmöglich, dies nicht im Kopf zu haben, wenn sie die große Abschiedsbewegung singt. Die Musik an manchen Stellen ist ziemlich hoch für sie, aber die leichte Anspannung verstärkt den Effekt. Walter hatte beim ersten Edinburgh Festival 1947 mit Ferrier eine berühmte Performance dirigiert. Sie wurde von Tränen überwältigt und verzichtete auf das Finale "Ewig". Später entschuldigte sie sich bei Walter, der antwortete: "Miss Ferrier, wenn wir alle solche Künstler wären wie Sie, hätten wir alle in Tränen sein sollen."

Mahlers Sinfonie Nr. 9; Berliner PO; EMI

Barbirollis Rapport mit den Berlinern ist in dieser tief empfundenen Aufführung offensichtlich, um so bemerkenswerter, als zu dieser Zeit (1964) das Orchester selten Mahler spielte.

Mahlers Sinfonie Nr. 10; Berliner PO; EMI.

Ein weiterer britischer Dirigent, Simon Rattle, überzeugt den Berliner Phil von der Leistung von Deryck Cookes ausführlicher Fassung von Mahlers letztem Werk, das zwar vollständig, aber nicht vollständig überliefert ist.

MOZART

Symphonien Nr. 40 und 41; Staatskapelle Berlin; GD

Historisch in der Tat, denn hier ist der große Mozart-Pianist Richard Strauss, der diese beiden erhabenen Werke Mitte der 1920er Jahre in der Praxis der 1990er Jahre dirigiert hat - schnelle Tempi und ungekünstelte Phrasierungen.

Klavierkonzerte Nr. 22 und 27; Scottish Chamber Orch; Philips

Alfred Brendel und Sir Charles Mackerras feiern ihre Zusammenarbeit in zwei der besten Klavierkonzerte. Nr. 27 ist besonders aufschlussreich.

Vier Hornkonzerte; Philharmonie; EMI

Dennis Brain nahm diese Aufnahmen 1953 und 1954 auf. Sein eleganter Stil passt zur Musik und seine Virtuosität begeistert immer noch. Karajans Begleitungen sind vielleicht zu plüschig für den heutigen Geschmack.

Sinfonia Concertante für Violine und Viola; LPO; BBC

Zwei hervorragende englische Instrumentalisten, Albert Sammons und Lionel Tertis, zeigen in diesem Konzert von 1933 unter der Leitung von Sir Hamilton Harty künstlerische Höchstleistungen.

Streichquartette K465 und K590; Nimbus

Das Franz-Schubert-Quartett passt gut zu Mozart, wie ihr erstaunliches Spiel der Einleitung zum Dissonance-Quartett bezeugt. K590 wird auch eine Suchinterpretation gegeben.

Klarinettenquintett; Musikalische Treue

Aufgenommen im Jahr 1994, ist dies eine besonders einnehmende Version dieses entzückenden Werkes, in dem der Klarinettist Antony Michaelson bewundernswerte Artistik und Musikalität zeigt.

RACHMANINOFF

Klavierkonzert Nr. 2; Philadelphia Orchester; RCA

Der Komponist ist Solist in seinem populärsten Werk, aufgenommen in den 1930er Jahren unter der Leitung von Leopold Stokowski. Diese Aufführung wurde nie wegen ihrer Mischung aus Virtuosität und Einsicht in die Stimmungsschwankungen übertroffen.

Rachmaninoff Symphonische Tänze, Die Glocken; WDR SO; Profil

Die Tänze waren Rachmaninoffs letzte große Arbeit und spuken in ihrer Mischung aus Dunkelheit und Licht. Semyon Bychkov dirigiert sie wunderbar und gibt eine hervorragende Interpretation des Chors The Bells.

Ravel

Daphnis und Chloé; Boston SO; Philips

Die komplette Ballettmusik mit wortlosem Chor des Tanglewood Festival Choir. Bernard Haitink dirigiert mit Dramatik und immenser Sorgfalt für das hinreißende Detail der Musik.

SCHUBERT

Klaviertrio Nr. 1 in B; Cortot, Thibaud und Casals; Avid Aufzeichnungen

1926 aufgenommen und in allen Formaten von 78 bis zu CDs neu aufgelegt, ist dies eine wirklich klassische Aufführung, die sich aufgrund der außergewöhnlichen Beziehung zwischen drei großartigen Musikern den Jahren widersetzt.

Klavierquintett in A ('Forelle'); Artur Schnabel (Klavier), drei des Pro Arte Quartetts und Claude Hobday (Kontrabass); Avid Aufzeichnungen

Eine Aufführung von 1935, die auf unbeschwerte Weise die Freude und den melodischen Charme der Musik einfängt. Einige falsche Notizen, aber egal.

Vier Klaviersonaten einschließlich B-Dur (D 960); Alfred Brendel; Philips

Brendel's Schubert ist für jede Sammlung unverzichtbar. Er hat das Geheimnis, das Herz der Musik zu erreichen; Seine Aufführung der B-Dur-Sonate ist eine lebenserhöhende Erfahrung.

Klaviersonate in D (D 850); Clifford Curzon; Decca

Ein anderer großartiger Schubert-Interpret, dessen lehramtliche Darstellung der Sonate hier folgt, ist sein magisches Spiel mit den Moments Musicaux und zwei Impromptus. Aufnahmetermine von 1964.

Streichquintett; Hyperion

Dieses erhabene Werk erhält eine besonders leuchtende und musikantische Darbietung des Raphael Ensembles unter der Leitung des Geigers Anthony Marwood, dessen Intonation durchweg so makellos ist wie seine Phrasierung.

Winterreise; Dietrich Fischer-Dieskau und Gerald Moore; EMI

Der große deutsche Bariton ist in diesem Meisterwerk des Songwritings am poetischsten und einfühlsamsten. Der Klavierpart, keine bloße Begleitung, wird von Gerald Moore mit intuitivem Verständnis gespielt.

Symphonie Nr. 9 in C-Dur; LPO; EMI

Dies war eine der eindrucksvollsten Interpretationen Sir Adrian Boults; Tempi und Dynamik sind genau richtig. Bei der letzten Neuauflage singt Janet Baker Brahms 'Alto Rhapsody.

SCHUMANN

Klavierkonzert und Carnaval; Myra Heß; Dutton

Aufgenommen 1937 mit einem nicht rezensierten Orchester unter der Leitung von Walter Goehr. Dame Myra hatte keine Last mit der langsamen, sentimentalen Herangehensweise an das Konzert; ihr Carnaval ist voller Fantasie und Poesie.

SHOSTAKOWITSCH

Sinfonie Nr. 7; Königliches Concertgebouw Orch; RCO

Mariss Jansons begründet seinen Glauben an die Leningrader Symphonie als ein großartiges Werk und erhält wunderbar nuanciertes und aufregendes Spiel von seinem holländischen Orchester. Der aufgenommene Sound ist sensationell.

Sinfonie Nr. 10; Cleveland Orch; Decca

Das Porträt Stalins oder nicht, das ist eine Symphonie ohne programmatische Elemente, und so behandelt Christoph von Dohnányi es.

Cellokonzerte Nr. 1 und 2 LSO; GD

Codierte Nachrichten sind in diesen prächtigen Werken reichlich vorhanden. Mischa Maisky spielt beides mit Einsicht, und das LSO spielt gut für Michael Tilson Thomas.

Komplette Streichquartette; Borodin Streichquartett; EMI

Diese werden sicher zu klassischen Aufführungen der 14 Quartette, die größere Musik als die 15 Symphonien sind. Inspiriert überall spielen.

SIBELIUS

Sibelius Symphonien; Boston SO und LSO; Philips

Das zuverlässigste vollständige Set der sieben ist das von Sir Colin Davis in den 1970er Jahren durchgeführte. Es gibt andere großartige Einzelleistungen, aber Davis setzt sich in allen Punkten durch.

Violinkonzert; Philharmonia Orch; Dutton

Immer noch die beste Version ist die von Ginette Neveu mit Walter Süsskind, nicht lange bevor sie 1949 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Sie spielt mit fast beängstigender Inbrunst.

STRAUSS

Muss kaufen!

Vier letzte Lieder; Berliner PO; GD

Strauss komponierte diese Lieder 1948 im Exil in der Schweiz, ein Jahr vor seinem Tod. Er war deprimiert und hatte Heimweh. Als sein Sohn Franz ihn besuchte, erzählte Strauß von all seinen Leiden und Franz antwortete: "Warum schreibst du nicht ein paar schöne Lieder?" Einige Zeit später, als Franz Frau in die Schweiz ging, gab Strauss ihr ein Paket von Manuskripten und sagte: "Hier sind die Lieder, die dein Ehemann befahl." Sie sind ein letzter glorreicher Sonnenuntergang der Romantik und wurden von den meisten der führenden Soprane aufgenommen. Es ist schwer, eine Aufnahme zu empfehlen, da so viele so gut sind, aber meine Wahl ist Gundula Janowitz, mit Karajan, der ihn am meisten unterstützt. Sie hat die cremige Qualität, die benötigt wird, aber auch eine Reinheit des Tones, um den Stimmungen der Gedichte zu entsprechen.

Ein Heldenleben; Chicago SO; RCA

Fritz Reiner dirigiert eine elektrisierende Performance dieser halb-autobiographischen Tondichtung mit ihrer lärmenden Battle Scene und ihrer sinnlichen Liebesmusik. Das opulente Orchesterspiel ist brillant.

TSCHAIKOWSKY

Sinfonie Nr. 6; Mariinsky (Kirow) Orch; Philips

Eine charakteristisch feurige und vollblütige Aufführung dieses großartigen Orchesters unter Valery Gergiev. Luxuriöser Saitenton überall; Keine Bedenken sind emotional ausgeschlossen.

Klavierkonzert Nr. 1; NBCSO; Naxos Historisches

Berühmte Aufnahme von Vladimir Horowitz unter der Leitung seines Schwiegervaters Toscanini, 1941 in der New Yorker Carnegie Hall gedreht, in der man fast die vom Klavier fliegenden Funken sehen kann!

Violinkonzert; Nationale SO; Dutton

Ida Haendels umwerfende Aufnahme von 1946 unter der Leitung von Basil Cameron ist eine zeitgemäße Erinnerung an ihre erstaunliche Genauigkeit und expressive Interpretation. Die Scheibe enthält ihren ebenso beeindruckenden Bericht über den Dvorák.

TIPPETT

Ein Kind unserer Zeit; CBSO; Collins

Tippett dirigiert sein lebhaftes und bewegendes Oratorium 1939, mit Negro-Spirituals als Chorälen. Seine Solisten mit dem Birmingham Chor sind Faye Robinson, Sarah Walker, Jon Garrison und John Cheek.

VAUGHAN WILLIAMS

Symphonie Nr. 5; LPO; Somm

Eine Performance von 1952 Prom, bei der der Komponist mehr von seiner dunkleren Seite als einige andere interpretierte. Hier dirigiert er auch seine Kantate Dona Nobis Pacem aus dem Jahr 1936.

Eine Londoner Symphonie; Hallé Orch; EMI

Eine leidenschaftliche Interpretation von Sir John Barbirolli, die 1967 die farbenprächtigste aller VW-Sinfonien aufgenommen hat. Herrlich detailliertes Spiel.

Serenade zur Musik; BBCSO; EMI

Satz von Zeilen von Shakespeare für Sir Henry Woods Jubiläum als Dirigent im Jahre 1938, mit 16 berühmten britischen Sängern als Solisten.

VERDI

Requiem; La Scala Orch; EMI

Eine der Höhepunkte der Chormusik, die magnetisch von Truppen unter Victor de Sabata aufgeführt wird. Seine Solisten sind köstlich: Elisabeth Schwarzkopf, Oralia Dominguez, Giuseppe di Stefano und Cesare Siepi.

Walton

Belsazars Fest; Philharmonia Orch; EMI

Der Komponist dirigiert den Bariton Donald Bell und den Philharmonia Chorus in einer fesselnden Erzählung seines Oratoriums von 1931 mit Blaskapellen und einer Reihe von Schlaginstrumenten. Drama und Aufregung den ganzen Weg.

Sinfonie Nr. 1; Philharmonia Orch; EMI

Ein spannender Bericht unter der Leitung des Komponisten über diese reich bearbeitete Sinfonie, die 1934 ohne ihr Finale uraufgeführt wurde und ein Jahr später hinzugefügt wurde und hier als hervorragender Höhepunkt gezeigt wird.

Violinkonzert; Philharmonia Orch; EMI

Geschrieben 1939 für Jascha Heifetz, der diese Aufnahme der überarbeiteten Fassung einige Jahre später mit Walton dirigierte. Er macht seine technischen Schwierigkeiten sichtbar und genießt seine Romantik.

OPER

BEETHOVEN

Fidelio; Königliches Opernhaus Orch; Testament

Otto Klemperer leitete diese aufregende Live-Performance 1961 in Covent Garden mit der unschlagbaren Kombination von Sena Jurinac und Jon Vickers als Leonore und Florestan.

Britten

Peter Grimes; Königliches Opernhaus Orch; Decca

Britten dirigiert und Peter Pears singt die von ihm geschaffene Titelrolle, Authentizität steht außer Frage. Ellen Orford wird von Claire Watson warmgesungen. Aufgenommen im Jahr 1959.

Die Drehung der Schraube; Englisch Opera Group Chamber Orch; Decca

Original-Besetzung aufgenommen im Jahr nach der Premiere 1954. Jennifer Vyvyan als Governess und David Hemmings als Miles. Britten dirigiert.

GERSHWIN

Porgy und bess; Cleveland Orch; Decca

Simon Rattle und Glyndebourne, diese Lorin Maazel Performance von 1976 fängt die Essenz und Atmosphäre dieses Stückes ein. Willard White ist großartig wie Porgy. Als Clara singt Barbara Hendricks Summertime exquisit.

HANDEL

Julius Caesar.; ENO Orch; Chandos Opera auf Englisch

Mackerras und Janet Baker dominieren diese wundervolle Performance, aber die Besetzung umfasst Valerie Masterson, Della Jones, Sarah Walker, James Bowman und John Tomlinson, also kein Wunder, dass es ein Klassiker ist.

JANACEK

Katya Kabanová, Wien PO, Decca

Eine 1976 aufgenommene Aufnahme des Janálek-Spezialisten Sir Charles Mackerras, in der die schwedische Sopranistin Elisabeth Söderström auf tschechisch singt, gibt eine wirklich großartige und herzzerreißende Performance.

