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lutgra

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Beiträge: 5 140

Registrierungsdatum: 9. April 2013

1

Donnerstag, 23. März 2017, 19:01

Dover Quartett

Das Dover Quartett ist ein amerikanisches Streichquartett, das 2008 von Studierenden des Curtis Institute of Music in Philadelphia gegründet wurde. Benannt hat sich das Quartett nach einem Stück für Bariton und Streichquartett von Samuel Barber, Dover Beach. Zu ihren Lehrern gehörten u.a. Shmuel Ashkenasi, Arnold Steinhardt (Guarneri Q), Jospeh Silverstein und Peter Wiley (Beaux Arts/Guarneri Q).

Das Dover Quartett besteht aus

Joel Link Violine
Bryan Lee Violine
Milena Pajaro-van der Stadt Viola
Camden Shaw Cello



In 2013 gewann das Dover Quartett den renommierten Banff ISQC Wettbewerb und räumten auch alle Zusatzpreise ab, seitdem geht die Karriere steil nach oben. Kürzlich erschien auf Cedille ihre erste CD mit Mozarts Quartetten KV 589 und 590 und dem Streichquintett KV 406. Bei letzteren war Michael Tree (Guarneri Q) an der 2. Viola mit dabei. KV 589 und 590 waren auch die Werke auf der ersten LP des Guarneri Quartetts, die 1966 auf RCA erschien. Kein Wunder, dass die Kritiker das Dover Quartet schon als "Nachfolger" feiern. Was nicht immer hilfreich sein muss.


Gestern abend gab das Dover Quartett sein Debut in Stuttgart, auf dem Programm:

Mozart KV 590
Caroline Shaw Plan and Elevation
Smetana Streichquartett Nr. 1 "Aus meinem Leben"

Und es gelang den jungen Musikern (noch keine 30) das Stuttgarter Publikum gleich beim ersten Auftritt stark für sich einzunehmen. Auch hier wieder vier Musiker, die technisch überragend und auf Augenhöhe miteinander musizieren. Der Klang des Quartetts ist eher voll und satt und Mozarts letztes Quartett wurde traditionell also ohne Zugeständnisse an die HIP gespielt. Das ca 15-minütige Quartett der 1982 geborenen Caroline Shaw entstand während eines Aufenthaltes in Dumbarton Oaks und ist dem Garten gewidmet. Das Stück ist ein postmoderner Mix aus Minimal music, Peteris Vasks Hymnen und Anklängen an progressive Rockmusik. Dürfte mit seinen starken tonalen Bezügen niemanden verstört haben. Nach der Pause dann Smetanas Bekenntnismusik, die ganz stark rüberkam. Wunderbares Bratschenspiel von Milena P. Als Zugabe Duke Ellington. Nach dem Konzert gab es noch die Möglichkeit bei einer kleinen Autogrammstunde ein paar Worte mit den sympathischen Musikern zu wechseln. Dem Konzertveranstalter wurde noch gesteckt, dass die Vier wieder einzuladen seien.

P.S. Die Musiker lesen die Noten übrigens vom ipad ab, ob dass die Zukunft ist?

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 19 030

Registrierungsdatum: 9. August 2004

2

Donnerstag, 23. März 2017, 21:00

Ich gehe davon aus, daß es sich bei der von Lutgra erwähnten CD um kene handelt die ich hier verlinke. Mehr kann ich momentan zu diesem Thread nicht beitragen, weil ich die CD ja (noch) nicht besitze. Das was die Soundsamples indes versprecehn macht Lust auf mehr. Es ist für einen Quereinsteiger in Sachen Streichquartett kaum vorstellbar wie individuell die diversen Formationen klingen, sei es durch ihre Interpretationsphilosophie, sei es durch den Klang ihrer Instrumente....

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix