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Richard

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1

Freitag, 12. August 2005, 20:36

Alexander Skrjabin: Klavierkonzert fis-Moll op.20

Hallo Taminoaner,

als ich das erste Mal das Klako von Skrjabin hörte war ich sehr verwundert!
Soll das von jenem Skrjabin sein, der diese doch teilweise schwer zugänglichen Klaviersonaten geschrieben hat!?
Leider, so muß man wohl sagen, blieb es sein einziges Konzert!

Natürlich gibt es Konzerte die von der Orchstrierung her aufwändiger und interessanter sind.............aber diese Tonsprache ist einfach bezaubernd schön.
Da wundert es mich, daß dieses meist lyrische Konzert, so selten gespielt bzw. aufgenommen wird. Alleine wie im zweiten Satz zunächst nur die Streicher spielen und später das Klavier einsetzt.

Derzeit besitze ich zwei Aufnahmen des Konzerts.



Beide Aufnahmen werde ich hier noch besprechen!

Würde mich freuen wenn es noch mehr Taminoaner gibt, die dieses Konzert mögen oder sich "verführen" lassen ....... :angel:
S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’

AcomA

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2

Samstag, 13. August 2005, 20:53

hallo Richard,

auch ich mag dieses konzert sehr gerne. gerade der erste satz ist ein typischer früher scriabin. wunderschöne melodien und gute integration des klavierparts in den orchestersound. meine haupt aufnahme ist die 1996 bei naxos entstandene mit konstantin scherbakov am flügel. sehr gute interpretation und aufnahmetechnisch ebenfalls sehr gelungen.

alternative kann ich auf eine kopie einer aufnahme aus der ehemaligen udssr zurückgreifen, der solist: dmitri bashkirov. berauschender sonorer anschlag und 'singen'. technisch, gerade im dritten satz, ist scherbakov aber doch firmer.



gruß, siamak
Siamak

Parsif

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3

Montag, 22. August 2005, 14:51

Hallo Richard,

dieses Konzert mag ich ebenfalls sehr gern.
Skrjabin beeindruckt mich immer wieder durch seine ekstatischen
Ausbrüche und seinen unbedingter Ausdruckswillen in seiner Musik.
Er hat ja auch Musik und Farben sehr stark miteinander verbunden
(Farbenklavier) , was bei diesem Konzert auch nachvollziehbar scheint.


Ich habe nur die CD mit Boulez/Ugorski. Andere Aufnahmen
kenne ich noch nicht. Ich wäre auch sehr an deiner Meinung
über die anderen Aufnahmen interessiert, da mir Demidenko auch als
starker Prokofjew Interpret bekannt ist.
Gruß
Rüdiger

________________________
Lärm ist ... nur eines der Übel unserer Zeit, wenn auch vielleicht das auffälligste. Die anderen sind Grammophon, Radio und neuerdings die verheerende Television.

C.G. Jung

teleton

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4

Dienstag, 23. August 2005, 07:54

Hallo Taminoaner,

im Moment muß ich des öfteren feststellen, das viele wirklich gute Aufnahmen bei den Schallplattenfirmen gestrichen sind.
:) Und wirklich gut ist diese CD, die es noch bei amazon zu bestellen gibt:


Die DECCA-CD mit Ashkenazy / LSO und Cleveland O/ Lorin Maazel gab es Jahrzehntelang und sie blieb immer im Hochpreislevel.
Ich hatte sie mir wegen Le Poeme de l´extase und Prometheus für Klavier und Orchester gekauft und das Klavierkonzert über diese CD erst kennengelernt - seitdem schätze ich es genau wie die beiden anderen Werke sehr.
Ich halte diese CD für eine der Besten Aufnahmen von Lorin Maazel !
Ashkenazy meistert den Klavierpart nobel und kraftvoll - eine Glanzinterpretation mit *****Empfehlung !
Die Klangqualität ist in gewohnter TOP-DECCA-Qualität (ADD).
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Richard

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5

Dienstag, 23. August 2005, 13:54

Zitat

Original von AcomA
alternative kann ich auf eine kopie einer aufnahme aus der ehemaligen udssr zurückgreifen, der solist: dmitri bashkirov. berauschender sonorer anschlag und 'singen'. technisch, gerade im dritten satz, ist scherbakov aber doch firmer.


Mein Neid sei Dir sicher für die Bashkirov Aufnahme! :yes:
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AcomA

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6

Dienstag, 23. August 2005, 14:27

hallo Richard,

aber immerhin, 'dein' nicolai demidenko war schüler d. bashkirovs !

gruß, siamak
Siamak

Richard

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7

Dienstag, 23. August 2005, 14:36

Zitat

Original von AcomA
hallo Richard,

aber immerhin, 'dein' nicolai demidenko war schüler d. bashkirovs !

gruß, siamak


Nicht nur ´mein´ Demidenko!
Bashkirov kann man wohl als einen der größte Klavierpädagogen gezeichnen!
S. Rachmaninov:
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Richard

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8

Dienstag, 23. August 2005, 15:45

Ugorsky-Boulez-CSO

Hallo Taminos,

nur dann meine Rezension zur der Ugorsky-Aufnahme:



Insgesamt eine recht schöne Aufnahme. Ugorsky spielt IMO farbig aber ohne es damit zu übertreiben, ist aber stellenweise etwas zu schwammig und dadurch verliert das Konzert, insb. im zweiten Satz, einiges an Ausdruck und Wirkung. Ein sehr guter Begleiter ist das von Boulez geleitete CSO, das die durchaus wenigen Möglichkeiten sich zu entfalten nutzt und dabei voller Eifer, kein Übereifer!!!, agiert. Herrlich wie, begünstigt durch den recht ordntlichen Klang der Aufnahme, im dritten Satz die Bläser voll zu Geltung kommen.

Interpretation: 8-9 (8 für den Solisten, 9 Orchester & Dirigent)
Klang: 8-9
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Richard

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9

Dienstag, 23. August 2005, 15:52

Demidenko-Lazarev-BBC SO

Die zweite von mir bereits oben angesprochene Aufnahme ist die mit N. Demidenko.



Gleich vor weg! Wie Demidenko seinen Klavierpart spielt ist für mich einfach vom allerfeinsten! Jede Betonung, jeder Ton bekommt seine ihm zustehende Bedeutung und Ausdruck. Alleine was Demidenko im zweiten Satz spielt ist einfach ein Genuss. Im Vergleich zur Ugorsky Aufnahme spielt er viel Transparenter und ermöglich somit einen gehörten "blick auf die Partitur" und spielt damit IMO Ugorsky an die Wand. Das ganze geht aber nicht wie ggf. zu befürchten zu Lasten des Gesamteindruckes. Ganz im Gegenteil.
Etwas agiler könnte das insgesamt gut aufgelegt BBC SO agieren.
Der Klang ist gut und was besonders wichtig ist der Klavierpart ist jederzeit gut hörbar.

Interpretation: 10/8 (10 für den Solisten, 8 Orchester & Dirigent)
Klang: 8
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10

Freitag, 2. September 2005, 14:59

Unvergesslich...

Liebe Leser,
bevor die Aufnahme mit Ugorsky und dem Chicago Symphony Orch. (DGG) herauskam, spielte der Meister dieses wunderbare Klavierkonzert öffentlich im Umkreis meiner Heimatstadt. Über dem ganzen Konzert lag die Stimmung des Geheimnisvollen, der Einmaligkeit, des Unwiederholbaren. - Als Zugabe erklang die dis-moll-Etüde, - der Abend hinterließ bis heute einen unvergesslichen Zauber...
Gruß,
D.U.

AcomA

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11

Montag, 26. September 2005, 23:09

hallo Richard,

betr.:



ich habe mir nun die obige aufnahme auch besorgt und mehrfach gehört. nun kenn ich die demidenko-aufnahme nicht (wohl aber seine interpretation des 2./3. medtner-konzertes) und vermute, dass sie, wie du beschriebst, sehr stark ist. die ugorski/boulez-aufnahme ziehe ich nun der scherbakov-aufnahme aus zwei gründen vor:

das chicagoer orchester ist einfach top of the top, und da scherbakov viel transparenter spielt als ugorski, verliert die aufnahme an athmosphäre. insgesamt finde ich die ugorski-aufnahme vorzüglich. mit dem großartigen bläsereinsatz in der coda des dritten satzes gebe ich dir auch recht. dennoch würde ich die naxos-aufnahme mit scherbakov auch weiterhin als alternative empfehlen, insbesondere, da hier auch einige bekannte preludes in orchestrierter fassung dargeboten werden.

gruß, siamak
Siamak

petemonova

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12

Dienstag, 15. November 2005, 23:41

Hallo,

ich habe mir vor einigen Tage eine Aufnahme des Labels Arte Nova gekauft:



So richtig überzeugt hat mich das Klavierkonzert noch nicht, ich weiß aber nicht, ob es am Werk oder an der Interpretation liegt.
Ich denke, im neuen Jahr wird ziemlich bald eine Zweitaufnahme folgen. Ob Ugorski oder Demidenko weiß ich allerdings noch nicht.
Richter hat das Konzert nicht eingespielt, oder? Soweit ich weiß, nur einige der Sonaten und Klavierstücke Scriabins.


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

CRC

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13

Mittwoch, 16. November 2005, 08:29

Schön, dass dieses wunderbare Klavierkonzert hier soviel Beachtung und Wertschätzung findet. Es gab Zeiten, da konnte ich mich schier nicht satthören daran.

Es gibt Passagen darin, die mich im Innersten treffen - so z.B. der melancholische Beginn, oder im Mittelsatz die Variation in der tiefen Klavierlage oder die Schlusstakte des Konzerts mit dem allerletzten Akkord des Klaviers, der über den letzten Schlag des Orchesters hinaus nachhallt und verklingt.
In der Wirkung erinnert mich diese Stelle an den Schluss des Gloria in Beethovens Missa, wo der Chor dem verklingenden Orchester noch ein letztes "Gloria!" hinterherruft.

Ich weiß gar nicht, ob es meine Aufnahme des Konzerts noch gibt:
Es spielt Garrick Ohlsson mit dem Tschechischen Philharmonischen Orchester unter Libor Pesek (Supraphon).
Der Pianist spielt glasklar - jeder Ton ist gut zu hören. Klasse!
Weniger gut gefällt mir meine zweite Aufnahme mit Roland Pöntinen und dem Stockholmerr Orchester (BIS CD 475).

In jedem Fall ist es ein tolles Klavierkonzert, das man leider viel zu selten hört.
"Muss es sein? - Es muss sein!" Grave man non troppo tratto.

WolfgangZ

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14

Freitag, 26. September 2008, 00:16

Abzweig vom thread Skrjabin: Klaviersonaten

Zitat

Holger Kaletha: es klingt nach Decca - die Aufnahmen sind aus verschiedenen Jahren (die erste aus den 70igern, die letzte aus den 90igern): Zuerst erschienen die Sonaten 3,4,5,9 dann 2,7,10 (analog) und dann Nr. 1 und 6 (digital) Auf den LPs waren dann noch eine Reihe von ihm ebenfalls mustergültig gespielte Morceaus und Poemes drauf, die haben sie leider in der Box nicht veröffentlicht. Gibt es als Zugabe zur CD mit Debussy,Ravel in der Ovation-Serie (falls es sie noch gibt!). Die wunderbare Aufnahme mit dem cis-moll-Konzert und Prometheus mit Maazel ist leider vergriffen, erhältlich aber in einer großen Ashkenazy-Box mit diversen Klavierkonzerten, wie ich beim Stöbern gesehen habe.



Hallo, Holger!

Das Konzert in fis (nicht cis, oder?) besitze ich in einem Rundfunkmitschnitt mit Ashkenazy. Dieses sehr von Chopin geprägte, aber doch weichere, subtilere Werk hat mich schon vor Jahrzehnten angesprochen.

Besten Gruß, Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

Michael Schlechtriem

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15

Freitag, 26. September 2008, 00:33

Hallo,
das Konzert steht in fis-moll und gehört zu meinen Lieblingen seit 1978.

Und seitdem hat es sich trotz Anschaffung einer großen Zahl an Alternativaufnahmen nie für mich geändert, daß ich die Ashkenazy-Aufnahme vorziehe.

Dies gilt auch für Ashkenazy's wunderbare Prometheus-Interpretation ebenfalls unter Maazel.

Aufnahmetechnisch klingen diese Aufnahmen wie gerade frisch gemacht, oder sogar besser. :D :jubel:

Obwohl ich die LP bevorzuge, ist diese CD seit vielen, vielen Jahren ein treuer Begleiter für mich: :yes:



Und hier kann man sie für einen fairen Preis erwerben: :]

http://cgi.ebay.de/ASHKENAZY-MAAZEL-SCRI…id=p3286.c0.m14

LG,
Michael

P.S. Der Händler ist sehr gut, ich habe bei ihm schon einiges gekauft, Beanstandungen gab es niemals von meiner Seite.
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

scriabin007

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16

Freitag, 26. September 2008, 00:33

Hallo Miteinander,

ich kann Wolfgangs Empfehlung der Sonaten mit Ashkenazy nur beipfichten. Noch immer scheint diese Gesamteinspielung weitestgehend allen Sonaten gerecht zu werden. Besonders die späteren (Sonaten Nr. 5 bis 10) sprechen mich unter den Händen von Ashkenazy an. Trotz unterschiedlicher Aufnahme-daten (70 'iger, 80'ziger) wirken die 10 Sonaten als ein ganzes. Nach wie vor eine der besten Gesamteinspielungen, trotz starker Konkurrenz :hello:

Gruß
Niko

P.S. Ich hoffe dass ich "meine" fehlenden Sonaten noch diese Jahr besprechen kann.

Dr. Holger Kaletha

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17

Freitag, 26. September 2008, 15:27

Zitat

Original von WolfgangZDas Konzert in fis (nicht cis, oder?) besitze ich in einem Rundfunkmitschnitt mit Ashkenazy. Dieses sehr von Chopin geprägte, aber doch weichere, subtilere Werk hat mich schon vor Jahrzehnten angesprochen.


Hallo Wolfgang,

auch ich liebe das fis-moll-Konzert besonders. Die Aufnahme von Ashkenazy-Maazel ist wirklich unübertroffen - die von Ugorsky/Boulez dagegen alles andere als berauschend, da stimme ich Michael voll und ganz zu!

Eine Bitte: Wenn Du die Box mit den Sonaten bekommst, könntest Du dann vielleicht mitteilen, von wann das Remastering ist? Ich besitze nämlich die uralte, erste Box, mit veralteter Digitaltechnik überspielt, die, die jetzt zu haben ist, erschien irgendwann in den 90igern. In der Serie >Steinway-Legends< haben sie die 5. neu remastered - und das ist klanglich um Klassen besser: dynamischer, substanzreicher! Ich überlege also deshalb, mir die neue Auflage noch einmal anzuschaffen!

Besten Dank im voraus
Viele Grüße
Holger

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dr. Holger Kaletha« (26. September 2008, 15:30)


teleton

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18

Samstag, 27. September 2008, 09:17

Zitat

Original von Michael Schlechtriem
Hallo,
das Konzert steht in fis-moll und gehört zu meinen Lieblingen seit 1978.

Und seitdem hat es sich trotz Anschaffung einer großen Zahl an Alternativaufnahmen nie für mich geändert, daß ich die Ashkenazy-Aufnahme vorziehe.

Dies gilt auch für Ashkenazy's wunderbare Prometheus-Interpretation ebenfalls unter Maazel.

