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Fiesco

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Sonntag, 28. Oktober 2018, 10:08

Jetzt habe ich ein paarmal die neue CD von Jakub Józef Orliński gehört....



Zitat

Der Sänger lässt seine Stimme ausgeglichen und gerundet ertönen, sie klingt keusch, aber nicht anämisch.

Die Aufnahme ist schön, aber nicht spektakulär mit diesen sakralen Werken, seine Stimme passt allerdings gut dazu.
Allerdings kann man einiges ungehörte entdecken!

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

Boismortier

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872

Sonntag, 28. Oktober 2018, 11:57

Lieber caruso41,
danke für den Hinweis auf den Thread für Marianna Crebassa. Die Forensuche hatte bei mir nur den Verweis auf den „Neue Stimmen“ - Thread ergeben.

Viele Grüße.
Boismortier

Caruso41

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873

Montag, 29. Oktober 2018, 09:45

Die Forensuche hatte bei mir nur den Verweis auf den „Neue Stimmen“ - Thread ergeben.

Liebe Boismortier!

Die Suchfunktion ist oft eigenwillig! Oft findet man darüber nicht alle Einträge, die sich mit der Person befassen, die man gerade sucht.

Du musst über des Kapitel TAMINO KLASSIKFORUM ORGANISATION, gehen darin findest Du dann das Unterkapitel THEMENVERZEICHNIS KLASSISCHE MUSIK. Dann ist es ganz einfach, das Tamino Themenverzeichnis - Berühmte Stimmen
anzusteuern. Da sind alle Threads einzelner Sängerinnen und Sänger aufgelistet.

Übrigens war ich gestern nachmittag/abend im Tristan, da sang Okka von der Damerau, die ich auch hier im Thread vorgestellt habe. Entdeckungen: Neue Stimmen

Die Stimme hat sich wirklich ganz prächtig entwickelt. Zuletzt habe ich sie als Botin in Korngolds HELIANE und eben jetzt als Brangäne im TRISTAN gehört! Die Brangäne nun erinnerte mich an die größten Vorgängerinnen.

Leider ist immer noch wenig von ihr auf Youtube.
Immerhin: Es gibt jetzt ein sogenanntes "Verhör", in dem man auch kleine Ausschnitte mit ihr hören kann!

https://www.youtube.com/watch?v=g7WnZKEs…3qlXWNJXwQM89z9



Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

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Caruso41

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874

Montag, 29. Oktober 2018, 11:28

Jetzt habe ich ein paarmal die neue CD von Jakub Józef Orliński gehört....

Zitat

Der Sänger lässt seine Stimme ausgeglichen und gerundet ertönen, sie klingt keusch, aber nicht anämisch.

Dazu hätte ich eine Frage: Woher ist das Zitat? Stammt es aus dem Werbetext der CD-Produzenten? Oder aus einer Rezension?

Die Aufnahme ist schön, aber nicht spektakulär mit diesen sakralen Werken, seine Stimme passt allerdings gut dazu.
Allerdings kann man einiges ungehörte entdecken!

Danke, lieber Fiesco, dass Du Deine ersten Höreindrücke mitteilst. Dazu eine weitere Nachfrage. Mich würde schon noch interessieren, das Du mit der Bemerkung meinst, die Aufnahme sei "nicht spektakulär". Meinst Du es gibt kein spektakuläres Koloraturfeuerwerk? Oder meinst Du, es seine eine eher middle-of-the-road-Leistung, die man gut hören kann aber die sich nicht aufdrängt - es sei denn. man ist an den Entdeckungen bisher ungehörter Werke interessiert.?
Ich denke, dass ich auf alle Fälle mal reinhören und einen eigenen Eindruck gewinnen möchte.

Bei der Gelegenheit: Sollten wir nicht einen eigenen Sängerthread für Jakub Józef Orliński starten? Hättest Du Lust dazu? Die Kompetenz und das Engagement für diesen Sänger hast Du ja! Ich fände das sehr gut!
Du könntest natürlich vieles übernehmen, was hier in diesen Thread eingestellt wurde. Das ist schon eine ganze Menge.

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

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Fiesco

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875

Montag, 29. Oktober 2018, 11:52

Das Zitat stammt aus einer Rezension, aber woher kann ich nicht mehr sagen, eildiweil ich es auf der Festplatte gelöscht habe! ?(
Das hatte ich schon gelesen bevor die CD erschien und abgespeichert!

Zu "spektakulär", ich meine da fehlt mir halt das gewisse *Etwas*, was mit div.Arien interessanter gewesen wäre, die Koloraturen kommen gut rüber, aber durch das gesungene sich in Grenzen hält! Das heißt nicht, es wird nicht gut gesungen!

Zu deiner Frage nach eigenen Thread, mal sehen!

LG Fiesco
Il divino Claudio
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Caruso41

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876

Montag, 29. Oktober 2018, 15:08

Das Zitat stammt aus einer Rezension, aber woher kann ich nicht mehr sagen, eildiweil ich es auf der Festplatte gelöscht habe!
Das hatte ich schon gelesen bevor die CD erschien und abgespeichert!

Lieber Fiesco!

Ich bin ja nicht nur Musikliebhaber sondern auch Wissenschaftler. Deshalb hat es mir keine Ruhe gelassen und ich habe im Internet nach der Quelle des Zitates gesucht. Zu Glück fand ich es gleich auf Anhieb:

http://operalounge.de/cd/recitals-lieder/seelenzustaende

Eine kompetente und lesenswerte Rezension.

Beste Grüße

Caruso41
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Fiesco

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877

Montag, 29. Oktober 2018, 16:25

Und was hat das mit Wissenschaftler zutun! ?(

Kam nur nicht gleich darauf, ich lese von Anfang die Operalounge Seite, nachdem die ihre Hefte eingestellt hatten!

LG Fiesco
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Caruso41

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878

Montag, 29. Oktober 2018, 16:29

Und was hat das mit Wissenschaftler zutun!

Ganz einfach:
Unverifizierte Zitate lassen mir einfach keine Ruhe! Ist halt im Blut!
;) - ;) - ;)

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Boismortier

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879

Montag, 29. Oktober 2018, 22:30

Nach dem Hinweis von heute habe ich mir nochmal den alten Post von vor zwei Jahren über Okka von der Damerau angeschaut und mir den Maskenball-Ausschnitt mit ihr angehört. Das Interview von U21 habe ich nur kurz angefangen und dann wieder ausgemacht: das ist nicht so mein Stil.
Ich kann mich nach diesem einen Eindruck nicht ganz für sie erwärmen. Das bereits von Caruso erwähnte Vibrato stört mich doch mehr. Es ist fast immer gleich, besonders am Ende einer Phrase würde ich mir wünschen, dass da ein wenig nachgegeben wird, eben abphrasiert. Das passiert am Anfang der Szene, wo sie noch auf der Treppe steht so gut wie gar nicht. Außerdem mag ich nicht so, wenn in der sehr tiefen Lage so nachgedrückt wird, aber das machen ja sehr viele Frauenstimmen. Das hat sie eigentlich nicht nötig, die Stimme klingt ja voll und laut, da bräuchte sie nicht noch forcieren.
Aber mir ist klar, dass ein live Eindruck anders sein kann.

Viele Grüße
Boismortier

Caruso41

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880

Dienstag, 30. Oktober 2018, 10:24

...weiter zu Okka von der Damerau

Liebe Boismortier!
Dass Du Dir das U21-Verhöhr nicht ganz anhören mochtest, ist verständlich. Es ist wohl auch für eine andere Zielgruppe gedacht. Eben U21!
…..besonders am Ende einer Phrase würde ich mir wünschen, dass da ein wenig nachgegeben wird, eben abphrasiert.
Dieser Wunsch scheint in Erfüllung gegangen: man konnte das bei Brangänes Wachtgesang bewundern!!

Außerdem mag ich nicht so, wenn in der sehr tiefen Lage so nachgedrückt wird, aber das machen ja sehr viele Frauenstimmen. Das hat sie eigentlich nicht nötig, die Stimme klingt ja voll und laut, da bräuchte sie nicht noch forcieren.
Das gelegentliche Nachdrücken bei den ganz tiefen Tönen ist mir auch aufgefallen. Mich hat es aber nicht sonderlich gestört!


Aber mir ist klar, dass ein live Eindruck anders sein kann.
Auf jeden Fall braucht diese Stimme Raum. Gerade wegen ihrer Fülle und eben des speziellen Vibratos muss sie sich entfalten. In den Aufnahmen, die es bisher von Okka von der Damerau gibt, hat sie den nicht.
Ich bin gespannt, wie die Karriere weitergehen wird. In Stuttgart hat sie je gerade mit einem großen Erfolg ihr Debut als Ortrud gegeben. Alle Kritikerstimmen, die ich gehört und gelesen habe, waren voll des Lobes.

Beste Grüße

Caruso41
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Boismortier

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881

Dienstag, 6. November 2018, 22:13

Ich habe mir grade eben einige der eingestellten Videos von Allejandro Schleske angehört. Die beiden Freiluftaufführungen habe ich allerdings nur kurz gehört, ich finde Musik im Freien immer schwer zu beurteilen ( und auch zu musizieren). Auch die Dokumentation habe ich mir mangels Spanisch?-Kenntnissen nicht angeschaut. Insgesamt gefällt er mir gut. Er hat eine schöne Bühnenausstrahlung und auch die Stimme ist schön. Dennoch habe ich nicht das Bedürfnis gehabt jetzt sofort im Spielplan der Oper Gera nachzuschauen was er denn demnächst singt. Irgendetwas fehlt mir oder stört mich. Vielleicht ist es die Klangfarbe, die in der Höhe klingt als würde die Stimme ein wenig „auseinanderfallen“ ? Ich hoffe ich kann mich verständlich machen :)

Viele Grüße
Boismortier

Caruso41

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882

Mittwoch, 7. November 2018, 11:13

Zu Alejandro Lárraga Schleske

….Insgesamt gefällt er mir gut. Er hat eine schöne Bühnenausstrahlung und auch die Stimme ist schön. Dennoch habe ich nicht das Bedürfnis gehabt jetzt sofort im Spielplan der Oper Gera nachzuschauen was er denn demnächst singt. Irgendetwas fehlt mir oder stört mich....


Liebe Boismortier,

Deine Einschätzung deckt sich eigentlich mit meiner. Darum hatte ich ja auch dem Urteil von Operus, dass er nicht mehr im Stadium des Talentes sei, sondern bereits ein ernst zu nehmender Sänger, nicht folgen wollen. Gerade die von Operus gerühmte Ausdruckskraft konnte ich noch nicht entdecken. Das habe ich denn auch im Beitrag 868 etwas detaillierter angedeutet und will ich hier nicht wiederholen. Immerhin soll er bei dem Konzert der Gottlob-Frick-Gesellschaft in Ölbronn die Anwesenden begeistert haben.

Wie auch immer: dass Alejandro Schleske jetzt ein Engagement nicht an einer größeren Bühne sondern in Gera hat, ist sicher nicht verkehrt. Er braucht doch noch Zeit. Offensichtlich wird er an dem Haus auch behutsam aufgebaut: Bisher hat er in Gera/Altenburg den Ottokar im "Freischütz", den Malatesta in "Don Pasquale", den Thesee in "Oedipe", den Kruschina in "Die Verkaufte Braut" gesungen. Das sind keine Partien, die ihn überfordern. Gegenwärtig ist er als Lindorf/Coppelius/Dappertutto/Mirakel in Hoffmanns Erzählungen zu hören. Im Frühjahr ist er als Kaiser Overall in Ullmanns Der "Kaiser von Atlantis" angesetzt. Vielleicht lässt man ihm dort in Gera Zeit für seine Entwicklung!
Es wäre zu hoffen!

Beste Grüße
Caruso41
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883

Mittwoch, 7. November 2018, 15:40

Zu Murat Karahan (505 ff.)

Als ich den Tenor zum ersten Mal gehört habe, war ich von seinem Alfredo begeistert. Seine robuste Stimme entsprach nicht den sonstigen Hörgewohnheiten der Rolle, was für mich bei der Klasse seines Vortrags einen gewissen Charme hatte. Ich hatte mich dann lange auf seinen Manrico gefreut und war dann nicht mehr so begeistert. Zwar konnte er mit der Stretta abräumen, aber unterm Strich hat er die Rolle mit viel Kraft und ohne Glanz gesungen. Das reicht vielleicht, um im Vergleich mit anderen Rollenvertretern gut dazustehen (La Colla fand ich kürzlich schwach), rechtfertigt jedoch nicht mehr meine anfängliche Euphorie.

Caruso41

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Mittwoch, 7. November 2018, 16:54

Zu Murat Karahan (Beitrag #505ff.)

Ich hatte mich dann lange auf seinen Manrico gefreut und war dann nicht mehr so begeistert. Zwar konnte er mit der Stretta abräumen, aber unterm Strich hat er die Rolle mit viel Kraft und ohne Glanz gesungen.


Lieber Kapellmeister Storch!

Hast Du auch eine der Aufführungen der Deutschen Oper Berlin im März/April 2018 gehört?
Mir ging es ähnlich wie Dir. Zufrieden war ich nicht. Alle Kritikpunkte, die ich oben angeführt hatte, fand ich bestätigt. Allerdings musste ich auch zugestehen: Unter den wenigen Tenören, die heute die Partie singen, ist er noch der, den man am ehesten akzeptieren kann.

Beste Grüße

Caruso41
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885

Mittwoch, 7. November 2018, 17:52

Lieber Caruso41,


ja, ich habe je eine der Aufführungen im Februar und im Mai besucht. Beim zweiten Mal hat sich mein Eindruck bestätigt, zumal die Damen auch alle an die Wand gesungen haben.

Caruso41

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Samstag, 10. November 2018, 16:32

Ekaterina Bakanova - Sopran (Russland)

Heute möchte ich eine junge Soranistin vorstellen, die ich für eine ungewöhnliche Entdeckung halte:
Ekaterina Bakanova



Ekaterina Bakanova wurde sieben Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion geboren. Sie wuchs in Mednogorsk im Ural auf und studierte Gesang, Klavier und Akkordeon am Gnessin-Institut Moskau.
Zurzeit perfektioniert sie ihre Stimme und Gesangstechnik bei Gabriella Ravazzi in Genua.

Wie bei vielen jungen Sängerinnen und Sängern haben auch bei Ekaterina Bakanova der Zufall und das Glück eine wichtige Rolle für die Karriere gespielt: Es waren ihre Auftritte als Einspringerin, die sie ins helle Rampenlicht gebracht haben. Vor allem als Violetta ist sie mutig nicht selten ganz kurzfristig eingesprungen: in Astana, Tianjin, Turin, Venedig und London. Dabei hatte sie hier wie dort immer überragende Erfolge. In London hatte sie eine Karte und wollte in die Aufführung mit Sonya Yoncheva gehen. Als die wegen Indisposition fünf Stunden vor der Vorstellung absagen musste, nahm sie ein entsprechende Anfrage sofort auf und sprang ein. Ich war nicht dabei, aber noch heute schwärmen die Melomanen von dem Abend! Von dem Opernhaus erhielt si sofort Verträge für weitere Aufführungen.

Inzwischen gastierte Ekaterina Bakanova bereits an verschiedenen bedeutenden internationalen Opernhäusern. Sie sang in der Arena di Verona, dem National Centre for the Performing Arts in Beijing, am Teatro La Fenice Venedig und dem Teatro Regio di Parma. Mehrfach arbeitete sie mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai in Turin, wie auch mit dem »Ensemble Matheus« zusammnen.
Als Donna Anna in Mozarts »Don Giovanni« debutierte sie in der Arena di Verona. Hierfür wurde sie mit dem Giulietta-Preis als beste Sängerin der Festspiele 2015 ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung erhielt sie im Rahmen der ‚International Opera Awards’ 2016 als eine der besten weiblichen Nachwuchssängerinnen des Jahres. Ekaterina Bakanova ist außerdem Preisträgerin wichtiger internationaler Gesangswettbewerbe wie dem Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb und Wettbewerben in Riva del Garda und Bilbao.

Zu ihrem Repertoire gehören außer der Donna Anna und der Violetta, die Susanna, Fiordiligi und Pamina ebenso wie die Michaela, Magda, Musetta und Lucia di Lammermoor. Bei den diesjährigen Opernfestspielen in Wexford sang sie die Violetta in Saverio Mercadantes »Il Bravo«.
In Deutschland gastiert sie in der laufenden Saison an der Semperoper Dresden als Violetta Valéry in »La Traviata« und in Dortmund beim Klangvokal Musikverstival als Leila in »Les pêcheurs des perles «.

So wichtig für die Karriere von Ekaterina Bakanova auch Zufall und Glück sein mögen, die Basis sind doch eine außergewöhnlich aparte Stimme und eine vorzügliche Gesangstechnik - vor allem aber ihr gestalterisches Vermögen.
Ich habe sie bisher nur als Violetta gehört, allerdings in zwei Aufführungen.
Die Stimme ist zart, fast fragil. In der Höhe hat sie einen hellen glänzenden Ton. Die weiten Bögen der Violetta kann sie auf dem Atem spannen und sie gibt ihnen eine oft zurückhaltende, fast spröde Zauberkraft, die Tiefe und Geheimnis erahnen lässt, aber auch eine spirituelle Dimensionen gewinnen kann.
Sie singt mit einer selten gehörten dramatischen Intensität. Die existenzielle Misere Violettas, ihre Verzweiflung und ihr Sterben habe ich wohl wirklich noch selten so elementar, so aufwühlend und ergreifend gehört wie von ihr. Aber auch den enormen technischen Anforderungen der Arie im ersten Akt muss sie nichts schuldig bleiben. Sie singt die Koloraturen hell und perlend, setzt die Spitzentöne sicher, allerdings ohne sie länger zu halten, und gibt ihnen doch etwas, was immer die Gefährdung und den zerstörerischen Rausch Violettas hören lässt.

Ich bin sehr gespannt auf weitere Begegnungen mit Ekaterina Bakanova. Zumindest die Leila in Dortmund habe ich fest eingeplant!

Verdi LA TRAVIATA 3.Akt komplett - 2018
https://www.youtube.com/watch?v=8zJEnBsjQoo



Verdi LA TRAVIATA "Sempre libera" – 2014
https://www.youtube.com/watch?v=SM73cmseEEE



Mozart DON GIOVANNI (Ah! del padre in periglio)- 2018
https://www.youtube.com/watch?v=dJnoPfIC3dk



Bizet CARMEN (Je dis que rien ne m'épouvante) – 2017
https://www.youtube.com/watch?v=PIFkDT3z4UQ



Puccini LA RONDINE – (Senti? Anche il mare respire sommesso) – 2017
https://www.youtube.com/watch?v=XhJwz7TEqd0


Da sie schon in Dresden und auch an der Rheinoper gesungen hat, bin ich gespannt, wer eigene Eindrücke einbringen kann.
Im übrigen halte ich die eingestellten Aufnahmen technisch für immerhin so gut, dass man danach sich schon ein Bild machen und ein Urteil erlauben kann.

Vedremo!

Caruso41
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Montag, 12. November 2018, 10:37

Lieber Caruso41,

ich hatte gestern tatsächlich die Zeit mir einige Videos von Ekaterina Bakanova anzuhören. Live habe ich sie noch nicht gehört Für eine Traviata in Dresden habe ich zwar Karten, aber sie singt erst in der Aufführung drei Tage darauf. Ich finde ihre Stimme ausgesprochen schön und ausgewogen. Sie wirkt in der Tat recht kraftvoll. In den Videos aus "Il Bravo" ist die Intonation allerdings nicht immer ganz sauber. Das Gilda-Video mit Klavierbegleitung will ich nicht überbewerten. Da klingt ihre Stimme im oberen Bereich nicht ganz frei. Hervorragend gefällt sie mir in "La Rondine", einer Oper, die viele Opernfreunde erstaunlicherweise nicht mögen. Violetta, Lucia und Donna Anna haben mir ebenfalls gefallen.

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888

Montag, 12. November 2018, 10:49

Eine Entdeckung war für mich übrigens der Tenor José Manuel Chú im Video aus Carmen.

Caruso41

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889

Montag, 12. November 2018, 12:44

Zu José Manuel Chú

Eine Entdeckung war für mich übrigens der Tenor José Manuel Chú im Video aus Carmen.

Lieber Kapellmeister Storch,
es wäre sehr interessant, wenn Du uns José Manuel Chú etwas ausführlicher vorstellen könntest. Eine paar Informationen zu seiner Person wäre schon hilfreich. Natürlich sind wir auch auf Berichte über Deine Höreindrücke gespannt.
Wenn es Aufnahmen von ihm gibt, könntest Du vielleicht für uns einige auswählen und einstellen, damit sich die interessierten Melomanen eine eigene Meinung bilden können.

Aufmunternde Grüße

Caruso41
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Dienstag, 13. November 2018, 14:34

Lieber Caruso41,

das ist gar nicht so einfach, da ich kaum etwas über José Manuel Chu gefunden habe. Er ist mir auch lediglich aufgefallen. Das ist mir eigentlich zu wenig um ihn als vorstellenswert zu erachten. Wenn ich Zeit habe, arbeite ich mich bei YouTube durch. Zuletzt hat er in Mexico den Macduff gesungen, danach findet sich bei Operbase nichts. Ich suche weiter...

La Roche

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891

Dienstag, 13. November 2018, 15:07

Eigentlich gibt es bei youtube etliches von Jose Manuel Chu. Hier kurz zur Butterfly. Die würde ich mit ihm schon sehen wollen. Es gibt aber unter den ca. 50 eingestellten Aufnahmen einige, bei denen die Tonqualität mies und damit eine Beurteilung schwer möglich ist.

Herzlichst La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


Caruso41

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892

Dienstag, 13. November 2018, 18:23

Weiter zu Ekaterina Bakanova

Ich finde ihre Stimme ausgesprochen schön und ausgewogen. Sie wirkt in der Tat recht kraftvoll. In den Videos aus "Il Bravo" ist die Intonation allerdings nicht immer ganz sauber.


Lieber Kapellmeister Storch!

Als ich an der Vorstellung von Ekaterina Bakanova gearbeitet habe, gab es die Ausschnitte aus Mercadantes IL BRAVO noch nicht! Sie wurden erst am 11.11.2018 eingestellt.
Inzwischen habe ich sie gehört. Die Intonation ist tatsächlich an einigen Stellen nicht so sauber, wie man es auf ihren anderen Aufnahmen gehört hat. Trotzdem finde ich sie wirklich packend. Wie sie aus Mercadantes Routine-Belcanto-Floskeln Funken schlägt, ist schon aller Ehren wert! Ausgerechnet in diesem Jahr war ich nicht in Wexford! Aber es wird eine CD-Veröffentlichung mit dem Mitschnitt geben!

Erst mal für allenfalls interessierte Melomanen zwei Ausschnitte:

Mercadante IL BRAVO - Recitativo e romanza di Violetta
https://www.youtube.com/watch?v=nG8Gv8tYxW8



Mercadante IL BRAVO - Recitativo e duetto Violetta - Pisani aus dem 2.Akt
https://www.youtube.com/watch?v=1ulBHdqgO1o

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Donnerstag, 15. November 2018, 16:13

@ La Roche:

Bei YouTube findet man Videos zu José Manuel Chú (vielen Dank für das eingestellte Video), aber die Suche nach seiner Vita und weiteren Angaben gestaltet sich eher schwierig.



@ Caruso41:

Schön, dass Du mir in Bezug auf diese Videos zustimmst. Als ich mich mit Ekaterina Bakanova beschäftigt habe, bin ich auf Venera Gimadieva gestoßen, die ich gerne demnächst mal vorstelle. Ich habe sie jedoch bisher nicht live erlebt. Sie singt in meiner Traviata in Dresden die Violetta, übernimmt in Berlin zwei Traviatas von Ciofi in Berlin und wird dort auch die Premiere von La Sonnambula singen. Wenn ich beide Stimmen vergleiche, hat Bakanova eindeutig die wärmere Stimmfarbe, während Gimadieva als Koloratur-Sopran besticht. Auch wenn G. bisher weiter in ihrer Karriere ist, hat Bakanova nach den Eindrücken auf YouTube meiner Meinung die schönere Stimme.

Caruso41

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894

Donnerstag, 15. November 2018, 19:09

Ekaterina Bakanova und Venera Gimadieva

Als ich mich mit Ekaterina Bakanova beschäftigt habe, bin ich auf Venera Gimadieva gestoßen, die ich gerne demnächst mal vorstelle. Ich habe sie jedoch bisher nicht live erlebt.…..
Wenn ich beide Stimmen vergleiche, hat Bakanova eindeutig die wärmere Stimmfarbe, während Gimadieva als Koloratur-Sopran besticht. Auch wenn G. bisher weiter in ihrer Karriere ist, hat Bakanova nach den Eindrücken auf YouTube meiner Meinung die schönere Stimme.


Lieber Kapellmeister Storch,

Der Hinweis auf die jungen Russin Venera Gimadieva liegt natürlich in der Luft. Ich habe ihn mir bei der Vorstellung von Ekaterina Bakanova verkniffen. Umso erfreuter war ich, dass Du ihn gebracht hast. Ich habe Venera Gimadieva als Lucia di Lammermoor in München gehört und fand sie großartig. Lass uns über einen Vergleich der beiden Soprane reden, wenn Du Venera Gimadieva gehört und hier vorgestellt hast.

Auf jeden Fall haben wir reichlich Grund, uns über diese beiden Entdeckungen zu freuen. Beide sind - falls die Angaben in Internet stimmen - erst 34 Jahre alt.

Liebe Grüße
Caruso41
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Boismortier

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Donnerstag, 15. November 2018, 21:23

Ich habe mir die Tage Ekaterina Bakarova angehört. In der Reihenfolge die Du gepostete hast @caruso41. Und mein erster Eindruck, die Traviata, war mäßig. Mit jedem Video gefiel sie mir allerdings besser. Ich habe heute dann nochmal quergehört und kann jetzt Deine Begeisterung für diese Sängerin eher nachvollziehen.
Aber in der Traviata gefällt sie mir immer noch nicht. Der ein oder andere Ton ist nicht ganz sauber intoniert, ihre Posen bei den hohen Tönen mag ich nicht ( ok, zweimal war das ), und sie drück die Töne kurz vor dem Atmen so nach. Erst dachte ich es wäre eine falsche Technik, mittlerweile vermute ich es ist ihre Interpretation, aber das gefällt mir eben nicht. Naja, die Aufnahme ist ja auch schon von 2014 und man merkt in den folgenden Videos, dass sie besser geworden ist.
In La Rondine mag ich sie und finde besonders ihre Schauspielerei schön, da fühlt und lebt man richtig mit. Am Besten gefällt sie mir als Micaela, die habe ich grade eben zweimal angehört :), und in dem Mercadante.

Viele Grüße
Boismortier

rodolfo39

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Donnerstag, 15. November 2018, 22:41

Mir gefällt der Sopran von Ekaterina Bakarova auch sehr gut. Er klingt noch relativ unverbraucht. Bei la Traviata singt ja fast jede Sopranistin das Finale des ersten Aktes Sempre libera anders, aber sie macht es mit einer Leichtigkeit und ohne Schärfen.

Caruso41

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Gestern, 10:12

Liebe Boismortier!

Ich habe mir die Tage Ekaterina Bakarova angehört.

Du hast Dich ja offenbar sehr intensiv mit Ekaterina Bakarova beschäftigt! Sehr interessant! Deinen Urteilen kann ich nur voll und ganz zustimmen. Von den eingestellten Aufnahmen gefällt mir die Arie der Michaela ("Carmen") auch am besten. Die ist wirklich nicht ohne Tücken und wenn ein Sopran sie so gut singt und so differenziert gestaltet, ist das schon rühmenswert. Auch die Ausschnitte aus Mercadantes "Bravo" finde ich eindrucksvoll. Aber bei den Stücken hat man überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich kenne nur die Aufnahmen mit Miwako Matsumoto und Janet Perry! Die sind eigentlich nicht wirklich überzeugend.

Was die "Traviata" angeht, kann ich Deine Einwände verstehen. Den 3. Akt finde ich zwar hörenswert aber die Arie aus dem ersten Akt offenbart doch einige Schwächen. Es wäre zu wünschen, dass bald Aufnahmen von ihrer Londoner Violetta eingestellt werden, die doch besser gesungen und merklich reifer gestaltet war.

Mir gefällt der Sopran von Ekaterina Bakarova auch sehr gut. Er klingt noch relativ unverbraucht. Bei la Traviata singt ja fast jede Sopranistin das Finale des ersten Aktes Sempre libera anders, aber sie macht es mit einer Leichtigkeit und ohne Schärfen.

Ja, mit der Arie im Finale des ersten Aktes der "Traviata" gehen die Soprane eigentlich wirklich sehr frei um. Jede versucht wohl, die vertrackten Koloraturen ihren stimmlichen und vor allem technischen Möglichkeiten anzupassen. Trotzdem klingt das nicht selten ungelenk.

Ein Thread zu der Arie wäre wirklich lohnend. Gibt es eine Sängerin, die den Notentext präzise ausführt und dabei das vermittelt, was Verdi sich vorstellte: Die Freude über die erwachte Liebe, aber auch die überschäumende Lust am Leben, das doch so begrenzt ist, und schließlich die hysterische Gier nach eben diesem Leben?
Immerhin, in der Aufführung, die ich dieses Jahr live gehört habe, konnte Ekaterina Bakarova etwas davon vermitteln.

Euch beiden einen schönes Wochenende

und liebe Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

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Caruso41

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Heute, 11:07

Jakub Józef Orliński - Die neueste CD

Lieber Fiesco!
Nun habe ich auch die neue CD von Jakub Józef Orliński gehört. Wir hatten ihn ja hier im Forum im Beitrag #541 vorgestellt (weitere Eindrücke werden geschildert unter den Beiträgen #543, 547, 550, 562ff. 577, 586, 604ff., 817, 871ff.)

Es war für mich ein ganz besonderes Vergnügen die CD "Anima Sacra" zu hören.
Die Stücke selbst haben mich nicht so sehr gefesselt, aber der Gesang des jungen Polen umso mehr.

Die Aufnahme ist schön, aber nicht spektakulär mit diesen sakralen Werken, seine Stimme passt allerdings gut dazu.
Allerdings kann man einiges ungehörte entdecken!

Zu "spektakulär", ich meine da fehlt mir halt das gewisse *Etwas*, was mit div.Arien interessanter gewesen wäre, die Koloraturen kommen gut rüber, aber durch das gesungene sich in Grenzen hält! Das heißt nicht, es wird nicht gut gesungen!


Orliński verleiht den Stücken einen verinnerlichten Ausdruck, der durch Schlichtheit und feine, oft irisierende Farbgebungen gekennzeichnet ist. Er singt das alles mit einer Natürlichkeit, die mich einfach begeistert.
Man muss weder anämische Klänge ertragen noch zirzensische Lektionen. Was die Aufnahmen für mich so einzigartig macht, ist das Changieren zwischen Keuschheit und Sinnlichkeit. Man muss nicht Freund der eher vergessenen Komponisten sein und kein Fan von Countertenören, um diese CD genießen zu können! Ich zumindest habe sie sehr genossen.

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

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