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sagitt

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121

Montag, 2. Oktober 2017, 19:59

Lieber Wlli

ich habe keine Daten,aber music@michael-leslie.eu. Er ist sehr freundlich.


Liebe Grüße


Hans

P.S. Er wird sich bestimmt ! über Deine Besprechung freuen

Dr. Holger Kaletha

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122

Dienstag, 3. Oktober 2017, 10:28

Beethoven, Sonate Nr. 29 B-dur op. 106, "Hammerklavier-Sonate"
Michael Leslie, Klavier
AD: 2008
Spielzeiten: 9:53-2:32-15:41-2:37-8:52 --- 39:35 min.;
Das müsste eine "Pfleid-Recording" sein, lieber Willi. Ich habe einige davon, u.a. die Diabelli-Variationen mit Leslie. Interpretatorisch ist das sehr gut, klangtechnisch war ich davon allerdings nicht so überzeugt.

http://www.sengpielaudio.com/Aufnahmetec…idrecording.pdf

Ich schaue nachher mal nach, ob ich auch die "Hammerklaviersonate von ihm habe!

Einen schönen Feiertag wünscht :hello:
Holger

Dr. Holger Kaletha

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123

Sonntag, 7. Januar 2018, 12:30

Neue Perahia-Aufnahme erscheint am 9.2.

Schon gesehen? :)



Schöne Sonntagsgrüße
Holger

William B.A.

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124

Sonntag, 7. Januar 2018, 13:29

Nein, hatte ich noch nicht, lieber Holger. Schönen Dank für den Tipp. Aber jetzt noch einen Tipp für dich:

Hier ist sie noch etwas günstiger:



Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

HolgerB

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125

Sonntag, 7. Januar 2018, 16:00

Schon gesehen? :)



Schöne Sonntagsgrüße
Holger


Bereits am 03.01. hatte ich auf diese Neuerscheinung im Thread „Kommende Neuerscheinungen“ hingewiesen ... ;)

Gruß
Holger
"Es ist nicht schwer zu komponieren.
Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen"
Johannes Brahms

Dr. Holger Kaletha

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126

Sonntag, 7. Januar 2018, 18:13

Aber jetzt noch einen Tipp für dich:

Hier ist sie noch etwas günstiger:
Danke, lieber Willi! :)
Bereits am 03.01. hatte ich auf diese Neuerscheinung im Thread „Kommende Neuerscheinungen“ hingewiesen ... ;)
Das habe ich glatt übersehen, lieber Holger!

Schöne Grüße
Holger

Dr. Holger Kaletha

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127

Sonntag, 7. Januar 2018, 19:33

Gerade sehe ich: Bei jpc ist die CD zur Einführung auch preisreduziert. Bei Amazon muss man ja, falls man kein Prime nutzt, noch 3 Euro Porto draufrechnen. Dann ist jpc doch etwas günstiger. :D

Schöne Grüße
Holger

William B.A.

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128

Montag, 8. Januar 2018, 00:36

Zitat

Dr. Holger Kaletha: Bei Amazon muss man ja, falls man kein Prime nutzt, noch 3 Euro Porto draufrechnen. Dann ist jpc doch etwas günstiger.

Richtig, aber wenn man Prime-Kunde ist und so viele CD`s kauft wie ich, lohnt sich das allemal. :D

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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William B.A.

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129

Freitag, 2. März 2018, 19:50

Paul Lewis, 2005/2006


Beethoven, Sonate Nr,. 29 B-dur "Hammerklaviersonate"
Paul Lewis, Klavier
AD: 2005/2006
Spielzeiten: 11:35-2:43-18:27-12:49 --- 45:24 min.;

Paul Lewis ist temporal wesentlich moderater als Michael Leslie und auch noch langsamer als Steven Kovacevich, die ich zuletzt vor einigen Monaten besprochen hatte.
Er spielt das Ganze in einem großen, majestätischen Bogen, wobei er die zeitlichen Bewegungen vorzüglich ausführt, besonders das herausragende Ritartando am Schluss des Hauptthemas II (Takt 32 bis 34) im Verein mit den dynamischen Bewegungen, dem großen Crescendo poco a poco (Takt 11 bis 15), den häufigen Dynamikwechseln im Hauptthema II (Takt 17 bis 22), dem anschließenden Crescendo (Takt 24 bis 27 und dem abschließende Diminuendo (ab Takt 31).
Auch der Übergang zum Seitenthema im Hauptthema III (ab Takt 39) sowie das Seitenthema selbst sind vom Feinsten. Er erweist sich hier wieder einmal als ein großer Legatospieler.
In der 2. Phase des Seitenthemas (ab Takt 64 mit Auftakt) spielt er die kleinen Ritardandi ganz ausgezeichnet sind es die Bögen mit den Oktavierungen, die so wunderbar hervortreten.
Auch die wundersame Schlussgruppe mit dem lyrischen ersten Gedanken (ab Takt 100) den Gewichtigen Ganzen-Akkorden im Mittelteil und dem staccatoförmigen 2. Gedanken spielt er wirklich mitreißend. Natürlich wiederholt er auch die Exposition.
Auch in der Wiederholung kann sein kontrastreiches Spiel in Tempo und Dynamik nur gelobt werden.
Dem schließt sich eine kraftvolle Einleitung der Durchführung an, die dann durch ein Pianissimo-Tal in eine neuerliche Steigerung in zwei kraftvollen glockenförmigen Oktavsprüngen zum Kern der Durchführung hin ausläuft.
Im Kern der Durchführung setzt er die 4 Einsätze des Fugatos deutlich voneinander ab, ohne den Fluss zu unterbrechen, wobei er die dynamische Steigerung von der Mitte des 1. Einsatzes (Takt 144) aus bis zum Beginn des 3. Einsatzes organisch in die Entwicklung einfließen lässt.
Im zweiten Fugato-Abschnitt ab Takt 177 mit Auftakt lässt er die Achtelsekund leicht durch die Oktaven hüpfen, bis die ff-Akkorde ab dem zweiten Themeneinsatz in c-moll (Takt 181) das Regiment übernehmen und in einer schier endlosen ff-Figur über fast 20 Takte dennoch im sog. Stillstand ab Takt 197 in einem grandios gespielten Diminuendo-Ritardando zur Ruhe und zum Stillstand kommen.
Dann spielt Lewis ein wirklich berührendes, tief in den musikalischen Kern vordingendes Cantabile-Espressivo (ab Takt 201 nach dem Doppelstrich) und im letzten Teil der Durchführung ( zur Reprise hin) wunderbare Intervallsprünge. Ich bin, nicht erst seit dieser Aufnahme, der Meinung, dass man diese Entwicklungen besser darstellen kann, wenn man nicht in der Hauptsache versucht, die Metronomvorgaben Beethovens zu erfüllen, wenngleich der eine oder andere hoch virtuos veranlagte Pianist (z. B. Korstick), es doch schafft, in diesem Abschnitt zum Kern vorzudringen.
Lewis hat hier den Zwang nicht, in der Reprise aus einem hohen Tempo heraus , z. B. in der Modulation der Reprise (ab Takt 234 mit Auftakt, die temporalen Bewegungen zu gestalten, er kann sich aus einem weniger hohen Tempo heraus die Verläufe optimal gestalten und wiederum ein einem herausragenden Diminuendo-Ritardando (Takt 264 bis 267) auslaufen.
In einer neuerlich kontrastreichen Rückleitung gelangt er dann wieder zum berückenden Seitensatz, der, wie es gehört die nötige Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, wobei hier die Oktavierungen unterbleiben, in der dritten Seitensatzphase (ab Takt 313) jedoch wieder auftauchen und in die rhythmisch und dynamisch kontrastreiche und sehr ausdrucksvolle Schlussgruppe übergehen,, der er eine ebenfalls grandios gespielte Coda folgen lässt.

