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Agon

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1

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:07

Abriss der Oper Frankfurt droht - wo führt das hin?

Ich würde Euch und mir dieses Thema lieber ersparen, aber es geht leider nicht, denn es verdichten sich die Hinweise darauf, daß die Frankfurter "Theaterdoppelanlage" am Willy-Brandt-Platz (Oper und Schauspiel mit Kammerspielen in einem Gebäudekomplex) tatsächlich zugunsten eines oder zweier Neubauten an anderer Stelle abgerissen werden soll.
Mich macht dieses Thema krank und hilflos, denn offensichtlich ist jetzt plötzlich alles möglich.
Durch ein Gutachten eines Hamburger Architekturbüros wurde festgestellt, daß die Sanierung dieser Anlage ca. 848-868 Millionen € und ein Neubau bis zu 889 Millionen € kosten würde.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/st…g-15049361.html

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/fr…r-15053030.html

Mich wundert sehr, daß diese Theateranlage angeblich so marode und kaputt sein soll, daß sie abgerissen werden muß. Da kann etwas nicht stimmen. Die Zuschauerräume beider Häuser sind vollkommen in Ordnung und verwendbar und die Bühnentechnik wurde im Schauspiel erst für mehrere Millionen € erneuert, und die Oper verfügt nach wie vor über die größte Drehbühne Europas, was bei zahlreichen Produktionen zu eindrucksvollsten Erlebnissen geführt hat.
Diese Doppelanlage wurde 1963 auf dem Fundament des alten Schauspielhauses errichtet und da sind wohl irgendwelche Leitungen, Treppen und Keller abgenutzt bis kaputt.
Die Politik scheint mir überwiegend hilflos bis geschockt zu reagieren angesichts eines solchen Betrags und die beiden Intendanten schweigen. Offensichtlich wollen sie beide damit nicht viel zu tun haben und rechtzeitig den Abflug machen. Schöne Aussichten.
Also, alles was da kommen kann, ist gruselig und fürchterlich: Abriss, Neubau, Ausweichspielstätten, Kostensteigerungen, Qualitätsabsturz, Bedeutungsverlust, kulturelle Provinzialisierung. Ich wills mir gar nicht weiter ausmalen.

So sieht die Frankfurter Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz noch aus:



Was denkt Ihr darüber?
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

Helmut Hofmann

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2

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:26

Agon fragt: "Was denkt Ihr darüber?"

Ganz einfach: Geld regiert die Welt. Die Frankfurter Oper steht auf einem Grund und Boden, der so kostbar ist, dass er der Stadt gewaltige Einnahmen bringt, wenn sie ihn an einen Hochhaus-Investor verkauft. Damit lässt sich locker ein Neubau an anderer Stelle errichten.
Das kommt die Stadt jedenfalls billiger, als dies bei einer Sanierung des Altbaus der Fall wäre. Saniert werden müsste er allerdings wirklich. Ich bin mein halbes Leben in diesem Bauwerk ein und aus gegangen und mit ihm alt geworden.

Agon

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3

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:40

Offensichtlich ist das Geld wirklich das einzige, was die Stadt Frankfurt noch interessiert. OB Feldmann und seiner Kulturdezernentin Hartwig (beide SPD), scheint das Schicksal von Oper und Schauspiel ziemlich egal zu sein, so mein Eindruck. Der Standort Willy-Brandt-Platz ist ja gerade so wichtig und besonders angesichts seiner zentralen Lage, umgeben von Banken und Hochhäusern. Wo will man denn dann die neue Oper hinbauen? In ein Industriegebiet an der Hanauer Landstraße? Schön!

