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Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 19 116

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Sonntag, 26. Februar 2017, 18:01

Patchwork-Klassiksammlung

Meine Lieben,
heute ist Sonntag, und erfahrungsgemäß ist das kein guter Tag für tiefschürfende Threads. Deshalb möchte ich heute ein Thema starten, das nicht wirklich auf den Fingernägeln brennt, mich aber doch ein wenig interessiert.
Der Titel ist vielleicht ein wenig verwirrend . aber ich werde ihn gerne erläutern.
Als ich begann klassische Schallpkatten zu sammeln, da waren die ausgeprochen teuer, eine Langpielplatte kostete um 1966 etwa 7-8% Prozent des Nettogehalts eines jungen Verkäufers und ca 22.25% der Lehrlingsentschädigung eines Lehrlings (in D Azubis) im 3. Lehrjahr.
Die Folge war, daß man üblicherweise Schallplatten EINZELN kaufte, oft auch unter Ausnutzung von Sonderangeboten in der Form von Samplern.Auch ich wendete diese "Einkaufspolitik" an. Irgendwie war man dabei natürlich nicht daran gebunden, beispielsweise alle Sinfonien eines Komponisten von einem Orchester, bzw Dirigenten zu kaufen. Ichj erkannte diese Chance, indem ich mir eine eigentlichen Naxhteil zum Vorteil umfunktionierte; Wenn man eine Sammlung aus den Einspielungen verschiedener Plattenfirmen (und dadurch auch unterschiedlcihen Interpreten) zusammenstoppelt, dan kommt es natürlich oft vor, daß man - durch die verschiedene Koppelungen bedingt - etliche Werke mehrfach hat. Diesen Nachteil erkannte ich dereinst als Vorteil, weil man so verschiedene Interpreten kennenlernt. Der gegenwärtige Preisverfall, seit gut zehn oder mehr Jahren, hat in des dazu geführt, daß man einerseits halbkomplette Zyklen nicht erweitern kann, andrerseits für einen kompletten Zyklus aus, sagen wir mal 4 oder 5 CDs bestehend, nur mehr wenig mehr zu bezahlen ist, als früher für eine einzelne CD.
Der Hauptvorteil für mich liegt darin, daß diese Boxen WESENTLICH WENIGER PLATZBEDARF haben als einzel CDs (nicht bei allen)
Damit ist allerdings der Nachteil verbunden, daßbeim Raus-und Reingeben aus der Papphülle die CD mehr beansprucht wird, als in einer sogenannten Jewel-Box, Ich binn diesen Lösunugen daher früher kinsequent ausgewichen. Heute jedoch hat man meistens sowieso keine Chance mehr und zudem habe ich ausgerechnet, daß die erhöhte Abnutzung sich im Rahmen meiner Lebenserwartung, selbst bei optimistischester Prognose sich nicht mehr auswirken wird.
Eine letzte Ftage bleibt offen: Ich habe zahlereich CD Veröffentlichungen der ersten Stunde, die teilweise im Internet zu Phantasiepreisen angeboten werden (Ob das jemand zahlt ist IMO fraglich) Daher frage ich mich ob ich diese alten Editionen in einen Karton stecken und zu spekulativen Zwecken aufbewahren soll oder ob dies eher unsinnig sei.....

mfg aus Wien
Alfred

PS: "patchwork" heisst in Wien "Fleckerlteppich"

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 504

Registrierungsdatum: 12. August 2005

2

Sonntag, 26. Februar 2017, 18:34


des Nettogehalts eines jungen Verkäufers und ca 22.25% der Lehrlingsentschädigung eines Lehrlings (in D Azubis) im 3. Lehrjahr.

Sehr schöne Bezeichnung. In einem meiner Studentenjobs vor vielen Jahren meinte ein Kollege, man sollte einen gut Teil des Lohns als "Schmerzensgeld" betrachten..

Zitat


Damit ist allerdings der Nachteil verbunden, daßbeim Raus-und Reingeben aus der Papphülle die CD mehr beansprucht wird, als in einer sogenannten Jewel-Box, Ich binn diesen Lösunugen daher früher kinsequent ausgewichen. Heute jedoch hat man meistens sowieso keine Chance mehr und zudem habe ich ausgerechnet, daß die erhöhte Abnutzung sich im Rahmen meiner Lebenserwartung, selbst bei optimistischester Prognose sich nicht mehr auswirken wird.