Im Scherzo ist Paul Lewis etwa zeitgleich mit Stephen Kovacevich, aber etwas langsamer als Michael Leslie und deutlich langsamer als Michael Korstick.
Dynamisch spielt er, wie schon im Kopfsatz sehr aufmerksam den Vorgaben der Partitur entsprechend und bildet die Akzentverschiebungen von der Phrasenmitte in den ersten 12 Takten zum Phrasenanfang in den ersten vier Takten des Mittelteils (ab Takt 15 mit Auftakt und ab Takt 31 mit Auftakt in der Wiederholung) sehr deutlich ab. Auch an solchen Beispielen sieht man die frappierende mathematisch genaue Architektur des Sonatensatzaufbaus in Beethovens Klaviersonaten.
Im Trio zeigt sich wieder wie in etlichen ähnlichen Hörbeispielen, dass etwas weniger im Tempo mehr ist in Bezug auf die Transparenz der Wiedergabe, hier speziell bezogen auf die Achteltriolen in der Begleitung, die in schöner Regelmäßigkeit mit den Themen-Oktavakkorden die Oktaven wechseln.
Auch das Presto geht in seiner Struktur klar und deutlich ins Ohr des Hörers, und wieder ist das dynamisch exakte Spiel des Pianisten zu loben.
Im Scherzo II tritt die zusätzliche Achtel bei dieser klugen Tempogestaltung klar und deutlich hervor und fällt nicht unter den Tisch wie bei manchen, wie ich finde, zu schnellen Scherzos. Lewis spielt auch den temporal kontrastreichen Schluss (nach einem berührenden "poco ritartando" das Presto mit den originellen vier Schlusstakten auf dem hohen Niveau des bisher Gespielten.
So klingt es m. E., wenn der Pianist partiturtreu spielt und dabei sein hohes Können ganz in den Dienst der Musik stellt.

Im Adagio ist Paul Lewis deutlich langsamer als Stephen Kovacevich un noch deutlicher langsamer als Michael Leslie, aber ebenso deutlich schneller als Michael Korstick.
Dynamisch ist das sehr beeindruckend. noch mehr aber nimmt mich die musikalische tiefe seines Spiels gefangen, ganz entspannt, nicht zu sehr nach außengekehrt, aber dennoch spannungsreich empfinde ich es, wie er kleine und große Bögen, aber auch die Non-Legato-Abschnitte zu einer ganz großen Bewegung zusammenfasst und in den ersten schier überirdischen, von innen leuchtenden Bogen (Takt 14/15) hineinfließen lässt und es dann trotz des Zurückfallens in das traurige fis-moll weiter fließen, um wenige Takte später den Bogen nochmals leuchten zulassen, diesmal in einer zusätzlich Oktavierung nach oben- wunderbar!
Und dann stimmt er den bewegteren, aber ebenso tieftraurigen "con grand espressione"-Teil an (ab Takt 28 mit Auftakt), wo es wogt, dann aber, wie aus dem Nichts sich auflöst (Takt 33 in der zweiten Sechzehnteltriole) und zu dieser einmaligen überirdischen Überleitung zu jenem himmlischen Seitenthema geformt wird, das mich seit vielen Jahren gepackt hat. Lewis spielt das trotz der enormen musikalischen Dichte sehr klar und gleichzeitig sehr berührend.
Und das himmlische Seitenthema selbst ist eine Offenbarung bei einem hochlyrischen Pianisten wie Paul Lewis, und er führt ganz organisch dieses Seitenthema über die schon früher beschriebenen signalartigen Sext-Terz-Kombinationen, hier in Takt 63 und 65/66 in die Durchführung hinein, die geprägt ist von den originellen aufsteigenden Sechzehntelfiguren und zudem der kürzeste Teil des Adagios ist, in hellen Es-dur beginnt und im letzten Viertel wieder im fis-moll endet und im Smorzando (Takt 86) versinkt und Platz macht für die Reprise, in der Beethoven das Thema wieder in neuem Gewande präsentiert, zunächst in den spektakulären Zweiunddreißigstelläufen in der hohen und ganz hohen Oktave, die kontrastiert werden von dreistimmigen , später auch vierstimmigen Akkorden, die zwischen Quinte und Dezime changieren un d im Bass unerbittlich den Takt schlagen. Grandios, wie Lewis das spielt in teilweise weit ausladenden dynamischen Bewegungen, am Ende dieser Sequenz in wunderbaren, gleichsam sich ständig wandelnden Figuren und Oktavierungen auslaufen, bevor in einer neuerlichen Auflösung in Takt 108 mit Auftakt zunächst wieder das "grand espressione und dann die ebenfalls gewandelten überirdischen Überleitung wieder ankündigt, auf dem Wege dahin im Bass von großen Intervallsprüngen kontrastiert. Lewis führt mit großer Ruhe und gleichzeitig leidenschaftlichem Spiel wiederum kongenial zum himmlischen Seitenthema (ab Takt 129)hin, , das am Ende wieder über unsere schon bekannten Sext-Terz-Kombinationen zur wundersamen Coda hinführt, in dem noch einmal kurz das Seitenthema auftaucht, dann aber in einer furiosen Steigerung untergeht, Lewis spielt das auch furios mit drei hammerharten sehr dichten Zweiunddreißigstel-Sextolen am Ende von Takt 165, bevor das Hauptthema mit langem Atem und einem ausgedehnten ritardando alles wieder unter dem wunderbaren Bogen zur Ruhe bringt und nach einem letzten Crescendo das lange Geschehen mehr und mehr zusammensinkt und in einem wunderbaren ätherischen Fis-dur, Morendo in einem letzten gebrochen Akkord vergeht.
Ein überragend gespielter Satz!

