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Klawirr

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Beiträge: 3 735

Registrierungsdatum: 24. März 2007

31

Montag, 15. Oktober 2007, 14:04

Manze ist nach meiner Einschätzung sicherlich einer der markantesten Violinisten im historisch informierten Sektor - und zudem einer, der a) einen sehr individuellen Ton hat (den ich so gar nicht als besonders »kratzig« empfinde) und b) eigenwillige und unverwechselbare Interpretationen vorlegt. Die hier schon mehrfach erwähnten Rosenkranz-Sonaten Bibers etwa sind in seiner Lesart durchaus zwingend und in ihrer kontemplativen Zurückgenommenheit einzigartig - auch wenn mir persönlich einige andere Interpretationen näher sind. Auch andere Violinsonaten Bibers spielt er makellos und sehr eigen - und zeigt dabei, daß er sich durchaus auch auf virtuos-artistische Äußerlichkeiten versteht. Seine Interpretation der Händel-Sonaten gefällt mir mindestens so gut wie die Holloway-Einspielung.

In den letzten Tagen habe ich erstmals auch »Bekanntschaft« mit ihm als Orchesterleiter gemacht und zwar durch diese Scheibe:



Eingespielt sind die vier 12stimmigen Orchestersinfonien (Wq. 183, 1-4) Carl Philipp Emanuel Bachs. Die Interpretationen hinterlassen bei mir einen irgendwie zwiespältigen Eindruck. Ja, es wird auf allerhöchstem Niveau musiziert, das Ganze hat eine ungeheure innere Dynamik und einen ordendlichen Drive. Mitreißend! Seltsam jedoch muten die in den schnellen Sätzen am Ende nahezu jeder melodisch-thematischen Phrase gesetzten ritardandi (bisweilen verbunden mit einem heftigen decrescendo) an sowie ein bisweilen aufgesetzt wirkender Hang zum rubato. Einerseits werden damit die bei Bach ohnehin heftigen Registerwechsel der Leidenschaften ordenlich forciert - andererseits verlieren die Wechselbäder der Affekte durch die Ritardando-Ankündigungen doch an Spontanität und Plötzlichkeit. Ich weiß noch nicht so recht, ob mir das dauerhaft gefallen wird...
Ist das allgemein der Personalstil des Dirigenten Manze oder ausschließlich seiner Interpretation dieser »Leidenschafts-Sinfonik« C.P.E. Bachs vorbehalten?

Ganz herzlich,
Medard

Joseph II.

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Beiträge: 11 773

Registrierungsdatum: 29. März 2005

32

Montag, 16. März 2015, 14:45

Andrew Manze — Nicht nur Alte Musik



Sechseinhalb Jahre kein Beitrag hier. Seither hat sich doch einiges in Bezug auf Andrew Manze, der am 14. Januar 50 Jahre alt wurde, getan.

Zwischen 2003 und 2007 amtierte Manze als Chefdirigent von The English Concert. Von 2006 bis 2014 leitetete er das Symphonieorchester Helsingborg, eines der ältesten Orchester Schwedens. 2014 übernahm er schließlich die NDR Radiophilharmonie.

Es scheint so, als würde sich Manze nun mehr und mehr von der Alten Musik lösen und sich mitunter gar bis zur Spätromantik vorwagen. Er legte u. a. eine Gesamtaufnahme der Brahms-Symphonien für cpo (entstanden 2009/10) und einige Britten-Aufnahmen für Hyperion (entstanden 2012) vor. Bereits 2007 spielte er eine kontrovers diskutierte Einspielung von Beethovens "Eroica" für Harmonia Mundi France ein. Für dasselbe Label nahm er 2006 auch Schuberts Violinsonaten auf. Kürzlich, am 11. März 2015, erfolgte sein viel beachtetes Debüt beim London Philharmonic Orchestra mit einem rundum gelungenen Programm aus Elgar, Ireland und Walton.



»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Caruso41

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Beiträge: 4 325

Registrierungsdatum: 19. November 2010

33

Freitag, 11. September 2015, 18:23

Es scheint so, als würde sich Manze nun mehr und mehr von der Alten Musik lösen und sich mitunter gar bis zur Spätromantik vorwagen.


Lieber JosephII!

Da hast Du vollkommen recht!

Heute abend beginnt ja in Hannover schon die zweite Saison, in der Andrew Manze die Radiophilharmonie Hannover als Chefdirigent leitet:

Es gibt von Beethoven die 2. und die 9. Sinfonie!
Der NDR überträgt das Konzert live.
Ich werde aber das Konzert doch lieber im Konzertsaal hören.

Schon in der letzten Saison hat Manze bewiesen, dass er weit mehr kann als Barock und Klassik.
In der neuen Saison wird er natürlich auch wieder Barockmusik aufführen (u.a. Matthäus-Passion) aber der Schwerpunkt ist sie nicht!

So dirigiert Manze - ausser dem oben schon erwähnten Beethoven-Programm - unter anderem:
Mendellsohn 3. Sinfonie
Rachmaninoff. 3. Klavierkonzert (Lugansky)
Mahler Rückert-Lieder (Baechle)
Mahler 5. Sinfonie
Franck Sinfonische Variationen (Ax)
Bruckner 5. Sinfonie
Brahms 4. Sinfonie
Soerensen Trompetenkonzert
Berlioz Harold in Italien (Tabea Zimmermann)
Mendelssohn 4. Sinfonie
Glasunov Violinkonzert (Barati)
Beethoven 4. Sinfonie
Hillborg King Tide

Interessant ist übrigens, dass die Radiophilharmonie zwar einen eigenen ABO-Ring Barock anbietet, Manze davon aber nur ein Konzert leiten wird.

Eivind Gulberg-Jensen war ein guter Leiter des Orchesters und hat ausgezeichnete Aufführungen dirigiert.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Programme jetzt nicht weniger interessant sind - finde die Konzerte unter Andrew Manze aber noch deutlich spannender.
Allerdings habe ich in der letzten Saison nur drei Konzerte unter seiner Leitung mitbekommen!
Trotzdem wage ich zu sagen, dass sich die Radiophilharmonie unter ihm in ihrem Spielniveau und in ihrer Klangkultur unter Manze schon erfreulich weiter entwickelt hat und sicher noch entwickeln wird!

Also Andrew Manze verdient reichlich Lob und weiter Aufmerksamkeit!

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 19 030

Registrierungsdatum: 9. August 2004

34

Freitag, 11. September 2015, 19:16

Mein Zugang zu Manze war zu Beginn durch die Tatsache gestört, daß er bei "The English Concert" der Nachfolger des von mir geschätzten Trevor Pinnock wurde. Ich sah den eleganten Eigenklang des einzigen HIP Orchesters, das ich damals mochte in Gefahr und habe seit Pinnocks Weggang keine einzige Aufnahme mit diesem Orchester mehr erworben.
Die deutschsprachige Wikipedia verschweigt übrigens auf der Seite über "The English Concert" die Jahre 2003 - 2007 völlig, wo Manze die Formation führte und lässt Harry Bicket 2007 quasi nahtlos auf Pinnock folgen.
Ich höre soeben einige Violinsonaten von Biber, gespielt von Andrew Manze (Barockvioline), Nigel North (Laute und Theorbe), John Toll (Cembalo und Orgel), sowie "Romanesca" Dieses Ensemble wurde, wenn man Wikipedia Glauben schenken darf, von Manze gegründet. Dieses Ensemble dürfte meines Wissens nach nicht mehr existieren - man findet keine Angaben darüber im Internet. Das ist schade, denn die Aufnahme der Biberschen Violinsonaten ist in jeder Hinsicht superb...

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Gombert

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  • »Gombert« ist männlich

Beiträge: 629

Registrierungsdatum: 9. Januar 2014

35

Freitag, 11. September 2015, 21:17

Ich höre soeben einige Violinsonaten von Biber, gespielt von Andrew Manze (Barockvioline), Nigel North (Laute und Theorbe), John Toll (Cembalo und Orgel), sowie "Romanesca" Dieses Ensemble wurde, wenn man Wikipedia Glauben schenken darf, von Manze gegründet. Dieses Ensemble dürfte meines Wissens nach nicht mehr existieren - man findet keine Angaben darüber im Internet. Das ist schade, denn die Aufnahme der Biberschen Violinsonaten ist in jeder Hinsicht superb...

"Romanesca" ist nur bedingt als festes Ensemble zu verstehen, vielmehr ist es eine Bezeichnung, die ursprünglich für Aufzeichnungen bei HMF kreiert wurde, von denen schliesslich sieben erschienen.

Diese Gruppe bestand im Kern aus den bereits Genannten - Manze, dem Lautenisten Nigel North (welcher bereits mit Deller und Munrow zusammengearbeitet hatte und übrigens im fraglichen Zeitraum eine Professur an der HdK Berlin bekleidete) sowie dem mit Manze bereits aus Studientagen in Cambridge bekannten Cembalisten John Toll. Letzterer starb 2001, was zugleich das Ende des Ensembles bedeutete.

(Nicht zu verwechseln ist diese Gruppe mit "La Romanesca" aus Spanien...)

Caruso41

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Beiträge: 4 325

Registrierungsdatum: 19. November 2010

36

Sonntag, 13. September 2015, 14:13

Heute abend beginnt ja in Hannover schon die zweite Saison, in der Andrew Manze die Radiophilharmonie Hannover als Chefdirigent leitet:

Es gibt von Beethoven die 2. und die 9. Sinfonie!


In dem Konzert war ich nun vorgestern. Einen eingehenden Bericht zu schreiben, werde ich mir ersparen - vermutlich würde er doch nicht so sehr interessieren.
Aber vielleicht ist es sinnvoll, gerade in diesem Thread hier ein paar Eindrücke mitzuteilen.

Zunächst war ich sehr beeindruckt, wie Manze die Musiker seines Orchesters für seine Interpretation Beethovens begeistert und regelrecht entflammt hat. Man sah und hörte, dass alle mit wachem Verstand und glühendem Herzen dabei waren und mit einer Konzentration und Hingabe musizierten, auch mit einem enormem Mut zum Risiko, die ich bei diesem Orchester so noch nicht erlebt habe.

Dann hat mich überrascht, dass er überhaupt nicht darauf versessen war, seinen Musikern die Klangvorstellungen und Artikulationsmanieren der sogenannten historischen Aufführungspraxis abzuverlangen. Er hat halt viele Jahre in ganz normalen Sinfonieorchestern gespielt, ehe er sich mit der Alten Musik befasste und eine Solokarriere als Geiger begann und zum Spezialisten für historische Aufführungspraxis wurde. Man hat den Eindruck, ihm ist wichtig, zu diesen Wurzeln jetzt zurück zu kommen und die musikalischen Werke ganz sorfältig so zu musizieren, dass ihre Sinnpotentiale erfasst und entfaltet werden.

Schließlich hat mich auch sein Beethoven überrascht.
Gesamteindruck: da wird ungemein spontan und lebendig musiziert! Natürlich ist ganz sicher extrem viel und ernsthaft geprobt worden (Rhythmische Prägnanz und Schärfe, fein abgestimmtes Zusammenspiel der Gruppen, genau ausbalancierte Klangfarben) aber die Aufführung klingt unverkrampft, frei und gelegentlich sogar entspannt. Beispielsweise habe ich das Scherzo der 2. Sinfonie noch nie so gelöst fast tänzerisch gehört. Umso frappierender ist dann, dass im Schlusssatz der Sinfonie, der doch meist frohgemut und eher beschwingt klingt, Verschattungen und Untiefen zu hören sind, wie man sie eigentlich erst aus späteren Sinfonien Beethovens kennt. Aber man hat nicht das Gefühl, hier würde etwas in die Musik hineingelegt, das eigentlich gar nicht drin ist. Solche Momente gewinnt Manze - so mein Eindruck - durch eine Emanzipation der Einzel- zumal der Mittelstimmen (selten ist mir die Bedeutung der Bratschen so bewusst geworden), durch eine genau Pointierung der harmonischen Vorhalte und Konvergenzen sowie durch agogische Nuancierungen.

So! Weiter will ich jetzt erst mal nicht in eine Beschreibung des Konzertes und der Interpretationen gehen.
Zumal in der 9. Sinfonie gab es vieles, das zu beschreiben und zu rühmen lohnen würde. Wie schon lange nicht mehr, ist mir hier bewusst geworden, wie sehr unser - ganz besonders auch mein ganz persönliches - Verständnis dieser Sinfonie durch die Bedeutungszuschreibungen späterer Jahrzehnte geprägt ist. Dass Beethoven - wie viele Humanisten der Zeit - sich der Unerreichbarkeit der von ihm verkündeten Utopie bewusst war und darunter litt, habe ich jedenfalls schon lange nicht mehr so intensiv erlebt wie in Manzes Aufführung der 9. Sinfonie - besonders in 3, und im 4. Satz.

Langer Rede kurzer Sinn: Manze ist als Dirigent nicht weniger interessant denn als Geiger.
Gerade mit einem ganz traditionellen Sinfonieorchester dürfte von ihm noch manch lohnendes Konzert zu erwarten sein.
( Im November wird Manze mit der NDR-Radiophilharmonie Hannover drei Konzerte in Salzburg und je eines in Wien, Köln und Freiburg geben. Im kommenden Frühjahr stehen Konzerte in Paris, Lyon und Monte Carlo an)
In Hannover hat er ja inzwischen seinen Vertrag bis 2019 verlängert und es sind bereits diverse Aufnahmen geplant, die auch auf CD erscheinen werden!
Man darf gespannt sein!

Caruso41
;) - ;) - ;)

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Fiesco

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Registrierungsdatum: 30. August 2017

37

Dienstag, 19. Dezember 2017, 22:14

Andrew Manze hat ja im Frühjahr seinen Vertrag in Hannover bis 2021 verlängert! :thumbsup:

Durch ihn habe ich die Rosenkranz Sonaten kennen und lieben gelernt und vieles mehr!

Hier ein par kleine Anmerkungen von ihm zu div.Werken, hier zu Mahlers Rückert Liedern!

Wer die Seite aufgerufen hat kann dann weiter nach unter Scrollen und findet den Rest!

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

Caruso41

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Beiträge: 4 325

Registrierungsdatum: 19. November 2010

38

Montag, 23. April 2018, 23:06

Neues von Andrew Manze

Ein Artikel in der HAZ zeigt, welche Bedeutung die Radiophilharmonie Hannover unter Manze gewonnen hat.

Zitat

Nie mehr zweite Liga
Die NDR Radiophilharmonie tritt immer deutlicher aus dem Schatten der Konkurrenz heraus. Dafür stehen in der neuen Saison Chefdirigent Andrew Manze – und ein besonderer Gast.

Von Stefan Arndt


Vor Kurzem noch war es kaum denkbar, dass ein Dirigent wie Christoph Eschenbach – unter anderem ehemaliger Chef des NDR Elbphilharmonie Orchesters und weiterer Eliteensembles in Philadelphia, Washington und Paris – ein Konzert bei der NDR Radiophilharmonie leitet. Für das hannoversche Orchester war schließlich traditionell ein Platz in der zweiten Reihe gebucht – nichts für einen Pultstar wie Eschenbach. Dass der Dirigent nun doch sein spätes Debüt im Funkhaus gibt, zeigt, wie sehr sich die Dinge geändert haben. Sein Auftritt im November markiert nun einen der Höhepunkte der kommenden Saison, die die Radiophilharmonie am Freitag präsentiert hat.

Bei der Positionierung seiner Orchester verfolgt der NDR inzwischen eine Doppelstrategie: Das Hamburger Elbphilharmonie Orchester soll sich nach Worten von Achim Dobschall, dem Abteilungsleiter für alle Klangkörper des Senders, künftig im Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts profilieren; die Radiophilharmonie bekomme so im klassischen Kernrepertoire des 18. und 19. Jahrhunderts „mehr Bewegungsfreiheit“. Der einst gehegte Verdacht, in Hamburg sitze ein richtiges und in Hannover nur ein kleines Sinfonieorchester, das sich vor allem leichtgewichtigeren Werken widmet, dürfte damit endgültig überwunden sein.

In der Praxis ist es ohnehin längst keine Ausnahme mehr, dass ein weltbekannter Solist wie der Pianist Emanuel Ax nach einem Auftritt mit der Radiophilharmonie selbst auf weitere Zusammenarbeit drängt. Entsprechend illuster ist die Liste der Musiker, die in der Spielzeit 2018/2019 mit dem Orchester auftreten: die Geiger Frank Peter Zimmermann und Christian Tetzlaff, Pianisten wie Ax, Tzimon Barto und Igor Levit, die Klarinettisten Jörg Widmann und Sharon Kam und sogar Operndiven wie Anna Netrebko und Elina Garanca.

Garant für diese Entwicklung ist Chefdirigent Andrew Manze, der in der kommenden Saion vor allem zentrale Werke von Mozart, Beethoven und Brahms leiten wird und seinen für CD-Einspielungen geplanten Sibelius-Zyklus startet. Die erhöhte Aufmerksamkeit spiegelt sich auch in Gastspielen wider: Außer nach Salzburg wird es im kommenden Jahr etwa nach Liverpool gehen: In Zusammenarbeit mit dortigen Orchestermusikern und Chören wird Manze groß angelegte Gedenkkonzerte zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren mit Brittens „War Requiem“ in Hannover (3. November) und Liverpool (10. November) geben.

Mit dem „Proms“-Abend zur Saisoneröffnung, einem Filmkonzert zu einem „Tatort“ mit Ulrich Tukur, den zahlreichen pädagogischen Aktivitäten (neu ist eine Reihe mit dem Fernsehmoderator Malte Arkona) sowie Barock- und Kammerkonzerten, bleibt die Radiophilharmonie aber auch ihrem seit Langem gepflegten Konzept der Vielfalt treu. Karten für die neue Spielzeit gibt es ab 25. April, Tickets für die Generalprobe des diesjährigen Klassik-Open-Airs ab 4. Mai.

Größere Veränderungen stehen dann in der übernächsten Spielzeit an: Die Bühne im Funkhaus wird grundlegend erneuert, der Saal muss für ein halbes Jahr geschlossen werden. Wo und was dann gespielt wird, will der NDR aber erst 2019 verraten.




Von iPhone gesendet



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lutgra

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Beiträge: 5 140

Registrierungsdatum: 9. April 2013

39

Dienstag, 5. Juni 2018, 18:27

Andrew Manze wird zur kommenden Saison auch Erster Gastddirigent des Royal Liverpool Orchestra. Wichtigstes Projekt derzeit, eine Einspielung aller 9 Symphonien von Ralph Vaughn Williams.

MSchenk

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Beiträge: 2 688

Registrierungsdatum: 5. März 2011

40

Dienstag, 5. Juni 2018, 21:01

Andrew Manze wird zur kommenden Saison auch Erster Gastddirigent des Royal Liverpool Orchestra. Wichtigstes Projekt derzeit, eine Einspielung aller 9 Symphonien von Ralph Vaughn Williams.
Das kann ich mir schon gut vorstellen! - Ich habe Manze im vergangenen November in der Elbphilharmonie gehört. Für sein Debut(!) beim NDR Elbphilharmonieorchester hatte er sich ein rein englisches Programm zusammengestellt:

Henry Purcell, Music for the Funeral of Queen Mary
William Walton, Cellokonzert (Alban Gerhardt Violincello)
Ralph Vaughan Williams, Symphony No.2 "A London Symphony"

Das Konzert hat sehr gefallen!
mfG Michael

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