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Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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91

Dienstag, 6. Februar 2018, 18:31

Den von Dr. Kaletha gelobten Mitschnitt aus Salzburg von 1965 kenne ich nicht, aber die alte Studio-Aufnahme, die übrigens auch klanglich durchaus in Ordnung ist, kann heute noch mit später erschienenen Aufnahmen, z.B. von Pollini oder Argerich, durchaus mithalten. Andas Tempi sind durchweg relativ lebhaft, das geht aber nicht auf Kosten des Ausdrucksgehalts.

Ein besonderes Schmankerl ist übrigens Andas Einspielung der Chopin-Walzer, es ist seine letzte Aufnahme vor seinem plötzlichen Tod am 14.6.1976. Sie erschien ursprünglich auf EURODISC.
Lieber Nemorino,

mit der Anda-LP der Preludes (DGG-Aufnahme) bin ich in meiner Jugend aufgewachsen und habe durch sie das Werk kennengelernt. Die war Teil der LP-Sammlung meines Vaters. Die ist einfach vorbildlich unprätentiös und zugleich treffend charakterisiert. Das Unerhörte, was er in Salzburg im Konzert macht, kann man natürlich nicht im Tonstudio machen. Das sind einfach zwei verschiedene Welten. Andas wirklich ganz wunderbare letzte Aufnahme der Walzer hat mir mein Vater zuletzt geschenkt - die CD ist nämlich nicht mehr zu bekommen! :)
Ich willl Dir gar nicht vollständig widersprechen, wenngleich ich den Beitrag insofern anders gelesen habe, als ich ein subjektives Hören unterstelle, das zu den Schlüssen kommt, dass die genannten Preludes seiner Meinung nach zu schnell gespielt würden, der Klang der CD mau ist und ihm das Ganze nur 5 Euro wert ist, das Wort Ramsch wurde nicht gebraucht.
Lieber Thomas,

wie das geschrieben ist, ist das schlicht eine Provokation und auch so gemeint. Da gibt es für mich keinen Zweifel. Es ist alles andere als respektvoll, so zu opponieren. Man kann natürlich eine Meinung relativieren wollen, dann aber bitte mit Argumenten. Die gibt es hier schlicht nicht, sondern nur eine abfällige Wertung. Die Shukov-Aufnahme habe ich leider nicht - Shukov ist ein bemerkenswerter Pianist, vor allem sein Scriabin ist sehr hörenswert. Da gibt es wohl eine Parallele zum Scriabin-Experten Vladimir Sofronitzky, dessen Chopin-Spiel zu Recht auch sehr geschätzt wurde. :hello:

Schöne Grüße
Holger

Thomas Pape

Moderator

  • »Thomas Pape« ist männlich

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92

Dienstag, 6. Februar 2018, 19:06

Liber Holger,

auf dem Plattenmarkt ist op. 28 mit Shukov nicht ganz einfach zu bekommen, als CD ist die Aufnahme meines Wissens nach nicht erschienen. Aber bei youtube gibt es sie; bitteschön:



Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

nemorino

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  • »nemorino« ist männlich

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93

Dienstag, 6. Februar 2018, 20:09

Leider hat die LP keine Zeitangaben, deshalb kann ich keine Abweichung live vs. studio nachliefern.

Hallo Thomas,

die Live-Aufnahme Andas von den Salzburger Festspielen 1965 habe ich nicht, aber die CD mit der Studio-Produktion der DGG von 1960. Da kann ich Dir gerne die Zeiten abschreiben, damit Du sie mit dem Mitschnitt vergleichen kannst:
Nr. 1 0.29 / Nr. 2 1.45 / Nr. 3 0.54 / Nr. 4 2.01 / Nr. 5 0.32 / Nr. 6 1.58 / Nr. 7 0.39 / Nr. 8 1.51 / Nr. 9 1.05 / Nr. 10 0.31 / Nr. 11 0.47 / Nr. 12 1.09
Nr. 13 2.52 / Nr. 14 0.35 / Nr. 15 4.51 / Nr. 16 1.10 / Nr. 17 3.19 / Nr. 18 0.51 / Nr. 19 1.19 / Nr. 20 1.19 / Nr. 21 1.39 / Nr. 22 0.42 / Nr. 23 0.51 / Nr. 24 2.23 Min.

Schönen Abend,
Nemorino

nemorino

Schüler

  • »nemorino« ist männlich

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94

Dienstag, 6. Februar 2018, 20:20

Andas wirklich ganz wunderbare letzte Aufnahme der Walzer hat mir mein Vater zuletzt geschenkt - die CD ist nämlich nicht mehr zu bekommen!

Lieber Holger,

doch, es gibt sie noch bei Amazon, und zwar z.Zt. gebraucht für schlappe 1,98 € + Versandkosten. Auch neu ist sie zu haben, aber teuer (22 Euronen):

Aber ich habe wohl richtig verstanden, das Geschenk Deines Vater war diese CD. Sie ist klanglich hervorragend gelungen, leider ohne Textbeilage.

Interessant finde ich, daß der große Chopin-Interpret Artur Rubinstein die Préludes nur einmal, im Jahr 1946, aufgenommen hat. Es gibt also leider von ihm keine Stereo-Aufnahme dieser Werke, obwohl er fast den ganzen Chopin nach Einführung der Stereotechnik neu eingespielt hat.
Die alte Aufnahme von 1946 ist von RCA gut auf CD übertragen worden, aber die tonlichen Mängel bleiben natürlich.

Den Anda-Mitschnitt aus Salzburg habe ich auf meine Wunschliste gesetzt. Nur - wohin damit? Keine Lücke in Sicht .....

LG, Nemorino

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

95

Dienstag, 6. Februar 2018, 20:36

Aber ich habe wohl richtig verstanden, das Geschenk Deines Vater war diese CD. Sie ist klanglich hervorragend gelungen, leider ohne Textbeilage.
Ja, lieber Nemorino! :)
Interessant finde ich, daß der große Chopin-Interpret Artur Rubinstein die Préludes nur einmal, im Jahr 1946, aufgenommen hat. Es gibt also leider von ihm keine Stereo-Aufnahme dieser Werke, obwohl er fast den ganzen Chopin nach Einführung der Stereotechnik neu eingespielt hat.
Die alte Aufnahme von 1946 ist von RCA gut auf CD übertragen worden, aber die tonlichen Mängel bleiben natürlich.
Die habe ich! Das ist sehr schade, dass es keine zweite Aufnahme gibt - aber es ist wohl wie bei den Etüden: Rubinstein liebte das Leben und hatte zu wenig Zeit zum Üben für solche Großprojekte! :)
Den Anda-Mitschnitt aus Salzburg habe ich auf meine Wunschliste gesetzt. Nur - wohin damit? Keine Lücke in Sicht .....
Da sagst Du was! Meine Frau sagt: Für Deine blöden CDs gibt es keine neuen Regale! :D :D Wenn die Lücken voll sind, sind sie also voll. Ich sichte also schon jetzt jeden geheimen Winkel für alle Fälle. Da bin ich sehr umtriebig und erfindungsreich ... ;)

Schöne Grüße
Holger

Dr. Holger Kaletha

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96

Dienstag, 6. Februar 2018, 21:35

auf dem Plattenmarkt ist op. 28 mit Shukov nicht ganz einfach zu bekommen, als CD ist die Aufnahme meines Wissens nach nicht erschienen. Aber bei youtube gibt es sie; bitteschön:
Lieber Thomas,

ist es nicht diese CD hier (leider teuer, 26 Euro):



Eine Box mit sämtlichen Shukov-Aufnahmen tut not. Schon beim kurzen Hereinhören zeigen sich alle Vorzüge seines lyrischen Spiels. Das möchte ich haben... :) :hello:

Schöne Grüße
Holger

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

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97

Mittwoch, 7. Februar 2018, 07:29

Eine andere Ausgabe ist bei amazon gebraucht für unter 2 Euro zu bekommen - sie enthält aber nur zwei tracks, so dass man die einzelnen Preludes nicht ansteuern kann. Ich habe Shukov in den 80er mehrmals live in München gehört (unter anderem mit Brahms op. 5, Chopin op. 58 und immer wieder Scriabin), das war großartig, vor allem der Chopin!


nemorino

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  • »nemorino« ist männlich

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98

Mittwoch, 7. Februar 2018, 10:19

Meine Frau sagt: Für Deine blöden CDs gibt es keine neuen Regale!

Guten Morgen, Holger,

meine Frau ist in dem Fall nicht das Problem, zum Glück habe ich einen eigenen, wenn auch bescheidenen Raum für meine Sammlung. Aber, meine über 3.000 LPs lagern, von wenigen Ausnahmen abgesehen, seit Jahren im Keller (gut in Kartons verstaut, aber schlecht greifbar), und die Wände meines "Musikzimmers" sind mit Regalen so bestückt, daß die Wände kaum noch sichtbar sind, es sei denn, ich hänge noch eines kurz unter die Decke. Die sind dann aber wieder schwer erreichbar ...... Und auch meine ziemlich große Schrankwand ächzt unter CD-Lasten. Sogar etliche Bücher mußten dafür weichen.

An die Zeit nach mir mag ich erst gar nicht denken: Meine beiden erwachsenen Kinder hören nur Musik, die ich gar nicht als solche bezeichnen möchte, und umgekehrt ist es genauso ....
Aber man sollte als Sammler nicht weiter darüber nachdenken, schließlich sammelt man ja für sich selber, und nicht für die Erben. Der Wert ist ohnehin rein ideell, materiell gibt es dafür nur noch einen Bruchteil des eingesetzten Geldes, wenn überhaupt.

LG, Nemorino

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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99

Mittwoch, 7. Februar 2018, 17:21

Eine andere Ausgabe ist bei amazon gebraucht für unter 2 Euro zu bekommen - sie enthält aber nur zwei tracks, so dass man die einzelnen Preludes nicht ansteuern kann. Ich habe Shukov in den 80er mehrmals live in München gehört (unter anderem mit Brahms op. 5, Chopin op. 58 und immer wieder Scriabin), das war großartig, vor allem der Chopin!
Leider habe ich ihn nie erlebt, lieber Christian! Die gebrauchte CD habe ich nicht gefunden - nur 2 Tracks, das ist aber auch bescheuert! Warum bringt Melodya nicht wirklich die kompletten Aufnahmen von ihm raus?
meine Frau ist in dem Fall nicht das Problem, zum Glück habe ich einen eigenen, wenn auch bescheidenen Raum für meine Sammlung. Aber, meine über 3.000 LPs lagern, von wenigen Ausnahmen abgesehen, seit Jahren im Keller (gut in Kartons verstaut, aber schlecht greifbar), und die Wände meines "Musikzimmers" sind mit Regalen so bestückt, daß die Wände kaum noch sichtbar sind, es sei denn, ich hänge noch eines kurz unter die Decke. Die sind dann aber wieder schwer erreichbar ...... Und auch meine ziemlich große Schrankwand ächzt unter CD-Lasten. Sogar etliche Bücher mußten dafür weichen.
Du bist ein Glückspilz, lieber Nemorino! So ein Musikzimmer hätte ich auch gerne!
An die Zeit nach mir mag ich erst gar nicht denken: Meine beiden erwachsenen Kinder hören nur Musik, die ich gar nicht als solche bezeichnen möchte, und umgekehrt ist es genauso ....
Aber man sollte als Sammler nicht weiter darüber nachdenken, schließlich sammelt man ja für sich selber, und nicht für die Erben. Der Wert ist ohnehin rein ideell, materiell gibt es dafür nur noch einen Bruchteil des eingesetzten Geldes, wenn überhaupt.
Mein inzwischen erwachsenes "Kind" fing mit Havy Metal an, "Musik", die ich nun überhaupt nicht ertragen kann. Zum Glück haben sich seine musikalischen Vorlieben geändert in Richtung guter Jazz-Musik und ausgewählter Klassik wie Ravel z.B. Ich denke auch nicht über meine Sammlung nach. Die individuelle Zusammenstellung ist ja das eigentlich Entscheidende, wie bei den Büchern auch! :hello:

Schöne Grüße
Holger

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

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100

Mittwoch, 7. Februar 2018, 22:07

Igor Shukov (oder Zhukov) legt die Preludes unters Mikroskop. Das ist faszinierend und verstörend. In Nummer 8 entdeckt er Gegenstimmungen und Reibungen, die noch einmal ein ganz anderes Drama aufmachen. Da spielen die meistern drüber hinweg, und wenn er dann im zweiten Teil das Tempo anzieht, läuft es mir kalt den Rücken runter.
Vermutlich habe ich diese One-Track Aufnahme noch nie ganz angehört, da man keine einzelne Stücke ansteuern kann, sodnern suchen muss. Da gibt es noch viel zu entdecken.