Das einleitende Largo des Finales spielt Lewis, wie ich meine, in angemessenem Tempo, wiederum die dynamischen Akzente sorgfältig ausführend. Auch das anschließende Allegro (ab Takt 3) spielt er überschaubar und dynamisch in den entsprechenden Kontrasten.
Auch im "tenuto"-Teil (Takt 9 un f 10) spielt er mit reduziertem Tempo und präzisen Abstufungen in den Zweiunddreißigstel und Achteltriolen und lässt es organisch in den hochrhythmischen "a tempo"-Teil (Takt 10, Forts.) einfließen. Weil er diesen Abschnitt ganz langsam beginnt, ist sein Accelerando um so größer und gefällt mir über die Maßen. Auch das Crescendo ist außerordentlich.
Im I. Teil des Allegro risoluto,. der Exposition des Themas in B-dur, Tat 16 bis 84, liest der Hörer dank des maßvollen Tempos und es rhythmisch wie dynamisch präzisen Spiels wie in einem offenen Buch und kann immer besser erkennen, mit welchen raffinierten Mitteln hier den Fortgang des Satzes überschaubar gestaltet, mal in den Sechzehntelläufen durch Basstriller am jeweiligen Taktanfang strukturiert, mal durch wiederholte identische Sechzehntelfiguren im Bass, mal durch die Verlagerung des Themas in die hohe Oktave. Wenn der Pianist als oberste Maxime die möglichst schnelle und virtuose Bewältigung des höchstschwierigen Satzes im Sinn hat, ist dieser Aufbau kaum nachzuverfolgen, kommt der Hörer ein um's andere Mal ins Schwimmen (und der Pianist manchmal auch). Paul Lewis macht das hier, wie ich finde, ganz im Sinne des Zuhörers sehr transparent.
In diesem Sinne geht es im II. Teil, Takt 85 bis 152der Vergrößerung in es-moll, weiter. Hier trägt er der Gestaltung des Gehaltes durch hochdynamische Sforzandoketten und kreuz und quer über die Oktaven hüpfende Trillerketten Rechnung, wobei er die dynamischen Bewegungen in den Fluss mit einbindet, wobei dieser durch die kunstvoll eingestreuten Viertel- und Achtelpausen immer wieder kurz stockt, aber immer wieder weitergeht.
Im III. Teil, dem Rücklauf des Themas in h-moll, Takt 153 bis 207, gestaltet er die verschiedenen Stilmittel Beethovens auch sehr transparent, in der ersten Hälfte im "cantabile" die langen Bögen in den Halben und Vierteln, von den Sechzehntelläufen darunter kontrastiert, anschließende die Sechzehntelläufen oben, dann wieder gewechselt, und im zweiten Teil durch die schon vorher einmal angewandten Repetitionen von gleichen oder ähnlichen musikalischen Sechzehntelfiguren in stets verschiedenen Lagen.
Im IV, Teil schließlich, Takt 208 bis 249, in dem das Thema umgekehrt wird und der die Mitte (und den Höhepunkt) des Allegro risoluto markiert, wie ich schon früher einmal ausführte, erweitert Beethoven sein Repertoire an musikalischen Mitteln, indem er nicht nur kleinere oder größere Figuren auf gleicher oder unterschiedlicher Höhe wiederholen lässt, sondern auch unterschiedlich lange Tonfolgen in beiden Oktaven parallel laufen lässt, z. B. in Takt 220 oder 222 oder schließlich ähnlich strukturierte Figuren gegenläufig spielen lässt, so ab Takt 229, schließlich endend in diesen beispiellosen wilden Trillersprüngen Takt 242 bis 246. Paul Lewis setzt all das, wie ich meine, absolut gekonnt und sachdienlich um und endet diesen auch von der Schwierigkeit her absoluten Höhepunkt des Satzes in donnernden Fortissimoakkorden.
Auch den V. und kürzesten Teil, jene ruhevolle "Insel, die Durchführung des zweiten Themas in D-dur, Takt 250 bis 278, spielt Lewis sehr anrührend, mit klarem, die3sseitigen Ton ganz im Bachischen Stile, wie ich finde.
Den VI. und längsten Teil, bestehend aus drei Abschnitten, zuerst die gleichzeitige Ausführung beider Themen in B-dur, dann zweifache Ausführung des 1. Themas in B-dur, schließlich die Schlussankündigung der Durchführung in B-dur, schließt Lewis voll konzentriert und "ben marcato" mit gestiegenem dynamischen Niveau und rhythmischer Kraft an.
Hier fährt Beethoven noch einmal alles auf, was ihm an Gestaltungsmitteln zur Verfügung steht, und Lewis fährt noch einmal alles an Können auf, was ihm zur Verfügung steht. Zusammen ergibt das ein atemberaubendes Procedere, das Lewis mit der grandios gespielten unglaublichen Coda zu einem würdigen Ende führt.
Eine herausragende Interpretation!

Liebe Grüße

Willi :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

William B.A.

Erleuchteter

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130

Sonntag, 6. Mai 2018, 22:30

John Lill, AD: ?


Beethoven, Sonate Nr. 29 B-dur op. 106 "Hammerklavier-Sonate"
John Lill, Klavier
AD: ?
Spielzeiten: 11:34 - 2:52 - 24:39 - 13:15 --- 52:16 min.;

John Lill legt sehr moderate Spielzeiten vor, wie wir es von allen seinen bisherigen Aufnahmen kennen. Jedoch bei den meisten bisher von mir besprochenen Aufnahmen gehörte er in die Spitzengruppe, bei den Sonaten Nr. 1, 2 und 3 habe ich ihn bisher als absolute Referenz gesehen, und bei der Nr. 11 hatte ich bisher nur Artur Schnabel über ihm eingeordnet. Lediglich bei den Sonaten Nr. 14 (Mondschein) und Nr. 26(Les Adieux) sah ich ihn weiter hinten.

Auch in der Hammerklavier-Sonate spielt er den Kopfsatz in moderatem Tempo, noch etwas langsamer als Paul Lewis, jedoch wesentlich langsamer als Michael Leslie, dynamisch jedoch auf den Punkt mit einem wunderbar kraftvollen, sonoren Klang und exakten dynamischen Bewegungen und prachtvollen Steigerungen sowie im Hauptthema II (Takt 17 bis 34) mit einem grandiosen abschließenden Diminuendo-Ritardando.
Auch im Hauptthema III ab Takt 35 und der anschließenden Überleitung mit dem Crescendo-Diminuendo hinein in die 1. Phase des Seitenthemas sind vom Feinsten. Das Seitenthema selbst gestaltet er in er 1. und 2. Phase (Takt 47 mit Auftakt bis Takt 74) und den eingeflochtenen Oktavierungen sehr anrührend, wiederum die vielfältigen dynamischen Akzente und Crescendi sorgfältig ausspielend und die temporalen Kontrasten flüssig aneinander reihend. Dem schließt sich in seinem hohen Niveau die 3. Phase des Seitensatzes an, die er in einer langen Steigerung zum Fortissimo hin auslaufen lässt.
In der unglaublich gespielten Schlussgruppe (ab Takt 100) senkt er nochmal das Tempo, was zu diesem tiefen Vordringen in den musikalischen Kern führt: "dolce ed espressivo", wie es gehört. Und dann die Steigerung unter dem Triller: das kann auch in diesem moderaten Tempo äußerst mitreißend wirken, wenn man es so intensiv spielt wie John Lill und dann im kurzen Übergang Takt 122 bis 124a diese beiden exakt gespielten Sforzandopiani- das erinnert mich in seiner Andersartigkeit, von der Länge und der Dynamik her, an den Übergang zur Wiederholung der Exposition an die andere große B-dur-Sonate, die von Schubert und die Diskussionen darum. Zuletzt hatte ich am vergangenen Wochenende mit Gerhard Oppitz darüber diskutiert, der die Wiederholung bei Schubert vehement verteidigte, mit dem Argument, dass man diesen einmaligen dynamischen Höhepunkt des Satzes doch nicht guten Gewissens wegfallen lass en dürfte.
Bei Beethovens Hammerklaviersonate hat es meines Wissens diese Diskussion gar nicht gegeben. Vielleicht gib t es sie ja in zwanzig Jahren bei Schuberts B-dur-Sonate auch nicht mehr.
Die Wiederholung der Exposition spielt John Lill genauso überzeugend wie die Exposition selbst, und wie vor, auch genau so transparent im Klang, dass man die Struktur blendend durchschauen kann.
Die Einleitung der Durchführung spielt er mit großer Kraftentfaltung und lässt die Fermatentakte 121b und 123b auf dem Fortissimo lange ausschwingen, was den dynamischen und temporalen Kontrast zum Durchführungsbeginn noch erhöht. Zu Beginn des Durchführungskerns gestaltet auch er die f-fp-Akkorde schön glockig.
Dann spielt er die vier Einsätze des Fugatos ab Takt 138 mit Auftakt, Takt 147 mit Auftakt, Takt 156 mit Auftakt und Takt 167 mit Auftakt und die entsprechenden musikalischen Begleitfiguren so deutlich, dass man die Struktur klar erkennen kann.
Desgleichen verfährt er mit dem zweiten Teil des Fugatos, in dem die Themenauftakte in der Dominate von c-moll, dann in c-moll, dann in der Dominante von Es-dur und dann in Es-dur auch deutlich hervortreten, spielt dann im Es-dur-Abschnitt eine fantastische Steigerung zum Stillstand hin (ab Takt 197), der in einem berührenden Diminuendo-poco Ritardando ausläuft, und das anschließende Cantabile-Espressivo , gestaltet er, sozusagen immer noch im "Stillstand-tempo", atemberaubend, bevor er den letzten Durchführungsteil zelebriert, mit den "Quasi-Glissandi", mit denen er ab Takt 224 zur Reprise überleitet- grandios!
Die Reprise, durch die Modulation des Themas nicht deckungsgleich mit der Exposition, ist für mich in dem moderaten Tempo mit dem noch dazukommenden Ritardando (ab Takt233) in diesem Abschnitt wie eine Offenbarung, die in ihrer Sanglichkeit sehr packend ist und die er, wie im Hauptthema II der Exposition, in eine unglaubliche Steigerung überführt, hier ab Takt 241. Hier steigert Beethoven (und mit ihm John Lill) das Ganze noch durch die dreimalige Oktavierung des Spitzentons auf dem Forte- und dann abermals das unvergleichliche Ritardando-Diminuendo, das der Rückleitung und dem dann folgenden ausführlichen Seitensatz (Letzterer ab Takt 279) vorausgeht: welcher herrliche Gesang zieht da wieder an uns vorüber, mit d en meisterlich ausgesungenen dynamischen Bewegungen und ausgespielten temporalen Rückungen und dann die ellenlange Steigerung über das zurücksinkende Cantabile zur Schlussgruppe hin, der dann direkt zu einer der grandiosesten Codas führt, die m. E. je komponiert worden sind- und John Lill spielt das mit dem gleichen großen Atem, mit dem er den ganzen Kopfsatz gespielt hat und der uns atemlos macht-
Welche eine Interpretation!!!

Auch im kurzen, aber doch in seiner rhythmischen und dynamischen Vielfältigkeit überraschenden Scherzo, allein- bei Beethoven auch wiederum nicht, führt uns John Lill in seiner interpretatorischen Sorgfalt sicher durch die Partitur, allein schon der Unterschied in den dynamischen Akzenten, im 1. Thementeil und in der Fortsetzung (Takt 1ff und Takt 7 ff.) Betonung auf den Taktwechseln, und im Mittelteil (Takt 15 ff.) und in der Wiederholung (Takt 31 mit Auftakt bis Takt 33) Betonung auf der Drei in der zweiten Takthälfte, kommt sehr deutlich zum Tragen. Dabei ist ein besonderer Höhepunkt die Gestaltung der Taskte19 mit Auftakt bis 22, in denen er aus dem Piano ein berückendes Diminuendo spielt, ebenso in der Wiederholung, hier Takt 35 mit Auftakt bis 38.
Das Trio spielt er so transparent, dass jeder Ton an seinem Platz zu vernehmen ist. Bei anderen Pianisten, die das Scherzo zu schnell spielen, ist das nicht der Fall.
Er schließt das Trio mit einem mitreißenden Presto-prestissimo ab, wobei weniger das Grundtempo, sondern vielmehr die Entwicklung sowohl temporal als auch dynamisch wichtig ist.
Im Scherzo II (ab Takt 112) hört man die zusätzliche Achtel im Alt mit seltener Klarheit und dem Gewicht, das ihr gebührt. Auch das wiederkehrende Presto und das am Schluss noch einmal wiederholte Thema des Scherzo II schließt er auf hohem Niveau ab.

Das Adagio sostenuto spielt John Lill langsam, zwar nicht so langsam wie Michael Korstick, aber erheblich langsamer als Paul Lewis, und selbst noch langsamer als Grigory Sokolov bei seiner ersten Aufnahme vor 43 Jahren, im gleichen Jahr, als Swjatoslaw Richter die Hammerklaviersonate im Juni 1975 dreimal innerhalb von 16 Tagen aufnahm, am 2., 11. und 18. Juni in Prag, Aldeburgh und London, wie ich später in diesem Thread noch darlegen werde.
John Lill jedenfalls spielt von Anfang an mit großer Ruhe, gleichzeitig spannungsreich, aus einem tiefen Pianissimo heraus, gleichzeitig die sanften dynamischen Bewegungen und kleinen Crescendi in der mezza voce aufmerksam nachzeichnend.
Wie aus dem Nichts lässt er jenen berührenden Bogen in Takt 14/15 wie eine langsam aufgehende Sonne emporsteigen (Adorno nennt es: "Wie aus unermesslicher Tiefe geholt, führen die beiden Oktaven aus der A-dur-Terz zu dem überwältigenden fis-moll-Thema - tiefe Trauer in erhabener Ruhe" vgl. Wikipedia). Gerade an diese erhabene Ruhe denke ich bei Lills Interpretation. Und noch einmal, wieder durch die Dur-Auflösung in Takt 22 auf der Eins erscheinen diese zwei hellen Takte, diesmal sogar in einer doppelten Oktave, um gleich darauf wieder die Gegenrichtung und Gegenstimmung, die tiefe Trauer, zurückzufallen.
Die darauffolgende Sequenz, die mit "con grand' espressione" überschriebene Steigerung spielt Lill, wie vorgeschrieben, in Takt 27 in der Begleitung mit drei Staccato-Oktavakkorden. Das macht noch lange nicht jeder Pianist, und immerhin bin ich jetzt bei der Besprechung der 41. Aufnahme.
Diesen drei Akkorden lässt Lill dann eine ebenfalls aus dem tiefen Pianissimo kommende dynamisch moderate, aber dennoch bewegte Steigerung folgen, die er organisch in die überirdische Überleitung zum himmlischen Seitenthema fließen lässt. In diesem Tempo ist das ein fast zögerndes, leises Vorantasten- faszinierend!
Das himmlische Seitenthema selbst spielt er unglaublich abgeklärt im Pianissimo mit gleichwohl eingeflochtenen sanften dynamischen Akzenten auf der Sechzehnteltriole in Takt 49 am Ende und im Crescendo ab Takt 52, und auch das folgende Crescendo ab Takt 55 entwickelt er ganz kleinschrittig, ebenso die folgenden Figuren in den Zweiunddreißigsteln ab Takt 59- ganz zögerlich, aber auch ganz spannungsreich, am Ende der Sequenz (in Takt 62/63 und Takt 65/66 wieder die schon öfter angesprochenen Erkennungsintervalle Sext-Terz, die hier auf die nahende Durchführung hinweisen.
Ich habe es mal aufgeschrieben: Korstick beginnt die Durchführung bei 10:32, Lill bei 9:10 min. In der kurzen Durchführung, die geprägt ist v on den Sechzehntel-Aufwärtsgängen ab Takt 72, lässt er weiter spannende Ruhe walten, wobei er weiter sorgfältig die hier schon signifikant vergrößerten dynamischen Kontraste darstellt, die aber bis auf as Forte in Takt 81 immer noch sehr moderat sind und sanft auslaufen in dem dynamisch sehr tiefen diminuendo-smorzando in Takt 85/86, zur Reprise hin.
Die folgende Reprise mit ihren in stetem dynamischen Auf und Ab befindlichen Zweiunddreißigstelfiguren und Achtel- sowie Sechzehntelakkorden in der Begleitung, spielt er weiterhin mit großer Ruhe, aber einem innerlich schneller wirkenden Tempo trotz gleicher Schlagzahl, aber welche eine geniale Sequenz, ein großer Bogen , bestehend aus 17 Takten , die sich aus vielen Einzelbögen zusammensetzen, bestehend aus 24 Zweiundreißigstel-Noten in den ersten beiden Takten und endend in sechs Bögen aus jeweils drei Zweiunddreißigstel-Noten + sechs Zweiunddreißigstel-Pausen in den letzten vier Takten, wobei sich die Intervalle innerhalb dieser Sequenz sich in den Zweiunddreißigstel-Figuren ständig ändern, in den letzten vier Takten zudem aus Oktavwechseln bestehend- ein unglaubliches Konstrukt, das Beethoven da geschaffen hat, und so unglaublich klingt es auch, in den letzten vier Takten zudem in der hohen Oktaven und dann noch dreimal oktaviert, und Lill spielt das m. E. genauso faszinierend, wie Beethoven es komponiert hat. Das darf man einfach nicht schnell spielen, dann ist m. E. der ganze Zauber, der dieser Passage innewohnt, dahin.
Wer glaubt, das sich das nicht mehr steigern könnte, der irrt, denn Beethoven schließt, als ob das nichts wäre jetzt ein über neun Takte gehendes "poco a poco ritardando" an, das natürlich bei diesem "Anfangstempo" ganz speziell ist, und diesmal erscheint der wunderbare "Dur-Bogen" in einer sich ständig verlangsamenden Sequenz- genial- und Lill bekommt das glänzend hin!
Und im anschließenden "a tempo", diesmal nicht eigens Mit "con grand espressione" überschrieben, aber in der nunmehr noch höheren Lage von Lill unverändert mit höchstem Ausdruck gespielt, erhält es die gleiche Intensität und die Überschrift erscheint erst sechs Takte später, wodurch das Ganze den Charakter einer Wiederholung erhält und nunmehr langsam in die musikalisch etwas geänderte überirdische Überleitung übergeht, von Lill auch wieder mit allen dynamischen Bewegungen äußerst expressiv gespielt in einer letzten langen Steigerung wieder zum himmlischen Seitenthema strebend.
Dieses spielt er wieder atemberaubend. Auch hier ist die Steigerung wieder lang, stetig, aber keineswegs überbordend und langsam, ganz langsam, sich zur Coda vortastend, die in diesem sehr ausgedehnten Satz mit 34 Takten fast ein Fünftel des ganzen Satzes ausmacht, wenigstens, was die Taktzahlen angeht.
Und in dieser ebenfalls, ich kann es nicht anders sagen, als genial zu bezeichnenden Coda, lässt Beethoven nochmals, in verkürzter Form und in ganz anderem Verlauf, als man es sich vorstellen möchte, das himmlische Seitenthema auftreten. Und dieses tumultöse Ende des Seitenthemas, das direkt im tieftraurigen Hauptthema versinkt, veranlasst auch John Lill, jetzt endlich das Forte erschallen zu lassen,, denn außer an dieser Stelle kommt es ja nur zweimal kurz in der Durchführung vor. Und ein letztes Mal erscheint das lange Ritardando mit dem herrlichen hohen Bogen, wieder von Lill kongenial vorgetragen.
Und dann dieses Schluss-Diminuendo- ich habe es selten so konsequent dynamisch ins Nirwana lenken gehört- atemberaubend, und es hat mich genauso massiv ergriffen wie etwas bei Sokolov und Oppitz.

Auch im Largo lässt John Lill der Musik die Zeit, die ihr in der Partitur von Beethoven gewährt wurde, desgleichen im "un poco piu vivace". Auch im Allegro stimmt das temporale Binnenverhältnis, wie ich finde, so wie im tenuto, und das "a tempo" ab Takt 10 habe ich in meiner Erinnerung noch nicht in einem so langsamen Anfangstempo gehört. Ich müsste dazu nochmal Sokolov nachhören und mich dann dazu hier noch einmal melden. Aber dieses langsame Tempo macht Sinn. Lill behält auf dieses Weise das temporale Binnenverhältnis der Sätze genau im Auge.
Das gilt auch für den I. Teil der Fuga, Takt 16 -84, die Exposition in B-dur, wo es laienhafte Ohren wie meine mühelos schaffen, beide Stimmen trotz der fugativen Anordnung und der zuwiderlaufenden Tonfolgen sowie der unterschiedlichen Rhythmen , parallel zu verfolgen, zumal John Lill auch nach wie vor äußerst transparent spielt.
Auch der II. Teil, die Vergrößerung des Themas in es moll, Takt 85 bis 152, mit den donnernden Sforzandoketten und den vielen stufenartig angeordneten Trillerketten, sind gut zu verfolgen und erlauben einen Blick in Beethovens mirakulöse Kompositionswerkstatt.
Dem schließt sich der III. Teil, der Rücklauf in h-moll, Takt 153 bis 207 an, das Cantabile mit den langen Bögen im ersten Abschnitt und den begleitenden baugleichen und ähnlichen Sechzehntelfiguren in der Begleitung.
Der IV. Teil der Fuga, die Umkehrung des Themas in G-dur, Takt 208 bis 249, erschließt sich auch von Mal zu Mal mehr, auch wenn ich jetzt schon seit 9 Wochen keine Hörsitzung der Hammerklaviersonate mehr durchgeführt habe, aber so schwierig Faktur dieses Fuga-Teils auch sein mag, dur die Wiederkehr gleicher Tonbausteine in verschiedenen Tonhöhen mit typischen Rhythmusabschlüssen oder strukturierenden Trillern, wird es wieder einfacher, und damit dem Hörer nicht ganz die Puste ausgeht (und vielleicht auch dem Interpreten ), hat Beethoven ja am Ende dieses Teils die wilden Trillersprünge komponiert und daran im Anschluss den
V. Teil, die Durchführung des 2. Themas in D-dur, die große Atempause in dieser Fuga, Takt 250 bis 278, diese wunderbare "sempre dolce cantabile" im Bachischen Stil. John Lill spiel sie so einfach und natürlich, dass es schon wieder grandios ist.
Der VI. Teil, quasi ein Dreifach-Abschnitt, ist zugleich der längste, von Takt 279 bis Takt 366, zuerst die Verarbeitung des 1. und 2. Themas gleichzeitig, und dann ab Takt 294 die zweifache Verarbeitung des 1. Themas und schließlich ab Takt 349, die Schlussankündigung der Durchführung, alle Abschnitte in B-dur.
Zugleich ist dieser Teil auch ein kompositorischer Höhepunkt, durchgehend mit Sechzehntelfiguren bestückt, die aber ständig die Oktave wechseln oder in beiden Oktaven verlaufen, das Thema durchführen oder die Begleitfiguren beinhalten. Es ist eine Freude, ab er auch eine anspruchsvolle Aufgabe, dem musikalischen Fortgang aufmerksam zu folgen. Ich tue es sehr gerne.
Und wieder einmal führt mich der Pianist an das Ziel, das Beethoven nach vielen Kurven, >Hindernissen und Schwierigkeiten hingestellt hat, eine unglaubliche Coda, wie ich eine zweite noch nicht gefunden habe, auch nicht das Schlusspresto der Appassionata, das ja hauptsächlich virtuos ist.
ich finde, diese Coda hat nochmal alles, Virtuosität und Ausdruck, und Lill hat beides und er schließt mit einer wundervollen langen Fermate.

Auch ihn möchte ich meinen Referenzen zurechnen.

Liebe Grüße

Willi :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

William B.A.

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Dienstag, 29. Mai 2018, 19:41

Beethoven, Sonate Nr. 29 B-dur op. 106 "Hammerklavier-Sonate"
Valentina Lisitsa, Klavier

AD: 2010?, Hannover
Spielzeiten: 10:36 - 2:32 -15:39 - 10:36 --- 39:23 min.;

Valentina Lisitsas Vortrag fesselt vom ersten Moment an. Sie beginnt in zügigem Tempo, das so nicht genauer vorauszusagen ist, weil die einzelnen Teile des Youtube-Videos nicht nach Sätzen eingeteilt sind. Genauer kann ich das dann am Ende des Satzes einordnen.
Sie eröffnet mit einem veritablen Fortissimo, wie ich ja schon von verschiedenen Videos weiß, ist es bei ihr ähnlich wie etwa bei Mitsuko Uchida. Beide Damen verfügen über ein kerniges Fortissimo.
Valentina Lisitsa zeigt aber dann auch gleich im Hauptthema I, Takt 1 bis 16, wie sicher sie di dynamischen Kontraste ff-p gestaltet und wie genau sie die temporalen Bewegungen nachzeichnet, hier z. B. das Ritardando in Takt 8 und das "a tempo" in Takt 9ff mit Auftakt.
Auch die folgende Steigerung ab Takt 11 ist vom Feinsten. Diese mündet in das Hauptthema II (ab Takt 17 bis Takt 23) taktweise auftauchen und steigert dann ab Takt 24, auch in der Oktavierung grandios, schließlich ab Takt 31 bis Takt 34 in einem berückenden Diminuendo-Ritardando auslaufend.
In der Überleitung (ab Takt 39) steigert sie moderat, um im darauffolgenden Diminuendo ab Takt 45 gleich wieder auf das Piano am Beginn der ersten Phase des Seitensatzes zuzusteuern. Diese 1. Phase mit den wiederholten Oktavierungen ist ein Paradebeispiel für ihr klares, hier kristallines Spiel. Auch die kurze 2. Phase mit den gedrängten Tempowechseln und den weiten Tonintervallen gestaltet sie ganz überlegen, ebenso wie die 3. Phase ab Takt 75, die dann wieder wie die 1. Phase, weitgehend legato vorgetragen wird. Auch hier ist ohrenfällig, wie klar sie die liegenden Akkorde der Begleitung hervortreten lässt.
Auch die Schlussgruppe mit dem betörenden Cantabile dolce ed espressivo ab Takt 100 und der anschließenden spektakulären Steigerung über dem Triller ab Takt 106, die in ihren pianistischen Schwierigkeiten nicht ohne ist, spielt sie äußerst souverän und auch in der im 2. Gedanken der Schlussgruppe zunehmenden strukturellen Dichte mit äußerster Klarheit und Transparenz.
Dann wiederholt sie die Exposition mit der gleichen Klarheit und dem gleich hohen Ausdruck wie zuvor.
Die Einleitung der Durchführung spielt sie dann mit großer Dynamik, um dann gleich subito ins Pianissimo zu gehen (Takt124 und diese Einleitung dann mit einer weiteren dynamischen Kontrastbildung abzuschließen. Die beiden Akkord-Oktaven am Beginn des Durchführungskerns (Takt 133/34 und 135/36) gestaltet sie moderater, als ich es schon gehört habe. Aber so gefällt es mir auch.
Die erste Hälfte des Fugatos mit den vier Einsätzen in Takt 138 m. A. (mit Auftakt), 147 m. A., 156 m. A. und 167 m. A. spielt sie mit ordentlichem temporalen Impetus in präzisem Non-Legato. Am Ende dieser ersten Hälfte macht sie dann auch eine Zäsur in Form eines deutlichen kurzen Ritardando und lässt dann eine zweite Hälfte folgen mit den vier Themenauftakten in den Dominaten von c-moll, dann c-moll, dann Dominate von Es-dur, dann Es-dur mit, wenn das noch möglich ist noch tieferem Ausdruck als zuvor und einem abschließenden grandiosen Stillstand mit Diminuendo-Poco Ritardando, wie ich es, so glaube ich, noch nicht gehört habe- überragend!! Auch das anschließende Cantabile espressivo gehört zur Spitze dessen, was ich bisher gehört habe. Im letzten Durchführungsteil (ab Takt 214 bis 226 (zwischen den beiden Doppelstrichen baut sie noch einen temporalen Kontrast auf.
Die Reprise spielt sie mit der Modulation des Themamaterials auf dem gleichen hohen Niveau wie die Exposition und schließt das Hauptthema II wieder mit einem berückenden Ritardando ab.
Auch die Rückleitung und der neuerliche Seitensatz (im ersten Teil diesmal ohne Oktavierungen), aber im weiteren Verlauf mit der gleichen Vehemenz wie zuvor, vor allem in der hochdynamischen Schlussgruppe und in der unglaublichen Coda, wo sie nochmal ihr ganzes dynamisches Potential an den Tag legt- eine unglaubliche Interpretation, im Vergleich mit ihren Vorgängern in diesem Thread, John Lill und Paul Lewis um eine Minute schneller.

Auch im Scherzo ist sie schneller als die beiden Herren, spielt wieder dynamisch und rhythmisch sehr prägnant und m. E, partiturgetreu. Das Trio ist sensationell. Sie spielt es nach eher harmlos anmutendem Beginn im Semplice Takt 47ff mit zunehmendem dynamischen Impetus und großartiger Präzision in den Achteltriolen (ab Takt 48 mit Auftakt und einem atemberaubenden Presto ab Takt 81 bis 112).
Im Scherzo II ab Takt 122 ist sie, wie wenige andere, in der Lage trotz des hohen Tempos die zusätzliche Achtel im Alt deutlich vernehmbar zu spielen, was ihr dank ihrer schier grenzenlosen Technik leicht von der Hand zu gehen scheint. Auch der Schluss mit dem neuerlichen Presto ist grandios wie der ganze Satz.

Das Adagio sostenuto eröffnet sie in ruhigem Fluss mit klarem diesseitigen Klang, schneller als John Lill. Den Vergleich mit Paul Lewis muss ich am Ende des Adagios machen. Den ersten hohen Bogen in Takt 14/15 spielt sie mit ähnlich hohem Ausdruck wie ihre beiden Vorgänger, wobei sie wiederum sehr sorgfältig die dynamischen Kurven der Partitur beachtet. Auch der zweite Bogen in Takt 22/23 ist sehr berührend in seiner leuchtenden Strahlkraft und dann wieder in den traurigen Fluss zurückgehend. Auch der nächste Abschnitt "con grand' espressione, die man bei ihr in reichem Maße spürt und den sie auch bewegter spielt, vor allem in den Sechzehntel-Triolen ab Takt 31, und der dann nahtlos in die überirdische Überleitung zum Seitenthema übergeht, ist ganz große Pianistik.
Die Überleitung, die sie nochmal etwas schneller nimmt, schüttelt mich richtig durch. Jedes Mal, wenn ich durch eine Interpretation in diese emotionale Ausnahmesituation komme, fühle ich ein großes Glücksgefühl, und deswegen wird mir gewiss etwas fehlen, wenn ich mit der Hammerklaviersonate durch bin, und das wird ja nicht mehr lange dauern, denn zwei Drittel meiner Aufnahmen habe ich ja schon besprochen.
Das himmlische Seitenthema spielt sie auch schneller als Lill und vor allem natürlich als Korstick, aber es bleibt natürlich sehr spannungsreich.
Bis zum Beginn der Durchführung braucht sie 5:41 gegenüber 10:32 bei Korstick!
Die kurze Durchführung spielt sie auch recht zügig und in den Sechzehnteltonleitern sehr ausdrucksstark.
Bei ihrem höheren Grundtempo kommt natürlich das Diminuendo-Smorzando in Takt 85/86 sehr deutlich retardiert. Die Reprise, in den ersten 17 ausladenden Takten mit diesen unglaublichen Zweiunddreißigstel-Oktavwechseln und den ebenfalls durchlaufenden Dynamikwechseln (diminuendo-crescendo) spielt sie mit stetem Zug und höchstem Ausdruck, schließlich in dem sperrigen neuntaktigen Ritardando (Takt 104 bis 112) auslaufend, in der Mitte dieser Sequenz wieder mit dem berührenden hohen Bogen. Wegen ihres höheren Grundtempos ist dieses riesige Ritardando natürlich umso deutlicher.
Im "a tempo"-Abschnitt mit den Sechzehntel-Intervall-Wechseln über mehrere Oktaven erreicht sie erneut einen unglaublichen Ausdruck, vor allem in der abschließenden langen Steigerung (Takt 122 bis 129). Das gilt auch für das erneute himmlische Seitenthema und die wundersame Coda, mit dem letztmalig auftauchenden Seitenthema, das sich in einer furiosen Steigerung auflöst, hier mit großem Ausdruck gespielt und ein letztes Mal dem Hauptthema Platz macht (ab Takt 166), das direkt wieder in das lange Ritardando übergeht.
Trotz des deutlich schnelleren Tempos ist auch dies m. E. eine grandiose Interpretation des Adagios, in dem sie mit gegensätzlichen temporalen Mitteln wie Lill und Lewis zum Ziel kommt.

Im Largo geht sie dann ebenfalls ab Takt 2 "un poco piu vivace deutlich flotter zu Werke als ihre beiden Vorgänger. Mit unglaublichem Schwung geht sie in das Allegro risoluto, hier im I. Teil in die Exposition B-dur, Takt 16 bis 84.
Diese spielt sie mit klarem Klang, so dass die Struktur trotz des hohen Tempos gut zu verfolgen ist. Rhythmus und dynamische Verläufe bringt sie dabei gut übereinander, weil sie auch in diesem Höchstschwierigkeiten-Satz den Überblick behält.
Auch der II. Teil, die Vergrößerung des Themas in es-moll, Takt 85 bis 152, tritt klar hervor. Auch hier kann man sich anhand wiederkehrender musikalischer Bausteine gut orientieren. Im ersten Abschnitt ist in der Sforzandokette ab Takt 102 ihr höchstdynamischer Zugriff zu bewundern, die multiplen Triller und das einmalige diminuendo, hier ab Takt 126.
Der III. Teil, der Themenrücklauf in h-moll, Takt 153 bis 207, stellt auch in ihrer Interpretation, in der sie souverän mit hohem Tempo vorangeht und den komplizierten Rhythmus noch etwas eckiger gestaltet, als andere es schon getan haben, einen musikalischen Höhepunkt im Finale dar, zusammen mit dem IV. Teil, der Umkehrung des Themas in G-dur, Takt 208 bis 249, der mir besonders gefällt, weil der angestrengte Zuhörer hier klar die musikalischen Strukturen vor sich sieht, und den sie in einem un glaublichen Triller-Veitstanz auslaufen lässt.
Welch ein Kontrast dann der V. Teil, die Durchführung des zweiten Themas in D-dur, Takt 250 bis 278, in dynamischer wie in temporaler, aber auch in rhythmischer Hinsicht: ein Legato-Gesang in diesem wilden Satz, eben typisch Beethoven, und Valentina Lisitsa teigt wiederum, dass sie nicht nur spannend sondern auch entspannt spielen kann, bevor es in den größten Abschnitt geht, den VI. dreigeteilten mit dem gleichzeitig gespielten 1. und 2. Thema, dann dem zweifachen Spielen des 1. Themas und schließlich der Schlussankündigung der Durchführung, alles in B-dur, Takt 279 bis 366.
Valentina Lisitsa bewältigt auch diese absolute Höchstschwierigkeit ohne, wie ich finde, die geringsten Schwierigkeiten mit unerschütterlicher Ruhe und gleichzeitig sehr hohem Tempo Alle Strukturen konnte ich in diesem Abschnitt gut mitlesen- überragend!
Diesen beispiellosen Schlusssatz schließt sie mit einer wundersamen Coda der Extraklasse ab.
Ich finde, mit dieser Interpretation ist Valentina Lisitsa als Vertreterin der schnelleren Gangart, auch dank ihrer herausragenden Pianistik und ihres hohen Ausdrucksvermögens, in der Referenzklasse gut aufgehoben.

Liebe Grüße

Willi :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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Dr. Holger Kaletha

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Mittwoch, 30. Mai 2018, 11:32

Ich finde, mit dieser Interpretation ist Valentina Lisitsa als Vertreterin der schnelleren Gangart, auch dank ihrer herausragenden Pianistik und ihres hohen Ausdrucksvermögens, in der Referenzklasse gut aufgehoben.
Lieber Willi,

ich habe nur mal kurz reingehört. Natürlich hat Lisitsa die manuellen Fähigkeiten, diese Sonate mühelos zu spielen. Aber schon zu Beginn ist mir das zu unverbindlich glatt. Mir scheint, dass sich ihr ein tieferes Grundverständnis für Beethovens Syntax doch nicht erschlossen hat. Höre mal zum Vergleich Pollini 1989 in Salzburg oder 2007 in Paris (auch bei Youtube). Pollini hat dasselbe Tempo und er spielt den Kopfsatz sehr klassisch ohne Übertreibungen. Aber welch entscheidender Unterschied: Bei Pollini hört man gleich zu Beginn die Kontrastierungen der in ihren schroffen Gegensätzen aufeinanderprallenden Motive, die dynamisch das Geschehen antreiben. Lisitsa spielt darüber hinweg - die Musik fießt irgendwie so dahin. Das klingt bei Lisitsa alles rund und schön, aber für meinen Geschmack auch ziemlich glatt - der Komponist dieser Musik könnte bei ihr auch Chopin und nicht Beethoven heißen. Der langsame Satz ist sicherlich schön empfindsam gespielt aber klingt mir gleichermaßen eher nach einem Chopin-Nocturne als nach Beethoven. Die Fuge spielt sie - ich habe natürlich nicht zu Ende gehört - mir wiederum einfach zu glatt und unverbindlich. Das ist alles selbstverständlich technisch perfekt. Aber wo ist da die eigene interpretatorische Note? Um zwei andere Vertreter der russischen Pianistenschule zu nennen: An Sokolovs Salzburger Aufnahme kann man sich reiben und bei Lazar Berman ist auch nicht alles restlos gelungen - aber sie haben ein unverwechselbares persönliches Profil, was das Zuhören ungemein spannend macht. Das vermisse ich letztlich bei Lisitsa.

Deswegen finde ich Deine Einstufung unter die "Referenzen" vielleicht doch etwas zu hoch gegriffen. :D
:hello:

Liebe Grüße
Holger

William B.A.

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Mittwoch, 30. Mai 2018, 12:04

Da kann man mal sehen, lieber Holger, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können. :D
Ich habe die Interpretation Valentina Lisitsas in den letzten Jahren immer wieder gehört, und sie ist mir von Mal zu Mal mehr ans Herz gewachsen, und jetzt letztlich beim intensiven Hören konnte ich zu keinem anderen Ergebnis kommen.

Liebe Grüße

Willi :)
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Karl

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134

Mittwoch, 30. Mai 2018, 13:21

Hallo Willi, hallo Holger,

mir ging es beim Anhören des Videos ähnlich wie Holger.

Meine Referenz ist von Gilels (1983), Lisitsas Spiel hinterläßt bei mir echte Ratlosigkeit und Enttäuschung.

Wie Holger schon fragte:

Zitat

Aber wo ist da die eigene interpretatorische Note?


Es grüßt

Karl

Dr. Holger Kaletha

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135

Freitag, 6. Juli 2018, 17:01

Lieber Willi,

ich habe die Karte für das Pollini-Konzert mit op. 106 am 10.9. in der Kölner Philharmonie - ganz vorne am Podium, Block A! :hello:

Liebe Grüße
Holger

William B.A.

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136

Freitag, 6. Juli 2018, 22:27

Lieber Holger, das ist ja schön. In dieser Sache sende ich dir noch eine Mail.

Liebe Grüße

Willi :)
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