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zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

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Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

31

Donnerstag, 1. November 2012, 10:39

Was an einem typisch christlichen Sujet, nämlich durch die Gnade Gottes aus der Finsternis ans Licht geführt zu werden, bigott, also heuchlerisch oder scheinheilig, sein soll, erschließt sich mir nicht ganz.

Meiner Ansicht nach ist eine solche Kombination aus originalen und paraphrasierten Bibeltexten, Choralstrophe und einigen wenigen freien Zwischentexten ziemlich ähnlich wie bei Bach oder anderer (nicht nur) protestantischer Kirchenmusik, also überhaupt nicht ungewöhnlich

Hallo,

da kommt es für mich sehr auf den sprachlichen Ausdruck an, den ich auch bei den von Bach usw. vertonten Texten oft nicht gut getroffen sehe, weshalb ich z. B. nicht alle Bachkantaten als "den großen Wurf" sehe, sondern eher als Pflichterfüllungen gegenüber dem Dienstherrn. Wie schon geschrieben: Oft gelingt es mir, den Text rational auszublenden und der Musik zum Recht zu verhelfen - aber eben nicht immer.

Auch halte ich sehr viel von dem Wort im NT: "Ihr sollt nicht plappern wie die Heiden, euer Wort sei aber Ja, Ja - Nein, Nein.

Dabei bemühe ich mich (hoffentlich erfolgreich) sehr, auch im NT zu unterscheiden, was wörtlich zu nehmen ist und was eine gleichnishafte Sprache ist.

Ein Blick in "Evangelisches Gesangbuch", beim "Gotteslob" kenne ich mich nicht aus, bestätigt meine Meinung, dass viele Texte im Sprachausdruck total veraltet und überholt sind und wenn noch "hinterm Ofen vorlockt"? Ich kenne Gemeinden, die sehr wohl zur EKD gehören, in denen meist Lieder mit Texten - nicht übersetzt! - aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum gesungen werden, was ich für noch weitaus größeren Unsinn halte.


Viele Grüße
zweiterbass

Nachsatz: Ich bin gespannt, wie lange die Forenleitung diesen Diskurs aushält und toleriert? Oder ist, eingedenk des heutigen Feiertages (wessen Religion?), die Forenleitung "gnädig" gestimmt?
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

Accuphan

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  • »Accuphan« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Februar 2007

32

Donnerstag, 1. November 2012, 13:31

Trennung von Musik und Religion?

Wäre es sinnvoll, Diskussionen über eine vermeintliche Diskrepanz zwischen "christlichem Glauben und religiösen Vorstellungen" in einen Religion-vs.-Glauben-Thread auszulagern?

Ich verstehe auch ohne weitere Begründung nicht, warum bestimmte Texte in einem Werk "schwer erträglich" sind:

Zitat

Beispielhafte Zitate: "Er zählet unsere Tränen in der Zeit der Not...- ...Stricke des Todes hatten uns umfangen, und Angst der Hölle hatte uns getroffen... - ...und anlegen die Waffen des Lichts, und ergreifen die Waffen des Lichts..."
Diese vorstehenden Texte in Verbindung mit "Alles was Odem hat lobe den Herrn - Nun danket alle Gott" sind für mich, in einem Werk vertont, schwer erträglich.

Warum man sich dann mit diesem Werk beschäftigt, bleibt mir in diesem Zusammenhang auch schleierhaft...
Aber das nur als Vorbemerkung. Es folgt eine weitere Empfehlung. Stay tuned! :)
(gut stimmen!!)

Accuphan

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  • »Accuphan« ist männlich

Beiträge: 1 620

Registrierungsdatum: 7. Februar 2007

33

Donnerstag, 1. November 2012, 13:46

Ein Lobgesang von Fey

Das ist auch eine Aufnahme, die in meinen Ohren Beachtung verdient hat:

Ein No-Name-Album:
ein Dirigent, der nicht weltberühmt ist; eine Provinzkapelle; völlig unbekannten Solisten und Markus Schäfer.
Eine Wunderscheibe, vielleicht, denn drauf ist tolle Musik, die mit Herz und Mund und Tat und Leben gemacht wird. Ich hörte zufällig eine Radiosendung, in der Thomas Fey zu Gast war. Ein Musikausschnitt war der a capella-Chor "Nun danket alle Gott". 'Ohje, ist das langsam', dachte ich zuerst, 'e bissie lahm, der Fey'. Doch ich hörte und staunte, gebannt von der Intensität und der Textverständlichkeit! Und der Ausschnitt bohrte sich in mein Hörgedächtnis - ich musste die CD kaufen und bin tatsächlich von der Einspielung begeistert. Ich meine auch, an anderer Stelle schon darüber geschrieben zu haben.
Also, no names, great music.
Von den Texten lasse ich mich in Verbindung mit dieser Musik übrigens sehr gerne vollkommen distanzlos mitreißen - Gänsehautstellen auch im Lobgesang.

Beste Grüße und frohes Allerheiligen-Halloween-wasauchimmer,
Accuphan :hello:
(gut stimmen!!)

zweiterbass

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Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

34

Donnerstag, 1. November 2012, 13:55

Warum man sich dann mit diesem Werk beschäftigt, bleibt mir in diesem Zusammenhang auch schleierhaft...

Weil meine Einwände nicht das ganze Werk betreffen - zu solchen Texten und wie ich verschieden damit umgehen kann, das habe ich schon eingestellt.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

Accuphan

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  • »Accuphan« ist männlich

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35

Dienstag, 31. Oktober 2017, 19:27

Lobgesang mit Licht und Schatten

Ob das Zitieren klappt, sehe ich wohl erst, wenn ich den Beitrag absende... es sind mal wieder die Solisten, die den "Lobgesang" mit ihrem Beitrag schrotten, die Soprane in diesem Fall, allen vorrran Karrrrina Gauvin, die "r"s auch rrrrollt, wo vielleicht noch ein Vokal klingen könnte. Regula Mühlemann ist nicht ganz so schlimm, tut es der anderen aber nach. Genauso schlimm ist Gauvihihihihins Viiiibrrrraaaaatooo... Schade! Sehr schade...


PS: ok, das Zitat ist nicht da. Es war ein Beitrag von 2013 aus "Frisch erstanden"... naja...
(gut stimmen!!)