Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

La Roche

Prägender Forenuser

  • »La Roche« ist männlich

Beiträge: 2 315

Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

151

Freitag, 19. Januar 2018, 13:14

Gerhard Wischniewski glaubt sich als Sprachrohr der Mehrheit von Opernbesuchern.
Also in meinem Namen spricht er auch, ohne daß wir uns dazu abgesprochen hätten.

Und ich kenne unter meinen Freunden keinen Einzigen, dem abstrahierende Einfälle (man könnte auch RT sagen) mancher Regisseure zusagen. Ich kenne aber in meinem Freundeskreis viele, die aus ebendiesen Gründen ihre Anrechte gekündigt haben. Ich gehöre auch zu den Anhängern von Frau KS Prof. Gilles und KS Prof. Bernd Weikl.

Leider gehöre ich zu den älteren Jahrgängen, und daher setzt sich mein Freundeskreis auch aus älteren, traditionsbewußten ehemaligen Schul- und Studienfreunden zusammen. Mancher der jugendlichen, sich Opern einziehenden Konsumenten mag anders denken. Die hat Gerhard nicht gemeint.

:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Und dieser Beitrag ist ungeheuer wertvoll.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Bertarido

Prägender Forenuser

  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 784

Registrierungsdatum: 24. April 2014

152

Freitag, 19. Januar 2018, 13:27

Und dieser Beitrag ist ungeheuer wertvoll.

Da bin ich ja beruhigt, ich hatte schon befürchtet, wieder einmal den "gepflegten, seriösen Ton und Stil" verfehlt zu haben, der dem Niveau dieses Forums angemessen ist. :rolleyes:

Amfortas08

Prägender Forenuser

  • »Amfortas08« ist männlich

Beiträge: 1 167

Registrierungsdatum: 4. Juni 2008

153

Freitag, 19. Januar 2018, 17:52

Also in meinem Namen spricht er auch, ohne daß wir uns dazu abgesprochen hätten.
Und ich kenne unter meinen Freunden keinen Einzigen, dem abstrahierende Einfälle (man könnte auch RT sagen) mancher Regisseure zusagen
Gerhard Wischnewski schrieb :
„Ich glaube, die wenigsten Opernbesucher machen sich soviel Hintergedanken über soviel Banalitäten, wie sie hier oft zu lesen sind.“

Gerhard Wischnewski Behauptung bezieht sich also nicht aufs Verunstaltungstheater, sondern er moniert, dass gedankliche Auseinandersetzungen über Banalitäten in Opern nur wenige Besucher interessieren und dass diese Banalitäten der Opern in diesem Thread zu lesen wären. Woraus folgt, dass er z.B. das Duett Almaviva-Susanna aus dem 3. Akt als banal betrachtet, denn über das wurde ja diskutiert. Dabei wäre es auch interessant zu wissen, warum Gerhard Wischnewski Mozarts Mucke und den Text mit solch einem pejorativen Ritterschlag versetzt. Nebenbei: mir kommt Nozze nun alles andere als banal rüber.

Und bisher liefert Gerhard Wischnewski keinen Beleg seiner Behauptungen.

Ich gehöre auch zu den Anhängern von Frau KS Prof. Gilles und KS Prof. Bernd Weikl.
Du besucht vermutlich regelmäßig, wie ich, die Homepage MLGs. Da finden sich auch reichlich Infos zu Opern, Opern-Gesang und allerlei ausführliche Hintergrundinfos. Vermutlich selbiges auch in den Weikl- Veröffentlichungen, die ich jedoch nicht kenne. Also Dinge, von denen Gerhard Wischnewski meint, dass sie nur wenige Opernbesucher interessieren würden, an denen du jedoch reichlich Anteil zu nehmen scheinst, sonst würdest du dich nicht als Anhänger MLGs und Weikls outen. Deshalb verwundert einen deine Verknüpfung von „gehöre auch..“
Leider gehöre ich zu den älteren Jahrgängen, und daher setzt sich mein Freundeskreis auch aus älteren, traditionsbewußten ehemaligen Schul- und Studienfreunden zusammen. Mancher der jugendlichen, sich Opern einziehenden Konsumenten mag anders denken. Die hat Gerhard nicht gemeint.
Er hat Gelegenheit das zu klären.

  • »Dritte Dame« ist weiblich

Beiträge: 597

Registrierungsdatum: 29. September 2017

154

Samstag, 20. Januar 2018, 00:23

Zitat von »Bertarido«

:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


Und dieser Beitrag ist ungeheuer wertvoll.
Das ist er in der Tat, aber er trifft es, wie ich finde, nicht hundertprozentig! Ich würde eher hierzu tendieren:

:hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:


Und ja, ich liebe es, "Banalitäten" zu zerpflücken- wenn einer mitspielt so lange, bis das, was übrig bleibt, nur noch unter dem Mikroskop erkennbar ist!!!
Wobei hier, was die Definition des Begriffes "Banalität" angeht, auch nicht unbedingt alle hier konform gehen, wie's aussieht...
Aber um den Bogen zurück zum Regietheater zu schlagen: Ich begreife einfach nicht, wo das Problem liegt, dem wenigstens ein Mindestmaß an Aufgeschlossenheit entgegenzubringen!
Gut, wenn man mit der Einstellung an das Thema herangeht, dass sowieso alles Schund ist, was da verzapft wird, erübrigt sich eh jede Diskussion- und dafür sind wir doch grundsätzlich hier, oder? Hatte ich zumindest so verstanden...
Ich will nun weiß Gott nicht sagen, dass ich jede Idee, die da ein Regisseur auf die Bühne bringt, automatisch bejubeln würde.
Wenn beispielsweise der Baron von Lerchenau das "Mariandel" ins Bordell ausführt, frage auch ich mich, was die "Macher" da vorher wohl geraucht haben und ob das Zeug wirklich legal sein kann...
Weswegen sollte ein Kerl, der bei Verstand ist ein Mädel, dass er zu verführen gedenkt, in den P... ausführen?
Aber die Guth- Inszenierung des "Figaro" beispielsweise ( ist vermutlich jedem hier ein Begriff!) bot doch gute Denkanstöße und zeigte mehr als deutlich, dass sich der Regisseur hier Gedanken um die Materie gemacht hatte.
Was das Argument angeht, dass eine solche "Verfremdung" nicht im Sinne der Autoren des Werkes wäre...
Wer will denn das beurteilen können?
Aus verständlichen Gründen kann man sie ja schlecht fragen!
Ich für meinen Teil könnte mir gut vorstellen, dass beispielsweise ein Mozart ( der soweit ich weiß recht aufgeschlossen war...) zur "Verkleidungsszene" im zweiten Akt des "Figaro" bei der Guth Inszenierung gesagt hätte "Echt schade, dass ICH mir das zu meiner Zeit nicht hätte erlauben dürfen..." :D

Grüße von der Dritten Dame

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher