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Hui

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1

Freitag, 20. Mai 2005, 21:10

Johann Sebastian Bach: 2-stimmige Inventionen und Sinfonien

Das Wochenende steht aus und mir drei mich ganz und gar einnehmende Tage bevor. Nein, es handelt sich hier nicht um rohe Arbeit an den Tagen der Ruhe, Besinnung und geistlich-körperlichen Erholung, sondern etwas anderes, ich möchte sagen: etwas weitaus gefährlicheres. Als Jungpianist (verzeiht, das ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, die bloße Einbildung allerdings auch sehr aufbauend) bin ich zeit meines Lebens spieltechnisch noch nicht direkt mit Bach beschäftigt gewesen, abgesehen vom Standarttitel 'Präludium in C-Dur' aus WTK I. "Merkwürdig eigentlich", dachte ich mir vor wenigen Tagen, so höre ich die Musik doch leidenschaftlich gerne und doch kam mir entweder nie der Gedanke, mich Bachs Musik anzuvertrauen oder eine mir unbekannte innere Stimme hielt mich davon ab. Es wuchs in mir also der Wunsch, mir den Weg zu Bachs Klavierwerken zu ebnen. Meine Zielvorstellung, das Wohltemperierte Klavier in beiden Bänden, legte ich sowohl meinem Klavierlehrer als auch dem Besitzer des Musikaliengeschäfts meines Vertrauens dar, worauf mir beide empfiehlen, zunächst die Inventionen und Sinfonien zu spielen, denn diese seien - auf diese Formulierung stieß ich bei beiden - der 'Schlüssel zu Bachs Seele'.

Ich erwarb also den Inventionen und Sinfonien Doppelband im wohlbekannten und deshalb schon beinahe vertrauenserweckenden Urtexteinband des G. Henle Verlags. Bevor ich mit Stücken ähnlichen Schwierigkeitesgrades eines bestimmten Zyklus beginne, mache ich mich zunächst mit ihnen vertraut, indem ich eine der großen Interpretationen anhöre und so eine Auswahl treffe. Da ich von Glenn Gould weiß, dass sein Bach zwar wundervoll, aber dennoch stellenweise experimentell ist bzw. nicht die Form besitzt, die ich spontan wiedergeben würde, versuchte ich es mit Angela Hewitt. Diese Interpretation ist sicher nicht der Gipfel der Musikkunst, aber reicht völlig aus, um sich ein Bild zu machen. Invention I kam mir spontan bekannt vor, natürlich war sie das auch, so ist sie doch oft selbst Klassiklaien vertraut. Ich war bereits entschlossen bei I zu beginnen, aber hörte doch noch etwas weiter. Bis zu Invention 13 (a-Moll) und war hin und weg von ihrer wundersamen, reizvollen Melodik.

Die Entscheidung war gefällt, es sollte Invention XIII sein. Ich begann also das Spiel und war fasziniert, die lineare Stimmführung erstmals am eigenen Leib zu erleben, sie selbst herzustellen, umzusetzen. Bachs Stil über den ich einmal im Zusammenhang mit dem WTK gesprochen habe ging mir unmittelbar derart nahe, dass ich über der Musik allerlei Dinge vergaß und den Tag komplett mit Musizieren ausfüllte, das war vorgestern.

Mittlerweile beherrsche ich gut drei Viertel des Stücks fließend und arbeite an der Optimierung, den restlichen Teil werde ich wohl morgen in Angriff nehmen und mich demnächst, nachdem ich ausreichend Interpretation im Stück verarbeitet habe, um eine Aufnahme bemühen, um Euch um Eure geschätzte Meinung bitten zu können. Die Invention in a-Moll ist bereits in vielerlei Formen erschienen. In der Klaviermusik (ja, es gibt tatsächlich unzählige Übertragungen auf ähnliche bis sehr fremde Instrumente) sind mir nun Glenn Gould





sowie Angela Hewitt





bekannt. Während Glenn Goulds Interpretation besagter Invention in seinem rasantem Tempo etwas von dem abweicht, was mir schlussendlich vorschwebt, aber deshalb nicht weniger interessant und hörbar ist, bilde ich mir ein, bei Angela Hewitt einige Mängel herauszuhören, Akzentuierungen und Tempi, die mich persönlich stören, obwohl ihr Tempo im Allgemeinen auch meine Richtung darstellt.


So, diese kleine Hymne auf die Inventionen und meine spielerische Entdeckung Bachs musste raus, da ich mit meiner lieben Liebsten, einer Musikbanausin und Gehörlosen, nie das teilen kann, was ich gerne teilen möchte (zu ihrer Verteidung: begeisterte Kunstliebhaberin mit Hang zu eigenen Malereiversuchen).

Speziell an die Klavierspieler möchte ich die Frage richten, wie sie die Invention 13 empfinden, gibt es vielleicht Stellen an denen man mir bestimmte Fingerkombinationen empfehlen möchte, Spielweisen vorschlägt oder sonstiges mit auf den Weg geben möchte. Und (dies richtet sich natürlich auch an Nicht-Piansten) welche Interpretationen schlagt Ihr vor? Wie steht es mit der Meinung zu Glenn Goulds prestoartiger Ausführung und wie erlebt ihr diese Gruseligkeiten hier (siehe Bild)?





Gruß aus Wiesbaden,
Thomas
"Noten haben einen zumindest ebenso bestimmten Sinn wie Wörter, wiewohl sie durch diese nicht zu übersetzen sind." (Felix Mendelssohn-Bartholdy)

Richard

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2

Freitag, 20. Mai 2005, 21:22

Hallo Hui,

mit mir spricht die NICHT Pianistenfraktion:

Wenn es um Aufnahmen von Bach auf dem Klavier geht sollte man IMO auf jedenfall die Aufnahmen von Evgeni Koroliov zumindestens einmal gehört haben.

[am]B00004TD7U.03.LZZZZZZZ[/am]

Gruß
S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’

petemonova

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3

Freitag, 20. Mai 2005, 22:47

Hallo Hui,

mit mir spricht die Pianistenfraktion.

Erstaunlich, was es doch so für "Zufälle" geben kann.
Für den praktischen Teil meiner Eignungsprüfung am Montag habe ich 3 Stücke vorbereitet. Ein Präludium von Schostakowitsch, einen Sonatensatz von Beethoven und jene beschriebene 13. Invention von Bach.

Nun ja, wo soll ich anfangen?

Ich kann von mir nun nicht gerade behaupten, dass ich Bach gerne spiele. Es sieht zwar alles vom Notenbild simpel aus und man kriegt auch die Töne relativ schnell auf die Reihe, aber dann die Musik zu machen. Da habe ich persönlich bei Bach die größten Probleme.
Nun ist das ja jetzt noch eine 2-stimmige Invention. Wenn es später (wahrscheinlich im Studium) an die Sinfonien oder an die Fugen geht. Ich möchte gar nicht dran denken. :rolleyes:

Das Problem liegt ja nun darin, dass man polyphon spielen muss.
Also die Oberstimme im Ohr haben und gleichzeitig die Unterstimme verfolgen. Das geht bei den 2-stimmigen Sachen bei mir gerade noch so.

Ich versuche dir mal zu beschreiben, wie ich die 13. Invention interpretiere oder besser gesagt, wie ich sie spiele.
Das Wichtigste ist der Schwung, den du haben musst. Du darfst nicht auf Viertel denken, sondern auf Halbe.
Dann musst du dir ein wenig die Schwerpunkte raussuchen. Die sind hier immer auf der ersten Achtel nach der Sechzehntelreihe.
Das heißt, du spielst auf die erste Achtel hin, betonst diese leicht und lässt die folgenden Achtel ausklingen.
Während du aber beispielsweise in der Oberstimme die Achtel ausklingen lässt, musst du gleichzeitig in der Unterstimme wieder voll da sein und da deine Melodie aufbauen und auf die erste Achtel draufzugehen.
Dann sollten die Achtel schön kurz gehalten werden. Abgesetzt auf jeden Fall. Legato ist bei Bachs Achtelsachen sowieso verboten.
Staccato dürfen sie aber auch nicht sein, vielleicht etwas weniger als portato.
Wenn du das alles bis zum Ende durchhältst, hast du den größten Teil geschafft. Das ist geistige Schwerstarbeit und es bleibt keine Zeit zum Ausruhen.

Dann kann man sich noch über dynamische Sachen unterhalten. Das Problem bei Bach ist ja bekannt. Es ist nichts vorgeschrieben.
Das heißt, dass du dir selber etwas überlegen musst. Wie du es im Endeffekt machst, ist egal. Es muss aber überzeugend sein.
Wichtig ist die sogenannte Terrassendynamik, also keine fließenden Übergänge wie crescendi oder decrescendi.
Ich fange beispielsweise mit einem forte an. Bis Takt 6 halte ich diese Lautstärke. Dann geht es weiter mit mf, wenn in der Unterstimme das Thema wieder beginnt. In den Takten 9 bis 12 kann man eine Sequenz beobachten, die kann man allesamt dynamisch etwas abstufen. Ich werde dabei immer etwas leiser, bin aber noch nicht im piano. Dieses folgt dann in Takt 14 ab Themabeginn in der Oberstimme..
Im 18. Takt kommen wir wieder am Anfang des Stückes an. Hier habe ich wiederum ein mezzoforte gewählt. 2 Takte lang, dann forte.
Mit Themenbeginn in der Oberstimme in Takt 22 wieder mezzoforte, dann darf man aber so etwas wie ein crescendo benutzen, um zum Abschluss zu kommen und im forte zu enden.

Eine Sache noch. Schau dir genau an, wo die Themen anfangen. Also immer auf der zweiten Sechzehntel. Das heißt, dass bei manchen Stellen zwischen der ersten und der zweiten Sechzehntel abgesetzt werden muss und wieder ein neuer Anlauf auf den Schwerpunkt eingegangen wird.

So, wenn ich das alles am Montag beherzige, dann bin ich gut dran.
Meine Prüferin soll angeblich eine Bach-Expertin sein. Na toll! ;(

Ich hoffe, dir hiermit ein paar Ansätze und Vorschläge gegeben zu haben, die du auch anwenden kannst.


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

Alfred_Schmidt

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4

Freitag, 20. Mai 2005, 22:53

Zitat

So, wenn ich das alles am Montag beherzige, dann bin ich gut dran.
Meine Prüferin soll angeblich eine Bach-Expertin sein. Na toll!


Wer weiß - vielleicht wirst Du entdeckt.....

Ich weiß auch schon wer Dich dann managen wird... :stumm: :D :hello:

Viel Erfolg :hello:

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Richard

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5

Freitag, 20. Mai 2005, 22:57

Zitat

Original von Alfred_Schmidt

Zitat

So, wenn ich das alles am Montag beherzige, dann bin ich gut dran.
Viel Erfolg :hello:

Alfred


dito :hello:
S. Rachmaninov:
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Ulli

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6

Freitag, 20. Mai 2005, 22:58

Zitat

Meine Prüferin soll angeblich eine Bach-Expertin sein. Na toll!


Salut,

na, Deine Experten kennen wir ja jetzt schon! Trotzdem toi, toi, toi! Du machst das schon... einfach ans Forum denken, denn: WIR FRAGEN NACH! :D

Alles Gute!
Ulli

P.S. Zur I XIII gibt es eine interessante Parallelstelle in der Sonata V für Cembalo und Violine BVW 108 [f-moll] im Allegro ab T. 16 [as-Dur]. Viel Spaß!
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

petemonova

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7

Freitag, 20. Mai 2005, 23:03

@all:

:jubel: :jubel: :jubel:

Danke. Der erste Teil ging ja heute schon ziemlich gut.
Und mit euch im Hinterkopf kann ich ja nur angenommen werden. :yes:

Aber wir kommen vom Thema ab: Ich habe nämlich noch eine wichtige Frage.
In der Ausgabe der Edition Peters sind keine BWV-Nummern angegeben. Da meine Prüfer diese aber unbedingt wissen wollen,
brauche ich dafür noch eine präzise Angabe.


Gruß, Peter.
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Ulli

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8

Freitag, 20. Mai 2005, 23:04

Salut,

Die I XIII ist BWV 784, der ganze Zyklus ist BWV 772-786 [kann man ja ausrechnen].

Liebe Grüße
Ulli
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petemonova

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9

Freitag, 20. Mai 2005, 23:05

@Ulli:

Danke, das ging ja recht zügig. :hello:
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Ulli

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10

Freitag, 20. Mai 2005, 23:10

Salut,

Bach liegt bei mir stets griffbereits auf dem Flügel, neben Mozart und meinem Geschreibsel...

Zitat

Edition Peters


Wieso werden die überhaupt noch verkauft? Es fehlen nämlich nicht nur die BWV-Nummern, sondern in Mozart-Ausgaben teils mehrere Noten, Bögen, Dynamikzeichen und... und... und... bei SCHOTT fehlt auch ein Buchstabe...

Empfehlenswerter finde ich Bärenreiter und Henle-Urtext. Am besten: Das Autograph! Hast Du das einmal ausprobiert, aus der Handschrift [Faksimile] zu spielen? Nach einer Gewöhnungsphase an die Schrift ist es wirklich ein neues Erlebnis. Bei Mozart mache ich das, wo es geht...

Viele Grüße
Ulli
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petemonova

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11

Freitag, 20. Mai 2005, 23:13

Ich kann nur auf das zurückgreifen, was mir mein Musiklehrer in die Hand gibt. Und was bei uns noch so alles verstaubt in den Regalen der Musikschule liegt.
In den alten Zeiten dürfte es auch noch kein BWV gegeben haben.


Gruß, Peter.
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Ulli

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12

Freitag, 20. Mai 2005, 23:18

Zitat

In den alten Zeiten dürfte es auch noch kein BWV gegeben haben.


Salut,

genau das habe ich gerade vor 10 Sekunden in einem anderen Thread erfahren... Trotzdem ist Peters Müll, aber vielleicht sind die alten Ausgaben doch noch besser als die heutigen. Wäre eine Untersuchung wert.

Ulli
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Hui

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13

Dienstag, 24. Mai 2005, 18:33

Hallo petemonova,


leider kam ich erst heute dazu, die Antworten auf meinen - am letzten Freitag ins Leben gerufenen - Thread zu lesen. Seit heute bin ich rein technisch gesehen fertig mit dem Stück, sodass ich es nun zu jedem Zeitpunkt, es sei denn ich befinde mich in absoluter Zerstreuung, rein technisch einwandfrei wiedergeben kann.

Nun stellt sich die große - von dir angesprochene - Frage der korrekten Akzentuierungen, dynamischen Schattierungen, des Tempos etc. - all dies will bei Bach sehr genau durchdacht werden, wie ich als lesender Spielender wohl weiß. Ich habe noch nicht damit begonnen, mich um eigene Gedanken zu bemühen, was ich auch unbedingt auf morgen verschieben möchte, damit ich an meinen Übungen nicht zu Grunde gehe. Deine Interpretation werde ich hierbei zunächst außen vor lassen, um meinen eigenen musikalischen Geist zu fördern und erst später berücksichtigen, dann, wenn meine Fassung existiert. Anschließend bietet es sich ja immer noch an Dinge gegebenfalls zu verändern.

Noch hat mich der Mut nicht verlassen, immerhin kenne ich die geistigen Herausforderung bei den Bachschen Werken in all ihrer List und Tücke nicht. Die Melodie, der polyphone Satz begeistern mich jedoch so sehr, dass ich vergleichsweise motiviert an die Übungen herangehe.


Nun genug dessen, mich interessiert, wie es um deine Prüfung und damit Zukunft als Pianist steht, erzähl mal etwas - kam's an? ;)


Gruß, Thomas
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petemonova

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14

Dienstag, 24. Mai 2005, 18:47

Hallo hui and alle Daumendrücker.

Ein paar Worte zu meiner Klavierprüfung:

Zunächst weiß ich natürlich überhaupt noch nichts, was das Ergebnis betrifft. Einen Monat Wartezeit soll ich mir schon ausrechnen.
Die Prüfer ließen sich aber auch so überhaupt nichts anmerken...

Das erste Stück durfte ich mir noch aussuchen. Ich habe Schostakowitsch (Präludium b-Moll op. 34 Nr. 16) gewählt und bin gut durchgekommen, war zufrieden mit meinem Spiel.
Zu meiner Überraschung wollte die Klavierdozentin danach nicht den Bach sondern den Beethoven hören (1. Satz aus der 19. Klaviersonate op. 49 Nr. 1). Und bis auf einen mir unbegreiflichen Verspieler ging auch das relativ gut.
Dann noch eine Zeile Vom-Blatt-Spiel. Ich glaube, es war der Anfang einer Mozartsonate. Hat sich jedenfalls so angehört.
Und zum Schluss folgte dann noch das Vorsingen. Da habe ich aus dem Elias das Arioso "Ja, es sollen wohl Berge weichen" gewählt. Schön, dass sich jemand bereit erklärt hat, mich zu begleiten. Ich hatte mich auf a-capella-Gesang eingerichtet.

Die Wartezeit ist mir jetzt natürlich viel zu lang, weil ich jetzt natürlich noch andere Eignungstests machen werden muss.
Über das Ergebnis werdet ihr natürlich alle informiert. :yes:

Danke fürs Daumendrücken.

Gruß, Peter.
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Heinz

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15

Dienstag, 24. Mai 2005, 20:57

Zitat

Empfehlenswerter [als Peters] finde ich Bärenreiter und Henle-Urtext. Am besten: Das Autograph!


Peters-Ausgaben sind großteils in Ordnung, es gibt da nichts zu meckern, wenn es sich nicht gerade um eine Czerny- oder sonstige Bearbeitung handelt.

Henle-Ausgaben sind mir ein Graus, allein wegen der fürchterlichen Fingersätze von Hans Martin Theopold.

Nach dem Autograph zu spielen, fände ich auch am allerbesten.
Das Problem ist nur: wo bekommt man diese Autographen her!?!!

Gruß
Heinz

Ulli

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16

Dienstag, 24. Mai 2005, 22:08

Zitat

Original von Heinz

Zitat

Empfehlenswerter [als Peters] finde ich Bärenreiter und Henle-Urtext. Am besten: Das Autograph!


Peters-Ausgaben sind großteils in Ordnung, es gibt da nichts zu meckern, wenn es sich nicht gerade um eine Czerny- oder sonstige Bearbeitung handelt.

Henle-Ausgaben sind mir ein Graus, allein wegen der fürchterlichen Fingersätze von Hans Martin Theopold.

Nach dem Autograph zu spielen, fände ich auch am allerbesten.
Das Problem ist nur: wo bekommt man diese Autographen her!?!!

Gruß
Heinz


Salut, Heinz,

also echt: Peters - zumindest die Ausgaben, die man heute erhält - ist zumindest was Mozart betrifft, absolut unzureichend, indiskutabel und vielfach völlig falsch! Im 2. Satz des Dissonanzenquartettes [nur als eines von tausend Beispielen] ist nicht einmal ein Hinweis auf die Korrektheit des Auslassens von Takten von Mozart... es wird einfach so gedruckt, wie es seit 200 Jahren gedruckt wurde: Nämlich FALSCH. Die angeblichen fehlenden Takte wurden ergänzt. In der NMA ist es natürlich richtig.

Henle ist da "originaler" und sehr viel fehlerfreier im Druck. Die Fingersätze haben mich ehrlich gesagt noch nie interessiert - egal welche Ausgabe, ich ignoriere sie einfach!

Das mit den Autographen ist so eine Sache: Da hilft natürlich nur ein dickes Sparbuch und viel Glück, entsprechende Faksimiles zu erhalten. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass es noch ein Autograph gibt oder eben ein Faksimile, das vor dem Verschwinden des Autographes angefertigt wurde. Aber es wird zunehmend besser, finde ich. Bei Mozart speziell sollte man natürlich den Diskant-Schlüssel für die rechte und den Alt-Schlüssel für die linke Hand beherrschen... Partiturspielern ist das aber egal.

Das kann natürlcih bei Bach alles ganz anders sein, da hier unterschiedliche bzw. verschiedene Herausgeber am Werk sind/waren. Verständlich...

Liebe Grüße
Ulli
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petemonova

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17

Dienstag, 24. Mai 2005, 22:21

Lieber Ulli, lieber Heinz.

Bevor wir jetzt in eine Grundsatzdiskussion über Notenurtexte abdriften, möchte ich euch vorschlagen, einen speziellen Thread zu eröffnen und dort das Problem weiter zu erörtern.
Wir kommen ja hier vor lauter Prüfungen und fehlenden BWV-Nummern gar nicht mehr zum eigentlichen Thema zurück.

Also, nehmt die Zügel in die Hand.
Hier darf jetzt wieder über Bachs Inventionen weitergeschrieben werden.


Gruß, Peter.
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Ulli

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18

Dienstag, 24. Mai 2005, 22:30

Salut,

natürlich kommen wir zu den Inventionen zurück... kleine Ausschweifer haben noch nie geschadet [Anlass warst ja übrigens Du selbst, was keine Kritik sein soll].

So nominiere ich, wie es hier üblich ist, meine zwei Lieblings-Inventionen: Die nämliche in E-Dur und die vorletzte, B-Dur.

Gilt heute noch der von Bach so angedachte Grundsatz: die 2- und 3-stimmigen Inventionen als Übung für die "schwierigeren" Stücke zu nehmen oder haben diese Inventionen heute musikalisch einen ganz anderen Stellenwert? Wie seht Ihr das?

Liebe Grüße
Ulli
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19

Dienstag, 24. Mai 2005, 22:42

Salut Ulli,

Zitat

kleine Ausschweifer haben noch nie geschadet [Anlass warst ja übrigens Du selbst, was keine Kritik sein soll].


Natürlich würde dieser Ausschweifer hier nicht so sehr schaden. Aber meiner Meinung nach birgt das Thema genug Stoff für einen eigenen Thread. Dann brauch der nämlich nicht hier verschwendet werden.
Dass ich selber der Anlass war, das ist mir durchaus bewusst. :rolleyes:

Zitat

Gilt heute noch der von Bach so angedachte Grundsatz: die 2- und 3-stimmigen Inventionen als Übung für die "schwierigeren" Stücke zu nehmen oder haben diese Inventionen heute musikalisch einen ganz anderen Stellenwert? Wie seht Ihr das?


Ich denke schon, dass sie eine Übungsfunktion haben für irgendwelche 4-stimmigen Fugen besipielsweise. Die sollte man keineswegs anpacken ohne vorher sich mit den Inventionen zu beschäftigen.
Andererseits sind es aber auch nicht nur "Etüden", sondern eigene für sich stehende Stücke. Das sieht man ja auch daran, dass es schon vermehrt CD-Aufnahmen mit nur diesen Inventionen oder Sinfonien gab.
Trotz alledem sind sie nicht mein Fall, ich finde sie eher langweilig.


Gruß, Peter.
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Heinz

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20

Dienstag, 24. Mai 2005, 22:59

Zitat

Original von Ulli

Gilt heute noch der von Bach so angedachte Grundsatz: die 2- und 3-stimmigen Inventionen als Übung für die "schwierigeren" Stücke zu nehmen oder haben diese Inventionen heute musikalisch einen ganz anderen Stellenwert? Wie seht Ihr das?
i


Komischerweise finde ich die zweistimmigen Invention zum Bach-Einstieg garnicht so geeignet. von den dreistimmigen ganz zu schweigen. Als "einfachere" Stücke von Bach würde ich eher leichtere Sätze aus den Englischen und Französischen Suiten heranziehen.

Im Übrigen ist nicht die Anzahl der Stimmen das Schwierige, sondern die teilweise (zwangsweise) umständliche Fingersetzung. Da ist manche vierstimmige Fuge wesentlich bequemer zu spielen als eine ungelenke zweistimmige Invention, z.B. die zweite in c-moll. (Fugen haben auch meist ein ruhigeres Tempo).

Gruß
Heinz

Ulli

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21

Dienstag, 24. Mai 2005, 23:13

Salut,

ich bediene mich heute einer grottenschlechten Ausdrucksweise, pardon!

Ich meinte nicht den Bach-Einstieg als solchen, sondern den Einstieg in die Polyphonie innerhalb Bach's. Zur Erinnerung:

Auffrichtige Anleitung.

Wormit denen Liebhabern des Clavires, besonders aber denen Lehrbegierigen, eine deütliche Art gezeiget wird, nicht alleine (1) mit zwei Stimmen reine spielen zu lernen, sondern auch bei weiteren progreßen auch (2) mit dreyen obligaten Partien richtig und wohl zu verfahren, anbey auch zugleich gute inventiones nicht alleine zu bekommen, sondern auch selbige wohl durchzuführen, am allermeisten aber eine cantable Art im Spielen zu erlangen*, und darneben einen starcken Vorgeschmack von der Composition zu überkommen.

Verfertigt

von
Joh: Seb: Bach


bien cordialement
Ulli

*das hat er extra für Peter geschrieben...
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Heinz

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22

Dienstag, 24. Mai 2005, 23:31

Lieber Ulli,

das Titelblatt zu den Inventionen ist mir bekannt - einfach köstlich!!! Bach muß sich ja selber gekringelt haben, als er diesen Text verfaßte :P :P :P

Die literarische Begabung scheint bei den Bachs ja allgemein sehr hoch entwickelt zu sein. Ein Beispiel aus dem "Versuch über die wahre Art, das Clavier zu spielen" von CPE Bach:

Ein Clavierist muß mitten vor der Tastatur sitzen, damit er mit gleicher Leichtigkeit sowohl die höchsten als tieffsten Töne anschlagen könne. Hängt der Vordertheil des Armes etwas weniges nach dem Griffbrette herunter, so ist man in der gehörigen Höhe.
[...]
Wer den Draumen nicht braucht, der läßt ihn herunter hangen, damit er ihm nicht im Wege ist...
[...]
Das Überschlagen geschiehet von den anderen Fingern und wird dadurch erleichtert, indem der größere Finger über einen kleineren oder den Daumen geschlagen wird, wenn es gleichfalls an Fingern fehlen will.

:D :D :D

Ulli

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23

Dienstag, 24. Mai 2005, 23:37

Salut,

Peter wird gleich wieder motzen :D Seine Gedanken: Sind wir jetzt im Thread "Dichterische Stilblüten von Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts"?

Die Einleitung zu den Brandenburgischen Konzerten spare ich mir mal... sind auf französisch... :D :D :D

Liebe Grüße
Ulli
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24

Dienstag, 24. Mai 2005, 23:45

Salut,

also als Comic-Buch habe ich Bach's Versuch noch gar nicht betrachtet. Klingt fast wie Schröder's Neujahresrede:

Da die Franzosen sorgfältig in Beysetzung der Zeichen ihrer Manieren sind, so folgt hieraus, gleich wie man sich leyder bißhero überhaupt von ihren Sachen und ihrer guten Art das Clavier zu spielen entfernt, daß man auch dadurch zugleich von der genauen Andeutung der Manieren dergestallt abgewichen ist, daß diese sonst so bekannten Zeichen ietzo auch bey den Clavier=Sachen schon angefangen, fremde Dinge zu seyn.

Aha...

8)

Ulli
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25

Dienstag, 21. März 2006, 10:56

Weitere Übungen BWV 787-801

Salut,

vielleicht jetzt mal zu den dreistimmigen Inventionen, auch als 'Sinfonien' bezeichet.

Da ist mir neuerdings die Nr. XV in h-moll [BWV 801] so sehr ans Herz gewachsen - andauernd muß ich sie spielen, pfeiffen oder von Gould gespielt anhören. Da bekomme ich derzeit nicht genug von...

Pädagogisch betrachtet finde ich die Invention ziemlich mies - aber mich fasziniert die walzerhaftigkeit, es klingt wie ein verträumtes Karussell.

Grüße
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

tom

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26

Dienstag, 21. März 2006, 14:06

Versuch's mal mit der Nr. 9 in f-moll, BWV 795 natürlich mit Gould. Seeeehr laaaaangsam aber faszinierend! Allerdings nichts für depressive Gemüter! Vor etwa drei Jahren war das mein persönlicher Favorit, der auf meinem Player immer und immer wieder lief.

27

Freitag, 17. August 2007, 19:00

RE: Johann Sebastian Bach: 2-stimmige Inventionen und Sinfonien

Zitat

Original von Hui
... versuchte ich es mit Angela Hewitt. Diese Interpretation ist sicher nicht der Gipfel der Musikkunst, aber reicht völlig aus, um sich ein Bild zu machen.


Hallo Thomas,

das ist eine sehr spannend geschriebene Threaderöffnung, aber der Spruch mit dem Gipfel ist schon sehr, sehr mutig.
Liebe Grüße!

Ralf

Melot1967

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28

Sonntag, 19. August 2007, 01:15

Kann mir jemand die eigenartige Reihenfolge in Goulds Aufnahme erklären? Ich verstehe noch die Idee, anstatt die Inventionen 1-15 und dann die Sinfonien 1-15 zu spielen, jeder Invention gleich die Sinfonie mit der gleichen Nummer folgen zu lassen, aber ist bei Gould die Reihung nach Tonarten dann ganz konsequent?

Meinem Empfinden nach klingen die Stücke bei Gould jedenfalls zusammenhängender als bei den anderen Pianisten, die erst alle Inventionen, dann die Sinfonien spielen. Eine meiner Lieblings-CDs.

Gibt es Empfehlungen für Aufnahmen mit Cembalo? Ich kenne bisher nur die mit Pieter-Jan Belder (aus der Brilliant-Box), die ich sehr gerne mag.
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

Michael

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Registrierungsdatum: 16. Januar 2007

29

Sonntag, 19. August 2007, 08:27

RE: Weitere Übungen BWV 787-801

Zitat

Original von Ulli
Salut,

vielleicht jetzt mal zu den dreistimmigen Inventionen, auch als 'Sinfonien' bezeichet.

Da ist mir neuerdings die Nr. XV in h-moll [BWV 801] so sehr ans Herz gewachsen - andauernd muß ich sie spielen, pfeiffen oder von Gould gespielt anhören. Da bekomme ich derzeit nicht genug von...

Pädagogisch betrachtet finde ich die Invention ziemlich mies - aber mich fasziniert die walzerhaftigkeit, es klingt wie ein verträumtes Karussell.

Grüße
Ulli


möchte hier nur mal zu Bachs Inventionen sagen, daß sie auch für einen perfekten Pianisten äußerst nützlich sind,
man lernt damt sozusagen nie aus.
Außerdem klingen sie traumhaft schön.

Hildebrandt

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Registrierungsdatum: 10. Juli 2007

30

Mittwoch, 22. August 2007, 08:29

Eine ganz lesenswerte kurze Einführung habe ich im Netz gefunden: fres.ch/bd/content/music/invention.html

Dort findet sich auch etwas zu der Anordnung der Stücke.