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klingsor

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1

Freitag, 16. September 2005, 14:38

alles hokuspokus?? zauberei, magie und allerlei übernatürliche gestalten in der musik

hallo,

'zauberhafte' musikstellen sind hier weniger gefragt, eher, wie magie und zauberei musikalisch geschildert werden, welche zauberer, hexen, teufel und dämonen einzug in die klangwelt gehalten haben (unmassen nämlich :D) und welche 'dunkle, unheimliche' themen immer wieder von den verschiedensten komponisten aufgegriffen wurden ...

nun, wer wagt es, den zauberkreis als erster zu betreten???

;)
--- alles ein traum? ---

klingsor

Klassikliebhaber

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2

Freitag, 16. September 2005, 15:58

Das Böse...der Teufel in Weber´s Freischütz.

Sehr schön musikalisch unterlegt, man weiß immer,wann er aufkreuzt. :yes:

walter

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3

Freitag, 16. September 2005, 17:14

Marschners "Vampir" und die Geister in Schumanns "Manfred".

Grüsse
Walter

petemonova

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4

Freitag, 16. September 2005, 23:33

Wem da nicht sofort der Zauberlehrling einfällt!
Musikalisch sehr schön in Szene gesetzt von Paul Dukas.

Viel mehr hat der denn aber auch gar nicht geschrieben, oder?


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

Ulli

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5

Samstag, 17. September 2005, 20:53

COLAS
[...] Trotzdem hat sie bereits...

BASTIEN
...einen anderen? Um Himmelswillen!
Woher weißt Du das?

COLAS
Aus meiner Kunst!

BASTIEN
Aus Deiner Kunst?

COLAS
Jawohl, aus meiner Kunst!

BASTIEN
Ich bin so unglücklich, lieber Herr Colas!
Geh! Gibt's denn gar kein Mittel, meine
kleine Bastienne wieder zu gewinnen?

COLAS
Einen Augenblick! Ich will einmal mein
Zauberbuch befragen.

ARIA

Diggi, daggi,
schurry, murry,
horum, harum,
lirum, larum,
raudi, maudi,
giri, gari,
posito,
besti, basti,
saron froh,
fatto, matto,
quid pro quo.


BASTIEN
Ist die Hexerei zu Ende?

COLAS
Ja, tritt nur näher! Tröste Dich!
Du wirst Deine Schäferin wiedersehen.

BASTIEN
Aber darf ich sie auch anrühren?

COLAS
Ohne Zweifel, wenn Du kein Hackstock bist.
Geh! Und nimm Dein wahres Glück besser in acht als bisher.

Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Pius

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6

Samstag, 17. September 2005, 21:02

Hallo!

Zu diesem Thema fällt mir sofort etwas eigentlich sehr Naheliegendes ein. Es wurde aber noch nicht genannt: "Die Zauberflöte" von W.A. Mozart, da gibt es neben dem titelgebenden magischen Instrument noch ein magisches Glockenspiel. Übrigens eine meiner Lieblingsopern!

@Ulli: Ich vermute mal, die Passage aus Deinem letzten Beitrag stammt aus "Bastien und Bastienne" des selben Komponisten.

Viele Grüße,
Pius.

Ulli

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7

Samstag, 17. September 2005, 21:06

Salut,

ich weiß nicht so recht... aber ich dachte mehr an Gestalten, als an Instrumentarium. Denn das Thema Zauberopern als solches gibt es ja bereits... die Beschränkung auf das 19. JH habe ich dabei bereits ausgehebelt....

Zauberhafte Grüße
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
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Theophilus

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8

Samstag, 17. September 2005, 21:55

Hallo Peter,

allzuviel gibt es wirklich nicht von Paul Dukas. Immerhin gibt es neben Klavier- und Kammermusik eine Symphonie, eine Oper (Ariane et Barbe-Bleu) und ein Ballett (La Péri).

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Alfred_Schmidt

Administrator

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9

Samstag, 17. September 2005, 22:22

Ja meine Lieben,

das ist ein interessantes Thema, das sollte man nicht so rasch abhandeln.
Mir fiel sofort die Figur des Doktor Mirakel ein aus "Hoffmanns Erzählungen", der Antonia das Bildnis der Mutter vorgaukelt, um sie zum für sie tödlichen Singen zu verleiten.

Die Brillen des Coppelius, die "jeden toten Gegenstand im Nu beleben"
sind ja mit normalen Mitteln auch nicht zu erklären - es ist reine Zauberei.

oder nicht ?

Auch im Venedig-Akt der Oper geht es nicht mit natürlichen Dingen zu- daher habe ich diese Oper den "Zauberopern" zugezählt.

In der Romantik war das große Mode.- und ich gestehe- ich kann mich dem Reiz dieses Themas - wo Realitätdes 19. jahrhunderts mit übernatürlichem, geisterhaftem und magischen geschickt vermengt wird - bis heute nicht entziehen

LG

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Ulli

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10

Sonntag, 18. September 2005, 11:51

Salut,

noch ein paar nützliche Werkzeuge [gehört das nun hierher?] aus dem "Stein der Weisen":

- Der Zaubervogel, welcher ausnahmslos nur bei der reinsten der reinen Jungfrauen piepst

- der Zauberpfeil, der jeden tötet, der ihn nur berührt

- Der Stein der Weisen, das mächtigste Zaubermittel überhaupt, mit ihm kann man ALLES machen

und ein paar Gestalten:

- Eutifronte, der böse Dämon aus der Unterwelt

- Astromonte, ein weiser Zauberer mit einem Wolkenwagen

;)

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

  • »Walter.T« ist männlich

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11

Sonntag, 18. September 2005, 12:29

Magie: Die ersten Takte aus dem Scherzo von Bruckners 9. Sinfonie

Lieber Jörg,

beim Thema Magie möchte ich fortfahren. Da gibt es allerdings geradezu unendlich viele Bezugspunkte. Die Zauberflöte ist erwähnt. Die Freimaurer weisen zurück auf die Bauherren der gotischen Dome und den von ihnen verwirklichten Bauten. Deren Maße (und die in ihnen verborgene Magie) floss in die neue Musik ein, die dort entstand. – Paris blieb ein Hort der Okkultisten. Ist wirklich erkundet, was alles in die „Sinfonie fantastique“ eingeht? – In Deutschland wirkte Bach mit seiner Zahlenmythologie. Darauf bauen auf ... und er greift zurück ... Also: das ist ohne Ende!

Um die Brisanz dieses Themas zu betonen, möchte ich nur die ersten Takte aus dem Scherzo von Bruckners 9. Sinfonie ansprechen. Wenn vom ersten Satz die letzte von Bruckner auskomponierte Coda verklungen ist, setzt eine Musik ein, deren Wirkung – zum ersten Mal gehört - kaum zu beschreiben ist. Sie ist elektrisierend, richtig gespielt von magischer Kraft. Das hat schon Ferdinand Löwe gespürt, der das Werk posthum veröffentlichte und 1903 uraufführte. In diesen Takten nahm er eine charakteristische Änderung vor, die dann bei der neuen Uraufführung der Originalausgabe 1932 korrigiert wurde.

Inzwischen hatte sich das Klima geändert und die Herausgabe der Originalausgabe wurde als Befreiung der deutschen Musik, des deutschen Geistes Bruckners von jüdischer Verzerrung propagandistisch ausgeschlachtet. Christa Brüstle schreibt in ihrem Buch „Anton Bruckner und die Nachwelt“:

„Dagegen nimmt sich der im gleichen Aufsatz von Auer wiedergegebene Seitenhieb auf Löwes Bearbeitung 'à la Berlioz' - 'das wirkliche Scherzo Bruckners hat nichts von moussierender Spritzigkeit, es steht mit festen, markigen Knochen auf dem heimatlichen Boden des oberösterreichischen Landes' (nach Alexander Berrsche in der Münchner Zeitung vom 4. April 1932) - vergleichsweise harmlos aus. Und doch, weshalb sollte das 'Original'-Scherzo festere und markigere Knochen haben? Etwa auch, weil es 'gesündere Luft' atmet, oder weil es - wie Auer darlegte - durch die 'Original'-Instrumentierung auf 'das richtige, nicht zu schnelle Maß zurückgeführt' wird, weil beispielweise die 'gehaltenen Akkorde der Holzbläser durch viele Takte von Anfang des Scherzos, die bei Löwe vollständig fehlen ..., dem Satz eine ruhigere Haltung' geben?" (S. 190 mit Zitat aus M. Auer, Anton Bruckners IX. Symponie in der Originalfassung, in: ZfM 99, 1932)