LEHAR

TheMerry Witwe; Philharmonia Orch; Naxos Historisches

Otto Ackermann behandelt die Partitur als das Meisterwerk, das es ist. Schwarzkopf ist eine exquisite Hanna und Nicolai Gedda eine elegante Camille. Aufgenommen im Jahr 1953, jetzt gekonnt remastered.

MONTEVERDI

L'incoronazione von Poppea; Englisch Barock Solisten; DG Archiv

Eine große Auswahl für diese Oper, aber meine ist für John Eliot Gardiners stilvollen Ansatz. Sylvia McNair ist eine sinnliche Poppea, Dana Hanchard ihre Nerone. Anne Sofie von Otter ist Ottavia.

MOZART

Le Nozze di Figaro; Philharmonia Orch; EMI-Klassiker

Es gibt keinen idealen Figaro, aber diese Aufnahme von Carlo Maria Giulini aus dem Jahr 1959 kommt ihr nahe, mit Anna Moffo, einer lebhaften Susanna, Giuseppe Taddei als Figaro und Elisabeth Schwarzkopf als Gräfin.

Così fan tutte; Konzert Köln; Harmonia Mundi

Hochkarätige moderne Aufnahmen von René Jacobs mit historischen Instrumenten. Véronique Gens und Bernarda Fink als die Schwestern, Werner Güra und Marcel Boone als ihre Verehrer.

Così fan tutte; Philharmonia Orch; EMI-Klassiker

Eine traditionelle Aufführung (1962) unter Karl Böhm, mit schönen Gesängen von Schwarzkopf und Christa Ludwig, ergänzt von Alfredo Kraus und Giuseppe Taddei. Einige Kürzungen im Rezitativ, zwei Arien weggelassen.

Die Zauberflöte; Wiener Philharmoniker, 1951 Salzburger Festspiele; EMI-Klassiker

Leuchtende Live-Performance, aufgenommen in der Luft, geleitet von Furtwängler mit Irmgard Seefrieds bezaubernder Pamina. Egal, der weniger als perfekte Sound - es ist die Musik, die zählt.

Die magische Flöte; LPO; Chandos Opera auf Englisch

Sir Charles Mackerras dirigiert diese bezaubernde Vorstellung mit einer hervorragenden Besetzung, angeführt von Barry Banks und Rebecca Evans, mit Simon Keenlysides Papageno und John Tomlinsons Sarastro.

PUCCINI

Tosca; La Scala; EMI-Klassiker

Callas drückt jede Nuance des Textes in ihrer glühenden Leistung (1953) aus und wird von Giuseppe di Stefano als Cavaradossi und Gobbi als Scarpia verglichen. Durchgeführt von Victor de Sabata.

Madama Schmetterling; Opernorchester von Rom; EMI-Klassiker

Renata Scotto als Puccinis größte Heldin in einer dramatischen, sehr detaillierten und leidenschaftlichen Performance unter der Leitung von Sir John Barbirolli. Carlo Bergonzi ist ein lyrischer Pinkerton und Rolando Panerai ein sympathischer Konsul.

ROSSINI

Il Barbiere di Siviglia; Kammerorchester von Europa; GD

Schäumende Performance unter der Leitung von Claudio Abbado und gesungen von einem Star-Besetzung wie Placido Domingo, Kathleen Battle und Ruggero Raimondi. Viele Rivalen, aber gehen Sie dafür.

STRAUSS

Muss kaufen!

Der Rosenkavalier; Wien PO; Decca

Ich nehme an, die Hauptwahl für einen kompletten Rosenkavalier wäre Herbert von Karajans mit Elisabeth Schwarzkopf als Marschallin, die Frau des Feldmarschalls, die eine Affäre mit dem 17-jährigen Graf Octavian hat. Aber es gehört mir nicht.

Die Auswahl ist verführerisch groß - und es gibt jene klassischen Ausschnitte aus den 1920er Jahren mit Lotte Lehmann, Richard Mayr und Elisabeth Schumann. Aber Soltis Decca-Aufnahme der ganzen Oper ist ebenso befriedigend wie jede andere, zumal er Sentimentalität vermeidet (Strauss hätte das befürwortet). Die Wiener Philharmoniker spielen üppig für ihn, und Régine Crespins Marschallin hat den richtigen Hochmut, berührt aber immer noch die Monologe über das Älterwerden und das Wissen, dass die Liebe verblasst. Yvonne Minton ist ein großartiger Octavian, Manfred Jungwirth ein lüsternen Baron Ochs und Helen Donath eine strahlende Sophie. Und die einzige Arie des italienischen Tenors wird von keinem geringeren als Luciano Pavarotti gesungen. Eine Aufnahme der Superlative.

Salome; New Yorker Metropolitan Orch; Walhall Eternity Serie

Sensationeller Gesang der Titelrolle von Ljuba Welitsch unter der Leitung von Fritz Reiner und mit Hans Hotter als Jochanaan und Set Svanholm als Herodes. Live aufgenommen im Januar 1952.

JOHANN STRAUSS II

Die Fledermaus, Wien PO; Decca

Suchen Sie hoch und tief nach dieser Aufnahme, die von Clemens Krauss mit aristokratischem Flair und von Clemens Krauss gespielt wurde und mit zeitlosem Charme und Schönheit sang - Hilde Gueden als Rosalinde und Julius Patzak als Eisenstein.

VERDI

Otello; NBC Orchester; RCA

Berühmte und unübertroffene Off-Air-Performance von Toscanini. Die Titelrolle wird von Ramon Vinay prächtig gesungen, aber noch besser ist Giuseppe Valdengo als finsterer Jago.

Falstaff; Philharmonie; EMI-Klassiker

Herbert von Karajan in seiner Wendigkeit und Leichtfüßigkeit, mit Tito Gobbi ein großzügiger Falstaff und Schwarzkopf als Alice Ford. Die Nannetta ist Anna Moffo.

La traviata; Turiner Radio SO; Naxos Historisches

Maria Callas Violetta ist die Performance, mit der alle anderen beurteilt werden, ungeachtet ihrer Stimmfehler. Diese Aufführung von Gabrieli Santini aus dem Jahre 1951 gehört zu ihren elektrisierendsten.

WAGNER

Muss kaufen!

Der Ring des Nibelungen; Bayreuther Festspiele 1955; Testament

Diese wunderbare Aufführung und Aufnahme von Wagners Ring-Zyklus wurde 1955 in Bayreuth gemacht, wurde aber erst kürzlich zur Verfügung gestellt. Es war die erste Stereoaufnahme von The Ring, wurde aber wegen der Plattenfirmenpolitik nicht veröffentlicht; die Auszeichnung ging stattdessen an Soltis Wiener Studioaufnahmen für Decca, eine feine Leistung, der die dramatische Unmittelbarkeit dieses Stückes fehlte.

Dieser Zyklus wird von Joseph Keilberth geleitet, der von allen Kennern vergessen wurde, aber auf dieser Ausstellung war er ein großer Wagner-Dirigent. Der Gesang ist auch besser als auf den Solti-Scheiben. Hans Hotter war in seinen besten Jahren in herrischer Form als Wotan, Astrid Varnay als majestätische Brünnhilde und Wolfgang Windgassen als lyrischer und glühender Siegfried. Die Aufnahme fängt den bemerkenswerten Klang der Bayreuther Akustik ein und in allen vier Opern spielt das Orchester für Wagner und Keilberth sein Herz.

Der Ring; ENO lebt im Kolosseum; Chandos

Für diejenigen, die Wagner auf Englisch bevorzugen, ist die kraftvolle Interpretation von Sir Reginald Goodall mit Rita Hunters strahlender Brünnhilde und Alberto Remedios als Siegfried ein Begriff. Der Wotan ist Norman Bailey; großartig.

Tristan und Isolde; Philharmonia Orch; EMI-Klassiker

Wilhelm Furtwängler dirigiert eine intensive und unvergleichliche Performance, die 1952 von Walter Legge aufgenommen wurde und Kirsten Flagstad als Isolde nicht lange vor dem Ruhestand, aber immer noch in unvergesslicher Form fesselte. Ludwig Suthaus ist Tristan.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 373

Registrierungsdatum: 12. August 2005

2

Montag, 22. Januar 2018, 17:35

Zitat

@: ich bevorzuge vor allem "lebendige" Musik die klangtechnisch sehr gut umgesetzt ist, sehr gerne live

Dann ist die Liste erstmal schlecht für dich, weil sie sehr viele historische und live-Aufnahmen enthält. In diesen Fällen solltest Du dich für die Stücke nach einer modernen Alternative umsehen. Delius, Barber, Walton, das meiste von Elgar haben auf einer top 100 m.E. eh nix verloren. Typischer Anglo-Blickwinkel.

Rheingold1876

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3

Montag, 22. Januar 2018, 17:45

ich bevorzuge vor allem "lebendige" Musik die klangtechnisch sehr gut umgesetzt ist, sehr gerne live


Zunächst anders gefragt: Was verstehst Du unter "lebendiger Musik"?
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

WiKau

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4

Montag, 22. Januar 2018, 17:49

ich bevorzuge vor allem "lebendige" Musik die klangtechnisch sehr gut umgesetzt ist, sehr gerne live


Zunächst anders gefragt: Was verstehst Du unter "lebendiger Musik"?


Hallo,
Musik die lebt und nicht zu Tode produziert ist und auch Spielfehler enthalten darf ... darum auch gerne live
LG

Fiesco

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5

Montag, 22. Januar 2018, 17:49

Wie J.R. schon sagte, auch für mich eine viel zu britische Angelegenheit!

LG Fiesco
Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen.

Grillparzers Worte auf der Reliefplatte Schuberts.

WiKau

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6

Montag, 22. Januar 2018, 17:52

Zitat

@: ich bevorzuge vor allem "lebendige" Musik die klangtechnisch sehr gut umgesetzt ist, sehr gerne live

Dann ist die Liste erstmal schlecht für dich, weil sie sehr viele historische und live-Aufnahmen enthält. In diesen Fällen solltest Du dich für die Stücke nach einer modernen Alternative umsehen. Delius, Barber, Walton, das meiste von Elgar haben auf einer top 100 m.E. eh nix verloren. Typischer Anglo-Blickwinkel.


Hallo Johannes,
danke für die Info.
Darum ja auch die Frage nach euren Empfehlungen, gerne auch nur einzelne aus dem Gefühl heraus.
LG

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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7

Montag, 22. Januar 2018, 18:02

Es ist die typische Mischung britischer Zeitungen und Guides aus "absoluten" Klassikern (wie Erich Kleibers Aufnahme des Rosenkavalier), britischen Geheimtips (wie irgendwelchen Barbirolli-Mitschnitten), neueren britischen Aufnahmen (Mackerras/Brahms als einzige bzw. hauptsächliche Empfehlungen f. Brahms-Sinfonien?!?!?) und Komponisten und Aufnahmen, die wirklich nur in einer very british geprägten Zusammenstellung jemals auftauchen würden wie Delius, Tippett oder Chandos Opern in engl. Sprache. Letzeres mag ja für das britische Zielpublikum sinnvoll sein, aber für einen deutschsprachigen Interessenten ist eine Zauberflöte auf englisch erstmal quatsch.

Obwohl es sicher ein nicht ganz aussichtsloser Popularisierungsversuch klassischer Musik ist, mag ich solche Listen auch deshalb nicht, weil das "Album" keine sinnvolle Kategorie für klassische Musik ist. Die "Einheit" in der klassischen Musik ist kein Album, sondern ein Werk und diese Werke reichen von Preludes unter einer Minute bis zu über vierstündigen Opern, sind also total unterschiedlich und kaum in dieses aufnahmetechnisch geprägte Kategorie passt, die außerdem dem Interpreten bzw. sogar einer speziellen verewigten Interpretation einen zu hohen Stellenwert beimisst. Damit will ich nicht bestreiten, dass es vereinzelte klassische "Alben" gibt, die echte Sternstunden darstellen. Aber wichtig ist, dass man die Eroica hört, nicht eine besondere Aufnahme mit Barbirolli oder Furtwängler.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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8

Montag, 22. Januar 2018, 18:30


sind hier Aufnahmen dabei die ihr genauso sehen würdet?

Symphonien Nr. 5 und 7; Philharmonia Orch; EMI

würde ich dem Einsteiger eher nicht empfehlen, wenn schon diese beiden auf einer CD, dann Kleiber/DG

Zitat


Britten
Serenade für Tenor, Horn und Streicher; Boyd Neel Schnur [String!] Orch; Decca

Peter Pears, Dennis Brain und der Komponist dirigieren. Bei der Uraufführung 1943 dirigierte Walter Goehr, aber diese erste Aufnahme ist besonders wertvoll, weil niemand Brain ersetzen konnte (der 1957 starb).

Wenn man die noch findet und historischen Klang ertragen kann, sicher eine interessante Aufnahme; es gibt aber auch eine Stereo-Aufnahme mit Pears/Britten. Wir haben einen längeren thread zu diesem Stück.

Zitat


CHOPIN
Artur Rubinstein; RCA
Für Chopin-Enthusiasten war Rubinstein selbstständig und spielt auf zwei CDs eine Auswahl von Walzern, Mazurkas, Nocturnes, Scherzos und Polonaisen sowie das f-Moll-Konzert.

Aber warum sich mit einer Auswahl zufrieden geben? Man kriegt eine recht günstige 10?CD-Box mit fast allen Werken Chopins von Rubinstein; leider hat er die beiden zentralen Etüden-Sammlungen nicht gespielt.

Zitat


DEBUSSY
La mer; Cleveland Orch; Decca

Salonen, Boulez oder Ansermet

Zitat


DVORAK
Cellokonzert;

Fournier/Szell, oder (ddd) Queyras/Belohlavek



Zitat


Cellokonzert; LSO; EMI [+ Sea pictures]
Sie müssen Jacqueline du Pré außergewöhnliche Leistung mit Barbirolli haben. Es verbindet die Talente eines jungen Genies und eines Dirigenten, der 1919 in der Uraufführung (und später als Solist) im Orchester gespielt hatte.

Das kann man unterstützen.

Zitat


HANDEL
Messias; Toronto SO; EMI
Andrew Davis dirigiert einen Messias, der eher dem traditionellen Stil der Performance entspricht, aber er lässt Ornamentik zu. Das Ergebnis ist sehr befriedigend.

