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operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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1

Sonntag, 22. April 2018, 09:22

Eilmeldung!!" Ein lohnender Blick zurück.

Unsrer Taminofreund, Marcel Joho, teilt mir mit, dass heute am 22. April, 21.10 Uhr bei ORF 3 ein aus vielerlei Gründen hoch interessanter Querschnitt von Mozarts "Zauberflöte " ausgestrahlt wird.
Eine illustre Besetzung der damaligen Zeit:
Königin der Nacht - Arleen Auger, - Pamina- Edith Mathis, Papagena - Renate Holm, - Tamino - Werner Hollweg, - Sarastro - Gottlob Frick, - Papageno und Erzähler Heinz Hollecek. Am Pult Berislav Klobucar.
Die halbszenische Inszenierung ist außergewöhnlich, weil die Gesangssolisten weitgehend statuarisch agieren müssen. Das Ereignis der Aufnahme ist jedoch der junge Heinz Holecek. Vom Äußeren stark an Roy Black erinnernd ist er für mich vor allem sängerisch die positive Erscheinung dieser Einspielung. Mein Gott, was hätte aus dieser Stimme und diesem schauspielerischen Ausnahmetalent alles werden können. Wenn - ja wenn??? So wurde aus dem in dieser Aufnahme so überzeugenden jungen Heinz Holecek das unvergessene, liebenswerte, universelle Wiener Original HONZO. Ein besonderes Schmankerl sind die Texte mit zahlreichen Originalbriefen von Wolfgang Amadeus Mozart.
Wer also den Sender ORF 3 heute Abend empfangen kann, sollte sich diese Fernsehsendung - trotz sch/w. und nicht idealem technischen Standard - nicht entgehen lassen. Schön wäre es, wenn über die Sendung berichtet werden könnte.
Herzlichst
Operus
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9079wolfgang

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2

Sonntag, 22. April 2018, 10:28

Mein lieber Hans!

Vielen Dank für diesen Tipp! Sollte ich rechtzeitig vom Handball zurück sein, werde ich einschalten.

Herzliche Grüße

Wolfgang
W.S.

9079wolfgang

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3

Montag, 23. April 2018, 13:09

Mein lieber Hans!

Ich habe rechtzeitig eingeschaltet, aber ORF 3 nicht gefunden. Den werde ich wohl nicht empfangen können. Da kann man nichts machen.

Herzliche Grüße auch an Deine "bessere Hälfte"

Wolfgang
W.S.

m.joho

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4

Montag, 23. April 2018, 15:00

Liebe Freunde,
Auf Bitten von Operus hier die besprochene Aufnahme von gestern. Keine Angst, nur das erste Bild ist etwas verzerrt. Viel Vergnügen!

9079wolfgang

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5

Montag, 23. April 2018, 22:26

Lieber Hans, lieber Marcel!

Vielen Dank für das Einstellen dieser sehr interessanten Sendung. Zum Einen Heinz Hollecek als hervorragender Papageno, und das Wiedersehen (hören) mit Werner Hollweg, den ich mehrmals in Bonn erleben durfte.

Liebe Grüße

Wolfgang
W.S.

operus

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6

Dienstag, 24. April 2018, 09:20

Danke, lieber Marcel, für die Einstellung dieses aus einigen Gründen sehr hörens- und sehenswerten, halbszenischen Querschnitt von Mozarts "Zauberflöte". Vielleicht bekommen wir sogar einge Resonanzen von unseren Taminos. Technisch ist diese Aufnahme besser, als alles, was wir bis jetzt hatten.

Herzlichst
Hans
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9079wolfgang

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7

Mittwoch, 25. April 2018, 09:39

Nur als Ergänzung: Da ich vom "Lobl" sehr viele Aufnahmen besitze und sein auch hier überragender Sarastro beeindruckt, habe ich mich nur auf Heinz Hollecek und Werner Hollweg beschränkt. Von diesen Beiden besitze ich leider nur wenige Aufnahmen. Heute Abend werde ich diese Zauberflöte noch einmal genießen.

Gruß Wolfgang
W.S.

operus

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8

Freitag, 27. April 2018, 12:00

" Dies Bildnis ist bezaubernd schön"! Mit ein wenig wortspielerischer Phantasie kann man dies über diese nicht alltägliche Auswahl von Höhepunkten aus Mozarts "Zauberflöte" ebenfalls resümieren. Diese Aufnahme ist die große Stunde von Heinz Holecek als Papageno und Erzähler. Ungemein gefühlvoll und ohne jegliche Übertreibung und Weaner Schmäh singt er mit damals noch jugendlichem Bariton die Schmankerln des Vogelfängers. Fast noch gewinnender wirkt er als Erzähler mit guter Diktion und lebendiger Mimik. Ein Juwel sind die zwischen die musikalischen Darbietungen eingestreuten glänzend ausgewählten Texte, vor allem die Zitate aus Originalbriefen von Mozart. Die Sängerbesetzung vereint führende Mozartinterpreten der damaligen Zeit. Arleen Auger singt die Königin der Nacht mit makellosen Spitzentönen. Selbst in den extremen Höhen bleibt ihr Sopran volltönend rund, nichts klingt piepsig oder schrill, man hat das Gefühl es hätte sogar noch weiter hoch gehen können. Edith Mathis singt eine glaubwürdige Pamina mit dem ihr immer eigenen Herzenston, Renate Holm ist eine Inkarnation einer kapriziös, charmanten Papagena, mit weit über soubrettenhaft hinaus gehender Austrahlung. Papageno wird sich anstrengen müssen, um diese emanzipierte junge Dame wie seine Vögel zu zähmen und in den Käfig sperren geht schon gar nicht. Im Duett Papagena/ Papageno lässt der Regisseur die beiden Sänger von der Leine und ungezwungen spielen. Da zeigt sich, welche Lebendigkeit mit diesem Ensemble möglich gewesen wäre, wenn man auf die doch sehr einschränkende statuarische Personenführung verzichtet hätte. Werner Hollweg ist ein fabelhaft aussehender, männlicher Tamino. Ein Prinz, der bereits auf die Krönung wartet. Auch stimmlich tendiert er bereits ins jugendlich-heldische Fach. Eine interessante Alternative zu den oft leicht gewichtigen, allzu lyrischen Rollenvertretern. Balsamisch schön strömt der Prachtsbass von Gottlob Frick als weiser, gütiger Sarastro. Fast nicht zu glauben, dass man mit dieser warmen Stimme auch die Finsterlinge Hunding und Hagen so glaubhaft verkörpern kann. Allerdings hatte man den Eindruck, dass Frick sich als singendes Denkmal nicht besonders wohl fühlte. Insgesamt eine Realisierung der Zauberflöte die insgesamt bezaubernd schön ist.

Herzlichst
Operus
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