Verstehe ich Dich richtig, lieber Helmut Hofmann, daß Du hier Mitarbeiter am Theater bist, wenn Du da Dein halbes Leben ein- und ausgegangen bist?
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Helmut Hofmann

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4

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:54

Nein, lieber Agon, das bin ich nicht. Kein Mitarbeiter dort, nur ein wirklich dabei alt gewordener Besucher der vielen Opern-Inszenierungen und anderer Aufführungen klassischer Musik, die dort stattfanden.
Aber Du hast den Finger schon in die Wunde gelegt. Der Kern des Problems, um das es hier geht, hat einen Namen. Und der lautet: Feldmann.
Ich denke mit Wehmut an die Zeiten zurück, in denen Kultur - im weitesten Sinne - für den Magistrat der Stadt Frankfurt ein bedeutender und maßgeblicher Faktor der grundlegenden politischen Entscheidungen war.
Sie sind passé. Leider!

Garaguly

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5

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:59

In meinen dunkelsten Fantasien wittere ich noch Schlimmeres als Agon: die gewaltige Summe, die da im Raume steht, kann von manchen Parteien für einen Kulturkampf gegen die Hochkultur genutzt werden. Man könnte von dieser Seite aus wahrscheinlich viele Menschen instrumentalisieren und die Stimmung anheizen, um Stimmen zu fangen. Das Ergebnis: ein Frankfurt ohne Oper? Hoffentlich nicht! Ein Frankfurt ohne Schauspiel? Hoffentlich nicht. Mir ist ein bisschen bange. ;(

Grüße
Garaguly

Garaguly

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6

Mittwoch, 14. Juni 2017, 19:02

Nein, lieber Agon, das bin ich nicht. Kein Mitarbeiter dort, nur ein wirklich dabei alt gewordener Besucher der vielen Opern-Inszenierungen und anderer Aufführungen klassischer Musik, die dort stattfanden.
Aber Du hast den Finger schon in die Wunde gelegt. Der Kern des Problems, um das es hier geht, hat einen Namen. Und der lautet: Feldmann.
Ich denke mit Wehmut an die Zeiten zurück, in denen Kultur - im weitesten Sinne - für den Magistrat der Stadt Frankfurt ein bedeutender und maßgeblicher Faktor der grundlegenden politischen Entscheidungen war.
Sie sind passé. Leider!

Ja, der Feldmann. Der ist ein Problem. Er scheint gegen vieles zu sein, was er in seiner schlichten Denkungsart für elitär hält. Vom Gymnasium sagte er, man müsse dort so viele Schüler hineinstopfen, bis es kracht. Auch so einer von den linken Einheitsschulfetischisten. :cursing: :cursing: :cursing:

Grüße
Garaguly

Rheingold1876

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7

Mittwoch, 14. Juni 2017, 19:08

Den Frankfurtern ist nur zu raten, sich zu wehren und wachsam zu bleiben. Inwieweit der Bau aus den 1960er Jahren marode ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn es aber um Abriss geht, um Grundstücke und einen Neubau, der billiger sei als die Sanierung, sollten bei den Bürgern alle Alarmglocken läuten. Angeblich soll ja die Altstadt den Menschen zurückgeben werden. Darauf würde ich keinen Euro wetten. Schließlich hat Frankfurt ja so seine leidvollen Erfahrungen. Hier in Berlin, wo ich lebe, bildet sich die naive bis einfältige rot-rote-grüne Landesregierung ein, nach dem Brexit Teile des Finanzstandorts London an die Spree locken zu können. Gott behüte uns davor.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Agon

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8

Mittwoch, 14. Juni 2017, 19:24

Also, ich war ja nie ein Petra Roth-Fan (Vorgängerin von Feldmann), aber eins muß man Ihr lassen: für die Oper hat Sie sich immer sehr eingesetzt und Intendant Loebe finanziell den Rücken freigehalten, obwohl das sicher nicht einfach war bei den vielen Kulturfeinden und provinziellen Geistern in der Frankfurter Stadtpolitik.
Feldmann hat schon zahlreiche befremdliche Äußerungen zur Kulturpolitik losgelassen - offensichtlich hat er überhaupt keinen Bezug dazu. Kulturdezernentin Hartwig ist eine ehemalige Literaturkritikerin der Frankfurter Rundschau - mit Theater oder Oper hat Sie nichts am Hut.
Mein Gott - was hat diese Oper für eine glorreiche Vergangenheit: Solti, Matacic, Dohnanyi, Gielen, Bertini, Cambreling, Carignani. Auch Weigle machts ja im Grunde jetzt nicht schlecht und ist präsent.
Ich will den Abriss nicht. Das ist einfach ein Himmelfahrtskommando. Dieses Gebäude und der Standort sind wertvoll und haben sich bewährt. Es gehört einfach zur Stadt und macht sie menschlich und lebenswert. Und hat eine (inter)nationale Ausstrahlung.
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Knusperhexe

