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Pius

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31

Dienstag, 11. Juli 2006, 21:33

Hallo!

Da die Savall-Aufnahme nicht auf dem Markt ist: Gibt es eine Aufnahme, die zumindest ansatzweise in diese Richtung geht und zudem sehr gut ist?
Oder gibt es irgendeine andere "Referenz"-Aufnahme jüngeren Datums (außer Savall, Gardiner)?

Viele Grüße,
Pius.

Pius

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32

Samstag, 15. Juli 2006, 17:44

Hallo!

Statt einer neueren Aufnahme habe ich mir dann doch eine historische zugelegt, und zwar diese hier:



Im CD-Geschäft konnte ich schon probehören, diese Aufnahme von 1944 ist wirklich beeindruckend. Darauf kam ich durch den Tip von Robert hier.

Viele Grüße,
Pius.

Robert Stuhr

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33

Sonntag, 16. Juli 2006, 10:41

Die Furtwängler-Aufnahme ist eine gute Wahl (hoffentlich ist nicht allzuviel weggefiltert...).

Die Savall-Aufnahme ist bei amazon.de lieferbar. Weiter möchte ich hinweisen auf Zinman mit Tonhalle Zürich (auf Arte Nova für einen Spottpreis), eine moderne Interpetation auf der Grundlage der neuen Ausgabe von Jonathan del Mar. Keine HIP-Aufnahme, aber HIP beinflußt.

Weiter möchte ich auf eine Eroica-Einspielung unter Enoch zu Guttenberg aufmerksam machen (Ensemble Klangverwaltung), die ob ihrer Dynamikschwankungen etwas gewohnungsbedürftig ist (siehe wwwpunktgruninpunktcom/eroica: just plain weird) . Sicher nicht die erste Wahl :rolleyes:
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
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Pius

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34

Sonntag, 16. Juli 2006, 23:30

Hallo, Robert!

Zinman kenne ich, habe ich (als GA). Ich weiß aber nicht recht... Gardiner gefällt mir deutlich besser.
Savall - tatsächlich, bei Amazon zu haben. Vor einiger Zeit habe ich sie nirgends finden können... nun ja, jetzt überlege ich mir, ob ich eine siebte Eroica-Aufnahme dringend brauche - tendenz ja.

Viele Grüße,
Pius.

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35

Montag, 17. Juli 2006, 13:57

Zitat

Original von Pius
Zinman kenne ich, habe ich (als GA). Ich weiß aber nicht recht... Gardiner gefällt mir deutlich besser.
Savall - tatsächlich, bei Amazon zu haben. Vor einiger Zeit habe ich sie nirgends finden können... nun ja, jetzt überlege ich mir, ob ich eine siebte Eroica-Aufnahme dringend brauche - tendenz ja.


Was für welche hast Du denn? Ob eine 7. (oder n.) Einspielung sinnvoll ist, hängt ja nicht zuletzt davon ab, welche Spannweite man schon kennt. Kennst Du z.B.

- eine von E. Kleibers (Concergebouw und Wiener Phil)
- Bernstein mit dem NYPO
- Harnoncourt

um einige meiner Favoriten zu nennen.

viele Grüße

JR
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Pius

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36

Montag, 17. Juli 2006, 20:13

Hallo, Johannes!

Zitat von »Johannes Roehl«

Ob eine 7. (oder n.) Einspielung sinnvoll ist, hängt ja nicht zuletzt davon ab, welche Spannweite man schon kennt.
Gar die (n+1). , wenn man die Klavierfassung mitzählt...


Zitat

Kennst Du z.B.
- eine von E. Kleibers (Concergebouw und Wiener Phil)
Nein.


Zitat

- Bernstein mit dem NYPO
Ich habe Bernstein mit den Wienern. Ist die mit den New Yorkern besser?


Zitat

- Harnoncourt
Da hatte ich neulich reingehört, hat mich aber dann doch nicht zum Kauf überzeugt. Gardiner ist mein Favorit, wenn ich mich auch jetzt von der neuen Furtwängler-CD mitreißen lasse...

