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Alfred_Schmidt

Administrator

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  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 214

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Freitag, 25. August 2017, 14:31

Die alternativen Interpreten

Es hat in der Vergangenheit schon ähnliche Threads gegeben, aber die versandeten recht bald, teilweise wegen ihres Titels, der darauf hinwies, daß eben gewisse Künstler weniger bekannt sind, und man sie ein wenig promoten wolle, ein heikles Thema, nämlich dann wenn der betroffene einen ausgebuchten Teminkalender vor sich hat und nicht weiß welche Angebote er annehmen, welche er ausschlagen soll und wenn der das Podium betritt brandet stets allgemeiner Jubel auf.

Wo also liegt das Problem ?
Endlich habe ich es korrekt analysieren können (so hoffe ich zumindest) und einen ädiquaten Titel für diesen Thread finden können.
Ich hoffe auf Beteiligung (das wort 'rege' habe ich in Anerkennung der Realität weggellassen), denn die Entdeckerfreude der Taminos hält sich in Grenzen, wobi ich mir hier über unsere doch passable Anzahl von Neo-Taminos noch kein Bild machen konnte.

Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Mehrheit der Hörer und Sammler darauf Wert legt, die jenigen Interpreten, die durch Promotion WELTBEKANNT wurden, zu bevorzugen. Das ist in der Regel, dann der Fall, wenn ein Plattenvertrag mit einem jener Labels besteht, die gemeinhin als "Major" bezeichnet werden. wobei sich hier einiges gewandelt hat. Warner vermarktet die ehemaligen EMI-Aufnahmen recht geschickt, und auch DGG holt gerne bewährtes aus den Archiven, ebenso wie Sony.
Ferner haben sich einige Independents allmählich zu einer Art "Majors" gemausert.

Denaben gibt es aber Klein- und Indepent Labels, die über einen Pool an Künstlern verfügt, die man anderswo - ich beziehe mich hier nur auf den Tonträgermarkt - eigentlich nicht zu hören bekommt. Und das ist schade, denn viel interessantes wird hier angeboten, vor allem für jene interessant, die die Darbietung von klassischer Musik nicht als "Olympiade" ("Wer belegt Platz eins in den Charts ?"), sondern als Ausdruck von Individualität sieht. Insbesonder der Spagat zwischen "persönlichem Profil" und "Werktreue" ist hier eine Herausforderung. Dieses Spannungsfeld begleitet uns durch die gesamte Geschichte der Tonaufnahme von klassischer Musik (natürlich nicht nur, aber hier ist es eben durch die Aufzeichnung optimal nacherlebbar)

Und hier geht es eben um Künstler, die wir beispielsweise auf einem der "kleineren" Labels kennengelernt haben, die eine Alternative anbieten zum "Starrummel"
Aber es kann auch eine Entdeckung aus dem Bereich eines der Budget Labels sein, die gar nicht mehr so klein sind - im Gegenteil- Naxos beispielsweise hat heute schon eine führende Rolle im Tonträgerbereich inne und auch BRILLIANT Classics ist sehr präsent.
Eine Sonderstellung nehmen deren beide auf Klaviermusik spezialisierte Labels ein, wo es IMO wirklich vilel zu entdecken gibt - sowohl an Repertoire - als auch um Interpreten, welche hier ja das Thema sind.

Label, wie cpo, Chandos, Hyperion hätte ich beinahe vergessen zu erwähnen, zum einen weil sie schon zu meinem täglichen Leben gehören, zum anderen weil sie in der Regel eher Nischenbereiche und Randbereiche des Mainstream abdecken und somit eine eigene Klientel und eigene Künstler haben. Natürlich von Ausnahmen abgesehen.

Jeder weitere Name den ich hier nenne ist eigentlich eine Bevorzugung- oder besser gesagt eine Benachteiligung aller Künstler, die ich hier NICHT nenne.
Daher nur allgemein, Es finden sich zahlreiche interessante Interpretem auf weniger bekannten englischen, französischen, italienischen, polnischen und canadischen Labeln, auf Deuschland, Schweit und Österreich hätte ich beinahe vergessen, ebenso wie auf die Skandinavier - hier überall gibt es noch viele zu entdecken
Eine Aufgabe, die meine Lebenserwartung übersteigt, vermutlich sogar, die von uns allen.
Als ich Tamino gründete, war ich 54 - her werde ich Ende Oktober 68, die Zeit ist wie im Flug vergangen - und ich habe sie - zumindest in Bezug auf Erweiterung meines musikalischen Horizonts genützt...

Kommen wir zum Kernpunkt: Hier sollen Aufnahmen vorgestellt werden, wo lokal bekannte Inerpreten zu hören sind, die zwar im Rampenlicht stehen, aber nicht unbedingt für ein "weltweit bekanntes" Label einspielen, sondern auf in ihrer Heimat bekannten Labels zu finden sind.

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

orsini

Anfänger

  • »orsini« ist männlich

Beiträge: 63

Registrierungsdatum: 9. Juli 2017

2

Dienstag, 29. August 2017, 23:01

Alternative Interpreten - da fällt mir spontan die rumänisch-britische Sopranistin Nelly Miricioiu (geboren 1952) ein, die sich vor allem als Interpretin unbekannterer Werke der Belcanto-Zeit einen Namen gemacht hat. Ihre Aufnahmen enstanden primär für das Label Opera rara. Mercadante, Rossini, Donzetti waren ihre Domäne.
Viele Ersteinspielungen heute fast unbekannter Opern sind "ihr Werk". Neben der Aufnahmetätigkeit trat sie an der Pariser Oper auf, am Teatro alla Scala in Mailand, am Royal Opera House Covent Garden, der Wiener Staatsoper, in der Arena von Verona, in San Francisco, Dallas, Philadelphia, Madrid, Rom, Montpellier, Hamburg, Frankfurt am Main, an der Deutschen Oper Berlin sowie an der Staatsoper Berlin und in Australien.

Hier einige Beispiele ihrer Aufnahmen
Man soll nicht lügen. Es sei denn, daß man mit der Wahrheit noch schlechter führe.
Curt Goetz