Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

musikwanderer

Prägender Forenuser

  • »musikwanderer« ist männlich

Beiträge: 4 315

Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

241

Freitag, 25. März 2016, 15:57

Als Gag würde ich die Aida Inszenierung von 2013 aus Verona nicht bezeichnen. Sie war auf jeden besser als die aktuelle Aida Inszenierung. Nur hab ich die Frage schon mal gestellt: welches Opernahaus außer der Scala oder der MET könnte sich so einen Luxus leisten so eine aufwendige Inszenierung mit so viel Personal und Pferden ins Repertoire aufzunehmen. Da könnte man ja auch gleich Ben Hur als Oper aufführen :)
Mit meiner Antwort komme ich auf Rodolfos Posting von gestern, kurz vor Mitternacht, zurück. Der Gedanke, Ben Hur als Oper zu erleben, hat für mich etwas Bestechendes, denn das wäre altes Thema in neuen Schläuchen - noch dazu mit der Musik eines Komponisten, der ein Könner war, der sein Fach verstand! Leider aber ist die Vergangenheitsform hier am Platze, denn Miklós Rózsa ist seit 21 Jahren tot. Ein noch lebender Komponist würde nach meinem Dafürhalten in große Fußstapfen treten müssen. Aber Regisseure könnten sich austoben...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

Stimmenliebhaber

Prägender Forenuser

  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 8 059

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

242

Freitag, 25. März 2016, 16:32

Ob darin auch Theater spielt oder nur rumgestanden wird, interessiert sie sekundär. Mich nicht, mich inszeniert er die Szenierung sekundär! Ob die Bühne naturalistisch oder abstrakt, die Kostüme historisch oder modern sind, ist mir realtiv schnuppe, solange nur darin eine spannende und glaubhafte Personenregie stattfindet, welche die Handlung erzählt und beglaubigt.

Und dann gibt es noch die kleine Schar der Musikfreunde!
?(

Musiktheater = Musik + Theater

Kammermusikabend oder Sinfoniekonzert = Musik
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

rodolfo39

Prägender Forenuser

  • »rodolfo39« ist männlich

Beiträge: 3 245

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

243

Freitag, 25. März 2016, 17:11

Und die anderen die nicht zur kleinen Schar der Musikfreunde gehören, können ins Schauspiel gehen ☺. Nur da gibt es fast nur noch RT.

Sixtus

Prägender Forenuser

  • »Sixtus« ist männlich

Beiträge: 984

Registrierungsdatum: 2. Dezember 2015

244

Freitag, 25. März 2016, 17:39

Nachdem noch niemand meine Anregung von einer Ablösung des Links-Rechts-Schemas durch Progressiv-Konservativ aufgegriffen hat, will ich noch etwas näher ausführen, was ich meine - und inwiefern das mit unserem Thema zu tun hat:

Wenn jemand eher progressiv gesinnt ist, muss er deshalb noch nicht politisch links, womöglich linksradikal sein. Umgekehrt ist eine konservative Grundhaltung noch kein Indiz für rechte oder gar rechtsradikale Einstellung. Es kann sich vielmehr schlicht um den Unterschied zwischen aufgeschlossen und wertkonservativ handeln, unabhängig von politischer Haltung.
Bei diesen Termini würde, glaube ich, viel politischer Zündstoff aus der Diskussion genommen, der ja in einer Diskussion über Opern, wie ich meine, auch ziemlich deplatziert ist.

Trotzdem besteht weiter die Gefahr, dass die alternativen Begriffe mit Ideologie aufgeladen werden: etwa progressiv im positiven Sinne von avantgardistisch, uptodate, modern etc. - entsprechend konservativ im Sinne von klassisch, bewährt, heilig, tabu. Und umgekehrt! Da sollten wir uns verständigen, was wir meinen, bevor der Streit wieder sinnlos eskaliert.

Wer z.B. eine konservative Kunstauffassung vertritt, kann sich schlechterdings nicht darauf einlassen, dass es in künstlerischen Fragen überhaupt Fortschritt geben kann, höchstens eine Entwicklung. Umgekehrt wird der progressiv Eingestellte dazu neigen, die jeweils letzte, neueste Entwicklungsstufe für die höchste, für das Ziel zu halten. Also Streitpunkte genug!
Ich bin sicher, dass die Beachtung dieser Aspekte einer Versachlichung der Debatte dient.

In diesem Sinne beste Grüße von

Sixtus

Dr. Holger Kaletha

Prägender Forenuser

  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich
  • »Dr. Holger Kaletha« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7 169

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

245

Samstag, 26. März 2016, 00:15

auch wenn ich Dir gelegentlich "Listen" a la Loge unterstelle und mir Dein Argumentationsstil manchmal zu intellektuell abgehoben ist - auch Du solltest, wenn Du überzeugen willst, wenigstens versuchen, die Sprache Deiner Kunden zu sprechen - ist dieser Beitrag eine hervorragende Analyse und voll gelungen. Auch ich dachte, als ich das Faltblatt mit dem Aufruf aus Hannover in die Hand bekam,wie kann man eine sicherlich gut gemeinte Initiative in Sprache, Gestaltung und Stil so dilletantisch machen. Also ich finde es gut, dass Opernfreunde ihre Standpunkte äußern und dafür kämpfen - die Ausführung ist aber milde gesagt nicht gelungen. Die Milde kommt auch daher, weil ich die Initiatorin, Frau Prof. Marie Louise Gilles, kenne und weiß, dass sie eine glühende. kompetente Kämpferin für ihre Sache ist und aus ihrer Sicht lautere Motive und Absichten formuliert.
Lieber Operus,

auch ich wünschte mir, so milde gestimmt sein zu können - ich habe allerdings nicht die Gunst der persönlichen Beziehung. Mir ist aber ehrlich gesagt auch der Dilettantismus lieber, weil er ehrlich ist, und ich weiß, woran ich bin, als dass da "strategisch" gedacht würde und man die Hintergedanken erraten müßte. Nein, die Sprache meiner Kunden möchte ich lieber nicht sprechen - nicht aus Überheblichkeit, sondern weil ich sie nicht mag.

Auch von mir frohe Ostern für Dich. Ob so viel Ostersegen, wie er zur Zeit im Forum gespendet wird, von Normalos verarbeitet werden kann? Du lieber Holger giltst im Forum nach zum Teil herrschender Meinung nicht zu den Normalos. Vielleicht sollte mein ganz persönlicher Wunsch zu Ostern für Dich sein: Eine gütige Fee möge Dir die Bescheidenheit des Wissenden und Weisen schenken. Wenn ich jetzt zu weit gegangen bin, bitte ich um Absolution. :hello: Ich habe heute meinen philosophischen Tag, allerdings auf dem Niveau, dass der Normalo zu bieten hat
Die Absolution erteile ich Dir gerne! ;) Ich habe mich zwar schon geläutert, bin aber oft immer noch ein Feuerkopf, das Laster und die Erbsünde des Aufklärers. :D Vielleicht vergessen wir nicht ganz, was uns eigentlich verbindet oder verbinden sollte: bescheiden in erster Linie gegenüber der Kunst zu sein - das sage ich als unverbesserlicher "romantischer Enthusiast" in diesem Sinne unbescheiden gegenüber allen "Kunstverächtern" dieser Welt. In diesem Punkt bin ich ein Urkonservativer, bleibe es auch und lasse mir ungern das begeisterte Streiten für die Kunstwerke und ihre Künstler nehmen. :hello:

Ein schönes Osterfest wünscht
Holger

Gerhard Wischniewski

Prägender Forenuser

  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 581

Registrierungsdatum: 7. April 2011

246

Samstag, 26. März 2016, 01:08

Lieber Sixtus,

was mich an der ganzen Sache stört, ist, dass man alles nur immer ins Extreme dreht. Mittelwege kennt man fast nicht mehr.
Kann man nicht aufgeschlossen gegenüber modernen Dingen sein und gleichzeitig bestimmte traditionelle Dinge wahren wollen?
Ich bin durchaus gegenüber modernen Dingen aufgeschlossen (sonst säße ich jetzt hier nicht am Computer, mit dem ich weit mehr gestalte als nur hier Berichte zu schreiben). Ich habe auch - wie ich schon oft betont habe - nichts gegen modernes Theater oder moderne Kunst, wenn sie denn eigenständige (Text und bei der Oper auch Musik einbezogen) Werke und nicht die Verfremdung und Zerstörung fremder Werke sind. Ich habe auch nichts gegen die Darstellung mit modernen Mitteln und habe hier auch schon Werke (z.B. Tristan oder Elektra von Chereau) genannt, die ich befürworten kann, weil sie Handlung und die Illusion der passenden Zeit und des Ortes wahren. Abgesehen von nicht orts- und zeitgebundenen Werken erwarte ich allerdings, das die von den Autoren (Librettist und Komponist) in eine zeitliche und örtliche Umgebung eingebetteten Werke nicht an willkürliche Orte und in willkürliche Zeiten verlegt werden. Gerade die modernen Mittel und Anlagen der Bühnen vermögen es doch, den Intentionen der Autoren besser entgegen zu kommen, als es früher möglich war. Dazu erwarte ich durchaus nicht aufwändige Bühnenbilder, wie sie früher einmal gestaltet wurden, d.h. eine buchstabengetreue Umsetzung des Librettos. Aber das Wesentliche sollte erkennbar sein und dem Werk nicht eine willkürliche Handlung, die weder zum Text noch zur Musik passt, neu unterlegt sein. Das haben aber schon viele hier ähnlich gesagt.
Ich gönne den "Progressiven", die das haben müssen und sich unbedingt von Regisseur belehren lassen wollen (wenn sie denn das, was er auf die Bühne bringt überhaupt noch selbst ohne Anleitung verstehen) entsprechende Vorstellungen, soweit dies, wie ich es schon oft betont habe, für alle erkennbar auffällig deklariert würde, dass es nicht mehr das echte Werk ist, wie es wohl die meisten Zuschauer erwarten.
Wenn man Maschinengewehre zeigt und von Schwertern gesungen wird, muss das selbst der Dümmste als völlig unglaubwürdig ansehen. Wer lässt sich denn vormachen, dass Julius Caesar schon Panzer und Soldaten in Stahlhelmen mit Maschinengewehren hatte? Wer kann (außer Herrn Stockert) in einem Biogasbehälter eine Wartburg erkennen? Aida in drei weißen Wänden auf nichts als einer roten Couch zu spielen, was soll daran fortschrittlich sein? Und ein Rigoletto ist weder im Zirkus noch auf dem Planet der Affen denkbar. Unterste Schublade ist für mich, wie jetzt in Hannover der "Freischütz" verunstaltet wurde. Man könnte Hunderte Beispiele der letzten Jahre aufzeigen, in denen absolut nichts mehr passt.
Man mag sich nur einmal all die Beispiele ansehen, die wir im "Sammelplatz für absurde und lächerliche Inszenierungsideen" zusammengetragen haben. Wer will da behaupten, dass es nur an fehlender Aufgeschlossenheit liegt, wenn man solchen Schwachsinn ablehnt? Leider bekommt der Schwachsinn immer noch mehr Methode und es gibt kaum noch vernünftige Inszenierungen, wenn nicht hier und da noch eine ältere erhalten hat oder erneut aufgenommen wird.
Andererseits kann ich mir, wenn man so etwas verteidigt, nicht denken, dass es an mehr Aufgeschlossenheit liegt, sondern dass man nur starrsinnig progressiv erscheinen möchte.
Mit linker oder rechter Gesinnung hat das allerdings, wie du zu Recht sagst, wohl kaum etwas zu tun.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Dr. Holger Kaletha

Prägender Forenuser

  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich
  • »Dr. Holger Kaletha« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7 169

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

247

Samstag, 26. März 2016, 07:34

Wenn jemand eher progressiv gesinnt ist, muss er deshalb noch nicht politisch links, womöglich linksradikal sein. Umgekehrt ist eine konservative Grundhaltung noch kein Indiz für rechte oder gar rechtsradikale Einstellung.
Ja, völlig richtig. Progressiv und konservativ sollten eher so etwas wie Gewichtungen und regulative Prinzipien sein. Das Konservative ohne jedes Progressive versteift und das rein Porgessive ohne jeden konservativen Geist wird zur futuristischen Bilderstürmerei.

Die zu klärende Frage wäre allerdings: Was soll eigentlich bewahrt werden? Die Faktizität eines gesellschaftlichen Status quo, die Idealität von Werten, die Erwartungshaltung des Publikums, seine Bedürfnisse, Einstellungen? Geht es um die Bewahrung der Kunst gegenüber den Interessen des Publikums oder umgekehrt?

Trotzdem besteht weiter die Gefahr, dass die alternativen Begriffe mit Ideologie aufgeladen werden: etwa progressiv im positiven Sinne von avantgardistisch, uptodate, modern etc. - entsprechend konservativ im Sinne von klassisch, bewährt, heilig, tabu. Und umgekehrt! Da sollten wir uns verständigen, was wir meinen, bevor der Streit wieder sinnlos eskaliert.
Auch einverstanden!

Wer z.B. eine konservative Kunstauffassung vertritt, kann sich schlechterdings nicht darauf einlassen, dass es in künstlerischen Fragen überhaupt Fortschritt geben kann, höchstens eine Entwicklung. Umgekehrt wird der progressiv Eingestellte dazu neigen, die jeweils letzte, neueste Entwicklungsstufe für die höchste, für das Ziel zu halten. Also Streitpunkte genug!
Mit dem Fortschritt ist es so eine Sache. Wer darf nach Auschwitz noch an Fortschritt glauben, fragt Adorno. Ist diese Idee nicht längst begraben? Die Linie - Herder "jede Epoche ist gleich ursprünglich zu Gott", Schopenhauer nannte die Teleologie des Fortschritts "ruchlos", Nietzsche diagnostiziert den Nihilismus "wir haben die Zwecke nur in die Natur hineingelegt, jetzt ziehen wir sie wieder heraus", die Postmoderne liquidiert die "großen Erzählungen" über die Geschichte, die "Metadiskurse". Als "Grüne" mit ökologischem konservativem Bewußtsein glauben wir auch nicht mehr wie einst Karl Marx an die Wunder des Fortschritts durch Industrie. Bei Tschernobil und Fukoschima spätestens endet dieser Fortschritt. Die Gleichung modern=fortschrittlich gilt eigentlich längst nicht mehr.

Schöne morgendliche Grüße
Holger

hasiewicz

Prägender Forenuser

  • »hasiewicz« ist männlich

Beiträge: 854

Registrierungsdatum: 16. September 2012

248

Samstag, 26. März 2016, 09:21

Naja, Fortschritt ist, zu einem guten Zahnarzt gehen zu dürfen.

Oder moderne Lyrik via Google zu finden:

"Wenn es Sie mal am Knie friert / und ihr Hamster ständig Brecht zitiert / tun Sie Senf drauf, einfach Senf drauf."

(Max Goldt)

Wo die Zitatedichte heute morgen schon wieder so groß ist und es die "Quellen der Freude" bei Tamino nicht mehr gibt, wollte ich hier dazu einen Beitrag leisten.

NB: oh, ich sehe erst jetzt, dass es einen Nachfolgethread zu den "Quellen" gibt - natürlich "gestiftet" von Operus. Freude!

rodolfo39

Prägender Forenuser

  • »rodolfo39« ist männlich

Beiträge: 3 245

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

249

Samstag, 26. März 2016, 09:22

Lieber Gerhard,
Nichts anderes schreibe ich doch immer das man für alles offen sein sollte, so lange eine Inszenierung gut gemacht ist, dazu zählt nunmal auch RT. Und das ist auch der Grund dafür warum ich mich nicht für eine Seite entscheiden möchte.
Lieber Holger,
als die Grünen damals in den Bundestag eingezogen sind hätte auch keiner gedacht, das sie mal einen Anzug tragen würden oder das einer von ihnen mal Ministerpräsident wird.

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 401

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

250

Samstag, 26. März 2016, 09:33

Die Absolution erteile ich Dir gerne! ;) Ich habe mich zwar schon geläutert, bin aber oft immer noch ein Feuerkopf, das Laster und die Erbsünde des Aufklärers. :D Vielleicht vergessen wir nicht ganz, was uns eigentlich verbindet oder verbinden sollte: bescheiden in erster Linie gegenüber der Kunst zu sein - das sage ich als unverbesserlicher "romantischer Enthusiast" in diesem Sinne unbescheiden gegenüber allen "Kunstverächtern" dieser Welt. In diesem Punkt bin ich ein Urkonservativer, bleibe es auch und lasse mir ungern das begeisterte Streiten für die Kunstwerke und ihre Künstler nehmen. :hello:

Lieber Holger,

der Köder der Milde scheint - vielleicht auch dank österlicher Stimmung - bereits zu wirken. Denn Milde empfinde ich in Deiner Entgegung. :jubel: Es ist halt schwierig, den Spagat hinzubekommen zwischen dem mit Feuer für die Kunst kämpfenden romantischen Enthusiasten und einer auf Übereinstimmung zielenden partnerschaftlichen Diskussion und dabei noch den nötigen Biss zu bewahren. Vielleicht solltest Du mehr mit dem filigranen Florett fechten und nicht mit dem schweren Säbel, dann werden die Wunden nicht zu tief geschlagen. Die sprachliche Vielfalt und die Fähigkeit differenzierender Argumentation stehen Dir doch in reichem Maße zur Verfügung. Ach, nun gebe ich verführt durch mein ausgeprägtes, unterstützendes Autoritäts-Ich und mein Helfersyndrom Dir Ratschläge, die Du nicht erbeten hast und auch nicht brauchst. Kommunikativ nicht ganz astrein von mir. Nehme es bitte als freundschaftliche Hinweise. Vielleicht kannst Du sogar etwas davon gebrauchen und umsetzen. :hello:
Völlige Übereinstimmung haben wir, dass wir alle bedingungslos für den Erhalt der Kultur und ihrer Werte kämpfen müssen. Nur und da liegt die Crux, die Werte werden nahezu zwangläufig unterschiedlich gesehen und bewertet. Ein eminenter Fortschritt wäre es, wenn wir erkennen, dass wir auch bei unseren oft leidenschaftlich-hitzigen Diskussionen hier im Forum jeder für seine Auffassung von Kunst und die von ihm verinnerlichten kulturellen Werte eintritt. Das ist doch eine Basis, auf der eine grundsätzliche Akzeptanz und ein wertschätzender, toleranter Umgang mit dem Kunstfreund möglich sein sollte, auch wenn dieser eine andere Meinung vertreten sollte.

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Gerhard Wischniewski

Prägender Forenuser

  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 581

Registrierungsdatum: 7. April 2011

251

Samstag, 26. März 2016, 10:08

Zitat

Zitat von Rodolfo: Nichts anderes schreibe ich doch immer das man für alles offen sein sollte, so lange eine Inszenierung gut gemacht ist, dazu zählt nunmal auch RT. Und das ist auch der Grund dafür warum ich mich nicht für eine Seite entscheiden möchte.
Lieber Rodolfo,

Deswegen spreche ich auch nicht von Regietheater, sondern - im Unterschied dazu - von Verunstaltungstheater. Und Verunstaltungstheater ist für mich immer dann gegeben, wenn ein Originalwerk durch vom Regisseur willkürlich erfundene Handlung, die durch das Libretto nicht gedeckt ist (also auch Verlegung von Ort und Zeit in Werken mit historischem, mythischen oder märchenhaften Hintergrund). Das habe ich an vielen Beispielen konkret zu erläutern versucht.Aber von den Herren Theoretikern habe ich nie eine antwort erhalten, worin der Sinn und Fortschritt dieser Entstellungen in den konkret genannten Fällen zu suchen ist. Stattdessen gab es immer nur ellenlange, rein allgemein theoretische Betrachtung, die mir überhaut nichts sagen. Ich glaube manchmal, diese Theoretiker wissen es selber nicht, wie sie den Sinn und den Fortschritt dieser Verunstaltungen erläutern sollen. Ich habe den Eindruck, dass sie nur "progressiv" erscheinen möchten, ohne dass eine Substanz dahinter ist.
Regietheater ist eigentlich alles, aber ich habe auch schon hier Werke des Regisseurstheaters genannt, mit denen ich mich anfreunden konnte, weil sie eben die Handlung unberührt ließen und zeigten, dass sie das Werk verstanden. Aber das, was wir hier als Verunstaltungstheater aufzeigen, zeugt doch davon, dass der Regisseur jede Hochachtung vor dem Werk verloren hat und nur sein "eigenes Süppchen kochen will". Vielleicht versteht er es auch nicht besser. Aber dafür ist das Theater in meinen Augen nicht da.
Ähnlich wie die Hannover-Initiative ist auch das hier ein Aufstand gegen diesen Schwachsinn. Ich wünschte nur, es gäbe mehr dieser Initiativen. Und dass die Hannover-Initiative drastische Worte gebraucht, wer will es ihr verdenken? Mit sanften Worten erreicht man heute nichts mehr, und die Verteidiger dieses Schwachsinns sparen ja hier auch nicht an drastischen Worten, sogar nicht einmal an Beleidigungen der Mitglieder des Forums, wovon ich mich aber nicht beeindrucken lasse.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

9079wolfgang

Prägender Forenuser

  • »9079wolfgang« ist männlich

Beiträge: 7 205

Registrierungsdatum: 15. April 2010

252

Samstag, 26. März 2016, 10:22

Lieber Gerhard!

In dem Thread über DVD schrieb ich gestern Abend über die "Turandot". Eine moderne Fassung aus Wien. Ich wollte die DVD einfach mal ansehen. Den 1. Akt habe ich durchgestanden, aber dann rollten sich mir die Zehennägel auf. Das war es dann! X(
W.S.

Bertarido

Prägender Forenuser

  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 991

Registrierungsdatum: 24. April 2014

253

Samstag, 26. März 2016, 11:22

Ein eminenter Fortschritt wäre es, wenn wir erkennen, dass wir auch bei unseren oft leidenschaftlich-hitzigen Diskussionen hier im Forum jeder für seine Auffassung von Kunst und die von ihm verinnerlichten kulturellen Werte eintritt. Das ist doch eine Basis, auf der eine grundsätzliche Akzeptanz und ein wertschätzender, toleranter Umgang mit dem Kunstfreund möglich sein sollte, auch wenn dieser eine andere Meinung vertreten sollte.

Lieber operus, das wäre in der Tat ein großer Fortschritt. Ich fürchte aber, dass es ein frommer Wunsch blieben wird. Wie zahlreiche Beiträge auch in diesem Thread wieder einmal zeigen, können sich die fanatischen RT-Gegner nicht zu einer Haltung der Toleranz und Akzeptanz durchringen. Das höchste, was man hoffen kann, ist der Einzug österlichen Friedens für ein paar Tage.

Sixtus

Prägender Forenuser

  • »Sixtus« ist männlich

Beiträge: 984

Registrierungsdatum: 2. Dezember 2015

254

Samstag, 26. März 2016, 12:08

Für einen "stillen" Ostersamstag geht es ja ganz schön rund hier. Und, was auch bemerkenswert ist: ungewohnt milde!
Ich möchte die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, die Milde von Holger für einen weiterführenden Gedanken auszuschlachten. Meinst du nicht auch, Holger, dass wir konstruktiver diskutieren können, wenn wir politische Kampfbegriffe wie Links und Rechts, zumal bei unserem Thema, möglichst vermeiden und durch weniger belastete ersetzen?

Wenn wir uns darauf verständigen könnten, wäre aber zuvor noch wichtig, zu reflektieren, was wir (jeder Einzelne von uns) etwa unter Progressiv und Konservativ verstehen bzw. damit assoziieren - und ob beide Begriffe u.U. auch in ein und derselben Person Platz finden können (was ich z.B. mir selbst zutraue, wenn auch nicht immer durchhalte!). Nur wenn wir uns über solche Nuancen verständigen, können wir verhindern, meine ich, dass unsere Vokabeln wieder als politische Etiketten missbraucht werden.

Ich freue mich auf eine himmelwärts fahrende, fruchtbringende Diskussion, die auch berücksichtigt, dass man nicht über jeden Gegenstand diskutieren kann, wie uns die Alten sungen: De gustibus non est disputandum. (Mit oder ohne Senf drauf...)

Guten Mutes grüßt alle guten Willens (ausnahmsweise ganz ruchlos optimistisch, Arthur möge mir verzeihen!)

ein zuversichtlich gestimmter Sixtus

Stimmenliebhaber

Prägender Forenuser

  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 8 059

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

255

Samstag, 26. März 2016, 12:11

können sich die fanatischen RT-Gegner nicht zu einer Haltung der Toleranz und Akzeptanz durchringen.
Was natürlich bei den fanatischen RT-Befürwortern gegenüber den RT-Gegnern völlig anders ist... :no:

Es bleibt dabei: Es sind immer die anderen schuld... :no:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Bertarido

Prägender Forenuser

  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 991

Registrierungsdatum: 24. April 2014

256

Samstag, 26. März 2016, 12:59

können sich die fanatischen RT-Gegner nicht zu einer Haltung der Toleranz und Akzeptanz durchringen.
Was natürlich bei den fanatischen RT-Befürwortern gegenüber den RT-Gegnern völlig anders ist... :no:

Ja, das ist allerdings bei RT-Befürwortern anders. Ich akzeptiere durchaus, dass eine traditionelle Inszenierung à la Schenk oder Zefirelli eine legitime Umsetzung eines Werkes ist, auch wenn ich persönlich diesen Inszenierungsstil als langweilig und verstaubt empfinde. Diese Akzeptanz sehe ich bei RT-Gegnern wie zum Beispiel Gerhard oder Alfred aber nicht. Schon die Rede von Verunstaltungen, wenn vom Buchstaben des Librettos abgewichen wird, zeigt doch ganz klar, dass man nicht bereit ist, diese Art von Inszenierungen als eine legitime Aufführung einer Oper zu akzeptieren, und zwar pauschal und unabhängig von eíner im Einzelfall vielleicht durchaus berechtigten Kritik. Dafür könnte ich Dutzende von Zitaten anführen.

Aber das, was wir hier als Verunstaltungstheater aufzeigen, zeugt doch davon, dass der Regisseur jede Hochachtung vor dem Werk verloren hat und nur sein "eigenes Süppchen kochen will".

Und dieses Zitat zeigt doch auch ganz klar, dass man den Regisseuren des "Regietheaters" wiederum pauschal unterstellt, keine Achtung vor dem Werk zu haben. Hingegen gestehe ich traditionell inszenierenden Regisseuren durchaus zu, ernsthafte und das Werk respektierende Künstler zu sein.


Es bleibt dabei: Es sind immer die anderen schuld... :no:

Damit machst Du es Dir zu einfach. Der Unterschied besteht darin, dass die RT-Befürworter - jedenfalls in diesem Forum - lediglich dafür kämpfen, diese Art von Inszenierungen als eine im Grundsatz legitime und das Werk achtende Form der Aufführung anzuerkennen, während die RT-Gegner darauf beharren, dass jede nicht ihren Vorstellungen entsprechende Aufführung eine Verschandelung oder Missachtung des Werks sei. Es mag ja sein, dass es auch fanatische RT-Verfechter gibt, die der Meinung sind, man dürfe es nur so und nicht anders machen. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass diese Position im Forum schon einmal vertreten wurde.

Stimmenliebhaber

Prägender Forenuser

  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 8 059

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

257

Samstag, 26. März 2016, 13:06

Ja, das ist allerdings bei RT-Befürwortern anders.
Nein, ist es nicht: Die Art und Weise, wie Kaletha und Stockert hier die Kritiker des Regietheaters behandeln, ist keinen Deut besser!

Damit machst Du es Dir zu einfach.
Dass die Gegenseite Schuld ist, war die eindeutige Headline deine Beitrages - und damit machst DU es dir entschieden zu einfach!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

JLang

Prägender Forenuser

  • »JLang« ist männlich

Beiträge: 1 926

Registrierungsdatum: 4. August 2013

258

Samstag, 26. März 2016, 13:31

Zitat Bertarido

Zitat

Ich fürchte aber, dass es ein frommer Wunsch blieben wird. Wie zahlreiche Beiträge auch in diesem Thread wieder einmal zeigen, können sich die fanatischen RT-Gegner nicht zu einer Haltung der Toleranz und Akzeptanz durchringen. Das höchste, was man hoffen kann, ist der Einzug österlichen Friedens für ein paar Tage.


Lieber Bertarido, liebe Diskutanten,
ich habe diese Diskussion wie schon eine andere eher verfolgt und ich werde mich auch in Zukunft nicht einmischen. Dennoch nehme ich mir einmal einen "Zwischenruf" heraus. Österlicher Frieden hin oder her, er würde nur die herzlich (oder mitunter weniger herzlich) gepflegte Abneigung beider Seiten verzögern. Aufzulösen ist dieser Konflikt nicht. Gleichwohl scheint mir Toleranz und Akzeptanz die Basis, ohne die eine inhaltliche Voraussetzung überhaupt nicht möglich sein wird, (u. a. Caruso hatte immer wieder auf die Notwendigkeit inhaltlicher Auseinandersetzungen hingewiesen, allein erhört ward er nie). Natürlich gehören dazu auch Spitzen, die gesetzt werden, aber mir scheint diesbezüglich eine allgemeine Dünnhäutigkeit zu herrschen. Beide Seiten (obwohl ich diese "Frontenbildung" überhaupt nicht verstehen kann und sie an der Realität vorbeigeht) nehmen für sich in Anspruch selbst tolerant zu sein, alle ergehen sich in gegenseitigen Anschuldigungen, reden - weil sie nicht verstehen wollen - so herzlich aneinander vorbei, dass bisweilen Konversationsfetzen entstehen, die etwas erfrischend dadaistisches haben, denen dafür oftmals ihre Verbindung zur Oper abhanden gekommen ist.
Dass ein mitunter scharfes und für meinen Geschmack auch mitunter etwas zu scharfes Schwert geführt wird, ist die ein Sache, die Anfeindungen sind eine andere. Aber bereits der Begriff "Verunstaltungstheater" verhindert m. E. eine inhaltliche Auseinandersetzung. Ich habe keine Lösung, finde das Tamino Forum in solchen Konversationen aber nicht hinreichend breit abgebildet. Von den mittlerweile leicht vorauszusehenden Argumentationsketten ganz abgesehen. Seltsam ist immer noch, dass konkrete Beispiele selten eine Rolle spielen, die Rubrik "Gestern in der Oper" böte dafür aber genug Stoff. Natürlich haben nicht alle die Opern gesehen, aber es werden doch auch Bilder verlinkt. Man müsste sich einfach darauf einlassen: das kostet Zeit und Mühe, hält erschreckenderweise sicher auch die ein oder andere Überraschung oder gar Revision sorgsam gepflegter Vorurteile bereit, wäre aber letztlich vielleicht ertragreicher. Ich weiß auch, dass dies schon vielfach angemerkt wurde aber ich dachte mir, zum samstäglichen Zeitvertreib darf man noch einmal daran erinnern :)
Beste vorosterliche Grüße
JLang
Gute Opern zu hören, versäume nie
(R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

Bertarido

Prägender Forenuser

  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 991

Registrierungsdatum: 24. April 2014

259

Samstag, 26. März 2016, 13:35

Ja, das ist allerdings bei RT-Befürwortern anders.
Nein, ist es nicht: Die Art und Weise, wie Kaletha und Stockert hier die Kritiker des Regietheaters behandeln, ist keinen Deut besser!

Die Art und Weise, wie die Auseinandersetzung geführt wird, ist ein ganz anderer Punkt. Hier ging es um den Vergleich der Positionen, von denen die eine - ich bleibe dabei - durch Intoleranz und fehlende Akzeptanz geprägt ist, die andere nicht. In der Art und Weise, wie die Auseinandersetzung geführt wurde, gab und gibt es von beiden Seiten bedauerliche Entgleisungen.

Damit machst Du es Dir zu einfach.
Dass die Gegenseite Schuld ist, war die eindeutige Headline deine Beitrages - und damit machst DU es dir entschieden zu einfach!

Schuld woran? Ich habe nicht von Schuld gesprochen. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es die RT-Gegner sind, die die "grundsätzliche Akzeptanz" und den "toleranten Umgang" (operus) vermissen lassen. Wenn Du den Unterschied in diesem Punkt nicht siehst, dann willst Du ihn offenbar nicht sehen.

Stimmenliebhaber

Prägender Forenuser

  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 8 059

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

260

Samstag, 26. März 2016, 14:39

obwohl ich diese "Frontenbildung" überhaupt nicht verstehen kann und sie an der Realität vorbeigeht
Absolut, daher fühle ich mich auch keiner der beiden Hardliner-Fronten zugehörig.


Hier ging es um den Vergleich der Positionen, von denen die eine - ich bleibe dabei - durch Intoleranz und fehlende Akzeptanz geprägt ist, die andere nicht.
Nein, deine Position ist genauso durch Intoleranz und fehlende Akzeptanz geprägt. 95% deiner hiesigen Äußerungen über konservative Inszenierungen sind stark abwertend und zumeist sehr polemisch, deine Beiträge über die RT-Gegner genauso. Und wenn du meinst, dir einen Spaß daraus machen zu müssen, aus reiner Boshaftigkeit Holgers Beigträge zitieren zu müssen, damit die, die seine Beiträge ignorieren, sein Geschreibsel doch lesen müssen, dann bist du einer der schlimmsten Provokateure, der bewusst Öl ins Feuer gießt - und ich habe, als du das (mehrfach) getan hast, ersthaft erwogen, dich ebenfalls auf meine Ignorierliste zu setzen. Ich habe das bislang nicht getan, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen, es nachzuholen, wenn du weiter Öl ins Feuer gießt!


Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es die RT-Gegner sind, die die "grundsätzliche Akzeptanz" und den "toleranten Umgang" (operus) vermissen lassen.
Ich glaube, es ist gerade sehr deutlich geworden, dass du diese "grundsätzliche Akzeptanz" (z.B. gegenüber den so selten gewordenen konservativen Inszenierungen oder der Berechtigung der Benutzung der Ignorierfunktion) ebenfalls stark vermissen lässt. Und aus allen deinen Äußerungen spricht immer wieder der Grundgedanke: Schuld sind immer die anderen!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Joseph II.

Prägender Forenuser

  • »Joseph II.« ist männlich

Beiträge: 11 893

Registrierungsdatum: 29. März 2005

261

Samstag, 26. März 2016, 14:56

Dieses Thema ist ein guter Beweis dafür, dass erwachsene Menschen zuweilen kindischer sein können als Kinder. Man glaubt es nicht, wenn man es nicht gesehen hat.

"Much Ado About Nothing." ("Viel Lärm um nichts.") — William Shakespeare
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

hami1799

Prägender Forenuser

  • »hami1799« ist männlich

Beiträge: 3 438

Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

262

Samstag, 26. März 2016, 17:00

Herr jlang findet keine Lösung, hat aber uebersehen, dass er selbst einige konstruktive vorgeschlagen hat. Konkret werden ist ein sehr guter Ansatz, sollte doch fuer das Erste genuegen.
Ostergruesse aus dem chaotischen Holland, wo die Bahn keine Interrail-Tickets verkauft und die Tastaturen kein u mit Tuepfelchen haben.

Sixtus

Prägender Forenuser

  • »Sixtus« ist männlich

Beiträge: 984

Registrierungsdatum: 2. Dezember 2015

263

Samstag, 26. März 2016, 17:11

Zwei Tage Osterfrieden? Das schaffen wir nicht. Höchstens drei Minuten - nämlich dann, wenn wir vereinbaren, alle synchron das Intermezzo sinfonico von Mascagni aufzulegen. Aber da kommt schon eine Einschränkung von mir: Ich kann diese Musik nur dann genießen, wenn ich sie nicht mit Schokoladeneiern versüßliche.

Aber was machen wir danach? Es glaubt doch niemand von uns, dass wir es (alle!) schaffen, unsere Keulen im Schrank zu lassen, mit denen wir das jeweilige Feindbild polieren! Und wenn das schön glänzt, kann sein Besitzer schon wieder "argumentieren": Keine Toleranz mit den Feinden der Toleranz!

Da stelle mer uns doch lieber mal janz dumm und tun so, als hätte es die vergangenen Angiftungen (die ich zum Glück nicht alle mitbekommen habe) nicht gegeben - und folgen dem Rat von ILang, unsere Phrasen durch Inhalte zu ersetzen.

Doch da kommt uns etwas anderes in die Quere. Wie Joseph II scharfsinnig erkannt hat, werden wir beim Thema Oper wieder zu Kindern ("Der Gegenstand reißt so mich hin!"), weil die Emotionen evolutionär die älteren Rechte haben als der Verstand...
Uff! (um mal wieder Karl May auswendig zu zitieren)

Ich wäre jetzt grade in der Stimmung, wo Emotion und Verstand schön in der Balance schaukeln. Wer schaukelt mit (ohne Ansehen der "Partei")? Die jeweiligen Sekundanten werden sich zur rechten Zeit einfinden. Meine erste steile These ist eine Frage: Hat eine Oper (sagen wir Otello, der kommt heute Abend von Salzburg auf 3SAT) so etwas wie einen Kern, der nicht infrage gestellt werden sollte? Und wenn ja, welchen?