Wassermusik und Feuerwerk Musik; Minnesota Orch; MMG

Kenne die nicht und der Messiah soll sehr gut sein, aber auch Colin Davis (ca. 1966) und für HIP McCreesh.
Feuer/Wasser: Leppard für ein bißchen altenglischen Pomp, aber dennoch einigermaßene Transparenz, Tafelmusik, Savall oder Zefiro für HIP.

Zitat


HAYDN
Pariser Symphonien Nr. 82-87; Concentus Musicus Wien; Deutsches Harmonia Mundi
Ein seltenes Spiel unter Nikolaus Harnoncourt, das sich auf den Witz und Charme sowie auf die genialen Strukturen konzentriert, die sie so faszinierend machen.

Symphonien Nr. 96-99; Königliches Concertgebouw; Teldec
Harnoncourt zeigt, wie er ein modernes Orchester dazu bringen kann, so zu spielen, als wäre es eine Zeitkapelle. Jedes dieser Werke ist ein herrliches Meisterwerk.

Gefallen mir sehr gut, aber sie sind vielleicht zu eigen, um als erste Empfehlungen gelten zu können.

Zitat


MAHLER
Das Lied von der Erde; Wien PO; Decca
Viele von uns werden die Aufnahme von Bruno Walter /Ferrier

Lieber einen anderen Klassiker, Klemperer/Wunderlich/Ludwig in weit besserem Klang.

Zitat


Mahlers Sinfonie Nr. 10; Berliner PO; EMI.
Ein weiterer britischer Dirigent, Simon Rattle, überzeugt den Berliner Phil von der Leistung von Deryck Cookes ausführlicher Fassung von Mahlers letztem Werk, das zwar vollständig, aber nicht vollständig überliefert ist.

Ja. (oder meine ich die ältere mit einem britischen Orchester). Aber bizarr ist es, vor den anderen Sinfonien (außer 9) die vervollständigte 10. zu empfehlen...

Zitat


Winterreise; Dietrich Fischer-Dieskau und Gerald Moore; EMI
Der große deutsche Bariton ist in diesem Meisterwerk des Songwritings am poetischsten und einfühlsamsten. Der Klavierpart, keine bloße Begleitung, wird von Gerald Moore mit intuitivem Verständnis gespielt.

Lieber mit Demus auf DG

Zitat


SCHOSTAKOWITSCH
Komplette Streichquartette; Borodin Streichquartett; EMI
Diese werden sicher zu klassischen Aufführungen der 14 Quartette, die größere Musik als die 15 Symphonien sind.

Inzwischen eher auf Melodiya zu finden. Empfehlenswert,

Zitat


SIBELIUS
Sibelius Symphonien; Boston SO und LSO; Philips
Das zuverlässigste vollständige Set der sieben ist das von Sir Colin Davis in den 1970er Jahren durchgeführte. Es gibt andere großartige Einzelleistungen, aber Davis setzt sich in allen Punkten durch.

Solide Aufnahmen, aber es gibt zig gute Alternativen.

Zitat


BEETHOVEN
Fidelio; Königliches Opernhaus Orch; Testament
Otto Klemperer leitete diese aufregende Live-Performance 1961 in Covent Garden mit der unschlagbaren Kombination von Sena Jurinac und Jon Vickers als Leonore und Florestan.

Kenne ich zwar nicht, aber die leichter zu findende Studio-Aufnahme ist ziemlich gut, wenn auch ein bißchen "oratorisch" und es ist zu erwarten, dass die Live-Aufnahme etwas lebendiger ist.

Zitat


PUCCINI
Tosca; La Scala; EMI-Klassiker
Callas drückt jede Nuance des Textes in ihrer glühenden Leistung (1953) aus und wird von Giuseppe di Stefano als Cavaradossi und Gobbi als Scarpia verglichen. Durchgeführt von Victor de Sabata.

Zu recht ein Klassiker!

Zitat


ROSSINI

Il Barbiere di Siviglia; Kammerorchester von Europa; GD

Schäumende Performance unter der Leitung von Claudio Abbado und gesungen von einem Star-Besetzung wie Placido Domingo, Kathleen Battle und Ruggero Raimondi. Viele Rivalen, aber gehen Sie dafür.

Die ältere Studioaufnahme Abbados (DG) mit Prey ist jedenfalls auch ziemlich gut.

teleton

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9

Montag, 22. Januar 2018, 18:46

Hallo Wikau,

die LISTE enthällt ja einige Werke und Komponisten, die in jeden Klassik-Grundstock gehören: Beethoven, Brahms, Schubert, Schumann, Bruckner, Dvorak, Mendelssohn, Tschaikowsky.
Aber letztendlich gefällt sie mir nicht (Johannes hat da auch recht !) und die gewählten Aufnahmen finde ich auch nicht gerade gut getroffen. Vor allem der historische Monoschrott sollte bei einem Anfänger weg bleiben, damit überhaupt Hörspass für die Werke aufkommen kann.

Ich hatte bei meinen Anfängen ein paar russische Werke mit Aronowitsch in Mono von Tschaikowsky und seinem Umfeld - war für mich damals schon fürchterlich - die LP´s habe ich schell wieder verschwinden lassen.

Hier mal meine Empfehlungen:

*** Beethoven- Sinfonien - mit Karajan (DG) ist man erst mal als Referenz (an denen sich alle messen müssen) auf der sicheren Seite, es wird nicht bei diesen Aufnahmen bleiben; KLavierkonzerte Nr. 1-5 --- Ashkenazy/Solti (Decca) als eine von vielen guten Möglichkeiten
*** Bei Schumann wird nur das KK erwähnt ... warum nicht die wichtigen Sinfonien Nr.1 -4 - mit Levine /Berliner PH (DG) eine Aufnahme die jeden Erstling packen dürfte; ansonsten die Bernstein-GA (DG) mit Konzerten
*** Dvorak 7 - 9 - die Aufnahmen mit Dohnanyi (Decca); Klavierkonzert mit Richter (EMI), Violinkonzert -- Milstein (EMI); Cellokonzert -- Starker/Dorati (Philips u.a)
*** Brahms - Sinfonien --- da gibt viele sehr gute = Solti, Klemperer, Levine, Karajan, Dorati ...; Klavierkonzerte Nr 1 und 2 --- Fleisher/Szell oder Serkin/Szell (SONY)
*** Bruckner - Sinfonien (alle) mit Solti (Decca), Karajan oder Wand / Kölner RSO (RCA), Erstfassungen Inbal (Teldec)
*** Tschaikowsky - Sinfonien Nr.1 -6 -- für mich Swetlanow (WARNER), da das für den Anfänger die neusten Aufnahmen sind ... der Wahnsinn - auch bei der Manfred-Sinfonie.
*** Mendelssohn - Sinfonien + Violinkonzert -- Dohnanyi (Decca) klangtechnisch und von der Int wird man eigentlich nihcts Anderes benötigen
*** Schubert Sinfonien Nr.8 und 9 --- Karajan (DG), aber dann bist Du für alle Zeiten verdorben (wie ich !), weil alle Anderen dagegen dann lasch wirken.
*** Grieg - Peer Gynt-Suiten, Klavierkonzert -- Fleihser /Szell (Sony) oder Zimerman/Karajan (DG)
Das waren jetzt erst mal die Klassiker !

:thumbsup: Jetzt wird's erst interessant:
*** Khatchaturian - Sinfonien Nr.1 -3 und Klavierkonzert, Violinkonzert, Cellokonzert, Gayaneh und Spartacus Suiten - Swetlanow (Brillant) - russische Aufnahmen sind da immer TOP; beim KK Entremont/Ozawa (SONY).
*** Schostakowitsch - Sinfonie NR.1-15 - als Einstieg ist die preiswerte TOP-GA mit Barshai / Kölner RSO (Brillant) Klasse (20,-, wenn man richtig einkauft); Violinkonzerte, Cellokonzerte, Klavierkonzerte je Nr 1 und 2.
*** Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung -- entweder mit Ashkenazy mit Klavier und Ravel-OFassung (Decca) oder Solti (Decca)
*** Prokofieff - Sinfonien Nr. 1-7 -- Weller (Decca) als Einstieg ideal; die Fünfte mit Levine und Szell, Romeo und Julia-Ballett -- Solti (Decca), Klavierkonzerte Nr.1 -5, Violinkonzerte Nr.1 und 2.
*** Rachmaninioff: Sinfonien Nr.1 - 3 --- Ashkenazy (Decca), oder als Hammer Swetlanow (u.a. Melodyia); Klavierkonzerte Nr. 1-4 -- megapackend und straff nur Wild/Horenstein (Chandos)
*** Borodin: Sinfonien Nr. 1 -3 -- Swetlanow (melodiya) oder Roshdestwensky(Brillant)

*** Sibelius - Sinfonien Nr. 1 - 7 -- Bernstein (SONY) oder Ashkenazy (Decca) oder Berglund / only Bournemouth (EMI) ; Violinkonzert --- Oistrach/Ormandy (SONY), Sinfonische Dichtungen -- gute GA mit Neeme Järvi (DG), es gibt dann noch mehr, wenn man Blut geleckt hat ...
*** Nielsen - Sinfonien Nr.1 - 5 --- Paavo Järvi / Frankfurter RSO (RCA) = TOP_Neuaufname

*** Die Mahler-Schinken würde ich erst einmal hinten an stellen. Und wenn man soweit ist - dann Solti (Decca), Bernstein (SONY) das sind die, die IMO noch im Tempo vertretbar sind

8-) Das war jetzt erst mal genug aus dem Kopf heraus zusammengestellt !
Da habe ich sicher noch so einiges vergessen. Aber als Grundstock übersteigt sich das ja schon um einiges.

Wenn Du Fragen zu Aufnahmen hast !?! Nur zu !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Alfred_Schmidt

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  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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10

Montag, 22. Januar 2018, 19:15

Diese Auswahl - ich halte sie für sehr gewagt - zeigt fürs erste, welch progressiven Geschmack - vergleichsweise - das Mitgliederkollegium des Tamino- Klassikforuns doch hat und daß dier Voeworf an uns, einen tendentiell rückwärtsgewandten Geschmack zu haben pur aus der Luft gegriffen ist, bzw eine Unerstellung uns übel gesinnter Kleingeister.. :hahahaha: :untertauch:

Als ich die Liste sah, habe ich mir sofort zwei Fragen gestellt

WER hat diese Liste zusammengestellt und wie alt ist derjenige.

Alter und Herkunft sind keine Schande, aber man kann hier schon davon ausgehen, daß unser Alter und unsere Nationalität einen maßgeblichen Anteil an unsererSicht der Welt (in diesem Fall der Klassikwelt) hat

Bemerkenswert an dieser Liste aus meiner Sicht ist der englische Geschmack, wo einerseits zahlreiche englische Komponisten von mittlerer Bedeutung gegenüber weit bedeutenderen bevorzugt werden - freundlich ausgedrückt.
Ähnliches ist über die gewählten Dirigenten zu sagen:

Die Auswahl ist IMO sehr subjektiv und IMO nicht haltbar.

Sie ist "very british" (und zwar im schlechten Sinn des Wortes)
sehr historisch bezogen - Vieles hier ist MONO und SCHELLACKZEIT
und (ob das ein Fehler ist, darüber mag man streiten) allzu persönlich

Der Rezensent versucht hier SEIN Klassikbild von VORGESTERN für die Nachwelt zu retten.
Einiges davon ist sicher interessant und aus englischer oder historischer Sicht - bedeutend.
Aber als Ersteinstig halte ich die meisten Aufnahmen für ungeeignet - teilweise sogar für schädlich

Man kann einiges davon aus historischem Interesse erwerben, oder man gehört zu jener Generation der Interpreten, die hier nominiert wurden

Schaun wir also nach, wer dieser Michael Kennedy überhaupt ist:

Er ist typischerweise nur in der englischsprachigen WIKIPEDIA erwähnt:

Hier ein kurzer Auszug

George Michael Sinclair Kennedy CBE (19 February 1926 – 31 December 2014) was an Englischer Biograph, Journalist und Schriftsteller über Klassische Musik
..........
Alsc Schiftsteller hatte er besonderes Interesse an spätromantischer Musik und der Geschichte des Musikschaffens in Manchester seit dem 19. Jahrhundert. Er war speziell bekannt für genau und sympatische (sympatisierende ??) Studien der Werke von Ralph Vaughan Williams (mit welchem er die Letzten Jahr dessen Lebens nahe befreundet war)Edward Elgars, Benjamin Brittens, Gustav Mahles und Richard Strauss'. Er schreib ferner Biografien über Vaughan Williams, William Walton,John Barbirolli, stets mit Autorisierung von den Komponisten selbst, beziehungsweise im Falle von Barbirolli von dessen Familie.
...........

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Maurice

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11

Montag, 22. Januar 2018, 20:14

sind hier Aufnahmen dabei die ihr genauso sehen würdet?

Ja, beispielsweise diese:

1) BEETHOVEN: Klavierkonzert Nr. 5 (Kaiser); Staatskapelle Dresden; Philips

2) BEETHOVEN: Klaviersonaten (alle 32); Philips - Mitsuko Uchida.

3) BRAHMS: Symphonien Nr. 1-4; Scottish Chamber Orch; Telarc; Sir Charles Mackerras dirigiert.

4) ELGAR: Enigma-Variationen; LPO Live.

5) MOZART: Klavierkonzerte Nr. 22 und 27; Scottish Chamber Orch; Philips - Zusammenarbeit Alfred Brendel und Sir Charles Mackerras

6) SCHUBERT: Vier Klaviersonaten einschließlich B-Dur (D 960); Alfred Brendel; Philips

Leider war's das bereits von meiner Seite. :hello:
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

Uranus

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12

Montag, 22. Januar 2018, 20:19

:thumbsup: Jetzt wird's erst interessant:
*** Khatchaturian - Sinfonien Nr.1 -3 und Klavierkonzert, Violinkonzert, Cellokonzert, Gayaneh und Spartacus Suiten - Swetlanow (Brillant) - russische Aufnahmen sind da immer TOP; beim KK Entremont/Ozawa (SONY).
*** Schostakowitsch - Sinfonie NR.1-15 - als Einstieg ist die preiswerte TOP-GA mit Barshai / Kölner RSO (Brillant) Klasse (20,-, wenn man richtig einkauft); Violinkonzerte, Cellokonzerte, Klavierkonzerte je Nr 1 und 2.
*** Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung -- entweder mit Ashkenazy mit Klavier und Ravel-OFassung (Decca) oder Solti (Decca)
*** Prokofieff - Sinfonien Nr. 1-7 -- Weller (Decca) als Einstieg ideal; die Fünfte mit Levine und Szell, Romeo und Julia-Ballett -- Solti (Decca), Klavierkonzerte Nr.1 -5, Violinkonzerte Nr.1 und 2.
*** Rachmaninioff: Sinfonien Nr.1 - 3 --- Ashkenazy (Decca), oder als Hammer Swetlanow (u.a. Melodyia); Klavierkonzerte Nr. 1-4 -- megapackend und straff nur Wild/Horenstein (Chandos)
*** Borodin: Sinfonien Nr. 1 -3 -- Swetlanow (melodiya) oder Roshdestwensky(Brillant)

