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Norbert

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1

Donnerstag, 30. Juni 2016, 13:04

Andris Nelsons verlässt die Bayreuther Festspiele

Die Facebook-Seite br-klassik vermeldet soeben folgendes:

Zitat

Eklat in Bayreuth: Andris Nelsons schmeisst sein Parsifal-Dirigat hin und verlässt den grünen Hügel. Angeblich gibt es Streit mit Christian Thielemann. Nelsons bittet um Vertragsauflösung für 2016. Mehr dazu demnächst hier und auf br-klassik.de

Ich bin sehr auf die Gründe gespannt...
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

MSchenk

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2

Donnerstag, 30. Juni 2016, 13:50

mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Bertarido

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3

Donnerstag, 30. Juni 2016, 14:57

Angeblich gibt es Streit mit Christian Thielemann

Das überrascht jetzt wohl niemanden, von den eingefleischten Thielemann-Fans vielleicht mal abgesehen.

Stimmenliebhaber

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4

Donnerstag, 30. Juni 2016, 16:07

Brug weiß wie immer mehr (?)

Für Brug ist immer Thielemann schuld...

Auch sonst ein ziemlich übler Artikel!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Norbert

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5

Donnerstag, 30. Juni 2016, 17:46

Andere Artikel stoßen ins gleiche Horn:

http://www.mdr.de/kultur/nelsons-bayreut…s-451b2ff6.html
https://www.br-klassik.de/aktuell/meinun…mentar-100.html
http://www.festspieleblog.de/2016/06/and…sons-wirft-hin/

Es juckt zwar in den Fingern, aber ich enthalte mich jeglichen Kommentars... :stumm: ;)
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Liebestraum

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6

Donnerstag, 30. Juni 2016, 18:52

Ich mag den Thielemann nicht: weder musikalisch noch rein menschlich. - Nun ein neuer Skandal, an dem er beteiligt ist! :no:


:thumbdown: LT
Arm bin ich auf die Welt gekommen,
alle meine Mitgift ist Haupt und Hand.
---
Beharrlichkeit führt zum Ziel!
---
Das wahre Genie wird bei Bewunderung des Fremden nicht dessen Nachahmer,
sondern erhält dadurch nur den schönen Anstoß, neue Bahnen zu finden.
---
... wenn ich keine Oper unter den Fäusten habe ist mir nicht wohl!
---
Soli deo gloria
(CMvW -- Carl Maria von Weber)

m.joho

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7

Donnerstag, 30. Juni 2016, 18:57

@ Liebestraum
War ja nur eine Frage der Zeit, bis dieser Beitrag kommen musste...

rodolfo39

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8

Donnerstag, 30. Juni 2016, 19:29

In Bayreuth ist es halt nicht anders, wie im wirklichen Leben. :) Auf der anderen Sie verstehe ich aber Herrn Nelsons nicht, warum er gleich beleidigt kündigt. Wäre er trotzdem geblieben, hätte das Stärke gezeigt. Falls er nach Bayreuth zurück kommen sollte, wird die Arbeitssituation eher schlimmer als besser für ihn.

Rheingold1876

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9

Donnerstag, 30. Juni 2016, 20:08

Was ist geschehen? Ein Dirigent hat seinen Vertrag gelöst und ist abreist. Schade, doch es ist nicht das Ende der Welt. Jetzt wir über die Hintergründe spekuliert. Einer, der es wieder einmal ganz wissen will, verteilt ungefragt schon mal Schuldzuweisungen und empfiehlt sich als moralisierende Informationsquelle. Was weiß er denn? Nichts. Also füllt er dieses Vakuum mit Nachrede indem er behauptet, der von ihm ernannte Schuldverursacher habe als Teenager Pickel gehabt, trage Crocs und wechsele offenkundig sein Poloshirt nicht. Das ist kein Journalismus, das ist unterste Schublade. :no: :no: :no:
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Dr. Holger Kaletha

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10

Donnerstag, 30. Juni 2016, 20:35

Der Dirigent ist der künstlerische Leiter. Und es ist klar, dass sich der nicht wie ein Konservatoriums-Schüler ins Handwerk pfuschen läßt. Das hat nichts mit Beleidigtsein zu tun, sondern wenn es so war, hat Thielemann nicht den nötigen Respekt gezeigt, der einem künstlerischen Leiter einfach gebührt. Auch Solisten reagieren in diesem Punkt bisweilen empfindlich und konsequent. Anne Sophie Mutter trennte sich deshalb mal von Sergui Celebidache und Helene Grimaud von Claudio Abbado.

Schöne Grüße
Holger

Stimmenliebhaber

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11

Donnerstag, 30. Juni 2016, 22:09

ich mag den Thielemann nicht: weder musikalisch noch rein menschlich.
Na das ist ja mal ne ganz große Neuigkeit, da hat in deinem Fall nun wirklich noch keiner hier mit gerechnet! :D

Ich sag mal so: Thielemann ist gewiss ein schwieriger Mensch, vielleicht einer der schwierigsten, aber er ist auch ein großer Künstler. Nahezu alle großen Künstler sind schwierige Menschen (wobei es viele in der Öffentlichkeit besser verbergen können und nicht so "ehrlich" sind wie Thielemann), aber nicht jeder schwierige Mensch ist auch ein großer Künstler...


Was ist geschehen? Ein Dirigent hat seinen Vertrag gelöst und ist abreist. Schade, doch es ist nicht das Ende der Welt. Jetzt wir über die Hintergründe spekuliert. Einer, der es wieder einmal ganz wissen will, verteilt ungefragt schon mal Schuldzuweisungen und empfiehlt als moralisierende Informationsquelle. Was weiß er denn? Nichts. Also füllt er dieses Vakuum mit Nachrede indem er behauptet, der von ihm ernannte Schuldverursacher habe als Teenager Pickel gehabt, trage Crocs und wechsele offenkundig sein Poloshirt nicht. Das ist kein Journalismus, das ist unterste Schublade. :no: :no: :no:
Da sind wir mal total einer Meinung! :jubel: :jubel: :jubel:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Liebestraum

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12

Freitag, 1. Juli 2016, 05:32

Bleibt nur die Frage, ob sich MDR und BR auf Brug berufen, was ich persönlich nicht glaube. Nun ja, der Name Thielemann war ja schon längere Zeit nicht mehr im Gespräch, selbst beim Dresdner "Lohengrin" klauten ihm Netrebko und Beczala die Show... Da musste er nun vermutlich selbst nachhelfen...

:thumbdown: LT
Arm bin ich auf die Welt gekommen,
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Alfred_Schmidt

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13

Freitag, 1. Juli 2016, 08:17

Zitat

Ich mag den Thielemann nicht: weder musikalisch noch rein menschlich. - Nun ein neuer Skandal, an dem er beteiligt ist!

Scheinbar haben ihm alle Skandale nicht wirklich geschadet - es sei denn, daß man es für ihn als Schaden ansieht, daß er nicht Chefdirigent der Berliner Philharmoniker geworden ist, was ich allerdings nicht so sehe. Dort hat man sich für einen Dirigenten entschieden, der zumindest am Tonträgersektor weitgehend unbekannt war.
Es entspricht eine Haltung des momentanen Zeitgeistes "Pflegeleichten" und "sympathischen" mittelmäßigen Menschen den Vorzug vor "sperrigen" und "schwierigen" Genies zu geben. Deshalb fehlen derzeit an allen Ecken und Enden wirkliche Sptzenkräfte. Die werden nämlich so gut es geht in den Hintergrund geschoben, weil "Elite" (Auswahl) ja heute zum Schimpfwort verkommen ist.

Die Presse (die österreichische ausgenommen) war Herrn Thielemann ja nie sehr gewogen - sie hat von Anfang an gegen ihn gehetzt - und ihm auf diese Weise zu höchster Berühmtheit verholfen. Weiter so!!

