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La Roche

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271

Montag, 17. Juli 2017, 14:46

Sicher werden jetzt wieder Meckerer auf die Bühne kommen.

Gestern nachmittag auf 3 Sat gesehen: Krambambuli, mit Tobias Moretti. Ein ungeheuer beeindruckender und anspruchsvoller Film nach Marie von Ebner-Eschenbach. Für Freunde anspruchsvoller Heimat- und Tierfilme ein Muß!!

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Bertarido

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272

Montag, 17. Juli 2017, 15:02

Seit heute Nacht nach einer viel zu langen Pause endlich wieder Game of Thrones !!!

Karl

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273

Montag, 17. Juli 2017, 15:16

Es wundert mich fast ein bißchen, daß Fargo Staffel 1 und 2 noch nicht genannt wurden:

Fargo I und II

So spannend, daß ich mich bei der Fernsehausstrahlung immer auf die nächste Folge gefreut habe, anschließend wurden Staffel 1 und 2 als DVD erworben.

Denn der nächste Winter kommt bestimmt.

Agon

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274

Montag, 17. Juli 2017, 19:16



MAPS TO THE STARS

USA/KANADA, 2014

Regie: David Cronenberg

Darsteller: Julianne Moore, Mia Wasikowska, John Cusack, Evan Bird, Olivia Williams, Robert Pattinson, Sarah Gadon

Wie kein anderer Regisseur der Gegenwart hat es der Kanadier David Cronenberg geschafft, ein eigenes filmisches Universum zu kreieren. Er begann mit Experimental- und sog. "Bodyhorror"-Filmen (Scanners, Videodrome, The Fly) und entwickelte seinen Stil immer weiter, wurde subtiler, auch intellektueller. Er wandte sich der Literaturverfilmung zu (Naked Lunch), auch ein Theaterstück wußte er auf seine ihm eigene Art und Weise genial zu verfilmen, nämlich "M. Butterfly" mit dem grandiosen Jeremy Irons (auch in "Dead Ringers" in einer Doppelrolle zu sehen).
In seinem letzten Werk, unverfänglich und vermutlich bewußt verharmlosend "Maps to the Stars" genannt, hat er erstmals überhaupt in den USA gedreht und sich direkt der Filmhölle namens Hollywood angenommen. Nach einer Vorlage von Bruce Wagner inszeniert er hier eine Familientragödie, wie sie schlimmer und grauenhafter nicht sein könnte. Es ist dies ein Film über die (selbst)zerstörerische Kraft von Hollywood im Speziellen und die bürgerliche Gesellschaft im Allgemeinen.
Die Handlung kopiere ich hier von "Wikipedia" hinein, weil ich sie selber nicht besser erzählen könnte:
"Agatha Weiss reist von Florida nach Los Angeles, um ihre Familie zu treffen, welche sie vor sieben Jahren, nach dem Versuch ihren jüngeren Bruder Benjie und sich selbst durch ein Feuer zu töten, in eine psychiatrische Klinik abgeschoben hat. Benjie überstand den Vorfall ohne äußerlich sichtbare Verletzungen, während Agatha seither entstellt ist. Benjie ist inzwischen zu einem gefragten Kinderstar aufgestiegen, der mit nur 13 Jahren auf eine reichliche Erfahrung mit Suchtmitteln zurückblicken kann.
Agatha nutzt ihre Twitter-Kontakte zu Carrie Fisher, von der sie als persönliche Assistentin der früher gefeierten Filmschauspielerin Havana Segrand empfohlen wird. Dabei lernt sie den Autor und arbeitslosen Schauspieler Jerome Fontana kennen, der als Fahrer für einen Limousinenservice arbeitet, und beginnt eine Affäre mit ihm. Havana fühlt sich vom Geist ihrer verstorbenen Mutter verfolgt, von der sie sexuell mißbraucht wurde, weshalb sie regelmäßig den bekannten TV-Psychologen Dr. Stafford Weiss aufsucht, der sich mit fragwürdigen Methoden um seine ebenso prominente wie zahlungskräftige Klientel kümmert. Ebenso macht ihr fortgeschrittenes Alter und ihre langsam schwindende Attraktivität zu schaffen. Die Hauptrolle im geplanten Remake des Filmklassikers Stolen Water, der vor mehr als 50 Jahren ihre Mutter berühmt machte, soll ihr dabei helfen, ihren Mutterkomplex zu überwinden. Die Rolle geht zunächst an eine Konkurrentin, fällt aber dann aufgrund eines Unfalls mit tragischen Ausgang doch noch Havana zu. Kinderstar Benjie wird aufgrund der traumatischen Kindheitserlebnisse ebenso von Geistern verfolgt und erwürgt im Affekt beinahe seinen Co-Star, der ihm die Show zu stehlen droht, womit seine Karriere endet. Währenddessen hat Agatha Havana dabei beobachten müssen, wie sie es mit Jerome in seiner Limousine getrieben hat. Anschließend kommt es zum Streit zwischen Agatha und Havana, infolgedessen Agatha gefeuert wird und Agatha Havana erschlägt. Als sie von ihrem Bruder aufgesucht wird, entschließen sie sich, gemeinsam den Freitod zu wählen, indem sie sich zusammen eine Überdosis Tabletten verabreichen."
Also, diesen Film muß man sich wirklich erarbeiten. Cronenberg macht es dem Zuschauer, wie immer, nicht leicht. Und man sollte ihn m. E. mehrfach sehen, denn er ist so komplex, dicht und intensiv gearbeitet, jede Szene hat Bedeutung und Gewicht und Sinn.
Eine unglaubliche Leistung liefert die australische Jungschauspielerin Mia Wasikowska als vom Feuer gebrandmarkte Agatha Weiss, die hier wahrhaft um ihr Leben spielt. Mich hat kaum jemals eine Filmfigur so mitgenommen und beschäftigt wie diese.
Julianne Moore hat für ihre Darstellung der kaputten Altschauspielerin Havana Segrand in Cannes eine "Goldene Palme" bekommen. Die hat Sie auch verdient, aber Mia Wasikowska hätte das ebenfalls.
Ein Film, der absolute Konzentration und Aufmerksamkeit verlangt und der sich tief in die Seele gräbt.


David Cronenberg (Regisseur)
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

m-mueller

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275

Montag, 17. Juli 2017, 22:12

Wir haben jetzt verschiedene unserer Freunde, mit denen wir ab und zu mal Filme gucken, vor einen Film gezerrt: Man from Earth.

Da ich ihn jedesmal mitgucke, habe ich ihn bisher 5mal gesehen, und er gefällt mir immer noch ein Stückchen besser.

Es ist scheinbar ein science fiction-Film, tatsächlich ist es aber eine intelligente, unterhaltsame und nachdenklich machende Geschichte, die fast ganz ohne science-fiction-Elemente auskommt und eher philosophisch-geistesgeschichtliche Inhalte hat.

Wäre es ein Whisky, würde man sagen: der Film hat einen sehr langen Abgang. Man beschäftigt sich auch noch Tage danach damit.

http://www.manfromearth.com/

Agon

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276

Montag, 17. Juli 2017, 22:29

Was ich zu "Maps to the Stars" noch anmerken muß:

Man sollte den Film unbedingt im Original mit Untertiteln sehen, denn die deutsche Synchronisation ist unglaublich schlecht gemacht und verhunzt den ganzen Film. Deshalb hat er mir auch im Kino nicht sonderlich gefallen. Was ein Irrtum war, wie sich dann später herausstellte. Leider leiden viele Cronenberg-Filme unter einer schlechten deutschen Synchronisation. Vermutlich gelingt es den Sprechern einfach nicht, sich in die sehr spezifische Cronenbergsche Gedanken- und Gefühlswelt einzufinden. Aber dann sollte man es eben sein lassen und den Film gleich lediglich untertitelt bringen.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

Gregor

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277

Montag, 17. Juli 2017, 23:17

Sicher werden jetzt wieder Meckerer auf die Bühne kommen.

Gestern nachmittag auf 3 Sat gesehen: Krambambuli, mit Tobias Moretti. Ein ungeheuer beeindruckender und anspruchsvoller Film nach Marie von Ebner-Eschenbach. Für Freunde anspruchsvoller Heimat- und Tierfilme ein Muß!!

Warum Meckerer? Wer sollte warum denn hier was zu Meckern haben? ?(

Der Stoff ist ein Klassiker und wurde schon mehrfach verfilmt. Gibt es da nicht eine Verfilmung aus den 50er Jahren mit Adrian Hoven?

Gregor

Erich Ruthner

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278

Dienstag, 18. Juli 2017, 00:16

Krambambuli mit Adrian Hoven ist etwas mehr auf Heimatfilmwelle gemacht. Moretti ist authentischer.

Heute wiedergesehen: Der dritte Mann. Ich liebe ihn.
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Hosenrolle1

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279

Donnerstag, 10. August 2017, 17:13

Hallo


"Alien" (1979) von Ridley Scott.


LG,
Hosenrolle1
Keine Sorge, ich bin Arzt. Ihre spektakulären Brüste interessieren mich nicht.
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La Roche

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280

Donnerstag, 10. August 2017, 19:08

Warum Meckerer? Wer sollte warum denn hier was zu Meckern haben?
Warum? Heimatfilme haben leider oft das Image seichter Unterhaltung. Im Moretti-Film ist das nicht so. Es gibt weitere Verfilmungen mit Rudolf Prack (1940). Rudolf Prack spielt auch in einer Verfilmung von 1955 mit, da ist Adrian Hoven dabei. Beide Filme erreichen bei Weitem nicht die Qualität und Aussagekraft der Moretti-Darstellung.

Es sei mir ein kleiner Abstecher zur Literatur erlaubt. Auch Ganghofer wird oft als trivial verschrien. Dabei enthalten "Der Klosterjäger" und "Die Martinsklause" extrem viel Wahrheit und sogar (zugegeben oberflächliche) philosophische Wahrheiten. Beide Bücher wurden verfilmt, aber die Filme erreichen nicht das Niveau der Bücher.


Heute wiedergesehen: Der dritte Mann. Ich liebe ihn.
Der Film ist ein Klassiker, aber nicht mein Lieblingsfilm. Dennoch habe ich viele Erinnerungen an ihn. Vor 63 Jahren begann ich, Zither bei einem Lehrer zu lernen. Das Ergebnis brachte mich so weit, vor 58 Jahren bester Instrumentalsolist im Bezirk Gera zu werden, gegen Nachwuchspianisten, Akkordeonspieler, angehende Gitarristen u.a. Mein Siegertitel war eben "der dritte Mann" von Anton Karas aus diesem Film. Trotzdem gab ich das Zitherspielen danach auf, Gera war der falsche Ort. Ich hätte in Bayern leben müssen und hätte da sicher eine kleine Karriere in der Volksmusik machen können. Stattdessen lernte ich Saxophon und spielte als Student bis 1967 Elvis, Billy Vaughn, Ted Herold u.a. damalige Größen auf der Kanne.

Jetzt liebe ich außer Elvis, Billy Vaughn oder Ted Herold Bruckner, Mahler, Strauss und Wagner. Tolle Karriere.

Herzlichst La Roche
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dr.pingel

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281

Donnerstag, 10. August 2017, 19:19

Fleisch ist mein Gemüse gibt es als Buch (Heinz Strunk), als Hörspiel und als Film. Ein tragikomischer Einblick in die deutsche Provinz. Unterhaltung im besten Sinn.
Eichendorff, In der Fremde.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot/ da kommen die Wolken her,/ aber Vater und Mutter sind lange tot,/ es kennt mich dort keiner mehr./ Wie bald, wie bald kommt die stille Zeit,/ da ruhe ich aus und über mir/ rauscht die schöne Waldeinsamkeit,/ und keiner kennt mich auch hier (vertont von Robert Schumann).

Hosenrolle1

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282

Donnerstag, 10. August 2017, 23:10

Hallo,

jetzt: "Twins of Evil" von 1971, mit Peter Cushing, aus den HAMMER-Studios. Im englischen Original (was sonst?), in diesem streng limitierten Blu-ray Digibook.