Aufnahmetechnisch klingen diese Aufnahmen wie gerade frisch gemacht, oder sogar besser. :D :jubel:

Obwohl ich die LP bevorzuge, ist diese CD seit vielen, vielen Jahren ein treuer Begleiter für mich: :yes:



Und hier kann man sie für einen fairen Preis erwerben: :]

http://cgi.ebay.de/ASHKENAZY-MAAZEL-SCRI…id=p3286.c0.m14

LG,
Michael

P.S. Der Händler ist sehr gut, ich habe bei ihm schon einiges gekauft, Beanstandungen gab es niemals von meiner Seite.


Hallo Michael,

die Sciabin-Decca-CD (bei mir mit anderem Cover von Decca) ist ebenfalls nein langjähiger und höch zufriedener Begleiter für diese Werke.

Nun habe ich noch diese CD mit gleicher Kopplung - und - sie ist auch "saugut":


Ugorsky / Chicago SO / Boulez
DG, DDD

:hello: Was haltet ihr von dieser Aufnahme ?
Würdet Ihr Ugorsky gar vorziehen ?
Wer kennt Beide ?
Gruß aus Bonn, Wolfgang

WolfgangZ

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19

Samstag, 27. September 2008, 14:20

Zitat

Original von WolfgangZ
Hallo, Holger!

Das Konzert in fis (nicht cis, oder?) besitze ich in einem Rundfunkmitschnitt mit Ashkenazy. Dieses sehr von Chopin geprägte, aber doch weichere, subtilere Werk hat mich schon vor Jahrzehnten angesprochen.

Besten Gruß, Wolfgang


Die Antwort bezieht sich auf einen Beitrag kurz zuvor in

http://www.tamino-klassikforum.at/thread.php?threadid=5578.

Wenn die Moderation möchte, kann sie den obigen Beitrag von mir bezüglich "Holger" und "cis-moll" natürlich gerne neutralisieren und diesen hier löschen.

Danke jedenfalls!

Gruß, Wolfgang

Ich habe den Link und das Zitat, auf das Bezug genommen wird, oben eingefügt. Wenn das für Euch alle so o.k. ist, lösche ich diese Antwort hier irgendwann

JR


Danke! Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

teleton

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20

Dienstag, 5. Januar 2010, 11:52

Prometheus

Meinem Beitrag von 08/2008 möchte ich zu meinem Aufnahmen mit Ashkenazy, Maazel (Decca) und Ugorski, Boulez (DG)
noch etwas hinzufügen und neben dem Scriabin - Klavierkonzert auch auf die Sinfonische Dichtung Prometheus betrachten, die auch für Klavier und Orchester mit Chor komponiert ist.

Bei Prometheus finde ich die zügigere, dramatische Interpretation von Ashkenazy/Maazel wesentlich packender, als Ugorski, Boulez.
Boulez benötigt für das Werk mit 22:54 genau 2:15 länger. Ihm kommt es mehr darauf an die impressionistischen Klangfarben des Werkes auszukosten und detailreich zum klingen zu bringen; alles auf höchstem Niveau, aber die Spannung bleibt auf der Strecke, von "russischer Seele", die das Werk nämlich hat - keine Spur mehr.
:yes: Mir gefällt in dieser Hinsicht Maazel/Ashkenazy ungleich besser.
Die in Prometheus vorhandene "russische Seele" ist auch ein Grund weshalb ich gerade Promeheus von Scriabins Werken am höchsten schätze; mehr als seine Sinfonien .......

Das Klavierkonzert gefällt mir nach wie vor in der Interpretation Ashkenazy/Maazel, die Geschichte geschrieben hat und für viele Jahre alleinige Referenz war, ausserordendlich gut.
Erst in den letzten 10jahren kamen neue erwähnenswerte Einspielungen dazu. Boulez ist bei seinen aktuellen DG-Aufnahmen (Ravel, Debussy, Scriabin, u.a....) durchweg zu sachlich, zu nüchtern; auch wenn das Chicago SO unter Boulez tatsächlich "top of the top" ist, wie ACOM richtig bemerkte. Aber was nützt das, wenn von "russischer Seele" nichts mehr zu spüren ist ? Da kann dann auch Ugorsgy´s athmosphärenreiches Spiel nichts mehr retten - das Orchester ist genau so wichtig und gleichwertig !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Thomas Pape

Moderator

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21

Mittwoch, 6. Januar 2010, 23:46

Zugegeben, dieses Werk hatte ich bislang noch nicht bewusst wahrgenommen und höre es gerade. In einer Aufnahme, die mich - soweit man das vom Ersthören her sagen kann - sehr überzeugt: Dimitri Bashkirov zusammen mit dem USSR State Radie Orchestra unter Kiril Kondrashin. Technisch ist die AUfnahme leider gar nicht teleton-tauglich. Mono. Sehr schöner, schwebender Klavierklang im zweiten Satz. Ich werde mir gelegentlich die Ashkenazy/Maazel Einspielung verschaffen (zwei Musiker, die eigentlich so gar nicht mein Fall sind, aber, wer weiß...)

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

22

Samstag, 6. Februar 2010, 00:30

Zitat

Original von petemonova
Richter hat das Konzert nicht eingespielt, oder? Soweit ich weiß, nur einige der Sonaten und Klavierstücke Scriabins.

In der Tat hat Swjatoslaw Richter das Klavierkonzert von Scriabin gemieden - ein anderes Scriabin-Werk für Klavier und Orchester ist allerdings in einer Richter-Aufnahme mit Swetlanow greifbar: der "Prometheus" op. 60


Eine der besten Aufnahmen des Klavierkonzerts ist bisher noch gar nicht erwähnt worden: die Einspielung von Solomon mit dem Philharmonia Orchestra unter Leitung von Issay Dobrowen

Sofern man die eingeschränkte Klangqualität dieser Mono-Aufnahme in Kauf zu nehmen bereit ist, kann ich diese CD uneingeschränkt empfehlen. Dies umso mehr, als das beigegebene Klavierkonzert von Bliss ebenfalls ausgesprochen hörenswert ist. Interpretatorisch läuft Solomon meiner Meinung nach sowohl Ashkenazy als auch Ugorski den Rang ab.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Swjatoslaw« (24. Januar 2011, 19:34)


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23

Sonntag, 7. Februar 2010, 17:46

Hallo!

Skrjabin hat IMO ein wunderschönes Klavierkonzert geschrieben, dass auch sehr angenehm im Orchester zu begleiten ist, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.

LG Florian

:hello:
Gustav Mahler: "Das Wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten."

24

Dienstag, 23. Februar 2010, 18:53

Eine weitere erwähnenswerte Aufnahme des Scriabin-Klavierkonzerts (neben Ashkenazy/Maazel, Ugorski/Boulez und Solomon/Dobrowen) ist die Einspielung Swetlanows mit Alexej Nassedkin, welche in einer günstigen (und empfehlenswerten) Doppel-CD mit Scriabin-Aufnahmen Swetlanows enthalten ist

Die vier genannten sind die vier Aufnahmen, die ich in meiner Sammlung habe. Demidenko kenne ich leider noch nicht mit diesem Konzert. Wenn ich ein Ranking meiner Aufnahmen erstellen soll, würde es so lauten:
1. Solomon
2. Ashkenazy
3. Nassedkin
4. Ugorski

25

Mittwoch, 5. Januar 2011, 09:40

Eine von mir neu angeschaffte Einspielung des Scriabin-Klavierkonzerts op. 20 mit Viktoria Postnikowa und Gennadij Roshdestwensky

veranlasst mich, in diesem Thread weiterzuschreiben. Erwähnenswert ist zunächst, dass endlich einmal alle drei Werke Scriabins für Klavier und Orchester auf einer CD vorgelegt wurden: also auch die Fantasie für Klavier und Orchester des noch Studierenden aus dem Jahr 1889, welche von Scriabin als ein Satz (vermutlich der erste Satz) eines Klavierkonzerts konzipiert wurde, zu Lebzeiten des Komponisten aber in der Fassung für zwei Klaviere belassen und nie aufgeführt wurde. 1916, also nach Scriabins Tod, wurde die Fassung für zwei Klaviere uraufgeführt. 1940 erfolgte die Drucklegung, allerdings in einer gegenüber dem Original veränderten Version, in welcher die Stimmen zwischen den beiden Klavieren neu verteilt wurden. Eine von G. Zinger besorgte Version für Klavier und Orchester habe ich seit langem in einer absolut brillianten Einspielung mit Igor Shukow und dem Moscow Radio Chamber Orchestra unter Leitung von Mikhail Yurovsky in der Sammlung

(bitte nicht vom Cover irritieren lassen: Kondrashin dirigiert nur das erste Werk der drei Kompositionen, die auf dieser Russian Disc-Edition eingespielt wurden).

Für die von mir hier besprochene Chandos-CD hat Gennadij Roshdestwensky selbst das Arrangement für Klavier und Orchester übernommen, wobei er sich ausweislich der Angaben im Booklet strikt an das Original von Scriabin hielt, also den Part des ersten Klaviers der Fassung für zwei Klaviere exakt so beließ, wie er komponiert wurde, und lediglich den Part des zweiten Klaviers orchestrierte. Hieraus schließe ich, dass Zingers Version sich eher an der 1940 veröffentlichten veränderten Fassung orientierte: man hört jedenfalls deutliche Unterschiede zwischen der Zinger-Version und der Roshdestwensky-Version. Wenn ich ehrlich bin, gefällt mir Zinger besser. Aber es ist für mich äußerst spannend, endlich über eine Vergleichsaufnahme dieses schönen Scriabin-Frühwerks zu verfügen. Shukow/Yurovsky bleiben für mich auch interpretatorisch unangefochten, aber wenn ich hier eine teleton-taugliche Empfehlung (ein wunderbares Wort von Thomas Pape oben in Posting 21) abgeben soll, rate ich zur Chandos-CD. Die ist aufnahmetechnisch hervorragend, die Russian Disc hingegen aufnahmetechnisch leider ziemlich beklagenswert...

Auch beim Klavierkonzert und beim "Prometheus" op. 60 gelingt es Frau Postnikowa nicht, sich (nach meinem Geschmack) an die Spitze der verfügbaren Interpretationen zu setzen. Für mich sind Solomon (beim Klavierkonzert) und Swjatoslaw Richter (beim "Prometheus") auf dem Olymp. Unter den Alternativeinspielungen rangiert allerdings das Ehepaar Postnikowa/Roshdestwensky weit oben. Wobei sie beim Klavierkonzert extrem langsam unterwegs sind: es ist die mit Abstand langsamste der mir bekannten fünf Aufnahmen. Was ja nichts Schlechtes ist. Fazit: wer mit Mono nichts anfangen kann, demzufolge also Solomon (sträflicherweise :D ) vernachlässigt, und wer nicht immer nur Ashkenazy/Maazel hören möchte, sollte zu dieser Chandos-CD greifen. Die überdies den Vorteil bietet, dass die Fantasie mit aufgenommen wurde. Besser als Ugorski/Boulez sind Postnikowa/Roshdestwensky allemal. Und auch Nassedkin/Swetlanow lassen sie m.E. hinter sich.

teleton

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26

Mittwoch, 5. Januar 2011, 18:18

RE: Postnikowa/Roshdestwensky

Hallo Swjatoslaw,

schon gut, das man immer wieder neue und besonders russische Aufnahmen von den Scriabin-Werken ausgraben kann. Besonders wenn Swetlanow auf der CD steht, dann kann bei diesem Repertoire eigendlich kaum etwas schief gehen.

Mit Postnikowa/Roshdestwensky habe ich auch meine Erfahrungen gemacht. Die sind generell immer wesentlich langsamer als üblich. Beide behalten bei ihren Aufnahmen stetig ein sehr höhes Niveau - aber: Was bei den Prokofieff-KK ja noch angeht und zu einer wirklichen Spitzen-Aufnahmen führte, ist allerdings bei den Tschaikowsky - KK (mit den Wiener Sinfonikern auf Decca) zum Ärgerniss. Besonders das KK Nr.3 klingt sowas von fremd und lahm, dass ich mir das nicht mehr anhören kann.

Beide haben ja auch hier, gemäß Deiner Angaben, auch bei Scriabin - Werken für Klavier(e) und Orchester wieder ein wichtiges Dokument hinterlassen haben, weil sie sich auf der Chandos-CD noch zusätzlich der unbekannten Fantasie (1989) zuwenden . :!: Aber Du bestätigst auch hier wieder die Auffälligkeit --- langsamer als Andere.
Roshdestwensky ist nämlich ansonsten (alleine) ein Dirigent, bei dem Tempofragen nicht auffällig werden.
Ich habe mich schon oft gefragt, ob Roshdestwensky zu sehr Rücksicht auf seine Victoria Rücksicht nimmt, damit sie technisch mitkommt ???


Was das Klavierkonzert und Prometheus (mit Le Poem de l´extase) anbetrifft ist Ashkenazy/Maazel (Decca) ein so guter Wurf gelungen, das ich nicht unbedingt von den Werken eine andere CD benötige - und zudem erfreulich :D die ist klanglich absolut teleton-tauglich.
Auch auf die klanglich sehr gute DG-CD mit Ugoski/Boulez könnte ich inzwischen verzichten ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

27

Mittwoch, 5. Januar 2011, 18:46

Mit Postnikowa/Roshdestwensky habe ich auch meine Erfahrungen gemacht. Die sind generell immer wesentlich langsamer als üblich. Beide behalten bei ihren Aufnahmen stetig ein sehr höhes Niveau - aber: Was bei den Prokofieff-KK ja noch angeht und zu einer wirklichen Spitzen-Aufnahmen führte, ist allerdings bei den Tschaikowsky - KK (mit den Wiener Sinfonikern auf Decca) zum Ärgerniss. Besonders das KK Nr.3 klingt sowas von fremd und lahm, dass ich mir das nicht mehr anhören kann
Ich habe mit der Künstlerkombination Postnikowa/Roshdestwensky bisher nur diese Scriabin-CD sowie die fünf Prokofiew-Klavierkonzerte. Als nächstes wäre wahrscheinlich Tschaikowsky gefolgt. Danke, lieber Wolfgang, für Deinen warnenden Hinweis!

Auch auf die klanglich sehr gute DG-CD mit Ugoski/Boulez könnte ich inzwischen verzichten ...
Ich habe mir gerade heute überlegt, ob ich mein Exemplar von Ugorski/Boulez in den Marketplace einstelle. Was nützt mir eine klanglich exzellente CD, wenn ich durch die ausgezeichnete Aufnahmetechnik gewisse interpretatorische Schwächen umso deutlicher höre?

Mein neues Ranking der Scriabin-Klavierkonzert-Aufnahmen lautet:
1. Solomon
2. Ashkenazy
3. Postnikowa
4. Nassedkin
5. Ugorski

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Sonntag, 16. Januar 2011, 03:09

Was das Klavierkonzert und Prometheus (mit Le Poem de l´extase) anbetrifft ist Ashkenazy/Maazel (Decca) ein so guter Wurf gelungen, das ich nicht unbedingt von den Werken eine andere CD benötige - und zudem erfreulich :D die ist klanglich absolut teleton-tauglich.

Das verstehe ich nur zu gut, lieber Wolfgang. Ich habe diese Decca-CD heute abend beim Kochen auf unserer (gar nicht mal so schlechten) Anlage in der Küche gehört. Tonqualitativ erste Sahne und die Interpretation sowohl des Pianisten als auch des Dirigenten lässt keine Wünsche offen. Trotzdem mein Tipp: lass' Dich mal auf Solomon (Klavierkonzert) bzw. Richter ("Prometheus") interpretatorisch ein und vergiss mal für eine Stunde die relativ schlechte Tonqualität dieser beiden Einspielungen. Es lohnt sich!
Herzliche Grüße
Swjatoslaw