Auf Savall kam ich übrigens durch dieses statement. Auch was ich sonst darüber las, ist sehr positiv.

Viele Grüße,
Pius.

Robert Stuhr

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37

Montag, 17. Juli 2006, 20:23

Bernsteins Aufnahme mit den New Yorkern - so heißt es - hat mehr Schwung und Energie. Ich kenne die Wiener Aufnahme nicht.

Mir persönlich ist Gardiner zu schnell, deshalb ziehe ich da Brüggen vor. Die zweite Norrington muß ich allerdings noch hören.

Wenn Dir Furtwängler gefällt, ist evtl. auch Mengelberg (live 1942) etwas für Dich, aber unbedingt in einer Live-Aufnahme.

Als Kontrast zu den beiden möchte ich noch auf Horenstein (1953) und Leibowitz (1961), beides betont sachliche und nüchterne Interpretationen.
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tom

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38

Montag, 17. Juli 2006, 20:33

Zitat

Mir persönlich ist Gardiner zu schnell,

Das ist mir, jedenfalls bei Beethoven, noch gar nicht negativ aufgefallen. Vielleicht sollte ich mal die Trackzeiten zum Vergleich heranziehen.

:)

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39

Dienstag, 18. Juli 2006, 10:57

Zitat

Original von Pius

Zitat

Original von Johannes Roehl
Kennst Du z.B.
- eine von E. Kleibers (Concergebouw und Wiener Phil)
Nein.

m.E. lohnt die gesamte Decca-Box, aber es sind natürlich alles Mono-Aufnahmen. Ich glaube aber, dass es eine der 3. auch separat gibt



Zitat

Zitat

- Bernstein mit dem NYPO
Ich habe Bernstein mit den Wienern. Ist die mit den New Yorkern besser?
Ich kenne die mit den Wienern nicht richtig. Ich bevorzuge aber fast immer frühen New Yorker Bernstein, oft bei weitem. Schneller, leidenschaftlicher, konziser. Eine meiner Lieblingsaufnahmen des Werks. Es scheint leider nur noch die Komplettbox erhältlich, aber die "Bernstein Century" oder "Royal Edition" CDs findet man vielleicht noch einzeln.

Savalls kenne ich nicht. Ein wirkliches Muss (obwohl ich die selbst leider nicht habe, weil die CDs zZt. nicht zu finden sind, ich habe sie aber schon mehrfach gehört) ist Scherchen (sogar stereo ca. 1958).

viele Grüße

JR
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Melot1967

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40

Dienstag, 18. Juli 2006, 12:27

Ich habe wieder einmal in die EMI-Klemperer-Beethoven-Box gegriffen, um die von Alfred und von anderen erwähnte Aufnahme von 1959 zu hören. Ich finde sie immer noch spannend und "modern". Da sieht man wieder, dass Langsamkeit nicht unbedingt zum Gähnen anregen muss. Gekoppelt ist die Eroica mit der Großen Fuge, aufgenommen im März 1956 (und Stereo!) - da wird's mir schon eher langweilig, da ich die Große Fuge nur für Streichquartett interessant finde oder für zwei Klaviere, wenn sie so gut gespielt wird wie z. B. von Grau&Schumacher.
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

Zwielicht

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Samstag, 28. Oktober 2006, 16:55

Zitat

Original von Norbert
Die Gielen-Aufnahme stammt aus dem Oktober 1980 und war seinerzeit eine kleine Sensation, weil Gielen einer der ersten war, der sich mit den Metronomangaben Beethovens konsequent auseinandersetzte.

Das Ergebnis klang nicht so "romantisch" wie bei Giulini beispielsweise. Ihn erwähne ich deshalb, weil die Aufnahme ungefähr zur gleichen Zeit herauskam und ebenfalls hoch gelobt wurde.

Gielen lieferte eine für mich hochspannende und sehr entschlackte Version der Eroica ab, die mir immer noch sehr gut gefällt, auch wenn tempomäßig keine Sensationen mehr vorhanden sind.


Volle Zustimmung meinerseits - von den Beethoven'schen Metronomangaben hatte ich damals zwar schon munkeln gehört, aber als normalsterblicher Jugendlicher hatte ich keine Möglichkeit, entsprechende Aufführungen oder Aufnahmen zu hören (Leibowitz war längst vergriffen, die historische Aufführungspraxis hatte Beethoven noch nicht erobert). Gielen war einer der ganz wenigen, die konsequent die entsprechenden Tempi realisierten und seine Dritte aus Cincinatti (damals auch auf Empfehlung von Dibelius, Schreiber & Co gekauft) war für mich eine Offenbarung. Und zwar nicht nur wegen der Tempi, sondern auch aufgrund der schon von Norbert hervorgehobenen entschlackten Lesart, bei der die Eroica endlich einmal nicht als Götterdämmerung avant la lettre erklang (z.B. beim dynamischen Höhepunkt des Poco-Andante-Abschnitts im letzten Satz). Das sture Durchschlagen der einmal gewählten Tempi wirkt im Zeitalter der freien Agogik bei HIP-Einspielungen fast schon wieder historisch (Gielen selbst dirigiert heute auch viel flexibler) - und doch: ich kehre immer wieder gerne zu dieser Aufnahme zurück. Sie ist (für mich!) eine gleichsam objektive Ausgangsposition, von der aus ich mir rückwärts (Furtwängler, Klemperer) und vorwärts (Norrington, Gardiner) mindestens ebenso faszinierende Lesarten erschließe.

Viele Grüße

Bernd
Was heut gehet müde unter, hebt sich morgen neugeboren.

georgius1988

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42

Donnerstag, 16. November 2006, 22:56

Ich möchte mich hier für Harnoncourt starkmachen, der eine sehr innige und überzeugende Interpretation abliefert. Vorallem die Ecksätze sind wunderbar herausgearbeitet. In seiner Aufnahme wird klar, warum diese Symphonie so ein Jahrhundertwerk ist. Auch der programmatisch-historische Inhalt kommt zum Tragen.

Noch besser gefällt mir aber Bernstein mit den WP. Wie bereits erwähnt ist die Aufnahme klangtechnisch sagenhaft und auch die Interpretation ist wundervoll. Anders als Harnoncourt versucht Bernstein nicht den historischen Inhalt hörbar zu machen, sondern spielt die Symphonie als glühendes Pladoyer für die Demokratie. Ich habe mal gehört, dass sich Bernstein am stärksten mit der Eroica beschäftigt hat.
Stimmt das?

IDS
Georg
Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

Alfred_Schmidt

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43

Mittwoch, 11. April 2007, 22:23

Seit gestern besitze ich die neue Aufnahme mit dem RSO - Wien unter Bertrand de Billy . Ich könnte mit gut vorstellen, daß die einige vom Hocker reisst: Sehr impuilsiv, voll von Leben, eindrucksvoll und ausdrucksstark.
Meiner Meinung nach ein schlagender Beweis, daß die Interpretationsmöglichkeiten noch nicht ausgenützt sind.

Besonders beeindruckt hat mich der "Trauermarsch", kontrastreicher kann ich mir den kaum vorstellen....

Ein kurzes Vergleichshören mit der Norrington Aufnahme (London Classical Players) scheint mit den Ausnahmerang dieser Aufnahme zu bestätigen.

Weniger "nervös" und "gekünstelt" , dennoch voller Spannung . Der Klang ist voller und wuchtiger - ohne jedoch "behäbiger " zu wirken - schade daß mir die Einspielung der Zinman aufnahme nicht zur Verfügung steht, von der würde ich mir ein Gegengewicht zu de Billy erwarten, wobei de Billy wahrscheinlich das klangschönere Orchester zur Verfügung hat.....

mfg
aus Wien

Alfred

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44

Donnerstag, 12. April 2007, 16:25

Ich empfehle wärmstens im Vergleich die neue Einspielung der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi! Meinem Empfinden nach ist die Einspielung des RSO dagegen klater Kaffee -- oberflächlich betrachtet ganz schön gearbeitet, aber doch zugleich noch sehr fett und unter der Oberfläche erstaunlich undifferenziert. Vergleich mal schon am Anfang die Akzente vor dem ersten großen Tutti. Da steht in der Partitur einmal fortepiano, was bedeutet kurz laut und dann wieder allgemein leise, im folgenden aber Sforzati , erst viel später crescendo und fortissimo. Bei Järvi hört man nun wirklich Sforzati in einer relation zum allgemein noch geltenden Piano. Bei de Billy klingt jeder dieser Akzente gleich laut ... Ich hätte noch viele weitere Beispiele dieser Art. Die Attraktion der Neuaufnahme des RSO scheint mir vor allem darin zu liegen, zwischen "historischer Informiertheit" und den bekannten "teutonischen" Deutungen zu vermitteln. Das ist aber meines Erachtens schon Scherchen weit besser gelungen. Für mich rangiert die Aufnahme unter de Billy etwa da, wo auch die von Zinman rangiert. Und Jonathan Del Mar, Herausgeber der von Zinman und auch de Billy verwendeten neuen Urtextausgabe, nannte immerhin Zinmans Einspielung wörtlich "eine Travestie meiner Arbeit" ...
Ben

-------------
[I]"Kritik an anderen sollte keinem die eigene Leistung ersparen."[/I]

Barockbassflo

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Donnerstag, 12. April 2007, 17:11

Zitat

Original von ben cohrs
Und Jonathan Del Mar, Herausgeber der von Zinman und auch de Billy verwendeten neuen Urtextausgabe, nannte immerhin Zinmans Einspielung wörtlich "eine Travestie meiner Arbeit" ...


Dass wir uns mal einig sind - es muss Ostern sein :D .

Volle Zustimmung!

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Flo
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46

Donnerstag, 12. April 2007, 17:45

Zitat

Original von ben cohrs
Ich empfehle wärmstens im Vergleich die neue Einspielung der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi!


Ich finde Zinman auch überbewertet. Die Eroica ist zwar besser als zB die völlig mißglückte 7., aber im Ergebnis auch nicht wirklich überzeugend. Deshalb danke für den Tip, allerdings habe ich bei Amazon nichts gefunden, nur bei jpc für Euro 17,99.
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Caesar73

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47

Donnerstag, 12. April 2007, 18:03

Zitat

Original von Robert Stuhr

Ich finde Zinman auch überbewertet. Die Eroica ist zwar besser als zB die völlig mißglückte 7., aber im Ergebnis auch nicht wirklich überzeugend. Deshalb danke für den Tip, allerdings habe ich bei Amazon nichts gefunden, nur bei jpc für Euro 17,99.


Doch gibt es. Gib einfach den Paavo Järvi ein. Allerdings ist die CD bei Amazon teurer: 19,95.

Herzliche Grüße,:hello: :hello:

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Donnerstag, 12. April 2007, 18:37

Zitat

Original von Caesar73

Zitat

Original von Robert Stuhr

Ich finde Zinman auch überbewertet. Die Eroica ist zwar besser als zB die völlig mißglückte 7., aber im Ergebnis auch nicht wirklich überzeugend. Deshalb danke für den Tip, allerdings habe ich bei Amazon nichts gefunden, nur bei jpc für Euro 17,99.


Doch gibt es. Gib einfach den Paavo Järvi ein. Allerdings ist die CD bei Amazon teurer: 19,95.


Ich finde nichts. Weder wenn ich nur den Dirigenten eingebe, noch in Kombination mit Beethoven oder dem Orchester. Ich habe schon in allen möglichen Kombinationen gesucht. ?(

Mir ist ja bekannt, daß die Amazon Suchmaschine nichts taugt, aber so etwas... :no:
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49

Donnerstag, 12. April 2007, 18:46

Zitat

Original von Robert Stuhr


Mir ist ja bekannt, daß die Amazon Suchmaschine nichts taugt, aber so etwas... :no:


Also:

[ama]B000I2JHO0[/ama]

Herzliche Grüße,:hello: :hello:

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50

Donnerstag, 12. April 2007, 19:37

Vielen Dank, jetzt habe ich bei der Amazon-Suche auf einmal 92 statt 91 Ergebnisse. Ich geb's auf, da eine Logik suchen zu wollen.

Jedenfalls steht die CD auf der Suchliste, der Preis ist mir derzeit noch zu hoch. Den Zyklus sollte man aber im Auge behalten.
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Andrew

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51

Sonntag, 15. April 2007, 21:54

Die Eroica gehörte zu den Musikstücken, bei denen ich mich verpflichtet fühlte, sie großartig :yes: zu finden, zu denen ich aber keinen emotionalen Zugang hatte. :no:

Das hat sich geändert, seit ich diese Einspielung bei Ebay "gewonnen" habe:



[SIZE=7]Leider gibt es bei JPC dieses Cover nicht. Vermutlich ist diese Ausgabe zurzeit vergriffen. Darum musste ich dieses unhandliche Riesenteil von einem Bild bei Amazon hierherlinken ...[/SIZE]

Ludwig van Beethoven:

Sinfonie Nr. 3 Es-dur op. 55 (Eroica)
Wiener Philharmoniker, Karl Böhm

Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 C-dur op. 72a und Fidelio: Ouvertüre
Staatskapelle Dresden, Karl Böhm


Was mir als Laien daran sehr subjektiv gut gefällt: Die Sinfonie wird so gespielt, dass sie "Power" und Volumen hat, gleichzeitig wird nichts erdrückt, die Aufnahme ist transparent/gut "durchhörbar", farbig, differenziert, hat etwas ungemein Strahlendes und Klangschönes, ohne dass es bemüht poliert klingt. Hört sich sehr klischeehaft an, was ich schreibe, weiß ich, aber ich verfüge nicht über das fachlich angemessene Vokabular.

Wie bei den anderen Beethoven-Sinfonien, die ich inzwischen in einer Einspielung mit Böhm habe (5, 7, 9) bin ich sehr angetan von dieser Aufnahmen und kann nicht verstehen, dass die Einspielung der Beethoven-Symphonien mit diesem Dirigenten so sang- und klanglos untergegangen ist und mit so viel Mühe bei Ebay und anderswo zusammengesucht werden muss. :motz:

Zitat

Original von ben cohrs
Ich empfehle wärmstens im Vergleich die neue Einspielung der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi!


Ja, über diese Aufnahme habe ich auch schon einiges gelesen. Aus Prinzip kaufe ich nur in Ausnahmefeällen CDs, die mehr als 10 Euro kosten. Ich überlege aber schon länger, einen neueren Beethoven-Zyklus zu erstehen. ich schwanke zwischen der Überlegung, die Fertigstellung dieser Aufnahmen abzuwarten oder die neue, zweite Norrington-Einspielung zu erwerben. Ich werde mal lesen, was an den entsprechenden Stellen hier um Forum geschrieben wird.

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„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

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52

Montag, 16. April 2007, 13:41

Also die 3. gibt es doch bei Amazon:



Habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht nach anderen Sinfonien zu suchen. Die DG hatte eben Karajan. Daneben noch andere Dirigenten mit demselben Repertoire zu vermarkten, hätte wohl nicht viel Sinn gehabt.

Andrew

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53

Montag, 16. April 2007, 15:15

Hallo beckmesser, die von Dir gezeigte Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern ist in der Tat erhältlich; ich hatte auf die mit den Wienern (1972?) hingewiesen.


Zitat

Die DG hatte eben Karajan. Daneben noch andere Dirigenten mit demselben Repertoire zu vermarkten, hätte wohl nicht viel Sinn gehabt.


Ja, nee, is klar. Irgendwo hier im Forum wird das auch etwas genauer erklärt. Ist schade drum... :(

Aber so werden wenigstens nochmal die Jagdinstinkte entfacht ...

Übrigens: bei YOUTUBE kann man sich eine Aufführung der 3. Beethoven-Sinfonie unter Leitung von Otto Klemperer (einfach den namen als Stichwort eingeben) anschauen.

Freundliche Grüße von Andrew
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54

Montag, 16. April 2007, 15:32

Zitat

Original von Andrew
Hallo beckmesser, die von Dir gezeigte Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern ist in der Tat erhältlich; ich hatte auf die mit den Wienern (1972?) hingewiesen.


Zitat

Die DG hatte eben Karajan. Daneben noch andere Dirigenten mit demselben Repertoire zu vermarkten, hätte wohl nicht viel Sinn gehabt.


Ja, nee, is klar. Irgendwo hier im Forum wird das auch etwas genauer erklärt. Ist schade drum... :(


So extrem ist es dann doch nicht, es hapert eher an der Wiederveröffentlichungspolitik.
Meines Wissens enststand der erste Beethovenzyklus der DG in den 50ern (größtenteils mono) mit Jochum, parallel gab es etliche Sinfonien (1,3,5,7,8,9) mit Fricsay, dann 5&6 mit dem ganz jungen Maazel, dann den Stereo-Karajanzyklus. Vor dem zweiten Karajan, entstand einer mit Böhm und einer unter Kubelik (mit 9 verschiedenen Orchestern), sowie die 5. u. 7. mit C. Kleiber. Kurz vor dem digiitalen Karajan kamen die Live-aufnahmen Bernsteins aus Wien dazu.
Es gab also fast immer außer Karajan ein bis zwei Alternativen, sowie Einzelaufnahmen.
In Japan sind AFAIK sowohl Böhms als auch Kubeliks einzeln erhältlich!

viele Grüße

JR
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Norbert

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55

Montag, 16. April 2007, 19:49

Zitat

Original von Andrew
Hallo beckmesser, die von Dir gezeigte Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern ist in der Tat erhältlich; ich hatte auf die mit den Wienern (1972?) hingewiesen.


Hallo Andrew,

falls Du mit den Gedanken spielen solltest, Dir die frühere Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern zu kaufen: Es muß imo nicht unbedingt sein. Abgesehen davon, daß Böhm in der Aufnahme mit den Berl. Philh. im 2. Satz 1'38'' schneller ist, unterscheiden sich beide Einspielungen nur marginal.

Sie sind beide sehr empfehlenswert, zweifelsfrei, aber neues entdeckt man kaum, wenn man eine der beiden Aufnahmen kennt.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Andrew

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Montag, 16. April 2007, 21:15

Zitat

Original von Norbert:
... unterscheiden sich beide Einspielungen nur marginal.
Sie sind beide sehr empfehlenswert, zweifelsfrei, aber neues entdeckt man kaum, wenn man eine der beiden Aufnahmen kennt.


Hallo Norbert, genau das hatte ich gehofft. Ich bin mit meiner jetzigen so zufrieden, dass ich es auch erst einmal dabei belassen will. Eventuell besorge ich mir noch einmal eine andere, hier empfohlene Aufmnahme, z.B. Gielen. Vielen Dank für Deinen Hinweis. Hast Du beide Aufnahmen?

Mir war wichtig, in diesem Thread sehr ausdrücklich auf eine Böhm-Einspielung hinzuweisen. Ich werde dran bleiben, an der dritten, und meine wenigen Aufnahmen dieser Sinfonie in nächster Zeit öfter hören.

Schöne Grüße von Andrew
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Dienstag, 17. April 2007, 01:18

Hallo Andrew,

ja, ich habe beide und zwar sowohl von Böhm als auch von Gielen. ;)

Unter den "konventionellen Aufnahmen" sind mir Böhms Einspielungen mit die liebsten, denn ich entdecke dort, was Du in einem vorherigen Beitrag geschrieben hast: Eleganz, Farbigkeit, Esprit, kurzum, eine individuelle Lesart, die der Großartigkeit der Musik gerecht wird.

Gielen präsentiert (natürlich) einen anderen Beethoven. Bei ihm ist Beethoven tatsächlich "Stürmer und Dränger" und "Revolutionär". Seine Aufnahme aus 1980 mit dem Cincinnati Symphony Orchestra war zu der Zeit diejenige, in der am radikalsten Beethovens Intentionen bezüglich Tempowahl, Wiederholungen und Orchesteraufstellung verwirklicht wurden.

Gielens Aufnahme mit dem SWF-Sinfonieorchester (erst bei Intercord, dann bei EMI erschienen) hingegen gefällt mir gar nicht. Da ist Beethoven "nur schnell", aber mir fehlt jegliche Individualität.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

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Aquarius

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58

Dienstag, 17. April 2007, 16:57

Ist ja hochinteressant, wieviele Einspielungen es mittlerweile von dieser Sturm- und Drang - Musik gibt.

Ich besitze eine Aufnahme der Dresdner Philharmoniker unter Herbert Kegel. Die gehört zu einer Gesamtaufnahme aller 9 Symphonien.

Die Eroica war die erste Symphonie, die ich damals noch in der Schule im Musikunterricht kennengelernt habe.

Mich hat sofort der thematisch sehr komplex ausgearbeitete Kopfsatz fasziniert.

Später, als ich mir dann den ganzen Zyklus leisten konnte habe ich erkannt, dass Beethoven mit der 3. sich umfangmässig erstmalig deutlich von den Symphonien Mozarts und Haydns unterschied:

Wirkt die Erste auf mich noch ganz dem Stile Mozarts und Haydns verpflichtend überzeugt mich bereits der langsame Satz seiner Zweiten mit ersten Gehversuchen seines einzigartig zeitlosen immergrünen Kompositionsstiles.

Bei der Eroica wird dann dieser Kompositionsstil erstmalig durchgehend ausgeführt.

Für mich ist die Eroica eine Abfolge von 4 grossartige Stücken, die sowohl jedes für sich bereits grosse Instrumentalwerke darstellen, als dass sie sich auch überzeugend in den noch eher traditionellen symphonischen Rahmen einpassen.

Bemerkenswert ist neben der thematischen Vielfalt des Kopfsatzes meines Erachtens auch der Trauermarsch: Dieser hat für mich eine für die damalige Zeit unglaublich lyrische und fast schon frühromantisch daherkommende Tiefe. Und dann das Finale, wo die rückführende Melodie erst im Kleinen und dann im Grossen ausgeführt wird.

Wenn ich nun die Evolution der Beethovenschen Symphonien mir vor Augen halte kann ich die Eroica gewissermassen auch als Werk einstufen, bei denen der Meister die Erfahrungen gesammelt hat, die er brauchte um unter anderem die Geniestreiche Pastorale und Choral fertig zu bringen.

Diese beiden Werke erfreuen mich bei jedem Hördurchgang aufs Neue, ohne auch nur ein bisschen von ihrer Faszination zu verlieren.

Die geniale Leichtigkeit der Pastorale und die entschiedene Vollkommenheit der Choral - PERFEKT.
alle Menschen werden Brüder ...

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Siegfried

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Dienstag, 17. April 2007, 18:39

So langsam kristallisiert sich meine Sawallisch-Sammlung der Beethoven-Symphonien mit dem Concertgebouw-Orchester zu meinem Favoriten heraus. Die Eroica kann ich mehrfach hintereinander anhören und entdecke immer wieder Neues. :jubel:
Freundliche Grüße Siegfried

Andrew

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Dienstag, 17. April 2007, 22:34

Hallo Siegfried,

Zitat

... Sawallisch-Sammlung der Beethoven-Symphonien mit dem Concertgebouw-Orchester ...


Ist das die neulich bei Brilliant erschienene Box? Es gibt eine Gesamteinspielung mit Blomstedt, und nun noch eine zweite mit Sawallisch.

Freundliche Grüße von Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

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