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Rocco

Schüler

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Beiträge: 149

Registrierungsdatum: 25. Oktober 2004

1

Freitag, 26. Mai 2006, 10:12

Emmerich Smola - ein Vermittler in Sachen Klassik

Hallo liebe Taminoianer,

heute möchte ich, angeregt durch ein Fernsehporträt letztes Wochenende, das Wort auf einen Mann bringen, mit dem ich meine ersten Berührungen in Sachen Klassik hatte:

Emmerich Smola

Zu seiner Vita kurz aus wikipedia:

„Emmerich Smola (* 8. Juli 1922 in Bergreichenstein, Böhmen) ist ein deutscher Dirigent.
Seit 1948 Chefdirigent des unter der französischen Militärregierung neugegründeten Funkorchesters Kaiserslautern war er nach dessen Fusion mit dem Unterhaltungsorchester Koblenz 1951 im Rahmen einer Senderumstrukturierung bis 1987 Chefdirigent des Rundfunkorchesters des Südwestfunks, daneben Abteilungsleiter für Musik und Leiter des Studios Kaiserslautern des damaligen Südwestfunks.
Nach Angaben des SWR dürfte Smola den Weltrekord halten, was Anzahl und Bandbreite der von ihm eingespielten Musik angeht: über 18.000 verschiedene Titel finden sich im Archiv des SWR - von der Barockmusik zur Neuen Musik, von Oper und Operette bis zu Jazz und Musical.
Nach ihm benannt ist die Emmerich-Smola-Musikschule der Stadt Kaiserslautern."


Von vielen „ernsthaften“ Klassikfreunden als biederer Kapellmeister verschrieen, hat er es IMHo wie kein Zweiter verstanden, klassische Musik einem weiten Publikum „schmackhaft“ zu machen und sie, die Zuhörer“ sowohl durch „leichte Kost“ als auch durch anspruchsvolle Darbietungen für die klassische Musik zu interessieren.

Immer Sonntags zwischen 10.00 und 12.00 Uhr durfte man seinen Konzerten lauschen – unvergessen beispielsweise seine Interpretation von Strauß-Walzern.

Leider fehlen in unserer heutigen Zeit derartige Vermittler, eine Zeit, die wieder sehr stark den Unterschied zwischen E- und U-Musik herausstellt und wo sich ganze Rundfunksender auf ein derartiges Repertoire spezialisiert haben. Da gibt es die „Hausfrauensender“, die „Mit-30er-Sender“ „Teenie-Sender“ usw.

Wie steht ihr zu diesem „Musikanten“ im besten Sinne, der für eine ganze Generation von Radiohörern zu einer festen Institution geworden ist?
Beste Grüße aus Bonn
Matthias

Ich tu', was meine Pflicht gebeut, doch hass' ich alle Grausamkeit (ROCCO)

Michael Schlechtriem

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Beiträge: 2 765

Registrierungsdatum: 11. Dezember 2005

2

Mittwoch, 28. Juni 2006, 13:22

Hallo Matthias,

ich bin auch mit den Smola-Aufnahmen aufgewachsen, es gibt da im Archiv sicherlich einige Schätze.
Ich habe ihn nie als biederen Kaellmeister gesehen.
Diese ganze sogenannte leichtere Klassik ist verflucht schwer zu dirigieren.
Leider sind Dirigenten wie Smola oder auch Franz Marszalek heute warscheinlich ausgestorben.
Sie waren Meister ihres Faches.
Mir fällt da sogar eine Anekdote ein:

Smola ärgerte sich darüber, daß wärend der Probe im Orchester viel gequatscht wurde.
Als er einen der "Übeltäter" darauf ansprach, meinte dieser nur verschmitzt:
-Ist doch alles in Ordnung, wir sind doch ein "Unterhaltungs"-Orchester-

Leider wird das Rundfunkorchester Kaiserslautern nächstes Jahr mit dem Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks fusionieren.
Damit ist wohl die Ära eines der besten "kleineren"Rundfunkorchester vorbei.

LG,

Michael
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

Andrew

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Beiträge: 1 980

Registrierungsdatum: 4. März 2006

3

Mittwoch, 27. September 2006, 19:55

Jetzt habe ich in einer Fernsehsendung erfahren, dass Smola den jungen Fritz Wunderlich mit seiner besonderen Begabung gefördert hat und schließlich dafür gesorgt hat, dass Wunderlich in Freiburg studieren konnte. In der Sendung zu Wunderlichs Todestag erzählte Smola von der Probe, in der er Wunderlich "entdeckt" hat.

Grüße von Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

Harald Kral

Erleuchteter

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Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

4

Sonntag, 8. Juli 2012, 09:26

zum 90. Geburtstag

Heute wäre er 90 geworden:

Emmerich Smola (* 8. Juli 1922 in Bergreichenstein, Böhmen; † 16. August 2011 in Kaiserslautern) war ein deutscher Dirigent.

Zitat

Seit 1948 Chefdirigent des unter der französischen Militärregierung neu gegründeten Funkorchesters Kaiserslautern, war er nach dessen Fusion mit dem Unterhaltungsorchester Koblenz 1951 im Rahmen einer Senderumstrukturierung bis 1987 Chefdirigent des Rundfunkorchesters des Südwestfunks, daneben Abteilungsleiter für Musik und Leiter des Studios Kaiserslautern des damaligen Südwestfunks.

Nach Angaben des SWR dürfte Smola den Weltrekord halten, was Anzahl und Bandbreite der von ihm eingespielten Musik angeht: über 18.000 verschiedene Titel finden sich im Archiv des SWR - von der Barockmusik zur Neuen Musik, von Oper und Operette bis zu Jazz und Musical.

Nach ihm benannt ist die Emmerich-Smola-Musikschule der Stadt Kaiserslautern, die Emmerich-Smola-Musikhalle in Kaiserslautern, der Emmerich-Smola-Platz 1 in Kaiserslautern und ein Emmerich-Smola-Preis zur Förderung von Nachwuchsmusikern.
" (Quelle: Wikipedia)"




LG
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Rheingold1876

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Beiträge: 4 556

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

5

Mittwoch, 28. Februar 2018, 21:22



Der Südwestrundfunk erinnert an einen seiner großen Männer: EMMERICH SMOLA. Er stand mehr als dreißig Jahre lang an der Spitze SWR-Rundfunkorchesters. Auch dieses CD-Doppelalbum ist mit dem Segen des Senders unter dem Label Mons Classics erschienen. Und doch nehmen sich die darauf versammelten 33 Nummern bescheiden aus im Vergleich zu den 18 000 verschieden Titeln, die unter Smolas Leitung entstanden und im Archiv des SWR lagern – Barockmusik, Oper, Operette, Jazz, Musical. Dieser Dirigent kennt keine Grenzen in der Musik. Er ist der Spezialist für alles. So einen gibt es heute nicht mehr. Smola ist Pionier, der Sinn seins Wirken leitet sich aus Nachkriegszeit her. Einee Erinnerung ist auch deshalb angebracht, weil Emmerich Smola - wie schon erwähnt - viele Sänger gefördert hat und ihnen als Mentor zur Seite stand: ERIKA KÖTH, FRITZ WUNDERLICH und INGEBORG HALLSTEIN sind darunter. Ihre Karrieren erfuhren durch ihm starke Impulse.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."