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Hüb'

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14

Freitag, 1. Juli 2016, 08:19

Zitat

Einer, der es wieder einmal ganz wissen will, verteilt ungefragt schon mal Schuldzuweisungen und empfiehlt als moralisierende Informationsquelle.
Für Brug ist immer Thielemann schuld...
Ist eigentlich der Tenor sämtlicher Medien, nicht nur der "Welt"... ;)


@Alfred:

Zitat

mittelmäßigen Menschen
Das ist mal echt eine miese Wortwahl, sorry, aber nur weil Nelssons als Person eben keine Angriffsfläche bietet, ist das IMHO kein Grund, ihn derart abzuqualifizieren und - im Gegenteil - einem fragwürdigen Charakter wie Thielemann auch noch dessen negative Seiten als positiv hervorzukehren... :thumbdown:

Viele Grüße
Frank

Rheingold1876

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15

Freitag, 1. Juli 2016, 08:43

fragwürdigen Charakter wie Thielemann

Was wird denn hier von einem Dirigenten erwartet? Dass er ein guter Mensch ist oder ein guter Musiker? Was hat er getan, dass es uns hier etwas angeht und betrifft? Dirigieren soll er und nicht gut sein. ;) Das reichte mir. Ich habe keine anderen Erwartungen an einen Künstler seines Formats. Und wie Stimmenliebhaber weiter oben angemerkt hat, sind "nahezu alle großen Künstler ... schwierige Menschen". So sehe ich das auch nach meiner Beschäftigung mit vielen entsprechenden Lebensläufen. Es gab diese Debatten ja schon oft hier bei TAMINO. Meistens läuft es darauf hinaus, dass von herausragenden Künstlern Eigenschaften erwartet werden, die kompatibel sind mit unseren eigenen, im Vergleich mit ihren großen Begabungen oft sehr beschränkten Lebensentwürfen. Und wenn es nicht passt, dann wird moralisiert. Das finde ich - mit Verlaub - ziemlich kleinkariert.

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Hüb'

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16

Freitag, 1. Juli 2016, 10:56

Die Erwartungshaltungen sind da sicherlich unterschiedlich. Ich persönlich - und das ist natürlich nur meine Ansicht - erwarte von einem wirklich großen Künstler auch ein gewisses Maß an Integrität und Haltung. Auch Musiker sind keine Übermenschen und es ist fraglos falsch, hier andere Maßstäbe anzulegen, als bei jedem anderen auch.
Allerdings höre ich lieber solchen Künstlern zu, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie auch über hohe menschliche Qualitäten verfügen.
Klar darf man allein daran sicher nicht seine Plattensammlung und seine Hörgewohnheiten ausrichten, keine Frage...

Viele Grüße
Frank

Alfred_Schmidt

Administrator

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17

Freitag, 1. Juli 2016, 11:50

Zitat

Das ist mal echt eine miese Wortwahl, sorry, aber nur weil Nelssons als Person eben keine Angriffsfläche bietet, ist das IMHO kein Grund, ihn derart abzuqualifizieren und - im Gegenteil - einem fragwürdigen Charakter wie Thielemann auch noch dessen negative Seiten als positiv hervorzukehren...

Das schreit gradezu nach mehreren Antworten.

Vorausschickend möchte ich mal sagen, daß ich es nicht sehr liebe, wenn man meine Wortwahl kritisiert, Zensiert oder in Frage stellt.

Man wird bemerkt haben, daß ich in den 12 Jahren, die ich dieses Form betreibe, kaum je ein ordinäres Wort gebraucht habe. Damit gehe ich sparsam um. Was ich aber schon tue, ist die Dinge beim Namen zu nennen. Ich bin ein absoluter Gegner der sogenannten "political correctness", welche durch eine falschfreundliche Diktion Tatsachen beschönigt, vor allem wenn es ihr ins Spiel passt.
"Gesindel" gibt es beispielsweise keines mehr. Ich frage mich, was mir dann oft in der U- Bahn begegnet - diese obskuren Gestalten, die schon nach Zuchthaus, Armenhaus und schlechtem Fastfood riechen, aber das nur am Rande....

Zur konkreten Wortwahl "mittelmässig" ("Menschen" wird man ja wohl nicht beanstandet haben). "Mittelmäßig" ist im eigentlichen Sinne NICHT abwertend, sondern eben eine Beschreibung für den "Durchschnitt". Jemand der weder durch schlechte, noch gute Leistungen besonders auffällt. Muss sich aber nicht auf "Leistung" beziehen, bei Künstlern ist es oft auch das Charisma - und hier sind eben die meisten heute agierenden Künstler ein guter Durchschnitt - Mittelmaß (Im Rahmen der Künstler natürlich - herausragende Persönlichkeiten sind selten).

Ich habe, als ich von "mittelmäßigen Menschen" gesprochen habe, eigentlich nicht Herrn Nelsons gemeint, von dem ich, wenn überhaupt - vielleicht ein oder zwei CDs im Schrank habe - bewusst ist mir das jedenfalls nicht - warum sollte ich ihn "angreifen"?
Meine Wortwahl war hauptsächlich allgemein, vielleicht aber auch mit einem kleinen Seitenhieb auf die IMO doch sehr eigenartige Wahl des künftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gerichtet.


Zitat

einem fragwürdigen Charakter wie Thielemann
Ähhhh - einem WAS ?
War da nicht vorhin von "Mieser Wortwahl" die Rede?
Und DIESER Satz wäre sogar einklagbar!!! das geht in Richtung Rufmord.


Zitat

Allerdings höre ich fraglos lieber solchen Künstlern zu, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie auch über hohe menschliche Qualitäten verfügen.
Ich habe diese Haltung im Forum von den verschiedensten Leuten gehört, und mich darüber insgeheim lustig gemacht. Und ich verzichte um des lieben Friedens willen darauf, genau auszuführen was ich mir dazu denke.

Lediglich, daß mir das schnurzpiepegal ist, welche "menschlichen Qualitäten" (wer definiert das) jemand hat - vor allem wenn sie mich weder betreffen noch objektiv belegt sind. Ich habe zahlreiche "schwierige" Menschen kennengelernt und mich mit ihnen meistens gut verstanden.
Da waren Grübler, Perfektionisten, sensible Schöngeister darunter, auch Leute die keinen Widerspruch duldeten, und solche, die jeden Fehler sahen. Böse Leute sagen, das käme davon, daß ich selbst "schwierig" sei.

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Hüb'

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18

Freitag, 1. Juli 2016, 12:24

Hallo Alfred,

Zitat

Vorausschickend möchte ich mal sagen, daß ich es nicht sehr liebe, wenn man meine Wortwahl kritisiert, Zensiert oder in Frage stellt.
mag sein, aber Du wiederholst ja immer wieder, dass ein Forum kein "Ponyhof" sei und Dir "mimosenhafte" Mitglieder zu wider sind.
Also stell Dich nicht so an. :D


Zitat

Zur konkreten Wortwahl "mittelmässig" ("Menschen" wird man ja wohl nicht beanstandet haben)
"Mittelmäßig" ist im eigentlichen Sinne NICHT abwertend, sondern eben eine Beschreibung für den "Durchschnitt" Jemand der weder durch schlechte, noch gute Leistungen besonders auffällt. Muss sich aber nicht auf "Leistung" beziehen, bei Künstlern ist es oft auch das Charisma - und hier sind eben die meisten heute agiernden Künstler ein guter Durchschnitt - Mittelmaß (Im Rahmen der Künstler natürlich - herausragende Persönlichkeiten sind selten)
Du hast selbst hier im Forum mal geschrieben, dass Mittelmäßigkeit aus Deiner Sicht ein vernichtendes Urteil sei. Ich würde den Begriff nie in Zusammenhang mit der Beurteilung von Menschen bringen. "Jemand ist ein mittelmäßiger..." - gerne, beinhaltet das doch lediglich die Beurteilung seiner Profession. Du magst es für political-corretness-Erbsenzählerei halten, aber das "Mensch-Sein" umfasst IMHO doch wesentlich mehr, um hier mit unzulänglichen Begrifflichkeiten wie "Mittelmäßigkeit" herumhantieren zu dürfen...


Zitat

Ich habe, als ich von "mittelmäßigen Menschen" gesprochen habe, eigentlich nicht Herrn Nelsons gemeint, von dem ich . wenn überhaupt - vielleicht ein oder zwei CDs im Schrank habe - bewusst ist mir das jedenfalls nicht - warum sollt ich ihn "angreifen"?
Meine Wortwahl war hauptsächlich allgemein , vielleicht aber auch mit einem kleinen Seitenhieb auf die IMO doch sehr eigenartige Wahl des künftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gerichtet.
Dann bleibt es schleierhaft, warum Du diesen Verbalausflug ausgerechnet in einem Nelsons-Thread unternimmst. ?(


Zitat

Ähhhh - einem WAS ?
War da nicht vorhin von "Mieser Wortwahl" die Rede ?
Wäre denn nicht fehlender Respekt vor den künstlerischen Entscheidungen anderer eine Frage des Charakters als Künstler???


Zitat

Und DIESER Satz wäre sogar einklagbar !!! das geht in Richtung Rufmord
Glücklicherweise sind Deine Leistungen als Foren-Admin weitaus bedeutender, als Deine juristischen Kenntnisse. :D


Zitat

Ich habe diese Haltung im Forum von den verschiedensten Leuten gehört, und mich darüber insgeheim lustig gemacht. Und ich verzichte um des lieben Friedens willen darauf, genau auszuführen was ich mir dazu denke.
Es stört mich nicht, wenn Du diese Haltung als lächerlich ansiehst. Kann ich sehr gut mit leben.


Zitat

Lediglich, daß mir das schnurzpiepegal ist welche "menschlichen Qualitäten" (wer definiert das) jemand hat - vor allem wenn sie mich weder betreffen noch objektiv belegt sind. Ich habe zahlreiche "schwierige" Menschen kennengelernt und mich mit ihnen meistens gut verstanden.
Da waren Grübler, Perfektionisten, sensible Schöngeister darunter, auch Leute die keinen Widerspruch duldeten, und solche, die jeden Fehler sahen.
Das bleibt Dir unbenommen. Allerdings darf diese Frage jeder letztlich für sich ganz allein entscheiden - glücklicherweise.

Viele Grüße
Frank

Joseph II.

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19

Freitag, 1. Juli 2016, 15:33

Sowas gab es in Bayreuth doch schon immer. Man denke nur an den legendären Gegensatz zwischen Knappertsbusch und Karajan in den Jahren 1951/52 zurück, wo sich letzterer dann auch aus Bayreuth zurückzog und dort nie wieder dirigierte.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Stimmenliebhaber

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20

Freitag, 1. Juli 2016, 17:30

Sowas gab es in Bayreuth doch schon immer.

Und in den letzten Jahren gab es pünktlich ein paar Wochen vor Beginn der Festspiele immer einen Skandal, damit die Bayreuther Festspiele in aller Mund sind - man denke nur an die Hakenkreuz-Tattoos von Herrn Nikitin - war wahrscheinlich auch Thielemann dran schuld...
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Hüb'

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21

Freitag, 1. Juli 2016, 17:36

war wahrscheinlich auch Thielemann dran schuld...

Vielleicht tätowiert er in seiner Freizeit? :D

Ich dachte, die Bayreuther Festspiele seien auf Jahre hin ausgebucht. Was sollte dann ein solches Marketing-Trara? ?(

rodolfo39

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22

Freitag, 1. Juli 2016, 18:07

Früher war das so, daß die Festspiele immer ausgebucht waren. Mittlerweile sind aber die Chancen gestiegen, an Karten zu kommen. Ich habe ohne Probleme Karten für alle Vorstellungen in der zweiten Woche bekommen. An den anderen Opernhäusern, wo Herr Nelsons dirigiert hat, da wird er wahrscheinlich die Nr. 1 gewesen sein. Ich glaube kaum, dass z.B in London Antonio Pappano ihm irgendwo reingeredet hat. Dabei soll doch in Bayreuth alles so familiär zugehen.

Stimmenliebhaber

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23

Freitag, 1. Juli 2016, 21:00

Zitat

Ich dachte, die Bayreuther Festspiele seien auf Jahre hin ausgebucht.

Das ist lange vorbei! Für die aktuellen Festspiele kann man immer noch Karten erwerben, v.a. "Ring", wenn man denn so viel dafür ausgeben möchte...
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich

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24

Freitag, 1. Juli 2016, 21:08

Ich hab die Karten von einer älteren Dame für wenig Geld bekommen, das ihr die Sitze in Bayreuth zu unbequem sind.

Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

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25

Freitag, 1. Juli 2016, 21:32

Die Erwartungshaltungen sind da sicherlich unterschiedlich. Ich persönlich - und das ist natürlich nur meine Ansicht - erwarte von einem wirklich großen Künstler auch ein gewisses Maß an Integrität und Haltung. Auch Musiker sind keine Übermenschen und es ist fraglos falsch, hier andere Maßstäbe anzulegen, als bei jedem anderen auch.

Lieber Frank, Du sprichst mir aus der Seele :jubel: Und da ist es mir auch völlig egal, ob Alfred sich darüber heimlich oder öffentlich lustig macht.

Im übrigen lassen die Apologeten von Herrn Thielemann eines außer Acht: hier geht es nicht um sein Privatleben, sondern um sein Verhalten im professionellen Bereich, das den Bayreuther Festspielen Schaden zugefügt hat. (Immer vorausgesetzt, dass die Geschichte mit der Einmischung in das Dirigat des Parsifal stimmt). Das zeigt, dass er für den Job des Musikdirektors der Festspiele ungeeignet ist, auch wenn er ein noch so guter Dirigent wäre.

Reinhard

Moderator

  • »Reinhard« ist männlich

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

26

Freitag, 1. Juli 2016, 23:31

Der letzte Beitrag ärgert mich etwas. Insgesamt sehe ich mich bezüglich Mensch / Künstler Christian Thielemann in einer neutralen Rolle.

Zunächst wird - richtigerweise - festgestellt, daß es ja noch keinerlei Beweise für die Querelen gibt:

(Immer vorausgesetzt, dass die Geschichte mit der Einmischung in das Dirigat des Parsifal stimmt)

Aber dann wird eine Schlußfolgerung gezogen, die (s. o.) eines Beweises entbehrt:

Das zeigt, dass er für den Job des Musikdirektors der Festspiele ungeeignet ist, auch wenn er ein noch so guter Dirigent wäre.

Wenn schon solche, meiner Meinung nach voreiligen, Schlußfolgerungen gezogen werden, dann sollte es wenigsten heißen: "Wenn dies sich bewahrheiten sollte, dann wäre er..."

Oder sehe ich das jetzt zu eng?
Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
(Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

MSchenk

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Registrierungsdatum: 5. März 2011

27

Freitag, 1. Juli 2016, 23:39

Oder sehe ich das jetzt zu eng?

Habe inzwischen ca. sieben Stunden TddL, und damit einiges an Diskussion über Sprache und Sprachgenauigkeit hinter mir (nicht vor Ort, sondern zuhause vor dem PC). Vor diesem Hintergrund würde ich wohl sagen, dass nein!
mfG Michael

