Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

lutgra

Prägender Forenuser

  • »lutgra« ist männlich
  • »lutgra« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 140

Registrierungsdatum: 9. April 2013

1

Montag, 9. Februar 2015, 20:11

The Grammys are out

Best Orchestral
Best Opera
Best Choral
Best Chamber Music
Best Solo
Best Vocal
Best compilation
Best contemporary

Schneewittchen

Prägender Forenuser

  • »Schneewittchen« ist männlich

Beiträge: 2 512

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2010

2

Montag, 9. Februar 2015, 21:45

Best contemporary

Gewundert habe ich mich nicht, daß "Become Ocean" von John L. Adams den Grammy für das beste zeitgenössische Werk Klassik erhalten hat.
Ich habe das meditative Werk für Orchester schon vor einigen Wochen als download gehört und es hat mir gefallen.
Man wird von Klangteppichen eingehüllt oder besser gesagt, vom Ozean umspült, eben "Become Ocean".
Trotz (oder wegen?) des Grammys ist die CD bei amazon.de und jpc z.Z. nicht am Lager.
mfG
Michael

hasiewicz

Prägender Forenuser

  • »hasiewicz« ist männlich

Beiträge: 854

Registrierungsdatum: 16. September 2012

3

Dienstag, 10. Februar 2015, 19:23

"Become Ocean"

Zunächst einmal: Für CPO freue ich mich ganz außerordentlich - sie haben den Preis wohlverdient bekommen. Die FAZ bringt ein Interview mit Burkhard Schmilgun, dem Labelgründer (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bu…n-13418638.html.

Was das Werk „Become Ocean“ von John Luther Adams betrifft, habe ich es mir angehört und mir auch den Wikipedia-Artikel dazu durchgelesen. Zum einen bin ich ein Freund musikalischer Meeresvertonungen, und ich wollte auch einfach hören, was nach Meinung der Jury derzeit das Gipfelwerk moderner Musik ist. Das erste Hören hat mich nicht für das Stück eingenommen. Ein Kompositionsprinzip, das auf vierzig Minuten ausgedehnt (ohne erkennbaren Fortschritt wie etwa bei der Minimal Music) manchmal so wirkt, als würde es auf der Stelle treten; viele Arpeggien, was durch den Einsatz eines Pianos für meine Ohren nicht immer weit genug von Kitschgefahr ist; eine auf- und abschwellende klingende Wassermauer, ein Raunen des Klangs, in der man sich völlig verloren fühlt - auch strukturell. Eine musikalische Meeresdarstellung, auch wenn sie einen apokalyptischen Einschlag haben soll, muss sich aus meiner Sicht mit mächtigen Vorbildern messen, und eine Prägnanz wie beispielsweise bei Debussy oder anderen wird hier nirgendwo erreicht. Will das Stück vielleicht auch nicht. Beim ersten Hören konnte ich keinen rechten Zugang finden, aber wie ist das manchmal bei frischem Wein - man muss ihn erstmal liegen lassen und ihn sich später nochmal vorholen.

Ich für meinen Teil greife heute Abend erst einmal wieder zu dieser Aufnahme und freue mich an diesen "Seascapes" - sehr empfehlenswert.



Herzliche Grüße

Christian

lutgra

Prägender Forenuser

  • »lutgra« ist männlich
  • »lutgra« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 140

Registrierungsdatum: 9. April 2013

4

Dienstag, 10. Februar 2015, 20:11

Ich habe das Stück "Become Ocean" heute auch gehört. Das ist natürlich nicht der derzeitige Stand des zeitgenössischen Komponieren, da wären mir Dutzende anderer Werke eingefallen. Egal, ich fand es eine interessante Erfahrung und mir hat es auch irgendwie gefallen. Aber sehr oft werde ich es sicher nicht hören wollen. Es ist sicher geeignet a) in den Schlaf zu wiegen b) als Klangtapete im Wellness-Ruheraum zu dienen und c) möglicherweise Personen zu helfen, die einen Tinnitus haben. Meinen leichten habe ich jedenfalls nach einigen Minuten nicht mehr gehört.

hasiewicz

Prägender Forenuser

  • »hasiewicz« ist männlich

Beiträge: 854

Registrierungsdatum: 16. September 2012

5

Dienstag, 10. Februar 2015, 20:15

b) als Klangtapete im Wellness-Ruheraum zu dienen


Wellness für Wasserleichen? Die Klänge dürften eher Alpträume geben...

c) möglicherweise Personen zu helfen, die einen Tinnitus haben. Meinen leichten habe ich jedenfalls nach einigen Minuten nicht mehr gehört.


Es gibt Musik, die IST vielleicht der Tinnitus.


eine interessante Erfahrung


...sprach der Restaurantkritiker.... ;)