*** Sibelius - Sinfonien Nr. 1 - 7 -- Bernstein (SONY) oder Ashkenazy (Decca) oder Berglund / only Bournemouth (EMI) ; Violinkonzert --- Oistrach/Ormandy (SONY), Sinfonische Dichtungen -- gute GA mit Neeme Järvi (DG), es gibt dann noch mehr, wenn man Blut geleckt hat ...
*** Nielsen - Sinfonien Nr.1 - 5 --- Paavo Järvi / Frankfurter RSO (RCA) = TOP_Neuaufname

*** Die Mahler-Schinken würde ich erst einmal hinten an stellen. Und wenn man soweit ist - dann Solti (Decca), Bernstein (SONY) das sind die, die IMO noch im Tempo vertretbar sind


Khatchturian, Borodin und Nielsen eher als Mahler??? ?( ?( ?(
Herzliche Grüße
Uranus

dr.pingel

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13

Dienstag, 23. Januar 2018, 00:48

Keine Alte Musik, kein Strawinski, kein Janacek! Also Papierkorb!
...Ich möchte an dieser Stelle bestätigen, dass die Losung "Keiner singt Dylan wie Dylan selbst" stimmt. Fast alle anderen singen ihn besser (Wolfgang Welt, Doris hilft)

Stimmenliebhaber

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14

Dienstag, 23. Januar 2018, 01:15

kein Janacek!
JANACEK

Katya Kabanová, Wien PO, Decca

Eine 1976 aufgenommene Aufnahme des Janálek-Spezialisten Sir Charles Mackerras, in der die schwedische Sopranistin Elisabeth Söderström auf tschechisch singt, gibt eine wirklich großartige und herzzerreißende Performance.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Alfred_Schmidt

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15

Dienstag, 23. Januar 2018, 02:59

Ich würde zu der Liste keineswegs: "Papierkorb "sagen.
Es sit eine sehr einseitige, den englischen Sprachraum einer bestimmten Generation abdeckende Empfehlung, allerdings keine Liste, nach dersich ein Einsteiger eine zu unserer Zeit und unserem näheren Kulturkreis passende Sammlung anlegen sollte. Dazu kommt, daß viele Empfehlungen nicht nur aus der MONO-Ära sonderen oft auch aus der Schellack-Zeit stammen.

Beste Grüße aus Wien
Alfred

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Damiro

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16

Dienstag, 23. Januar 2018, 06:36

Ausgeschlafen...

Mahler muttu oder kanntu kaufen. ?( :jubel:
" Die meisten Zeitungsartikel (und Arztrechnungen) gleichen gestopften Würsten (nach Konrad Haste...)

Dr. Holger Kaletha

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17

Dienstag, 23. Januar 2018, 07:14

*** Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung -- entweder mit Ashkenazy mit Klavier und Ravel-OFassung (Decca)



Da ist die wirklich sehr hörenswerte Orchesterfassung nicht von Ravel, sondern von Vladimir Ashkenazy drauf! ;) :hello:

Schöne Grüße
Holger

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18

Dienstag, 23. Januar 2018, 09:10


Man kann einiges davon aus historischem Interesse erwerben, oder man gehört zu jener Generation der Interpreten, die hier nominiert wurden

Zu der Generation Furtwängler gehört heute niemand mehr, der wäre nämlich weit über 100!
Mitglieder der Generation Michael Kennedy sind um die 90, also auch 10 oder mehr Jahre älter als die älteren Forenmitglieder. Aber das ist sicher ein Teil der Erklärung. Für jemand, der wie Kennedy in den 1940ern und 50ern oder sogar schon den späten 1930ern mit klassischer Musik bekannt wurde, ist Menuhin/Enescu kein 80 Jahre alter "Monoschrott", sondern eine Erinnerung an die Jugend und eine Einspielung der 1950er vielleicht sogar etwas, was er seinerzeit mit Spannung als auch technisch hervorragende Neuaufnahme erwartet hat. Dazu die persönlichen Beziehungen zu den englischen Komponisten, das erklärt schon sehr viel der Auswahl.


Schaun wir also nach, wer dieser Michael Kennedy überhaupt ist:

Er ist typischerweise nur in der englischsprachigen WIKIPEDIA erwähnt:

Hier ein kurzer Auszug

George Michael Sinclair Kennedy CBE (19 February 1926 – 31 December 2014) was an Englischer Biograph, Journalist und Schriftsteller über Klassische Musik
..........
Alsc Schiftsteller hatte er besonderes Interesse an spätromantischer Musik und der Geschichte des Musikschaffens in Manchester seit dem 19. Jahrhundert. Er war speziell bekannt für genau und sympatische (sympatisierende ??) Studien der Werke von Ralph Vaughan Williams (mit welchem er die Letzten Jahr dessen Lebens nahe befreundet war)Edward Elgars, Benjamin Brittens, Gustav Mahles und Richard Strauss'. Er schreib ferner Biografien über Vaughan Williams, William Walton,John Barbirolli, stets mit Autorisierung von den Komponisten selbst, beziehungsweise im Falle von Barbirolli von dessen Familie.
...........

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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19

Dienstag, 23. Januar 2018, 09:42

Das erinnert mich jetzt an meine erfolglosen Versuche, die Deutsch-Lastigkeit bei unserem Opernkanon einzudämmen ...
Es ist recht gesund, solche Listen (oder Lexika) aus anderen Ländern anzusehen, um die eigene Verzerrung des Blickwinkels klarer zu sehen. Was den Engländern ihre Vaughan-Williams und Walton ist dem Deutschen sein Hartmann und Zimmermann - oder sein Humperdinck und Kienzl.

Ansonsten ist in der Tat wichtiger, welche Werke man hört, als welche Aufnahmen.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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20

Dienstag, 23. Januar 2018, 09:52

Interessanterweise ist aber trotz der angeblich deutsch(österreichischen) Dominanz in der klassischen Musik bis Anfang des 20. Jhds. heute der Einfluss der angelsächsischen Sphäre global so stark, dass Elgar WEIT besser diskographisch (und vermutlich auch im Konzert) repräsentiert ist als z.B. Reger oder Pfitzner und Vaughan Williams oder Britten weit besser als Hartmann. Von einem selbst in Deutschland praktisch vergessenen wie Kienzl gar nicht anzufangen. (Humperdincks Hänsel und Gretel ist aus naheliegenden Gründen eine Ausnahme.)

