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Stimmenliebhaber

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1

Montag, 6. November 2017, 22:58

Austausch über Höreindrücke zu den Sänger-Jubilaren

Liebe Taminos,

Willis hochverdienstvoller Gratulations-Thread hat einen Nachteil, den man ihm aber auch nicht zum Vorwurf machen kann, weil er in der Natur der Sache begründet ist: Diskussion ist dort unerwünscht, und das ist auch richtig so, weil der Thread sonst ins Uferlose ausarten würde und völlig unübersichtlich werden würde.
Trotzdem habe ich in den letzten Wochen viele der dort gewürdigten Vokaljubilare (um die es in dieser neuen Rubrik gehen soll) "nachgehört" und war drauf und dran, etwas dazu schreiben zu wollen - und habe es dann doch nicht getan, weil ich nicht wusste, wo ich das am besten tun sollte, und mir der direkte Zusammenhang zum Auslöser-Beitrag meines Hörens fehlte. Nachdem ich nun heute erfahren habe, dass ich nicht der Einzige bin, der gerne mal die jeweiligen Jubilare "nachhört" und durchaus Austauschbedarf über solche Höreindrücke besteht, möchte ich diese Rubrik eröffnen und mit ihr den Versuch machen, den regelmäßigen Austausch über Höreindrücke von menschlichen Gesangsstimmen wieder mehr anzkurbeln, wie von einigen gewünscht.

Es soll dabei immer nur um die jeweiligen Jubilare des Tages gehen, aber natürlich kann man auch an den Folgetagen noch etwas zu einer besprochenen Aufnahme schreiben und seine eigenen Eindrücke dazu mitteilen. Man muss also nicht päpstlicher sein als der Papst, nur der erste Beitrag zu einem Sänger sollte immer mit seinem jeweiligen Jubiäum korrespondieren. Andernfalls kann man auch in dessen jeweiliger Rubrik schreiben.

Die Verlinkungen von Videos (am besten zweifach, sowohl per Einbettung mit dem Youtube-Button als auch darunter noch einmal ohne diesen Button als einfach Einkopierung des Links in den Beitrag, damit niemand aufgrund technischer Schwierigkeiten vom Austausch ausgeschlossen ist) ist ausdrücklich erwünscht.

Natürlich kann man hier auch gerne über Eindrücke von CD sprechen, dann können sich aber nur diejenigen (wenigen) darüber austauschen, die die CD wirklich bei sich zu Hause im Regal haben (oder vielleicht Spotify oder ähnliches nutzen). Erst einmal soll keine dieser Möglichkeiten hier ausgeschlossen sein.

Verlinkungen zum jeweiligen Beitrag in Willis Jubiläums-Rubrik sowie zum jeweiligen Thread des besprochenen Sängers sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Und nun bin ich gespannt, ob das Experiment gelingt oder nicht. In den nächsten Minuten werde ich im Folgebeitrag einen Anfang wagen.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Stimmenliebhaber

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2

Montag, 6. November 2017, 23:08

In seiner Gratulations-Rubrik hat Willi heute dankswerterweise auf den heutigen 31. Todestag der Sopranistin Elisabeth Grümmer verwiesen.

http://tamino-klassikforum.at/index.php?…1288#post621288

Sie gilt immer noch als DIe Agathe schlechthin, weshalb ich mir heute bei Youtube ein Video von ihrer großen Arie des 2. Aktes anhörte:



https://www.youtube.com/watch?v=rcglcruoMOc

Man hört an der Orchestereinleitung, dass die Tonqualität des Videos nicht optimal ist. Was ich dann jedoch von Frau Grümmer höre, ist über weite Strecken doch ziemlich optimal, gerade der Beginn in lyrischer Mittellage, nicht zu breit und nicht zu streng oder "dünne", sondern gerade richtig, also: "Wie nahte mir der Schlummer, bevor ich ihn gesehn, ja, Lieber pfegte mit Kummer stets Hand in Hand zu gehn." Der etwas luftige, frei schwebende Ton, der sich zu langen lyrischen Bögen fügt, gefällt mir ausgesprochen gut.

Dann ein erster kleiner Schreck bei mir, als sie bei "Welch schöne Nacht" zum ersten Mal nach oben geht: Der Ansatz des Spitzentones klingt nicht sehr lieblich und engelsgleich, sondern eher hart, beinahe grell - ABER: Wie großartig ist das Diminuendo (Decrescendo, abnehmend), das sie sofort auf diesem Ton macht und der anschließende wunderbare Bogen in die angenehm-mädchenhafte Tiefe auf "Nacht" ohne jegliche Verbrustung - da ist sie stimmlich wieder dieses engelgleiche Wesen, dass sie am Beginn des Spitzentones nicht war.

"Leise, Leise, fromme Weise,
schwing dich auf zum Sternenkreise."
Wie wunderbar viril und zugleich lyrisch klingen diese Phrasen bei ihr. Das etwas unruhige "kurze Vibrato" in ihrer Stimme verschmilzt durch die lyrische Beseelltheit der langen Bögen zu einer von mir so empfundenen überirdischen Schönheit, sie schwebt mit ihrer Stimme geradezu über dem Boden. Das "schwing dich auf zum Sternenkreise" singt sie großartig mühelos in einem großen Bogen durch, einfach wunderbar. Nach dem zweiten "Leise" atmet sie jedoch, obwohl andere Sopranistinnen das manchmal durchsingen. Warum atmet sie? Weil sie weiß, was sie singt, und diesen Text auch für das Publikum erlebbar machen will, plastisch fühlbar machen will. Und während das erste Komma nach dem ersten "Leise" verzichtbar ist, weil es sich um eine einfach Wiederholung desseleben Wortes handelt, sie macht quasi aus den zwei "Leise" ein einziges "Leise", ist das zweite Komma vor "süße Weise" absolut notwendig, um den Text zu verstehen - und das weiß sie als wissende Sängerin, der die Erlebbarmachung des Textes im beseelten Gesang wichtiger ist, als zu zeigen, dass sie das auch auf einem Atem hätte durchsingen können. Das zeigt sie an der nächsten Stelle, der Wiederholung dieser "frommen Weise", wo dies inhaltlich möglich und nötig ist. Überhaupt ist trotz ihrer wunderbaren Legatobögen jedes Wort Text bei ihr zu verstehen! So etwas ist mir persönlich sehr wichtig, weil Gesang nunmal die Verbindung von Text und Musik ist. Auch das Ende dieses lyrischen Teils gefällt mir ausgesprochen gut.