Wer unter euch ohne Ahnung ist, der werfe bitte nicht den ersten Stein -
meint Sixtus

Gerhard Wischniewski

Prägender Forenuser

  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 581

Registrierungsdatum: 7. April 2011

264

Samstag, 26. März 2016, 17:16

Zitat

Zitat von Bertarido: Schon die Rede von Verunstaltungen, wenn vom Buchstaben des Librettos abgewichen wird, zeigt doch ganz klar, dass man nicht bereit ist, diese Art von Inszenierungen als eine legitime Aufführung einer Oper zu akzeptieren, und zwar pauschal und unabhängig von eíner im Einzelfall vielleicht durchaus berechtigten Kritik.
Lieber Bertarido,

du liest nicht richtig. Von buchstabengetreuer Inszenierung habe ich niemals geredet, das hieße die Bühnenbilder genauso zu gestalten, wie es der Autor verlangt und die Auftritte von rechts auch unbedingt von rechts zu erfolgen haben usw. Ich habe immer gesagt, dass ich schon zufrieden wäre, wenn man das Wesentliche der von Autor vorgesehenen Regieanweisungen ausführen würde, wenn man die Handlung nicht willkürlich in eine ganz andere verwandeln würde und bei Opern, die in ein örtliches und zeitliches Umfeld eingebettet sind, dies nicht in andere Zeiten und an andere Orte verlegen würde. Ich habe dafür genügend Beispiele angeführt. Ich weiß auch nicht, warum du immer nur Alfred und mich "aufs Korn nimmst". Schau die mal die vielen Kritiken der überwiegenden Mehrzahl der Mitglieder an, die zu diesem Thema schreiben, dann wirst du erkennen, dass sie zumindest genauso, wenn nicht noch strenger über die Verunstaltungen (es bleibt bei diesem Wort!) denken und noch weit weniger hinnehmen als ich.
Es dürfte wohl ein legitimer Anspruch sein, dass, wenn ich eine Ware kaufe, diese Ware auch in der Verpackung enthalten sein muss und nicht eine Mogelpackung mit etwas völlig Anderem angeboten wird, und dass, wenn etwas Abweichendes angeboten wird, dies auch als Solches eindeutig erkennbar deklariert wird. Ich wehre mich einfach dagegen, wie heute mit Meisterwerken der Vergangenheit umgegangen wird, wie diese sinnlos zerstört werden. In dieser Hinsicht gibt es einfach keine Kompromisse und da werden wir uns wohl nie auf einer Mitte treffen können. Die halbe Wahrheit ist eben auch unwahr.
Du sagst zwar, dass du auch die echten Opern hinnehmen würdest, was ja eigentlich das Natürlichste wäre. Aber schau einmal, wie Einige hier stur den Standpunkt vertreten, dass die echten Werke nicht mehr in unsere Zeit gehören, also alles entstellt werden müsse und damit auch den Zuschauer diskriminieren, dass dieser nicht mehr selbst denken kann, mit Historischem, Mythischem und Märchen nichts mehr anfangen kann und eine Übersetzung in die Moderne braucht, um Bezüge herstellen zu können, also vom Regisseur eine "Neudeutung" aufgedrückt bekommen muss. Und schließlich wird er von Einigen als antiquiert, starrsinnig und was nicht noch alles bezeichnet, wenn er nicht derselben Meinung ist. So etwas ist für mich und wie du - wenn du richtig liest - auch für viele andere hier, völlig inakzeptabel. Habe ich schon einmal von dir und anderen Befürwortern der entstellten Werke verlangt, dass ihr derselben Meinung wie ich oder andere hier zu sein habt, was du und Einzelne ja hier wirklich ernsthaft verlangen? Ich lasse euch gerne eure Meinung, aber ich erlaube mir, auch weiterhin meine Meinung, die hier die Meinung vieler ist, auszudrücken.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

rodolfo39

Prägender Forenuser

  • »rodolfo39« ist männlich

Beiträge: 3 245

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

265

Samstag, 26. März 2016, 17:32

Zu Othello : Ich habe eine sehr schöne konzertante Aufnahme vom letzten Jahr aus Venedig, vor dem Dogenpapalast. Aber wie will man Othello werkgetreu im Opernhaus inszenieren ? Man bräuchte viel Wasser, ein Schiff und die Kulissen von Venedig müssten aufwendig aufgebaut werden. Zum einen wird das technisch nicht machbar sein und zum anderen wäre das auch viel zu kostspielig. Ihr vergesst immer das viele Opernhäuser sparen müssen und froh sind, wenn die Inszenierungen nicht so aufwendig ist.

Dr. Holger Kaletha

Prägender Forenuser

  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich
  • »Dr. Holger Kaletha« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7 169

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

266

Samstag, 26. März 2016, 17:39

Vielleicht solltest Du mehr mit dem filigranen Florett fechten und nicht mit dem schweren Säbel, dann werden die Wunden nicht zu tief geschlagen.
Dein Rat in Gottes Ohr, lieber Operus. Nur prompt erscheint mal wieder Deine "Partei" mit schwerem Säbel auf dem Kampfplatz:

Deswegen spreche ich auch nicht von Regietheater, sondern - im Unterschied dazu - von Verunstaltungstheater.
Und wenn du meinst, dir einen Spaß daraus machen zu müssen, aus reiner Boshaftigkeit Holgers Beigträge zitieren zu müssen, damit die, die seine Beiträge ignorieren, sein Geschreibsel doch lesen müssen, dann bist du einer der schlimmsten Provokateure, der bewusst Öl ins Feuer gießt - und ich habe, als du das (mehrfach) getan hast, ersthaft erwogen, dich ebenfalls auf meine Ignorierliste zu setzen.
Dazu fällt mir im Moment der folgende Witz ein:

Herr von Knigge - bekannt für sein Buch über die fein-bürgerlichen Benimmregeln bei Tische - macht eine Schiffsreise. Das Schiff gerät in Seenot und sinkt. Herr von Knigge findet sich als Schiffbrüchiger im Wasser treibend wieder. Da kommt ein großer Haifisch und will ihn fressen. Herr von Knigge versucht sich mutig mit seinem Messer zu verteidigen. Da grinst ihn der Haifisch mit seinen großen weißen Zähnen an und sagt: "Aber Herr von Knigge, Fisch mit dem Messer?"

Schöne Grüße zum Ostersamstag
Holger

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 401

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

267

Samstag, 26. März 2016, 17:41

Damit machst Du es Dir zu einfach. Der Unterschied besteht darin, dass die RT-Befürworter - jedenfalls in diesem Forum - lediglich dafür kämpfen, diese Art von Inszenierungen als eine im Grundsatz legitime und das Werk achtende Form der Aufführung anzuerkennen,

Lieber Bertarido,

dass jegiche Form einer Inszenierung legitim ist - also auch das modernste und absurdeste Regietheater - wird wohl kaum jemand bestreiten können. Die Frage ist, warum diese Art der Inszenierungen auch hier im Forum von einer großen Zahl von Opernfreunden abgelehnt wird. Beide Seiten kämpfen mit harten Bandagen: Ausdrücke wie museal, verstaubt, überholt, langweilig, konservativ, von gestern, antiquiert, ewig gestrig, lächerlich, rechtes Gedankengut widerspiegelnd werden auch gerne von den Regietheaterfreunden verwandt. Also beide Seiten sind in der Wahl ihrer Mittel nicht gerade wählerisch und zimperlich. Wenn wir nur so weit kämen, von den etikettierenden, abwertenden Begriffen wegzukommen. Der Vorschlag von Sixtus, konservativ und progressiv zu verwenden wäre ein Ausweg, um die spontan Widerspruch auslösenden "Wortpfeile" im Köcher zu lassen. Die tiefer liegende Ebene ist, dass ich meinem Partner das Recht auf seine eigene Meinung grundsätzlich zugestehen sollte und nur Begründungen für das, was ich richtig oder falsch halte, bringen sollte. Werden wir diese Argumentation auf der Sach- oder psychologisch formuliert Erwachsenenebene jemals erreichen?

