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Cosima

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1

Freitag, 5. August 2005, 09:09

Charles Ives - Die Sinfonien

Hallo allerseits,

nun geht es also um Charles Ives (1874-1954) – um modernere Musik also, die mich mehr und mehr anzieht.

Im Kammermusik-Thread merkte ich bereits eben an, dass mich seine Streichquartette sehr ansprachen. Neben bekannten Klängen erwarten den offenen und geneigten Hörer dort ungewohnte und neue, spannende Höreindrücke, denen man sich nicht verschließen sollte.

Arnold Schönberg sprach eine sehr schöne Würdigung aus:

„Es lebt ein großer Mann in diesem Land – ein Komponist. Er hat das Problem gelöst, wie man sein Selbst erhalten und dennoch lernen kann. Missachtung begegnet er mit Verachtung. Er ist nicht gezwungen, Lob oder Tadel hinzunehmen. Sein Name ist Ives.“

(entnommen: Reclams Konzertführer, S. 710)

Solch einen unabhängig denkenden und handelnden Komponisten muss man einfach kennen lernen wollen, nicht wahr? Ich möchte das jedenfalls – und zwar seine Sinfonien, vorrangig zunächst die 2.

Es existieren ja einige Einspielungen am Markt. Wie sind Eure Erfahrungen damit?


Vielleicht Concertgebouw Orchestra / Tilson Thomas?



Oder doch lieber New York PO / Bernstein?




Wie sieht es mit Detroit SO / Neeme Järvi aus oder kann man bedenkenlos zur Naxos-Aufnahme greifen? Oder habt Ihr gar den ultimativen Geheimtipp? Welche anderen Sinfonien außer der 2. liegen Euch besonders am Herzen und warum?

Fragen über Fragen… bei deren Beantwortung Ihr vielleicht/hoffentlich behilflich sein könnt.

Gruß, Cosima

Uwe

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2

Freitag, 5. August 2005, 19:41

Hallo Cosima,

bei MTT kannst Du beruhigt zugreifen - die Aufnahmen sind sehr gut, wesentlich besser als von Bernstein.
Aber auch die Naxos (unterschiedliche Dirigenten) sind empfehlenswert. Besonders die 2. mit Schmerhorn unmd die 3. mit Sinclair sind Altenativen auch zu MTT.

Gruß
Uwe

teleton

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3

Dienstag, 23. August 2005, 08:42

Hallo Uwe und Ives-Freunde,

vorsicht mit solchen Worten

Zitat

die Aufnahmen sind sehr gut, wesentlich besser als von Bernstein
.

MTT ist Bernstein-Schüler und legt eine TOP-Ives-Aufnahme hin.
Aber Bernstein ist der Dirigent, der sich mit Ives persönlich über Interpreationsfragen seiner Werke auseinandergesetzt hatte und daher die absolut autentische Sicht vorlegen kann.
:yes: Deshalb halte ich die Bernstein-Aufnahmen mit den New Yorker PH, die ich auf SONY-CD(Nr.2 und 3) und CBS-LP(Nr.1 und 4) besitze, für die Besten.
:) Von der Sinfonie Nr.4 habe ich die DG-Aufnahme mit Ozawa/Boston SO, die auch sehr gut ist und die Sinfonie Nr.1 mit Neeme Järvi/Detroit SO auf Chandos ist ebenfalls erste Wahl.

Gruß aus Bonn, Wolfgang

Uwe

Moderator

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4

Dienstag, 23. August 2005, 17:16

Hallo Wolfgang,

Zitat

Original von teleton
Hallo Uwe und Ives-Freunde,

vorsicht mit solchen Worten

Zitat

die Aufnahmen sind sehr gut, wesentlich besser als von Bernstein
.



...dann sag ich's noch einmal: Die Aufnahmen (MTT) sind sehr gut, und für meinen Geschmack wesentlich besser als von Bernstein , auch wenn er Ives-Schüler war.

Gruß
Uwe

C.Huth

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5

Mittwoch, 24. August 2005, 21:09

RE: Charles Ives - Die Sinfonien

Hallo Cosima,

wenn Du das gezeigte Set mit Michael Tilson Thomas kriegen kannst, würde ich sofrot zuschlagen - auch meiner Meinung nach Bernstein vorzuziehen (erst recht Järvi, dessen Aufnahme der ersten mich, im Gegensatz zu teleton, gar nicht überzeugte). Ich habe die MTT-Aufnahmen noch in anderen Ausgaben, leider ohne die Holidays, die ich nur unter Bernstein habe - die Einzelausgabe, die mir fehlt, muss ich unbedingt einmal suchen. Ich habe in den letzten Tagen nochmal die Sinfonien 1 - 3 unter MTT angehört und habe nichts gefunden, was ich irgendwie schlecht fand.

Uwes Hinweis auf die Naxos-Aufnahme v.a. der zweiten unter Schermerhorn kann ich auch unterstützen, eine Aufnahme, die ich schon häufiger verschenkt habe - stets zum großen Staunen des Beschenkten ;-) Die von Uwe genannte dritte unter Sinclair kenne ich noch nicht, aber das kann sich noch ändern (die dritte ist für mich vielleicht die zauberhafteste Sinfonie von Ives)....

Zur zweiten habe ich dann aber doch noch so etwas wie einen wirklichen "Geheimtipp", nämlich eine Aufnahme mit dem RSO Saarbrücken unter Michael Stern auf col legno, die mich mehr noch als MTT überzeugte (nicht nur aus Lokalpatriotismus) und die vor allem mit Larry Austins bemerkenswerter Konzertfassung der von Ives nur skizzierten "Universe Symphony" gekoppelt ist:



Budgetmässig würde ich zunächst zu MTT und/oder Schermerhorn greifen, an Stern würde ich allerdings, wenn Dir die Musik Ives gefällt (und sie bietet wahrlich viele Überraschungen!!), nicht vorbeigehen.

Beste Grüsse,

C.
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

Cosima

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6

Mittwoch, 24. August 2005, 21:33

Hallo allerseits,

nur ein kurzes Lebenszeichen von mir in diesem Thread, den ich zwar angezettelt habe, aber zwischenzeitlich etwas aus den Augen verlor.

Ich bin nach wie vor natürlich interessiert an den Ives-Sinfonien, aber etwas irritiert wegen dieser stark abweichenden Meinungen bzgl. MTT und Bernstein. Ich denke, dass ich mich in diesem Falle für den lachenden Dritten (Schermerhorn auf Naxos) entscheiden werde, um mir überhaupt erst einmal einen Eindruck zu verschaffen. Irgendwo las ich einmal, dass die 2. Sinfonie besonders ansprechend sein soll – mit dieser werde ich also beginnen.

Auf jeden Fall vielen Dank schon einmal für Eure Beiträge, vielleicht finden sich ja noch andere Ansichten zum Thema.

Gruß, Cosima

Gino_Poosch

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7

Mittwoch, 24. August 2005, 22:08

Zitat

Original von Cosima
Irgendwo las ich einmal, dass die 2. Sinfonie besonders ansprechend sein soll – mit dieser werde ich also beginnen.


Hallo Cosima,

mit der zweiten zu beginnen halte ich für eine gute Idee. Sie ist sicher der zugänglichste, melodische üppigste Sinfonie von Ives. Der Komponist verarbeitet hier genial einige typisch amerikanische Melodien wie z.B. "America the Beautiful". Sehr witzig wie er im Finale das Blech "Columbia the Gem of the Ocean" intonieren läßt, während der Rest des Orchester einen wüsten "Dissonanzenbrei" spielt.

Wenn Du Dir die zweite erobert hast, mach mit der dritten weiter. Seiner besten, wie ich finde.

Ich bin übrigens für Bernstein! :stumm:

Grüße

Gino
Im Verhältnis zur Musik ist alle Mitteilung durch Worte von schamloser Art.
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8

Mittwoch, 24. August 2005, 23:52

Zitat

Original von Cosima
Ich bin nach wie vor natürlich interessiert an den Ives-Sinfonien, aber etwas irritiert wegen dieser stark abweichenden Meinungen bzgl. MTT und Bernstein. Ich denke, dass ich mich in diesem Falle für den lachenden Dritten (Schermerhorn auf Naxos) entscheiden werde, um mir überhaupt erst einmal einen Eindruck zu verschaffen. Irgendwo las ich einmal, dass die 2. Sinfonie besonders ansprechend sein soll – mit dieser werde ich also beginnen.


Tilson Thomas ist Klangtechnisch auf jeden Fall besser als Bernstein (ich habe keinen direkten Vergleich, da 1+4 mit TT und 2+3 mit LB und muß auch gestehen, dass ich das ewig nicht gehört habe).
ABER: Es gibt von Sony eine CD mit 2 & 3 und einem Kommentar von Bernstein (ähnlich auch für Beethovens 5. und 3.), in dem er u.a. einige der vielen Zitate, die Ives verarbeitet, erläutert. Die lohnt sich IMO schon!

[img]http://www.jpc.de/image/middle/front/0/3078481.jpg [/img]

Leider habe ich keine Ahnung, ob auf dieser Doppel-CD die Erläuterungen enthalten sind, ich haber die einzelne mit 2&3

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
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GiselherHH

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9

Donnerstag, 25. August 2005, 13:32

Hallo,

ich kann auch eine Empfehlung für Tilson-Thomas aussprechen, wobei der Vergleich zu seinem Lehrer Bernstein ja auch in der Hinsicht interessant ist, daß T-T seinen Aufnahmen den Notentext einer neuen, kritischen Edition zugrunde legt. Zudem bietet er auch noch Choraufnahmen der Kirchenlieder, die Ives in seiner 4. Symphonie verwendet hat.

Meine Favoriten sind die "Holidays Symphony" und die 4., die ich beide glücklicherweise schon live hören konnte (u.a. das San Francisco Symphony unter T-T). In der Hamburger Musikhalle mußten für eine Aufführung der vierten Symphonie die ersten drei Sitzreihen im Parkett demontiert werden, um so Platz für eine Vergrößerung des Podiums zu schaffen.

Grüße

GiselherHH
"Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."

(Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

C.Huth

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10

Samstag, 27. August 2005, 10:40

Guten Tag,

kennt jemand zufällig hier diese Aufnahme der vierten Sinfonie? Würde mich sehr interessieren:



(Collegium Vocale Gent, Ensemble Modern Orchestra/ John Adams)

Beste Grüsse,

C.
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Cosima

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11

Sonntag, 11. September 2005, 10:40

Hallo allerseits,

nun ist es endlich geschafft: Ich habe die 2. Ives-Sinfonie kennengelernt.
MTT, Schermerhorn und Bernstein standen zunächst für mich zur Auswahl. Die Naxos-Schermerhorn-Aufnahme wurde bei „Klassik-heute“ von einem Hörer eher negativ bewertet („profillos und zäh“), weshalb ich sie für mich gedanklich ad acta legte. Da es mir als erstes nur um die 2. Sinfonie ging, entschloss ich mich, diese Bernstein-Einspielung zu kaufen.



Und: Ich liebe sie! :yes:

Wie bereits erwähnt, zitiert Ives europäische Vorbilder (Bach, Brahms, Beethoven, Wagner), orientiert sich am spätromantischen Stil und mixt in dieses Gefüge amerikanische Volkslieder, Fiedelweisen, patriotische Gesänge, Kirchenlieder etc.. Dies alles jedoch nicht im wörtlichen Sinne, sondern in symphonische Themen umgewandelt und eingearbeitet in einen großen Rahmen. Das Ergebnis ist kein „Mischmasch“, sondern ein echtes Original, Ives eben: Exzentrisch, charmant und erfrischend anders!

Die Sinfonie entstand 1902, wurde 1951 unter Bernstein uraufgeführt. Keine Bange, die o.g. Aufnahme stammt aus 1987. (Sehe ich das richtig, dass die weiterhin genannte Doppel-CD aus 1960 stammt? Falls ja, wäre ein Vergleich der beiden Bernstein-Aufnahmen sicher interessant). Bernstein nennt Ives einen „hochbegabten Primitiven“, jedoch in einem positiven Sinne von: Talentiert, humorvoll, naiv, tapfer und unerschrocken gegenüber neuen Experimenten. Er spricht voller Wärme und Sympathie über Ives und sagt (gem. Booklet):

„Es gibt Leute, für die Ives’ Zweite noch immer eine der schönsten Symphonien ist, die jemals von einem Amerikaner geschrieben wurde: weil sie – unter anderem – auf uns zukommt mit der ganzen tapferen Entschlossenheit von Ives, amerikanisch zu sein, amerikanische Musik zu schreiben, zum Trotz einer desinteressierten und gleichgültigen Welt.“

Sehr beeindruckt auf dieser CD hat mich auch das Stück „The Unanswered Question“: Eine ca. 6-minütige Erkundung geistiger Erfahrungen, eine musikalische Annäherung an „Die ewige Frage nach dem Sein“.

Ich kenne nun zwar nur diese eine Einspielung, aber was Bernstein hier mit seinem Orchester zaubert, gefällt mir sehr gut, und ich kann mir kaum vorstellen, wie ein anderer Dirigent diese Aufgabe noch besser bewältigt haben könnte. Weil mir diese 2. Sinfonie aber so ausnehmend gut gefällt, werde ich mir auf jeden Fall die anderen Sinfonien auch noch zulegen, diese dann mit einem anderen Dirigenten, um vergleichen zu können.

Wo wir gerade bei Ives sind und ein weiterer Thread sich nicht lohnt: Wie steht es eigentlich mit seiner Klaviersonate Nr. 2 „Concord“? Die Hamelin-Aufnahme hat sehr gute Kritiken erhalten, alternativ habe ich noch die Einspielung von Pierre-Laurent Aimard ausfindig gemacht. Kennt jemand diese Aufnahmen oder kann eine andere Empfehlung hierzu aussprechen?



Ives: Klaviersonate Nr. 2 "Concord"
+Lieder; Pierre-Laurent Aimard (Klavier),Susan
Graham (Mezzosopran),Emmanuel Pahud (Flöte),
Tabea Zimmermann (Viola)



Ives: Klaviersonate Nr. 2 "Concord"
+Barber: Klaviersonate op. 26; Marc-Andre Hamelin, Klavier


Gruß, Cosima

teleton

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12

Dienstag, 13. September 2005, 07:50

Hallo Cosima und Ives-Freunde,

ich habe Deinen CD-Kauf zum Anlass genommen mir nun die von Dir genannte DG-CD mit Ives: Sinfonie Nr.2 endlich mal anzuhören, denn die habe ich auch, enthalten in der abgebildeten
6CD-DG-Box mit Bernstein und verschiedenen Orchestern:
Leonard Bernstein - The Americans (Complete DG-Recordings)
Gershwin:Rhapsody in Blue;Prelude Nr. 2
+Barber:Adagio for Strings
+Bloch:Schelomo
+Copland:Symphonie Nr. 3;Quiet City;
Appalachian Spring;El Salon Mexico;Klarinettenkonzert;Music for the Theatre;Connotations
+Harris:Symphonie Nr. 3
+Schuman:Symphonie Nr. 3;American Festival
Overture
+Ives:Synphonie Nr. 2;The Gong on the Hook
and Ladder or Firemen's Parade on Main Street;
Tone Roads Nr. 1;Largo cantabile "Hymn";
Halloween;Central Park in the Dark;The
unanswered Question
+Rorem:Violinkonzert
Maisky, Drucker, Los Angeles PO, New York PO,
Bernstein (6CD)


:] Was Bernstein hier im Zeitraum 1982-1989 aufgenommen hat ist vielfach besser und noch eindrucksvoller gelungen, als die gleichen Werke in seinen alten auch sehr guten CBS-Aufnahmen aus den 60ern. Die 6DG-CD´s liegen alle als Hochpreis-Einzel-CD´s vor – die Box ist natürlich ein Schnäppchen (39,-€).
Die Klangqualität dieser Live-Aufnahmen von DG ist sensationell gut, man weis nur aus dem Textheft, das es Konzertmitschnitte sind (kein Klatschen, keine Störungen), doch diese Live-Atmosphäre überträgt sich beim Hören auf den Hörer ! Man meint durch den direkten Klang dabei zu sein. Der Frequenzumfang von den tiefsten Tiefen angefangen wirkt gigantisch direkt und „livehaft“. (Copland´s Connotations sind absolut mitreißend und nie hat man die großen Trommeln in Coplands El Salaon Mexico so erschütternd direkt über die Lautsprecher tönen hören.)