LG,
Hosenrolle1



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musikwanderer

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283

Freitag, 11. August 2017, 10:22

Mit diesem fantastischen TV-Ereignis aus der versunkenen DDR falle ich ja richtig aus der Reihe :D Aber vor einigen Tagen habe ich mir diese zweiteilige DVD (entsprechend den vier Teilen des TV-Originals) aus dem Regal geholt. Ein großartiger Ulrich Thein (leider schon 1995 verstorben) spielt den Thomaskantor. Mir als Wessie sind die Darsteller unbekannt gewesen (und ich könnte nicht behaupten, dass sich das seit der Wende geändert hätte): Ich kannte Angelika Waller, Franziska Troegner, Christian Steyer nicht - ich habe auch später bewusst nie etwas von ihnen gehört. Aber immerhin kannte ich einige der Musik-Interpreten: Das Neue Bachische Collegium Musicum Leipzig, der Leipziger Universitätschor, das Berliner SO unter Kurt Sanderling, Hans Pischner (ist mir vor einiger Zeit durch Chrissy wieder mal namentlich untergekommen), Thomaschor und Gewandhaus-Orchester unter Kurt Thomas und Gothard Stier, der Bassist. Um nur einige wenige hier zu nennen. Ein lohnender Genuss.
:hello:
.

MUSIKWANDERER

Hosenrolle1

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284

Freitag, 11. August 2017, 21:59

Gestern Abend habe ich wieder mal Coppolas Film "Dracula" gesehen.



Toller Film; guter Aufbau, bildgewaltig dabei sehr erotisch.

Uwe

Mein Tipp: kauf dir die Blu-ray in 4K (nicht die Erstauflage!), das ist die bisher beste Version des Films.



Die DVD-Erstauflage hatte ein scheußliches, überbelichtetes Bild.


LG,
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Bertarido

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Freitag, 11. August 2017, 22:29

David Lynch ist für mich ein Genie. :hail: Ich weiß nicht, wie oft ich seine Filme schon gesehen habe. In den letzten Wochen mal wieder die alten "Twin Peaks"-Folgen, um für die gerade laufende Season 3 gerüstet zu sein. Wer hätte gedacht, dass es nach 25 Jahren eine Fortsetzung gibt? Und eben lief "Blue Velvet", auch ein Meisterwerk. Das war damals im Kino meine allererste Bekanntschaft mit dem Filmschaffen von Lynch.


Hosenrolle1

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Freitag, 11. August 2017, 22:36

"Blue Velvet" habe ich zu meiner Schande nie gesehen, weil ich Kyle McLachlan, den ich immer noch aus "Showgirls" (brrrr) in Erinnerung habe, nicht wirklich mag. Aber ich werde mich noch mal überwinden :D

Großartig finde ich "Mulholland Drive", von dem jetzt in England auch eine 4K-Blu-ray erschienen ist, die wirklich großartig aussieht - hoffentlich kommt die auch noch zu uns! (Leider ist der Film ja überall leicht zensiert worden, wegen Lynch ...)


LG,
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Agon

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Freitag, 11. August 2017, 22:45

Großartig finde ich "Mulholland Drive", von dem jetzt in England auch eine 4K-Blu-ray erschienen ist, die wirklich großartig aussieht - hoffentlich kommt die auch noch zu uns! (Leider ist der Film ja überall leicht zensiert worden, wegen Lynch ...)

"Mulholland Drive" ist zensiert worden? Da habe ich noch nie was von gehört. Was soll denn da zensiert worden sein?
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Bertarido

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Freitag, 11. August 2017, 22:52

"Blue Velvet" habe ich zu meiner Schande nie gesehen, weil ich Kyle McLachlan, den ich immer noch aus "Showgirls" (brrrr) in Erinnerung habe, nicht wirklich mag. Aber ich werde mich noch mal überwinden
Dann hast Du auch "Twin Peaks" nicht gesehen? :?:


"Mulholland Drive" ist zensiert worden? Da habe ich noch nie was von gehört. Was soll denn da zensiert worden sein?
Ist mir auch neu.

AcomA02

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Freitag, 11. August 2017, 23:01

Hallo

Un plus une
Frankreich 2015

Liebesfilm, der in Indien spielt.

LG Siamak

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Freitag, 11. August 2017, 23:01

"Mulholland Drive" ist zensiert worden? Da habe ich noch nie was von gehört. Was soll denn da zensiert worden sein?

