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WoKa

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1

Freitag, 22. September 2017, 15:55

Der Kammermusik-Kanon Teil II: Mehrstimmige Besetzungen mit Klavier

Hallo!

Auch für diese Kategorie habe ich aus den Vorgänger-Threads alle bisherigen Nennungen unverändert zusammen getragen. Erscheint mir allerdings noch etwas dürftig.
Natürlich müssen die Werke auch noch mit genauer Bezeichnung ausformuliert werden.

Jetzt aber erst mal Feuer frei für weitere begründete Vorschläge, Konkretisierungen oder Streichungen.

Gruß WoKa

Salomone Rossi (1570 – 1630)
Terzo Libro
Quarto Libro
Triosonaten

Corelli (1653-1713)
Triosonaten

Haydn (1732 – 1809)
Klaviertrios (3 oder so als Auswahl)

Mozart (1756 – 1791)
Klarinettenquintett

Beethoven (1770 – 1827)
Klaviertrios "Geistertrio" op. 70,1, "Erzherzogtrio" op. 97
Die Klavierquartette; Werke o.O

Schubert (1797 – 1828)
Forellenquintett
Trio

Mendelssohn (1809 – 1847)
Trio nr. 1

Schumann (1810 – 1856)
Klavierquintett
Trio

Brahms (1833 – 1897)
Klarinettenquintett
Klavierquintett
Klavierquartett g-moll
Klaviertrio Nr. 1

Dvorak (1841 – 1904)
Dumky-Trio
Klavierquintett (und von mir aus auch ein besseres Quartett als das amerikanische

Zelenka (1869-1745)

Triosonaten

Bartòk (1881 – 1945)

Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug
Schostakowitsch (1906 – 1975)
Klavierquintett
Klaviertrio Nr. 2

Messiaen (1908 – 1992)
Quatuor pour la fin du temps für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Stockhausen (1928 – 2007)

Kreuzspiel für Oboe, Baßklarinette, Klavier, 4 Schlagzeuger

Lachenmann (*1935)
Allegro sostenuto. Musik für Klarinette/Baßklarinette, Violoncello und Klavier
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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2

Dienstag, 3. Oktober 2017, 22:24

Hallo!

Hier geht ja echt der Punk ab! Ich komme kaum hinterher, die Postings zu lesen :P .

Ich möchte de Vorschläge zur Kammermusik Ludwig van Beethovens in dieser Kategorie konkretisieren:

Beethoven (1770 – 1827)
Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 11 "Gassenhauer Trio"
Trio für Violine, Violoncello und Klavier op. 97 "Erzherzog-Trio"
Klavierquartett WoO36 Nr. 3
Quintett für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 16

Das Gassenhauer-Trio ist sicherlich kein Werk, das zum damaligen Zeitpunkt die Grenzen des Gewohnten in Frage gestellt hat. Eher im Gegenteil. Infolge seiner Popularität würde ich es dennoch aufnehmen.

Bei der Beschäftigung mit den Quartetten fiel mir auf, dass ich bislang keine Gesamteinspielung besitze. Lediglich Nr. 2 und 3 auf diesen Mitschnitten:



Das Klavierquintett mit Bläsern habe ich im Hinblick auf die doch seltene Zusammensetzung der Instrumente und ebenso wegen seiner Popularität ausgewählt.

Ich hoffe, das stößt so auf Zustimmung bei den interessierten Taminos.

Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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3

Dienstag, 3. Oktober 2017, 23:05

Nein, weder op.11 noch WoO sind "Kanon". Not even close. Selbst op.16 sehe ich als Wackelkandidat (genießt halt aufgrund der relativ seltenen Besetzung einen Sonderstatus). Alle "regulären" Klaviertrios Beethovens, also op.1, 1-3, op.70,1+2 sind erheblich bedeutendere Werke. Also entweder, wenn man sehr sparsam sein will, nur das beste Trio, op.97 und sonst gar nichts, oder, wenn z.B. op.16, dann eigentlich auch noch das c-moll aus op.1 und beide aus op.70.

WoKa

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4

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:29

Hallo!

Abschließend:

Beethoven (1770 – 1827)
Trio für Violine Violoncello und Klavier op. 1 Nr. 3
Trio für Violine, Violoncello und Klavier op. 97 "Erzherzog-Trio"
Quintett für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 16

Als nächstes ist Wolfgang Amadé dran...
Gruß WoKa
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Victor Hugo

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5

Sonntag, 8. Oktober 2017, 00:23

Hallo!

Folgende Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart sehe ich für diesen Kanon vor:

Divertimento (Klaviertrio) für Klavier, Violine und Violoncello KV 254
Trio für Klavier, Klarinette und Viola (Kegelstatt-Trio) KV 498
Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello KV 493

Weitere oder Änderungsvorschläge?

Gruß WoKa
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Victor Hugo

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6

Sonntag, 15. Oktober 2017, 21:15

Hallo!

Hier mein aktualisierter Vorschlag (rot = muss noch abschließend überarbeitet werden):

Salomone Rossi (1570 – 1630)
Terzo Libro
Quarto Libro
Triosonaten

Corelli (1653-1713)
Triosonaten

Haydn (1732 – 1809)
Klaviertrios (3 oder so als Auswahl)


Mozart (1756 – 1791)
Divertimento (Klaviertrio) für Klavier, Violine und Violoncello KV 254
Trio für Klavier, Klarinette und Viola (Kegelstatt-Trio) KV 498
Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello KV 493

Beethoven (1770 – 1827)
Trio für Violine Violoncello und Klavier op. 1 Nr. 3
Trio für Violine, Violoncello und Klavier op. 97 "Erzherzog-Trio"
Quintett für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 16

Schubert (1797 – 1828)
Klaviertrio op. 100
Klavierquintett op. 114 "Forellenquintett"

Mendelssohn (1809 – 1847)
Trio nr. 1

Schumann (1810 – 1856)
Klavierquintett
Trio

Brahms (1833 – 1897)
Klarinettenquintett
Klavierquintett
Klavierquartett g-moll
Klaviertrio Nr. 1

Dvorak (1841 – 1904)
Dumky-Trio
Klavierquintett (und von mir aus auch ein besseres Quartett als das amerikanische

Zelenka (1869-1745)
Triosonaten

Bartòk (1881 – 1945)
Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug
Schostakowitsch (1906 – 1975)
Klavierquintett
Klaviertrio Nr. 2

Messiaen (1908 – 1992)
Quatuor pour la fin du temps für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Stockhausen (1928 – 2007)
Kreuzspiel für Oboe, Baßklarinette, Klavier, 4 Schlagzeuger

Lachenmann (*1935)
Allegro sostenuto. Musik für Klarinette/Baßklarinette, Violoncello und Klavier


Gruß WoKa
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7

Montag, 16. Oktober 2017, 12:02

Hallo!

Folgende Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart sehe ich für diesen Kanon vor:

Divertimento (Klaviertrio) für Klavier, Violine und Violoncello KV 254
Trio für Klavier, Klarinette und Viola (Kegelstatt-Trio) KV 498
Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello KV 493

Weitere oder Änderungsvorschläge?


Das interessiert anscheinend eh kaum jemanden, aber warum das frühe Divertimento statt eines "richtigen" Klaviertrios und das weniger bekannte der Klavierquartette?
Es fehlt jedenfalls KV 454, das Quintett für Klavier und Bläser.

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8

Montag, 16. Oktober 2017, 21:44

Das interessiert anscheinend eh kaum jemanden


Hallo Johannes,

an Dir ist ein Motivationstrainer verloren gegangen! :P

Zwar beteiligt sich außer Dir niemand an der Erstellung des Kanons; dennoch wird er möglicherweise gelesen. Und da die Erstellung des Kanons eine kammermusikalische Lernstrecke für mich darstellt, mache ich auch weiter. Im schlimmsten Fall wird es mein persönlicher "Kammermusik-Blog". Ich mag es nicht, wenn Dinge unfertig liegen bleiben. Und da ich bei der Erarbeitung in die Thematik einzudringen versuche, unterlaufen mir auch mal Fehleinschätzungen.

Hier mein überarbeiteter Vorschlag:

Mozart (1756 – 1791)

Trio für Klavier, Violine und Violoncello KV 542
Trio für Klavier, Klarinette und Viola (Kegelstatt-Trio) KV 498
Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier KV 493
Quintett für Bläser und Klavier KV 452

Gruß WoKa
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9

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 11:35

Nicht geschimpft ist Lob genug... ;)

Mir war die "private" Funktion des Threads für Dich nicht so klar.

Von den generellen, schon geäußerten Auswahlschwierigkeiten mal abgesehen (im Grunde sind alle entsprechenden Werke von Brahms Kern/Standard/Kanon) nochmal Brahms

Trio op.8 (aufgrund der großen Beliebtheit, eigentlich wäre op.101 ein bedeutenderes Werk, aber dem Schwung und der Melodik des (durch die Bearbeitung stark kondensierten) Frühwerks kann man sich kaum entziehen)
Horntrio op.40 (einzigartiges Werk und außergewöhnliche Besetzung
Klavierquintett op. 34
Klavierquartett op.60
Klarinettenquintett
Klarinettentrio

Franck: Klavierquintett
Tschaikowsky: Klaviertrio

Dvorak:
Klavierquartett op.87
Klavierquintett op.81
Klaviertrio op.65
Klaviertrio "Dumky" op.90

Ravel: Klaviertrio

Schostakowitsch: Klaviertrio Nr.2, Klavierquintett

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10

Freitag, 20. Oktober 2017, 17:27

Hallo!
Ich habe die Liste um meine Vorschläge zu Robert Schumann und die von Johannes eingestellten Werke ergänzt. Mit den rot geschriebenen sollten wir uns / werde ich mich noch beschäftigen. Möglicherweise gibt es ja auch noch weitere Komponisten, die in den Kanon gehören.


Salomone Rossi (1570 – 1630)
Terzo Libro
Quarto Libro
Triosonaten

Corelli (1653-1713)
Triosonaten

Haydn (1732 – 1809)
Klaviertrios (Auswahl)


Mozart (1756 – 1791)
Divertimento (Klaviertrio) für Klavier, Violine und Violoncello KV 254
Trio für Klavier, Klarinette und Viola (Kegelstatt-Trio) KV 498
Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello KV 493

Beethoven (1770 – 1827)
Trio für Violine Violoncello und Klavier op. 1 Nr. 3
Trio für Violine, Violoncello und Klavier op. 97 "Erzherzog-Trio"
Quintett für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 16

Schubert (1797 – 1828)
Klaviertrio op. 100
Klavierquintett op. 114 "Forellenquintett"

Mendelssohn (1809 – 1847)
Trio nr. 1


Schumann (1810 – 1856)
Klavierquintett op. 44
Klavierquartett op. 47
Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 1 op. 63

Franck, César (1822 - 1890)
Klavierquintett WV 654

Brahms (1833 – 1897)
Klaviertrio Nr. 1 op. 8
Klavierquintett op. 34
Horntrio op. 40
Klavierquartett op. 60
Klarinettetrio op. 114
Klarinettenquintett op. 115

Tschaikowsky (1840 - 1893)
Klaviertrio op. 50

Dvorak (1841 – 1904)
Klavierquartett op.87
Klavierquintett op.81
Klaviertrio op.65
Klaviertrio "Dumky" op.90

Zelenka (1869-1745)
Triosonaten

Ravel (1875 - 1937)
Klaviertrio

Bartòk (1881 – 1945)
Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug

Schostakowitsch (1906 - 1975)
Klavierquintett op. 57
Klaviertrio Nr. 2 op. 67

Messiaen (1908 – 1992)
Quatuor pour la fin du temps für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Stockhausen (1928 – 2007)
Kreuzspiel für Oboe, Baßklarinette, Klavier, 4 Schlagzeuger

Lachenmann (*1935)
Allegro sostenuto. Musik für Klarinette/Baßklarinette, Violoncello und Klavier



Gruß WoKa
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11

Samstag, 4. November 2017, 16:23

Der Kammermusik-Kanon Teil II: Mehrstimmige Besetzungen mit Klavier

Teil 1: Von Rossi bis Mozart

Salamone Rossi (1570 – 1630)

Terzo Libro / Quarto Libro

Salamone Rossi war ein italienischer Geiger und Komponist des Frühbarock. Sein „Terzo Libro“ (1613) und „Quarto Libro“ (1622) enthalten bereits als „Sonata“ bezeichnete Stücke, durch die Rossi als „Erfinder“ der barocken Triosonate angesehen werden kann, also der Sonate in der klassischen Besetzung für zwei Melodieinstrumente (bei Rossi Violinen oder Zinken) und Basso continuo.

Jan Dismas Zelenka (1679-1745)

Triosonaten
Zelenkas sechs Triosonaten für 2 Oboen, Fagott und Basso continuo sind leider die einzigen Kammermusikwerke, die sich von ihm erhalten haben. Das ist umso bedauernswerter, wenn man hört, wie genial diese Sonaten komponiert sind. Ambitioniert, höchst eigenwillig, untypisch lang, voller verzwickter Kontrapunktik, mit extrem hohen spieltechnischen Anforderungen und wegweisend modern. Letzteres gilt besonders für die 5. Sonate mit ihren Unisono-Passagen, den wiederkehrenden Ritornellen und den extravaganten Soli, die auch das Fagott miteinbeziehen.


Arcangelo Corelli (1653-1713)

Triosonaten op. 1 und 3
Richtungsweisend für das Schaffen der spätbarocken („da chiesa“ Kirchensonaten) Triosonate kann man Arcangelo Corellis op. 1 und op. 3 bezeichnen, mit dem für die emilianische Violinschule typischen Satzwechsel langsam-schnell-langsam-schnell.


Joseph Haydn (1732 – 1809)

Trio für Klavier, Violine und Violoncello G-Dur Hob. XV:25
Wichtiger als die Identifizierung der Volksmelodien, die Haydn hier verwertete, ist ihre dramaturgische Funktion als gleichsam überbordendes Finale eines ansonsten vornehmen Trios. Als Auftakt dient ein liedhaftes Andante in Form von Doppelvariationen: Dem sanftmütigen Durthema tritt ein wehmütiges zweites Thema in g-Moll gegenüber, die beide abwechselnd variiert werden. Das Ganze atmet den Zauber einer englischen Landschaft mit ihren Hecken und Wiesen. m weltberühmten Finale des „Zigeunertrios“ hat er echte ungarische Tanzweisen verwertet. So jedenfalls hat die ungarische Musikwissenschaft schon vor Jahrzehnten glaubhaft versichert. Die Londoner assoziierten solche Musik mit Zigeunern und nannten jenes Finale deshalb „Rondo in the Gipsies’ Style“, „Rondo im Zigeunerstil“. Haydn, der näher am Original zuhause war, schrieb „Rondo all´Ongarese“ über den Satz, „Rondo auf ungarische Art“.

Haydn Klaviertrios


Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)

Divertimento (Klaviertrio) für Klavier, Violine und Violoncello KV 254

Trotz seines Titels ist das Divertimento in B-Dur KV254 Mozarts erstes Klaviertrio, das 1776 in Salzburg geschrieben wurde. Das hauptsächliche Tasteninstrument im Mozart-Haushalt war damals ein zweimanualiges Cembalo. Mozart hatte allerdings auf seinen Reisen bestimmt schon Fortepianos gespielt, und sollte es auch schon bald nachdem er das Divertimento geschrieben hatte, wieder tun. Briefe an seinen Vater enthüllen, dass er dieses Werk im Oktober 1777, als er sich in München aufhielt, zweimal auf dem Klavier spielte.

Trio für Klavier, Klarinette und Viola (Kegelstatt-Trio) KV 498

Aus geselligem Musizieren ist die ungewöhnliche Instrumentation des Es-Dur-Trios, KV 498, erwachsen, die sich als Glücksfall in der Kammermusik erwies und vielfach nachgeahmt wurde (u. a. von Robert Schumann und Max Bruch). Auch der Ton des Stückes wirkt intim, so, als ob es von der engen Freundschaft der Beteiligten erzähle. Der Beiname schließlich verrät auch etwas von Mozarts Gewohnheit, über Kompositionsaufgaben nicht im stillen Kämmerlein, sondern in zerstreuter Runde zu brüten. Das Trio ist wenige Monate nach der Uraufführung des Figaro, im Juli 1786, komponiert worden.

Mozart Kegelstatt Trio

Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello KV 493

Im Herbst 1785 arbeitete Mozart an ‚Le Nozze di Figaro‘ (KV 492). Vermutlich weil er dringend Geld brauchte und darum mit dem Verleger Franz Anton Hoffmeister eine Reihe von drei Klavierquartetten vereinbart hatte, unterbrach er für diese drei Werke die Arbeit an ‘Figaros Hochzeit’. Es blieb aber zunächst beim ersten dieser Quartette (g-Moll KV 478), da das Publikumsinteresse zu gering war. Schon die Gattung ‘Klavierquartett’ war dem Publikum fremd - das G-Moll-Quartett war das erste dieser Art in der Musikgeschichte -, ebenso fremd war die Musik selbst. Zudem war der Klavierpart zu schwer für Dilettanten – er hat die Schwierigkeiten eines ausgewachsenen Klavierkonzerts (Konzert für Klavier und Orchester). Diese Beurteilung gilt ebenso dieses zweite von Mozart komponierte Klavierquartett (in Es-Dur), das kurz nach der Beendigung von ‚Figaros Hochzeit‘ und neun Monate nach dem ersten niedergeschrieben wurde. Wahrscheinlich hatte Mozart es schon länger im Kopf und wollte es, weil es für ihn etwas Besonderes war, auch gedruckt wissen. Er fand dafür einen anderen Herausgeber, nämlich den zu dieser Zeit aufstrebenden Verlag Artaria. Das dritte der geplanten Quartette hat Mozart nicht geschrieben. Was das damalige Publikum abschreckte, begeistert uns heute: die großartige Qualität dieser Musik, die sich weit vom Angenehm-Konventionellen entfernt hat.

Mozart Klavierquartett KV 493
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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12

Samstag, 4. November 2017, 16:30

Der Kammermusik-Kanon Teil II: Mehrstimmige Besetzungen mit Klavier

Teil 2: Von Beethoven bis Franck


Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Beethoven Klaviertrios

Trio für Violine Violoncello und Klavier op. 1 Nr. 3

Vor der Komposition der Klaviertrios op. 1 hatte sich Beethoven über die Komposition von Klavierquartetten – mit Wolfgang Amadeus Mozart als Vorbild – der Gattung des Klaviertrios genähert. Die Klaviertrios op. 1 entstanden zum Großteil in den Jahren 1793 und 1794. Sie sind Beethovens Gönner und Förderer Karl Lichnowsky gewidmet, der erste private Aufführungen der Trios ermöglichte und 1795 den von Artaria veröffentlichten Erstdruck finanzierte. Im Rahmen der Veröffentlichung erhielten die Klaviertrios die Opus-Nummer 1, wodurch Beethoven möglicherweise betonen wollte, dass er die Klaviertrios als seine ersten vollwertigen Kompositionen ansah. Laut Musikwissenschaftler Konrad Küster könnte diese Nummerierung auch auf Fürst Lichnowsky zurückgehen. Das c-Moll-Trio gilt als das gewichtigste in der Werkgruppe des Opus 1. Dies liegt einerseits an den in Richtung sinfonischer Maßstäbe hin gesteigerten Dimensionen der emotionalen Wirkung des Trios, was dadurch deutlich wird, dass das Gewicht, das bis dahin ausschließlich dem Kopfsatz vorbehalten war, nun auf den Kopf- und den Finalsatz verteilt ist, indem das Finale nicht in der sonst üblichen Rondo-, sondern, wie der Kopfsatz, in der Sonatensatzform steht.

Trio für Violine, Violoncello und Klavier op. 97 "Erzherzog-Trio"

Das Klaviertrio Nr. 7 in B-Dur, op. 97 von Ludwig van Beethoven ist ein Klaviertrio (d. h. komponiert für Klavier, Geige und Cello), veröffentlicht im Jahre 1811. Es wird oft kurz als „Erzherzog-Trio“ bezeichnet, weil es der Komponist seinem Schüler Erzherzog Rudolph von Österreich widmete. Beethoven begann die Arbeit am Klaviertrio im Sommer 1810 und schloss sie im März 1811 ab. Somit fällt die Komposition in seine „mittlere Schaffensperiode“, die ungefähr von 1803 bis 1814 reicht. Im Jahr 1829 schrieb der Wiener Allgemeine Musikalische Anzeiger: „Wo, Genie, Kunst, Natur, Wahrheit, Geist, Originalität, Erfindung, Ausführung, Geschmack, Kraft, Feuer, Phantasie, Lieblichkeit, tiefes Gefühl und munterer Scherz in schwesterlicher Eintracht sich umschlingen: da muss man mit dem Dichter ausrufen: ›Omne tulit punctum‹ (Der heißt Meister seines Fachs; Horaz.)“

Beethoven Erzherzog-Trio

Quintett für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 16

Das Quintett für Klavier und Bläser, op. 16, gehört zu jenen Werken des frühen Beethoven, die von jeher in enger Verbindung mit Mozart gesehen wurden. Das “Quintett auf dem Fortepiano mit 4 blasenden Instrumenten akkompagnirt”, wie es der Programmzettel der Wiener Uraufführung 1797 nannte, entstand auch aus rein pragmatischen Gründen. Nachdem Mozart auf die Idee gekommen war, das bevorzugte Soloinstrument des “Clavierlands” Wien mit den vorzüglichen Bläsern der Stadt in einem Werk zu kombinieren, hatte sich ein Markt für Klavier-Bläser-Kammermusik gebildet, der auch den Pianisten Beethoven reizen mußte. Vieles verstand sich dabei von selbst: Es-Dur war für konzertierende Bläser mit Horn die Idealtonart. Die dreisätzige Konzertform ohne Menuett deutet auf den konzertanten Charakter des Quintetts hin. Allenfalls die langsame Einleitung signalisiert bei Mozart wie bei Beethoven einen weitergehenden, sinfonischen Anspruch. Ebenso selbstbewusst und eigenständig wirkt die neue Auffassung von Form, die Beethovens Quintett verkörpert. Die thematischen Prozesse sind gegenüber Mozarts Quintett verschärft und gedehnt. Die Grave-Einleitung erhält durch die punktierten Rhythmen und die Staccato-Sechzehntel beinahe sinfonisches Pathos; es handelt sich um eine Vorstudie zur Einleitung der 1. Sinfonie.


Franz Schubert (1797 – 1828)

Klaviertrio op. 100

Nach Beethovens Opus 97 versank die Gattung Klaviertrio für ein Jahrzehnt in Letargie. Solange, bis Franz Schubert in seinem Todesjahr 1828 sein Es-Dur-Trio im Druck vorlegte. “Wie eine zürnende Himmelserscheinung” sei es über das damalige “Musiktreiben” hinweggegangen, erinnerte sich noch zehn Jahre später Robert Schumann. Für ihn blieb es zeitlebens Schuberts “Eigenthümlichstes”, ein Nonplusultra romantischer Kammermusik. “Dedicirt wird dieses Werk Niemandem außer jenen, die Gefallen daran finden,” schrieb Schubert selbstbewusst seinem Verleger Probst. Das Es-Dur-Trio entstand im November 1827, in der Zeit der Winterreise, was seinen melodischen Duktus, die harmonischen Abstürze und die existentielle Spannung in fast jedem Takt erklärt.

Schubert Klaviertrio op. 100

Klavierquintett op. 114 "Forellenquintett"

Der sonnige Grundton des Stücks wirkt wie ein Nachhall der glücklichen Sommermonate des Jahres 1819. Der damals 22-jährige Komponist Franz Schubert verbrachte sie mit einem Freund im oberösterreichischen Steyr und genoss neben den Schönheiten der Landschaft auch die Gesellschaft junger Damen, wie er in einem Brief an seinen Bruder Ferdinand offenbarte: „In dem Hause, wo ich wohne, befinden sich 8 Mädchen, beynahe alle hübsch. Du siehst, daß man zu thun hat.“ Besonders unbeschwert wirkt das Finale des "Forellenquintetts", in dem Schubert den Schwung der österreichischen Volksmusik aufnimmt. "Es könnte fast Tanzmusik sein. So großartig viele Themen gibt's ja im
letzten Satz nicht - es wiederholt sich alles immer und immer wieder. Das ist aber so genial gelöst bei diesem Stück. Also, mir wird dabei nie langweilig."

Schubert Forellenquintett

Felix Mendelssohn (1809 – 1847)

Trio Nr. 1

Das Unbehagen an seinen eigenen Liedern ohne Worte hatte in Mendelssohn Ende der 1830er Jahre ein neues Interesse an der Kammermusik geweckt: „Zudem ist ein ganz bedeutender und mir sehr lieber Zweig der Claviermusik, Trios, Quartetten und andere Sachen mit Begleitung, so die rechte Kammermusik, jetzt ganz vergessen und das Bedürfniß, mal was Neues darin zu haben, ist mir gar zu groß. Da möchte ich auch gern etwas dazu thun… und denke nächstens ein paar Trios zu schreiben.“ Seinen Plan setzte er 1839 mit dem Trio op. 49 in die Tat um. Es kam einer Neugründung der Gattung gleich, was Mendelssohn mit der ganzen „zauberischen Frische“ seines Anschlags bei der Uraufführung am 1. Februar 1840 im Leipziger Gewandhaus höchstselbst bewies.

Robert Schumann (1810 – 1856)

Klavierquintett op. 44

Neben der explosiven musikalischen Kraft und dem Reichtum der Melodien und Klangfarben zeichnet sich das Quintett durch seine klare Struktur und Fasslichkeit aus. Das gilt für das vorwärtsdrängende Hauptthema des ersten Satzes, dessen musikalische Architektur genau ausbalanciert ist; und es gilt ebenso für den trauermarsch-artigen langsamen Satz. Auch im Scherzo erweist sich das thematische Ausgangsmaterial als einprägsam und einfach zugleich. Kein anderes seiner Kammermusikwerke erreicht eine so große Kompaktheit und Geschlossenheit der Form wie dieses Quintett.

Klavierquartett op. 47

Robert Schumann komponierte sein einziges Klavierquartett in Es-Dur, op. 47, als letztes größeres Werk in seinem sogenannten “Kammermusikjahr” 1842. Nach den frühen Klavierwerken und dem “Liederjahr” 1841 hatte sich der Komponist im folgenden Jahr intensiv der Kammermusik zugewendet. Auf die drei Streichquartette, op. 41, im Juni und das Klavierquintett, op. 44, im September folgte Ende Oktober das Klavierquartett, das er mit der ihm eigenen Schnelligkeit in nur fünf Wochen entwarf und instrumentierte. Bis zur Uraufführung im Leipziger Gewandhaus mit seiner Frau Clara am Klavier und Ferdinand David an der Geige vergingen freilich noch zwei Jahre intensiver Privataufführungen und Revisionen, an denen auch Felix Mendelssohn maßgeblich beteiligt war. Höhepunkt des Werkes ist das Andante, das mit einem der schönsten Cellothemen der Romantik anhebt. Seine ausdrucksvollen Vorhalte und melodischen Wendungen erinnern an Schumanns schönste Lieder.

Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 1 op. 63

Erst im Sommer 1847 schreibt Robert Schumann in Dresden das erste seiner drei zu Lebzeiten veröffentlichten und auch so bezeichneten Klaviertrios. Nach einigen Überarbeitungen kann er das vollendete Werk seiner Frau Clara zu deren 28. Geburtstag am 13. September 1847 als Geschenk überreichen. Noch am selben Abend spielt sie es im privaten Kreis mit zwei befreundeten Konzertmeistern aus der Dresdner Hofkapelle. Voller Begeisterung äußert sie in ihrem Tagebuch über dieses Stück: „Es klingt [...] so jugendfrisch und kräftig, dabei doch in der Ausführung so meisterhaft!“ Tatsächlich gehört dieses erste Werk in Trio-Besetzung aus Schumanns Feder von Anfang an zu den kammermusikalischen Perlen seines Oeuvres. Schon alleine die Tatsache, wie treffend er durch die voran gestellten deutschen Satzbezeichnungen Ausdruck und Charakter der nachfolgenden Sätze umreißt, beeindruckt den Hörer.

César Franck (1822 - 1890)

Klavierquintett WV 654

César Franck schrieb sein monumentales Klavierquintett in f-Moll 1878/79, in den Jahren des Aufbruchs der französischen Musik zu neuen Ufern. Nach der militärischen und politischen Katastrophe von 1871 verlieh die Morgenröte der Zweiten Republik auch dem Musikleben neue Impulse. Parallel zu den impressionistischen Malern suchten junge Komponisten nach neuen, typisch französischen Ausdrucksformen gerade in der Kammermusik, die bis dahin in Paris kaum beachtet wurde. Als erstes französische Klavierquintett des 19. Jahrhunderts ist dieses Werk eine Weiterentwicklung des Brahmsschen Klavierquintetts unter den Auspizien eines spätromantischen Monumentalstils, der mehrere weitläufige Satzgebilde zu einer ausgedehnten zyklischen Einheit zusammenfasst. Denn obwohl das Werk kein Scherzo enthält, erreicht es in den verbleibenden drei Sätzen doch die Ausmaße einer veritablen Sinfonie.

Franck Klavierquintett
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

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Samstag, 4. November 2017, 16:45

Der Kammermusik-Kanon Teil II: Mehrstimmige Besetzungen mit Klavier

Teil 3: Von Brahms bis Bartók


Johannes Brahms (1833 – 1897)

Klaviertrio Nr. 1 op. 8

Brahms vollendete das Trio in der Urfassung im Januar 1854, drei Monate nach seiner ersten Begegnung mit Robert Schumann in Düsseldorf und unter den Auspizien der Künstlerfreundschaft mit seinem Mentor. Schumann war es, der den 20jährigen zur Herausgabe seiner ersten zehn Opera drängte, darunter das Opus 8 als erstes publiziertes Kammermusikwerk. (Eine a-Moll-Violinsonate, ein h-Moll-Streichquartett und eine d-Moll-Fantasie für Klaviertrio gab Brahms damals nicht zur Publikation frei.) In späteren Jahren wurde Brahms seiner “geschwätzigen” Frühwerke rasch überdrüssig, konnte sich jedoch nur im Falle des Opus 8 zu einer Revision entschließen. Diese nahm er 1889 vor, nachdem er in der Aufführungspraxis bereits früher auf Kürzungen des allzu umständlichen Jugendwerkes bestanden hatte.

Brahms Klaviertrio Nr. 1

Klavierquintett op. 34

Der Endfassung dieses Werkes, die im Dezember 1865 erschien, gingen zwei frühere Versionen voraus: ein Streichquintett in der Schubertschen Besetzung mit zwei Celli und eine Sonate für zwei Klaviere, die Brahms später als op. 34b publizierte. Weder die eine noch die andere Fassung konnte seine engsten Freunde, die er vor der Veröffentlichung eines neuen Stückes stets zu Rate zog, überzeugen. Für ein Streichquintett fehle dem Werk der “Klangreiz”, so Joseph Joachim, und in der Fassung für zwei Klaviere gingen “eine Menge der schönsten Gedanken” verloren, so Clara Schumann. Brahms suchte darum nach einer dritten Klanglösung für das thematische Material, das Clara Schumann so “wundervoll großartig” fand, daß man es “mit einem Füllhorn über das ganze Orchester ausstreuen” müßte. Hermann Levi, der spätere Dirigent von Wagners Parsifal, gab schließlich den Anstoß zur Endfassung. Er pries sie im November 1865 als “ein Meisterwerk von Kammermusik, wie wir seit dem Jahre 1828 (Schuberts Tod) kein zweites aufzuweisen haben”. Den Bezug zu Schubert legte Brahms selbst nahe, indem er aus dessen Streichquintett verschiedene Wendungen übernahm und das Finalthema fast wörtlich dem Rondothema von Schuberts sog. Grand Duo für Klavier zu vier Händen nachbildete.

Brahms Klavierquintett op. 34

Horntrio op. 40

Zu den Instrumenten, die Brahms als Kind in Hamburg erlernt hatte, gehörte neben Klavier und Cello auch das Horn; speziell seine Mutter soll sein Hornspiel geliebt haben, was einen biographischen Zusammenhang zwischen dem Tod der Mutter und dem Adagio des Trios stützen würde. So verbirgt sich hinter Brahms’ Opus 40 in der seltenen Kombination eines Horns mit Violine und Klavier eine der klangschönsten Kammermusiken des 19. Jahrhunderts.

Klavierquartett op. 60

Der Kopfsatz dieses Klavierquartetts ist einer der erschütterndsten Moll-Sätze, die Brahms geschrieben hat. Mit einem Wink auf Werther an seinen Verleger liefert Brahms den biographischen Entschlüsselungs-Code zu jener Gefühlslage, in der er wohl sein drittes Klavierquartett geschrieben haben wird. Verzweifelt in einem Dreiecksverhältnis verheddert. 1875 wurde op. 60 vollendet, aber im Prinzip ist es ein Werk aus Brahms' ersten Tagen als junger Komponist. Die ersten beiden Sätze schrieb er nämlich mit 22 Jahren, kurz nachdem er Robert Schumann und dessen Frau Clara kennengelernt hatte. "Denken Sie sich dabei einen, der sich gerade totschießen will und dem gar nicht Anderes mehr übrig bleibt."

Brahms Klavierquartette

Klarinettentrio op. 114

Dem unvergleichlich weichen Ton von Richard Mühlfelds Klarinette war es zu verdanken, dass der arbeitsmüde Komponist 1891 noch einmal zur Feder griff. Fasziniert vom “eigenartigen Zauber des Klarinettenklanges” (E. Hanslick) arbeitete er ganz im Stillen sein a-Moll-Trio für Klarinette, Cello und Klavier und sein Klarinettenquintett aus. Das Klarinettentrio gilt neben dem Klarinettenquintett als Prototyp des Brahmsschen Spätwerkes; die Musik erscheint wie in ein mildes Licht getaucht, es herrschen eine Abgeklärtheit und Stille, die wie ein sanftes Adieu an die Welt wirken.

Brahms Klarinettentrio

Klarinettenquintett op. 115

Das Klarinettenquintett von Johannes Brahms ist ein Alterswerk voller Komplexität und Dichte. Seit dem großartigen Erfolg bei seiner Uraufführung zählt es zu Brahms' beliebtesten Werken. In Besetzung und Satzfolge an Mozarts Klarinettenquintett anknüpfend, ist das Quintett darauf angelegt, das kompositorische Resümee eines ganzen Lebens zu ziehen: Es entstand 1891, nachdem Brahms sein Testament bereits an seinen Verleger und Freund Fritz Simrock geschickt hatte.

Brahms Klarinettenquintett

Peter Tschaikowsky (1840 - 1893)

Klaviertrio op. 50

Tschaikowsky hat sein Klaviertrio a-Moll op. 50 zum Gedenken an seinen toten Freund Nikolai Rubinstein (1835-1881; Bruder von Anton Rubinstein) geschrieben; so gehen die 11 Variationen im Zweiten Satz dieses Werks auf ein von Tschaikowsky und Rubinstein besonders geliebtes russisches Volkslied zurück. Das Trio ist Tschaikowskys ‘Pathétique’ im Kammermusikbereich und erstaunt nicht nur durch seine äußeren gewaltigen Dimensionen (ca. 50 Minuten Spielzeit für die drei Sätze), sondern auch durch seine riesige Ausdrucksfülle vom Elegischen über Verspieltes bis hin zum Grandiosen.

Tschaikowsky Klaviertrio

Antonin Dvorak (1841 – 1904)

Klavierquartett op.87

Das Klavierquartett in Es-Dur ist ein komplexeres, anspruchsvolleres Werk als das in D-Dur, seine Gestaltung straffer, seine Instrumentierung origineller und einfallsreicher. Obwohl die Streicherführung des früheren Werks meisterhaft ist (Dvorák war ein fähiger Geiger und Bratschist), neigt das Klavier darin zu eher abgedroschenen Figurationen. Dagegen war Dvorák 1889 ein wesentlich erfahrenerer Komponist, und sein Klaviersatz im Es-Dur-Quartett ist insofern erheblich sicherer, als er sowohl die rhythmischen Möglichkeiten als auch die üppigen Klangeigenschaften des Klaviers ausnutzt. Eine Besonderheit des Streichersatzes ist die Bedeutung, die darin Dvoráks Lieblingsinstrument, der Bratsche, beigemessen wird, vor allem im jeweiligen temperamentvollen Seitenthema der Ecksätze.

Klavierquintett op.81

Bis heute ist das Werk eines der meistgespielten des Komponisten, denn es repräsentiert das Paradigma seiner Kammermusik: reiche melodische Erfindung, üppiger Klang, meisterliche Form, Volkstümlichkeit neben spätromantischem Pathos, tschechische Einflüsse, die sich in den Titeln der Mittelsätze niederschlagen. Nahtlos reiht sich das Quintett in die große Reihe romantischer Klavierquintette von Schubert, Schumann, Brahms und Franck ein, die Höhepunkte im Schaffen ihrer Komponisten bilden; so auch bei Dvorak. Dessen Quintett wirkt wie der Versuch einer Synthese aus dem naiv strömenden Lyrismus des Forellenquintetts und dem symphonischen Charakter des Brahms-Quintetts.

Dvorák Klavierquintett Nr. 2


Dvorák Klaviertrios

Klaviertrio op.65

Sechs Klaviertrios hat Dvořák geschrieben, doch nur vier davon sind erhalten geblieben. Zwei hat der Komponist selbst vernichtet. Das Trio f-Moll op. 65 aus dem Jahr 1883 ist das ehrgeizigste und strukturell bedeutendste Klaviertrio von Dvořák. Ein Trio, das schon fast eine Symphonie ist: so dicht, düster und virtuos hatte Dvořák vorher noch nie komponiert. Er hat an diesem Trio über zwei Monate gearbeitet. Im März 1883 entstand die erste Fassung. Dvořák war damit nicht zufrieden - es fehlte ihm Spannung und Dramaturgie. Das Trio wurde gekürzt, umgeschrieben, verdichtet, der zweite und dritte Satz wechselten die Plätze. Das Ergebnis des zähen Ringens war ein außergewöhnliches kammermusikalisches Meisterwerk.

Klaviertrio "Dumky" op.90

Dumky, die Mehrzahl des slavischen Wortes dumka, stammt aus dem Ukrainischen. Ursprünglich ist es der Diminutiv des Wortes duma, das in etwa eine elegische Ballade in Gedichtform bedeutet, einen Trauergesang Gefangener oder ähnliches. Das „Dumky“-Trio wurde am 12. Februar 1891 vollendet. Es wurde in Prag am 11. April 1891 mit Dvořák selbst am Klavier uraufgeführt. Am Abend der Uraufführung wurde der Komponist Ehrendoktor der Prager Karlsuniversität. Das Werk wurde so gut aufgenommen, dass es bei einer Konzert-Tournee mit 40 Auftritten, quer durch Böhmen und Mähren, immer wieder auf dem Programm stand, unmittelbar bevor der Komponist in die USA aufbrach, um in New York die Leitung des National Conservatory of Music zu übernehmen.

Rachmaninov, Sergej (1873 – 1945)

Klaviertrio Nr. 2 op. 9

In die aufgewühlte Stimmung aufgrund des Todes von Peter Tschaikowsky hinein schrieb Rachmaninow sein Trio (Trio élégiaque Nr. 2). In seiner ungehemmten Emotionalität, mit seiner monumentalen Spieldauer von 45 Minuten und seinen breit angelegten Variationen wurde es ein würdiger Nachfolger des Tschaikowsky-Trios. Vor allem fasziniert daran der Ton rückhaltloser Trauer, eine bis zur Verzweiflung sich steigernde Klage, die jede Phrase zum Bekenntnis werden lässt. “Während ich daran arbeitete”, so gestand der junge Komponist in einem Brief seiner Cousine Nathalia Skalon, “widmete ich all meine Gedanken, all meine Kraft diesem Stück; … ich zitterte bei jeder Phrase, strich manchmal alles wieder aus und begann von Neuem.”

Rachmaninov Klaviertrio Nr. 2

Maurice Ravel (1875 - 1937)

Klaviertrio

Die Trübsal und die Spuren der Katastrophe des Ersten Weltkrieges sucht man vergeblich in dieser Musik. Sie wirkt vielmehr "heiter und gelöst, von einem Raffinement, das an ein rätselhaftes Sonett von Stéphane Mallarmé gemahnt”, wie es Theo Hirsbrunner in seiner Ravel-Biographie formuliert. "Ich wollte unbedingt das Trio vollenden, das ich wie ein 'opus posthumum' behandelt habe. Das soll nicht heißen, dass ich besonders viel Genie darin untergebracht hätte, sondern nur, dass mein Manuskript und die dazugehörigen Anmerkungen ordentlich genug sind, dass jeder andere die Fahnenabzüge korrigieren kann", schrieb Ravel am 8. September 1914 in einem Brief. Für ihn stand fest: er würde so bald wie möglich für Frankreich in den Krieg ziehen. Wegen seiner zarten körperlichen Konstitution hatte man ihn für militäruntauglich befunden, er legte indessen Widerspruch ein und setzte durch, dass man ihn als Lastwagenfahrer einsetzte. Die anfängliche Begeisterung sollte schon bald in Ernüchterung umschlagen.

Ravel Klaviertrio

Béla Bartòk (1881 – 1945)

Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug

Der Komponist verstand das Werk als Kammermusik, denn eine solche hatte der Schweizer Mäzen und Dirigent Paul Sacher 1937 bei ihm in Auftrag gegeben. Das Stück sollte an den Erfolg der Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta anknüpfen, die Sacher 1937 in Basel zur Uraufführung gebracht hatte. Die Uraufführung der neuen Sonate fand im Januar 1938 in Basel statt. Das Neuartige einer Kammermusik mit Schlagzeug war Bartók bei der Konzeption des neuen Stückes bewusst, denn er nannte es anfänglich “Quartett für 2 Klaviere und 2 Schlagzeuggruppen”. Um die rhythmischen und klanglichen Probleme besser in den Griff zu bekommen, sah Bartók eine bestimmte Aufstellung der Instrumente auf dem Podium vor, die auch bei der Basler Uraufführung im Januar 1938 Verwendung fand: Im Vordergrund zu beiden Seiten die Pianisten mit dem Rücken zum Publikum, im Mittelgrund rechts die Pauken, links die Xylophone und die Bass Drum, im Hintergrund Triangel, Tam Tam und Cymbals.
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

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Samstag, 4. November 2017, 16:49

Der Kammermusik-Kanon Teil II: Mehrstimmige Besetzungen mit Klavier

Teil 4: Von Schostakowitsch bis Lachenmann


Dimitri Schostakowitsch (1906 - 1975)

Klavierquintett op. 57

In seinem Quintett, das 1940 entstand, erzählt Schostakowitsch unterschwellig – wie in vielen seiner großen Werke – von der großen Bedrohung des „vaterländischen Krieges“. Trotz des sozialistisch-positiven Echos in der “Prawda” und trotz der Kritik Prokofieffs, der das Quintett seines Kollegen ein Werk “ohne Abenteuer und Impetus” nannte, ist es ein Stück voll unterdrückter Dramatik. Das große musikalische Vorbild war Johann Sebastian Bach. Aus den harmonischen Spannungsbögen von dessen Präludien und Fugen bezog Schostakowitsch die Idee zum Anfang des Quintetts, ebenfalls einem Satzpaar aus Präludium und Fuge. Der Musik Bachs verwandt erscheint auch die glasklare Linienführung des Werkes, in dem jede Note exakt kalkuliert erscheint.

Klaviertrio Nr. 2 op. 67

Mit Musik ließe sich ausdrücken, wozu die Worte fehlen und worüber Schweigen unmöglich sei, stellte Victor Hugo fest. Und Dmitrij Schostakowitschs zweites Klaviertrio ist eine solch wortlose Klage. Am 11. Februar 1944 verstarb der Musik- und Literaturwissenschaftler Iwan Sollertinski mit nur 41 Jahren, am Tag danach setzte sich Dmitri Schostakowitsch hin und begann, dem Freund mit seinem Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 ein Andenken zu komponieren. Denn Sollertinskis früher Tod traf Schostakowitsch tief. Wenige Tage zuvor noch hatte Sollertinski einführende Worte zu Schostakowitschs Achter Symphonie gesprochen. Seinen Schmerz über den Tod des Freundes versuchte Schostakowitsch am 15.Februar 1944 der Witwe Sollertinskis zu beschreiben: "Liebe Olga Pantelejmonovna! Das Unglück, das mich traf, als ich vom Tode Iwan Iwanowitschs erfuhr, kann ich nicht in Worte fassen. Er war mein nächster und teuerster Freund. Meine ganze Entwicklung verdanke ich ihm. Ohne ihn zu leben wird mir unerträglich schwerfallen..." Ein späterer Biograph schrieb über das im August 1944 vollendete Klaviertrio, es sei "wahrscheinlich das Allertragischste im Schaffen Schostakowitschs". Tatsächlich mischte sich in die Trauer um den Freund auch Not und Elend der Kriegszeit hinein. Dass Schostakowitsch im Finale ein Thema aus der jüdischen Volksmusik verwandte, deutet zweifelsohne auf seine Trauer um die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden hin. Dieses jüdische Thema aus seinem Klaviertrio griff Schostakowitsch 1960 nochmals auf, als er sein achtes Streichquartett schrieb, "den Opfern des Faschismus und des Krieges gewidmet".

Schostakowitsch Klaviertrio Nr. 2

Messiaen (1908 – 1992)

Quatuor pour la fin du temps für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Messiaen vollendete das Quartett als Insasse des im Görlitzer Stadtteil Moys gelegenen deutschen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIII-A Ende 1940/Anfang 1941. Die Lagerkommandanten hatten Messiaen ermöglicht zu komponieren, ihm wurde auch ein Klavier zur Verfügung gestellt; in den Waschräumen wurde geprobt. Die ungewöhnliche Instrumentierung ergab sich aus den im Lager verfügbaren Musikern, dem Klarinettisten Henri Akoka, dem Geiger Jean Le Boulaire und dem Cellisten Étienne Pasquier. Die Louange-Sätze entstanden schon früher und Abîme des oiseaux schrieb Messiaen in einem Übergangslager in Toul für Henri Akoka. Die Uraufführung des kompletten Werkes fand im Lager in Görlitz am 15. Januar 1941 vor ca. 400 Kriegsgefangenen statt, der Komponist selbst übernahm den Klavierpart. Die französische Erstaufführung gelang bald nach Messiaens Rückkehr nach Paris, am 24. Juni 1941.

Messiaen Quatuor pour la fin du temps

Stockhausen (1928 – 2007)

Kreuzspiel für Oboe, Bassklarinette, Klavier, 4 Schlagzeuger
Karlheinz Stockhausens Kreuzspiel (1951) entspricht Stockhausens Op. 1 und ist in seinem Katalog als "1/7" aufgeführt, 7 bezeichnet eine Revision in den späten 1950er Jahren. Kreuzspiel wurde von zwei Werken beeinflusst, die Stockhausenim Sommer 1951 in Darmstadt hörte: Olivier Messiaens Modus de valeurs et d'intensités aus Quatre études de rythme für Klavier (1949 - 50) und Karel Goeyvaerts 'Sonate für zwei Klaviere (1950 - 51). Kreuzspiel ist für Oboe, Bassklarinette, Klavier und Schlagzeug geschrieben. Die Arbeit besteht aus drei Teilen, in denen Stockhausen sehr hörbare Gestaltungsstrukturen anwendet, deren Details (Dauer, Tonhöhe, Intensität / Dynamik) durch serielle Verfahren bestimmt werden. Eine Aufführung von Kreuzspiel wurde im Dezember 1951 vom Westdeutschen Rundfunk Köln ausgestrahlt;

Lachenmann (*1935)

Allegro sostenuto. Musik für Klarinette, Violoncello und Klavier
Die Uraufführung von Helmut Lachenmanns „Allegro sostenuto“ im Dezember 1989 in der Kölner Philharmonie kann heute im Rückblick als eine Art Wiedergeburt der Kammermusik im ausgehenden 20. Jahrhundert bezeichnet werden. In unzähligen Konzerten hat Lachenmanns groß angelegtes Klarinettentrio seither den Beweis angetreten, dass „es eine Klarheit der Zeichnung gibt mit einer klanglichen Nuancierungskunst, für die ich außer Debussy keinen Vergleich wüsste“ (Jürg Stenzl). Ähnlich wie im zuvor entstandenen Ausklang für Klavier mit Orchester bestimmt sich auch hier das musikalische Material aus der Vermittlung zwischen der Erfahrung von „Resonanz“ einerseits und von „Bewegung“ andererseits. Beide Aspekte des Klingenden begegnen sich in der Vorstellung von Struktur als einem vielfach ambivalenten „Arpeggio“, das heißt als sukzessiv erfahrenem Aufbau-, Abbau-, Umbauprozess, der sich ebenso auf engstem Zeitraum, als figurativer Gestus, wie als Projektion über größere Flächen hinweg mitteilt.


Gruß WoKa
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Alfred_Schmidt

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Samstag, 4. November 2017, 17:04

Mein Vorschlag mag vielleicht exotisch anmuten, man kann ihn in Falle des Falles streichen, aber wie es sich mit darstellt ist derzeit noch "Platz genug" vorhanden
Zwei Kammermusikwerke von Johann Christian Cannabich würden IMO die Bedingungen dieses Threads erfüllen, nämlich die Flötenquintette op 7 Nr 3 und 5 (auf eine cpo CD aus dem Jahre 1997 ebthalten - inzwischen leider gestrichen. Nun ist der kleinste gemeinsame Nenner, den ich mit Mozart hatte, nämlich, daß wir beide die Flöte nicht mögen, gefallen. Ich war heute beim Abhören schlechtwegs überwältigt von soviel Schönklang.
Die Besetzung
Quintett in D-dur op 7 Nr 5: Flöte, Violine, Viola, 3 Violoncelli und Fortepiano
Quintett in e-moll op 7 Nr 3: 2 Flöten, Violine, Viola, Violoncello und Cembalo

Nach meiner Berechnung sind das eigentlich Sextette, aber ist im Rahmen diese Threads ohne Bedeutung, da "Mehrstimmig" verlangt war.
Ob man ein Cembalo (im Falle der Nr 3) als Klavier gelten lassen kann ist sicher eine Streitfrage...

mfg aus Wien
Alfred

PS: die Quintette 3-6 können bei youtube (Videos) noch gehört werden....

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