Die „gehaltenen Akkorde“: Höre ich jetzt diese Takte bewusst auf diese Änderung hin, dann ist wahr: Richtig gespielt sind es gerade diese Akkorde, die diesen Takten ihren unvergleichlichen Ton geben. Dennoch kenne ich keine Aufnahme, wo diese Takte so gespielt werden, wie ich sie mir vorstelle. Am nächsten kommt für mein Empfinden Bruno Walter. Aber auch das trifft noch nicht ganz, wie ich es mir wünschen würde: der Ausgleich zwischen den Stimmen müsste noch feiner sein, es müsste in den ausgehaltenen Takten und im Zusammenspiel eine innere Bewegung, „bewegt, lebhaft“, (wie Bruckner vorgibt), geben, die dem ganzen seinen Zauber verleiht.

Ferdinand Löwe hat mit sicherem Instinkt gespürt, wie extrem diese Musik ist. Magie ist seit dem 19 Jahrhundert ein völlig verdrängtes Thema. Die Nationalsozialisten haben die Sprengkraft ihrerseits erkannt und für ihre Zwecke einzusetzen versucht. Magie steht konträr zum Wissenschaftsverständnis der Neuzeit. Das den Juden anzulasten, zielt natürlich daneben und versucht etwas radikal zu vereinfachen, was in seiner Ungeklärtheit so bedrohlich ist.

Viele Grüße.

Walter

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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12

Sonntag, 18. September 2005, 14:28

Viele Barockopern sind explizit "Zauberopern", z.B. von Händel "Rinaldo" (Armida ist die Zauberin) und "Alcina" (Titelcharakter ist Magierin), ähnliche Figuren, deren Namen ich vergessen habe, tauchen auch in Teseo und Amadigi auf. (Sujets wie Armida, Alcina etc. wurden im 17. u. 18. Jhd. zigmal vertont)
In "Saul" kommt die Totenbeschwörung der "Hexe von Endor" vor, von Purcell gibt es eine Mini-Oper (oder wie man das nennen soll), die auf dieser Szene beruht (Saul and the Witch of Endor). In "Belshazzar" gibt es die Menetekel-Flammenschrift (vgl. auch die Ballade von Heine/Schumann).
Dann natürlich die Hexen in Purcells "Dido & Aeneas".

Mendelsohns Musik zum Sommernachtstraum enthält kurze Begleitmusik zu Oberons und Pucks Zaubersprüchen (fehlt meist auf Platten), hier nicht:



eigentlich ist auch Titanias Schlummerlied eine Art Abwehrzauber ("Neither harm nor spell or charm come our lovely Lady nigh"), der bekanntlich nicht viel hilft...
In Wagners Ring hat besonders das Motiv, das für die Tarnkappe steht, geheimnisvoll-magisches.

Verdis "Macbeth" kenne ich nicht, aber im "Maskenball" gibt es die Szene bei der Wahrsagerin Ulrica.

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

ThomasBernhard

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13

Sonntag, 18. September 2005, 14:47

Hallo Johannes Roehl

interessante CD, die Du da präsentierst.
Wird auf englisch gesprochen und auch auf englisch gesungen?
Judi Dench ist die bekannte Schauspielerin und spricht nur?
Würde ich mir glatt zulegen.

Gruß, Markus

(obwohl ich schon einige gute Sommernachtsträume habe) :

Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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14

Sonntag, 18. September 2005, 20:54

Zitat

Original von ThomasBernhard
interessante CD, die Du da präsentierst.
Wird auf englisch gesprochen und auch auf englisch gesungen?
Judi Dench ist die bekannte Schauspielerin und spricht nur?
Würde ich mir glatt zulegen.


Komplett englisch. Judi Dench (u.a. die Queen in "Shakespeare in Love") spricht kurze Ausschnitte der jeweiligen Rollen, um die Musik nicht ganz in der Luft hängen zu lassen. (Die beiden Soli im Lullaby sind recht luxuriös mit Battle und Von Stade besetzt.)
Ich habe noch Fricsays (dt.) und Maags (engl.) Aufnahmen der Musiknummern, die sind aber beide ohne Zwischentexte und kleinere Stücke, etwa die Musik der Zaubersprüche fehlen. Es gibt wohl Einspielungen mit noch mehr Text, von denen kenne ich aber keine.
Ich finde es so interessanter als nur die Musiknummern zu haben. Musikalisch habe ich kein Vergleichshören angestellt, Ozawa ist aber sehr ordentlich.

viele Grüße

JR
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(Bob Dylan)

klingsor

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15

Montag, 19. September 2005, 14:19

eine ganz prominente zauberin in der operngeschichte ist natürlich armida, die in verschiedenen gestalten bzw. unter verschiedenen namen auftritt. sie zählt wohl zu den am häufigsten vertonten opernsujets.

.. anbei ein kleiner ausschnitt aus dem opern-repertoire, das sich mit der attraktiven zauberein aus dem morgenland beschäftigt ...

armide von lully

armida von gluck

armida von haydn

armida von dvorak

esclarmonde von massenet
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klingsor

Theophilus

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16

Montag, 19. September 2005, 15:25

Hallo,

im Maskenball haben wir die Seherin Ulrica und auch Azucena im Troubadour hat vielleicht auch einen magischen Touch.

So gesehen könnte man auch Ortrud in den magischen Zirkel der Opernwelt aufnehmen.

Und Klingsor ist ja von Beruf Zauberer!

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

klingsor

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17

Montag, 19. September 2005, 15:29

hallo, theophilus,
na, endlich hat mich einer enttarnt .... :D

viele grüße
--- alles ein traum? ---

klingsor

teleton

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18

Dienstag, 20. September 2005, 07:27

Hallo Musikfreunde,

das DIES IARE-Thema ist einfach aber effektvoll und ich fantasiere immer wieder gerne auf dem Klavier mit diesem Thema, das in mehreren Werken, die weit auseinanderliegen, verwendet wurde:

1.) Berlioz: Sinfonie fantastique (4.Satz)
2.) Liszt: Totentanz für Klavier und Orchester
3.) Rachmaninoff: Die Toteninsel
4.) Rachmaninoff: Paganini-Variationen
Das Thema findet in mehreren Kompositionen aus dem 20.Jhd. Anwendung, die mir jetzt nicht einfallen.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

GiselherHH

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19

Dienstag, 20. September 2005, 08:29

Hallo,

schwarze Magie spielt eine besondere Rolle in dem allseits bekannten "Faust"-Stoff. Allerdings ist der Teufel, musikalisch gesehen, in den französischen "Veroperungen" (als wichtigste: Gounods "Faust" und "Le Damnation de Faust" von Berlioz) nur sehr bedingt der düstere Fürst der Finsternis, sondern eher ein verführender Elégant. Mal kraftvoll den Wert des Goldes besingend oder ein sarkastisches Ständchen vor Gretchens Fenster darbringend (Gounod), dann ein sanftes Schlaflied für Faust vortragend oder das berühmte Floh-Lied ("Une pucelle gentille") anstimmend (Berlioz): bis kurz vor Schluß versteht es der Teufel, die schillernde Fassade des Helfers in der Not zu wahren. Berlioz läßt seinen Mephistopheles zusammen mit Faust dann noch zur Hölle fahren, begleitet von den äußerst lauten, nervös-infernalischen Zuckungen des Orchesters, um sich mit seiner Beute dem Gericht der höllischen Heerscharen zu stellen, die ob des gelungenen Coups schließlich in lauten Jubel ausbrechen.

Der deutsch-italienische Komponist Ferruccio Busoni hat sich in seiner "Faust"-Oper (1926), im Gegensatz zu den französischen Kollegen, nicht Goethes Meisterwerk, sondern die wesentlich ältere Volkssage zum Vorbild genommen. Daher spielen hier auch musikalisch die schwarzmagischen Elemente eine wesentlich größere Rolle. Doktor Faust bekommt von angeblichen Studenten aus Krakau (in Wahrheit sind es geisterhafte Erscheinungen, die sein Famulus nicht bemerkt) ein altes Buch namens Clavis Astartis geschenkt, mir dessen Hilfe man sich Dämonen dienstbar machen kann. In einer grandios komponierten Szene in der Studierstube beschwört Faust um Mitternacht, gesichert durch einen Bannkreis, die dienstbaren Geister, die als züngelnde Flammen im Zimmer erscheinen. Faust findet jedoch am Ende, daß alle für seine Zwecke nicht taugen, und ist schon froh, der Situation unbeschadet entkommen zu sein, da taucht Mephistopheles ("Ich bin geschwind als wie des Menschen Gedanke") auf. Den widerstrebenden Faust manipuliert er schließlich so, daß er in den Teufelspakt einwilligt.

Grüße

GiselherHH
"Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."

(Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

Pius

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20

Freitag, 30. September 2005, 00:25

Hallo!

Mussorgsky: Eine Nacht auf dem kahlen Berge

mit dem "Programm":
Unterirdischer Lärm von Geisterstimmen - Erscheinung von Höllengeistern, schließlich Satan selbst - Anbetung Satans, Höllenmesse und Hexensabbat - auf dem Höhepunkt der Orgie erklingt das Glöcklein einer fernen Dorfkirche. Die Geister stieben auseinander - der Tag bricht an.

Viele Grüße,
Pius.

klingsor

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21

Montag, 20. Februar 2006, 00:56

RE: alles hokuspokus?? zauberei, magie und allerlei übernatürliche gestalten in der musik

soeben mal alle wolfsschlucht-szenen durchgehört, die ich habe...ergebnis: am unheimlichsten, wahrhaft gespenstisch die furtwängler aufnahme aus salzburg von 1954 ... auch erstaunlich gute klangqualität ... nur zu empfehlen
--- alles ein traum? ---

klingsor

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22

Montag, 20. Februar 2006, 15:56

Liebeszauber

Hallo,

nennen möchte ich noch Manuel de Fallas "El amor brujo". Der rituelle Feuertanz ist sicherlich das bekannteste Stück dieses Balletts, das die Geschichte einer andalusichen Zigeunerin erzählt, die mit Hilfe allerlei Hexereien das Herz des Geliebten wiedergewinnen will. Im Laufe der Handlung erscheinen Höhlengeister, es werden die Karten befragt, der Himmel verdunkelt sich und verhexte Mittelchen werden unter Beschwörungsformeln in zuckende Flammen geschleudert.

Wenn das kein Hokuspokus ist....

Gruß
B.
"Once you've seen your face on a bottle of salad dressing, it's hard to take yourself seriously."
Paul Newman

Edwin Baumgartner

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23

Montag, 20. Februar 2006, 16:15

Zitat

ad Dukas: Viel mehr hat der denn aber auch gar nicht geschrieben, oder?


Dukas war ein extrem selbstkritischer Komponist, hat fast alles vernichtet, kaum dass er's geschrieben hat.
Das wenige aber, das er überleben ließ: Alle Achtung, das ist schon tolle Musik! (Und kein Wunder, dass sich Messiaen in seinem Frühwerk auf diese Harmonik berufen hat.)

Ein echter Schwarzmagier der Opernbühne ist Peter Maxwell Davies, der dem Tarot einige Themen entlehnt und in seinen Bühnenwerken daraus immer wieder Kernszenen gewinnt, so auch im "Leuchtturm" - da tritt am Ende sogar Satan höchstpersönlich auf (allerdings nur in der erschreckend realen Fantasie der Leuchtturmwärter).
Auch in "The Doctor of Myddfai" (das spricht man übrigens "Modwai", erzählte mir Davies' Managerin Judy Arnold) gibt's einen Arzt, der magische Kräfte hat - und ein unrühmliches Ende nimmt.

Ach ja, und dann fällt mir noch ein böser Magier ein, der einen reinen Jüngling zu verderben sucht, was ihm aber nicht ganz gelingt. Klingsor heißt der üble Kerl - und versinkt am Ende des 2. Aktes von Wagners "Parsifal" in den Erdboden (wenn die Bühnenmechanik funktioniert bzw. der Regisseur sich nicht ein anderes Ende ausgedacht hat).
...

nala

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24

Montag, 20. Februar 2006, 18:25

RE: alles hokuspokus?? zauberei, magie und allerlei übernatürliche gestalten in der musik

jetzt fehlt noch: MEFISTOFELE (Arrigo Boito)
hat zwar nichts mit Magie zu tun, heisst auch nicht FAUST und nicht MARGARETHE, sondern hat das leibhaftige Böse zur Grundlage!
Ich hab ihn genossen mit Samuel Ramey, besser gehts nicht...
WHEN MUSIC FAILS TO AGREE TO THE EAR;
TO SOOTHE THE EAR AND THE HEART AND SENSES;
THEN IT HAS MISSED ITS POINT
(Maria Callas)

klingsor

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25

Montag, 20. Februar 2006, 20:45

RE: alles hokuspokus?? zauberei, magie und allerlei übernatürliche gestalten in der musik

dann gibts noch die oper 'der antichrist' von rued langaard

sowie die 'luziferische suite' für klavier von carl nielsen ...kennt die jemand?
--- alles ein traum? ---

klingsor

AndreasV

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26

Montag, 18. Dezember 2006, 09:45

RE: alles hokuspokus?? zauberei, magie und allerlei übernatürliche gestalten in der musik

Carmen legt (zusammen mit ihren Freundinnen Mercedes und Frsquita) im 3. Akt die Karten und sie sehen daraus ihre Zukunft: die eine sieht für sich einen tollen Liebhaber, die andere einen alten Mann, der sie zur reichen Witwe macht, und Carmen sieht den Tod voraus. Die Karten aus der Carmen ihren Tod voraussieht sind Karo und Pique.
Per aspera ad astra

Ulli

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27

Samstag, 28. April 2007, 22:30

RE: alles hokuspokus?? zauberei, magie und allerlei übernatürliche gestalten in der musik

Na,

das haben wir doch glatt Despinas "Zauberkünste" in Mozarts Cosí fan tutte vergessen. Eine köstliche Passage in dieser Oper! Schwingt sie nicht gar ein Pendel und nimmt den mesmerschen Magnetismus aufs Korn? Der Magnetiseur Mesmer schaffte es übrigens, die erblindete Theresia Paradis ['Paradis'-Konzert] zumidest kurzzeitig sehend zu machen.

:hello:

Ulli
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raphaell

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28

Samstag, 28. April 2007, 22:53

Hallo,

Die von Johannes R. schon angesprochene Oper Macbeth von Verdi (eine meiner liebsten!!!) beinhaltet in der tat einige Zauberei.
Die denkbar enthaltenen Hexenszenen werden musikalisch immer sehr mystisch
unterlegt.

Zweites Beispiel: Der Tannhäuser. Die Venusbergszene bzw das Venusbermotiv strozt nur so vor Mytik und übernatürlichem...ist die Szene Real oder findet sie in einer anderen Welt statt? Der Venusberg - ein Weilblichkeitssymbol?
Venus - Eine antike Göttin...Aus dieser magischen Sphäre gelangt der Tannhäuser dann wieder in die irdische Welt.

Da fällt mir ein...: Bei Wagner geht es eigentlich sehr oft magisch zu...:

Lohengrin - woher kommt er? Aus der Mystischen Grals-Welt.
Auf einem Schwan...merkwürdig...Schon die Ouvertüre verspricht mystisches!

Der Fleigende Holländer: Ein Geisterschiff und ein Geisterkäptn... :rolleyes:

Die Feen?! -Kenn ich nicht, klingt aber mystisch!

Viele Grüße,

Raphael

Der-wonnige-Laller

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29

Donnerstag, 27. September 2007, 15:11

RE: alles hokuspokus?? zauberei, magie und allerlei übernatürliche gestalten in der musik

In La Damnation de Faust von Berlioz tauchen in der Höllenfahrt der CHOR DER TEUFEL UND DER VERDAMMTEN sowie die DIE FÜRSTEN DER FINSTERNIS auf, die "in einer unbekannten Sprache" singen:

Diff! diff! merondor, merondor aysko!
Has! Has! Satan! has! has! Belphégor!
Has! has! Méphisto!
Has!has! Kroix!
Diff! diff! Astaroth!
Diff! diff! Belzébuth!
Belphégor! Astaroth! Méphisto!
Sat, sat rayk ir kimour.
Has! has! Méphisto!
Has! has! Méphisto!
Has! has! has.
Irirniru karabrao.


*** *** ***

In Dvoraks Rusalka verwandelt Jezibaba, die Hexe, Rusalka in einen Menschen:

Cury mury fuk,
cury mury fuk,
bílá pára vstává z luk!

(Das ist keine unbekannte Sprache, sonder bloß Tschechisch... ;) )


*** *** ***

Dann natürlich die beiden Hexen von Humperdinck. In Hänsel und Gretel wird über die Hexe gesagt, daß sie vom Teufel selber (...) Gewalt habe.

Um Mitternacht,
wenn Niemand wacht,
dann reitet sie aus zur Hexenjagd.
Zum Schornstein hinaus,
auf dem Besen, o Graus,
über Berg und Kluft,
über Tal und Schlucht,
durch Nebelduft,
im Sturm durch die Luft:
ja, so reiten, ja, so reiten,
juchheissa, die Hexen!

In Königskinder bemüht sich die Hexe ihrem Ziehkind, der Gänsemagd, die Hexenkünste zu lehren und lässt sie ein Zauberbrot backen:

Wärst Du nur sinnengescheiter
und merktest dir ein,
was ich mit Mühen dich weise
von heilendem Trank
und giftiger Speise.
Sollst heut ein gutes Hexenstück machen,
doch darfst dazu nicht singen noch lachen!
Feuchte das Mehl und knete ein Brot,
fest und rund.
Hier aus den Näpfchen, schwarz und rot,
mengst du hinein zum guten Bund.
Fein sacht!
(...) Es wird nicht hart, es wird nicht alt,
verliert nicht seine schlimme Gewalt.
Wär es hälften ißt, stirbt
ganzen Tod.


*** *** ***

In seinem Freischütz lässt Weber einen richtigen Höllensturm durch die Wolfsschlucht jagen:

Man hört Rasseln, Peitschengeknall und Pferdegetrappel; vier feurige funkenwerfende Räder rollen vorüber, ohne dass man wegen der Schnelligkeit ihre eigentliche Gestalt oder den Wagen gewahr werden kann.

KASPAR
immer ängstlicher, zählt
Fünf!

ECHO
Fünf!

Hundegebell und Wiehern in der Luft; Nebelgestalten von Jägern zu Fuss und zu Ross, Hirschen und Hunden ziehen auf der Höhe vorüber.

CHOR
unsichtbar
Durch Berg und Tal, durch Schlund und Schacht,
Durch Tau und Wolken, Sturm und Nacht!
Durch Höhle, Sumpf und Erdenkluft,
Durch Feuer, Erde, See und Luft,
Joho! Wauwau! ho! ho! ho! ho! ho! hol ho! ho!

KASPAR
Wehe! Das wilde Heer! Sechs! Wehe!

ECHO
Sechs! Wehe!

Der ganze Himmel wird schwarze Nacht, die vorher miteinander kämpfenden Gewitter treffen zusammen und entladen sich mit furchtbaren Blitzen und Donnern; Platzregen fällt; dunkelblaue Flammen schlagen aus der Erde; Irrlichter zeigen sich auf den Bergen; Bäume werden prasselnd aus den Wurzeln gerissen; der Wasserfall schäumt und tobt; Felsenstücke stürzen herab; von allen Seiten Wettergeläut; die Erde scheint zu schwanken.

KASPAR
zuckend und schreiend
Samiel! - Samiel!
Er wird zu Boden geworfen
Hilf! - Sieben!

MAX
gleichfalls vom Sturm hin und her geschleudert springt aus dem Kreis, fasst einen Ast des verdorrten Baumes und schreit
Samiel!

In demselben Augenblicke fängt das Ungewitter an, sich zu beruhigen, an der Stelle des verdorrten Baumes steht der schwarze Jäger, nach Maxens Hand fassend.

SAMIEL
mit furchtbarer Stimme
Hier bin ich!

Max schlägt ein Kreuz und stürzt zu Boden.

Es schlägt eins. Plötzliche Stille. Samiel ist verschwunden, Kaspar liegt noch mit dem Gesicht zu Boden, Max richtet sich konvulsivisch auf.

*** *** ***

Und in Mozarts Don Giovanni nimmt die Friedhofsstatue des Commendatore eine Einladung zum Abendessen an:

LEPORELLO
Guardate ancor, padrone!

DON GIOVANNI
E che degg'io guardar?

LEPORELLO e DON GIOVANNI
Colla marmorea testa,
Ei fa così, così!

DON GIOVANNI
verso la statua
Parlate, se potete.
Verrete a cena?

LA STATUA
Sì!

DON GIOVANNI
Bizzarra è inver la scena,
Verrà il buon vecchio a cena.
A prepararla andiamo,
Partiamo - via di qua!

LEPORELLO
Mover mi posso appena...
Mi manca, o Dei, la lena...
Per carità... partiamo,
Andiamo via di qua!

*** *** ***

Übernatürliche Vorgänge gibt es auch in Baraks Haus in Die Frau ohne Schatten von Strauss:

AMME
befehlend
Fischlein fünf aus Fischers Zuber,
wandert ins Öl,
und Pfanne empfang' sie!
Feuer, rühr dich!
Hierher, du Bette des Färbers Barak!
Und fort mit den Gästen, von wo sie kamen!

Die Amme hat befehlend in die Hände geschlagen, lautlos.
Die Fischlein fliegen blinkend durch die Luft herein und landen in der Pfanne, das Feuer unteren Herd flammt auf, die Hälfte des ehelichen Lagers hat sich abgetrennt, und es ist ganz im Vordergrund eine schmälere Lagerstatt für einen einzelnen erschienen, indessen hinten das Lager der Frau durch einen Vorhang verhängt erscheint – und indes dies alles geschah, sind die Amme selbst und die Kaiserin lautlos durch die Luft verschwunden. Der Feuerschein flackert durch den dämmernden Raum. Die Frau steht allein und starr vor Staunen. Plötzlich ertönen aus der Luft, als wären es die Fischlein in der Pfanne, ängstlich fünf Kinderstimmen.

KINDERSTIMMEN
Mutter, Mutter, lass uns nach Hause!
Die Tür ist verriegelt, wir finden nicht ein,
wir sind im Dunkel und in der Furcht!
Mutter, o weh!

FRAU
in höchster Angst über das Unbegreifliche, ratlos um sich blickend
Was winselt so grässlich
aus diesem Feuer?

KINDERSTIMMEN
dringender
Wir sind im Dunkel und in der Furcht!
Mutter, Mutter, lass uns ein!
Oder ruf den lieben Vater,
dass er uns die Tür auftu'!

FRAU
in grosser Angst
O fänd' ich Wasser,
dies Feuer zu schweigen!

Die Flamme unteren Herd wird zusehends schwächer.

KINDERSTIMMEN
verhauchend
Mutter, o weh! Dein hartes Herz!

Die Frau sinkt vorne auf ein Bündel, wischt sich den Angstschweiss von der Stirne.
Lieben Gruß!

Clemens

************************************

"Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen."

Jacques Rideamus

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Donnerstag, 27. September 2007, 15:37

RE: Teuflische Schnitzeljagd

In diesem Rätsel Ein absolut teuflisches Rätsel habe ich kürzlich mal fast alles zusammengestellt, was es an rxplizit (und exquisit) Teuflischem in der Oper so gibt. Manches wurde hier schon genannt, manches auch nicht. Wer die Rätsel nicht lösen mag, kann natürlich auch gleich hier nachsehen: Der teuflische Lösungsthread

Aber da hier nicht alles einfach zum Teufel geht, sondern auch Zauberei gefragt ist, darf natürlich THE SORCERER vln Gilbert & Sullivan nicht fehlen, dessen Schüsselszene auch in dem Film TOPSY TURVY von Mike Leigh mit viel Gusto ausgespielt wird.

Wenn man dann noch die Feen von diesem Thread Von schlummernden, bezaubernden, flatternden, kecken, guten und bösen FEEN
zu den hier genannten dazu nimmt, hat man ganz schnell genug zauberhafte Werke um ein dickes Zauberbuch darum herum zu schreiben, auch wenn HARRY POTTER - THE MUSICAL noch etwas auf sich warten lassen dürfte.

:hello: Rideamus
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung