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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Joseph II.

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1

Freitag, 11. September 2009, 22:03

Lorin Maazel – Meine liebsten Aufnahmen



Im Thread Lorin Maazel - Eine Hommage zum 75sten wurde schon lange nicht mehr viel geschrieben (vielleicht mag es daran liegen, daß Maazels 75ster bereits vier Jahre zurückliegt).

Wenden wir uns doch mal den eures Erachtens essentiellsten Aufnahmen dieses Dirigenten zu, der einer der letzten großen lebenden Dirigenten seiner Generation ist und nach eigenem Bekunden mindestens noch bis zum 95. Lebensjahr dirigieren möchte, wenn ab 2009 auch ohne feste Bindung an ein Orchester.

("http://www.focus.de/kultur/diverses/musik-eine-aera-geht-zuende-maazel-verlaesst-new-york_aid_412069.html")

Aus Europa hat er sich spätestens seit dem Ende seiner Zeit beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (1993–2002) weitgehend zurückgezogen – als Wiener Staatsoperdirektor bereits 1984 und aus Bayreuth (leider) gar schon 1969.

In gewissen Kreisen scheint Maazel den Ruf der Arroganz und Überheblichkeit inne zu haben, was allerdings nicht von seinen Meriten ablenken sollte und mit dem musikalischen Ergebnis auch nichts zu tun hat.

Wichtige Aufnahmen aus der Diskographie Maazels sind m. E. u. a. folgende:





Welche sind eure liebsten Aufnahmen von Maazel?
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

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2

Freitag, 11. September 2009, 22:31

Ich bin kein Opernspezialist, aber mit dieser Einspielung hatte ich La Traviata kennengelernt und die gefällt mir immer noch sehr gut:



Die anderen Aufnahmen sind fast alle (auch) in der Sammelbox der DG mit den Aufnahmen um 1960 enthalten, einzeln muß man sich nach Australien oder Frankreich wenden, es gibt auch noch Schuberts 5,6,8:



Von den Beethoven-Aufnahmen gefällt mir besonders die außerordentlich klangschöne Pastorale; beide Einspielungen können gut mit Karajans etwa gleichzeitig entstandenen mithalten (klanglich scheinen sie mir tatsächlich sogar besser zu sein).
Mendelssohns 4. ist ebenfalls sehr gut, in der Box oder (vermutlich) auf einer Eloquenz-Scheibe:



:hello:

JR (mit Peter & dem Wolf bin ich natürlich auch aufgewachsen, aber die habe ich schon zu lange nicht mehr gehört...)
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

Liebestraum

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3

Freitag, 11. September 2009, 22:33

Lorin Maazel – Meine liebsten Aufnahmen




















Herzliche Grüße
von LT :hello:
Arm bin ich auf die Welt gekommen,
alle meine Mitgift ist Haupt und Hand.
---
Beharrlichkeit führt zum Ziel!
---
Das wahre Genie wird bei Bewunderung des Fremden nicht dessen Nachahmer,
sondern erhält dadurch nur den schönen Anstoß, neue Bahnen zu finden.
---
... wenn ich keine Oper unter den Fäusten habe ist mir nicht wohl!
---
Soli deo gloria
(CMvW -- Carl Maria von Weber)

Theophilus

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4

Samstag, 12. September 2009, 02:52

Da fehlt natürlich noch seine legendäre Respighi-Platte!


Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Harald Kral

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5

Samstag, 12. September 2009, 17:17

Ich habe auch noch einen Favoriten aus der Frühzeit des Lorin Maazel: Maurice Ravel (auf dieser Doppel-CD enthalten)

auf meiner CD ist das Etikett noch grade. Der Sound ist direkter als in dieser mehrfach digital remasterten, weichgespülten Fassung. Die Besetzung:
Ravel: L'heure espagnole
Aufnahme: Feb. 1965, Studio
Dirigent: Lorin Maazel
Orchestre National de la RTF

Conception: Jane Berbié
Don Inigo Gomez: José van Dam
Gonzalve: Michel Sénéchal
Ramiro: Gabriel Bacquier
Torquemada: Jean Giraudeau

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Agon

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6

Donnerstag, 17. September 2009, 11:26

Ich finde es absolut furchtbar, wenn hier einfach nur irgendwelche CD-Cover in beliebiger Art und Weise abgebildet werden ohne irgendwelche näheren Erläuterungen. Was soll das?
Kein Mensch kann nachvollziehen, warum, wieso und weshalb ausgerechnet diese Aufnahmen "meine liebsten Aufnahmen" sein sollen. Solche Beiträge sind einfach nur vollkommen überflüssig und ärgerlich. Vielleicht wäre hier etwas weniger einfach mehr?
Aber dieser ganze Thread ist leider auch in einer so billigen und huschigen Art und Weise aufgemacht, daß er solche Antworten geradezu provoziert.
Ich bin mir jedenfalls zu schade dafür, hier mein Wissen und meine Energie hereinzustecken.


Herzliche Grüße von
A g o n
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

Joseph II.

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7

Donnerstag, 17. September 2009, 21:54

RE: Lorin Maazel – Meine liebsten Aufnahmen

Um der vermutlich berechtigten Kritik hinterherzukommen, hier einige Kommentare zu den von mir erwähnten Aufnahmen:



Maazel galt bekanntlich als Wunderkind, war 1960 mit nur 30 Jahren der jüngste Dirigent, der jemals bei den Bayreuther Festspielen dirigierte. Gleichwohl kam es (leider) nur zu relativ wenigen Verpflichtungen: 1960 leitete er den "Lohengrin" (GoldenMelodram), 1968/69 den "Ring"-Zyklus. Wie bereits an anderer Stelle geäußert, vermute ich, daß er es mit Wieland Wagner besser konnte als mit seinem Bruder Wolfgang, zumal es seit dem Absetzung der Wieland-"Rings" 1969 zu keinem Engagement Maazels in Bayreuth mehr kam, was zu bedauern ist, wenn man sich seinen "Ring" anhört: Zum letzten Mal vereinigt er die alte Bayreuther Sängerelite unter seinem dramatischen, zupackenden Dirigat (Stolze, Greindl und Windgassen beendeten kurz darauf ihre Bayreuth-Karriere). Ein Vergleich mit dem viel berühmteren, kurz davor offiziell von Philips aufgezeichneten Böhm-"Ring" drängt sich fast auf. Die Sängerbesetzung ist zumindest m. E. bis auf eine, wenn auch gewichtige Ausnahme, Brünnhilde nämlich, bei Böhm ja die Nilsson, in der Maazel-Aufnahme ebenbürtig (Jess Thomas als Siegfried), in einigen Fällen eindeutig überlegen (Thomas Stewart als Wotan, Josef Greindl als Hunding). Maazel macht sehr schön Stellen in der Partitur hörbar, die andernorts oftmals untergehen. Als Beispiel sei hier die zweite Verwandlungsmusik im "Rheingold" erwähnt, aber auch etwa der Hunding-Auftritt im I. Aufzug der "Walküre". Tontechnisch kann man feststellen, daß "Walküre" und insbesondere "Rheingold" in einem sehr befriedigendem, stellenweise guten Stereo vorliegen (diese beiden Teile stammen von Übertragungen des Bayerischen Rundfunk). Im "Siegfried" und noch mehr in der "Götterdämmerung" wird dieser hohe Standard leider nicht gehalten (der III. Aufzug der "Götterdämmerung" zeichnet sich durch eine schwache Höhe und eine mangelhafte Dynamik aus). Summa summarum allerdings würde ich diesen "Ring" jedem, der seinen Solti, Karajan und Böhm bereits im Schrank stehen hat, als interessante Bereicherung empfehlen. Dem "Ring"-Anfänger würde ich aufgrund der z. T. nur ausreichenden Tonqualität eher abraten, wobei es, wie gesagt, sängerisch und vom Dirigat her m. N. n. nichts auszusetzen gibt.



Der "Ring ohne Worte" sei jedem Wagner-Anfänger ans Herz gelegt, da die eingängigsten Stellen aus der Tetralogie hier komprimiert vorliegen (freilich kann ein solcher Querschnitt nie vollständig sein und man vermißt u. U. das eine oder andere). Die Übergänge sind fließend.



Daß diese Aufnahme hier auftaucht, mag manch einen verwundern, allerdings halte ich dem entgegen, daß man hier das Traumpaar Nilsson–Corelli, ergänzt um den m. E. sehr interessanten, freilich umstrittenen Scarpia Fischer-Dieskaus, auch mal in der "Tosca", nicht nur immer in der "Turandot" erleben kann.



Was diese Aufnahme unverzichtbar macht, ist neben dem tollen Dirigat der kongeniale Erzähler Mathias Wieman, an den m. M. n. allenfalls noch Romy Schneider heranreicht.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

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8

Freitag, 18. September 2009, 08:29

Zitat

Original von Agon
Ich finde es absolut furchtbar, wenn hier einfach nur irgendwelche CD-Cover in beliebiger Art und Weise abgebildet werden ohne irgendwelche näheren Erläuterungen. Was soll das?
Kein Mensch kann nachvollziehen, warum, wieso und weshalb ausgerechnet diese Aufnahmen "meine liebsten Aufnahmen" sein sollen. Solche Beiträge sind einfach nur vollkommen überflüssig und ärgerlich. Vielleicht wäre hier etwas weniger einfach mehr?
Aber dieser ganze Thread ist leider auch in einer so billigen und huschigen Art und Weise aufgemacht, daß er solche Antworten geradezu provoziert.
Ich bin mir jedenfalls zu schade dafür, hier mein Wissen und meine Energie hereinzustecken.


Herzliche Grüße von
A g o n


na, da geh' ich doch mal vollkommen d'accord mit Dir :yes:
Ich versteh auch nicht recht den Sinn solchen Verhaltens. Ich habs ja an anderer Stell schon mal eingebracht (und bin recht zurückgepfiffen worden).
Welche Motivation dahinter steht, einfach ein Bildchen ohne Kommentar einzustellen, erschließt sich mir auch nicht so recht. Ich dachte immer dies ist ein Diskussionsforum und auch wenn nicht aus jedem Vorschlag eine Doktorarbeit gemacht werden muss, so sind doch ein paar Gedanken über das wieso und warum nicht zuviel.
Aber vielleicht hab ich den Sinn einer solchen Veranstaltung wirklich nicht verstanden. Für diesen Fall schon mal vorsorglich: Asche auf mein Haupt und :untertauch:
Nix für Ungut
Thomas

Thomas Pape

Moderator

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9

Freitag, 18. September 2009, 09:56

Zitat

Original von Thomas Knöchel

Zitat

Original von Agon

Ich bin mir jedenfalls zu schade dafür, hier mein Wissen und meine Energie hereinzustecken.

Herzliche Grüße von
A g o n


... so sind doch ein paar Gedanken über das wieso und warum nicht zuviel.
...


Wenn diejenigen, die mit Wissen und Energie zu diesem Thread etwas beisteuern könnten, ihr Wissen zurückhalten, dann wird das natürlich nichts.

Also, habt Ihr Lieblingsaufnahmen von Lorin Maazel? Ich persönlich mag den Mann ja überhaupt nicht, lasse mich aber gerne belehren.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

teleton

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10

Freitag, 18. September 2009, 10:22

RE: Coverdarbietungen

Hallo Thomas und Agon,

ich finde es auch besser, wenn zu einem Cover ein kurzer Kommentar zur Aufnahme geschrieben wird; es reicht ein kurzes Statement.
Deshalb finde ich auch den Faden "Was habe ich heute gehört?" fragwürdig, in dem solche Coverdarbietungen am laufenden Band stattfinden. Ich schreibe dort wenig, aber wenn, dann mit Kommentar.

Ich kann Liebestraum aber verstehen, wenn er überschwenglich seine liebsten Maazel-CD´s abgebildet und dazu auch die entsprechende Überschrift wählt. Man hat vielleicht nicht immer die Zeit für die entsprechenden Kommentare.
So hat sein Beitrag die Aussagekraft, welche Maazel-CD´s seine liebsten sind - ;) die vielleicht auch Deine werden könnten.
Der Sinn und die Motivation dürfte doch damit klar sein.

--------------------------------

Bei mir gibt es nicht aussergewöhnlich viele Maazel-CD´s, die ich als meine Lieblingsaufnahmen bezeichnen würde. Das liegt daran, das Werke der Maazel-Aufnahmen oft von anderen Dirigenten abgedeckt werden.

Einige Maazel-CD´s, die ich auch schätze, wie Peter und der Wolf, Ring ohne Worte, Respighi auf Decca, Dvorak 9 wurden bereits genannt....

Ganz herausragend für Maazel finde ich auch folgende CD´s:

Rachmaninoff: Sinfonie Nr.3
**** Diese Interpretation gehört zu den schnellsten des Werkes. Maazel verzichtet auf jegliche elegischen Gefühlsschwankungen und vermeidet unnötiges Überromantisieren, sodass gerade die Sinfonie Nr.3 modern straff und packend wirkt. Sie gefällt mir sogar besser als die ansonsten referenzwürdige Swetlanow-Einspielung.
*** Die Sinfonie Nr.2 ist ebenfalls eine sehr gute Aufnahme, mit den gleichen Vorzügen (aber da hat Swetlamow die Nase vorn).
* Etwas danebengeraten ist dann die Sinfonie Nr.1, der Maazel ihren Überschwng nimmt und die damit etliches an Spannung verliert. Die Gongs am Schluß hören sich an wie in Mutter´s Küche: "Bitte zum Essen kommen !"

Ich besitze diese DG-Aufnahmen als 3CD-Box, die auch seine Aufnahme einer hervorragenden Toteninsel enthält.
Leider hat sich Maazel später mit den Berliner PH überworfen, sodass solche Aufnahmen mit den Berlinern nie mehr stattfanden.


Berliner Philharmoniker / Lorin Maazel
DG, 1984, DDD


Gershwin: Rhapsody in blue, Ein Amerikaner in Paris, Cuban Ouvertüre
**** Was Maazel mit dem Cleveland Orchester an rhythmischer Perpektion und Klangzauber hinstellt ist referenzwürdig. Das hätte ich ihm in dieser Form gar nicht zugetraut. Unterstützt wird das durch beste Decca-Klangtechnik --- Was will man mehr ? (Auf jeden Fall keinen Mono-Historienkram ! :D)


Decca, 1975, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

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11

Freitag, 18. September 2009, 11:13

RE: Coverdarbietungen

Zitat

Original von teleton

Deshalb finde ich auch den Faden "Was habe ich heute gehört?" fragwürdig, in dem solche Coverdarbietungen am laufenden Band stattfinden.


na dann sind wir ja schon wenigstens zwei :yes: Danke...

Zur Sache:

Hab gerade mal mein Portfolio durchforstet und bin bei insgesamt ca 900 Klassik-LPs und CDs auf immerhin 2x Maazel gestossen. Wenn das nichts zu heissen hat ;-)))

Unverzichtbar sicher die bereits angesprochene und oft gelobte



Damals, 1987, der absolute Knaller; süffig aufgenommen und in bekannter Telarc Manier eingespielt (leider nicht mehr mit Telarcs früherem Soundstream-Equipment - dann wärs sicher noch ne Spur audiophiler gewesen). Interpretatorisch dem Hochglanz angepaßt.

Außerdem


mit dem Cleveland Orchestra

1000x gespielt, damals noch als LP, zweimal nachgekauft wegen Verschleiß. Mit eine der ersten Digitalaufnahmen 1978 überhaupt (Soundstream!). Herrlich-saftige Klangfarben und tolle Dynamik. Gekoppelt mit der Nacht auf dem Kahlen Berge. Für mich bis heute unerreicht. Vielleicht sollte ich mir jetzt mal die CD zulegen ;-)

Edit: ist übrigens die Ravel-Instrumentierung.

Grüße
Thomas

Rienzi

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12

Montag, 21. September 2009, 20:35

Lieber Agon

Bezüglich ins "Netzstellen von CD-Covers" sind wir einer Meinung.
Was schlägst Du vor, welche Mindestanforderungen sollten von den Rezensenten erfüllt werden?
Wenn Du uns ein Beispiel gibst, wäre das auch sehr hilfreich.

Es sollte allerdings nicht in pseudointellektuelles Geschwafel (beim 138. Takt...) ausarten. Diese Typen hatten wir im Tamino schon zur Genüge.

Meine Favoriten:
Ravel: L'heure Espanol
Bruckner: Symphonie No. 8
Wagner: Ring ohne Worte
Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
(aus "Sprechen Sie Fußball?")

Agon

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13

Dienstag, 22. September 2009, 16:26

Hallo Rienzi,

tja, welche Mindestanforderungen? Keine leichte Frage. Zunächst einmal wäre ich ja schon zufrieden, wenn es keine Cover-Massen-Posts ohne jedweden Kommentar mehr geben würde. Da ist ja die jpc-Internetseite informativer und aufschlussreicher, denn da gibt es ja kurze Pressezitate (wenn auch ausschließlich positiver Natur) zu den Aufnahmen.
Ich bin immer froh und dankbar, wenn ich individuelle Einschätzungen zu Interpretation, Orchesterqualität und Klangtechnik lesen darf, denn das zeigt mir, daß sich derjenige auch wirklich mit der CD auseinandergesetzt hat und etwas dazu zu sagen hat. Und gerade in einem Thread wie "Meine liebsten Aufnahmen" sollte man doch wirklich begründen können, warum gerade die von mir genannten Aufnahmen zu meinen liebsten zählen.
Daß die Statements natürlich sehr individuell gefärbt sind, sollte klar sein - aber gerade dies finde ich so hochinteressant! Warum bedeutet mir die Aufnahme so viel? Wieso höre ich sie des öfteren? Warum liebe ich sie so auch und gerade wegen bestimmter Schwächen? Dies würde mich alles brennend interessieren.
Ich mag diese Austauschbarkeit von Cover-Posts nicht, denn das ist keine Kunst. Aber sich wirklich Gedanken zu machen, das ganz Spezifische einer Aufnahme herauszuarbeiten - das ist nicht immer so einfach.
Bei "Was hört Ihr gerade jetzt" finde ich das "nur" Cover-Posten nicht ganz so schlimm; dort geht es ja auch nicht um Tiefgründigkeit. Aber auch dort lese ich kurze Kommentare außerordentlich gern.


Einstweilen schöne Grüße von
A g o n
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

Rienzi

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14

Dienstag, 22. September 2009, 17:00

Lieber Agon

Danke für Deine Antwort.
Bezüglich des Kopierens von Covers sind wir einer Meinung.

Ich versuche jetzt eine ehrliche Begründung für meine Auswahl zu treffen. Die Dürftigkeit der Begründung ist mir durchaus bewußt.

Bruckner: Symphonie Nr. 8 - Diese habe ich mit ihm und den Wr. Philharmonikern bei einem Konzert iim Brucknerhaus Linz gehört und hat mich, ob der Fülle des Orchesterklangs beeindruckt. Dabei wurde das nie so bombastisch, wie man es bei Bruckner befürchten muß. Noch schlanker scheint mir seine Aufnahme mit den Berlinern.

Wagner: Ring ohne Worte - Hier fasziniert mich die Zusammenfassung des Werks auf rund 70 Minuten ohne daß nur Leitmotive aneinandergereiht werden.
Ich liebe Wagner, aber: will ich mir 16 Stunden immer antun?

Ravel: Ich gestehe, diese Aufnahme nur einmal gehört zu haben und daß sie mir sehr gut gefiel. In meinem Hinterkopf ist gespeichert, daß mir Maazels Interpretationen der französischen Komponisten sehr gut gefallen (Ausnahme: Carmen).
Deshalb dürfte ich, auch beeinflußt durch die Vornennungen, dieses Werk genannt haben.
Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
(aus "Sprechen Sie Fußball?")

lutgra

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15

Sonntag, 29. Oktober 2017, 18:21

Stravinsky Der Feuervogel

Eine der ersten Stereoaufnahmen der DGG war unter der Katalognummer SLPM 180006 eine Aufnahme der Feuervogel-Suite und des Gesangs der Nachtigall durch Lorin Maazel und das RSO Berlin, eine Aufnahme, die immer wieder aufgelegt wurde. Irgendwann in den 1960ern hat Maazel das ganze Feuervogel-Ballett mit dem Orchestre National de France eingespielt, diese Aufnahme kennt kaum jemand, sie erschien auf dem Concert Hall Label. Neulich ist sie mir untergekommen und ich habe sie gerade gehört. Eine sehr schöne Aufnahme, flott und brilliant dirigiert, ziemlich gute Klangqualität. Kann sich neben der damaligen Konkurrenz - Ansermet und Dorati - durchaus hören lassen.

Bild

Joseph II.

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16

Sonntag, 29. Oktober 2017, 18:45

Irgendwann in den 1960ern [..]

Genau genommen entstand diese Einspielung mit dem Orchestre National de l'ORTF (wie es 1964 bis 1974 hieß) zwischen Dezember 1970 und März 1971. Die Orchestermitglieder scheinen die Zusammenarbeit mit Maazel geschätzt zu haben: Er wurde 1977 zum Chefdirigenten berufen und blieb es bis 1991.

Ich finde die Aufnahme tatsächlich nicht mal in Japan als CD, sondern nur als LP:



Es gibt mindestens noch eine weitere Einspielung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks von 1999:

»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Dr. Holger Kaletha

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17

Sonntag, 29. Oktober 2017, 18:50

Genau genommen entstand diese Einspielung mit dem Orchestre National de l'ORTF (wie es 1964 bis 1974 hieß) zwischen Dezember 1970 und März 1971. Die Orchestermitglieder scheinen die Zusammenarbeit mit Maazel geschätzt zu haben: Er wurde 1977 zum Chefdirigenten berufen und blieb es bis 1991.
Aus der Zeit, lieber Joseph, stammen ja auch diese wie ich finde immer noch exemplarischen Aufnahmen:



Schöne Grüße
Holger

Caruso41

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18

Sonntag, 29. Oktober 2017, 19:04

Es gäbe so viele Aufnahmen die ich nennen müsste, wenn ich alle Aufnahmen von Lorin Maazel, die mir wichtig sind, auflisten sollte. Das kann ich jetzt nicht. Deshalb nenne ich nur zwei, die mir besonders ans Herz gewachsen sind:

Zunächst eine der ganz großen Opernsternstunden:



Sicher nicht jedermans Geschmack, aber vielleicht liebe ich sie gerade deshalb:



Und nun eine Aufnahme, die ich immer noch für unerreicht halte, obwohl es an Konkurrenz nicht fehlt:



Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

MSchenk

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19

Sonntag, 29. Oktober 2017, 19:22

Einige der genannten frühen Aufnahmen finden sich in dieser leider nicht ganz günstigen, aber lohnenswerten Box:

mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Dr. Holger Kaletha

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20

Sonntag, 29. Oktober 2017, 19:27

Einige der genannten frühen Aufnahmen finden sich in dieser leider nicht ganz günstigen, aber lohnenswerten Box:
Die habe ich, lieber Michael, allerdings die ältere Auflage, damals für ein paar Euro bei "2001" erstanden, als es den Shop in Düsseldorf noch gab. Die kann ich nur empfehlen in jeder Hinsicht!

Der Inhalt müsste identisch sein:



Schöne Grüße
Holger

MSchenk

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21

Sonntag, 29. Oktober 2017, 19:33

Der Inhalt müsste identisch sein:
Ich denke, die "Blaue Box" enthält neben den Berliner Philharmoniker-Aufnahmen noch ein paar zusätzliche mit dem RSO Berlin, sowie dem Orchestre national de la R.T.F.
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Dr. Holger Kaletha

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22

Sonntag, 29. Oktober 2017, 19:40

Der Inhalt müsste identisch sein:
Ich denke, die "Blaue Box" enthält neben den Berliner Philharmoniker-Aufnahmen noch ein paar zusätzliche mit dem RSO Berlin, sowie dem Orchestre national de la R.T.F.
Stimmt, habe gerade nachgeschaut: Den Ravel habe ich als Einzel-CD, dazu fehlt der Strawinsky und Mussorgsky "Bilder..." sowie C. Franck. Das habe ich nicht. :hello:

Herzlich grüßend
Holger

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23

Sonntag, 29. Oktober 2017, 19:57

Mozart und Britten sind in der beigen Box auch mit drin, selbst wenn das Orchester eigentlich nicht passt. (Mussorgsky ist auch dabei, allerdings ist es eh nur die "Nacht auf dem kahlen Berge")
Wenn man sich die Ravel-Opern (+ Nachtigall), die "Originals" mit Franck (alternativ eine ältere Ausgabe, bei der die Symphonie mit einem Orgelstück kombiniert war) und Stravinsky/De Falla besorgt, hat man den Inhalt der blauen Box komplett, außer Peter und der Wolf. Aber letzteres gibt es auch in etlichen günstigen Ausgaben mit Erzähler.

Die Händel-Platte wurde in den 60ern/70ern anscheinend in so großer Zahl von Plattenclubs unters Volk gebracht, dass die recht überschaubare Sammlung meiner Eltern sogar zwei Exemplare aufwies. Für die damalige Zeit sind das sogar relativ "moderne" Lesarten (sie folgen nicht, wie etwa Karajan oder Szell in der Zeit der Harty-Bearbeitung, meine ich), allerdings m.E. inzwischen eher obsolet.
Es gab bei Philips auch noch Bachs Brandenburgische, Orchestersuiten und die h-moll-Messe. Die habe ich aber nie gehört.

Etwas später (Ende der 1960er) bei Decca "La Traviata" mit Lorengar/Aragall/Fi-Di kann man evtl. auch noch als "früh" zählen.

Dr. Holger Kaletha

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24

Sonntag, 29. Oktober 2017, 20:18

Die Händel-Platte wurde in den 60ern/70ern anscheinend in so großer Zahl von Plattenclubs unters Volk gebracht, dass die recht überschaubare Sammlung meiner Eltern sogar zwei Exemplare aufwies.
Stimmt! Das war eine Philips-LP, und die besaßen meine Eltern. So habe ich das Werk damals als Jugendlicher kennengelernt. Deshalb habe ich mir vor Jahren dann auch wieder die CD besorgt. :)

Schöne Grüße
Holger