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Dieter Stockert

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28

Samstag, 2. Juli 2016, 09:49

In der Süddeutschen ist heute ein Interview mit Christian Thielemans abgedruckt. Darin sagt er unter anderem:
»Ich nehme keinen Einfluss. Ich gebe nur meine Erfahrungen aus den 143 Aufführungen, die ich hier schon dirigiert habe, weiter: an Kollegen, die das wollen. Das ist wichtig. Wenn ich nicht gefragt werde, tue ich überhaupt nichts. So war es jetzt auch bei Andris Nelsons. Es ist ein völliges Missverständnis, zu denken, der Thielemann sitzt jetzt da als Aufpasser oder er verhindert Kollegen.«
»Ich bin doch nicht dafür da, in die Proben von Kollegen zu gehen, um sie zu behindern. Wenn mich jemand fragt, gehe ich aus Interesse hinein, hin und wieder mal. Das tun aber die anderen auch. Das ist in Bayreuth üblich. Es ist ein Kommen und Gehen in den Proben. Und natürlich macht man einen Kollegen darauf aufmerksam, wenn man zum Beispiel an einer Stelle die Flöten nicht hört, oder Ähnliches. Wenn er danach fragt.«
»Als ich hier anfing mit den ›Meistersingern‹, war ich in den Proben manchmal ganz verzweifelt. Da war es gang und gäbe, dass Wolfgang Wagner im Graben anrufen ließ. Dann hieß es: ›Herr Wagner sagt, es ist zu laut.‹ Und wenn ich dem Orchester dann mitteilte: ›Herr Wagner sagt, es ist zu laut‹, haben die Musiker geschmunzelt und leiser gespielt. Man hört doch da unten nicht, wie es oben klingt. Hätte ich diesen Super-Assistenten Wolfgang Wagner nicht gehabt, dann hätte ich das nie geschafft. Ich lasse mich auch heute noch von meinen Assistenten im Graben anrufen. Das gehört zum normalen Probenprozess in Bayreuth.«
Über sein Verhältnis zu Andris Nelsons:
»Sehr gut. Ich bin mit ihm fast befreundet. Wir haben auch viel telefoniert miteinander und ich habe ihn noch vor ein paar Tagen hier zum Essen eingeladen. Wir haben sehr vertraulich gesprochen. Es war das beste Einvernehmen. Er hat mich ausdrücklich um Rat gebeten, weil der ›Parsifal‹ ein ganz anderes Klangbild hat als der ›Lohengrin‹, den er hier schon dirigiert hat. Ich habe ihn beruhigt und gesagt, dass der ›Parsifal‹ praktisch nie zu laut wird, weil er so toll instrumentiert ist, dass man im Graben die üblichen Probleme nicht hat. Solche Gespräche waren das. Von Reinreden kann nicht die Rede sein. Insofern falle ich jetzt aus allen Wolken.«
Und über die möglichen Gründe der Abreise:
»Er ist nicht im Streit abgereist, sondern er wollte seine Urlaubstage in Riga verbringen und am vergangenen Dienstag wiederkommen. Am Donnerstag kam dann die Absage. Seine ganzen Sachen sind noch hier in Bayreuth: die Partitur, sein Taktstock, seine gesamte Garderobe. Wenn er im Streit abgereist wäre, hätte er seine Sachen mitgenommen.«
»Womöglich spielen Dinge eine Rolle, von denen er nicht will, dass sie bekannt werden. Ich kann nur sagen, dass es keinen Streit gab. Nicht mit mir und auch mit niemandem sonst im Produktionsteam oder der Festivalleitung.«
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

musikwanderer

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29

Samstag, 2. Juli 2016, 10:03

Davon einmal abgesehen, dass es mich nicht berührt, wenn aus irgendeinem Opernhaus, sei es auch noch so wichtig, ein Dirigent flüchtet, ist es schon interessant, die vorangegangenen Beiträge mit dem Interview von Thielemann in der "Süddeutschen" abzugleichen. Als Résumé ziehe ich für mich den Schluss: Ein Sturm im Wasserglas...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

Melot1967

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30

Samstag, 2. Juli 2016, 10:50

Karten für Bayreuth

Früher war das so, daß die Festspiele immer ausgebucht waren. Mittlerweile sind aber die Chancen gestiegen, an Karten zu kommen. Ich habe ohne Probleme Karten für alle Vorstellungen in der zweiten Woche bekommen.

Verrätst du mir bitte dein Geheimnis. Ich bestelle seit 1990 jedes Jahr und habe bis jetzt nur dreimal Karten bekommen. Das ist auch schon wieder einige Jahre her.
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.