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Alfred_Schmidt

Administrator

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Beiträge: 18 978

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 00:19

Violinkonzerte des 18. Jahrhunderts

Ein an sich schwieriger Thread

Zum einen weil man nicht weiß wohin er zuzuordnen ist, im frühen 18. Jahrhundert finden sich Werke des Spätbarock, erst danach kam die Klassik. Dennoch habe ich diesen Thread zu "Klassik und Romantik" verfrachtet.

Gerade das 18. Jahrhundert war voll von Komponisten, die äusserst melodiöse Violinkonzerte geschrieben haben. Vielles davon ist in Vergessenheit geraten, vieles wird heute minder geschätzt, weil "Virtuosität" heute beinahe als Schimpfwort gesehen wird und Konzerte dieser Zeit sehr oft der "galanten" Siltrichtung angehörten.

Ich habe durch eine Zufall ein CD mit relativ unbekannten italieneischen Violinkonzerten gekauft - und die hat mir den Weg zu weiteren Konzerten gewiesen. Eigentlich ein breites Themengebiet. Mal sehen welche Konzerte, bzw Interpretationen ihr davon kennt, und was ihr dazu zu sagen habt.

Ziel ist, einiges ,bekannter zu machen als es derzeit ist....

mfg aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

miguel54

Prägender Forenuser

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Beiträge: 1 747

Registrierungsdatum: 12. September 2007

2

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 11:51

Tja, aus genau solchen Überlegungen heraus habe ich seinerzeit für ein eigenes Forum für Musik der sog. Vorklassik oder Frühklassik plädiert - sie hat es verdient, vor diesem schwarzen Loch der Musikgeschichte bewahrt zu werden!

Ich bin kein großer Freund von Violinkonzerten, aber die von Johann Gottlieb Graun haben mich in jeder Hinsicht positiv überrascht, keine nur selbstverliebte Virtuosität, sondern neue, frische Einfälle:


Ulli

Erleuchteter

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  • »Ulli« wurde gesperrt

Beiträge: 17 130

Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

3

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 12:04

RE: Violinkonzerte des 18. Jahrhunderts

Als recht entspannend empfand ich die Konzerte von Johan Helmich Roman:



Nils Erik Sparf
Orpheus Chamber Ensemble


Nu teilweise gelungen und anhörbar sind die 'englischen Violinkonzerte' von u.a. Thomas Linley jr., Wesley, Shaw und Brooks:



Elisabeth Wallfish
Parley of Instruments


Interessanter sind die Concerte vom 'Mozart noir' - Chevallier de Saint-Georges:



Bertrand Cervera, Christophe Guiot, Thibault Vieux
Orchestre Les Archets de Paris


Natürlich das Violinkonzert von Joseph Martin Kraus, das in mehreren Einspielungen vorliegt. Zu meckern gibts da fast immer etwas (entweder ist die Kadenz Krötendreck, oder es ist nicht HIP, oder...). Die beste scheint mir immer noch diese:



Edith Peinemann
Stuttgarter Kammerorchester


Wenig Eindruck hinterlassen haben die Konzerte von Leopold Hoffmann:



Lorraine McAslan
Northern Chamber Orchestra


Wieder recht angenehm habe ich das D-Dur-Konzert von Ignace Pleyel in Erinnerung:



Vilmos Szabadi, Péter Szabó
Erdödy Chamber Orchestra


Irgendwie scheint mir, daß es in der Zeit zwischen Vivaldi und Beethoven keine Brüller gibt... ich habe jedenfalls meine diesbezügliche Suche entnervt eingestellt.

:hello:
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

  • »Kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 808

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

4

Montag, 4. Januar 2010, 13:16

Frankreich

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Mal sehen welche Konzerte, bzw Interpretationen ihr davon kennt, und was ihr dazu zu sagen habt.

Hauptsächlich natürlich solche des italienischen Spätbarock (Vivaldi, Manfredini, Tartini, etc.)

Hier im Forum sträflich vernachlässigt ist ja die französische Produktion. Dem großen Jean Marie Leclair (1697 - 1764) bin ich erst jetzt richtig nahe gekommen - oder er mir - jedenfalls haben mich manche Stellen sehr fasziniert und die langsamen Sätze wirklich berührt.

Ich habe diese schöne Einspielung mit Simon Standage und dem Collegium Musicum 90. Opp 7&10 entstammen den 30er/40er Jahren des 18. Jahrhunderts.


Als Ergänzung kann ich noch mit Jean-Baptiste Quentin (vor 1690 – 1750) dienen, der allerdings weniger eigenständig und italienischer anmutet.

Musica Antiqua Köln spielt hier gar nicht ruppig:

:hello:

Alfred_Schmidt

Administrator

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  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 978

Registrierungsdatum: 9. August 2004

5

Freitag, 21. Mai 2010, 23:10



Keiner Rarität aber trotzdem hörenswerte Konzerte, die meiner Meinung nach weit unterschätzt werden. Im Gegensatz zu den Cellokonzerten, die bei Liebhabern einen hohern Stellenwert besitzen werden.

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

tukan

Fortgeschrittener

  • »tukan« ist weiblich

Beiträge: 218

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2008

6

Mittwoch, 20. Oktober 2010, 11:30

Hallo,


Alfred schrieb:

Zitat

Keine Rarität, aber trotzdem hörenswerte Konzerte, die meiner Meinung nach weit unterschätzt werden


das sehe ich genauso. Gerade die Haydnschen Violinkonzerte sind besonders melodiös und die langsamen Sätze ganz wunderbar.


tukan

Alfred_Schmidt

Administrator

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Beiträge: 18 978

Registrierungsdatum: 9. August 2004

7

Montag, 26. September 2011, 22:27

Wozu in die Ferne schweifen ?
Natürlich sind Mozarts Violinkonzerte ein Ereignis ersten Ranges. Manche sehen das zwar nicht so - aber damit kann ich leben.
Neben Viotti ist Mozart der wohl bedeutendste Komponist von Violinkonzerten im 18. Jahrhundert.



Nein diese Aufnahme besitze ich (noch) nicht - aber sie ist von einen geradezu umwerfenden Durchhörbarkeit und Musikalität...

mfg aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix