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Joseph II.

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Sonntag, 28. Oktober 2018, 18:48

Lieber Holger,

in der DG-Box von Markevitch ist die ältere Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern vom Dezember 1953 (folglich Mono) drin. Alle Details auf der offiziellen Seite.

Und die entsprechende Rezension findet man bei amazon.com. Ich meine das auch noch irgendwo anders gelesen zu haben, kann mich aber nicht genau entsinnen, wo. Hier in dieser Rezension steht auch etwas dazu:

"According to the newsgroups the first run of this set included some momentary silences in middle of some movements. Theo Lap – who is Newton Classics – dealt with the matter with admirable candour and integrity. The first run was withdrawn and a new run - from which mine clearly came - issued with replacements to those who had the first set."

In der Newton-Neuauflage fehlt zudem "Francesca da Rimini".

:hello:
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Dr. Holger Kaletha

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152

Sonntag, 28. Oktober 2018, 19:16

Und die entsprechende Rezension findet man bei amazon.com. Ich meine das auch noch irgendwo anders gelesen zu haben, kann mich aber nicht genau entsinnen, wo. Hier in dieser Rezension steht auch etwas dazu:
Ich verstehe allerdings nicht so Recht, was gemeint ist. Demnach ist das wohl kein technischer Fehler, sondern durch das Remastering bedingt fallen diese Stillemomente nun auf?

Schöne Grüße
Holger

Dr. Holger Kaletha

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153

Sonntag, 28. Oktober 2018, 23:44

Ich habe nochmals genau geschaut: Es ist nur eine einzige Rezension von 2011, wo über einen Aussetzer von 1/2 Sekunde zu lesen ist. Alle anderen späteren Rezensionen erwähnen diesen Fehler nicht. Ein Fehler auf der CD äußert sich eigentlich auch anders: durch Klickern des Lasers. Aussetzer dieser Art (Tonausfall) hatte ich kürzlich bei Mrawinsky (s.o.!) wegen Übersteuerung - aber nur auf dem einen meiner CD-Spieler, beim anderen lief die CD problemlos durch. Dann ist der Fehler nicht die Pressung, sondern wird verursacht durch die Aufnahme (extrem ausgesteuert). Damit kommt offenbar nicht jeder CDP gleich gut zurecht. Ich habe mir die CDs gebraucht bestellt - die älteren Philips-Ausgaben, das ist einfach erheblich billiger. Nach kurzem Reinhören merkt man sofort: Markewitch ist eine Klasse für sich! Danke Joseph! :hello:

Schöne Grüße
Holger

nemorino

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154

Montag, 29. Oktober 2018, 10:32

Nach kurzem Reinhören merkt man sofort: Markewitch ist eine Klasse für sich!

Lieber Holger,

das kann ich nur bestätigen, und das gilt nicht nur für Tschaikowsky!

Markevitch ist sich, was die Pathétique angeht, im Gegensatz zu Ferenc Fricsay auch über die Jahre treu geblieben. Das zeigen die Spielzeiten im Vergleich: Zuerst die Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern aus 1953 (DGG, mono): 1. Satz: 19.05 / 2. 7.43 / 3. 8.51 / 4. 10.00 Min.
Dagegen die Philips-Aufnahme mit dem London SO von 1967 (?): 1. Satz: 18.35 / 2. 7.31 / 3. 9.20 / 4. 9.46 Min.:

Leider fehlt das exakte Aufnahmedatum, klanglich ist sie jedenfalls o.k.
Mit Ausnahme des dritten Satzes ist Markevitch in seiner Stereo-Aufnahme einen Tick schneller, aber insgesamt wirkt es sich kaum auf die Interpretation aus. Die PHILIPS-Version ist aber klar durch die Stereotechnik im Vorteil. Deshalb scheint mir die ältere Berliner Aufnahme entbehrlich zu sein, während sein Londoner Zyklus nach wie vor zu den wesentlichen Einspielungen zu rechnen ist.

LG Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

Joseph II.

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155

Montag, 29. Oktober 2018, 13:23

Leider fehlt das exakte Aufnahmedatum, klanglich ist sie jedenfalls o.k.

Lieber nemorino, das liefere ich gerne nach. Auf den beiden Doppel-CDs des ursprünglichen Gesamtzyklus ist das alles genau angegeben. Übrigens empfinde ich den Klang sogar deutlich besser als bloß o.k. Nachdem ich die Aufnahme der "Pathétique" gestern nochmal komplett hörte (und wieder begeistert war), würde ich sogar von einem sehr guten Stereoklang sprechen.



Nun aber die Aufnahmedaten, die ich gleich für die Gesamteinspielung liefere:

Nr. 1: London, 2/1966
Nr. 2: London, 3/1965
Nr. 3: London, 3/1965
Nr. 4: UK, 10/1963
Nr. 5: UK, 2/1966
Nr. 6: UK, 1/1962
Francesca da Rimini: London, 10/1974

Die Symphonien wurden alle mit dem London Symphony Orchestra, Francesca da Rimini mit dem New Philharmonia Orchestra eingespielt. Wieso kein genauer Aufnahmeort angegeben ist (bei Nr. 4-6 nur "UK", aber sicher auch London), weiß ich allerdings auch nicht. Die "Pathétique" wurde also als erstes eingespielt.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

nemorino

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156

Montag, 29. Oktober 2018, 16:55

Lieber Joseph II.,

vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich habe aus dem Londoner Zyklus nur zwei Sinfonien, die 5. und die 6., aus der Billigserie "Klassik für Millionen".

Bei der Fünften sind die genauen Daten angegeben, bei der Sechsten nicht. Die ist mit der "Hamlet"-Ouvertüre gekoppelt, und es ist nur vermerkt: P 1962/68. Ich hatte deshalb 1967 als Aufnahmejahr für die Pathétique angenommen. Nun ist alles klar. Danke, auch für die Info, dass der Klang ausgezeichnet ist. Ich habe mich selber soeben davon überzeugt.

LG Nemorino
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nemorino

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Montag, 29. Oktober 2018, 17:10

In sehr guter Erinnerung ist mir auch die "Pathétique" aus dieser GA, die ich allerdings nur von der LP her kenne:


Antal Dorati mit dem London Symphony Orchestra (Aufnahme: 6/1960). Es gab sie m.W. auch einzeln auf CD.

LG, Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

Dr. Holger Kaletha

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158

Montag, 29. Oktober 2018, 19:50

das kann ich nur bestätigen, und das gilt nicht nur für Tschaikowsky!
Da hast Du ganz sicher Recht, lieber Nemorino! :hello:

Schöne Grüße
Holger

nemorino

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159

Dienstag, 30. Oktober 2018, 19:44

Heute abend nach langer Pause mal wieder gehört:

Pierre Monteux mit dem Boston Symphony Orchestra (Aufnahme: 1/1955, Boston, Symphony Hall).
Eine schöne, sehr engagierte Interpretation, ganz unsentimental, von einem Franzosen, der viele Jahre in den USA gelebt und gearbeitet hat.

LG, Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

teleton

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160

Dienstag, 30. Oktober 2018, 21:44

RE: Monteux .... Dorati

Pierre Monteux mit dem Boston Symphony Orchestra (Aufnahme: 1/1955, Boston, Symphony Hall).
Eine schöne, sehr engagierte Interpretation, ganz unsentimental, von einem Franzosen, der viele Jahre in den USA gelebt und gearbeitet hat.

Lieber Nemorino,

der Einschätzung kann ich zustimmen ... nicht mehr und nicht weniger ...
Ich hatte mir letzte Woche die Monteux-8CD-Box gekauft. Aber nicht wegen den Tschaikowsky - Sinfonien Nr.4-6, von denen ich gar keine grossen Erwartungen hatte. Sondern das Khatchaturian-VC, das Brahms-VC + die Franck-Sinfonie d-Moll (die Besten jemals gehörten Int), R.Strauss-Tod und Verklärung, Strawinsky - Petruschka und die Saint-Saens - Havanaise mit Kogan halte ich für den herausragenden Inhalt.
So gepackt wie Mrawinsky oder Swetlanow hat mich diese "schöne" und gut gespielte Int mit dem Boston SO der Pathetique bei weitem nicht ...


*** Ich bin ja nun mit den Tschaikowsky-Sinfonien so zahlreich und voll zufriedenstellend ausgestattet, dass ich mir eigentlich keine weiteren Aufnahmen kaufen würde.
:!: Aber die GA mit Antal Dorati mit dem London Symphony Orchestra (MERCURY, Aufnahme: 6/1960), die Du in Beitrag 157 vorgestellt hast und die auch von Lutgra im neuen Thread für "Bedeutende Tschaikowsky-Aufnahmen genannt wird --- ja - die würde ich mir auch noch zulegen und schaue bereits seit Jahren nach einem guten Angebot im Netz ... aber für den derzeitigen und langjährig hoch bleibenden Preis kommt diese GA noch nicht zum Kauf in Frage ... ;) 8-) :D man sollte es nicht übertreiben.

Ich habe die Decca-Doppel-CD mit den herausragenden Aufnahmen der Sinfonischen Dichtungen und anderen Kurzorchesterwerken mit Dorati / Detroit SO --- auch das ist Megaklasse von Int und Klangtechnik !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

nemorino

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161

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 20:17

So gepackt wie Mrawinsky oder Swetlanow hat mich diese "schöne" und gut gespielte Int mit dem Boston SO der Pathetique bei weitem nicht ...

Lieber Wolfgang,

da will ich gar nicht widersprechen, aber ich bin nun einmal ein Verehrer von Pierre Monteux und habe fast alle seine kommerziellen Nachkriegsaufnahmen in meiner Sammlung. Sein Tschaikowsky ist nicht spektakulär, aber trotzdem sehr hörenswert. Vor allem vermeidet Monteux alle Sentimentalitäten.

die GA mit Antal Dorati mit dem London Symphony Orchestra (MERCURY, Aufnahme: 6/1960), die Du in Beitrag 157 vorgestellt hast und die auch von Lutgra im neuen Thread für "Bedeutende Tschaikowsky-Aufnahmen genannt wird --- ja - die würde ich mir auch noch zulegen und schaue bereits seit Jahren nach einem guten Angebot im Netz ... aber für den derzeitigen und langjährig hoch bleibenden Preis kommt diese GA noch nicht zum Kauf in Frage
Mir geht es ebenso! Ich hatte zwei Einzelaufnahmen aus der Dorati-GA auf LP, aber die CD-Box ist schon seit Jahren so teuer (selbst gebraucht), daß ich vom einem Kauf bisher abgesehen habe. Wie Du richtig sagst:
man sollte es nicht übertreiben.

Auch ich bin mit Tschaikowskys "Pathétique" reich gesegnet!

LG Nemorino
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nemorino

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162

Donnerstag, 1. November 2018, 18:04

Es gibt neben der bekannten Giulini-Aufnahme aus Los Angeles (DGG) noch eine frühere, die im Juni 1959 von EMI produziert wurde. Sie ist u.a. in diesem Doppelalbum enthalten:

zusammen mit der selten aufgeführten Sinfonie Nr. 2 op. 17 (aufgenommen: 9/1956, Stereo).
Carlo Maria Giulini dirigiert das Philharmonia Orchestra London.

Ich kenne nur die "Pathétique" von der LP, die ich aber sehr lange nicht gehört habe. Ich habe sie aber in positiver Erinnerung. Die Aufnahme der Zweiten wurde seinerzeit von der Kritik wohlwollend besprochen, es gab aber Ende der 50er Jahre kaum ein Vergleichsprodukt. Sie liegt mir nicht vor.

LG, Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).