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teleton

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Donnerstag, 1. November 2018, 15:37

Aaron Jay Kernis - Orchesterwerke

Aaron Jay Kernis wurde am 15.Januar 1960 in Philadelphia geboren und ist ein bedeutender amerikanischer Komponist des 20.-21-Jhd.
Er studierte an der Manhattan Scholl of Music bei John Adams und Charles Wuorinen. Für sein Kammermusikalisches Schaffen erhielt er 1993 den Stoeger Preis. Aber auch seine interessante Orchesterwerke machen ihn zu einem interessanten Komponisten unserer Zeit.

Eine Auswahl der Orchesterwerke:
Colored Field für Englischhorn und Orchester (2002)
Symphony in Waves
Newly Drawn Sky
Too Hot Toccata
Second Symphony (1991)
Musica Cestica für Streichorchester (1990)
Invisible Mosaic III (1988)


Die letzen drei Orchesterwerke habe ich dieser Tage wiedereinmal mit Begeistung auf der ARGO-CD gehört. Diesen amerikanischen Neutöner möchte ich heute den Klassikhörern als hochinteressanten Zeitgenossen vorstellen.
Die CD hatte ich vor 10Jahren von einem Klassikfreund, der weiss worauf ich stehe, bekommen - es war Guercouer.

Die Sinfonie Nr.2 (1991) hat drei Sätze
1. Alarm
2. Air / GRound
3. Barricade

Schon an den Satzbezeichnungen kann man die Intentionen des Komponisten erkennen: Protest !
Das Werk ist trotz seiner modernen Tonsprache, die auch in Richtung atonal geht, trotzdem voll geniessbar. Jedenfalls nach meinem Empfinden (das muss nihct allgemein gelten !)
Die Musik packt und reisst mit.
Ich habe nicht viele Informationen zu dem Werk. Aber die expressive Tonsprache erzeugt eine Begeisterung für diese aufgewühlte Sinfonie.
Die amazon-Kritiken der CD geben eine ganze Menge willkommenen Informationen (in Engisch) zu der Sinfonie. (Dauer = 26:28)

Die anschliessende Musica Celestis (1990) wirkt wie ein fortsetzender Ruhepunkt zu der wilden Sinfonie. Die wunderbare atmosphärische Einleitung mit gedämpften Streichern und die weitere Atmosphäre berührt. Gut gemacht !
Die Musik hat etwas von moderner und bester NewAge-Musik - nur ungleich komplexer und mit Orchester. (Dauer = 12:43)

Auch das abschliessende Werke Invisible Mosaic III (1988) mit seinen farbigen Klängen wühlt wieder durch seine emotionale Tonsprache auf. (Dauer = 16:47)


:!: Die 3 Orchesterwerke werden von Hugh Wolff mit dem City of Birmingham PO in einer von Perfektion besessenen Weiese dargeboten, die auch in ihrer modernen Spitzen-Klangtechnik voll überzeugt.



ARGO, 1997, DDD


:hello: Wer etwas zu Aaron Jay Kernis beitragen kann - weitere Beiträge willkommen !
Gruß aus Bonn, Wolfgang