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Harald Kral

Erleuchteter

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181

Freitag, 11. Januar 2013, 11:21

alles in einer Box:

Harald

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(Vinícius de Moraes)

rodolfo39

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182

Freitag, 11. Januar 2013, 11:27

Leider besitze ich meine Verdi Gesamt Editon nur auf Musikkassette, da ich im Verdi Jahr 2001 bei ( damals noch Bayern 4 ) sämtliche Aufnahmen auf Kassette mitgeschnitten habe. Eine meiner Lieblingsopern von Verdi ist der Stiffelio, allein schon durch die Gänsehaut Arie und die Stretta des Stankar im dritten Akt. Bin vor 2 Jahren extra nach Wien gefahren um die Oper zu sehen, war aber sehr enttäuscht. Cura ist kein Stiffelio und brüllt die Partie einfach nur herunter, genau so wie seinen Othello und der Stankar von Anthony Michels Moore war leider auch eine reine Enttäuschung, obwohl er mit zu meinen Lieblings Baritonen zählt. Lag vielleicht auch daran, dass ich den Stiffelio zum ersten Mal an der Met mit Domingo und Sonja Radvanosky gesehen habe, und dann sind die Erwartungen doch hochgesteckt. Auf Classica werden zur Zeit auch alle Verdi Opern gezeigt.

John Doe

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183

Freitag, 11. Januar 2013, 11:50

@Harald

Diese Box schaut interessant aus, aber für Macbeth.1 und Simon Boccanegra.1 werd ich mich wohl an Opera Rara halten müssen.. Außerdem darf ich da sowiso nicht allzu sehr nachdenken darüber, da mich Verdi-Opern auf Deutsch ja auch noch interessieren und ich auch nichts gegen gute Monos habe!

Ich glaube, da bahnt sich gerade mein nächstes Großprojekt an: die Vollendung meiner Verdi-Sammlung!

John Doe
;(

Alfred_Schmidt

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184

Freitag, 11. Januar 2013, 13:45

Die von Harald empfohlen Box ist sicher für viele interessant, wer aber bereits ein Gutteil der darin enthaltenen CDs sein eignen nennt, der wird vielleicht Einzelveröffentlichungen vorziehen.
Als die jetzigen Einzelveröffentlichungen zum Billigpreis erschienen sind - wurden kurze Zeit die Normalpreis-Kassetten zum Preis der Billigeditionen abverkauft., die schöner aufgemacht waren und zudem das Libretto enthielten. Man muß sich selber kennen - Ich habe einst ein der Callas Boxen (mit sämtlichen Studioaufnahmen auf 70 cds gekauft) - und sie steht nahezu unberührt bei mir zuhause..... Dennoch war sie der RICHTIGE Kauf - denn von Callas hatte ich - aus Abneigung gegen die Stimme - und auch wegen der Tonqualität - fast nichts im Archiv.
Nach dieser (zu) ausführlichen Einleitung komme ich zur Empfehlung einer Einzel-CD - genau aus dieser Serie, die für alle jene interessant sein mag, die gar nicht vor haben den kompletten frühen Verdi zu erwerben - oder aber die schon vieles davon besitzen und lediglich ergänzen möchten.Verdis "I MASNADIERI", 1847 in London uraufgeführt. Die Besetzung an sich ist schon ein Traum, die Tontechnik - obwohl analog von 1974 - vorzüglich. Wie schon gewohnt, ist es möglich durch anklicken des Coverbildes (ich erwähne es für die Mitleser, die das vielleicht noch nicht wissen) in die jpc Tonbeispiele hineinzuhören.

Die Inhaltsangabe findet sich wieder im Tamino-Opernführer
VERDI, Giuseppe: I MASNADIERI

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

Wo ein Internetforum ist, da ist auch der Teufel nicht weit
(Alfred Schmidt)

Mme. Cortese

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185

Freitag, 11. Januar 2013, 22:51

Ich möchtre mich dieser Empfehlung nachdrücklich anschließen. Ich besitze neben dieser GA noch diejenige mit Sutherland/Bonisolli und bin der Ansicht, dass die beiden letztgenannten dem Duo Caballe/Bergonzi nicht das Wasser reichen können.

LG

Mme. Cortese
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

John Doe

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186

Freitag, 11. Januar 2013, 23:04

Ich besitze neben dieser GA noch diejenige mit Sutherland/Bonisolli und bin der Ansicht, dass die beiden letztgenannten dem Duo Caballe/Bergonzi nicht das Wasser reichen können
Dem kann ich nur beipflichten. Die alte Philips-Aufnahme, die jetzt unter Decca firmiert, ist die beste, wobei diese frühen Verdi-Opern unter Gardelli in ihrer Gesamtheit eh nicht zu übertreffen sind.

John Doe

Harald Kral

Erleuchteter

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187

Montag, 11. Februar 2013, 10:27

Premiere vor 170 Jahren: Verdis "Lombarden auf dem ersten Kreuzzug"

I Lombardi alla prima Crociata
(Die Lombarden beim Ersten Kreuzzug),
Lyrisches Drama in 4 Akten von Giuseppe Verdi.
Text von Temistocle Solera nach einem gleichnamigen Epos von Tommaso Grossi (1826).
Uraufführung: 11.2.1843 Mailand, Teatro alla Scala
mit Erminia Frezzolini • Teresa Ruggeri • Carlo Guasco • Severi • Prosper Dérivis • Marconi • Rossi • Vairo • Gandaglia



[Neufassung als Jérusalem (mit französischem Libretto), 26.11.1847 Grand Opéra Paris mit Juliane Van Gelder • Gilbert Duprez • Charles Portheau • Adolphe Alizard • Hippolyte Bremont.]

LG

:hello:
Harald

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hami1799

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188

Montag, 11. Februar 2013, 13:12

... denn von Callas hatte ich - aus Abneigung gegen die Stimme - und auch wegen der Tonqualität - fast nichts im Archiv.


?????? Meinst Du jetzt, wenn sie einkaufen ging, oder auf der Bühne stand? :no: :no: :no:

musikwanderer

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189

Mittwoch, 14. August 2013, 18:30

Gerade die Alzira ist IMO ein zu Unrecht vergessenes Juwel, die Handlung hat schon fast humanistische Züge und es gibt gut eineinhalb Stunden wunderbare Musik.

Nicht ganz so vergeßlich waren zum Glück die Labels:


Beide Aufnahmen halte ich für in etwa gleichwertig, mein persönlicher Geschmack tendiert aber zur älteren Aufnahme unter Gardelli. :pfeif:

Viele Grüße
Elisabeth

Ich greife an dieser Stelle Elisabeths Beitrag noch einmal auf: Im "Was hört ihr gerade?"-Thread habe ich diese ALZIRA gepostet, und zwar in der Aufnahme unter Fabio Luisi. Leider kenne ich die Einspielung unter Gardelli (noch) nicht, kann daher nur über Luisis Interpretation urteilen.

Zunächst einmal ist mir die Einlassung Verdis, ALZIRA sei "eigentlich schlecht" unverständlich, denn er hat eine fantastische Musik geschrieben. Da ich aber auch nur diese beiden Worte kenne, nicht sein vollständiges Urteil, weiß ich auch nicht zu beurteilen, wo sich das "uneigentlich", das Gute dann wohl, verstecken könnte. Ich war jedenfalls von der Musik mehr als angetan. Ich könnte mir vorstellen, dass die hier vorliegende Dreiecksgeschichte, die, entsprechend der Vorlage Voltaires, bei den Inkas in Peru spielt, Verdi später zu der Erkenntnis brachte, er habe die menschlichen Konflikte musikalisch ungenügend herausgearbeitet. Dass der Maestro den Handlungsort einfach unbeachtet ließ, soll heißen: dass er auf jede musikalische Exotik verzichtete, beweist mir, dass ihm das völlig gleichgültig war.

Mit den solistischen Leistungen bin ich vollkommen zufrieden: Ramon Vargas als Zamoro überzeugt mich vollkommen, Marina Menscheriakova in der Titelrolle hat für meinen Geschmack zwar viel Vibrato in der Stimme, aber je weiter die Handlung fortschreitet, desto sicherer wirkt sie auf mich. Auch an Paolo Gavanelli als Gusmano vermag ich nichts auszusetzen und auch die anderen Partien sind rollenabdeckend besetzt.

Eine hörenswerte Oper, jedem Opernliebhaber zu empfehlen. Nach meinen Recherchen gibt es vierzehn Aufnahmen von diesem Werk, darunter bei Line auch eine deutschsprachige mit Elisabeth Schwarzkopf noch aus "Reichs"-Zeiten. Da hat der Musikfreund ja wirklich die Qual der Wahl...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

musikwanderer

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190

Donnerstag, 15. August 2013, 17:28

Im Beitrag 177 hat Alfred auf den ATTILA in der Interpretation von Riccardo Muti verwiesen. Ich habe völlig neu in meiner Verdi-Diskografie diese Oper von Lamberto Gardelli dirigiert.

Dass eine Oper nicht unbedingt die Historie korrekt darstellt, ist kein Geheimnis. Auch dem Gespann Solera/Verdi war das bei ATTILA gleichgültig. Es galt, Dramatik und Emotionen herauszuarbeiten. Und in der nebenstehenden Aufnahme, für mich wieder ein bisher unbekanntes Juwel aus Verdis Feder, gelingt das Lamberto Gardelli hervorragend. Sein zupackendes Dirigat reißt Orchester (das Philharmonic Orchestra) und den Chor (die Ambrosian Singers) ebenso mit, wie die Solisten. Das schreibt allerdings einer, der nur diese Aufnahme kennt, keine der (erstaunlich vielen) anderen Einspielungen.

Ruggero Raimondi sieht in Attila weniger den brutalen Machtmenschen (was ja auch möglich wäre), sondern eher einen sehnigen, überlegt handelnden Herrscher. Sein im Verlauf der Handlung sich zu seinem Gegner wandelnde römische Heerführer Ezio wird von Sherrill Milnes mit einer bisweilen ähnlich klingenden Stimme, aber mit Verve gesungen. Der Foresto ist Carlo Bergonzi anvertraut und er singt seinen Part, wie ich es nicht anders erwartet habe, nicht nur überwältigend, sondern auch glaubhaft schön. Auch Christina Deutekom in der Rolle der Odabella ist nach meinem Eindruck optimal besetzt. Jedenfalls erscheint mir ihre rollentypische Entschlossenheit gesanglich klug eingesetzt; ich nehme ihr die wilde Entschlossenheit, Attila mit eigener Hand zu töten, ab. Die Partien des Uldino und des Papstes Leone sind rollendeckend Riccardo Cassinelli und Jules Bastin anvertraut. Eine tolle Musik und jedem Musikfreund dringend zu empfehlen...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

William B.A.

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191

Dienstag, 2. August 2016, 04:08

Ich habe vorhin diese Oper auf Classica gesehen:


Giuseppe Verdi
Givanna D'Arco


Orchestro del Teatro Regio di Parma
Coro del Teatro Regio di Parma
Dirigent: Bruno Bartoletti

Giovanna: Svetla Vassileva
Giacomo: Reanto Bruson
Delil: Luigi Petroni
Carlo VII: Evan Bowers
Talbot: Maurizio Piccoloi
Inszenierung: Gabriele Lavia
AD: 2008

Ich habe etliche von Verdis unbekannten Opern in meiner Sammlung, aber diese noch nicht. Von der Aufführung war ich derart begeistert, dass sich das baldigst ändern wird. Von der grandiosen Sopranistin Svetla Vassileva (Bulgarien), deren Alter ich leider nicht in Erfahrung bringen konnte, kann ich nur schwärmen, so frisch singt sie und so natürlich, und so bewegt sie sich auch auf der Bühne.
Renato Bruson, der ihren Vater Giacomo singt, ist mir in bester Erinnerung und dirigiert das ständig vorwärtstreibende Geschehen souverän.
Evan Bowers als Carlos VII. zeigt sich seiner Rolle musikalisch gewachsen, bewegt sich aber ansonsten etwas hölzern auf der Bühne. Die übrigen Protangonisten konnte ich nicht verifizieren, da ich die Oper ja auch nicht kenne.
Größtes Lob kann ich jedoch an Chor, Orchester und an den Dirigenten Bruno Bartoletti verteilen, der zum Zeitpunkt der Aufnahme wohl schon 82 Jahre alt war.
Warum diese Oper m. E. zu Unrecht vergessen ist, ist einmal der konzentrierten Abfolge der Chorszenen, und zum anderen dem ständigen temporal-dynamischen Impetus der Handlung zu verdanken, in der es keinen Stillstand gab. Überflüssig zu erwähnen, dass natürlich auch melodiös diese Oper zum Besten gehört, was Verdi jemals komponiert hat, und das heißt, auch zum Besten gehört, was jemals komponiert worden ist.

Liebe Grüße

Willi :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Gerhard Wischniewski

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192

Dienstag, 2. August 2016, 11:24

Lieber Willi,

ich kenne alle Opern von Verdi, habe im Leben etwa die Hälfte davon auf der Bühne gesehen und besitze die meisten auf Cd und DVD. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum einzelne davon so in Vergessenheit geraten sind, selbst nicht einmal Oberto oder Un Giorno di Regno. Auf DVD fehlen mir nur noch vernünftige Aufnahmen von Oberto und I Masnadieri. Natürlich kann man die frühen Opern nicht mit den späten Meisterwerken wie Aida, Otello oder Falstaff vergleichen. Aber reizvoll sind sie für interessierte Opernfreunde doch alle.

Liebe Grüße
Gerhard
Gar nichts liegt mir daran, ob man meine Sachen gibt: mir liegt einzig daran, dass man sie so gibt, wie ich's mir gedacht habe; wer das nicht will und kann, der soll's bleiben lassen.
(Richard Wagner an Ferdinand Heine, Dezember 1852)

Alfred_Schmidt

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193

Dienstag, 2. August 2016, 12:33

@ William B.A.
Wenn meine Recherche korrekt ablief dann sollte es sich bei der in Beitrag 191 vorgestellten Giovanna D'Arco um die hier von mir von youtube verlinkte Aufnahme. Landet auf meiner Wunschliste....
Die Sänger wurden zwar in einer Rezension eines Internet Users eher negativ beurteilt, aber das ist natürlich eine Geschmacksfrage und wie streng man das sieht. Anhänger konventionelle Inszenierungen werden gerne kleinere Abstriche hinnehmen, wenn wenigstens die Ausstattung stimmt.



mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

Wo ein Internetforum ist, da ist auch der Teufel nicht weit
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Caruso41

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194

Dienstag, 2. August 2016, 12:37

Auf DVD fehlen mir nur noch vernünftige Aufnahmen von Oberto und I Masnadieri

Lieber Gerhard!

Ganz brauchbar ist vielleicht die Aufzeichnung aus Neapel von März 2012.
Das müsstest Du auch als eingefleischter Gegner aktualisierender Inszenierungen aushalten, obwohl die Kostüme nicht historisch und die Kulissen gewöhnungsbedürftig sind. Regie aber findet nicht statt. Alles in allem wird ganz ordentlich, teilweise richtig gut gesungen!


Zitat

Giuseppe Verdi
I masnadieri

Massimiliano - Giacomo Prestia
Carlo - Aquiles Machado
Francesco - Artur Rucinski
Amalia - Lucrecia Garcia
Arminio - Walter Omaggio
Moser - Dario Russo
Rolla - Massimiliano Chiarolla
San Carlo Theatre Ballet School
San Carlo Theater Chorus and Orchestra
Nicola Luisotti, conductor

Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Gerhard Wischniewski

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195

Dienstag, 2. August 2016, 21:20

Zitat

Zitat von Caruso: Das müsstest Du auch als eingefleischter Gegner aktualisierender Inszenierungen aushalten

Lieber Caruso,

so eingefleischt wie du es sagst, bin ich wohl nicht, das habe ich schon an verschiedenen Stelle hier betont, indem ich aktualisierte Aufnahmen benannt habe und besitze, mit denen ich mich durchaus anfreunden konnte, weil sie die Handlung nicht verdrehen und die Spielorte der Handlung laut Libretto durchaus - wenn auch in modernerer Kulisse - erkennen lassen, und nicht nicht unnötige Personen und Zutaten oder alberne Aktionen hinzufügen oder gar ins Gegenteil verkehren. Das habe ich auch zuletzt noch bei der modernisierten Fassung der "Manon Lescaut" ausgedrückt. Bei Inszenierungen mit historischen Hintergrund allerdings (z.B. Julius Caesar, Giovanna D'Arco und vielen anderen) erwarte ich auch, dass die zeitliche Einordnung stimmt.

Liebe Grüße
Gerhard
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William B.A.

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Mittwoch, 3. August 2016, 19:34

Zitat

Alfred Schmidt: Wenn meine Recherche korrekt ablief dann sollte es sich bei der in Beitrag 191 vorgestellten Giovanna D'Arco um die hier von mir von youtube verlinkte Aufnahme handeln.

So ist es, lieber Alfred. Ich habe die negative Beurteilung des Users auch gelesen, kann ihr aber nicht folgen.

Liebe Grüße

Willi :)
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9079wolfgang

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197

Mittwoch, 3. August 2016, 21:23

Zitat

Musikwanderer: Im Beitrag 177 hat Alfred auf den ATTILA in der Interpretation von Riccardo Muti verwiesen. Ich habe völlig neu in meiner Verdi-Diskografie diese Oper von Lamberto Gardelli dirigiert

Hallo, Manfred!

Je öfter ich diese Oper höre (ich komme gerade aus dem Urlaub zurück), desto mehr liebe ich sie. Welch ein Melodienreigen! Ich besitze auch mehrere Aufnahmen davon, u. A. deine eingestellte Aufnahme von Philips. Momentan läuft eine Aufnahme der Nationaloper Sofia mit Nicola Ghiuselev als Attila. Der singt natürlich mit seinem schwarzen Baß sehr viel furchteinflößender als Raimondi. Aber das ist halt Geschmacksache. Morgen lege ich wieder eine Videoaufnahme (leider keine DVD) in den Player. Da singt Jewgenji Nesterenko in einer Besetzung der Arena di Verona eine für mich einen stimmlich optimalen und bedrohlichen Attila und Maria Chiara eine hervorragende Odabella.



Gruß Wolfgang
W.S.

Caruso41

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198

Samstag, 6. August 2016, 17:40

Die Opernfestspiele Heidenheim, seit 2009 unter der künstlerischen Leitung des Nürnberger Generalmusikdirektors und gebürtigen Heidenheimers Marcus Bosch, beginnen in diesem Jahr mit "Oberto" eine Serie, die chronologisch die frühen Opern Verdis vorstellt. In den kommenden fünf Jahren sollen diese Opern in aufs Wesentliche konzentrierten, kammerspielartigen Inszenierungen aufgeführt werden.

Zu entdecken ist ein aufregendes Frühwerk.
Was Giuseppe Verdi in seinen späteren Opern so genial in Musik zu setzen wusste – die fatale Vermengung von politischer und privater Tragödie –, ist hier - in seiner frühesten Oper - schon angelegt. Umso erstaunlicher wirkt dann, dass "Oberto" heute zu den so gut wie vergessenen Opern zählt. Die Kritik war schon bei der ersten Aufführung enthusiastisch. Der Kritiker von "La Moda" schrieb prophetisch: "Oberto ist sehr schön, in manchen Passagen geradezu erhaben. Verdi lehnt sich in keiner Weise an Donizetti, Bellini oder Mercadante, geschweige denn an Rossini an. Er hat das Spiel aus eigener Kraft gewonnen: ein glänzender Erfolg steht ihm bevor."


Samstag, 6. August 2016

Opernfestspiele Heidenheim
Festspielhaus Congress Centrum
Aufzeichnung vom 4. August 2016

Giuseppe Verdi
"Oberto, conte di San Bonifacio"
Oper in zwei Akten
Libretto: Antonio Piazza und Temistocle Solera

Oberto, Graf von San Bonifacio - Woong-jo Choi, Bass
Leonora, seine Tochter - Anna Princeva, Sopran
Cunzina, Schwester des Ezzelino - Katerina Hebelkova, Sopran
Riccardo, Graf von Salinguerra - Adrian Dumitru, Tenor
Imelda, Cunzinas Vertraute - Daniela Banasova, Mezzosopran
Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn
Cappella Aquileia
Leitung: Marcus Bosch
;) - ;) - ;)

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9079wolfgang

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199

Samstag, 6. August 2016, 21:56

Hallo, Caruso!

Gut, daß ich mal wieder an OBERTO erinnert werde. Diese Oper habe ich lange nicht mehr aufgelegt. Sie gehört zu den schönsten Verdi-Opern. Ich besitze sie in Vinyl, muß sie aber in meiner Sammlung wieder heraussuchen. Hier die CD-Ausgabe meiner Besetzung, die ich für optimal halte:

W.S.

William B.A.

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200

Donnerstag, 18. Mai 2017, 23:17

Ich werde demnächst in einem neuen Thread alle Verdi-Opern in der Tutto-Verdi-Edition (Ich berichtete im "Frisch-erstanden-Thread" darüber) in dieser Ausgabe vorstellen:



Cuniza: Mariana Pentcheva
Riccardo: Fabio Sartori
Oberto: Giovanni Battista Parodi
Leonora: Francesca Sassu
Imelda: Giorgia Bertagni
Orchestra e Coro del Teatro Regio di Parma
Dirigent: Antonello Allemandi
Regie: Pier Alli

AD: 16. & 23. 10. 2007, Busseto, Teatro Verdi

Über Giovanna D'Arco aus der gleichen Ausgabe hatte ich ja hier schon kurz berichtet.

Liebe Grüße

Willi :)
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2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

La Roche

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201

Freitag, 19. Mai 2017, 10:59

Verdis Musik auch seiner unbekannteren Opern ist so toll, daß man im Kanon 28 Werke aufnehmen müßte.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer