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Theophilus

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  • »Theophilus« ist männlich

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61

Montag, 6. August 2012, 18:05

Wenn es so weit kommt, das Kinder ihre Eltern nicht mehr verstehen und umgekehrt (passierte mir schon öfters mit meinen eigenen Kindern), dann geht die Modernisierung der Sprache zu rasch von statten.

Ich denke, die Modernisierung der Sprache entspricht dem Tempo der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung. Es werden wohl eher die Eltern sich an der Nase nehmen und sich ein wenig mehr mit den sprachlischen Veränderungen auseinander setzen müssen...

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

hami1799

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  • »hami1799« ist männlich

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62

Montag, 6. August 2012, 20:29

Es werden wohl eher die Eltern sich an der Nase nehmen und sich ein wenig mehr mit den sprachlischen Veränderungen auseinander setzen müssen...

Ja, wenn´s nur das wäre. Es ging aber in erster Linie um das Kulturverständnis unseres Nachwuchses. Wenn junge Menschen Worte wie "flugs, eitel, vergebens, widerlegen oder Gunst" nicht mehr verstehen (aus dem Schwedischen übersetzt), dann hat die klassische Literatur keine Zukunft.

Die sprachlichen Veränderungen in Schweden beeindrucken mich nicht allzu sehr.

Phrasen wie "Har du sett han (hast du er gesehen)" oder "han är större än mej (er ist größer als mir/mich)" lehren auch unseren Sprachlehrern noch das Gruseln.

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

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Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

63

Montag, 6. August 2012, 21:45

Die Sprache der Jugend

.......lehren auch unseren Sprachlehrern noch das Gruseln.

Das ist auch hier nicht anders. Allerdings hat sich die Jugendsprache ziemlich verselbständigt. "Kanak Sprak" ist nur eine Bezeichnung für eine multiethnolektale Sondersprache, eine Art "Kiezdeutsch", die nicht nur von den (meist türkischen) Einwanderertkindern gesprochen wird, sondern sich quasi bei fast allen Judendlichen eingebürgert hat.
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

SchallundWahn

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  • »SchallundWahn« ist weiblich

Beiträge: 872

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64

Dienstag, 7. August 2012, 21:37

Zurück zu Peter und der Wolf...
Die von operus erwähnte besondere Version dieses Werkes hat er mir ja liebenswerter Weise überlassen und wie dort der tolle Erzähler (ja wer mag das wohl sein?) da in der Einleitung meint, wurde extra "Hochschwäbisch" gesprochen und tatsächlich kann ich als Norddeutsche das einwandfrei verstehen.
Ich war wirklich überrascht, was das Heilbronner Sinfonieorchester so leistet. Vor allem im Schlagwerk bombastisch aufgestellt, da hat bei mir glatt der Boden vibriert. Auch so eine wirklich hochwertige Aufnahme.
"Die Glücklichen sind neugierig."
(Friedrich Nietzsche)

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

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65

Samstag, 11. August 2012, 16:24

Die von operus erwähnte besondere Version dieses Werkes hat er mir ja liebenswerter Weise überlassen

Hier das passende Coverbildchen:

Serge Prokofieff (1891–1953)
Peter und der Wolf op.67
Erzähler: Hans A. Hey
Heilbronner Sinfonie Orchester
Dirigent: Peter Braschkat

Livemitschmitt vom 11. November 2001 im Konzert- und Kongresszentrum Heilbronn.: Jubiläumskonzert anläßlich des 40-jähringen Jubiläums von Hans A. Hey als 1. Vorsitzender des Heilbronner Sinfonie Orchesters

LG

:hello:
Harald

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Elisabeth

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Registrierungsdatum: 5. Oktober 2010

66

Samstag, 11. August 2012, 17:21

Zurück zu Peter und der Wolf...
Die von operus erwähnte besondere Version dieses Werkes hat er mir ja liebenswerter Weise überlassen und wie dort der tolle Erzähler (ja wer mag das wohl sein?) da in der Einleitung meint, wurde extra "Hochschwäbisch" gesprochen und tatsächlich kann ich als Norddeutsche das einwandfrei verstehen.
Ich war wirklich überrascht, was das Heilbronner Sinfonieorchester so leistet. Vor allem im Schlagwerk bombastisch aufgestellt, da hat bei mir glatt der Boden vibriert. Auch so eine wirklich hochwertige Aufnahme.

Ich durfte diese tolle Aufnahme inzwischen auch genießen - ganz herzlichen Dank dafür nach "Heylbronn"!

Sowohl das Heilbronner Sinfonie Orchester mit seinem grandiosen Dirigenten Peter Braschkat also auch den Erzähler konnte ich bereits live erleben, denn die Heilbronner spielen ja jeweils das Konzert anläßlich des Künstlertreffens der Gottlob-Frick-Gesellschaft im Oktober in Mühlacker.
So waren Vorfreude und Erwartung gleichmaßen hoch und wurden nicht enttäuscht: Braschkat arbeitet die Feinheiten der Partitur sehr pointiert heraus.

Die vom Erzähler geschriebene schwäbische Fassung macht einer "Reingschmeckten" wie mir sehr viel Spaß, die originellen Heilbronner Bezüge des Textes werden dankenswerter Weise in der Beilage zur CD erklärt.

Großes Kompliment an alle Beteiligten!

LG, Elisabeth

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

67

Sonntag, 12. August 2012, 09:43

Danke für das positive Feeedback. Die Aufführung war damals auch ein wunderschönes, wohl einmaliges Ereignis, weil diese mit einem Jubiläum verbunden war und daraus ihren besonderen Charakter bezogen hat.
Wie Harald Kral allerdings an diese Aufnahme kommt ist mir ein Rätsel. Nehmen wir es wie es ist und sind dem Unermüdlichen dankbar. Es gibt wohl kaum eine Aufnahme, die Harald nicht ans Tageslicht bringt und für uns Taminos nutzbar macht. :jubel:

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Harald Kral

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  • »Harald Kral« ist männlich

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Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

68

Sonntag, 12. August 2012, 11:53

Wie Harald Kral allerdings an diese Aufnahme kommt ist mir ein Rätsel.

Jetzt sollte ich eigentlich beleidigt sein. Die CD hat mir ein gewisser Operus schon vor 4 Jahrten geschickt....
Harald

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operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

69

Sonntag, 12. August 2012, 16:20

Lieber Hrald,

ja ich schäme mich. Trotzdem bleibt die Aussage stehen, dass Du der Erfolgreichste Schatzgräber und -sammler im Forum bist.

Herzlichst
Operus
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Cartman

Profi

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  • »Cartman« wurde gesperrt

Beiträge: 339

Registrierungsdatum: 30. März 2011

70

Mittwoch, 7. November 2012, 20:08

"Peter and the Wolf" goes Hollywood (2)

Jetzt muss ich meinen Hollywood-Eintrag noch ein wenig ergänzen/korrigieren:


Diese Aufnahme mit Christopher Lees sonorer Stimme leidet leider darunter, dass die Erzählung in Relation zur Musik (Leitung: Yehudi Menuhin) viel zu leise ist. Lee erzählt schön, aber das permanente "Auspegeln" am Lautstärkeregler ist etwas lästig. Trotzdem macht es Spaß Sir Christopher, einem ausgebildeten Opernsänger, bei seiner Interpretation zuzuhören.


Sean Connery ist zwar unbestritten der beste James Bond, aber ein Märchenerzähler ist er nicht. Man wundert sich z.B., dass sich der kleine Vogel und die Ente nicht gegenseitig an die Gurgel gehen und der Großvater Peter nicht gleich übers Knie legt. Auch lässt Connery einiges vom Humor in der Geschichte vermissen, bringt dafür aber (s)einen unverwechselbaren schottischen Zungenschlag ein.


Neben "Dracula" Christopher Lee hat sich auch "Frankensteins Ungeheuer" Boris Karloff dieser musikalischen Erzählung gewidmet. Und er macht seine Sache sehr gut. Mit angenehmer Stimme erzählt er im Ton eines Märchenonkels die spannende Geschichte, ohne dabei in einen kindlichen Tonfall oder zu große Dramatik zu verfallen. Die musikalische Begleitung ist ebenfalls sehr ansprechend, auch wenn mir der Dirigent Mario Rossi bisher kein Begriff war.

Joseph II.

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Registrierungsdatum: 29. März 2005

71

Sonntag, 4. Dezember 2016, 22:03

Natalia Saz/Swetlanow

Auf eine besonders erwähnenswerte Aufnahme wurde im Verlaufe dieses Threads zu "Petja i wolk" noch gar nicht hingewiesen:



1970 entstand eine Einspielung des sowjetischen Labels Melodiya mit der Initiatorin des Werkes, Natalia Saz (1903—1993), zu dem sie auch den Text verfasste und bei der Uraufführung 1936 am Moskauer Theater für Kinder (dessen Direktorin sie war) als Erzählerin agierte. 34 Jahre später wurde sie als eben solche dann in besagter Aufnahme mit dem Staatlichen Symphonieorchester der UdSSR unter Jewgeni Swetlanow verewigt.

Es dürfte kaum eine idiomatischere Interpretation geben. Allein wie sie "wolk" (russ. Wolf) betont, dass einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft, ist frappierend. Das sowjetische Staatsorchester unter Swetlanow liefert eine kongeniale Vorstellung, wie man es nicht besser machen könnte.

Womöglich gab es von der alten LP nie eine CD-Veröffentlichung. Aber bei YouTube ist die Aufnahme verfügbar:

»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

teleton

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  • »teleton« ist männlich

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Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

72

Dienstag, 13. Dezember 2016, 00:14

Es dürfte kaum eine idiomatischere Interpretation geben. Allein wie sie "wolk" (russ. Wolf) betont, dass einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft, ist frappierend. Das sowjetische Staatsorchester unter Swetlanow liefert eine kongeniale Vorstellung, wie man es nicht besser machen könnte.

Ja, Josefs Worten kann man sich nur anschliessen.
Leider ist das was die russische Sprecherin abliefert natürlich nicht für "unsere Breiten" gemacht. Orchestral dürfte es nichts Vergleichbares in Richtung "hammermässig" geben!

;) Da bleibe ich dann trotz aller Bewunderung für diese Swetlanow-Aufnahme lieber bei meiner Lieblingsaufnahme mit Mathias Wiemann und Maazel / Orchestre National de France (DG):
Und die Aufnahme ist auch orchestral spitze und gehört zu Maazels wirklich guten Produktionen ...


DG, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Rheingold1876

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Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

73

Samstag, 17. Februar 2018, 21:05



Auf einem Flohmarkt fand ich heute diese Aufnahme mit Anneliese Rothenberger als Erzählerin. Was es alles gibt. Bislang hatte ich von der Existenz dieser Produktion keine Ahnung.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."