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Dr. Holger Kaletha

Prägender Forenuser

  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich
  • »Dr. Holger Kaletha« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7 169

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

268

Samstag, 26. März 2016, 18:03

Beide Seiten kämpfen mit harten Bandagen: Ausdrücke wie museal, verstaubt, überholt, langweilig, konservativ, von gestern, antiquiert, ewig gestrig, lächerlich, rechtes Gedankengut widerspiegelnd werden auch gerne von den Regietheaterfreunden verwandt.
Da muß ich Dir doch widersprechen, lieber Operus. Weder Bertarido, Michael Schenk, Dieter Stockert oder Andere, die dem Regietheater nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen, haben jemals eine solche Sprache gesprochen, wie dies RT-Gegner gerne tun, die ich "Rhetorik der Verunglimpfung" nenne. Dass Du jetzt diese Gleichsetzung machst, finde ich ein bisschen unredlich. Hier darf ich Dir vielleicht auch einmal einen Rat geben, Deine Fraktion etwas zu "mäßigen" und zur verbalen Abrüstung zu bewegen. Da werden RT-Gegner als "Feinde" bezeichnet, die es zu "vernichten" gilt (wo haben wir jemals Vergleichbares gesagt?), als Verunstalter, Wertezerstörer usw. diffamiert. Ausdrücke wie "Verhöhner" und "Zersetzer" werden von Euch nicht grundsätzlich abgelehnt, obwohl sie dem Nazi-Jargon über entartete Musik entstammen. Ich lese gerade zur Vorbereitung der Premiere von Brecht/Weill hier in Münster eine Dokumentation über die Wirkungsgeschichte der Uraufführung. Dort sind dann als Quellen auch die Nazi-Zeitungen von 1930 und später zitiert. Die Ausdrücke "Zersetzung" und "Verhöhnung" werden dort fast schon inflationär verwendet gegenüber den Aufführungen von "Mahagonny", die teilweise durch Nazis massiv gestört wurden. Wie lange muß man Euch denn noch mit der Nase in den Kot stossen, damit Ihr Euch endlich von solchen verbalen Entgleisungen alle mal klar und deutlich distanziert? Es gibt zwar keine Kollektivschuld, aber so etwas wie "geschichtliche Verantwortung" gegenüber den Geschehnissen des NS, wie Karl Jaspers es einst treffend formulierte. Ich bin nicht bereit - und da ziehe ich nun wirklich den schweren Säbel - irgend einen Diskurs über entartete Musik zu akzeptieren, zu dem auch Ausdrücke wie "Verunstaltungstheater" z.B. gehören. Es macht doch kein Sinn, wenn sich ein Liebhaber von Fleischgerichten über die Vorzüge von Rinderbraten gegenüber Schweinebraten mit einem Vegetarier streitet, der Fleischessen generell für ein Verbrechen hält. Von Eurer Seite ist hier endlich mal eine Klarstellung nötig und von niemandem sonst.

Schöne Grüße
Holger

Bertarido

Prägender Forenuser

  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 991

Registrierungsdatum: 24. April 2014

269

Samstag, 26. März 2016, 18:19

95% deiner hiesigen Äußerungen über konservative Inszenierungen sind stark abwertend und zumeist sehr polemisch

Dafür hätte ich doch gerne mal Belege, denn ich halte diese Behauptung für falsch. Ich äußere mich sehr selten zu konservativen Inszenierungen, und wenn ich sage, dass ich eine solche langweilig oder verstaubt finde, dann ist das eine ebenso berechtigte Äußerung meines Geschmacks wie die kürzlich hier zu lesende Aussage, dass sich einem Tamino bei einer modernen Inszenierung "die Fußnägel hochrollen". So eine Aussage stört mich überhaupt nicht, es ist nur eine drastische Form zu sagen "gefällt mir nicht", und das hat nichts mit Intoleranz zu tun, weil es nicht bestreitet, dass auch das von einem selbst nicht Gemochte eine Existenzberechtigung hat. Was mich aber sehr wohl stört, sind Aussagen der Form "mit der Art von Inszenierung verunstaltet man ein Werk" oder "ein solcher Regisseur hat keinen Respekt vor dem Stück, sondern lebt nur seine eigene Neurosen aus" etc.


Und wenn du meinst, dir einen Spaß daraus machen zu müssen, aus reiner Boshaftigkeit Holgers Beigträge zitieren zu müssen, damit die, die seine Beiträge ignorieren, sein Geschreibsel doch lesen müssen, dann bist du einer der schlimmsten Provokateure, der bewusst Öl ins Feuer gießt

Ich habe einmal bewusst einen Beitrag von Holger zitiert, damit ihn auch die ihn Ignorierenden lesen können. Und zwar deswegen, weil es kein provokanter, sondern ein sehr sachlicher und ausgewogenen Beitrag war.


- und ich habe, als du das (mehrfach) getan hast, ersthaft erwogen, dich ebenfalls auf meine Ignorierliste zu setzen. Ich habe das bislang nicht getan, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen, es nachzuholen, wenn du weiter Öl ins Feuer gießt!

Tu Dir keinen Zwang an, ich werde es so gerade noch überleben.

Stimmenliebhaber

Prägender Forenuser

  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 8 059

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

270

Samstag, 26. März 2016, 18:26

Tu Dir keinen Zwang an, ich werde es so gerade noch überleben.
Ok, bei so viel Uneinsichtigkeit wird das in der Tat das beste sein! (Inzwischen erledigt!)

Hier nur noch ein Beispiel, da es ja gewünscht war - es leißen sich ganz sicherlich noch viel mehr finden, aber dafür ist mir meine Zeit echt zu schade!:

Sänger äussern sich zum Thema "Regietheater"

(Das ist genau das, was "Operus" in seinem letzten Beitrag hier moniert hat - mit Respekt hat das nichts zu tun!)
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher