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Bernhard

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61

Donnerstag, 9. Juli 2009, 21:52

Guten Tag

Zitat

Original von buccinator
Kurze Frage meinerseits mal an den hier versammelten erlauchten Expertenkreis zur Besetzung der Toccata, die der Oper "L'Orfeo" von Claudio Monteverdi vorangestellt ist:
Handelt es sich um eine reine Trompetenbesetzung ( inkl. der
"Bordunstimmen" ), oder ist diese Toccata u.a. auch mit Posaunen oder anderen Instrumenten im Sinne eines "broken consorts" besetzt....?


Monteverdi schrieb:

"Diese Toccata soll man vor dem Heben des Vorhanges dreimal spielen,
mit allen Instrumenten.
Wenn man die Trompeten mit Dämpfern spielen lassen will,
muß man um einen Ton höher spielen lassen"


Die Hoftrompeter standen wahrscheinlich vor den noch geschlossenen Vorhang, das Orchester saß wohl dahinter.
Wegen der Klangbalance und um die Zuhörer nicht zu erschrecken sollten die Trompeten gedämpft werden.
Diese Eingangstoccata wird gerne als erste Opernovertüre bezeichnet, sie hat mit der eigentlichen Oper aber nichts zu tun.
Sie ist eine Fanfare, die "Gonzagafanfare" der Herzöge zu Mantua, ihr musikalisches Wappen und Erkennungszeichen.
(Sie findet man auch als Einleitungssatz der dem Papst Paul V. gewidmeten Marienvesper).

Zitat

M.E. müsste es sich um eine reine Trompetenbesetzung im Sinne eines höfischen 5 stg. Trompetenensembles handeln, allein schon weil die Regeln der zünftischen Ordnung jener Zeit Anderes verboten hätten. Aber es gibt auch hier abweichende Meinungen....


Die Herzöge von Mantua hatte das Recht Trompeter zu halten, die Trompeter und Trommler/Paukenisten gehörten aber zum Militär, nicht zu den Hofmusikern.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

Joseph II.

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62

Sonntag, 26. Dezember 2010, 14:52



Ich breche nochmal eine Lanze für die Aufnahme von Emmanuelle Haïm.
Ian Bostridge als Orfeo ist für mich die Idealbesetzung (sehen manche aber auch anders, man muß sich nur diesen Thread von Anfang an durchlesen). Er hat das nötige Feuer und das Timbre finde ich wunderbar.
Die Aufnahme ist in der Tat sehr "weltlich" und "opernhaft", aber das paßt ja für die (angeblich) erste Oper.
Habe zwischenzeitlich auch in die Aufnahmen von Rogers und Gardiner reingehört. Vermochten mich beide nicht so sehr überzeugen.
"Die Mehrheit? / Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn; / Verstand ist stets bei Wen'gen nur gewesen." — Friedrich von Schiller

9079wolfgang

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63

Montag, 18. Juli 2011, 18:30

Ich habe vor Kurzem eine tolle Gesamtaufnahme der Oper L´Orfeo in Vinyl erworben. Es handelt sich um eine Aufnahme der Bad Hersfelder Festspiele 1980, in italienischer Sprache und auf historischen Instrumenten. Ferner Gesangssolisten, Festspielchor und Orchester der Bad Hersfelder Festspiele. Eine sehr interessante Aufführung, die ich mir z. Zt. anhöre.
W.S.

sagitt

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Dienstag, 19. Juli 2011, 06:03

Ich breche nochmal eine Lanze für die Aufnahme von Emmanuelle Haïm.
Ian Bostridge als Orfeo ist für mich die Idealbesetzung (sehen manche aber auch anders, man muß sich nur diesen Thread von Anfang an durchlesen). Er hat das nötige Feuer und das Timbre finde ich wunderbar.
Die Aufnahme ist in der Tat sehr "weltlich" und "opernhaft", aber das paßt ja für die (angeblich) erste Oper.
Habe zwischenzeitlich auch in die Aufnahmen von Rogers und Gardiner reingehört. Vermochten mich beide nicht so sehr überzeugen.



So unterschiedlich sind die Präferenzen.Nigel Rogers, etwa in der Aufnahme mit Medlam ist deutlich virtuoser. Ich finde Bostridge auch hier wieder ein weng gekünstel,Geschmackssache eben. Haim dirigiert natürlich einen farbigen Orfeo, das macht aber Jacobs auch, und früher Gardiner auf seine Weise ebenfalls.
Ausserdem hätte sie keinen Caronte zulassen dürfen, der das tiefe C oktaviert. Damit wird der Reiz dieses Gesangs verfälscht. X(

William B.A.

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65

Montag, 15. Mai 2017, 11:12

450. Jahrestag der Taufe

Auch hier möchte ich heute an den 450. Jahrestag der Taufe Claudio Monteverdis erinnern. Das genaue Geburtsdatum ist unbekannt.

Erinnerungen an verstorbene und Geburtstags-Glückwünsche an lebende Musiker

Heute Abend werde ich aus diesem Anlass diese Aufnahme ais San Marco hören und sehen:



Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

William B.A.

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66

Dienstag, 16. Mai 2017, 01:18

Soeben habe ich die o. a. Aufnahme gehört und gesehen, die 1989 live in San Marco aufgenommen wurde. Wenn man diese Aufnahme gesehen hat, dann weiß nicht nur, warum der Chor "Monteverdi Choir" heißt, sondern auch, warum er einer de besten Chöre der Welt ist, und das seit vielen Jahren.
Und welch ein Vergnügen war es überdies, die jungen Michael Chance, Alastair Miles und Bryn Terfel zu erleben.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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