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Cosima

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1

Freitag, 10. Juni 2005, 14:52

Tartini (Der Barockmeister und der Teufel)

Hallo allerseits,

ich kann mich für kuriose Geschichten begeistern, weshalb ich unweigerlich auf den italienischen Barockkomponisten Giuseppe Tartini (1692-1770) stoßen musste. Das ist er:

Keine Schönheit der Mann, aber umso bewegter war anscheinend sein Leben: Kurz vor der Priesterweihe stehend änderte er komplett sein Leben, nachdem er Veracini (Geigenvirtuose und Komponist) in Venedig hatte spielen hören. Er heiratete heimlich, was die Obrigkeit erzürnte und zu Flucht und Verfolgung führte. In einem Kloster untergetaucht widmete er sich der Musiktheorie und dem Geigenspiel. In jenem Kloster in Assisi soll er einen Traum gehabt haben: Der Teufel sei ihm im Schlaf erschienen und spielte ihm eine betörende Melodie auf der Geige vor. Diese Musik versuchte Tartini noch in der gleichen Nacht festzuhalten – zu seiner eigenen Verzweiflung jedoch nur unvollkommen, obgleich er die damit entstandene „Teufelssonate“ selbst als sein bestes Werk bezeichnet.

Soweit dazu. Mir gefiel diese Geschichte, also hörte ich mir diese legendäre Sonate an; meine Wahl fiel auf David Oistrach. Wahrlich teuflisch und rasant klingt hier dieses Werk.

Da Barockmusik aber auch nach einem Barockgeiger verlangt, legte ich mir alternativ die Aufnahme mit Andrew Manze zu.

Doch welch Erstaunen: Während Oistrach diese berauschende Sonate in knapp 15 Minuten spielt, benötigt Manze dazu 19 Minuten. Hier klingt gar nichts mehr teuflisch, sondern eher „himmlisch“.

Nun gut. Tartini geriet wohl zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit; da er jedoch mehr als 125 Violinkonzerte, ca. 150 Violinsonaten und viel sonstige Kammermusik schrieb, sollte ja dieses oder jenes Werk noch Erwähnung finden.

Wie seht Ihr das? Was fällt Euch zu Tartini ein?

Gruß, Cosima

Ulli

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2

Freitag, 10. Juni 2005, 18:57

RE: Tartini (Der Barockmeister und der Teufel)

Salut, Cosima,

ich kenne von Tartini lediglich die Teufelstrillersonate. Ich denke, wir sprechen vom selben Stück. Ich meine, dass das Teuflische sich nicht zwingend in der Interpretation des Werkes ausdrückt [ausdrücken sollte], sondern, dass die Bezeichnung sich eher auf die [technisch] teuflischen Triller im Werk bezieht. Kann mich aber auch täuschen...

Tartitni hat übrigens auch einige musiktheoretische Werke verfasst; man nimmt an, dass Leopold Mozart Teile dieser damals umstrittenen Schriften für seine Violinschule verwendet hat [als Vorlage zumindest].

Tartini wurde in der Nähe von Triest geboren - absolut sehenswerte Stadt und Landschaft!

Liebe Grüße
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Richard

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3

Freitag, 10. Juni 2005, 20:30

@Cosima,

seit ich vor einiger Zeit selber auf der Suche nach einer Aufnahme war hatte ich mir diese auf den Merkzettel geschrieben!



Steht jetzt im "Einkaufswagen" :D
S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’

Cosima

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4

Freitag, 10. Juni 2005, 20:41

Hallo Ulli,

soweit ich weiß werden beide Bezeichnungen verwendet oder auch einfach „Der Teufelstriller“. Dem Booklet der Manze-CD entnehme ich folgenden Text (aus einem Brief von Tartini an J.J. de Lalande – ein befreundeter Komponist?):

„Das Stück, das ich anschließend komponierte, ist zweifellos mein bestes und ich nenne es noch immer Die Teufelssonsate, aber sie reicht so wenig an jenes überwältigende Stück heran, dass ich meine Geige zertrümmern und die Musik für immer aufgeben würde, um in den Besitz zu gelangen.“

Berühmt ist in der Tat der Triller im letzten Satz, aber auch ansonsten klingt sie mir violintechnisch recht anspruchsvoll (was ich aber nur laienhaft beurteilen kann).

Gruß, Cosima

P.S. an Richard: Hör doch aber alternativ mal in die Oistrach-Aufnahme rein, die ist schon sehr schön. Und schreib doch mal bitte etwas über die Frau Haendel, sobald sie da ist :yes:. Von der Dame habe ich nämlich noch gar nichts gehört.

Nachtrag: Ich sehe und höre gerade, dass ich doch etwas von Ida Haendel kenne, nämlich das Violinkonzert op. 53 von Dvorák. Nun ja, die Aufnahme ist von 1947, aber gar nicht mal so übel in der Klangqualität. Scheint recht temperamentvoll gewesen zu sein die Dame, ein sehr „eigener“ Stil irgendwie, der da zu hören ist.

Alfred_Schmidt

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5

Freitag, 10. Juni 2005, 22:34

Hallo Cosima

Viel früher hätte ich schon gern geantwortet, würde nicht allmählich die Verwaltung des Forums zu meiner Hauptbeschäftigung hier.

Tartini ist leider tatsächlich ein wenig aus der Mode gekommen.
Immerhin gibt es seit einigen Jahren das Projekt einer Gseamteinspielung seiner Violinkonzerte. Ob das je abgeschlossen wird entzieht sich meiner Kenntnis.


Wie man unschwer sehen kann handelt es sich durchwegs um Ersteinspielungen.- Ein Lobenswertes Unterfangen - und eine Marktklücke. Die Kritiken, die ich kenne ließen allerdings an der Interpretation nicht allzuviel gutes - Mittelmaß - mehr nicht.
In der Tat kann die Aufnahme nicht in die Spitzenklasse eingereiht werden, man möcht weinen, wenn man bedenkt was Carmignola /Marcon (vorzugsweise noch auf Sony) aus diesen Werken herausgeholt hätten.

Aber was nicht ist - ist nicht.

Um gerecht zu sein - ich habe einige dieser Aufnahmen (glücklicherweise kann man die einzeln kaufen - früher war das selbstverständlich - heute muß man es extra lobend erwähnen) und sie sind ganz passabel, so daß ich die Serie langsam aber sicher fortsetzen werde.
Was Besseres - so scheints - kommt ohnedies nicht nach... :D

Freundliche Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Ulli

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6

Freitag, 10. Juni 2005, 22:48

Zitat

Immerhin gibt es seit einigen Jahren das Projekt einer Gseamteinspielung seiner Violinkonzerte. Ob das je abgeschlossen wird entzieht sich meiner Kenntnis.

Salut,

bei angeblich 130 [in Worten: einhundertunddreißig!] Violinkonzerten wäre das ein Marathon. Jeden Monat eines eingespielt, wäre man zu seinem 323. Geburtstag am 8. April 2015 damit fertig.

Interessant, dass immer die Geige mit dem Adjektiv "teuflisch" gekoppelt wird - wie auch der Teufelsgeiger Paganini. TeufelssängerInnen oder -pianisten wurden noch nirgends erwähnt.

Liebe Grüße
Ulli
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Cosima

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7

Freitag, 10. Juni 2005, 23:52

Zitat von »Alfred_Schmidt«

In der Tat kann die Aufnahme nicht in die Spitzenklasse eingereiht werden, man mäöcht weinen, wenn man bedenkt was Carmignola /Marcon (vorzugsweise noch auf Sony) aus diesen Werken herausgeholt hätten.

Hallo lieber Alfred,

ja, ich kann es mir vorstellen – einen kleinen Eindruck davon erhält man immerhin auf dieser CD:


Concerto Veneziano
Vivaldi:Konzert RV 583 für Violine, Streicher "in due cori",2 Cembali;Violinkonzert RV 278
Locatelli:Violinkonzert op. 3, 9
Tartini:Violinkonzert D. 96

Giuliano Carmignola, Venice Baroque Orchestra, Andrea Marcon

Carmignola ist mir derzeit der liebste der Barockviolinisten; er hätte genau das richtige Feuer (Manze ist mir hier allzu brav). So üben wir uns halt in Geduld oder begnügen uns mit dem Wenigen, was es gibt.

Gruß & gute Nacht,
Cosima


P.S. an Ulli: Ich denke, dass dieses „teuflisch“ eng mit Paganini verbunden ist, der ja landläufig als Inbegriff des „teuflischen“ Geigers gilt, nicht zuletzt wegen seines angeblich „satanischen“ Äußeren.

Theophilus

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8

Samstag, 11. Juni 2005, 11:36

Salut Ulli

Zitat

bei angeblich 130 [in Worten: einhundertunddreißig!] Violinkonzerten wäre das ein Marathon. Jeden Monat eines eingespielt, wäre man zu seinem 323. Geburtstag am 8. April 2015 damit fertig.

Ein interessantes Rechenexempel. In welchem Zahlensystem rechnest du da? :D

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Ulli

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9

Samstag, 11. Juni 2005, 12:00

Salut, Theophilus,

ich habe mich um ein Jahr verrechnet und bitte um Nachsicht! Tartini ist am 8. April 1692 geboren [mein Kenntnsstand]. Der 324. Geburtstag ist demnach am 8. April 2016.

006 Monate für 2005
120 Monate für 2006-2015
004 Monate für 2016
--------------------------------------
130 Monate
=====================

Liebe Grüße
Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)

Theophilus

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10

Samstag, 11. Juni 2005, 12:42

Salut, alles klar!

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Ulli

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11

Sonntag, 12. Juni 2005, 19:52

Der Teufel steckt im Detail

Salut,

Der Titel "Teufelstrillersonate" ist der wohl geläufigste für die Sonate g-moll für Violine und Klavier, so auch die IMC-Ausgabe New York [edited by Fritz Kreisler], welche mir hier vorliegt. Der Titel beschreibt eindeutig die im IV. Teil [Allegro assai] Auftakt 31 beginnenden Triller in der Violine. Das "Teuflische" ist der technische Umstand, dass die Violine zweistimmig spielt: der Triller unterlegt mit Bindungen. Im Besonderen ist hier trillertechnisch noch die Cadenza hervorzuheben, in der nicht nur "echte" Triller gefordert sind, sondern auch kleine Terzen, welche quasi triller gespielt werden sollen.

Liebe Grüße
Ulli
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Richard

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12

Samstag, 10. September 2005, 21:55

@Cosima,

mittlerweile mehrfach gehört habe ich die Aufnahme der Sonate mit Ida Haendel und Alfred Holecek.

Eine wunderbare Einspielung der Sonate wie ich finde und Haendel meistert die Schwierigkeiten als wäre gar keine vorhanden.
Grandios.

Der Klang ist dabei durchaus ordentlich.

Kann ich Dir nur empfehlen und das ist nicht das einzige Highlight auf der CD.

S. Rachmaninov:
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sagitt

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13

Samstag, 10. September 2005, 22:10

Teuflisch gut

Sagitt meint:

Wenn man Oistrakh oder Szeryng mit dieser Sonate gehört hat, sind absolute Maßstäbe gesetzt worden. Frau Mutter hat einmal eine leicht verkitsche Orchesterversion mit Levine gemacht, geigerisch aber auch sehr gut.
Aber die beiden Großmeister spielen so virtuos, mit breitem Ton, für die Doppelgriffe natürlich ein deutliches Prä, da möchte man leptosome Fassungen wirklich nicht hören, Namen erspare ich mir heute.

Cosima

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14

Sonntag, 11. September 2005, 00:13

Zitat von »Richard«

Kann ich Dir nur empfehlen und das ist nicht das einzige Highlight auf der CD.

Hallo Richard,

der Thread ist ja schon etwas älter - die Haendel-Aufnahme kenne ich inzwischen auch. Ich finde sie auch recht gelungen (die ganze CD eigentlich, sofern ich mich gerade recht erinnere), wobei ich Oistrach aber nach wie vor eindeutig bevorzuge.

Gruß, Cosima

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15

Freitag, 21. Juli 2006, 11:14

Also eine ganz einwandfreie Originalklang-Aufnahme von Konzerten des großartigen Meisters gibt es mit dem Ensemble 415 unter Chiara Banchini mit den Solisten Dieltiens, Banchini und Gatti:


nala

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16

Freitag, 21. Juli 2006, 12:48

...auf alle Fälle, trotz des schönen Namens, ist er kein Italiener! Allenfalls Österreicher.......

In dem slowenischen Küstenstädtchen PIRAN wurde er geboren. Er trat 1721 in Padua eine Stelle als Konzertmeister an und gründete in seiner Wahlheimat eine Musikakademie. Seine Technik wurde zur Grundlage für das moderne Violinspielen. In seinem Geburtshaus ist ein Gedenkzimmer eingerichtet, ich werde es demnächst besuchen - und darüber berichten.




DANKE - Kurzstückmeister'chen, daß Du diesen Thread ausgebuttelt hast :lips:
WHEN MUSIC FAILS TO AGREE TO THE EAR;
TO SOOTHE THE EAR AND THE HEART AND SENSES;
THEN IT HAS MISSED ITS POINT
(Maria Callas)

Bernhard

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17

Donnerstag, 5. März 2009, 10:43

RE: Tartini (Der Barockmeister und der Teufel)

Guten Tag

Zitat

Original von Cosima
Hallo allerseits,

Kurz vor der Priesterweihe stehend änderte er komplett sein Leben, nachdem er Veracini (Geigenvirtuose und Komponist) in Venedig hatte spielen hören.


Ein Zeitgenosse Tartinis, Antonio Vandini, hat diese legendäre Begebenheit beschrieben:

"Tartini kam mit seiner Frau nach Venedig. Der Kurfürst von Sachsen
war dort, und Tartini wurde zu einer Akademie in das Haus seiner
Exzellenz Pisana Mocenigo gebeten.
Dort fand er den berühmten Geiger Veracini vor,
den er dort auch zum ersten Mal spielen hörte.
Diese ihm völlig neue Art des Geigenspieles demütigte Tartini derart,
dass er am nächsten Tag Venedig fluchtartig verließ
und sich voller Verzweiflung zurückzog,
um intesiv einen besseren Gebrauch des Bogens zu studieren,
damit er auf den gleichen Stand wie Veracini komme"


Francesco Maria Veracini wurde übrigens 1717 vom Prinz Friedrich August von Sachsen
für einen Jahresgehalt von 1200 Talern,
zunächst ohne Funktion im Dresdner Hoforchester, engagiert.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

zweiterbass

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18

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 23:24

Hallo,

dass Tartini von Corelli beinflußt war, hört man, denke ich, bei dieser CD. Besonders bei den langsamen Sätzen denke ich ans "Weihnachtskonzert" von Corelli, wer kennt es nicht?

Von der virtuosen Phase, von der Alfred im neueren Tartini-Thread schreibt, ist hier keine Andeutung zu hören - wahrscheinlich lag sie bei der Komposition dieser Werke schon hinter ihm.

Bei der Solovioline in den schnelleren Sätzen und kommen mir manche Mozart-Serenaden in den Sinn.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

Yorick

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19

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 23:31

Zufällig hörte ich Tartini heute Morgen beim Ergometertraining in der Reha in dieser Aufnahme:



Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie gleichgültig und unbewegt mich jener ließ ...

Alfred_Schmidt

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20

Mittwoch, 27. September 2017, 23:40

So vergeht die Zeit. Im Juni 2005 zweifelt ich noch ob der Zyklus je vollendet würde. Da bibt es einen Hintergrund, der heute vermutlich vergeesen ist. Es gab auch einige CDs mit Feliy Ayo als Solisten, quasi ein Paralleleprojekt (das indes nie fertiggestellt wurde, und wo ich nicht weiß ob ein Fertigstellung überhaupt je angedcht war) erlce ebenfalls von Dynamic gestartet wurde und noch daß eine sehr ähnliche Optik in Bezug auf die Coverphilosophie hatte.
Wie dem auch sei - Die Serie mit Giovanni Guglielmo wurde 2010 fertiggestellt und umfasst 29 CDs. Sie wurde 2012 in eine Box umverpackt und um 79.99 Teuro (für 29 CDs) angeboten. Derzeit wurde der Preis erneut um 50% gesenkt, soll heissen die Box kostet nun 39.99 Teuro....

Ic bin ein wenig verwundert über die vielen guten Kritiken, die man nun ausgegraben hat, denn, ich erinnere mich , daß es während des Erscheinens der einzelnen Editionen eher kritische Stimmen gab, die dem Mammutprojekt zwar Respekt zollten, die Interpretation aber eher alls "neutral" bezeichneten
Ich habe nun einige stichprobenartige Hörproben gemacht und muß sagen, daß mich diese Aufnahmen nicht wirklich mitreissen.
Der Klang ist einerseits gelegentlich scharf, ohne aber durchsichtig zu sein. Aber ich glaube die Hauptschwäche liegt bei den Kompositionen. Es gibt sicher einen Grund daß kein weiteres Label wenigstens einen repräsentativen Querschnitt der Violinkonzerte Tartinis im Programm hat .....
Wie dem auch sei: 2020 jährt sich der Todestag Tartinis zum 250. Mal. Da werden wir dann wissen woran wir sind.......

mfg aus Wien
Alfred

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Vivaldi

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Registrierungsdatum: 24. Mai 2005

21

Dienstag, 10. Oktober 2017, 09:54

Diese Auswahl und auch die Aufnahme finde ich jetzt recht gelungen: