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dr.pingel

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  • »dr.pingel« ist männlich

Beiträge: 4 192

Registrierungsdatum: 29. Juni 2009

361

Dienstag, 1. Mai 2018, 12:32

Am Wochenende gab es mit 16 einstündigen Konzerten in der Essener Philharmonie das ganze Orgelwerk von Bach, ausgeführt von 11 Solisten aus ganz Europa. In letzter Zeit passiert es mir oft, dass mich Konzerte vom Hören so beanspruchen, dass ich mir bestimmte Teile oder Zugaben nicht mehr anhöre. Am Freitag z.B. war die großartige Vivica Genaux in der Essener Philharmonie. Es gab Arien und Streichermusik von Vivaldi, Corelli. Überragend wie immer Händel. Dazu noch koloraturistische Gewaltexzesse von Riccardo Broschi, dem Bruder Farinellis. Am Rande: eine der jungen Frauen (Cellistin) legt ihr Cello weg und spielt perfekt ein rasantes Flötenkonzert von Händel. Sowas habe ich noch nie gesehen.
Zurück zu Bach. Ich hatte gedacht, dass die Philharmonie ein zu prosaischer Raum für Orgelkonzerte war. Stimmte aber nicht. Die große Kuhn-Orgel kann man von einem fahrenden Spieltisch aus spielen (3 Manuale, 1 Pedal). Das Hauptwerk war die Passacaglia von Bach. So etwas Gewaltiges habe ich noch nie gehört; wir waren alle wie betäubt. (das Konzert war gut besucht, meist von älteren Menschen, die noch wissen, dass eine Orgel kein keybord ist)
(Weisheit der Brahmanen)
Die Tage sehen wir, die teuren, gerne schwinden,/um etwas Teureres herangereift zu finden:/ ein seltenes Gewächs, das wir im Garten treiben,/ ein Kind, das wir erziehn, ein Büchlein, das wir schreiben.
(Friedrich Rückert)

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