In der Szene, wo Laura Harring kurz nackt zu sehen ist, hat Lynch veranlasst, dass auf allen Kopien, sei es auf VHS, DVD oder Blu-ray oder Fernsehausstrahlungen, an der heikelsten Stelle geblurrt wird. Nur im Kino war das unzensiert zu sehen.

Laut eigener Aussage hat er das gemacht, damit keine Bilder der Darstellerin im Internet auftauchen. Eine durchaus ehrbare Absicht, aber ich frage mich, wieso drehe ich eine full frontal nudity Szene, um sie hinterher zu zensieren? Hätte es nicht gereicht, sie von der Taille aufwärts zu filmen? Man sieht diesen Blurr-Effekt nämlich deutlich, und es wirkt einfach eigenartig.

Damit kein Missverständnis aufkommt: mir geht es NICHT darum, sie nackt zu sehen, sondern um das Prinzip, dass ich keine Filme oder Serien kaufe, die in irgendeiner Form zensiert ist, seien es gekürzte Szenen, oder Dinge, die man unkenntlich macht. Hätte man in dem Film stattdessen etwa eine Cola-Flasche geblurrt, damit man das Logo nicht sieht, hätte mich das ebenfalls gestört.


LG,
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291

Freitag, 11. August 2017, 23:02

Dann hast Du auch "Twin Peaks" nicht gesehen? :?:

Du meinst den Originalfilm? Oder die Serie jetzt?


LG,
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292

Freitag, 11. August 2017, 23:05

Dann hast Du auch "Twin Peaks" nicht gesehen? :?:
Du meinst den Originalfilm? Oder die Serie jetzt?


LG,
Hosenrolle1

Was heißt Originalfilm? Die Serie ist das Original, der Film wurde dann als Prequel nachgeschoben (und ist nicht besonders gut gelungen). Ich habe gefragt, weil Kyle McLachlan in der Serie ja nun mal die Hauptrolle spielt. Im Film wollte er dann nicht mehr so prominent auftreten, um nicht auf diesen Typ festgelegt zu werden.

Die Season 1 von Twin Peaks gehört zum Besten, was je im Fernsehen gelaufen ist. Season 2 hat dann nach den ersten Folgen nachgelassen, aus verschiedenen Gründen, die hinlänglich bekannt sind.

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Freitag, 11. August 2017, 23:09

Ah, sorry, da hab ich was durcheinander gebracht. Nein, Twin Peaks habe ich nicht gesehen, aber Blue Velvet würde mich auch mehr interessieren.


LG,
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Freitag, 11. August 2017, 23:10

In der Szene, wo Laura Harring kurz nackt zu sehen ist, hat Lynch veranlasst, dass auf allen Kopen, sei es auf VHS, DVD oder Blu-ray oder Fernsehausstrahlungen, an der heikelsten Stelle geblurrt wird. Nur im Kino war das unzensiert zu sehen.

Laut eigener Aussage hat er das gemacht, damit keine Bilder der Darstellerin im Internet auftauchen. Eine durchaus ehrbare Absicht, aber ich frage mich, wieso drehe ich eine full frontal nudity Szene, um sie hinterher zu zensieren? Hätte es nicht gereicht, sie von der Taille aufwärts zu filmen? Man sieht diesen Blurr-Effekt nämlich deutlich, und es wirkt einfach eigenartig.

Ich weiß nicht, was "geblurrt" sein soll.
Ich habe die Szene jetzt auch nicht vor mir. Ich habe den Film aber im Kino gesehen und dann halt später auf DVD. Ich konnte da keine Abweichungen ausmachen.
Wenn es so ist, wie Du schreibst, dann hat Lynch das ja aus eigenem Willen heraus so gemacht, und es entstellt nicht die Handlung und/oder die Wirkung/Aussage des Films. Man kann also damit leben.
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Freitag, 11. August 2017, 23:11

Ah, sorry, da hab ich was durcheinander gebracht. Nein, Twin Peaks habe ich nicht gesehen, aber Blue Velvet würde mich auch mehr interessieren.

LG,
Hosenrolle1

Meine Lieblingsfilme von Lynch sind "Lost Highway" und eben "Mullholland Drive". Aber auch "Wild at Heart" ist genial. "Inland Empire" war dann ziemlich abgedreht, den muss ich mir noch einmal anschauen.

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296

Freitag, 11. August 2017, 23:24

Ich habe die Szene jetzt auch nicht vor mir. Ich habe den Film aber im Kino gesehen und dann halt später auf DVD. Ich konnte da keine Abweichungen ausmachen.
Dann sei froh darüber. Die meisten anderen haben es sehr deutlich gesehen, und es gibt zahlreiche Diskussionen und Forderungen nach ungeschnittenen Ausgaben. Im Kino lief er unzensiert.


Wenn es so ist, wie Du schreibst, dann hat Lynch das ja aus eigenem Willen heraus so gemacht, und es entstellt nicht die Handlung und/oder die Wirkung/Aussage des Films. Man kann also damit leben.
DU kannst damit leben, viele andere, mich eingeschlossen, nicht, weil es um das Prinzip geht: Filme sind Kunst, und sollten in Ruhe gelassen werden, auch von den Regisseuren, die ihre eigenen Werke verschandeln - Stichwort George Lucas und Star Wars. Geblurrt wird im amerikanischen Fernsehen, aber bitte nicht auf DVDs oder Blu-rays, für die man als erwachsener Zuseher Geld bezahlt. Ich möchte den Film so sehen, wie er gedreht wurde.


LG,
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Agon

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297

Freitag, 11. August 2017, 23:35

Das, was Du hier bemängelst, ist keine Verschandelung. Und es ist völlig irrelevant. An sowas kann ich mich noch nicht mal im Ansatz stören.

Es gibt wirkliche Zensuren und Verschandelungen zuhauf in der Filmgeschichte. Darum sollte man sich kümmern.
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chrissy

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298

Freitag, 11. August 2017, 23:52

Mit diesem fantastischen TV-Ereignis aus der versunkenen DDR ... Ein lohnender Genuss.
Das Dir dieser Film gefallen hat und Deine Einschätzung freut mich sehr, lieber MW und ich kann sie Dir bestätigen.
Gerade im historischen Genre, gab es viele großartige, hervorragende Filme, toll inszeniert mit großartigen schauspielerischen Leistungen.
Einen weiteren mehrteiligen Film, den es bestimmt auch auf DVD gibt, kann ich hier empfehlen "Sachsens Glanz und Preußens Gloria".
Großartig auch viele Literaturverfilmungen, z. B. von Hans Fallada, einem meiner Lieblingsschriftsteller, "Wolf unter Wölfen, Jeder stirbt für sich allein"
und besonders "Kleiner Mann, was nun". Inszenierung, Regie, schauspielerische Leistung - vom Allerfeinsten.

Herzliche Grüße
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

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299

Samstag, 12. August 2017, 00:08

Das, was Du hier bemängelst, ist keine Verschandelung. Und es ist völlig irrelevant. An sowas kann ich mich noch nicht mal im Ansatz stören.

Es ist für DICH keine Verschandelung. Freu dich darüber, und genieße weiterhin deine DVD.

Was für dich irrelevant ist, ist für andere störend und sehr wohl eine Verschandelung und ein Grund, vom Kauf dieser Scheibe abzusehen. Wie überall gibt es auch hier unterschiedliche Ansichten, und nicht nur eine richtige. ;)


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Theophilus

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300

Samstag, 12. August 2017, 03:27

Ich möchte den Film so sehen, wie er gedreht wurde.

Das ist ein ziemlich witzloses Argument, denn du siehst grundsätzlich keinen Film so, wie er gedreht wurde. Das Rohmaterial wird erst durch den Vorgang des Schneidens überhaupt zu einem vorzeigbaren Produkt. Und es gibt genug Filme in verschiedenen, durchaus offiziellen Schnittfassungen, teilweise mit und teilweise auch ohne Wohlwollen seitens des Regisseurs. Und so wie man einem Komponisten zugestehen muss, von einem Werk eine Zweitfassung herzustellen, kann wohl auch ein Regisseur Gründe haben, unterschiedliche Fassungen eines Filmes herzustellen.