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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21

Dienstag, 23. Januar 2018, 10:02

Britten ist aber international deutlich höher geschätzt als Hartmann - Hartmann könnte man eher mit Walton oder Tippett vergleichen.
England bemüht sich sehr, seine Meister flächendeckend zu pflegen. Das ist erfreulich. Man vergleiche das mal z.B. mit der Slowakei - da existieren zu den bedeutenderen Komponisten z.T. überhaupt keine Aufnahmen, während in England wirklich das Entlegendste ausgegraben wird. Deutschland und Österreich sind wohl irgendwie im Mittelfeld, was die Kleinmeisterpflege betrifft.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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22

Dienstag, 23. Januar 2018, 10:12

Ja, das scheint mir auch so. Nordeuropa (und teilweise Russland/Sowjetunion, wenn auch vielleicht eher zur Sowjetzeit) sind da auch sehr rege. In Deutschland/Österreich liegt es allerdings auch daran, dass es so viele "Großmeister" gibt, die die anderen verdrängen.

Frankreich ist hier meinen Eindruck nach eher noch schlechter als D/A. Erato hatte das früher so ein bißchen im Programm, aber seit die von Warner übernommen wurde, ist da nicht mehr viel. Oft haben die britischen Independents wie ASV oder Chandos oder heute Naxos oder cpo mehr Einsatz für französische (oder gar italienische) weniger bekannte Komponisten gezeigt als in diesem Ländern beheimatete Labels.

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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23

Dienstag, 23. Januar 2018, 10:17

Noch als Ergänzung zu den slowakischen Komponisten, damit man das leichter nachvollziehen kann:
Man vergleiche die Diskographie von

Alexander Albrecht (1885 – 1958)
Alexander Moyzes (1906 – 1984)
Eugen Suchoň (1908 – 1993)
Ján Cikker (1911 – 1989)

etwa mit der von

Ernest John Moeran (1894 – 1950)
Edmund Rubbra (1901 – 1986)
Gerald Finzi (1901 – 1956)
Lennox Berkeley (1903 – 1989)
Constant Lambert (1905 – 1951)

:S

Alfred_Schmidt

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  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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24

Dienstag, 23. Januar 2018, 10:20

Zitat

Das erinnert mich jetzt an meine erfolglosen Versuche, die Deutsch-Lastigkeit bei unserem Opernkanon einzudämmen ...

Im Operkanon habe ich das nicht so beobachtet (muß ich nachholen) - aber ansonst hält sich IMO die Deutschlastigleit in der deutschen Klassikszene - und damit meine ich auch die Musiklexika, Konzertführer etc - doch in Grenzen.
Im Falle von etwas weniger bekannten Komponisten - Spontan fallen mir Ries, Gernsheim, Herzogenberg, Klughart und Draeseke ein -
ist man in Deutschland nicht "deutschlastig" - die Engländer und Franzosen gehen mit ihrem "Mittelmaß" sorgsamer um.
Das Tamino Klassikforum versucht aus diesem Grunde oft als Korrektiv zu wirken und schiesst (vermutlich ?) gelegentlich übers Ziel hinaus

Mfg aus Wien

Alfred

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  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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25

Dienstag, 23. Januar 2018, 10:27

Zitat

Das erinnert mich jetzt an meine erfolglosen Versuche, die Deutsch-Lastigkeit bei unserem Opernkanon einzudämmen ...

Im Operkanon habe ich das nicht so beobachtet (muß ich nachholen) - aber ansonst hält sich IMO die Deutschlastigleit in der deutschen Klassikszene - und damit meine ich auch die Musiklexika, Konzertführer etc - doch in Grenzen.
Das ist ein Irrtum. Gerade deutsche Lexika und Konzertführer haben extreme Schlagseite, die mich früher auch geprägt hat. Ich treibe mir das gerade aus, indem ich immer parallel grove und mgg konsultiere - das ist sehr aufschlussreich.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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26

Dienstag, 23. Januar 2018, 11:50

Bei Opern hat man ja die internat. vs. deutschsprachigen Statistiken. Hänsel und Gretel und Freischütz sind deutsche Spezialitäten, die anderswo kaum eine Rolle spielen. Bei anderen Stücken gibt es Unterschiede, aber keine so großen. Die Zauberflöte ist auch international sehr populär; auch bei Wagner und Strauss sind die Unterschiede nicht riesig bzw. hängen sie wohl eher mit dem großen Aufwand vieler dieser Stücke zusammen

Zu Konzertführern habe ich mich schonmal in einem anderen Thread ausgelassen. Bei der Musik des 19. Jhds. ist m.E. die Dominanz deutsch-österreichischer Instrumentalmusik auch historisch bzw. angesichts des tatsächlichen Repertoires gerechtfertigt. Wo die Konzertführer, selbst in den neueren Auflagen, oft erstaunlich schlecht und einseitig werden, ist im 20. Jhd. Dort wird oft überhaupt noch nicht reflektiert, dass Sibelius, Nielsen, Vaughan Williams heute eher relevanter sind als Reger oder sogar Hindemith und man Poulenc, Villa-Lobos, Milhaud u.a. auch nicht kursorisch mit einer Seite abhandeln sollte.

teleton

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  • »teleton« ist männlich

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27

Dienstag, 23. Januar 2018, 11:51

RE: Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung

Khatchturian, Borodin und Nielsen eher als Mahler???

Ja, ich finde Mahler für einen CD-GRUNDSTOCK, um den es hier geht, etwas verfrüht -- OK, vielleicht dann die Sinfonie Nr.1 und 2 zum ersten Schnuppern.
So eine Liste wird jeder anders sehen, wie man am Theradverlauf shen kann. Der Eine will dass, dem Anderen fehlt das.
:yes: Kann man doch alles noch hinzufügen !

Da ist die wirklich sehr hörenswerte Orchesterfassung nicht von Ravel, sondern von Vladimir Ashkenazy drauf!

JA, ich hatte meine Liste nur aus dem Kopf heraus zusammengestellt. Du hast Recht, das ist die gute Ashkenazy-Fassung mit seiner brillanten Klavierfassung gekoppelt.
:thumbup: JA, wenn es um die grossartige Ravel-Fassung geht dann sollte es
Solti / Chicago SO (Decca) sein ! Mehr Brillanz, mehr Biss, mehr Rhythmik geht nicht - und das Ganze in perfekter Decca-Klangtechnik
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Joseph II.

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28

Dienstag, 23. Januar 2018, 12:10

Walton hat m. E. durchaus seinen Platz auf so einer Liste verdient. Nicht wenige halten ihn sogar für den besseren Komponisten als den unvermeidlichen Elgar. Konkret: Waltons 1. Symphonie gehört als eine der wichtigsten Symphonien des 20. Jahrhunderts für mich jedenfalls drauf. An sehr guten Einspielungen mangelt es nicht. Ich würde Horenstein nominieren.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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29

Dienstag, 23. Januar 2018, 12:22

Bei 100 hat mE Walton nichts verloren ...
Aber Tallis mit seinen Lamentationes, der darf rein, z.B. so:

Auf dem "Album" ist dann auch Spem in alium drauf.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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30

Dienstag, 23. Januar 2018, 12:25

Es ist auch ein bißchen unfair, die Liste als einen "Grundstock" zu betrachten. So war sie wohl nicht gedacht bzw. oszilliert sie eben zwischen Standardwerken/empfehlungen und, was ja auch ein Anliegen sein könnte, besonderer, aber nicht offensichtlicher Aufnahmen.

Ich meine dafür, dass man sich die Beethoven-Sinfonien und die Zauberflöte anhören sollte, wenn man an Klassik interessiert ist, braucht man keine extra Liste...