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Thomas Pape

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61

Donnerstag, 3. April 2014, 15:24

Auf den Text habe ich - ehrlich gesagt - noch nie geachtet. Aber einer Generation zugehörig, die noch die Opernariensingles kennt (und nicht unbedingt die Opern dazu) ist mir das Lied durchaus bekannt. Ich zitiere es hier gesungen von Erna Berger:



"Martha" heißt die Oper, in der mit der "Letzten Rose" gelockt wird.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

Mme. Cortese

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62

Donnerstag, 3. April 2014, 15:25

Martha und die letzte Rose natürlich! Übrigens schau mal Beitrag Nr. 9 an!

Neues Rätsel: Ein junges Mädchen, deren Verlobung durch ein Missverständnis in die Brüche zu gehen droht, besingt die vertrockneten Blumen, die sie von ihrem Verlobten erhalten hat. (Hinweis. Es ist nicht die schöne Müllerin, obwohl das Ganze bei einer Mühle spielt).


Was das Expertentum angeht: Mit Opern kenne ich mich einigermaßen aus. Dafür muss ich bei Bach oder auch sinfonischer Musik häufig passen. Da gleicht sich alles wieder aus.

Viele Grüße

Mme. Cortese
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Bachiania

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63

Donnerstag, 3. April 2014, 16:28

Martha und die letzte Rose natürlich! Übrigens schau mal Beitrag Nr. 9 an!

Uups, da sieht man es wieder ... das hab ich nicht kapiert ! :untertauch:
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
(Sir Isaiah Berlin)

Gerhard Wischniewski

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64

Donnerstag, 3. April 2014, 20:08

Übrigens: die letzte Rose ist eigentlich keine Opernmelodie, sondern ein Irisches Volkslied, das Friedrich von Flotow in seine Oper Martha integriert hat. Als Lyonel seine auf dem Markt von Richmond geworbenen Dienstmagd Martha (eigentlich Lady Harriet Durham, die sich diesen Spaß erlaubt hat, um einmal aus ihrem langweiligen Hofleben heraus zu kommen) auffordert, etwas zu singen, singt sie ihm dieses etwas melancholische Volkslied vor. Die Oper Martha, liebe Bachiana, könnte die sicherlich gefallen, denn sie enthält eine Fülle schöner und leicht eingängiger Melodien.
Zu deinem Rätsel versuche ich einmal zu raten, ob du damit "Adriana Lecouvreur" von Francesco Cilea meinst. Dass diese nicht von ihrem Verlobten kommen und vergiftet sind, ahnt sie nicht.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Mme. Cortese

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65

Donnerstag, 3. April 2014, 20:52

Nein, lieber Gerhard, die Oper, die ich meine, hat ein Happy End!
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Gerhard Wischniewski

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66

Freitag, 4. April 2014, 10:17

Zitat

Zitat von Mme.Cortese: Nein, lieber Gerhard, die Oper, die ich meine, hat ein Happy End!
Liebe Mme.Cortese,

jetzt hast du mich aber in Verlegenheit gebracht. Sicherlich meinst du eine Oper, die auch ich kennen müsste, aber ich habe die ganze Nacht nachgedacht und bin nicht darauf gekommen. Kannst du mir mit einer weiteren Andeutung auf die Sprünge helfen? Aber vielleicht weiß ja jemand anderes noch die Lösung.

Erst gestern habe ich mir eine Oper angesehen, die ich kürzlich hier im Opernführer beschrieben habe. Darin überreicht eine der drei Bewerberinnen einem Junggesellen, der den Frauen nicht traut, eine Rose. Ein etwas verrückter Dichter, der dabei anwesend ist, gibt ihr Anweisungen, wie sie dieser überreichen soll und erfindet dazu ein Sonett. Hast du die auch gesehen?

Liebe Grüße
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Mme. Cortese

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67

Freitag, 4. April 2014, 10:53

Lieber Gerhard,

nein, gesehen habe ich die Oper nicht, aber ich besitze seit Jahr und Tag eine CD-Einspielung davon mit einer Dame namens Beverly Wolff in der Rolle der Clarice und dem ganz jungen Jose Carreras in der Rolle des Dichters. Ich glaube, es war die erste Einspielung des Werks überhaupt.

Zu meiner Rätselfrage: Die gesuchte Arie findet sich in einer relativ bekannten Belcanto-Oper, und die erwähnte Mühle befindet sich nicht im Flachland. (Ich wollte allerdings niemandem schlaflose Nächte bereiten.) Mehr sage ich einstweilen noch nicht, ich denke eigentlich, man kann darauf kommen.

Viele Grüße

Mme. Cortese
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Caruso41

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68

Freitag, 4. April 2014, 11:11

Meine Blumen

Wo kommen in der Musik Blumen und Blüten vor?
Wo spielen sie eine Rolle?

Lieber Bachiania!

Würde ich anfangen, hier alle Blumen zusammen zu tragen, die mir so in Opern, Liedern, Kammermusikwerken oder Orchesterstücken aufgefallen sind, hätte ich ziemlich lange zu tun. Was so alles allein bei Richard Strauss blüht - von Reseden über Jasmin bis zu Malven. Und dann werden da noch Blumen für Arabella abgegeben und versilberte Nachbildungen mit viel Brimborium und Orchestergeklingen überreicht...
Da will ich jetzt gar nichts drüber schreiben!


Vielleicht ist aber erlaubt, hier in diesem Thread, der von Blumen und Blüten handelt, eine kleine Blumen-Geschichte aus der eigenen Jugend zu berichten.

Eine Primadonna, in die ich als heranwachsender Operfan über beide Ohren verliebt war, war Christel Goltz.
Wenn sie in der Staatsoper Unter den Linden die Tosca sang, kam sie im ersten Akt immer mit einem riesigen Gladiolenstrauß in die Kirche Sant’Andrea della Valle, um sie an den Stufen eines Altars abzulegen. Ein unvergessliches Bild!
Ich war mir sicher, dass für sie Blumen eine ganz besondere Bedeutung haben mussten und entschloss mich, ihr mal welche zu schenken. Also nahm ich ein Messer mit und schnitt am Bahndamm einige Zweige herrlich blühenden Flieder ab. Um ehrlich zu sein: es waren ziemlich viele und recht lange Zweige. Ich gab sie mit einem kleinen Kärtchen beim Pförtner am Bühneneingang für Frau Goltz ab. Der versprach sogar, sie ihr gleich weiter zu leiten.


Dann ging ich in die Oper - natürlich ganz nach oben... aber mit gutem Blick auf die Bühne (was ich damals meist eher nicht hatte, da ich mir in der Regel Pariturplätze kaufte, um lieber öfter in die Oper gehen zu können!).

Angelotti flüchtete in die Kirche, Cavaradossi malte und sang . . . . Ihr wisst ja, wie der erste Akt beginnt! Als dann Tosca endlich von Cavaradossi eingelassen wurde, kam Christel Goltz - schöner als je zuvor - mit meinem (meinem!!!) Flieder vom Zehlendorfer Bahndamm in die Kirche gerauscht...
Der Duft füllte das ganze Opernhaus! Und ich folgte dem weiteren Gang des Abends total benommen, aber einfach glückselig!


Noch durch die Erinnerung benebelt

grüßt alle Blumenfreunde



Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Bachiania

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69

Freitag, 4. April 2014, 19:46

Lieber Caruso, welch eine WUNDERBARE Geschichte! Da war selbst ich im Abstand von Jahrzehnten noch ein wenig gerührt...

Nimm das Folgende mit Humor:

Dieses Blumenlied darf natürlich in keiner ernsthaften Aufzählung fehlen:


Herzliche Grüße,

Bachiania
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
(Sir Isaiah Berlin)

moderato

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70

Freitag, 4. April 2014, 20:03

Peter Tschaikowsky (1840-1893)

Blumen-Walzer aus dem Ballett "Der Nussknacker"


Es tanzt das Royal Ballet.



Mit dieser Musik verbinde ich ein Kindheitserlebnis. Deshalb liegt mir dieser Walzer sehr am Herzen. Es ist schade, dass die einleitenden Arpeggio Klänge der Harfe im Youtube Film fehlen.

.
Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
.

Gerhard Wischniewski

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71

Freitag, 4. April 2014, 21:10

Zitat

Zitat von Mme.Cortese: Die gesuchte Arie findet sich in einer relativ bekannten Belcanto-Oper, und die erwähnte Mühle befindet sich nicht im Flachland.
Liebe Mme.Cortese,

ich war schon nahe dran, hatte schon auf diese Oper getippt, war mir aber nicht sicher. Ich habe diese Oper leider erst einmal gesehen und zwar kürzlich im Fernsehen in einer hässlichen Inszenierung, die ich danach auch im Thema "Opernaufführungen als Übertragung per Rundfunk und Fernsehen" beschrieben habe. Und in den Opernführern, die ich besitze und selbst in unserem Opernführer im Forum war von Blumen keine Rede. Da ich das Libretto nicht besitze, kann ich mich in dieser Inszenierung - in italienischer Sprache - nicht erinnern, dass sie die Blumen ihres Geliebten (die sie laut Libretto, das ich jetzt im Internet gefunden und gelesen habe, aus ihren Busen nimmt - vertrocknet oder nicht vertrocknet war allerdings in Libretto nicht zu erkennen) besingt. Ich habe die Aufzeichnung wieder gelöscht, und kann daher nicht mehr nachschauen, aber vielleicht waren dem Regisseur Blumen auch zu teuer oder seiner tollen Inszenierung nicht wert.
Mehr will ich jetzt aber auch nicht verraten, vielleicht kommt noch jemand auf die Lösung.
Übrigens, du hast mir keine vollständig schlaflose Nacht bereitet, aber ich brauche immer erst eine längere Zeit um einzuschlafen und schlafe besser ein, wenn ich mir den Kopf über etwas zerbreche, Und ich werde nachts zwischendurch immer mal für eine Zeit lang wach, und da habe ich dann auch noch über das Rätsel nachgedacht, das ich vor dem Schlafengehen nicht lösen konnte. Das ist bei mir ein natürlicher Vorgang. Also mach dir keine Gedanken.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

William B.A.

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72

Freitag, 4. April 2014, 21:29

Ein schönes Beispiel für die allgemeine Erwähnung von Blumen sehe ich in dieser Aufnahme aus dem Jahr 1968, in dem Dietrich Fischer-Dieskau mit seinem Lieblingsbegleiter Gerald Moore dieses Lied nach dem Gedicht von Schiller aufnahm:

Der Jüngling am Bache

D.30 (1812)

Friedrich von Schiller

An der Quelle saß der Knabe,
Blumen wand er sich zum Kranz,
Und er sah sie fortgerissen,
Treiben in der Wellen Tanz.
"Und so fliehen meine Tage
Wie die Quelle rastlos hin!
Und so bleichet meine Jugend,
Wie die Kränze schnell verblühn!

Fraget nicht, warum ich traure
In des Lebens Blütenzeit!
Alles freuet sich und hoffet,
Wenn der Frühling sich erneut.
Aber tausend Stimmen
Der erwachenden Natur
Wecken in dem tiefen Busen
Mir den schweren Kummer nur.

Was soll mir die Freude frommen,
Die der schöne Lenz mir beut?
Eine nur ist' s, die ich suche,
Sie ist nah und ewig weit.
Sehnend breit' ich meine Arme
Nach dem teuren Schattenbild,
Ach, ich kann es nicht erreichen,
Und das Herz ist ungestillt!

Komm herab, du schöne Holde,
Und verlass dein stolzes Schloss!
Blumen, die der Lenz geboren,
Streu ich dir in deinen Schoß.
Horch, der Hain erschallt von Liedern,
Und die Quelle rieselt klar!
Raum ist in der kleinsten Hütte
Für ein glücklich liebend Paar.

Man stelle sich nur vor, dass Schubert 15 Jahre war, als er dieses Lied komponierte und schon damals diese melancholischen Texte bevorzugte und wie er hier das kurze Leben der Blumen und ihrer Blüten mit dem seinen verglich, auch wenn die letzten beiden Gedichtzeilen, die eigentlich eine positive Aussage haben und zu einem berühmten Sprichwort wurden, etwas anderes aussagen.

Liebe Grüße

Willi :rolleyes:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Mme. Cortese

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73

Freitag, 4. April 2014, 22:25

Hallo Gerhard,

wusste ich doch, dass du noch drauf kommst. Vor der Fernsehübertragung hatte ich ja im Vorfeld gewarnt. Ich hatte sie zwar nicht gesehen, aber in "Opera Lounge" eine sehr deutliche Rezension gelesen. "Opera Lounge" ist das, was von der vor einiger Zeit eingegangenen Zeitschrift "Orpheus" übrig geblieben ist. Es finden sich da sehr ordentliche Rezensionen von Aufführungen sowie CD- und DVD-Veröffentlichungen. Hier ist der Link:http://operalounge.de/. Ich hatte die Zeitschrift früher abonniert und war ganz froh, diese bescheidenen Reste wiederzufinden. Schau ruhig mal rein.

Zurück zum Thema: Der Text der Arie lautet: "Ah non credea mirarti si presto estinto, o fiore... So, und wer die Lösung jetzt noch nicht weiß, braucht nur ein wenig zu googeln.

Viele Grüße

Mme. Cortese
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Gerhard Wischniewski

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74

Samstag, 5. April 2014, 00:13

Liebe Mme.Cortese,

ich hatte deine damalige Warnung gelesen, habe aber trotzdem die ganze Oper angesehen
1. Weil ich sie noch nie gesehen habe (Ich habe sie zwar auf CD)
2. Weil uns von der Befürwortern dieser Inszenierungen immer wieder vorgeworfen wurde, dass wir doch garnicht mitreden können, wenn wir diesen Mist nicht ganz gesehen haben. Zwar genügen schon einige Ausschnitte, um die Unsinnigkeit oder Hässlichkeit einer Inszenierung beurteilen zu können (Hässlichkeit ist ja angeblich die neue Ästhetik), aber bisher hat sich auch das ganze Durchstehen einer solchen Inszenierung als nichts Anderes erwiesen als das, was es ist, denn Mist bleibt Mist.
Aber ich war schließlich auch damals der Einzige, der sich geäußert hat. Von den Befürwortern solcher Inszenierungen hat man nichts gehört.
Danke für den Hinweis auf OperaLounge. Eine Zeitschrift, die wenigstens einmal die Wahrheit sagt.
Man liest es ja sonst in den Zeitungen immer wieder: Wenn das Publikum stürmischen Applaus spendet, kommt irgend so ein weiser Journalist daher und behauptet, dass der Applaus bei dieser werkgerechten Inszenierung wohl kaum verdient war. Und wenn es dem Publikum nicht gefällt, nur spärlicher Applaus und viele Buhs kommen, dann ist es eine Inszenierung, wie sie nach Meinung dieser Herren sein sollte, denn das Publikum ist ja dumm. Und die meisten Regisseure richten sich dann nach den Ergüssen dieser Herren, die allein für sich den Anspruch erheben, beurteilen zu können, wie eine Inszenierung auszusehen hat.
Gut, dass es auch noch wenige andere gibt, die nicht mit der Mode schwätzen, und auch ab und zu - wenn auch selten - einen Regisseur, der sich nicht von diesen modischen Trends beeinflussen lassen.

Liebe Grüße
Gerhard
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Mme. Cortese

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75

Samstag, 5. April 2014, 08:20

Zufällig bin ich gerade auf diese Lied gestoßen, das prima zur Jahreszeit, ja sogar zum Monat passt. Und natürlich geht es im Frühling um milde Lüfte, Blumen und amore:

https://www.youtube.com/watch?v=9lQDmA4K3jE

Viel Vergnügen

Mme. Cortese
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Caruso41

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76

Samstag, 5. April 2014, 10:28

... Vor der Fernsehübertragung hatte ich ja im Vorfeld gewarnt. Ich hatte sie zwar nicht gesehen, aber in "Opera Lounge" eine sehr deutliche Rezension gelesen. "Opera Lounge" ist das, was von der vor einiger Zeit eingegangenen Zeitschrift "Orpheus" übrig geblieben ist. Es finden sich da sehr ordentliche Rezensionen von Aufführungen sowie CD- und DVD-Veröffentlichungen. Hier ist der Link:http://operalounge.de/. Ich hatte die Zeitschrift früher abonniert und war ganz froh, diese bescheidenen Reste wiederzufinden. Schau ruhig mal rein.

Hab' ich gemacht!

Gerade unter News habe ich interessante Hinweise gefunden!
Danke, liebe Mme Cortese, für den netten Tipp!

Im Übrigen, werde ich nun diesen Thread nicht mehr weiter verfolgen, weil er sich schon wieder den allgegenwärtigen Anti-Regietheater-Virus eingefangen hat.

Muss ich nicht lesen, diese ermüdenden Debatten!

Mit einem bunten Blumengruß
(Übrigens: bei mir ist tatsächlich der Flieder schon kurz vor dem Aufblühen!)

Caruso41
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Gerhard Wischniewski

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77

Samstag, 5. April 2014, 15:12

Lieber Caruso,

keine Furcht! Natürlich sollen in diesem Thema keine langwierigen Debatten über das Regietheater geführt, sondern über Blumen und Blüten in der Musik geredet werden. Das sollte nur eine Betrachtung darüber sein, warum man das Schöne (also auch Blumen und Blüten) in den modernen Inszenierungen nicht mehr erkennen kann und damit soll das in diesem Thema auch abgeschlossen sein.

Liebe Grüße
Gerhard
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Gerhard Wischniewski

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78

Sonntag, 6. April 2014, 14:28

"Von Blut und Duft
geht schnell die Luft"

Dies ist die Verballhornung eines Preisliedes aus einer Oper durch einen eifersüchtigen Kritiker. Wie heißen die richtigen Verse, die später vom Verfasser gesungen werden.
Das wird jeder sicherlich schnell erkennen. In derselben Oper gibt es einen längeren Monolog auf eine ebenfalls bekannte Blüte, den ich hier bisher noch vermisst habe - oder habe ich wieder etwas übersehen?
Übrigens wird letztgenannte Blüte auch in der Operette "Die Tänzerin Fanny Elsner" von Johann Strauß besungen. Ihr wisst schon: "Draußen im Sievering.... "

Die Oper, liebe Mme.Cortese, in der das Mädchen die (vertrockneten) Blumen besingt, wurde noch von niemand benannt. Sollen wir die Lösung jetzt nicht bekanntgeben?

Liebe Grüße
Gerhard
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Caruso41

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79

Sonntag, 6. April 2014, 19:41

Neues Rätsel: Ein junges Mädchen, deren Verlobung durch ein Missverständnis in die Brüche zu gehen droht, besingt die vertrockneten Blumen, die sie von ihrem Verlobten erhalten hat. (Hinweis. Es ist nicht die schöne Müllerin, obwohl das Ganze bei einer Mühle spielt).

Ist das Rätsel inzwischen eigentlich gelöst? An Hilfestellungen hat es ja nicht gefehlt. Das müsste für augebuffte Belcanto-Liebhaber doch im Schlaf zu raten sein, oder? Gibt es da eine geheime Falle?

Aber auch in einer anderen Mühle ist ein verlobtes junges Mädchen besorgt, weil ihre im Topf gezogenen Blumen welken, genau genommen sogar schon eingegangen sind.
Traurig!! Sehr traurig!!!
Das Welken der Blume wäre vielleicht noch das kleinste Problem, wäre es nicht auch ein Zeichen für das Verwelken der Liebe!
Ach ja - ich sollte vielleicht noch verraten, dass es um Rosmarin geht! Und es gibt sogar einen Täter, der der Topfpflanze böswillig Schaden zugefügt hat!

Au weih! Jetzt habe ich aber wirklich schon zu viele Hinweise gegeben!



Deshalb: Gute Nacht



Caruso41
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Gerhard Wischniewski

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80

Sonntag, 6. April 2014, 22:56

Lieber Caruso,

gelöst ist es schon. Ich habe ja beschrieben, warum ich nicht sofort dahinter gekommen bin. Mme.Cortese hat in ihrer Rückschrift dazu auch schon erkannt, dass es die richtige Lösung war. Aber wir wollten noch anderen die Chance geben, zu einer Lösung zu kommen. Da sich bisher aber niemand gerührt hat (du hast ja die Lösung auch erkannt!), habe ich heute bei Mme.Cortese nachgefragt, ob wir die Lösung nicht nennen sollten, wobei ich natürlich ihr den Vortritt lasse. (siehe auch Beitrag 79).
Die Oper, die du genannt hast, fällt mir auf Anhieb nicht ein (ich habe deinen Beitrag gerade erst gelesen), aber ich hoffe, auch hier die Lösung zu finden, werde sie dann aber erst einmal ähnlich umschreiben, damit noch andere sich ein wenig damit beschäftigen können.

Liebe Grüße
Gerhard
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Gerhard Wischniewski

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81

Montag, 7. April 2014, 00:25

Lieber Caruso,

da spielt ein alter Volksglaube eine Rolle: Blühender Rosmarin bringt Freude, welker bedeutet das Ende aller Hoffnungen. Und da hat doch dieser eifersüchtige Bursche Würmer hineingetan, damit sie eingeht. Es ist schon eine Reihe von Jahren her, dass ich die Oper gesehen habe und so genau erinnerte ich mich nicht mehr daran. Aber die Mühle hat mich auf den richtigen Gedanken gebracht. Mehr will ich aber auch hier noch nicht verraten. Auch dir lasse ich hier den Vortritt, die Lösung zum gegebenen Zeitpunkt zu verraten.

Liebe Grüße
Gerhard
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82

Montag, 7. April 2014, 12:12

eifersüchtige Bursche Würmer hineingetan




Klar, lieber Gerhard, Du hast die Lösung schnell gefunden.
Hatte ich zuviel verraten?

Aber noch sollte die Lösung nicht publik gemacht werden. Schauen wir doch mal, ob auch andere Taminos den Weg zu der Mühle finden..

Beste Grüße



Caruso41
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Thomas Pape

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83

Montag, 7. April 2014, 13:39

Müsste doch eine Oper für Dr. Pingel sein. Grausiger Inhalt im übrigen, Die Würmer sind da noch harmlos im Vergleich zum Messer...

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
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84

Montag, 7. April 2014, 13:41

Müsste doch eine Oper für Dr. Pingel sein.

Ja, lieber Thomas, Du hast es auch geraten!

Glückwunsch!



Gruß

Caruso41
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85

Montag, 7. April 2014, 14:15

Ich gestehe, ich musste ein bisschen googeln, weil ich mich mit den osteuropäischen Opern nicht so auskenne, aber inzwischen habe ich es auch herausgefunden und schließe mich der Bemerkung von Thomas an. Da anscheinend niemand mehr auf mein Rätsel reagiert, gebe ich die Lösung an - Gerhard und Caruso haben es natürlich gewusst:" Ah non credea mirarti" aus Bellinis "Sonnambula". Die geringe Beteiligung macht auch hinreichend klar, wie sehr das Opernforum mitgliedermäßig ausgedünnt (worden!!) ist.
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Bachiania

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86

Montag, 7. April 2014, 14:19

Aber auch in einer anderen Mühle ist ein verlobtes junges Mädchen besorgt, weil ihre im Topf gezogenen Blumen welken, genau genommen sogar schon eingegangen sind.


Hurraahh, jetzt kenne ich auch einmal etwas aus dem Reich der Oper ! Hauptsächlich deswegen, weil einst die Katze meines Onkels (eine große, orange-weiß gestreifte) den Namen dieser bedauernswerten Dame trug ...

Aber bitte verratet nun endlich die Belcanto Oper !

Und was das letzte Rätsel betrifft, so habe ich natürlich einen Tipp, bin aber zu fein, um zu googeln, was ich nicht wirklich weiß !

(Sein bloß froh, dass ich nicht beginne, euch nach Chormusik zu fragen, oder nach barocken Fugen ...)


Fröhliche Grüße

:) Bachiania :)
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Montag, 7. April 2014, 14:47

Da hätte ich doch fast noch das Rätsel von Gerhard vergessen: Da besingt Hans Sachs den Flieder, der aber eigentlich gar keiner ist - man beachte das Datum, an dem die Oper spielt. Also rätseln wir weiter, welche Blüte denn gemeint sein könnte. Kleiner Tipp: Fast jeder hat wohl bei einer fiebrigen Erkrankung schon mal "Fliedertee" getrunken.

Viele Grüße

Mme. Cortese
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Montag, 7. April 2014, 14:57

(Sein bloß froh, dass ich nicht beginne, euch nach Chormusik zu fragen, oder nach barocken Fugen ...)


Fröhliche Grüße

Hallo Bachiania,

nur zu! Bei den von dir genannten Bereichen müsste ich zwar passen, aber auch dafür haben wir ja im Forum unsere Spezialisten, die vielleicht auch mal gerne rätseln würden.

Viele Grüße

Mme. Cortese
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Caruso41

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Registrierungsdatum: 19. November 2010

89

Montag, 7. April 2014, 15:19

Die geringe Beteiligung macht auch hinreichend klar, wie sehr das Opernforum mitgliedermäßig ausgedünnt (worden!!) ist.

Habe ich da irgendwie was nicht mitbekommen?

Ich war ja länger nicht in der Laune, die Diskussionen im Forum zu verfolgen. Und es wundert mich jetzt schon, dass Oper und Gesangskunst kaum noch Interesse finden.
Sind da Taminos ausgewandert oder ausgewiesen worden?
Die Resonanz, die selbst wirklich spannende Themen im Opernforum finden, empfinde ich nicht als Ermutigung, mir die Mühe zu machen, längere Beiträge zu schreiben. Die Frage von Karl Friedrich Börne nach dem französischen Stil hat gerade mal 3 Taminos mobilisiert. Allerdings mit ausgezeichneten Beiträgen.

Aber die klägliche Resonanz auf solche Fragen ist einfach für das gesamte Klassik-Forum Schade und Schande!

Wo sind denn die Melomanen und Opern-Aficionados, die früher so interessante Beiträge zu solchen Themen liefern konnten?
Vermutlich ist das so eine Frage, die auch mal wieder unbeantwortet bleiben wird....



(Sein bloß froh, dass ich nicht beginne, euch nach Chormusik zu fragen, oder nach barocken Fugen ...)

Ich wusste ja gar nicht, dass in barocken Fugen auch Blumen blühen . . . oder gar verblühen.


Schönen Tag noch!
Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Bachiania

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2014

90

Montag, 7. April 2014, 15:24

So meinte ich das nicht. Eher, dass ich in diesen Gebieten einfach fester im Sattel sitze, als in der Oper ....


Aber hier fällt mir etwas abseits der Oper ein:


In welchem (zyklischen) werk spielt die Rose eine tragende Rolle ? Ein Mädchen, nicht aus der diesseitigen Welt, bekommt eine Rose als Schutz und geht durch vielerlei Erfahrungen. Übrigens: auch hier kommen Müller und Jäger vor .....
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
(Sir Isaiah Berlin)