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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 4 958

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

121

Gestern, 19:43

Ja, da merkt man, dass Kollo wirklich "vom Fach" ist
Wieso soll jetzt sogar das bestritten werden?

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Amfortas08

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  • »Amfortas08« ist männlich

Beiträge: 1 291

Registrierungsdatum: 4. Juni 2008

122

Gestern, 19:50

Wagner wird aber von den meisten nur noch, wegen des Missbrauchs durch die Nazis und aus reinen Gesichtspunkten unserer Zeit völlig einseitig betrachtet.
Was verstehst du denn unter reinen Gesichtspunkten unserer Zeit ?

Im Forum gibt es auch manche Nichtfachleute, die glauben, mehr zu wissen und zu begreifen als Leute vom Fach und daher sich erlauben, diese Fachleute herabzuwürdigen, ja sogar zu beleidigen, wie hier Bernd Weikl, Frau Prof Gilles und auch Renè Kollo.
Weiterhin wirfst du mit Falschinformationen um dich herum.
In welchem Posting vom Gilles-bzw. Weikl-Thread wurden Frau Gilles oder Rene Kollo in den letzten Tagen beleidigt ? Woher speist sich deine arglistige Unterstellung, wenn du die Anzahl der Postings in den Threads - deiner eingeschalteten Ignor-Funktion wegen - bloß unvollständig zu lesen gewillt bist ?
Mir wurde hier auch schon zum Vorwurf gemacht, dass ich kürzlich in meiner Signatur einen Satz Verdis ohne Zusammenhang zitiert habe,
das völlig zu Recht,
aber keiner der Kritiker konnte glaubhaft beweisen, dass er im Zusammenhang anders gemeint war, als er ausgesprochen wurde.
denn vor allem Caruso verdeutlichte dankenswerter Weise den zutreffenden Kontext des Verdi-Zitates. Selbstverständlich kannst du das fortlaufend in Endlosschleife abstreiten. Nur bleibt damit deine Falschbehauptung weiterhin nur Falschbehauptung.
Ich habe meine Signatur inzwischen durch einen Satz Wagners mit ähnlicher Aussage ersetzt, über den sich nun einige Erbsenzähler wieder aufregen dürfen und werde künftig auch weiterhin solche Aussagen in meiner Signatur verwenden.
Erbsenzähler bezeichnet Leute, die besonderen Wert auf Genauigkeit und Richtigkeit von z.B. Aussagen legen. Das muss einen nicht immer sympathisch rüberkommen. Nur, wenn du Kritiker deines Verdi-Zitates mit diesem Ritterschlag titulierst, dann räumst du jetzt damit selbst ein, das Verdi-Zitat- unterstellt sei mal: unbeabsichtigt - in einen falschen Kontext gestellt zu haben, was du vorher eben noch vehement abgestritten hast .

daraus sehr eindeutig, dass es sich hier wieder um eine Verunstaltung eines geliebten Meisterwerks handelt, das ich mir nicht antun will.
Keine Sorge. Niemand wird/will dich zwingen Verunstaltungstheater zu besuchen

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 4 958

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

123

Gestern, 20:19

Wagner wird aber von den meisten nur noch, wegen des Missbrauchs durch die Nazis und aus reinen Gesichtspunkten unserer Zeit völlig einseitig betrachtet.
Was verstehst du denn unter reinen Gesichtspunkten unserer Zeit ?