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9

Mittwoch, 14. Juni 2017, 19:43

Diese Doppelanlage wurde 1963 auf dem Fundament des alten Schauspielhauses errichtet und da sind wohl irgendwelche Leitungen, Treppen und Keller abgenutzt bis kaputt.

Das Opernhaus wurde nicht nur auf den Fundamenten des alten Schauspielhauses errichtet, das den Krieg leicht beschädigt überstanden hatte. Dem Gründerzeitbau wurde einfach diese Betonhülle übergestülpt. Viele Fassaden Reste, Stuck und Werkstein, sind noch erhalten und in einem guten Zustand. Die Vorhangfassade ist allerdings völlig marode. Die Sanierung wird geschätzte 900 Millionen Euro kosten. So viel kostet aktuell auch die völlig aus dem Ruder gelaufene Sanierung des zeitgleich eröffneten Kölner Opernhauses.

In Frankfurt hat sich erfreulicherweise ein Bürgerverein gegründet, der es sich zum Ziel gesetzt hat die schreckliche Betonhülle zu entfernen und den Ursprungszustand des Hauses wiederherzustellen.

Im ersten Schritt seines Ansinnens ging es erst einmal darum, deutlich zu machen, dass die Theaterdoppelanlage NICHT erhaltenswert ist. Alle "Experten" haben vor einem Jahr daraufhin aufgeschrien und sind jetzt plötzlich selber für einen Abriss. Die Initiative hatte Recht behalten. So!.

Und im zweiten Schritt wird nun nun die Schönheit des historischen Vorgängerbaus immer wieder präsentiert, bis die Entscheidungsträger endlich überzeugt bzw den Druck der Öffentlichkeit nachgeben müssen.

Nachfolgend der Link zur Bürgerinitiative:
http://www.frankfurterschauspielhaus.de/


Besser noch als der Internetauftritt demonstriert die Facebook-Seite der Initiative die Wankelmütigkeit der Politiker und das wachsende Interesse an der Rekonstruktion des ursprünglichen Gebäudes. Ich drücke jedenfalls alle Daumen und bin recht zuversichtlich, dass es klappen wird.


So sehr das Haus vor dem Krieg aus:


So stellte es sich kurz nach der Wiederherstellung Ende der 40er Jahre dar:




Ende der 50er Jahre wurden bereits die Turm Aufbauten gekappt:



Kurz vor dem übergestülpten Betonklotz:




Und so präsentiert sich die Anlage heute. Wenn die Glas und Beton Fassade erstmal weg ist, wird der Ursprung bau wieder deutlich werden:

Regietheater? Nein, danke!

Agon

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10

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:40

Ne, einen Bau von 1899 wird man hier mit Sicherheit nicht wieder hinsetzen. Das will keiner außer diesem komischen Verein, der sowieso keinen Einfluß hat.
Der würde auch nicht in das heutige Umfeld am Willy-Brandt-Platz passen, sondern wie ein totaler Fremdkörper wirken. Hier siehts nun mal nicht mehr aus wie um 1900.
Es gibt übrigens schon die "Alte Oper", die wiederaufgebaut wurde, aber eben nur äußerlich - von innen ist sie potthässlich - da würde ich mir mal eine Sanierung bzw. Entkernung wünschen.
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Knusperhexe

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11

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:44

Wir werden sehen. Schließlich ist Frankfurt mittlerweile Meister im rekonstruieren.