Wie plastisch lässt sie dann im einschobenen Rezitativ den Text erlebbar werden lässt!

In der Wiederholung der lyrischen Melodie zieht sie dann die erste Phrase auf einem Atem durch, weil kein Komma im Text etwas anderes fordert.
"Zu dir wende ich die Hände"
Und wieder: was für eine wunderbare, entspannte, hell klingende Tiefe!
(Nur der "Engel" wird etwas enge...)

Auch die Belebung von "Alles ging schon längst zur Ruh" bleibt wunderschön gesungen.

Nach dem unruhigen Hornpochen, wird auch sie erregter.
Und trotz aller geforderter Dramatik st das "Er ist's! Er ist's" in der Höhe wundervoll rund und lyrisch ohne jegliche Schärfe gesungen.

Das "Süße Hoffnung" ist dann nicht ganz so süß, aber sie kann danach - höher gehend - wieder schöner und runder im Ton werden als beim "Süße".

Wie irre gut ist der Spitzenton in der neuen umgestümen Melodie! Leichter und schöner als der Aufgang dahin, ein frei schwebendes Höhenpiano - das ist für mich die große Gesangskunst, die ich heute so oft vermisse, wenn mit Gewalt und Kraft der Spitzenton "gestemmt wird"....

Die schwierig mit dem Spitzento anzusetzende Phrase mit dem "Dankes Zähren" gelingt nicht ganz so gut, zumal jetzt der Vokalausgleich ziemlich extrem wird und die Textverständlichkeit dadurch erschwert wird. Auch der absolute Spitzenton am Ende gelingt klanglich nicht ganz optimal, aber dennoch: Was für ein Fest an stimmlicher Gesangs- und Differenzierungskunst. Und das ungestüme Ende ist wirklich ungestüm, ohne Rücksicht auf Kultuviertheit und dergleichen, die da völlig fehl am Platze wäre! Und wie eine Rolle und ihr Charakter allein durch gesangliche Mittel so sehr erlebbar wird! Irre! Für mich ein Hör-Fest!

Ich muss gerade an meine letzte Live-Begegnung mit webers "Freischütz" vor gut einem Jahr im Berliner Schiller-Theater denken, mit Dorothea Röschmann als Agathe - schweigen wir davon...
Aber ich bin dankbar für Tipps, wo ich live solch eine Agathe erleben kann, wie es die Grümmer auf dieser Aufnahme war - für mich ein echtes Ereignis! :yes:

Und nun bin ich gespannt, ob sich noch jemand diese Arie anhört und sie vielleicht anders hört als ich oder ob er einen anderen Höreindruck von dieser heutigen Jubilarin oder einem anderen der heutigen (bzw. bald gestrigen) Jubilaren mitteilen möchte. :hello:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Alfred_Schmidt

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3

Dienstag, 7. November 2017, 00:20

Ich freue mich natürlich über Eure neu erwachte Begeisterung - möchte aber darauf hinweisen, daß es in etwa 1200 im Thread-Verzeichnis enthaltene Einzelthreads zu Sängern gibt. die von Generationen von Tamino Mitgliedern aufgebaut wurden - frequentierte und (vor allem) weniger frequentierte.
Ursprünglich hat WilliamBA dort seine Geburtstagswünsche und Gedenktage deponiert. Das wurde aber auf meine Bitte hin geändert, weil bei manchen Sängern lediglich EIN Beitrag pro Jahr erschien, nämlich der Geburtstagwunsch oder der Todestag. Das war IMO ein (ungewollter) Fingerzeig darauf, daß eigentlich über diese Sämgerin oder diesen Sänger schon seit Jahren nichts gepostet wurde.
Der hier vorgeschlage Thread hat einen Vorteil und zwei Nachteile gleichzeitig:
a) er wird eventuell gern besucht und dem "Tagesgeschehen" voll entsprechen

b) Er wird schnell unübersichtlich werden und eignet sich nicht als "Nachschlagewerk"
c) Er wird die Einzelthreads über Sänger noch mehr in die Defensive drängen und es wird niemand mehr neue erstellen...

Auf die Welt gekommen, um die Agathe zu singen: Elisabeth Grümmer

Wie man sieht schreib ich das nicht als Forenbetreiber, sondern als normales Mitglied...

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Stimmenliebhaber

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4

Dienstag, 7. November 2017, 00:41

Es ist immer wieder herrlich, dass sich hier, sobald jemand hier etwas Neues versucht, mindestens ein "Meckerer" oder Zweifler sofort auf den Plan tritt und möglichen Schwung rausnimmt (ja, das war ich manchmal auch schon selbst, gebe ich zu - aber dass es der Forenbetreiber ist, scheint mir neu...)

b) Er wird schnellunübersichtlich werden und eignet sich nicht als "Nachschlagewerk"

Ich weiß ja nicht, wie du "nachschlägst", aber ich nutze in der Regel die Such-Funktion des Forums, wenn ich bestimmte Künstler und Beiträge über sie suche. Und da findet man Beiträge hier wie dort.
Unübersichtlih ist die zweiteilung der Sängerrubriken in Schellack-Zeit und Nach-Schellack-Zeit, das haben ich und andere kürzlich angemerkt - passiert ist nichts, also bitte! Übersichtlichkeit ist sicherlich nicht die größte Stärke des TAMINO-Forums, aber dem lässt sich halt am besten mit der Such-Funktion abhelfen!

c) Er wird die Einzelthreads über Sänger noch mehr in die Defensive drängen und es wirs niemand mehr neue erstellen...

Das ist eine Behauptung, deren Wahrheitsgehalt sich erst noch erweisen muss. Ich glaube das nicht. Nun gäbe es freilich auch hier ein ganz einfaches Mittel dagegen: Man könnte die Beiträge von hier nach einem Monat in die jeweilige Rubrik des Sängers verschieben. Also: Wo ist das Problem?

Es ist ganz einfach: Wer hier mitmachen will, macht mit, und wer nicht, der nicht.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Alfred_Schmidt

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5

Dienstag, 7. November 2017, 02:19

Zitat

Das ist eine Behauptung, deren Wahrheitsgehalt sich erst noch erweisen muss. Ich glaube das nicht. Nun gäbe es freilich auch hier ein ganz einfaches Mittel dagegen: Man könnte die Beiträge von hier nach einem Monat in die jeweilige Rubrik des Sängers verschieben. Also: Wo ist das Problem?

Das finde ich als sehr gute Lösung, die zwei entscheidende Vorteile hat:
Er füttert die bestehenden Einzelthreads und gibt andrerseits Platz für jene Sänger, die noch keinen Einzelthread haben, oder der noch nirgends verzeichnet ist.

Zitat

Es ist immer wieder herrlich, dass sich hier, sobald jemand hier etwas Neues versucht, mindestens ein "Meckerer" oder Zweifler sofort auf den Plan tritt und möglichen Schwung rausnimmt

Das liegt nicht in meiner Absicht - Zweifeln ist allerdings meine zweite Natur (genau genommen meine erste) - ich weise lediglich auf allfällige mögliche Nebeneffekte hin - und der wichtigste wirde ja somit bereits egalisiert..

Wenn es Euch lieber ist, kann zusätzlich der jeweilige Beitrag auch in diesem Bereich bleiben.

Zitat

Unübersichtlich ist die zweiteilung der Sängerrubriken in Schellack-Zeit und Nach-Schellack-Zeit, das haben ich und andere kürzlich angemerkt - passiert ist nichts, also bitte!


Wir haben vor kurzen vor Augen geführt bekommen wie wichtig die Trennung ist. Denn egal wie jetzt der Einzelne zu historischen Stimmen steht, mehrheitlich werden sie nicht als Musik zur "Unterhaltung", sondern als "historische Relikte" wahrgenommen. Im Thread.Directory, das bis ca Jänner 2017 a jour ist (Es kommen nur mehr wenige NEUE Threads über Stimmen, ich werde aber bald einiges nachtragen) findet man ALLE Zeitalter berühmter Stimmen, wobei "historische" Aufnahmen (bis ca 1950/52) üblicherweise durch blaue Schrift gezeichnet sind. Mono- und Schellack Verweigerer sind somit gewarnt. (Fehler passieren allerdings immer wieder bei dieser Sisyphusarbeit der Erstellung)

beste Grüße aus Wien
Alfred

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William B.A.

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6

Dienstag, 7. November 2017, 02:48

Nachdem nun das erste Säbelrasseln vorbei ist, will ich mich kurz melden. Ich habe mir gerade die Arie angehört. In den ersten Jahren galt mir ja Irmgard Seefried als die Agathe, kein Wunder, ich habe die Aufnahme ja auch schon kurz nach Erscheinen, noch als Jugendlicher erworben (damsl natürlich noch als LP), und ich höre sie heute noch gerne, aber als ich vor etlichen Jahren diese Aufnahme, wenn es denn diese ist:

erwarb, kam mir doch bald der Gedanke, dass da eine war die mich in dieser Partie noch etas mehr überzeugte, und zwar auch aus Gründen, die du, lieber Stimmenliebhaber, besser beschreiben kannst als ich. Es ist einfach so, wenn man sie in dieser Arie hört, dass man, wie seinerzeit Günter Wand, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, sagen kann: "So, und nicht anders".

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Caruso41

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7

Dienstag, 7. November 2017, 09:08

In seiner Gratulations-Rubrik hat Willi heute dankswerterweise auf den heutigen 31. Todestag der Sopranistin Elisabeth Grümmer verwiesen.

http://tamino-klassikforum.at/index.php?…1288#post621288

Sie gilt immer noch als DIe Agathe schlechthin, weshalb ich mir heute bei Youtube ein Video von ihrer großen Arie des 2. Aktes anhörte:.....


Dieser Beitrag, lieber Stimmenliebhaber, setzt Maßstäbe!
Ein Vergnügen, ihn zu lesen!
Und vor allem: Eine sehr nachdrückliche Einladung, das Youtube-Video zu hören! Oder besser noch die Gesamtaufnahme!
Und dann gleich noch die Agathe der Grümmer unter Furtwaengler! Man sollte "Welch schöne Nacht" unbedingt auch mal in dieser extrem langsamen Version gehört haben!
Und dann gleich noch die Agathe der Grümmer unter Ernst Kleiber!

In Agathen-Festival im Herbst! Das nehme ich mir heute abend vor!

Besten Dank

Caruso41
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9079wolfgang

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8

Dienstag, 7. November 2017, 09:10

Zitat

Es ist einfach so, wenn man sie in dieser Arie hört, dass man, wie seinerzeit Günter Wand, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, sagen kann: "So, und nicht anders".

Lieber Willi!

Das sehe ich genauso. An dieser Aufnahme stimmt eigentlich Alles. Das Dirigat von Keilberth, dann Otto, Kohn, Prey. Obwohl ich nicht der große Rudolf-Schock-Fan bin, singt auch dieser einen erfrischend jugendlichen Max.
W.S.

Caruso41

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9

Dienstag, 7. November 2017, 09:45

Vielleicht sollte Grümmer auch noch mit einer anderen Partie erinnert werden!
Ich schlage die Gräfin aus "Nozze di Figaro" vor! In einer Aufnahme der Deutschen Oper Berlin!
Sie war zu der Zeit der Aufführung schon in den frühen Fünfzigern und die Stimme klingt nicht ganz frisch, aber wie sie der Partie alles gibt, was da Ponte und Mozart sich nur wünschen konnten, ist mirakulös! Man sollte sie nicht nur mit den Soloszenen hören sonder auch in den Ensembles und Rezitativen.
Die Klangqualität, die bei diesen Mitschnitten ja oft abschreckt, ist erstaunlich gut. Böhm ist natürlich etwas "old-fashioned" aber sind die angeblich historisch informierten und besessen historisierenden Interpreten so nah am Puls und am Geist des Werkes, wie er und alle seine Sänger?



Auf Youtube gibt es die beiden Soloszenen der Gräfin!

https://www.youtube.com/watch?v=36zF6x2GjgM



Caruso41
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Rheingold1876

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10

Dienstag, 7. November 2017, 09:51

Und nun bin ich gespannt, ob sich noch jemand diese Arie anhört und sie vielleicht anders hört als ich oder ob er einen anderen Höreindruck von dieser heutigen Jubilarin oder einem anderen der heutigen (bzw. bald gestrigen) Jubilaren mitteilen möchte.


Diese Arie haben ja viele von uns verinnerlicht. Genau in dieser Aufnahme unter Joseph Keilberth, der nach meinem Eindruck enormen Anteil an der Wirkung hat. Bei Stimmenliebhaber klingt das bereits an. Insgesamt sind seine Ausführungen glänzend. Dieser "Freischütz" war meine erste Begegnung mit dem Werk. Das ist mir nicht unwichtig. Unabhängig davon empfinde auch ich diese Interpretation bis heute als maßstäblich und unübertroffen - obwohl die Konkurrenz stark, für die Grümmer aber nicht gefährlich ist. Sie singt die Szene gar nicht sehr jung. Es gibt die bereits erwähnten Blessuren, die Teil der Interpretation werden. Daraus höre ich auch Verletzlichkeiten der Figur. Die Grümmer drückt aus, was in dieser jungen Frau vorgeht, was ihr zugemutet wird.

Inzwischen hat Caruso weitere Aufnahme mit der Grümmer angeführt, die auch ich sehr gut kennen. Für mich aber war sie nie besser und ergreifender als im "Freischütz".
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

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11

Dienstag, 7. November 2017, 12:55

Inzwischen hat Caruso weitere Aufnahme mit der Grümmer angeführt, die auch ich sehr gut kennen. Für mich aber war sie nie besser und ergreifender als im "Freischütz".


Ich glaube Dir das gerne, lieber Rheingold!

Für mich ist allerdings die Agathe nicht eine Partie, die mir wirklich am Herzen liegt und zu Herzen geht. Ich wüsste denn auch keine Sopranistin außer der Grümmer, von der ich sagen könnte : "ich fand sie ergreifend".

Wenn ich sagen sollte, in welcher Partie ich die Grümmer am ergreifendsten fand, dann wäre das die Desdemona! Ich habe sie recht oft in der Partie gehört. Davon gibt es aber leider keine Gesamtaufnahme. Leider, leider, leider! Immerhin gibt es das Liebesduett und das Lied von der Weide und das Ave Maria.
Auf Youtube habe ich von der Aufnahme unter Richard Kraus nur das Ave Maria gefunden, leider nicht das Lied von der Weide, das sie (mit Sieglinde Wagner) auch aufgenommen hat!

https://www.youtube.com/watch?v=ruqkH2iy14w



Beste Grüße

Caruso41
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La Roche

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12

Dienstag, 7. November 2017, 13:05

Für mich aber war sie nie besser und ergreifender als im "Freischütz".
Diese Arie, überhaupt diese Oper gehörte bisher nicht zu meinen Favoriten. Nachdem ich Grümmer gehört habe (heute zum ersten Mal) muß ich sagen, noch nie so einen reinen Gesang in dieser Arie gehört zu haben. Diese Arie, von mir bisher total unterschätzt, wird dank dieser Interpretation zum Erlebnis. Ich hätte es nie gehabt ohne diesen Thread. Danke!!

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer
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operus

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

13

Dienstag, 7. November 2017, 13:24

Das ist eine Behauptung, deren Wahrheitsgehalt sich erst noch erweisen muss. Ich glaube das nicht. Nun gäbe es freilich auch hier ein ganz einfaches Mittel dagegen: Man könnte die Beiträge von hier nach einem Monat in die jeweilige Rubrik des Sängers verschieben. Also: Wo ist das Problem?


Das finde ich als sehr gute Lösung, die zwei entscheidende Vorteile hat:
Er füttert die bestehenden Einzelthreads und gibt andrerseits Platz für jene Sänger, die noch keinen Einzelthread haben, oder der noch nirgends verzeichnet ist
Das ist eine salomonische Lösung zu Stimmenliebhabers begrüßenswertem Vorschlag, bei Sängerjubiläen Klangbeispiele und einen würdigenden Text einzustellen. Ein dem Sänger ggewidmeter Text wird dadurch nicht geschwächt, sondern im Gegenteil noch ergänzt und erweitert. Genial! :jubel: Bitte ab sofort so machen.
Herzlichst
Operus

William B.A.

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14

Dienstag, 7. November 2017, 15:59

Ich habe diesen Thread auch sehr begrüßt, den ich aber selbst aus zwei Gründen nicht hätte eröffnen können und wollen. Erstens habe ich nicht die fachliche Kompetenz und zweitens, wie man sicher sehen kann, auch nicht die Zeit. Trotzdem möchte ich mir heute die Freiheit nehmen, als nächste Sängerin Trudeliese Schmidt vorzuschlagen, die ich persönglich in verschiedenen Aufnahmen habe, u. a. in Mahler 8 unter Tennstedt und unter Bernstein und im Mozart-Requiem unter Schreier.
Vielleicht ist einer unserer Stimmexperten, Stimmenliebhaber oder Caruso so nett, dieses Thema aufzugreifen, da der Anlass, ihr 75. Geburtstag, mir wohl angemssen erscheint. Sie starb ja bekanntlich schon am Johannistag 2004 nach langer, schwerer Krankheit.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

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15

Dienstag, 7. November 2017, 16:11

Lieber Willi,

vielen Dank für deinen Vorschlag, den ja noch irgendjemand zusätzlich aufgreifen kann, aber ich wollte nach einer Dame gestern heute lieber einen Herrn hören und mich darüber austauschen, zumal mir Jones und Sutherland ohnehin zu heikel für eine entsprechende Diskussion mit Hardcore-Fan von ihnen wären :D und mich Frau Schmidt nicht genug interessiert (zumindest nach dem kurzen Komponisten-Schnipel "Sei mir wieder gut", den ich mir heute angehört habe.)
Herrn Lüdeke möchte ich an seinem 90. Geburtstag auch nicht einem solchen Hörvergleich aussetzen. Ich habe mich daher für den berühmten italienischen Bariton Mattia Battistini entschieden, den ich in deiner Rubrik noch nachgetragen habe.

Über den kann man in der deutschen Wikipedia wahre Wunderdinge lesen:

Zitat

1892 wirkte er bei der Uraufführung der Oper I Rantzau von Pietro Mascagni mit. Jules Massenet schrieb für Battistini die Titelpartie seiner Oper Werther für Bariton um. Auch Giuseppe Verdi
schätzte den Sänger sehr. Es kam jedoch zu einer Missstimmung zwischen
den beiden Künstlern, als Battistini die Hauptrolle in Verdis Falstaff ablehnte. Richard Wagner erklärte Battistinis Interpretation der Arie O du mein holder Abendstern aus der Oper Tannhäuser zu seiner Lieblingsversion.

Battistini gilt als eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten
seiner Zeit. Gerühmt wurde vor allem seine makellose Gesangstechnik.
Zeitgenossen bezeichneten ihn als La gloria d’Italia oder auch als Il Re dei baritoni.
Teilweise kann ich das beim Hören nachfolgenden Videos auch gut nachvollziehen, aber eben nur teilweise.



https://www.youtube.com/watch?v=TFsV-1tRzjg

Leider weiß ich nicht genau, wann diese Aufnahme entstand, weiß das jemand? Ich denke, sie entstand nicht extrem früh, sondern eher später, da die Tonqualität erstaunlich gut ist, auch wenn das Orchester (ist das wirklich voll oder sind das nur ein paar Hanseln?) klingt wie ne alte Quetschkommode :D , aber die Stimme ist (durch den Trichter) schon ganz imposant eingefangen.
Man hört eine schöne, durchgebildete und gut geführte Baritonstimme, eher etwas heller im Klang als bei dieser Rolle gemeinhin üblich (wobei ein dunkleres Grollen und Dräuen ja eigentlich besser zur dramaturgischen Situation des Beginns dieser Arie passen würde).
Dass er bei der Wiederholung von "per me" den tiefen Ton nicht hat, sondern nach oben oktaviert, finde ich schon sehr enttäuschend, weil dieser tiefe Ton die abgrundtiefe Fassungslosigkeit Renatos eindrucksvoll charaktersiert, und die bleibt der "König der Baritone" hier einfach schuldig, vermutlich, weil er diesen tiefen Ton einfach nicht hat. Nun sind die italienischen Baritone im Gegensatz zu den deutschen, die eher Bassbaritone sind, eher Tenor-Baritone, weil sie viel mehr Höhe brauchen, aber dass sich ein Renato um diesen tiefen Ton drumrumschummelt, ist mir live und auf Aufnahmen bislang noch nicht (erinnerlich) vorgekommen - während der Riccardo/Gustavo in der Canzone bei Ulrica ja gerne mal schummelt und nach oben oktaviert. Toscanini hat das Jan Peerce nicht durchgehen lassen und auf die vorgeschriebe Tiefe nach dem extremen Sprung nach unten, der Riccordos Malosigkeit charakterisiert, bestanden, aber viele andere - wie auch zum Beispiel Pavarotti im Studio - singen lieber in der bequemen Mittellage und oktavieren einfach alles nach oben anstatt die von Verdi geforderte extreme Tonhöhenkluft wirklich auszuloten, auszureizen und umzusetzen. Und so ähnlich ist das in dieser Renato-Arie eben auch, und wenn das nicht kommt, bin ich enttäuscht.

Dennoch beeindruckt die Stimme in Mittellage und Höhe durch ihre topsichere und schnörkellose Führung (abgesehen von der wunderbar ausgekosten Verziehrung am Übergang zum zweiten, lyrischen Teil der Arie). Die Höhen klingen recht hell und obertonreich, nicht so kraftvoll-brustig wie bei vielen Rollenvertretern der jüngeren Vergangenheit. Battistini brüllt diese Arie nicht, er singt sie, ist ist immer mehr Klang (im Ergebnis) als Kraftaufwand (für dieses Ergebnis) da - das weiß ich sehr zu schätzen, weil dies keine Selbstverständlichkeit ist.

Negativ fällt mir jedoch die rhythmische Freizügigkeit bei diesem Sänger auf, da an gleich einigen Stellen das Tempo förmlich steht und er manche Töne so lange hält und ausstellt, dass ich nicht mehr an eine dramaturgische Absicht, sondern nur noch an puren Stimmvoyeurismus glauben kann.

Sehr schön weich und lyrisch beginnt der Bariton den lyrischen zweiten Teil der Arie - was für ein wunderbar kopfiger Höhenpiano-Ton als Höhepunkt der ersten langen Phrase dieses zweiten Teiles. Angeblich hätte ja erst Fischer-Dieskau durch seine angeblich falsche Auffaung italienischer Oper Höhenpiani und ähnliche Scherze (fälschlicherweise) in die italienische Oper gebracht, hört man immer wieder mal, während diese doch eigentlich mehr oder weniger kraftvoll durchzubrüllen sei - hier kann man gut hören, dass das nicht stimmt.
Zwischendurch fehlt mir wieder etwas der starke Kontrast, wenn Renato an der Stelle wieder in die Tiefe geht, die in der Aufnahme mit Marcel Cordes mit "denn wütender Hass" übersetzt ist. Aber auch der abschließende Spitzenton ist interessanterweise keine Kraftmeierei, was ich so bislang eigentlich immer erlebt habe, sondern schön, lyrisch und edel, beinahe tenoral gesungen. Das gefält mir sehr gut.
Mein persönliches Fazit: Eine sehr hörenswerte Leistung mit einigen überragenden Qualitäten und gleichzeitig einigen Defiziten, vor allem in der Tiefe und beim Übertreiben des Auhaltens einiger Töne, wenn auch nicht kraftmeierisch. Die Verzierung in der Höhe beim 2. Teil der Arie muss ich noch als bemerkenswert positiv herausheben, da würde heute doch auch mal zu gerne drübergeschmiert, aber da ist er sehr genau.

Nun bin ich gespannt, ob es weitere Höreindrücke von anderen gilt, zustimmende oder auch gegenteilige, schließe ich auch gar nicht aus und bin im Gegenteil gespannt, wie andere, die vielleicht in der italienischen Oper noch mehr zu Hause sind als ich (ich bin da auch seit 30 Jahren zu Hause, aber sie ist für mich nicht so sehr das Zentrum wie für einige andere) dazu meinen. :yes:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Caruso41

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Registrierungsdatum: 19. November 2010

16

Dienstag, 7. November 2017, 16:30

Gestern hätte man ja auch noch Eberhard Büchner, James Bowman oder Ivar Andresen ein Präsent schicken können: Und heute kommen sicher noch die Würdigungen Für Gwyneth Jones und Joan Sutherland.

Da will ich mal schnell noch etwas für einen Jubilar von gestern einstellen, den ich überaus schätze und der in Deutschland viel zu wenig bekannt ist:
Pawel Lisitsian

Erinnerungen an verstorbene und Geburtstags-Glückwünsche an lebende Musiker

Der große engliche Stimmen- und Gesangsexperte John Steane hat ein enthusiastisches Portrait über ihn geschrieben und kam auf Grund seiner vielen Gesamtaufnahmen und Einspielungen der wesentlichen Baritonarien sogar dazu, ausdrücklich festzstellen, dass Lisitzian "möglicherweise der beste Verdi-Bariton nach dem zweiten Weltkrieg" gewesen sei!
Und der italienische Stimmen- und Gesangsexperte Rodolfo Celletti vergleicht etliche seine Aufnahmen direkt mit den Stars, die zu der Zeit in Italien und an der Met gefeiert wurden, und kommt dabei immer wieder zu dem Ergebnis, dass Lisitzian seinen Konkurrenten mehr als ebenbürtig , in etlichen Partien sogar klar überlegen gewesen sei!

Deshalb habe ich eine Verdi-Arie zu seinem Jubiläum ausgesucht, obwohl ich seine Aufnahmen russischer Opernarien und seine Liedaufnahmen bestimmt nicht weniger schätze.
Es ist das "Eri tu" des Renato aus "Un Ballo in Maschera".
Die Aufnahme in russischer Sprache ist idiomatischer als die in italienischer Sprache, die er später eingespielt hat!
Die Gesangslinien sind einfach perfekt geformt! Der Ausdruck wird ganz ohne histrionische Effekte allein aus den Färbungen der Stimme und den Modelierungen der Bögen gewonnen! Und die Pracht des Timbres kann man auch voll genießen, obwohl die Aufnahme schon 1952 gemacht wurde!

https://www.youtube.com/watch?v=7f3yVH4FTgY




Wer noch was russisches hören will, dem empfehle ich das Lied des Venezianischen Gastes aus "Sadko" ! Und: das Epithalamium des Nero aus "Nero" von Rubinstein (aber die Studio-Einspielung, - keinesfalls die späte Konzert-Aufnahme anhören, die es bei YouTube gibt!)! Und: die Arie des Mazeppa! Und........

Es würde mich freuen, wenn Pawel Lisitsian über das Anhören dieses Grußes zu seinem 107 Geburtstag neue Verehrer und Freunde fände.

Caruso41
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Dienstag, 7. November 2017, 16:36

Na, das ist ja ein schöner Zufall, dass wir uns unabhängig voneinander für zwei Baritone entschieden haben - und dann auch noch für die gleiche Arie! Da ist dem vergleichenden Hören ja Tür und Tor geöffnet! :)

Meinen Höreindruck zu Battistini habe ich jetzt in meinem Vorbeitrag abgeschlossen, nun werde ich mir den hier vorgestellten Fachkollegen anhören.
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18

Dienstag, 7. November 2017, 17:08

Pawel Lisitsian
Und nun meine Eindrücke zur gleichen Arie dieses Sängers.
Zwei Vorbemerkungen:
- Natürlich ist es viel schöner, eindrücklicher und charakteristischer, wenn die Aufnahme nicht gleich mit dem ersten Teil der Arie, also mit dem "Eri tu" beginnt, sondern mit dem Rezitativ oder wie hier sogar mit dem Nachspiel der Amelia-Arie. Da ist man gleich viel besser drin. Vielleicht hätte das Rezitativ bei Battistini nicht mehr mit auf die Schellackplattenseite gepasst, weshalb man das gar nicht mit aufnahm. 1952 war man da schon weiter.
- Ich begrüße es sehr, dass du die Arie auf russisch reingestellt hast. Als Verfechter von Opernaufführungen in der Landessprache (nicht als einzige, sondern als gleichberechtigte zweite Variante neben der Originalsprache), der Verdi auf Deutsch sehr schätzt, wäre es auch sehr unglaubwürdig, wenn ich mich nun dagegen verwahren würde, diese Arie von einem Russen auf russisch anzuhören - zumal jeder Sänger die meisten Obertöne erzeugen kann, wenn er in seiner Muttersprache singt. Also st mir diese russischsprachige Aufnahme sehr willkommen.

Nun zum Rezitativ, das noch nicht vergleichend ist, weil es bei Battistini wie gesagt fehlt: Schon der Anfang, also das Quasi-"Alzati" ist für mich ideal getroffen, einerseits noch dunkel und tragisch, andererseits fast weinerlich - man hört diesem Renato an den ersten Tönen an, wie bewegt er von dem Wunsch (der Arie) seiner Frau wurde und noch immer bewegt ist. Auch das Umschlagen in dräuendes Drohen gegenüber dem vermeintlichen Ehebrecher wird stimmlich ideal eingefangen. Da wird dann in der Höhe auch richtig gepowert und das völlig zu Recht. Beim Übergang vom Rezitativ zum ersten Teil der Arie klingt die Stimme allerdings ein bissl verquollen und gepresst - da, wo man im Italienischen "Vendicator" hören würde. Auch er ist eher ein Tenor-Bariton als ein Bassbariton, geht die Tiefe der Partie aber trotzdem an, was auch gut und richtig ist, aber mühelos klingt das nicht. Das Tempo des "Eri tu"-Teils ist mir übrigens eine Spur zu getragen, aber das war damals hat so. Toll finde ich, wie er das Quasi-"Eri tu" und entschlossenen, intensiven Piano(!) ansetzt. Den tiefen Ton hat er auch und schummelt im Vergleich zu seinem gerade gesprochenen italienischen Kollegen nicht. Unmittelbar davor klang er in der Höhe etwas gequält, was freilich sehr gut zur Rollensituation passt und vielleicht sogar Absicht war, wie auch das viele Piano-Singen, anstatt immer voll loszubrüllen (wie heute so oft) - auch wenn der Kontrast zum lyrischen zweiten Teil der Arie dadurch nicht größer wird. Dieser könnte in der Tat etwas größer sein, wenn er danach noch lyrischer singen würde, als er es tut. Aber er ist musikalisch viel disziplinierter als Battistini und gestaltet viel mehr die Rolle, anstatt nur eine Arie bestmöglich zu singen. Der Vorhalt-Spitzenton ist natürlich sehr eindrucksvoll, obgleich etwas hell für einen Bariton. Toll finde ich, wie die helle Höhe bruchlos in die dunkle die Tiefe geführt wird. DAs "cje" (oder wie auch immer im Russischen) im leisen Teil finde ich als Spitzenton etwas zu kräftig und nicht so überzeugend, der entschlossene Schluss der Arie ist hingegen grandios.

Mein Fazit: Sehr hörenswert und packend (und doch auch differenziert ) gestaltet, insgesamt mich sogar noch mehr überzeugend als Battistini, wenn auch nicht so makellos in der Stimmführung, aber auch mit weniger Minuspunkten und den emotionalen Gehalt der Rolle toll erlebbar werden lassend. :thumbup:
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19

Dienstag, 7. November 2017, 17:16

Na, das ist ja ein schöner zufall, dass wir uns unabhängig voneinander für zwei Baritone entschieden haben, und dann auch noch für die gleiche Arie. Da ist dem vergleichenden Hören ja das Tor weit geöffnet. :)

Meinen Höreindruck zu Battistini habe ich jetzt in meinem Vorbeitrag abgeschlossen, nun werde ich mir den hier vorgestellten Fachkollegen anhören.


Lieber Stimmenleibhaber!

Wirklich: Ein schöner Zufall!
Ich wollte ja erst was über Sutherland schreiben, deren Karriere ich seit Anfang der 60erJahre intensiv verfolge. Sie hat ja auch die Agathenarie die Arien der Figaro-Gräfin und die Desdemona-Szene aus dem 4.Akt augenommen. Diesae Aufnahmen hätte allerdings kaum ihren Ruhm begründet. Deshalb hatte ich schon etwas anderes ausgesucht. Eine virtuose Parforce-Arie, die ich für singulär halte und bei anderer Gelegenheit vielleicht mal einstelle. Sie hat ja zwei Jubiläen im Jahr!

Nun bin ich gespannt, ob Du auch was über Lisitsian schreibst!

Beste Grüße
Caruso41
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operus

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20

Dienstag, 7. November 2017, 17:19

Inzwischen hat Caruso weitere Aufnahme mit der Grümmer angeführt, die auch ich sehr gut kennen. Für mich aber war sie nie besser und ergreifender als im "Freischütz"
Lieber Rüdiger,
Gewiss ist die Agathe von Elisabeth Grümmer maßstabsetzend. Ich möchte besonders auch auf ihre Elisabeth im Tannhäuser unter Konwitschny hinweisen. Für mich eine Sternstunde des Gesangs .Besonders begeistert mich die Begegnungsszene Elisabeth/Landgraf "Dich treff ich hier in dieser Halle, die solange Du gemieden...". Was Elisabeth Grümmer als Elisabeth und Gottlob Frick hier an Stimmschönheit, an gefühlmäßigem Aussdruck und partnerbezogenem Verschmelzen der Stimmen bieten ist exemplarisch, Insgesamt eine fast perfekte Tannhäuser-Realisierung, wenn die Venus von Marianne Schech rolllendeckender wäre. Also die Grümmer ist weit mehr als die perfekte Agathe.
Herzlichst
Operus

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21

Dienstag, 7. November 2017, 17:19

Zitat

Trotzdem möchte ich mir heute die Freiheit nehmen, als nächste Sängerin Trudeliese Schmidt vorzuschlagen, die ich persönglich in verschiedenen Aufnahmen habe,

Lieber Willi!

Das nehme ich gerne auf. Trudeliese Schmidt kannte ich schon früh durch ihre eigene Fernsehsendung. Außerdem besitze ich auch einige sehr gute Aufnahmen von ihr. Bedrückt hat mich allerdings, daß man in ihrer Heimatstadt kaum ihren Namen kannte. In einer Gesamtaufnahme der Oper "Die lustigen Weiber von Windsor", kann man sie als bezaubernde Frau Fluth hören. Hier ein Beispiel ihrer schönen Stimme:

W.S.

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22

Dienstag, 7. November 2017, 17:29

Lieber William!

Trotzdem möchte ich mir heute die Freiheit nehmen, als nächste Sängerin Trudeliese Schmidt vorzuschlagen, ....
Vielleicht ist einer unserer Stimmexperten, Stimmenliebhaber oder Caruso so nett, dieses Thema aufzugreifen, da der Anlass, ihr 75. Geburtstag, mir wohl angemssen erscheint. Sie starb ja bekanntlich schon am Johannistag 2004 nach langer, schwerer Krankheit.


Über Trudeliese Schmidt etwas zu schreiben, fühle ich mich überfordert. Ich habe sie in München zwar öfter gehört, aber ich kann mich nicht erinnern, dass sie mir besonderen Eindruck gemacht hat. Wellgunde und zweite Dame sind ja nicht gerade die Partien, nach denen man sich für Sänger begeistert. Ich habe sie zwar auch als Clairon, Dorabella und Cherubino gehört, aber da stand sie für mich doch im Schatten anderer Sängerinnen, die ich in den Partien zuvor gehört hatte!

Aufnahmen von Trudeliese Schmidt habe ich zwar, aber nur Mahlers 8. Sinfonie (sowohl unter Tennstedt als auch unter Bernstein) und das Mozart-Requiem (unter Schreier). Danach etwas über die Sängerin zu sagen, bedürfte es einer besonderen Motivation. Die aber habe ich leider nicht.
Bitte sei nicht bös! Wenn Sänger Jubiläen haben, denen ich mich irgendwie verbunden fühle, schreibe ich gerne wieder was.

Beste Grüße

Caruso41

PS.:
Gerade sehe ich, dass Wolfgang etwas zu ihrem runden Geburtstag eingestellt hat. Herzlichen Dank!
Das ist doch eine Aufnahme, die geeignet ist, die Erinnerung an Trudeliese Schmidt zu bewahren!
Dass sie eine eigene Fernsehsendung hatte wußte ich bisher gar nicht. Aber ich sehe auch kaum fern.
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23

Dienstag, 7. November 2017, 17:42

Dir, lieber Stimmenliebhaber, herzlichsten Dank für Deine feine Beschreibung und Analyse der Aufnahme von Lisitsian. Dass sie Dir so gut gefallen hat, freut mich sehr! Es ist wirklich eine der bedeutenden Aufnahmen dieser Arie! Man kann gerade bei JPC eine CD von Lisitsian für 5,99 EURO kaufen, auf der herrliche Aufnahmen des Baritons sind - unter anderem auch das "Eri tu"!


Beste Grüße

Caruso41
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24

Dienstag, 7. November 2017, 17:50

Gewiss ist die Agathe von Elisabeth Grümmer maßstabsetzend. Ich möchte besonders auch auf ihre Elisabeth im Tannhäuser unter Konwitschny hinweisen.
Lieber "Operus", natürlich war die Grümmer weit mehr als nur eine Agathe. Ich habe sie auch über ihre Elisabeth in der Konwitschny-Einspielung kennengelernt, dann kamen die Elsa und die Eva unter Kempe und dann erst die Agathe unter Furtwängler. Noch später den die Mozart-Rollen.
Damls unterhielt ich mich sehr gerne mit äkteren Berliner Opernanstehern bei den Vorverkäufen, die Grümmer und andere noch vielfach live erlebt hatten. Als ich einen damals nach seinen Lieblingserlebnissen mit der Grümmer fragte, war ich erstaunt, dass die Elisabeth gar nicht vorkam (da pries er die Rysanek), stattdessen die großen Mozart-Rollen, vorrangig in den drei da Ponte-Opern und die Strauss-Rollen (zwei im "Rosenkavalier" und eine in "Capriccio" - und eben, was mich damals sehr überraschte - die Desdemona, lieber "Caruso41"!
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25

Dienstag, 7. November 2017, 17:51

Dir, lieber Stimmenliebhaber, herzlichsten Dank für Deine feine Beschreibung und Analyse der Aufnahme von Lisitsian.
Bitteschön! Nun hätte ich aber auch sehr gerne was von dir zur gleichen Arie gesungen von Battistini gelesen! :)
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26

Dienstag, 7. November 2017, 18:02

Zitat

Trotzdem möchte ich mir heute die Freiheit nehmen, als nächste Sängerin Trudeliese Schmidt vorzuschlagen, die ich persönglich in verschiedenen Aufnahmen habe,

Lieber Willi!

Das nehme ich gerne auf. Trudeliese Schmidt kannte ich schon früh durch ihre eigene Fernsehsendung. Außerdem besitze ich auch einige sehr gute Aufnahmen von ihr. Bedrückt hat mich allerdings, daß man in ihrer Heimatstadt kaum ihren Namen kannte. In einer Gesamtaufnahme der Oper "Die lustigen Weiber von Windsor", kann man sie als bezaubernde Frau Fluth hören. Hier ein Beispiel ihrer schönen Stimme:

Na, also Frau Fluth kann bei einer Mezzosopranistin eigentlich nicht sein. Laut Operone singt sie in der Kubelik-Aufnahme die Frau Reich und Helen Donath singt die Frau Fluth.

Aber im eingestellten Video gefällt mir die Stimme von Trudeliese Schmidt ausnehmend gut, ohne dabei jetzt tiefer ins Detail gehen zu wollen. Wer hätte gedacht, dass Monteverdi so schnell in dieser Rubrik vorkommt, noch vor Wagner! :D
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Dienstag, 7. November 2017, 18:09

Lieber Stimmenliebhaber!

Bitteschön! Nun hätte ich aber auch sehr gerne was von dir zur gleichen Arie gesungen von Battistini gelesen!


Ich muss jetzt weg! Aber nicht nur deshalb werde ich Deinen Wunsch nicht erfüllen. Der Grund ist einfach: Ich kann allem, was Du geschrieben hast nur voll und ganz zustimmen.

Damls unterhielt ich mich sehr gerne mit äkteren Berliner Opernanstehern bei den Vorverkäufen, die Grümmer und andere noch vielfach live erlebt hatten. Als ich einen damals nach seinen Lieblingserlebnissen mit der Grümmer fragte, war ich erstaunt, dass die Elisabeth gar nicht vorkam (da pries er die Rysanek), stattdessen die großen Mozart-Rollen, vorrangig in den drei da Ponte-Opern und die Strauss-Rollen (zwei im "Rosenkavalier" und eine in "Capriccio" - und eben, was mich damals sehr überraschte - die Desdemona, lieber "Caruso41"!


Das deckt sich genau mit meinen Eindrücken.
Im Vordergrund für mich stehen die Mozart-Partien (Pamina, Anna, Contessa, Fiordiligi), die Strauss-Partien (Octavian und Marschallin und auch die Capriccio-Gräfin), und von Wagner die Elsa.
Evchen, Elisabeth und Gutrune waren natürlich auch großartig, aber nicht so eindrücklich wie die Elsa! (Leider hat sie die allbekannte Gesamtaufnahme des Lohengrin erst zu einer Zeit gemacht, in der die Stimme nicht mehr so ganz frisch war und schon gelegentlich etwas schepperte!)
Aber keinesfalls sollten ihre großartigen Rollenportraits im italienischen Fach vergessen werden, wenn die Grümmer gerühmt wird: vor allem Mimi und eben Desdemona sind mir unvergesslich! Übrigens auch noch die Michaela!

Beste Grüße

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Dienstag, 7. November 2017, 18:10

Zitat

Na, also Frau Fluth kann bei einer Mezzosopranistin eigentlich nicht sein. Laut Operone singt sie in der Kubelik-Aufnahme die Frau Reich und Helen Donath singt die Frau Fluth.

Ja, da war ich etwas zu schnell!
Errare humanum est! :yes:
W.S.

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29

Dienstag, 7. November 2017, 18:16

aber nicht so eindrücklich wie die Elsa! (Leider hat sie die allbekannte Gesamtaufnahme des Lohengrin erst zu einer Zeit gemacht, in der die Stimme nicht mehr so ganz frisch war und schon gelegentlich etwas schepperte!)
Naja, es gibt die etwas früher entstandene Bayreuth-Live-Aufnahme mit Konya, nicht wahr? Und schlecht finde ich sie unter Kempe nun wirklich nicht, im Gegenteil! (Selbst wenn du sie live noch jugendlicher und frischer erlebt hast.)

Übrigens auch noch die Michaela!
Micaela habe ich als Aufnahme gehört, sehr gut, zweifellos!

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Dienstag, 7. November 2017, 18:44

Zitat

Da will ich mal schnell noch etwas für einen Jubilar von gestern einstellen, den ich überaus schätze und der in Deutschland viel zu wenig bekannt ist:
Pawel Lisitsian

Folgende Aufnahme als LP besitze ich von ihm. Er gehört für mich zu den größten Stimmen im Bariton-Fach:
W.S.

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