Im Forum gibt es auch manche Nichtfachleute, die glauben, mehr zu wissen und zu begreifen als Leute vom Fach und daher sich erlauben, diese Fachleute herabzuwürdigen, ja sogar zu beleidigen, wie hier Bernd Weikl, Frau Prof Gilles und auch Renè Kollo.
Weiterhin wirfst du mit Falschinformationen um dich herum.
In welchem Posting vom Gilles-bzw. Weikl-Thread wurden Frau Gilles oder Rene Kollo in den letzten Tagen beleidigt ? Woher speist sich deine arglistige Unterstellung, wenn du die Anzahl der Postings in den Threads - deiner eingeschalteten Ignor-Funktion wegen - bloß unvollständig zu lesen gewillt bist ?
Mir wurde hier auch schon zum Vorwurf gemacht, dass ich kürzlich in meiner Signatur einen Satz Verdis ohne Zusammenhang zitiert habe,
das völlig zu Recht,
aber keiner der Kritiker konnte glaubhaft beweisen, dass er im Zusammenhang anders gemeint war, als er ausgesprochen wurde.
denn vor allem Caruso verdeutlichte dankenswerter Weise den zutreffenden Kontext des Verdi-Zitates. Selbstverständlich kannst du das fortlaufend in Endlosschleife abstreiten. Nur bleibt damit deine Falschbehauptung weiterhin nur Falschbehauptung.
Ich habe meine Signatur inzwischen durch einen Satz Wagners mit ähnlicher Aussage ersetzt, über den sich nun einige Erbsenzähler wieder aufregen dürfen und werde künftig auch weiterhin solche Aussagen in meiner Signatur verwenden.
Erbsenzähler bezeichnet Leute, die besonderen Wert auf Genauigkeit und Richtigkeit von z.B. Aussagen legen. Das muss einen nicht immer sympathisch rüberkommen. Nur, wenn du Kritiker deines Verdi-Zitates mit diesem Ritterschlag titulierst, dann räumst du jetzt damit selbst ein, das Verdi-Zitat- unterstellt sei mal: unbeabsichtigt - in einen falschen Kontext gestellt zu haben, was du vorher eben noch vehement abgestritten hast .

daraus sehr eindeutig, dass es sich hier wieder um eine Verunstaltung eines geliebten Meisterwerks handelt, das ich mir nicht antun will.
Keine Sorge. Niemand wird/will dich zwingen Verunstaltungstheater zu besuchen
Lieber Gerhard, lieber Amfortas,

vielleicht regt Euch die schlichte Erkenntnis, die im Hobellied steckt, zum Nachdenken an. (Text Ferdinand Raimund (1790 -1836). Musik Conradin Kreutzer (1780 - 1836)

" Da streiten sich die Leut herum,
oft um den Wert des Glücks.

Der eine heißt den andern dumm,
am End weiß keiner nix.
Da ist der allerärmste Mann
dem andern viel zu reich.
Das Schicksal setzt den Hobel an
und hobelt alle gleich!"

Herzlichst
Operus :hello: :hello:

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Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 6 471

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

124

Gestern, 20:23

Also nur mal zur Klarstellung:

Vom Fach her ist Herr Kollo Sänger. Da ist er berufen, "als Fachmann" etwas zu sagen. Herr Kollo ist aber weder ein Historiker und Wissenschaftler wie Jens-Malte Fischer, der fachlich fundiert über Wagners Antisemitismus und seine historische Rolle urteilen kann, noch ein Musiktheoretiker. Als Historiker ist Herr Kollo kein ausgewiesener Fachmann, sondern Dilettant. Richard Wagner war nicht nur ein hoch bedeutender Komponist, sondern - da rede ich jetzt als "Fachmann" - auch ein bedeutender Musiktheoretiker, für den ich ihn halte und immer gehalten habe. Wagners Schrift über das "Judentum in der Musik" ist letztlich auch ein philosophischer und musiktheoretischer Text - ein höchst fragwürdiger natürlich, eine "Sünde", die ich ihm gerade deshalb nicht durchgehen lasse, weil ich ihn auch als Theoretiker Ernst nehme. Auch darüber zu urteilen ist Herr Kollo keineswegs berufen. In Sachen Musiktheorie und Ästhetik ist Herr Kollo ebenso wenig ein Fachmann, sondern lediglich Dilettant! Ich wundere mich wirklich, warum Sänger immer wieder meinen, sie seien zu allem und jedem berufen etwas zu sagen, was über ihre eigentliche Fachkompetenz hinausgeht, und es natürlich besser zu wissen als alle wirklichen Fachleute. Das ist einerseits anmaßend und andererseits wird es nur komisch zum Nachteil des Renommees des Betreffenden. Nur merkt derjenige selbst es natürlich nicht, weil er genug "Anhänger" findet.

Schöne Grüße
Holger

Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

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Registrierungsdatum: 24. April 2014

125

Gestern, 20:28

Lieber Holger,

danke, dass Du das mal deutlich gesagt hast.

Lieber Amfortas,

Deine herrlichen Repliken auf Gerhard Wischniewski haben dazu geführt, dass ich mich geradezu über seine Beiträge freue :D Bitte weiter so!

MSchenk

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  • »MSchenk« ist männlich

Beiträge: 2 478

Registrierungsdatum: 5. März 2011

126

Gestern, 20:47

Ich wundere mich wirklich, warum Sänger immer wieder meinen, sie seien zu allem und jedem berufen etwas zu sagen, was über ihre eigentliche Fachkompetenz hinausgeht, und es natürlich besser zu wissen als alle wirklichen Fachleute.
Lieber Holger, wunderst Du Dich wirklich? Denk einmal daran, dass noch viel, viel mehr Menschen z.B. der Meinung sind, sie wüssten, was in einem Kindergarten zu passieren hat, wie Schule funktionieren soll und wie Lehrer gefälligst zu arbeiten haben. - Schließlich waren sie ja alle einmal selbst Kind und haben in der Schule gelernt - obgleich man manchmal nicht mehr allzuviel davon merkt :hello:
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Hosenrolle1

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  • »Hosenrolle1« ist männlich

Beiträge: 1 023

Registrierungsdatum: 3. August 2017

127

Gestern, 20:49

Also nur mal zur Klarstellung:

Vom Fach her ist Herr Kollo Sänger. Da ist er berufen, "als Fachmann" etwas zu sagen. Herr Kollo ist aber weder ein Historiker und Wissenschaftler wie Jens-Malte Fischer, der fachlich fundiert über Wagners Antisemitismus und seine historische Rolle urteilen kann, noch ein Musiktheoretiker. Als Historiker ist Herr Kollo kein ausgewiesener Fachmann, sondern Dilettant. Richard Wagner war nicht nur ein hoch bedeutender Komponist, sondern - da rede ich jetzt als "Fachmann" - auch ein bedeutender Musiktheoretiker, für den ich ihn halte und immer gehalten habe. (...) In Sachen Musiktheorie und Ästhetik ist Herr Kollo ebenso wenig ein Fachmann, sondern lediglich Dilettant! Ich wundere mich wirklich, warum Sänger immer wieder meinen, sie seien zu allem und jedem berufen etwas zu sagen, was über ihre eigentliche Fachkompetenz hinausgeht, und es natürlich besser zu wissen als alle wirklichen Fachleute. Das ist einerseits anmaßend und andererseits wird es nur komisch zum Nachteil des Renommees des Betreffenden. Nur merkt derjenige selbst es natürlich nicht, weil er genug "Anhänger" findet.

Ich bin wahrlich nicht oft Holgers Meinung, aber in diesem Fall stimme ich jedem der zitierten Worte zu.



LG,
Hosenrolle1
„Begreifen wir endlich, dass der emotionale Kult der Tradition nur eine Form unserer geistigen Faulheit ist.“ (Stanislaw Brzozowski)

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 6 471

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

128

Gestern, 22:02

Lieber Holger, wunderst Du Dich wirklich? Denk einmal daran, dass noch viel, viel mehr Menschen z.B. der Meinung sind, sie wüssten, was in einem Kindergarten zu passieren hat, wie Schule funktionieren soll und wie Lehrer gefälligst zu arbeiten haben. - Schließlich waren sie ja alle einmal selbst Kind und haben in der Schule gelernt - obgleich man manchmal nicht mehr allzuviel davon merkt :hello:
Stimmt, lieber Michael! Mein Vater, Architekt und Maler (er ist immer noch sehr rüstig, wird im kommenden Monat 91!), pflegt aus Erfahrung zu sagen: Von Architektur versteht jeder gewöhnliche Bauherr mehr als der Architekt! :D

Schöne Grüße
Holger

Johannes Schlüter

Fortgeschrittener

  • »Johannes Schlüter« ist männlich

Beiträge: 294

Registrierungsdatum: 1. Oktober 2017

129

Gestern, 22:12

Gratwanderung im Krankenhaus: Man möchte ja nicht mehr von Medizin verstehen, als der behandelnde Arzt. Aber in Zeiten wie diesen muss man im Krankenhaus als Patient schon scharf mitdenken und auf sich aufpassen.

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 343

Registrierungsdatum: 7. April 2011

130

Gestern, 22:35

Zitat

Zitat von Operus: Lieber Gerhard, lieber Amfortas, vielleicht regt Euch die schlichte Erkenntnis, die im Hobellied steckt, zum Nachdenken an.
Lieber Hans,

mit jemanden wie Amfortas, dessen Beiträge ich schon längst abgeschaltet habe, werde ich mich nicht streiten. Das wäre mir viel zu läppisch. Aber ich nehme mir weiterhin heraus, zu dem Stellung zu nehmen, was hier einige selbsternannte, hochgelehrte "Fachleute" von sich geben, die sogar René Kollo - wie du ja selbst festgestellt hast - Fachkenntnisse über Wagner absprechen wollen. Sie selbst aber verfügen über diese wohl in ausreichender Menge???

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 6 471

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

131

Heute, 07:31

Gratwanderung im Krankenhaus: Man möchte ja nicht mehr von Medizin verstehen, als der behandelnde Arzt. Aber in Zeiten wie diesen muss man im Krankenhaus als Patient schon scharf mitdenken und auf sich aufpassen.
Ja, völlig richtig, lieber Johannes. Medizin ist auch eine anwendungsorientierte Wissenschaft. Da geht es dann um das Verhältnis von Wissenschaft und Lebenswelt, Schulmedizin, alternative Naturheilkunde etc. Wenn ein Historiker aber Quellenforschung betreibt, dann gibt es dafür professionelle Regeln. Das ist nicht anwendungsorientiert.

Schöne Grüße
Holger

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

132

Heute, 08:00

mit jemanden wie Amfortas, dessen Beiträge ich schon längst abgeschaltet habe, werde ich mich nicht streiten.
Lieber Gerhard,
auch ich will mich mit Amfortas nicht streiten. Ich werde jedoch seine Ausführungen sorgfältig lesen auch wenn diese meinen Ansichten diametral entgegenstehen sollten. Dann werde ich versuchen, mit ihm in die Diskussion zu kommen und meine Argumente gegen seine zu stellen. Nun dadurch besteht die Chance, dass wir uns annähern und doch noch einen gewissen Grad von Übereinstimmung finden. Zugegeben es ist ein mühseliger Weg, aber entspricht meinem (oft zu positiven) Menschenbild. So halte ich es mit allen Taminokollegen und ihren Beirträgen. Weil das so ist, darf ich dann z. B. auch mit dem Holzwurm Unsinn verzapfen und werde nicht zerrissen. Bei Dir schätze ich die Konsequenz mit der Du Deinen Standpunkt vertrittst und wie Du Deine Deine Linie durchhältst. Wenn ich mir noch einen Tipp erlauben darf: Mach' bitte die "gelehrten Fachleute" nicht zu sehr zum Feindbild und diese Taminokollegen sollten bitte auch Dir mehr Toleranz und die gebotene Wertschätzung entgegenbringen. Auch bin nicht "gelehrt", versuche jedoch ein gescheiter, so weit wie möglich akzeptierter guter Mensch zu sein.Vor allem bemühe ich mich immer weiter zu lernen und mich in meinen "jungen Jahren" noch weiter zu enwickeln und da lerne ich einiges hier im Forum, aus den Beiträgen, viele aber auch aus den (kontorversen) Diskussionen. :angel: :angel:

Herzlichst
Hans



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Karl

Fortgeschrittener

  • »Karl« ist männlich

Beiträge: 223

Registrierungsdatum: 16. August 2016

133

Heute, 10:00

Wenn einer Aufmerksamkeit erwecken möchte, kann er das im modernen Kunstbetrieb immer noch am einfachsten mit Nacktheit, Obszönität und irgendwelchen Nazisymbolen.

Schade für die Werke Wagners und deren Liebhaber.

Johannes Schlüter

Fortgeschrittener

  • »Johannes Schlüter« ist männlich

Beiträge: 294

Registrierungsdatum: 1. Oktober 2017

134

Heute, 10:19

Ob die obszöne erste Szene Rheingold und das Venusberggedöhns wirklich nach unobszönen, gesitteten Inszenierungen lechzen?

Karl

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  • »Karl« ist männlich

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Registrierungsdatum: 16. August 2016

135

Heute, 10:24

Sie sind Bestandteil einer Geschichte, nicht um ihrer selbst Willen dabei.

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 4 958

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

136

Heute, 11:15

Dass sie es werden, zwingt mich nur zum Lächeln.
Lieber Gerhard,

"Immer nur lächeln und immer vergnügt,
Immer zufrieden, wie's immer sich fügt.
Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen,
doch wie's da drin aussieht, geht niemand was an."


( Aus "Land des Lächelns" von Franz Lehar
)

Ja, der alte Lehar beherrschte die praktische Lebensphilosophie! Dir wünsche ich, dass nur die beiden ersten Zeilen auf Dich voll zutreffen. :hello: :hello:
Liebe Grüße auch an Erika
Herzlichst
Hans

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hart

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  • »hart« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Dezember 2009

137

Heute, 11:44

Mir fällt dazu eher etwas aus Mllöckers »Der Bettelstudent« ein:
»... Ich zu lächeln mich zwang,
Doch es kochte Wut im Herzen,
Und das Lächeln, es misslang.«

Wie könnte es auch anders sein ...

musikwanderer

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  • »musikwanderer« ist männlich

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Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

138

Heute, 11:54

Ob die obszöne erste Szene Rheingold und das Venusberggedöhns wirklich nach unobszönen, gesitteten Inszenierungen lechzen?

Möchtest du 'obszöne' Inszenierungen haben? Theater als Porno? Herrliche kulturelle Zukunft...

:( ;(
.

MUSIKWANDERER

Johannes Schlüter

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  • »Johannes Schlüter« ist männlich

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Registrierungsdatum: 1. Oktober 2017

139

Heute, 11:58

ogottogott, Pornos gucke ich doch nur heimlich und verschämt zuhause. Dann das Venusberg-Bacchanal lieber als züchtiges Kaffeekränzchen inszenieren, damit ich keine roten Bäckchen bekomme in der Oper.

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

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140

Heute, 12:08

Zitat

Zitat von Operus: "Immer nur lächeln und immer vergnügt, Immer zufrieden, wie's immer sich fügt.
Lieber Operus,

du kennst mich und weißt, dass vor allem die beiden genannten Zeile zutreffen, auch wenn es manchem hier nicht so scheint. Ich habe in früher Jugend gelernt, viel Elend und Entbehrungen zu haben und bin deshalb in meinen Ansprüchen bescheiden geblieben. Ich bin von Natur aus ein fröhlicher Mensch. Ich bin seit 58 Jahren - wie du - mit einer lieben Frau glücklich verheiratet und wir haben, obwohl wir uns bis vor wenigen Jahren nicht viel leisten konnten, an den kleinen Errungenschaften des Lebens immer große Freude gehabt, auch wenn wir uns mal eine unverfälschte Oper oder ein Konzert leisten konnten. Bei uns wurde und wird immer - trotz vieler Krankheiten und Operationen meiner lieben Frau, die ein richtiges "Stehaufmännchen" ist - viel gehänselt und gelacht, was schon beim Frühstück mit einem Lächeln von beiden Seiten beginnt.
Ich selbst hatte im Leben gesundheitlich viel Glück. Im Augenblick geht es uns beiden sehr gut. so dass der zweite Teil der Verse aus Lehars "Land des Lächelns" die letzte Zeit und hoffentlich noch lange nicht mehr zutrifft. Und da wird das Schmunzeln durch Manches, was hier verzapft wird, noch erhöht.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

Amfortas08

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141

Heute, 14:25

mit jemanden wie Amfortas, dessen Beiträge ich schon längst abgeschaltet habe, werde ich mich nicht streiten. Das wäre mir viel zu läppisch. Aber ich nehme mir weiterhin heraus, zu dem Stellung zu nehmen,
Ja, bitte. Nimm es dir heraus als unermüdlicher Kämpe gegen Verunstaltungen Wagners.
was hier einige selbsternannte, hochgelehrte "Fachleute" von sich geben, die sogar René Kollo - wie du ja selbst festgestellt hast - Fachkenntnisse über Wagner absprechen wollen. Sie selbst aber verfügen über diese wohl in ausreichender Menge???
Du verfügst natürlich über umfangreichere Kenntnisse, um die ich dich höchstlich beneide, sonst würdest du es dir nicht erlauben, andere User im Forum anzustänkern mit „einige selbsternannte, hochgelehrte "Fachleute" von sich geben“. Leider ist von deinen umfassenden Kenntnissen bisher nichts zu erkennen; im Gegensatz etwa zu z.B. Holgers Posting. Das kann aber als Ausdruck deiner Bescheidenheit aufgefasst werden, also als konsequente Vermeidung besserwisserischer Attitüde. Diese noble Geste ehrt dein Posting ohne jeden Zweifel.
Andererseits ist es vorstellbar, dass deine Fans inzwischen ungeduldig darauf warten, dass du deine Einwürfe endlich mit drn erforderlichen fachlich-argumentativen Grundlage ausrüstest, um ihnen nötiges Gewicht zu verschaffen .
Deswegen maße ich mir weder ein positives noch ein negatives Urteil über Sänger und wirkliche Fachleute auf diesem Gebiet
Erneut postest du Falschinformation. Indem dein Posting sich aufschwingt, wirkliche bzw. wahre von selbsternannten Fachleuten abzugrenzen, maßt du dir ein Urteil an. Aber gleichzeitig räumst du ein, weder ein "Gelehrter" noch ein "Fachmann" auf dem Gebiet der Musik zu sein.
auch wenn es einigen wenigen Herren nicht passt und sie darüber sogar nervös werden.
Um es in diesem Thread auch diese Falschinformation als eine solche deutlich zu machen: Du wurdest selbst nervös, aber keinesfalls einige wenige Herren im Forum. sonst könntest du doch ganz entspannt lächelnd auf deine eingeschaltete Ignor-Funktion verzichten, wie eben einige wenige Herren.
Dass sie es werden, zwingt mich nur zum Lächeln.
So isses. Erzwungenes Lächeln.

Wenn einer Aufmerksamkeit erwecken möchte, kann er das im modernen Kunstbetrieb immer noch am einfachsten mit Nacktheit, Obszönität und irgendwelchen Nazisymbolen.
Vermutlich interessiert das nicht besonders viele Wagner-Gernhörer in der schlichten Art, wie es dein Posting unterstellt
Und wenn die Meistersinger in der Regie Koskys auf Nazizeit anspielen, dann bestimmt nicht um Aufmerksamkeit zu erregen. Das hat m.E. kein Regisseur in Bayreuth nötig.
Schade für die Werke Wagners und deren Liebhaber.
Wieso schade um die Liebhaber von Wagners Werk, wenn aus denen ein großer Teil Gefallen an z.B. Koskys oder Neuenfels Arbeit in Bayreuth findet/fand.

Melomane

Anfänger

  • »Melomane« ist männlich

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Registrierungsdatum: 8. November 2017

142

Heute, 14:30


ich bin weder ein "Gelehrter" noch ein "Fachmann" auf dem Gebiet der Musik. Deswegen maße ich mir weder ein positives noch ein negatives Urteil über Sänger und wirkliche Fachleute auf diesem Gebiet an.


Sehr richtig und sehr lobenswert. Konsequent wäre allerdings, diese Haltung auch auf andere Teilbereiche der Kunst und Ästhetik anzuwenden: Du bist nämlich auch sehr weit davon entfernt, Fachmann oder Gelehrter im Bereich der Theaterpraxis, der Theatergeschichte sowie der Philosophie zu sein. Das wiederum hält dich jedoch keineswegs davon ab, Regisseure, also Fachleute auf dem Gebiet des Inszenierens, als "hirnkrank" zu bezeichnen, wenn sie die Kühnheit besitzen, so zu inszenieren, dass es "Gerhard Wischniewski" nicht gefällt, so weit er das auf den aussagekräftigen Farbfotos, die ihm zur Kenntnis gebracht werden, zu erkennen glaubt. Darüber hinaus kann ich mich sehr gut daran erinnern, wie du hier im Forum einen auf dem Gebiet der Ästhetik wesentlich versierteren User als dich als "Dr. Besserwisser" verunglimpft hast. Fazit: Die Zurückhaltung, die du dir auf dem Gebiet der Musik und des Gesangs auferlegst, wäre auch bei anderen Themenbereichen sehr angebracht.

Karl

Fortgeschrittener

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Registrierungsdatum: 16. August 2016

143

Heute, 14:56

Zitat

Und wenn die Meistersinger in der Regie Koskys auf Nazizeit anspielen, dann bestimmt nicht um Aufmerksamkeit zu erregen. Das hat m.E. kein Regisseur in Bayreuth nötig.


Und warum machen Sie es dann?

Amfortas08

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144

Heute, 15:12

Und warum machen Sie es dann?
u.a. weil Wagners Werk mit seinem Antisemitismus verbunden ist (das fiel bereits dem Wagnerdirigenten Gustav Mahhler auf) und das Bayreuther Festspielhaus mit Antisemitismus (z.B. Karl Muck wollte ein judenreines Festspielhaus) und der Nazi-Barbarei. ...

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

145

Heute, 17:22

Die Zurückhaltung, die du dir auf dem Gebiet der Musik und des Gesangs auferlegst, wäre auch bei anderen Themenbereichen sehr angebracht.
Sehr richtig!

Es ist natürlich keineswegs ehrenrührig, sich als "Dilettant" zu äußern. Das tut Schönberg z.B. auch zu Fragen der Ästhetik - und hat weit mehr Geistreiches dabei zu bieten als so mancher "Fachmann". Nur ist da die Qualität des Gesagten dann entscheidend. Was nicht geht ist, von fehlender Qualität dadurch abzulenken, dass man sich als "Fachmann" darstellt, der man auf anderem Gebiet ist, um damit einen nicht guten, sondern schlechten Dilettantismus zu kaschieren.

Soll man es nochmals wiederholen? Wagners übergroße Bedeutung als Komponist steht auch bei den schärfsten Antisemitismus-Kritikern und jüdischen Künstlern außer Frage. Es geht um die Wirkungsgeschichte. Wagner wollte mit seiner unsäglichen Schrift wirken und hat es auch getan. Es hat mit entscheidend dazu beigetragen, dass der Atisemitismus beim gebildeten, gehobenen Bürgertum "salonfähig" wurde. Von dieser Verantwortung kann man ihn nicht freisprechen. Zudem hat er sich eine "Institution" mit Bayreuth geschaffen, um seine künstlerische Weltanschauung, die über nur Musik weit hinausgeht, in die Welt zu setzen und zu positionieren. Und dass der Antisemitismus zu Bayreuth untrennbar gehört bzw. gehörte ist ein trauriges Kapitel deutscher Geschichte, das eben einfach nicht zu leugnen ist. Um die Aufarbeitung dieser "Tradition" geht es, nicht um Wagners persönlichen Charakter. Beim Problem des Antisemitismus geht es eben keineswegs nur um Wagner, sondern immer auch um den Wagnerianismus, dessen höchst virulenter Bestandteil der Antisemitismus gewesen ist.

Schöne Grüße
Holger

Karl

Fortgeschrittener

  • »Karl« ist männlich

Beiträge: 223

Registrierungsdatum: 16. August 2016

146

Heute, 18:20

Zitat

Es hat mit entscheidend dazu beigetragen, dass der Atisemitismus beim gebildeten, gehobenen Bürgertum "salonfähig" wurde. Von dieser Verantwortung kann man ihn nicht freisprechen.


Hallo Holger,

da bin ich mir nicht so sicher, denn du weißt ja, welcher Gegenwind Wagner wegen dieser Dummheit schon damals entgegenblies.

Auch sehe ich das gebildete, gehobene Bürgertum nicht bei der Stammwählerschaft von 1933.

Ich kann nur sagen, daß ich es außerordentlich bedauere, daß man sich die Werke dieses Ausnahmekünstlers ungestraft hernimmt, um die unseligen Geschehnisse während der Nazidiktatur anzuprangern.

Karl

hart

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Beiträge: 1 779

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2009

147

Heute, 19:12

trauriges Kapitel deutscher Geschichte

und so ist die Gegenwart: Heute im DEUTSCHLANDFUNK

Ein Verantwortlicher der Synagoge in Garges-lès-Gonesse, einem armen Vorort im Pariser Norden, empfängt ein Fernsehteam in der jüdischen Kultstätte. Die wurde vor Jahren verbunkert hinter einer hohen Mauer, die Eingangstür gesichert mit Zahlencode. Trotz installierter Videokameras finden sich regelmäßig antisemitische Parolen auf der Mauer.

MSchenk

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Registrierungsdatum: 5. März 2011

148

Heute, 19:32

Es hat mit Theaterpraxis, Theatergeschichte und Philosophie wohl sehr wenig zu gemein, wenn Regisseure eine Mehrheit der Theaterbesucher und Opernfreunde, für die Theater ja wohl gemacht wird, einfach ignorieren und die Meisterwerke durch entstellende Handlung verunstalten.
Entschuldige Gerhard, Deine Ansichten in allen Ehren, aber vollkommen egal, welcher Seite oder meinethalben auch "Mehrheit" man sich zurechnet: Natürlich sehen wir heute an den Theatern und den Opernhäusern (auch in den Kinos, in den Büchern, die wir lesen, den Kunstwerken, die heute geschaffen werden etc.) den aktuellen status quo einer praktischen, geschichtlichen, philosophischen, politischen und in summa gesellschaftlichen Entwicklung. Und unabhängig davon, ob einem der Ist-Zustand nun gefällt oder nicht, und unabhängig davon, in welche Richtung das Pendel zukünftig schwingt, ist es schlicht absurd, diesen Hintergrund, dass "damit zu tun haben" zu verneinen. - Im übrigen wird man durch das ständige Verneinen dieser Tatsachen auch kein Stück auf dem gewünschten Weg in Richtung "mehr Werktreue" weiterkommen.
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Thomas Pape

Moderator

  • »Thomas Pape« ist männlich

Beiträge: 3 779

Registrierungsdatum: 30. August 2006

149

Heute, 19:36

Ihr Lieben, bitte beim Thema bleiben und nicht zum 185.000en mal das ewig Selbe wiederholen. Das macht keinen Spaß. Wagners Antisemitismus ist ein interessantes Thema; ob man es an dieser Stelle bei diesem Threadnamen finden wird bezweifle ich. Angesichts des heutigen Todestages von Hans und Sophie Scholl möchte ich insgesamt auch bei Wagner-Relativierungen zur Zurückhaltung auch diejenigen einladen, die das Thema nicht ganz verstehen wollen. Ansonst: zurück zu Herrn Weikl. TP
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

150

Heute, 20:24

Angesichts des heutigen Todestages von Hans und Sophie Scholl möchte ich insgesamt auch bei Wagner-Relativierungen zur Zurückhaltung auch diejenigen einladen, die das Thema nicht ganz verstehen wollen. Ansonst: zurück zu Herrn Weikl. TP
Eine auch wegen ihrer Aktualität sehr beachtenswerte und unterstützungswürdige Aufforderung. Danke, lieber Thomas.

Herzlichst
Operus
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