Ich glaube nicht, dass der Verschleiß relevant ist. Es gibt einige Typen von Papphüllen, bei denen CDs Kratzer erhalten können (am schlimmsten waren die "Bücher" der sonst sehr edel gestalteten Rubinstein Collection um 2000 rum). Aber m.E. besteht die größte Gefahr für CDs, wenn sie zu fest auf einem Jewelcase-"Stern" sitzen, was besonders bei manchen Doppelhüllen auftritt, bei denen man nicht durch Druck auf den Stern diesen entspannen kann. Die Spannungen, die dann beim Lösen der CD auftreten, sind weit bedenklicher als Oberflächenkratzer.

Zitat


Eine letzte Ftage bleibt offen: Ich habe zahlereich CD Veröffentlichungen der ersten Stunde, die teilweise im Internet zu Phantasiepreisen angeboten werden (Ob das jemand zahlt ist IMO fraglich) Daher frage ich mich ob ich diese alten Editionen in einen Karton stecken und zu spekulativen Zwecken aufbewahren soll oder ob dies eher unsinnig sei.....

Aufbewahren nicht; eher versuchen, jetzt noch zu verkaufen, sofern Du eh die Box hast. In Wien könnte es doch auch second-hand-Plattengeschäfte geben? Aber von wenigen gesuchten Stücken abgesehen dürfte es den Aufwand kaum lohnen. Die Phantasiepreise sind meistens unrealistisch. Selbst für gesuchte Stücke ist eher 10-15 EUR (was für eine gebrauchte CD nicht schlecht ist) realistisch.

Zum Thema: Ich schätze platzsparende Boxen, habe aber dennoch einiges an "patchwork". So besitze ich Bruckners Sinfonien in keiner einzigen Gesamtaufnahme, Mahlers erst seit einigen Monaten in einer einzigen (Bernstein CBSony), aber für manche Sinfonien bis zu 10 Einzel-CDs. Und auch wenn das vermutlich 25 Jahre nach Alfreds Lehrzeit war, hat das patchwork ähnliche Gründe: Als ich Ende der 1980er als Schüler begann, CDs zu kaufen, gab es keine für mich erschwinglichen Bruckner- oder Mahlerboxen, außerdem wusste ich noch gar nicht, ob mich die Stücke alle ausreichend interessieren würden. Daher patchwork aus seinerzeit "angesagten" oder preiswerten Aufnahmen und weil mich bei diesen Komponisten immer einige Werke deutlich mehr als andere interessiert haben, war der Zug selbst zu günstigen Gesamtboxen nie groß.

Bei der "Stravinsky dirigiert Stravinsky"-Edition der Sony habe ich mich sogar bewusst gegen die platzsparende Kartonhüllen-Box und wegen Beiheften usw. 6 einzelne Folgen der älteren Ausgabe gesammelt, die in klobigen Doppel- und Dreierboxen relativ viel Platz wegnehmen.
In anderen Fällen habe ich "Boxen", sofern sie einzeln verpackte CDs enthielten, aber radikal "geplündert", z.B. aus älteren Brilliantboxen (als die noch einzelne CDs enthielten, keine "Wallets") mit Musik von Mendelssohn und Händel ähnlich viel verkauft oder verschenkt wie behalten.
Bei anderen der älteren Brilliant-Boxen habe ich die CDs selbst aus den Jewelcases in Papierhüllen verpackt, um Platz zu sparen...
Vor ein paar Jahren gab es eine historische Reihe der DG "Musik - Sprache der Welt" mit zwei Lieferung à 10 CDs oder so. Davon hatte ich zuerst ein paar einzeln, dann eine Lieferung komplett mit Schuber und zusätzlichen Büchlein gekauft, die aber nicht integral gelassen, sondern einzelne, die mich nicht interessierten, verkauft und mit CDs der anderen Lieferung aufgefüllt usw.
Denn der Nachteil mancher Boxen ist natürlich, dass man etliches erhält, was man vielleicht gar nicht haben will. Andere Boxen haben aber für mich "Sammlerwert", daher lasse ich sie jedenfalls komplett, selbst wenn ich auf einiges verzichten könnte.