Die Ives-CD in der DG-Box war bisher von mir noch ungehört, da mich die Werke von Copland, Bloch, Harris, Schuman bisher einfach von größerem Interesse waren.
:) Deinen positiven Eindruck zu der Ives: Sinfonie Nr.2 und den anderen Kurzwerken kann ich nur bestätigen. Bernstein hat sich Zeit seines Lebens für die Werke Ives eingesetzt – ohne ihn hätten diese nicht die Popularität. Die Sinfonie Nr.2 soll er besonders geliebt haben – das merkt man der Aufnahme an. Das ist ein ganz großer Wurf von Bernsteín und ich muß nun feststellen, das Bernstein bei DG nicht nur klanglich gegenüber der CBS-Aufnahme mit gleichem Orchester haushoch punktet. Die positive Sicht und das einfühlsame Dirigat sind gelungen. Die Kurzstücke The unanswered Question und Central Park in the Dark begeistern durch diese Bernstein-Spitzenaufnahme einmal mehr.
Die CBS-Aufnahme im Falle der Sinfonie Nr.2 von 1958 ist zwar fast rauschfrei, doch ist der Klang etwas mulmig.
Die DG-CD hingegen ist perfekt und man fragt sich wirklich ob es noch besser geht und warum und wo MTT da noch besser sein könnte.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Cosima

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13

Dienstag, 13. September 2005, 17:36

Zitat

Original von teleton
Die 6DG-CD´s liegen alle als Hochpreis-Einzel-CD´s vor – die Box ist natürlich ein Schnäppchen (39,-€).


Noch eine gute Nachricht für Sparefrohs:

Die DG-Aufnahme hat mich vor kurzem nur EUR 9,99 bei jpc gekostet. Möchte jemand – trotz der unschlagbar guten Kritiken der 1987er-Aufnahme :) - doch lieber zu der alten Doppel-CD aus den 60er-Jahren greifen, so ist diese derzeit bei 2001 für kleine EUR 6,99 erhältlich.

Gruß, Cosima

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14

Dienstag, 13. September 2005, 19:01

Zitat

Original von Cosima

Noch eine gute Nachricht für Sparefrohs:

Die DG-Aufnahme hat mich vor kurzem nur EUR 9,99 bei jpc gekostet. Möchte jemand – trotz der unschlagbar guten Kritiken der 1987er-Aufnahme :) - doch lieber zu der alten Doppel-CD aus den 60er-Jahren greifen, so ist diese derzeit bei 2001 für kleine EUR 6,99 erhältlich.


Ich weise nochmals darauf hin, dass anscheinend auch dieses Double den kurzen "talk" Lennies zu Ives, speziell auch der 2. Sinfonie (und natürlich auch Stücke, die in der DG-Box gar nicht drin sind) enthält. Für den Spottpries gibt es eigentlich kein Arguemnte dagegen. Die TilsonThomas-GA ist ebenfalls IIRC sehr preiswert (ca. EUR 15); die 4. ist vermutlich die avancierteste Ives-Sinfonie.


viele Grüße

JR
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Freitag, 17. November 2006, 09:39

Ich kann nur sagen: Finger weg von der Decca-Doppel-CD auf der Metha (#1&2), Dohnanyi (#4) und Marriner (#3) scheitern.
Gruß ab

---
Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
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Edwin Baumgartner

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16

Mittwoch, 29. November 2006, 15:57

Wobei Dohnanyi weniger deutlich scheitert als die anderen beiden.

Ad Bernstein: Bei den Sony- bzw. CBS-Aufnahmen ist die Technik etwas problematisch, ein sehr trübes, wenig durchhörbares Klangbild.
Was Tilson-Thomas betrifft: Ich hatte das außerordentliche Mißvergnügen, in Wien einigen seiner Dirigierversuche beizuwohnen. Mag sein, daß mit einer Studiotechnik heute alles machbar ist - aber was sich da live abgespielt hat, vergällt mir jede Lust, MTT zu kaufen, wenn es vermeidbar ist.

Dafür gibt es eine neue Aufnahme der vier Symphonien bei Hyperion, Dirigent ist Andrew Litton - und er macht seine Sache ganz ausgezeichnet. Romantik und Ironie kommen deutlich zum Tragen - und in der 4. schafft er (bzw. die Technik) sogar, die klanglichen Ebenen voneinander abzusetzen. Ich bin eigentlich restlos begeistert.

:hello:
...

Wulf

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17

Mittwoch, 29. November 2006, 16:14

Zitat

Original von Edwin Baumgartner

Was Tilson-Thomas betrifft: Ich hatte das außerordentliche Mißvergnügen, in Wien einigen seiner Dirigierversuche beizuwohnen. Mag sein, daß mit einer Studiotechnik heute alles machbar ist - aber was sich da live abgespielt hat, vergällt mir jede Lust, MTT zu kaufen, wenn es vermeidbar ist.
:hello:


8o Dabei hat doch sein auf der kritischen Ausgabe des Ives-Gesamtwerks basiertes Dirigat sehr gute Kritiken erhalten. Auch so einige Sonderheiten, die Bernsteins Dirigat kennzeichnen, die zwar fantastisch klingen aber nach der kritischen Ausgabe wohl so nicht ganz richtig sind, unterläßt er.

Z.B. das Ende von "The Unanswered Question": in der Bernstein-Version wird der letzte Streicherakkord noch auf Länge gedehnt, bei Thomas ist der Akkord wesentlich kürzer.

Allerdings soll es ja hier um die Symphonien gehen. Ich besitze die 1. und 4. mit Thilson Thomas und 2 und 3 mit Bernstein. Mit der 4. habe ich eh so meine Schwierigkeiten und die 1 - ein hübsches (zumal als Jugendwerk) und vor Ideen strotzendes Werk - sollte eigentlich keine Ives-typischen Schwierigkeiten für dne Dirigenten bedeuten. Also ich kann nicht sagen, daß mir der Thomas da nicht gefällt.

Leider habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten der Nr. 2 und Nr. 3....

:hello:
Wulf.
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a.b.

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18

Mittwoch, 29. November 2006, 16:19

Zitat

Original von Edwin Baumgartner

Dafür gibt es eine neue Aufnahme der vier Symphonien bei Hyperion, Dirigent ist Andrew Litton - und er macht seine Sache ganz ausgezeichnet. Romantik und Ironie kommen deutlich zum Tragen - und in der 4. schafft er (bzw. die Technik) sogar, die klanglichen Ebenen voneinander abzusetzen. Ich bin eigentlich restlos begeistert.

:hello:


Danke für den Tipp, den ich nun zum zweiten Mal bekommen. Werde mir dies anhören!
Gruß ab

---
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J. Locke

Edwin Baumgartner

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19

Mittwoch, 29. November 2006, 16:52

Hallo Wulf,
zur Präzisierung: Die MTT-Negativerlebnisse waren nicht mit Ives, sondern mit Werken von Mahler und Bernstein. Danach habe ich um MTT einen so großen Bogen wie nur möglich gemacht, weshalb ich zu seinen Ives-Aufnahmen nichts sagen kann.

Bernstein ist wohl immer eigensinnig verfahren, wenn es Musik war, die er seiner eigenen als besonders nahe empfand. Ives gehört zu den Komponisten, die ich in einer etwas trockeneren Lesart mehr schätze - und die bietet Litton, ohne das sinnliche Klangerlebnis zu vernachlässigen. Und das imponiert mir schon sehr.

:hello:
...

Wulf

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20

Montag, 4. Dezember 2006, 14:51

Hallo Edwin!

Achso. MTT kenne ich wiederum nur mit Ives - deswegen kann ich Deine Negativerlebnisse nicht nachvollziehen..

Aber in den Litton werde ich mal reinhören, wo Du nun so des Lobes bist....

LG
Wulf.
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a.b.

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21

Freitag, 23. März 2007, 11:35

Zitat

Original von Edwin Baumgartner
Dafür gibt es eine neue Aufnahme der vier Symphonien bei Hyperion, Dirigent ist Andrew Litton - und er macht seine Sache ganz ausgezeichnet. Romantik und Ironie kommen deutlich zum Tragen - und in der 4. schafft er (bzw. die Technik) sogar, die klanglichen Ebenen voneinander abzusetzen. Ich bin eigentlich restlos begeistert.


du bist nicht der einzige, wie hier zu lesen ist.
Gruß ab

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Norbert

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22

Montag, 16. Februar 2009, 21:06

Zitat

Original von a.b.
Ich kann nur sagen: Finger weg von der Decca-Doppel-CD auf der Metha (#1&2), Dohnanyi (#4) und Marriner (#3) scheitern.


Auch wenn a.b.s Beitrag schon etwas älter ist, stimme ich ihm ausdrücklich zu. Gemeint ist diese Doppel-CD:



Ob es an den Interpretationen liegt, daß mir die Sinfonien 3 und 4 nicht sonderlich zusagen, weiß ich nicht.
Mehta beschränkt sich auf routiniertes, belangloses Herunterleiern, was um so bedauerlicher ist, als daß es bei Ives vieles originelles und inspiriert-ungewöhnliches zu entdecken gibt.

Wer die beiden frühen Sinfonien entdecken möchte, kann dieses imo bedenkenlos und recht preiswert mit dem von teleton schon erwähnten Neeme Järvi machen:


Ein für mich überzeugendes Plädoyer für Charles Ives. Besonders gut gefällt mir der 5. Satz der 2. Sinfonie, der vor Spielfreude und Freude am Andeuten und Spielen der vielen Zitate nur so sprüht.

Eine Frage zum Schluß: Järvis Spielzeit der 1. Sinfonie ist ca. zehn Minuten länger als die Mehtas. Gibt es bei der 1. Sinfonien analog zu Beethoven, Brahms, Mozert, Schumann und co. Wiederholungen, die je nach Gutdünken des Dirigenten gespielt werden oder nicht?
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

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23

Dienstag, 1. September 2015, 23:15

Ives: Symphonie Nr. 4 - American SO/Stokowski (1965)

Mich wundert, dass folgende Aufnahme im Laufe des Threads noch nicht einmal erwähnt wurde:

Ives: Symphonie Nr. 4
Schola Cantorum of New York
American Symphony Orchestra
David Katz & José Serebrier, Assistenzdirigenten
Leopold Stokowski
Aufnahme: Manhattan Center, New York City, 29. & 30. April 1965

Stokowski leitete sogar die erste komplette Aufführung der 4. Symphonie (am 26. April 1965 in der New Yorker Carnegie Hall) und nahm sie dann wenige Tage später für Columbia im Studio auf. Er bezeichnete das Werk als eines der schwierigsten, die er jemals dirigiert hatte (und das waren beileibe nicht wenige). So benötigt man in der Regel einen Assistenzdirigenten. Stokowski hatte derer sogar zwei.

Mangels Vergleichsmöglichkeiten kann ich wenig dazu sagen (außer, dass die Tonqualität sehr gut ist), aber ich erlaube mir, Folgendes zu zitieren, nach dem die Aufnahme in jede ernsthafte Sammlung gehöre:

"The Ives LP, however, was a masterpiece. Stokowski had a hand in constructing the score itself from scraps Ives left around and used two additional conductors in the world premiere and recording. Columbia was not about to pay for the recording without help and so the Samuel Rubin Foundation stepped in. This has "swing" and Stokowski probably helped Bernstein and others add Ives to their repertoire. If you haven't got this recording it really IS one that belongs in the collection of any serious library. Five stars." (Robert Stumpf II auf classical.net)

Die ursprüngliche LP sah übrigens so aus:

»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

teleton

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24

Mittwoch, 2. September 2015, 01:45

RE: Ives 4 mit Stokowski

Hallo Josef,

ich habe diese CBS-LP auch noch aus der CBS-LP-Reihe Masterworks Porträt. Das Cover ist schwarz und die LP ist neben der Sinfonie Nr.4 noch mit der Robert Browning Ouvertüre gekoppelt, für die ich bis heute immer noich nur ein Wort habe: schrecklich !

Für die CD - Version hat man ein ähnliches Cover gewählt:
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CBS, 1965, ADD

Aber die Sinfonie Nr.4 ist inder Tat DIE Spitzenaufnahme mit Stokowski. Da ich in den letzte Jahrzehnten ( 8| man, ist das lange her !) so gut wie nie mehr LP höre, ist diese Aufnahme durch meine ungleich besser klingende CD mit Ozawa (DG) quasi ersetzt worden.
Von der Int keine Frage - da hat Stokowski die Nase vorne ...

Auf CD habe ich von den Ives Sinfonien jeweils (bis auf die Zweite) nur eine CD-Aufnahme: 1. mit Jävi (Chandos), 2. mit Berstein (SONY und DG), 3. mit Bernstein, 4. mit Ozawa (DG).
Gruß aus Bonn, Wolfgang

John Doe

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Sonntag, 6. August 2017, 17:26



John Adams
Ensemble Modern Orchestra

Die mit Abstand wildeste Interpretation von Ives 4. Sinfonie. Extrem direkt aufgenommen erlebt man bei bester Durcchhörbarkeit eine hoch spannende, das Moderne betonende Interpretation bar jedlicher Romantik.

Die beste Ives 4, die mir bis jetzt untergekommen ist!

:hail: :hail: :hail:

John Doe

WolfgangZ

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Donnerstag, 10. August 2017, 14:28



John Adams
Ensemble Modern Orchestra

Die mit Abstand wildeste Interpretation von Ives 4. Sinfonie. Extrem direkt aufgenommen erlebt man bei bester Durcchhörbarkeit eine hoch spannende, das Moderne betonende Interpretation bar jedlicher Romantik.

Die beste Ives 4, die mir bis jetzt untergekommen ist!

:hail: :hail: :hail:

John Doe


Das möchte ich hiermit bestätigen. Deutliche dynamische Kontraste, scharfe Mikrotonalität, der Chor klingt nicht nur aus der Ferne (wobei dieses Konzept durchaus relevant sein kann). Auch die Fuge verliert das etwas Sonntagsschulhafte. Vielleicht könnten die lauten Passagen im Comedy-Satz eine Nuance differenzierter dargeboten werden. Dort würde ich die folgende Einspielung vorziehen, die in jedem Fall auch sehr gelungen ist:



Obgleich ich mit Tilson Thomas groß geworden bin ( ;) ) und die Bedeutung von Bernstein oder Stokowski zu schätzen weiß, möchte ich doch das Ensemble Modern Orchestra nicht mehr missen. Es handelt sich um einen Live-Mitschnitt - auf der CD wäre allerdings noch etwas Platz gewesen ... :wacko:

:hello: Wolfgang
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teleton

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Donnerstag, 10. August 2017, 14:50

Sinfonie Nr.1 u.a. mit Morton Gould

Hallo Wolfgang,

ich bin nun nihct so "Wild auf die Ives Sinfonien" als dass ich davon noch andere Aufnahmen als die Mit Järvi (SInfonie Nr.1) , Bernstein (Sinfonie Nr.2 und 3; sowie alles auf SONY und DG) und auch Stokowsky (Sinfonie Nr.4) benötigen würde.
:thumbsup: Aber heute gesselte sich eine 6CD-Box (RCA) mit amerikanischen Werken (u.a.) in meine Sammlung, die es absolut in sich hat:

​Morton Gould - Komponist, Dirigent, Arrangeur und Pianist. Er sah sich selbst als amerikansischer Querdenker, der für zwei ganz unterschiedliche Hörerschaften musiztierte und schrieb. Als Dirigent ein ganz ausgezeichneter Interpret, der sich als Amerikaner verdammt gut in die Klnagwelt und Vorstellungen von Ives einfühlen kann.

Es ist diese 6CD-Box bei der ich über die Quaität und Interpretationen seiner enthaltenen Aufnahmen mit dem Chicago SO mehr als begeistert - die sind besser, als alle anderen Aufnahmen die ich zuvor von diesen Werken hatte - dazu gehört (um hier auch bei Ives zu bleiben):

Charles Ives: Variation on "America"

Sinfonie Nr.1

The Unanswered Question

Orchestral Set Nr.2 und aus dem

Orchestral Set Nr.1 Three Places in new England (2.Satz);

Robert Browning Ouverture


Seine Aufnahme der Robert Browning Ouverture, die ich zuvor eher als ungeniessbare Geräuschkullisse empfunden hatte, hat mir erstmals einen Zugang zu dem Werk beschert.
Die Sinfonie Nr.1 bietet gegenüber der N.Järvi-Aufnahmen noch mehr Details, Spannung und ganz deutlich das höhere Einfühlungsvermögen für amerikanische Sinfonik.

=
RCA, 1965 - 68, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

WolfgangZ

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Donnerstag, 10. August 2017, 17:28

Danke, werter Namensvetter! Könnte man durchaus bestellen bei eben mal einundzwanzig Euro für sechs Scheiben! :)

:hello: Wolfgang
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