Übrigens ist der Bau von 1902 und noch zu mehr als 50% erhalten.
Regietheater? Nein, danke!

Garaguly

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12

Mittwoch, 14. Juni 2017, 21:30

Meine persönliche Ästhetik würde am liebsten den Ursprungsbau dort sehen. Allerdings muss ich Agons Einlassung beipflichten, dass der gesamte Willy-Brandt-Platz (ex-Theaterplatz) nun so gar nichts mehr mit dieser Zeit gemein hat. Nur auf einer Seite gibt es ein paar Jahrhundertwendefassaden, aber das sind nur Fassaden, dahinter ist nichts mehr echt.
Aber mein Hauptargument gegen eine Rekonstruktion des alten Baues ist die Frage der Funktionalität. In einer Rekonstruktion des Originals hätten Oper, Schauspiel und Kammerspiel zusammen keinen Platz. Vor dem II. Weltkrieg beherbergte das Gebäude ja nur das Schauspiel, die Frankfurter Oper befand sich in der heute so genannten "Alten Oper", bis diese im Rahmen eines Luftangriffs im März 1944 völlig ausbrannte und dann jahrzehntelang als Ruine die Frankfurter Innenstadt zierte. Die heutige "Alte Oper" ist aber kein Opernhaus mehr, sondern ein Konzerthaus, in dem man höchstens mal eine konzertante Opernaufführung erleben kann. Die Spielorte haben sich also erheblich verschoben. Zöge die Oper in den rekonstruierten Schauspielsbau - wohin müssten dann Schauspiel und Kammerspiel? Es wäre dann ja noch ein zweiter Neubau notwendig. Ich fände einen architektonisch hochwertigen, technisch modernst ausgestatteten "Kombineubau" für alle drei Sparten an selber Stelle die beste Lösung.

Grüße
Garaguly

Agon

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13

Mittwoch, 14. Juni 2017, 21:57

So furchtbar ist dieser "Betonklotz" auch nicht. Die ganze vordere Glasfassade ist sogar sehr ansehnlich. Das ist architektonisch geschmackvoll gemacht. Und wenn man im Holzfoyer der Oper ist und es ist dunkel, dann hat man einen wunderbaren und urban wirkenden Blick auf Frankfurts Hochhäuser. Dasselbe gilt für die Panoramabar im Schauspiel. Ich gehe immerhin seit knapp zwanzig Jahren regelmäßig in dieses Gebäude. Die Oper ist von innen sogar sehr gelungen. Sie hat eine angenehme, warme Atmosphäre, man kann sich direkt an die Glasfassade an Tische setzen, sich unterhalten, lesen etc.pp. Es ist kein elitärer Bau - es ist eben ein städtisches Theater für die Menschen der Stadt. Es gibt ein Parkett und drei Ränge. Natürlich sind da nicht alle Plätze toll. Man muß es eben ausprobieren. Die Oper wird momentan sehr gut angenommen, was nicht selbstverständlich ist. Loebe hat es durchaus geschafft, unterschiedlichen Geschmäckern gerecht zu werden.

Eine Sanierung ist ja nun praktisch vom Tisch, da die Betriebserlaubnis im Jahr 2021 ausläuft:

http://www.fr.de/frankfurt/betriebserlau…iehen-a-1295606

Also das klingt schon ziemlich nach Erpressung. Es soll wohl ein Neubau erzwungen werden. Und da wollen natürlich viele Firmen dran verdienen. Ich kann nur hoffen, daß der Willy-Brandt-Platz als Standort bleibt.
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Knusperhexe

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14

Mittwoch, 14. Juni 2017, 23:43

Gerade, weil die Umgebung so eintönig ist muss die heute verhangene Bausubstanz wieder zugänglich gemacht und die fehlenden Teile ergänzt werden. Das Viertel wird durch den Wideraufbau des alten Schauspielhauses eine enorme Aufwertung erfahren. Solche Altbauten sind magnetische Blickpunkte im modernen Kontext. Genau wie in einer Wohnung, wo inmitten moderner Möbel eine Antiquität steht.
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Siegfried

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15

Donnerstag, 15. Juni 2017, 04:04

Ich befürchte, dass auch hier die Immobilienhaie das Rennen machen so wie in Stuttgart der denkmalgeschützte Bahnhof zerlegt wird, nur um das lukrative Gleisvorfeld als Bauland zu gewinnen. Der problembehaftete Tiefbahnhof ist nur Nebenkriegsschauplatz.
Und unsere Oper ist inzwischen so marode geworden, dass das Schlimmste befürchtet werden muss. Man kann sich nicht mal auf einen Ausweichstandort einigen, dessen Verwirklichung dann auch noch viele Jahre dauert, bis der Littmann-Bau endlich saniert werden kann.
Bedenkliche Parallelen!
Freundliche Grüße Siegfried

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Donnerstag, 15. Juni 2017, 13:35

Ja, es wird wohl so kommen, daß sich die Immobilienmafia hier vollkommen austoben darf.
Beispiele dafür gibt es genug: Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Flughafen Berlin-Brandenburg, Lindenoper Berlin, Oper Köln usw. usf. - Frankfurt kommt als Nächstes dran...
Es ist einfach nur noch abstoßend.
Um die Musik und ums Theater geht es hier schon lange nicht mehr.
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La Roche

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17

Donnerstag, 15. Juni 2017, 13:43

Ja, es wird wohl so kommen, daß sich die Immobilienmafia hier vollkommen austoben darf

Da wirst Du wohl recht haben.

Allerdings muß ich als Nicht-Frankfurter sagen, daß mir die im Bild gezeigte Beton-Glas-Fassade überhaupt nicht gefällt. Das sieht ja noch miserabler aus als der jetzt umgebaute Dresdener Kulturpalast.

Aber vertrau den Frankfurter Politikern, die werden das richtige machen. Unsere Politiker sind doch die besten. Sie wurden demokratisch gewählt, was willst Du mehr.
Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer

MSchenk

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18

Donnerstag, 15. Juni 2017, 13:47

Ja, es wird wohl so kommen, daß sich die Immobilienmafia hier vollkommen austoben darf. Beispiele dafür gibt es genug: Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Flughafen Berlin-Brandenburg, Lindenoper Berlin, Oper Köln usw. usf. - Frankfurt kommt als Nächstes dran...

Ich möchte bzw. kann ich nicht alle Beispiele im Detail durchgehen, aber inwiefern hat sich die sog. Immobilienmafia z.B. bei der Elbphilharmonie ausgetobt? Hier wurden ja keine Gebäude für teuren Wohnraum abgerissen (mal abgesehen von den sehr wenigen Wohnungen, die es in dem Gebäude tatsächlich gibt). Sicher, an jedem Beispiel ließen sich genügend Probleme, falsche Entschlüsse etc. festmachen, aber dieses undifferenzierte, aber wohlfeile Rundum-Bashing erzeugt bei mir immer weniger Verständnis ...
mfG Michael

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Donnerstag, 15. Juni 2017, 14:05

Ja, jetzt, wo die Elbphilharmonie steht und der Betrieb läuft, will niemand mehr daran erinnert werden, daß die ursprünglichen Baukosten einmal mit ca. 186 Millionen € beziffert wurden - am Ende lagen sie bei 789 Millionen €. Das ist natürlich völlig normal, nachvollziehbar und hinnehmbar, klar.

Solche Prestigeprojekte sind einfach ein gefundenes Fressen für Architekten, Baukonzerne und Immobilienfirmen. Das ist doch glockenklar.
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MSchenk

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Donnerstag, 15. Juni 2017, 14:19

Ja, jetzt, wo die Elbphilharmonie steht und der Betrieb läuft, will niemand mehr daran erinnert werden, daß die ursprünglichen Baukosten einmal mit ca. 186 Millionen € beziffert wurden - am Ende lagen sie bei 789 Millionen €. Das ist natürlich völlig normal, nachvollziehbar und hinnehmbar, klar. Solche Prestigeprojekte sind einfach ein gefundenes Fressen für Architekten, Baukonzerne und Immobilienfirmen. Das ist doch glockenklar.

Jetzt komm mal wieder runter! - Ich habe nicht behauptet, dass z.B. bei der Elbphilharmonie alles toll gelaufen ist, im Gegenteil. Trotzdem ist mir eben nicht "glockenklar", was dass jetzt mit den von Dir apostrophierten Immobilienhaien zu tun hat bzw. was Du in diesem Zusammenhang überhaupt darunter verstehen möchtest?
mfG Michael

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Donnerstag, 15. Juni 2017, 16:42

Ich persönlich kann die Elbphilharmonie nicht ausstehen, weder von außen, noch von innen, noch von den Umständen ihrer Entstehung her. Und ich würde auch niemals auf die Idee kommen, da extra hinzufahren. Nein Danke.

Da würde ich immer die Kölner Philharmonie, den Amsterdamer Concertgebouw oder den Wiener Musikverein bevorzugen. Und von den neuen Konzertsälen würde ich mir da lieber die Pariser Philharmonie und den Dresdner Kulturpalast ansehen/anhören.
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Donnerstag, 15. Juni 2017, 16:48

Ich persönlich kann die Elbphilharmonie nicht ausstehen, weder von außen, noch von innen, noch von den Umständen ihrer Entstehung her. Und ich würde auch niemals auf die Idee kommen, da extra hinzufahren. Nein Danke.

Verlangt ja auch niemand. Trotzdem frage ich mich, woher diese Aversion eigentlich kommt? Wenn ich es richtig verstehe, warst Du noch nicht drinnen, woher weißt Du also, dass Du das Innere nicht ausstehen kannst? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Bilder nur einen recht unzulänglichen Eindruck der tatsächlichen Verhältnisse liefern.
mfG Michael

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23

Donnerstag, 15. Juni 2017, 16:57

Trotzdem frage ich mich, woher diese Aversion eigentlich kommt?
Es liegt vermutlich daran, daß die Musik hier nur als Vehikel zur Selbstdarstellung benutzt wird.

Und immer, wenn ich so etwas bemerke, reagiere ich eben mit Abwehr.
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Alfred_Schmidt

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24

Donnerstag, 15. Juni 2017, 17:16

Verlangt ja auch niemand. Trotzdem frage ich mich, woher diese Aversion eigentlich kommt? Wenn ich es richtig verstehe, warst Du noch nicht drinnen, woher weißt Du also, dass Du das Innere nicht ausstehen kannst? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Bilder nur einen recht unzulänglichen Eindruck der tatsächlichen Verhältnisse liefern.


Die Aversion kann ich schon nachempfinden. Der Bau (die Aussengestaltung übergehe ich höflicherweise) ist ein reiner Zweckbau, da fehlt alles Elitäre. Ebenso könnten dor Popkonzert stattfinden, Dieses erhabene Gefühl, das man bekommt, wenn man einen Konzertsaal , wie den des Wiener Musikvereins betritt, das kann in solch einer Umgebung nicht zustande kommen. Ich frage mich überhaupt, was denn an einem solchen Beton-Stahl-Glas-Klotz so viel kosten soll ? Die Konzertsäle der vergangenen Jahrhunderte waren von den größten Künstlern ihrer Zeit ausgestattet und demzufolge entsprechend prunkvoll. Das fehlt modernen Nutzbauten von heute - trotz exorbitant hohen Kosten- vollends. Irgendwie erinnern mich die Innenräume (via Foto) doch sehr an moderne Business-Hotels oder Beispielsweise an die Hauptbücherei in Wien - ein moderner Freundlicher Nutzbau - mehr war auch im konkreten Fall nicht verlangt. Unter einem "Kulturtempel" stelle ich mir beispielsweise schon etwas anderes vor.

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

MSchenk

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25

Donnerstag, 15. Juni 2017, 17:50

Trotzdem frage ich mich, woher diese Aversion eigentlich kommt?
Es liegt vermutlich daran, daß die Musik hier nur als Vehikel zur Selbstdarstellung benutzt wird. Und immer, wenn ich so etwas bemerke, reagiere ich eben mit Abwehr.
Diesen Standpunkt kann ich ja grundsätzlich verstehen, nur sehe ich nicht, was dies mit der Elbphilharmonie zu tun hätte: Ich habe dort inzwischen ca. 14 Konzerte besucht und weder kann ich feststellen, dass das Publikum elitärer oder prominenter wäre, als z.B. im hiesigen Opernhaus, noch ist der größte Teil des Programmes etwa dem klassischen Mainstream verhaftet. Insofern vermag ich nicht zu erkennen, wer sich hier genau womit selbst darstellt. Dann haben der Wiener Konzertverein, die Wiener oder Münchner Staatsoper und natürlich die demnächst wieder anstehenden Festspiele (Salzburg, Bayreuth, Badan-Baden etc.) sicherlich der ungleich größeren Aversions-Faktor.

p.s. Vielleicht sollte ich kurz mein eigenes Verhältnis zur Elbphilharmonie klarstellen: Als passionierter Opern- und Konzertgänger und großer Freund der Hamburger Laiszhalle hat mich damals die Idee eines neuen Konzertgebäudes (noch dazu direkt am Hafen) so sehr begeistert, wie mich später der Verlauf und die politischen und wirtschaftlichen Querelen entsetzt haben. Trotzdem gehe jetzt gerne hin, da zum einen weder die auftretenden Künstler noch das Gebäude etwas für diesen ganzen Unbill können und zudem sowohl der Saal, als auch die Künstler dort auf musikalischem Gebiet erstaunliches leisten!
mfG Michael

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26

Donnerstag, 15. Juni 2017, 17:52

Verlangt ja auch niemand. Trotzdem frage ich mich, woher diese Aversion eigentlich kommt? Wenn ich es richtig verstehe, warst Du noch nicht drinnen, woher weißt Du also, dass Du das Innere nicht ausstehen kannst? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Bilder nur einen recht unzulänglichen Eindruck der tatsächlichen Verhältnisse liefern.

Die Aversion kann ich schon nachempfinden. Der Bau (die Aussengestaltung übergehe ich höflicherweise) ist ein reiner Zweckbau, da fehlt alles Elitäre. Ebenso könnten dor Popkonzert stattfinden, Dieses erhabene Gefühl, das man bekommt, wenn man einen Konzertsaal , wie den des Wiener Musikvereins betritt, das kann in solch einer Umgebung nicht zustande kommen. Ich frage mich überhaupt, was denn an einem solchen Beton-Stahl-Glas-Klotz so viel kosten soll ? Die Konzertsäle der vergangenen Jahrhunderte waren von den größten Künstlern ihrer Zeit ausgestattet und demzufolge entsprechend prunkvoll. Das fehlt modernen Nutzbauten von heute - trotz exorbitant hohen Kosten- vollends. Irgendwie erinnern mich die Innenräume (via Foto) doch sehr an moderne Business-Hotels oder Beispielsweise an die Hauptbücherei in Wien - ein moderner Freundlicher Nutzbau - mehr war auch im konkreten Fall nicht verlangt. Unter einem "Kulturtempel" stelle ich mir beispielsweise schon etwas anderes vor.

Einmal mehr, verehrter Alfred, kommen wir hier nicht zusammen: Diese "In Wien ist sowieso alles besser! Und früher war auch viel mehr Stuck an der Decke!"-Attitüde kann ich nicht wirklich ernst nehmen!
mfG Michael

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Bertarido

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Donnerstag, 15. Juni 2017, 18:04

Dieses erhabene Gefühl, das man bekommt, wenn man einen Konzertsaal , wie den des Wiener Musikvereins betritt, das kann in solch einer Umgebung nicht zustande kommen.

Einmal mehr, verehrter Alfred, kommen wir hier nicht zusammen: Diese "In Wien ist sowieso alles besser! Und früher war auch viel mehr Stuck an der Decke!"-Attitüde kann ich nicht wirklich ernst nehmen!


Tja, Alfreds ästhetisches Empfinden ist eben im 19. Jahrhundert stehen geblieben. Zur Elbphilharmonie kann ich (noch) nichts sagen, aber in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie oder dem KKL in Luzern oder auch dem Essener Aalto-Theater empfinde ich sehr wohl ein erhabenes Gefühl, und das dürfte auch vielen anderen Menschen so gehen.

Agon

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28

Donnerstag, 15. Juni 2017, 18:04

Trotzdem frage ich mich, woher diese Aversion eigentlich kommt?
Es liegt vermutlich daran, daß die Musik hier nur als Vehikel zur Selbstdarstellung benutzt wird. Und immer, wenn ich so etwas bemerke, reagiere ich eben mit Abwehr.
Diesen Standpunkt kann ich ja grundsätzlich verstehen, nur sehe ich nicht, was dies mit der Elbphilharmonie zu tun hätte: Ich habe dort inzwischen ca. 14 Konzerte besucht und weder kann ich feststellen, dass das Publikum elitärer oder prominenter wäre, als z.B. im hiesigen Opernhaus, noch ist der größte Teil des Programmes etwa dem klassischen Mainstream verhaftet. Insofern vermag ich nicht zu erkennen, wer sich hier genau womit selbst darstellt. Dann haben der Wiener Konzertverein, die Wiener oder Münchner Staatsoper und natürlich die demnächst wieder anstehenden Festspiele (Salzburg, Bayreuth, Badan-Baden etc.) sicherlich der ungleich größeren Aversions-Faktor.
Es geht mir hierbei ja eigentlich nicht ums Publikum (das ist überall gleich komisch, unangenehm und inkompetent), sondern um den Bau an sich, der extrem protzig und wichtigtuerisch daherkommt. Ich denke, genau das soll er ja auch ausstrahlen. Es geht hier wohl um das hanseatische Selbstverständnis.

Für Frankfurt hoffe ich, daß hier nicht eine neue Oper nach diesem Vorbild (oder von mir aus Sydney) errichtet wird. Aber genau sowas scheinen einige Leute hier zu wollen, die da irgendein architektonisches Wunderwerk am Main ins Gespräch bringen.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

La Roche

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Freitag, 16. Juni 2017, 10:51

Also ich beneide die Hamburger um ihre Elbphilharmonie!!

Und ich beneide die Leipziger um ihr Gewandhaus. Bin aber glücklich, daß ich dahin nur 60 min im Auto brauche.

Und die Dresdener um ihre Semperoper, aber nicht um das, was sie darin spielen.

Und Konzertübertragungen des HR-Sinfonieorchesters aus der alten Oper sehe und höre ich sehr, sehr gern, z.B. auf yt. Das ist doch ein toller Konzertsaal!

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer

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Freitag, 16. Juni 2017, 11:47

Ja, es wird wohl so kommen, daß sich die Immobilienmafia hier vollkommen austoben darf.
Beispiele dafür gibt es genug: Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Flughafen Berlin-Brandenburg, Lindenoper Berlin, Oper Köln usw. usf. - Frankfurt kommt als Nächstes dran...
Es ist einfach nur noch abstoßend.
Um die Musik und ums Theater geht es hier schon lange nicht mehr.



Meinst Du jetzt die alte Kölner Oper? Die ist in der Tat den Finanzhaien UND dem ideologisierten Zeitgeist zum Opfer gefallen. Die Sanierung der neuen Oper ist ein schlampertes Debakel.
Regietheater? Nein, danke!