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Alfred_Schmidt

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1

Dienstag, 13. Oktober 2009, 14:14

Beethoven-Sinfonien - - - Große Dirigenten der Vergangenheit

Dieser Thread hat zum Ziel große Dirigenten, welche einst Beethoven Sinfonien für die Schallplatte aufgenommen haben in Erinnerung zu rufen und somit dem Vergessenwerden zu entreissen - Erlaubt sind hier lediglich MONO Aufnahmen, der Stereobereich ist bereits abgedeckt.

Natürlich kennt heute jdermann (??) Furtwängler als berühmten Dirigenten Beethovenscher Sinfonien, ebenso wie Toscanini.
Aber da gab es zahlreiche andere, die zu Lebzeiten hochberühmt - heute aber (fast) vergessen sind, zumindest werden ihre Aufnahmen - so überhaupt noch erhältlich - kaum gehört.
Das ist einerseits verständlich, denn die Tontechnik mutet zumeist ziemlich archaisch an - und ist es auch.

Jedoch ZUMINDEST aus historischen Gründen sollte man die eine oder andere Aufnahme kennen - man kann dann heutige Interpretationen besser einordnen und bewerten.

.

Ich habe zu Beginn Felix von Weingartner gewählt - Dirigent und Komponist - einst aus dem Musikleben nicht wegzudenken.
Die Label welche das Remastering machten haben unterschiedliche Philosophien in Sachen Rauschunterdrückung - ich meine, desto weniger gefiltert wird, desto unverfälschter auch der Orchesterklang.

Von HIP war damals übrigens noch keine Rede.....

mfg aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Thomas Pape

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2

Dienstag, 13. Oktober 2009, 14:36

Wenn das ein Blick in die Geschichte der fühen Beethoveaufnahmen sein soll, dann steuere Bruno Seidler Winkler und Oskar Fried bei.

Bruno Seidler-Winkler war von 1903 bis 1923 Hausdirigent der Deutschen Grammophone und hat 1923 ein - akkustische - Gesamtaufnahme der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven gemacht. Sechs Jahre später folgte Oskar Fried, der dieses Werk ebenfalls für die Grammophone aufgenommen hat, diesmal - nein, nicht in stereo aber elektrisch.



Und auf diesen Klangunterschied - akkustisch vs. elektirsch - trifft das Karajan-Diktum vom Unterschied zwischen Gasbeleuchtung und elektrisch Licht wirklich zu. Musikalisch ist das indes schwer zu beurteilen.

Bruno Seidler-Winkler trat auch Klavierbegleiter hervor: in meiner Schellacksammlung habe ich eine akkustische Aufnahme der Frühlingssonate (von der ich den Gegeiger nicht im Kopf habe.

Die Klangwiedergabe war bei diesen Aufnahmen immer ein besonders Unterfangen - zur Entstehungszeit der Aufnahmen von Felix Weingartner ging das indes recht gut: Leopold Stokowski, der 1927 mit dem Philadelphia Orchestra die 7. Sinfonie von Beethoven eingespielt hat, war mit dem Ergebnis erst zufrieden, nachdem er die Stärke des Orchesters schlicht verdoppelt hatte. Scheint als CD nicht greifbar zu sein.

Zu den frühen sehr guten Beethoven-Dirigenten ist gewiss auch Hans Pfitzner zu zählen. Meine Einschätzung fusst auf seiner Aufnahme der 6. Sinfonie.




Wäre noch Wilhelm Mengelberg im Angebot. Dessen permaneten Portamenti haben mir allerdigs den Spass an den alten Aufnahmen verhagelt.



Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

Alfred_Schmidt

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3

Dienstag, 13. Oktober 2009, 17:08

Auch Mengelberg gibt es in japanischen Pressungen, die meiner Meinung nach besser als die meisten anderen klingen, weil sie einen hohen Rauschpegel in Kauf nehmen um die Höhenwiedergabe und somit die feinen Nuance der Klangfarben zu erhalten.

[jpc]6566884 [/jpc].



Über Interpretationsansätze kann natürlich auch gesprochen werden, nur fürche ich, daß kaum jemand genügend dieser alten Aufnahmen gebunkert hat.....

mfg aus Wien

Alfred

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Frank Georg Bechyna

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4

Dienstag, 13. Oktober 2009, 19:32

Grosse Beethoven - Dirigenten

Natürlich Maestro N I K I S C H .

Das bleibt grosses Können !

Und Koussevitzky .

Dann der unvergleichliche in Köln am Rhein geborene William S t e i n b e r g ( z. B. 7. Symphonie ; EMI ) .

Dann die ausgewanderten bedeutenden Dirigenten wie Bruno Walter ( seine GA bleibt eione der bedeutensten Einspielung der Symphonien überhaupt ) .

Ormmandys Kunst ! ( Nicht nur mit dem Philadelphia Orchestra ) .Hat er nicht 1969 in Wien mit den Philharmonikern neben Tschaikowskys "Pathétique" die 8te von Beethoven geradezu au einer Vergessenheit herausdirigiert ?

Viele Grüsse ,


Frank
Frank Georg Bechyna
Musik & Medizin

Alfred_Schmidt

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5

Dienstag, 13. Oktober 2009, 19:48

Zitat

Natürlich Maestro N I K I S C H .

Das bleibt grosses Können !


Ich erlaube mir hier and ieser Stelle das Cover nebst Hörmöglichkeit der Klangschnippsel einzustelen (einfach aufs Coverbild klicken)

Wenn ich richtig unterrichtet bin, dann hat Nikisch die erste Aufnahme der 5 Sinfonie überhaupt gemacht. Diese hier entstand um 1913/14 .
Es handeld sich somit um eine sogenannte AKUSTISCHE Aufnahmen, soll heissen es wurde in den Trichter gespielt - ohne Mikrophon....




mfg aus Wien

Alfred

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enkidu2

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6

Dienstag, 13. Oktober 2009, 21:35

Zitat

Original von Alfred_Schmidt

Zitat

Natürlich Maestro N I K I S C H .

Das bleibt grosses Können !


Ich erlaube mir hier and ieser Stelle das Cover nebst Hörmöglichkeit der Klangschnippsel einzustelen (einfach aufs Coverbild klicken)

Wenn ich richtig unterrichtet bin, dann hat Nikisch die erste Aufnahme der 5 Sinfonie überhaupt gemacht. Diese hier entstand um 1913/14 .
Es handeld sich somit um eine sogenannte AKUSTISCHE Aufnahmen, soll heissen es wurde in den Trichter gespielt - ohne Mikrophon....




Mit freundlichen Grüßen aus Wien

Alfred


Auch als Teil dieser Box zu haben:



Laut dem Booklet stammt die Aufnahme vom 10. November 1913. Sie erschien auf vier zweiseitig bespielten 78er-Schellackplatten, die seinerzeit für je 9,50 Mark einzeln verkauft wurden.

Gruß enkidu2
»alle Religionen Seindt gleich und guht wan nuhr die leüte so sie profesiren Erliche leüte seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land Pöpliren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.« [Friedrich II., 1740]

Alfred_Schmidt

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7

Sonntag, 13. Oktober 2013, 13:00

Sooo lange ist das schon her, daß ich diesen Thread gestartet habe ? - Das war mein erster Gedanke, als ich ihn heute im Rahmen meiner Eintragungen ins Foreninhaltsverzeichnis wiederentdeckte.
Ich nütze dabei die Gelegenheit ihn weiterzuführen, Auf CD überspieltes Tonmaterial der Schellack-Ära gibt es ja derzeit noch in Hülle und Fülle. Heute habe ich in meiner Sammlung gestöbert und diese - eigens für diesen Thread erworbene - noch ungespielte - Toscanini-Einspielung, der 5. und 7. Sinfonie von Beethoven entdeckt. Es fehlen ja nicht mehr viele Dirigenten zu diesem Thema, allerdings die entsprechenden Hörbeschreibungen. Wer aus Angst vor "altväterlichen" Interpretationen zurückschreckt - der könnte unter Umständen eine Überraschung erleben.
Zu oft hat man uns das Märchen von den (angeblich) revolutionären Deutungen unserer Tage einzubläuen versucht. Das übersteht man nicht, ohne Schaden zu erleiden...

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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T con brio

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8

Sonntag, 13. Oktober 2013, 13:48

Nachdem ich sowohl vom Dirigenten wie auch vom Orchester bislang keine Aufnahmen kannte, habe ich kürzlich die folgende Gesamt-Einspielung von Carl Schuricht und dem Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire erworben:

Leider so kürzlich, daß ich bisher erst die Eroica hören konnte. Dennoch zweifle ich schon nach dem Genuss dieser einen Sinfonie nicht daran, daß Schuricht seinen Platz in diesem Thread haben sollte, ja muss: zupackend und athlethisch, voller Frische und Klarheit geht er das Werk an - und dennoch geprägt von großem Ebenmaß. Auch fällt die hervorragende Abstimmung zwischen den Instrumentengruppen auf, so daß ich trotz des Mono-Klangs, dessen größter Anhänger ich normalerweise nicht bin, von dieser Einspielung von Sekunde 1 an sehr angetan war. Hier versteht definitiv jemand sein Handwerk. Ich freue mich schon auf den Rest der Box!

@Alfred: auch von dem eben genannten Toscanini hatte ich mir vor mittlerweile geraumer Zeit einen Beethoven-Zyklus gekauft, muss aber ehrlich zugeben, daß mich sein maschinell wirkender Zugriff meiner Erinnerung nach ziemlich enttäuscht hatte und ich die Aufnahme dementsprechend recht schnell wieder weggelegt habe. Zumindest hatte ich damals streckenweise den Eindruck, da hätte auch ein Metronom auf dem Dirigentenpult stehen können. Aber ich werde ihm beizeiten sicherlich noch eine zweite Chance geben.
Prima con brio || Plattenschrank

Theophilus

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9

Freitag, 25. Oktober 2013, 05:02

@Alfred: auch von dem eben genannten Toscanini hatte ich mir vor mittlerweile geraumer Zeit einen Beethoven-Zyklus gekauft, muss aber ehrlich zugeben, daß mich sein maschinell wirkender Zugriff meiner Erinnerung nach ziemlich enttäuscht hatte und ich die Aufnahme dementsprechend recht schnell wieder weggelegt habe.

Nun mag der RCA-Zyklus ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, ich empfinde ihn aber nicht maschinell sondern als beeindruckende artistische Leistung. Diese sehr späten Toscanini-Aufnahmen sind aber nicht mit den wesentlich älteren aus Alfreds CD vergleichbar!

:hello:

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Schneewittchen

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10

Freitag, 25. Oktober 2013, 09:34

Scherchens Beethovenzyklus stammt aus den Jahren 1951-1954 und wurde damals mit dem "Orchester der Wiener Staatsoper" und dem Royal Philharmonic Orchestra London für das Westminster Label eingespielt.

Einen weiteren Beethovenzyklus spielte Scherchen 1965 mit dem Orchestra della Radio Svizzera Italiana in Lugano ein.
Den Mitschnitt der Lugano-Radioaufnahmen gibt es hier:
http://s47.filefactory.com/dlp/2dznvemcl…hoven_Cycle.zip
mfG
Michael

teleton

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11

Samstag, 26. August 2017, 10:46

Eugene Ormandy (1899 - 1985)

Ormandy gehört für mich auch zu den grossen Beethoven-Dirigenten der Vergangenheit.

Angesichts meiner zahlreichen Beethoven-Sinfonien - Aufnahmen habe ich (auch wegen des hohen Preises) verkniffen, mir die Ormandy-GA zu kaufen. Die sehr positiven Kritiken machten mich jedoch immer neugierig ...
Im Frühsommer hatte ich mir dann diese SONY-Doppel-CD mit den Sinfonien Nr. 5 - 8 zugelegt und seitdem mit grosser Freude gehört.

Ormandy´s kraftvoller, straffer und da wo es angebracht ist, dramatische Beethoven-Aufnahmen überzeugen auf der ganzen Linie. Langeweile kann nie aufkommen, da Ormandy den Hörer immer "am Ball hält". Verschleppt, wie bei dem IMO überschätzten Italiener wird bei ihm nichts ...
Zur Klangtechnik:
Die CBS-Klangtechnik neigt bei Ormandy zu relativer Breitwanddarstellung (für mich eine positiver Begriff !). Da ist nichts mittenbetont (darunter kranken viele CD-Aufnahmen)*, sondern das Panorama des Philadelphia Orchestra wird recht breit abgebildet, so als wenn man im Konzert relativ weit vorne sitzt - Klasse !


SONY, 1966, ADD

Ganz famos ist ja auch die Ormandy-Aufnahmen von Beethovens Violinkonzert (mit Francescatti) und Tripelkonzert (mit Istomin, Stern, Rose), die meine Karajan/Richter und Co-Aufnahme (EMI) mit meiner Gunst deutlichst abgelöst hat. (Diese SONY-CD mit dem Tripelkonzert ist mit Beethovens KK5 unter Szell/Fleisher gekoppelt.)


* Manche Aufnahmen sind heute viel zu mittenbetont. Man muss vom Stereohörplatztaus der Mitte etwas nach rechts oder links rücken um diesen Negativeffekt zu eliminieren und so einen räumlichern Eindruck zu bekommen.
:thumbsup: Die Ormandy--Philadelphia Aufnahmen entsprechen somit viel mehr meinem Klangideal, weil das Orchester in voller Breite abgebildet wird. Klangliche (und Int) Hammeraufnahmen sind die Werke von Kodaly ... aber auch Beethoven klingt (vom Klang her) besser als Karajan aus den 60ern bei DG.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

William B.A.

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12

Samstag, 26. August 2017, 17:43

Ich habe seit einigen Jahren diesGesamtaufnahme in meiner Sammlung:



Da ist gehörig Feuer unterm Dach. Auch klanglich hört man dieser Gesamtaufnahme ihr Alter nicht an.

Liebe Grüße

Willi














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1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).