Leider wrid statt des Covers hier nur ein kleiner Punkt angezeigt- aber man findet die Aufnahme bei amazon gebraucht ab 1.98 unter "Zhukov + Chopin" etwas weiter unten:


Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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101

Mittwoch, 7. Februar 2018, 22:23

Leider wrid statt des Covers hier nur ein kleiner Punkt angezeigt- aber man findet die Aufnahme bei amazon gebraucht ab 1.98 unter "Zhukov + Chopin" etwas weiter unten:
Da gibt es, lieber Christian, sogar eine DVD mit den Chopin-Sonaten - ich habe vor Urzeiten mal eine Filmaufnahme mit der 8. Prokofieff-Sonate im Fernsehen von ihm gesehen. Die CD hat wohl schon jemand gekauft, ist nicht mehr verfügbar. Aber über geheimnisvolle Wege bin ich ja inzwischen an das Download gekommen und meine umfangreiche Sammlung von Aufnahmen der Prelude ist um eine ganz sicher besonders schöne reicher .... :D Shukov war einfach ein begnadeter Lyriker.

Herzlich grüßend
Holger

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

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102

Donnerstag, 8. Februar 2018, 08:04

Einige der Preludes (#16) spielt Shukov dann doch sehr langsam. Bei #8 funktioniert das großartig und gipfelt in einen so noch nicht gehörten Höhepunkt, bei anderen Stücken geht dieses Konzept für mich nicht auf. Dennoch eine in ihrer Eigenwilligkeit hochinteressante Aufnahme. Mich würde ja auch die DVD-Video mit den beiden Chopin-Sonaten sehr interessieren, wie gesagt habe ich ihn in den 80er mit der dritten Sonate gehört und das war trotz eines Aussetzers im Finale fulminant. Aber die Audiospur einer DVD-Audio werde ich vermutlich nicht mit einem PC rippen und konvertieren können, oder?



Viele Grüße
Christian

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

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103

Donnerstag, 8. Februar 2018, 08:06

Die CD hat wohl schon jemand gekauft, ist nicht mehr verfügbar.
Wenn Du die CD anklickst, ist sie gebraucht noch immer für 1,98 zu haben - aber offenbar handelt es sich dabei um eine andere Preludes-Aufnahme, also lieber Finger weg?!

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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104

Donnerstag, 8. Februar 2018, 18:13

Wenn Du die CD anklickst, ist sie gebraucht noch immer für 1,98 zu haben - aber offenbar handelt es sich dabei um eine andere Preludes-Aufnahme, also lieber Finger weg?!
Mirt kommt das auch spanisch vor, lieber Christian!
Einige der Preludes (#16) spielt Shukov dann doch sehr langsam. Bei #8 funktioniert das großartig und gipfelt in einen so noch nicht gehörten Höhepunkt, bei anderen Stücken geht dieses Konzept für mich nicht auf. Dennoch eine in ihrer Eigenwilligkeit hochinteressante Aufnahme. Mich würde ja auch die DVD-Video mit den beiden Chopin-Sonaten sehr interessieren, wie gesagt habe ich ihn in den 80er mit der dritten Sonate gehört und das war trotz eines Aussetzers im Finale fulminant. Aber die Audiospur einer DVD-Audio werde ich vermutlich nicht mit einem PC rippen und konvertieren können, oder?
Das geht glaube ich - ein Bekannter hat das schon mal gemacht, wenn ich mich recht erinnere. Heute komme ich nicht mehr zum hören, hoffentlich wird es morgen besser! :hello:

Liebe Grüße
Holger

Reinhard

Moderator

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

105

Freitag, 9. Februar 2018, 15:30

Aber die Audiospur einer DVD-Audio werde ich vermutlich nicht mit einem PC rippen und konvertieren können, oder?


Doch, das geht relativ problemlos. Schau mal auf der Seite von DVDVIDEOSOFT nach, da gibt es entsprechende Software.
Leiste guten Menschen Gesellschaft, und du wirst einer von ihnen werden. Miguel de Cervantes

Maurice

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  • »Maurice« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

106

Freitag, 9. Februar 2018, 15:46

Doch, das geht relativ problemlos. Schau mal …

Dazu eine Alternative: DVD AUDIO EXTRACTOR – das Programm leistet einwandfreie, zufriedenstellende Ergebnisse!

siehe:

(www.dvdae.com/dvdae)
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

Novalis

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107

Mittwoch, 14. Februar 2018, 17:47

Claudio Arrau (06.02.1903 – 09.06.1991)



Frédéric Chopin
Etüden op. 10 und op. 25, 3 nachgelassene Etüden
Aufnahmedatum: 16. – 20.06.1956 & 05.09.1956, London, Abbey Road Studios
EMI Références

Claudio Arrau ist ein universeller Pianist mit viel Stilgefühl, herrlichem Anschlag, Temperament, Sorgfalt und Noblesse. Frei von jeglicher vordergründigen Virtuosität, kein pyrotechnisches Spektakel. Eine herrliche Vielfalt an Farben und Nuancen. In spät(er)en Jahren bisweilen zurückhaltend, neutral, kühl im Vortrag. Seine einzige Aufnahme dieser Sammlung von 27 Etüden. Er hat sie im Alter von 53 eingespielt.

Viele Grüße
Novalis

Dr. Holger Kaletha

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108

Mittwoch, 14. Februar 2018, 18:40

Frédéric Chopin
Etüden op. 10 und op. 25, 3 nachgelassene Etüden
Aufnahmedatum: 16. – 20.06.1956 & 05.09.1956, London, Abbey Road Studios
EMI Références

Claudio Arrau ist ein universeller Pianist mit viel Stilgefühl, herrlichem Anschlag, Temperament, Sorgfalt und Noblesse. Frei von jeglicher vordergründigen Virtuosität, kein pyrotechnisches Spektakel. Eine herrliche Vielfalt an Farben und Nuancen. In spät(er)en Jahren bisweilen zurückhaltend, neutral, kühl im Vortrag. Seine einzige Aufnahme dieser Sammlung von 27 Etüden. Er hat sie im Alter von 53 eingespielt.

Viele Grüße
Novalis
Lieber Novalis,

das hast Du sehr treffend beschrieben! :) Die Arrau-Aufnahme ist eine meiner absoluten Rerferenzen!

Ich höre gerade Shukov mit den Preludes und melde mich dazu nachher! :)

Schöne Grüße
Holger

Dr. Holger Kaletha

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109

Mittwoch, 14. Februar 2018, 19:15

Zwiespältig: Igor Shukov

Zu Beginn bin ich beglückt. Man merkt, dass Shukov aus der russischen Schule kommt, aber sein sinnlicher Lyrismus vermeidet das übertriebene Expressivo-Spiel, statt dessen gelingt ihm eine nachdenkliche lyrische Intensität. Doch leider kippt das alles dann um in einen nicht mehr so positiven Gesamteindruck. Nr. 8 Molto agitato ist einfach viel zu klobig und bombastisch. Da sind zwar von Chopin keine dynamischen Bezeichnungen vorgegeben, aber das gerät bei Shukov zum Stilbruch. Ebenfalls komplett nicht gelungen ist Nr. 12 Presto. Shukov nimmt das wieder sehr langsam und auch wiederum sehr klotzig. Viel zu grobschlächtig - geradezu steif - ist der Mittelteil des berühmten Regentropfenpreludes geraten (Nr. 15) und Nr. 16 ist zu ungenau und pauschal lärmend vorgetragen. Diese Unarten setzen sich in der Folge fort mit derben Bassbetonungen und Oktavierungen. Völlig unpassend finde ich die Zerdehnung von Nr. 23 und beim dramatischen Schluss von Nr. 24 werden die drei Bassschläge zum Schluss dermaßen "ins Unendliche" zerdehnt, dass man sich fragt: Was soll es bedeuten? Nein, es gibt viel Schönes in dieser Aufnahme, aber leider auch reichlich viel Mißlungenes. Es fehlt einfach die Geschlossenheit, dass man diese Aufnahme in die erste Reihe einordnen könnte.

Schöne Grüße
Holger

Thomas Pape

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110

Mittwoch, 14. Februar 2018, 19:30

Lieber Holger,

ich werde mir daraufhin die Platte aus dem Plattenregal holen und nachhören (tatsächlich Schallplatte; ähnlich wie Landsmann Bashkirov ist auch Shukov auf CD's so gut wie nicht vorhanden, auf LP -die meisten russische Melodijas- durchaus).
Die Preludes höre ich immer mit dem Gedanken einer Gesamtsstimmung an, die auf einer Aufnahme liegt. Würde ich sezierend analysieren -was ich mangels Noten- und musiktheoretischer Kenntnisse nicht kann- würde eine weitere von mir sehr geschätzte Aufnahme ein ähnlich disparates Bild geben, nämlich die von Samson Francois. Bei Shukov ist es tatsächlich die Melancholie, die über der gesamten Aufnahme liget, während -ich greife jetzt mal wahlloszu der Studio-Platte von Anda- diesese in der vermittelten Grundstimmung eher heiter und gelassen ist. Für diese Ausdrucksvielfalt, die sehr vom jeweiligen Pianisten und hier im wahrsten Sinne des Wortes Interpreten abhängt, liebe ich diese Preludes. Was mich sehr freuen würde: eine Neuaufnahme der Preludes von Tzimon Barto.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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Dr. Holger Kaletha

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111

Mittwoch, 14. Februar 2018, 19:42

Lieber Thomas,

die Scriabin-Preludes zeigen wie nicht anders zu erwarten, dass Shukov da voll in seinem Element ist. Scriabin war natürlich von Chopin beeinflusst - Shulov dreht diese Chronologie ein bisschen um und liest in Chopin eine gewisse Scriabin-Exaltiertheit hinein, besonders im zweiten Teil von op. 28. Insofern versteht man das Ganze, wenn man anschließend den Scriabin von ihm gehört hat. :hello:

Liebe Grüße
Holger

Novalis

Anfänger

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112

Donnerstag, 15. Februar 2018, 16:29

Arturo Benedetti Michelangeli (05.01.1920 – 12.06.1995)



Frédéric Chopin
10 Mazurken, Prélude op. 45, Ballade op. 23, Scherzo op. 31
Aufnahmedatum: 1972 (Booklet ohne präzise Angaben zu Datum und Ort)
DGG

Arturo Benedetti Michelangeli war ein begnadeter poetischer Techniker. Er war ein fantastisch-idiomatischer Interpret von Debussy - und Chopin. In dieser Aufnahme aus dem Jahr 1972 hat er eine Auswahl von 10 aus 51 Mazurken vorgelegt:
> op. 67 Nr. 2
> op. 56 Nr. 2
> op. 67 Nr. 4
> op. 68 Nr. 2
> op. 68 Nr. 1
> op. 33 Nr. 1
> op. 30 Nr. 3
> op. 30 Nr. 2
> op. 33 Nr. 4
> op. 68 Nr. 4

Mal düster, dann melancholisch und verträumt – feinsinnig das Ausdrucksspektrum auslotend. Piano- und Pianissimo-Passagen kostet er besonders aus. Das Tänzerische steht bei ihm nicht so sehr im Vordergrund – ganz im Gegensatz zu Rubinsteins Mazurken-Beiträgen.

Viele Grüße
Novalis

Novalis

Anfänger

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113

Donnerstag, 15. Februar 2018, 23:48

Alfred Cortot (26.09.1877 – 15.06.1962)



Fréderic Chopin
24 Préludes op. 28 [u. a.]
Alfred Cortot
Aufnahme: 02.12.1942, Paris, Studio Albert
EMI Références

Diese ungemein kontrastreiche Sammlung von Préludes wird von Alfred Cortot so zügellos und ungestüm angegangen. Gefangene werden nicht gemacht. Bisweilen „verwackelt“ – nicht immer den richtigen Ton treffend. Ein kalkuliertes Risiko. Gleichwohl ein wertvoller Beitrag zur Chopin-Diskografie.

Viele Grüße
Novalis